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Die Guillotine muss bleiben — Gegen die Abschaffung einer alten Tradition

(Der folgende Text ist frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Personen, oder mit tatsächlichen Ereignissen oder Vereinen, wäre nicht beabsichtigt, sondern leider unvermeidlich)

  • Verein zur Förderung des Guillotinierens
  • Wir haben einen Verein zur Förderung und Pflege des Guillotinierens gegründet. Wir fanden, es war Zeit, diese alte Tradition des Guillotinenbaus und die Pflege des korrekten Umgangs mit Guillotinen wieder aufleben zu lassen. Sonst gehen sie ganz verloren, in unserer modernen, kurzlebigen Zeit.

    Verweilen wir kurz in der glorreichen Geschichte der Guillotine in Grossherzogtum Baden:

    Im Großherzogtum Baden wurde zwischen 1848 und 1932 an 37 Männern und 2 Frauen das Todesurteil vollstreckt. Seit 1856 wurde die Vollstreckung mittels der von der Fa. Johann Mannhardt in München für 1.000 Gulden hergestellten Guillotine durchgeführt. Der Standort der Guillotine war in Bruchsal, wobei die Messer stets getrennt aufbewahrt wurden. Zum Transport der Guillotine (mit der Eisenbahn) an die verschiedenen Hinrichtungsorte in Baden wurde die Guillotine zerlegt und in Kisten verpackt. Die badische Guillotine gelangte, da seit 1933 Hinrichtungen in Stuttgart durchgeführt wurden, im Februar 1937 nach Berlin zur Strafanstalt Berlin-Plötzensee.
    (Quelle: Wikipedia.de)

    Die Badische Guillotine
    (Quelle Foto: Wikipedia.de)

    Unsere Vereinsstatuten fordern:
    1. Pflege des alten Brauchtums „Guillotinieren“. Regelmässiges Einüben der dazu notwendigen Tätigkeiten in obligatorischen Übungen. Genannt „das Obligatorische“.

    2. Wiederholungskurse für alle Mitglieder, genannt „WKs“, im jährlichen Abstand. Hier wird der korrekte und fachgerechte Aufbau der Guillotine geübt, das Einhängen und Justieren des Messers.

    3. Einüben des Auslösen des Fallbeils. All dies geschieht in unserem Vereinsheim in gesicherter Umgebung. Dicke Betonmauer verhindern, dass Blutspritzer oder Saft (wir köpfen in der Regel nur Kohlköpfe) das Gelände unkontrolliert verlassen können

    4. Förderung der Jugendarbeit. Wir veranstalten regelmässiges Jugend-Guillotinieren, bei dem der Nachwuchs schon ab 12 Jahren (Jungen wie Mädchen) guillotiniert wird in die hohe Kunst und in die alte Tradition des sicheren Fallbeil-Abzugs eingeführt wird. Insbesonders das Fetten der Fallrinne, das Säubern des Messers, inklusive das komplette Zerlegen und wieder Zusammensetzen unserer Präzisionsguillotinen wird geübt.

    5. Wir treten wie unsere historische Vorbilder für die strikte getrennte Aufbewahrung des Fallbeils und des eigentliche Blutgerüsts ein.

    6. Die Aufbewahrung der zerlegten oder zusammengebauten Guillotine mitsamt eingepacktem Messer im Privathaushalt unserer Vereinsmitglieder halten wir für einen Vertrauensbeweis in das Verantwortungsbewusstsein und der Sorgfalt unserer Mitglieder. Diese Vorgehensweise ist unbedingt beizubehalten.

    7. Es ist unseren Vereinsmitgliedern verboten, Nicht-Vereinsmitglieder oder sich selbst mit der Guillotine zu töten. Unfälle, Suizide oder Missbrauch im Haushalt mit unseren Guillotinen sind äusserst selten. Maximal 300 pro Jahr. Wer sich umbringen will, findet auch leicht ein anderes Messer. Nur wenn wir unsere Guillotinen im Haus aufbewahren, können wir sie im Ernsthaft sofort einsetzen, so verlangen es unsere Vereinsstatuten.

    Wir sind nicht für die Schlechtigkeit der Gesellschaft verantwortlich, wir pflegen nur alte Traditionen. Warum sollten wir unsere Traditionen abschaffen, nur weil sich die Gesellschaft gewandelt haben mag?

    Foto Wikipedia
    (Quelle Foto: Wikipedia)

    Das Guillotinieren ist auch in heutiger Zeit ein interessanter Sport, der Sorgfalt, Konzentration, Aufmerksamkeit und Präzision fordert und fördert. Unser Vereinsleben ist gesellig. Wir treffen uns mit in- und ausländischen Guillotinenvereinen zum gemeinsamen Guillotinieren. Zum Essen gibt es dann stets Kohlsuppe mit Gemüse, denn davon haben wir stets grosse Menge durch unsere Trainingsstunden übrig.

  • Werden Sie Mitglied!
  • Werden auch Sie Mitglied in unserem Verein. Lernen Sie einen interessanten Sport kennen, bewahren Sie mit uns diese alte Tradition des Guillotinierens, geniessen Sie mit uns die leckere Kohlsuppe.

    

    48 Responses to “Die Guillotine muss bleiben — Gegen die Abschaffung einer alten Tradition”

    1. coop Says:

      schöne ironie!
      aber so ist die kultur, das sollte man/wir akzeptieren!

      der coop

    2. Willi Tell Says:

      Also ich find’s gut, dass jeder schweizer Soldat ein Sturmgewehr bei sich zuhause hat. Bei diesen ständig meckernden arroganten Deutschen weiss man nämlich nie… 😉

    3. Administrator Says:

      @Will Tell
      hier wird nicht gemeckert, hier werden Mitglieder geworben!
      Und immer schön dran denken, das Messer getrennt aufzubewahren!

    4. Louis Says:

      Morgen Jens

      Du hast viele Sympathisanten. Deine Geschichten sind voll Humor und zum Teil sprichst Du interessante Themen an. Pass aber auf, dass Du nicht den Lebensners jemandes triffst! Deine „Guillotine“ war einmal unser Lebensnerv. Es ging ums Überleben. Mit dem Tod spasst man nicht.

      Einen schönen Tag
      Louis

    5. T.M. Says:

      Aber was, wenn es keine Kultur ist, sondern nur ein eigeredetes Bedürfnis? Heute, wo alles ein Markt ist und der Markt alles beherrscht, warum dann nicht auch ein Verteidigungsbedürfnis?

      P.S.: Die Diskussion mit den Militärwaffen ist verkehrt herum aufgezogen. Die Waffen sollten nicht deshalb aus den Haushalten verschwinden, weil damit Unfälle, Straftaten oder Selbsttötungen passieren, die passieren nämlich auch nicht weniger brutal mit anderen Waffen und Gegenständen oder bei anderen Gelegenheiten oder mit anderen Methoden, sondern weil diese Militärwaffen seit 60 Jahren direkt beim Bürger zu Hause völlig überflüssig und durch gar nichts mehr zu rechtfertigen sind.

    6. Stefan Says:

      Herrlich, ich habe mich wirklich über deinen Text amüsieren können. Ich mag diese Art der Ironie.

    7. Martin Says:

      Populanten von transparanten Domizilen sollten mit fester Materie keine transzendenten Bewegungen durchführen

    8. Administrator Says:

      @Louis
      Danke für die Warnung, ich werde sie beherzigen
      Und für deine Aussage: „Es ging ums Überleben“

      Das „ging“ es bei der Guillotine auch. Meistens endete es jedoch tödlich.

      Das ist doch genau der Punkt. „Geht“ es noch ums Überleben, oder nur noch um Tradition?

    9. Administrator Says:

      @Martin
      Das mit den transparenten Domizilen habe ich rein sprachlich nach 3 Minuten Nachdenken verstanden. Nur sehe ich noch nicht ganz den Zusammenhang bei all diesen Glaswänden.
      Die Todesstrafe wurde in Deutschland 1945 aus gutem Grund abgeschafft.

      Diese Tradition blieb nicht erhalten. Er Beitrag über den Guillotinen-Verein ist reine Phantasie. Sowas gibt es zum Glück nirgends in der Realität. Wer würde schon unsinnige Traditionen bewahren wollen, bei denen man lernt, präzise und genau ein Tötungswerkzeug einzusetzen. Einfach undenkbar.

    10. Krusenstern Says:

      Es gibt noch eine „aktive“ Guillotine in der Schweiz: In St.Gallen steht in einer ziemlich üblen „Knelle“ ein früher offensichtlich benutztes und heute noch funktionstüchtiges transportables (das Verbrechen lauert überall!) Enthauptungsinstrument im Schrank. Der legendäre St.Galler Schriftsteller Niklaus Meienberg pflegte bis etwa 1990 in diesem Restaurant eine Bratwurst zu bestellen und diese dann genüsslich unter der Guillotine zu zerschneiden…

      Im Sinne von Jens-Rainer finde ich: Eine solche transportable Guillotine gehört in jeden Haushalt!

    11. Krusenstern Says:

      PS: Habe ich eigentlich schon geschrieben, dass ich Vereinsmitglied werden möchte? Und einmal im Jahr gibt es das „Obligatorische“…

    12. Louis Says:

      Jens
      Na, will’s ja nicht in die Länge ziehen. – Es gibt Leute die wirklich glauben, der Krieg sei abgeschafft. Schön wär’s! So ein „Gweehrli“ ist noch recht dienlich in solchen Situationen. Argumente für und wider haben wir in einem anderen Blog gelesen. War sehr interesseant.

    13. kopfchaos Says:

      ….. die dienstwaffe ist seit jahren schon ein politischer dauerbrenner…..
      ….. jedoch wurde, trotz heftigsten diskussionen und streitgesprächen, auch im parlament, daran festgehalten, dass der wehrmann, und so ziemlich jeder männliche schweizer bürger ist wehrpflichtig, die dienstwaffe mit nach hause erhält…..
      ….. das prinzip der miliz wurde immer wieder bestätigt und die schweizer politik sieht es als notwendig an, dass, sofern die miliz einst mobilisiert werden müsse, die dienstwaffe von der ersten minute der mobilmachung einsatzbereit in den händen des wehrmannes sein soll…..
      ….. in einem gewissen sinne ist es sogar verständlich, denn das „handwerkzeugs“ des wehrmannes/soldaten ist nun mal die waffe, es fällt auch keinem schreiner ein den hobel oder die säge bis zum nächsten gebrauch im einem zentralen oder dezntralen lager (zeughaus) abzugeben, ich weiss, der vergleich hinkt, er dient aber auch nur zur veranschaulichung…..

      ….. sicherlich, es gibt immer wieder unfälle und missbrauch der dienstwaffe, und dagegen muss man angehen, doch wenn man vergleicht mit zahlen und statistiken anderer staaten, welche ihren wehrmännern und reservisten keine waffe mit nach hause gibt, so unterscheiden sich die zahlen nur geringfügig…..
      ….. es ist die politik, die entscheiden muss und somit dem militär die richtlinien vorgibt, will die politik die miliz, welche schon ab der ersten minute nach mobilmachung (bedingt) einsatzbereit ist, so muss das militär dem wehrmann gewisse ausrüstungen mit nach hause geben…..
      ….. und es macht doch auch keinen sinn, sofern man die waffe aus dieser ausrüstung entfernt, dass dann die restliche ausrüstung an den wehrmann abgegeben wird…..
      ….. zudem, sollte das system geändert werden, so stünde das militär vor einem logistischen problem, welches nur mit zusätzlichen mitteln gelöst werden könnte, mittel, welche im allgemeinen spardruck einfach nicht vorhanden sind…..

      ….. nebenbei noch eine kleine anmerkung für wehrmänner, welche die waffe doch lieber ned zuhause haben wollen…..:
      ….. gegen ein geringes entgelt kann die dienstwaffe im zeughaus gelagert werden, dies hat auch noch den vorteil, dass die waffe auch „1konserviert“ eingelagert wird, es können keine „lagerschäden“ entstehen…..

    14. Thomas W. Says:

      @Louis: Stimmt, was wären Kriege ohne Waffen. Würde doch nur halb so viel Spaß machen. Und stell Dir erst mal vor, wie schlagkräftig die deutsche Wehrmacht im 2. Weltkrieg gewesen wäre, wenn jeder Deutsche ein Sturmgewehr daheim gehabt hätte. Da wäre die Schweiz gleich hinter Polen eingenommen worden. So jedoch waren unsere Soldaten nicht waffenaffin genug, um über Moskau hinauszukommen. Und umständlich in die Kaserne einrücken mussten sie auch noch, um erst einmal ein Gewehr zu erhalten. Und das durften sie dann noch nicht mal auf Heimaturlaub mitnehmen. Kein Wunder, dass Deutschland den Krieg verloren hat.

    15. Administrator Says:

      @Thomas
      „So jedoch waren unsere Soldaten nicht waffenaffin genug, um über Moskau hinauszukommen. “

      Ich erkläre hiermit, dass ich mich zu diesem „unsere“ nicht dazu zähle. Meine Soldaten waren das nicht. Ich würde sie nicht geschenkt haben wollen.

    16. sylv Says:

      mmmmmm Kohlsuppe,lecker:)
      Danke,hab fast Seitenstechen vom Lachen:)

      Nur haben wir in der Schweiz keine so grossen Kohlköpfe,wir würden wohl eher KABIS (kann ja Rotkabis sein wäre dann lebensechter mit den Spritzern;) ) unter das Messer legen

    17. Züpf Says:

      Da wird ja ganz schön gepfuscht in den Argumenten.
      Bis 1989 hatten wir ja noch Angst vorm roten Bären, der uns von Osten via Oesterreich überrollt. Das nannte sich der neutrale Korridor, wo eben keine NATO-Truppen standen.
      Dann waren da ein paar Utopisten, die wollten grad die ganze Armee abschaffen.
      Und jetzt muss ja die Alarmstimmung auch wieder aufgebaut werden, weil es sonst angeblich zu Terroraschlägen kommt.
      Da kann doch unser Kriegsministerium (oder wie auch immer es jeweils geheissen hat) nicht das Symbol unserer Wehr- (und vielleicht auch Mannes-) Kraft in Zeughäusern einmotten!

    18. Widi Says:

      Ich finde die Diskussion langsam etwas ermüdend. Es bleiben dieselben Argumente – jene dafür und jene dagegen.

      Wir haben doch wirklich grössere Probleme als das – warum muss man so sehr darauf herumhacken? Wer kein Gewehr will kann es ja weggeben, wer damit kein Problem hat kann man doch in Ruhe lassen?
      -> Was bringen diese ewig selben Leiereien? Sorry, kann langsam aber sicher nichts anderes mehr in dieser Diskusison sehen…

      (PS an Jens: Deinen Beitrag finde ich sehr amüsant 🙂 )

    19. Branitar Says:

      Wird die Guillotine beim Vereinsbeitritt vom Staat gestellt oder muss ich sie selbst anfertigen oder käuflich erwerben? 😉

    20. Michael Says:

      Widi: schön wärs mit dem einfach weggeben wer die Waffe nicht will. Du kannst gern meine Pistole haben, ich brauche sie erst nächstes Jahr wieder.

    21. ichbins Says:

      Äpfel mit Birnen vergleichen und über etwas sprechen wovon man offensichtlich keine Ahnung hat (oder hast du Jens etwa die Rekrutenschule hier gemacht usw.?).
      Ob es sinnvoll ist oder nicht die Waffe zuhause aufzubewahren sei dahingestellt, aber, dass du hier den Helden spielen willst und das Thema nun schon zum x-ten Mal auftaust….

    22. MaxH Says:

      woher kommen eigentlich all die Beiträge, die einen Bezug zur Militärwaffe herstellen. Ich kann das gar nicht verstehen. Es ist übrigens (noch) Bedingung für eine Mitgliedschaft in der europäischen Union, daß ein Land die Todesstrafe abschafft. Find ich gut so.

      Ich muss gestehen, daß ich beim Anblick von diesen Geräten nicht wirklich lachen kann. Allerdings ist es interessant, daß einer der Gründe für die Einführung der genannten Maschine war, daß der Scharfrichter nun nicht mehr Menschen tötete (also nicht mehr geächtet werden musste) sonder das ja schön unpersönlich von einer Maschine erledigt wurde. Die Humanität hat eben auch zwei Seiten.

    23. Administrator Says:

      @ichbins
      Äpfel mit Birnen zu vergleichen liegt mir äusserst fern. Ich habe lediglich Werbung für eine (fiktive) alte Tradition und ihren Erhalt gemacht.
      Rekrutenschule habe hier nicht gemacht sondern mich dazumal auf Artikel 4 Absatz 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland berufen, aber ich werde demnächst mal die Mitgliedschaft in einem Runde-Scheiben-Perforieren-Verein beantragen um endlich auch mal ein Gefühl im Umgang mit einer Präzisionslöchermaschine zu kommen. Dann reden wir weiter, wenn Du magst.

      Den Helden spielen? Wenn das mit dem Nachbau einer Guillotinen möglich ist, werde ich es gern versuchen. Ein Thema kann man nur auftauen, wenn es gefroren ist, und das habe ich derzeit bei dem besagten Apfel-Thema eher nicht das Gefühl.

    24. Dominik Says:

      Super! Wirklich amüsant dieser Text! Leider werden in der „richtigen“ Diskussion viele dieser Argumente in allem Ernst vorgebracht.

      Übrigens noch: Du hattest dich ja mal über die „Domestic“-Tickets bei den SBB lustig gemacht. Gehe mal in Florenz (bin gerade dort) an den Bahnhof… Dort steht nämlich auf mehreren Schildern „Domestic – Biglietti nazionali“!

      [Anmerkung Admin:
      Damit steht es in Florenz zweisprachig angeschrieben, was ja auch ok ist. In Zürich bei der SBB steht es nur auf Englisch. „Lustig gemacht“ weise ich weit von mir, das habe ich mich niemals. Ich stehe nach wie vor ab und zu in einer Schlange vor diesem Schalter und frage jedes Mal die SBB-Kunden vor und hinter mir, ob sie mir erklären können, was hier „domestic“ bedeutet. Bis heute hat das noch niemand erklären können. Waren wohl alles keine Vielflieger und Weltenbummler, die dort Tickets kauften. Das Schild „zu den Zügen“ konnten sie hingegen alle lesen]

    25. Willi Tell Says:

      Jens, statt eine Guillotine, hättest Du auch deutsches Waschpulver („Persil – da weiss man, was man hat!“) oder einen deutschen Hammer von Aldi oder den deutschen ICE-Zug („Wir bringen sie überall hin!“) nehmen können . Mit all diesen drei täglichen „Utensilien“ kann man sich genauso lebensbedrohliche Vergiftungen/Verletzungen zufügen… nur so nebenbei.

      Die Schweiz ist nicht Deutschland – und das ist gut so! 😉

      [Anmerkung Admin: Wenn Du mir noch erklärst, wie man beim Persil das „Perborat“ und „Silikat“, nach dem es benannt ist, fachgerecht getrennt aufbewahrt, werde ich gern den entsprechenden Verein gründen. ]

    26. ichbins Says:

      Finde den Beitrag eigentlich ja auch witzig.

      Aber als aussenstehender hier gross mit diskutieren zu wollen und sich mit Vergleichen in der Meinung stärken wollen find ich nicht richtig.

      Es geht auch nicht darum, ob du schonmal geschossen hast oder nicht, sondern ob du deine persönliche Ausrüstung so kennengelernt und die Verantwortung dafür so tragen musst wie du es eben nur in der RS lernst. Gründe, dass man die Waffe zuHause aufbewahren muss gibts nur einen – das obligatorische alles andere sind vorgeschobene Gründe, aber ich will nicht zuerst zu einem Zeughaus fahren müssen um die paar Schüsse zu verpulvern fürs obligatorische.

      Und wenn man die Armeewaffe zu Hause verbieten will sollte man bitte zuerst ALLE Waffen verbieten die jemand erwirbt, denn der hat die Waffe dann ja nicht aus einem „müssen“ zu Hause sondern weil er es unbedingt will – das ist nach er Logik von dir doch viel gefährlicher, als die Armeewaffe….

    27. Says:

      mal wieder ein genialer Beitrag… 🙂

    28. Bürli Says:

      Als Abschreckung gegen die Rote Armee mag so ein Sturmgewehr noch nützlich sein gegen die Atombomben der Franzosen hilft so ein Ding herzlich wenig.

    29. renegade Says:

      hey jens, du verweigerst den Dienst an der Waffe, um dann so ein Verein zu gründen, kannst du das mit deinen Gewissen vereinbaren?

      Wenn es dich dann seelisch belastest, neigst du evtl. zu Kurzschlussreaktionen… lass lieber die Finger davon 🙂

      Lese schon die Schlagzeile Guillotine-Oberhaupt hat sich selbst kastriert.

    30. SUI 66 Says:

      Verständnis für eine andere Kulur?

      Sie haben manche witzige Beiträge auf Ihrem Blog. Viele Sachen sind für uns in der CH selbstverständlich. Einem fremden Auge fallen Sachen auf, die man anders oder gar nicht wahrnimmt. Durch Ihre Seite bin auf den einen oder andern interessanten Link gestossen (z.B.:www.geschichte-schweiz.ch/zweiter-weltkrieg-1939-1945.html).

      Vielleicht ist es ja von Ihnen gewollt, dass Sie gewisse CH Ausdrücke und Redewendungen nicht richtig Übersetzen. Ist es ein Versehen, so ist das Peinlich. Wenn Sie nun seit 5 Jahren in der CH wohnen, dann sollten Sie die Sprache schon besser verstehen.

      In einem Ihrer Kommentare haben Sie erwähnt, dass Sie Artikel 4 Absatz 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland in Anspruch nahmen. War es wirklich so gut, dass sie von diesem Artikel gebrauch machten? Vermutlich nicht. Denn dann hätten Sie in einer so genannten „Zwangsgemeinschaft“ sich zu Recht finden müssen. Im Privaten kann man machen und tun was man will. In einer Zwangsgemeinschaft muss man für eine bestimmte Zeit seine persönlichen Bedürfnisse zurück stecken.

      Überflüssige Satire

      Auf was sich die Guillotinegeschichte bezieht ist ja offensichtlich.

      Ihr Kommentar:
      Wer würde schon unsinnige Traditionen bewahren wollen, bei denen man lernt, präzise und genau ein Tötungswerkzeug einzusetzen. Einfach undenkbar.

      Ist die Leichtathletik ein unsinniger Sport? Da wird doch auch Kugelstossen (HG oder Steine auf den Feind werfen) und Sperrwurf ausgeübt?

      Ist Fussball nicht ein unsinniger Sport? Da stehen sich doch auch zwei Mannschaften gegenüber und kämpfen gegeneinander? Bei einem Fussballmatch fliesst garantiert mehr Blut als bei einem olympischen Schiesswettkampf.

      Ein kleiner Fahrfehler kann das Auto in eine tödliche Waffe verwandeln. Und so haben sehr viele Haushalte ungewollt eine potentielle Waffe in ihrer Garage!

      Ich bin überzeugt, dass für Sie die Biathleten (Langlauf und Schiessen) sehr blutrünstige Menschen sind. Sie denken sicher, dass sich die Biathleten bei jedem Schuss ein Lebewesen als Ziel vorstellen. Wenn Sie jemals eine Schiessausbildung gehabt hätten, so könnten Sie eventuell das ganze Schiesswesen ein wenig besser verstehen.

      Liegt es an Ihnen sich über angebliche unsinnige Traditionen (Unspunnenfest, 1. August, Hornussen usw.?) in Ihrem Gastland zu urteilen? Ich glaub eher nicht.

      Ist für Sie das Zeichen der CH auch nur ein unsinniges traditionelles Symbol?

      Guillaume-Henri Dufour muss für Sie ein rotes Tuch sein.

      Schliesslich war es ja ein Militarist wo das Rote Kreuz gegründet und eingeführt hat. Das Rote Kreuz stammt von einem Truppenemblem ab, dem weissen Kreuz auf rotem Hintergrund.
      Nun stellen Sie sich vor, dieser General Dufour war es, der zuerst das Weisse Kreuz auf Roten Grund einführte und dann der Gründer vom Roten Kreuz war!

      Wenn Sie sich schon über gewisse „Traditionen (Geschichte und Politik)“in der CH beklagen, so sollten Sie doch besser im Bilde sein. Mich erstaunt es, dass Sie nach so vielen Beiträgen immer noch nicht begriffen haben, dass Sie in einer anderen Kultur leben.
      Sehr geehrter Herr Wiese, ich kann Ihnen nur empfehlen, sich in die Geschichte der CH einzulesen. Vielleicht verstehen Sie dann auch, was Schiller in einer Sage über einen Aufständischen in der Zentralschweiz, sagen wollte. Es geht um den Inhalt (keine Fremdbestimmung) der Geschichte. Ob es jemals einen Wilhelm Tell gegeben hat spielt überhaupt keine rolle (Sherlock Holms starb in Meiringen). Vielleicht stolpern Sie ja noch über den Bundesbrief.

      I wünsch ihne vieu vergnüege im umeschtöpere vo de schwyzergschicht

    31. Dada Says:

      Lieber Jens

      Gratuliere Dir zu Deinem Werdegang zum Messias.
      Deine Beobachtungen sind still und fein in ein ständiges Kritisieren des Anderssein ausgeartet. Wir Schweizer sprechen nicht nur nicht deutsch, wir sind auch nicht deutsch, wahrscheinlich wollen wir es auch einfach nicht sein.

    32. Administrator Says:

      Lieber SUI66
      Vielen Dank für Ihren ausführlichen, offenen und wohlgemeinten Kommentar
      Sie schreiben:

      Verständnis für eine andere Kultur?

      „Verständnis“ setzt „verstehen“ voraus. Jedoch „Verstehen“ liegt mir fern. Ich gehe staunend durch die Welt, ich beobachte, beschreibe, karikiere, überzeichne, aber ob ich die Dinge verstehe, die ich sehe? Das vermag ich nicht beurteilen. Ich versuche mich jedenfalls, ihnen anzunähern.

      Sie haben manche witzige Beiträge auf Ihrem Blog. Viele Sachen sind für uns in der CH selbstverständlich. Einem fremden Auge fallen Sachen auf, die man anders oder gar nicht wahrnimmt. Durch Ihre Seite bin auf den einen oder andern interessanten Link gestossen (z.B.:www.geschichte-schweiz.ch/zweiter-weltkrieg-1939-1945.html).

      Danke für das Lob. Dies ist ein Freizeit-Blog und ich bin kein Profi-Journalist.. Es freut mich sehr, wenn Sie etwas Neues lernen konnten.

      Vielleicht ist es ja von Ihnen gewollt, dass Sie gewisse CH Ausdrücke und Redewendungen nicht richtig Übersetzen. Ist es ein Versehen, so ist das Peinlich. Wenn Sie nun seit 5 Jahren in der CH wohnen, dann sollten Sie die Sprache schon besser verstehen.

      Hierbei wäre es hilfreich, wenn Sie genauer anführen würden, welche Ausdrücke und Redewendung ich „nicht richtig“ übersetzt habe. Mitunter ist es gewollt, weil ich die „tumbe Sicht“ eines Deutschen wiedergeben wollte, der etwas Mühe hat. Das darf ruhig peinlich aussehen, das ist peinlich. Warum sollte ich den Schweizern erklären, was sie schon wissen? Es geht hier um persönliche Erlebnisse, um Missverständnisse, die ich schildere. Manches klärt sich dann auf. So wie die Sache mit der Kuchenkasse (=Chochichästli)… nein nein, das war nur ein Scherz, von dem ich nicht lassen mag, weil ich es immer wieder so gern erklärt bekomme. Wer eine Weile die Blogwiese liest, der fällt da nicht mehr drauf rein.

      In einem Ihrer Kommentare haben Sie erwähnt, dass Sie Artikel 4 Absatz 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland in Anspruch nahmen. War es wirklich so gut, dass sie von diesem Artikel gebrauch machten?

      Der Artikel wurde von den Väter den Grundgesetzes angesichts der unheilvollen Militärgeschichte Deutschlands eingefügt: „Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden“ (vgl http://www.blogwiese.ch/archives/361) Nur wenige Monate zuvor waren junge Menschen reihenweise erschossen oder aufgehängt worden, weil sie sich weigerten, in einem verbrecherischen sinnlosen Krieg, der nicht der ihre war, auf einen sogenannten Feind zu schiessen. Aus dieser historischen Erfahrung heraus entstand dieser Artikel.

      Vermutlich nicht. Denn dann hätten Sie in einer so genannten „Zwangsgemeinschaft“ sich zu Recht finden müssen.

      Keine Angst, auch ich habe diese „Zwangsgemeinschaft“ erlebt, mit erwachsenen geistig Behinderten. Damals war statt 13 Monate Grundwehrdienst für mich als Zivildienstleistende 16 Monate Ärschlis Abputzen, Sabber vom Mund wischen, vollgemachte Betten abziehen etc. eine echte Herausforderung. Wenn Sie 12 Stunden für das Wohl eines Epileptikers sorgen müssen, der gern alle paar Stunden seine Absenzen hat, dann können Sie das ruhig als „Zwangsgemeinschaft“ ansehen.

      Im Privaten kann man machen und tun was man will. In einer Zwangsgemeinschaft muss man für eine bestimmte Zeit seine persönlichen Bedürfnisse zurück stecken.

      Sehe ich genauso. Nachtwache und Rufbereitschaft gibt es auch im Zivildienst.

      Überflüssige Satire

      Wie wahr wie wahr! Satire ist überflüssig! So überflüssig wie alles auf der Welt, was lustig ist und Spass macht. Es gibt da ein tolles Mittel gegen. Man braucht sie einfach nicht lesen.

      Auf was sich die Guillotinegeschichte bezieht ist ja offensichtlich.

      Messerscharfe Schlussfolgerungen sind glaube ich eine ungewollte Nebenwirkung von Satire. Kann passieren, tut mir leid, ich hatte extra eine Warnung vorangestellt, dass der Text nur Fiktion ist.

      Ihr Kommentar:
      Wer würde schon unsinnige Traditionen bewahren wollen, bei denen man lernt, präzise und genau ein Tötungswerkzeug einzusetzen. Einfach undenkbar.

      Das ist Teil des fiktiven Textes gewesen. Aber es kann sich auch als Kommentar gelten.

      Ist die Leichtathletik ein unsinniger Sport? Da wird doch auch Kugelstossen (HG oder Steine auf den Feind werfen) und Sperrwurf ausgeübt?

      Jetzt wo sie es sagen fällt mir erst auf, wie gefährlich dieser Sport ist! Mein Gott, was passiert, wenn die Kugel in die falsche Richtung fliegt oder jemand mit einem Speer einen Banküberfall oder ein Familiendrama durchführt! Sicher müssen diese Sportgerät darum getrennt aufbewahrt werden. Mir ist noch gar nicht aufgefallen, wie ähnlich eigentlich der Schiesssport mit Speerwerfen und Kugelstossen verwandt ist. Alle drei Sportarten brauchen Konzentration, Zielgenauigkeit und die Selbstbeherrschung, nicht in die falsche Richtung zu zielen und damit eine Katastrophe auszulösen. „Beim Kugelstossen heimtückisch niedergestreckt“, so könnte die Schlagzeile aussehen.

      Ist Fussball nicht ein unsinniger Sport? Da stehen sich doch auch zwei Mannschaften gegenüber und kämpfen gegeneinander? Bei einem Fussballmatch fliesst garantiert mehr Blut als bei einem olympischen Schiesswettkampf.

      Stimmt, da haben Sie recht. Habe ich übrigens je etwas gegen das Schiessen gesagt?

      Ein kleiner Fahrfehler kann das Auto in eine tödliche Waffe verwandeln. Und so haben sehr viele Haushalte ungewollt eine potentielle Waffe in ihrer Garage!

      Richtig. Darum werden die ja auch getrennt von der Wohnung aufbewahrt. Die Fahrprüfung zur Erlangung der Fahrerlaubnis ist viel zu wenig, es müsste eine obligatorische Nachprüfung einmal pro Jahr erfolgen, ob dieses Waffe Auto überhaupt noch dem Lenker anvertraut werden kann.

      Ich bin überzeugt, dass für Sie die Biathleten (Langlauf und Schiessen) sehr blutrünstige Menschen sind. Sie denken sicher, dass sich die Biathleten bei jedem Schuss ein Lebewesen als Ziel vorstellen. Wenn Sie jemals eine Schiessausbildung gehabt hätten, so könnten Sie eventuell das ganze Schiesswesen ein wenig besser verstehen.

      Nein, ich finde das ist ein sehr faszinierender Sport. Ich habe auch gar nichts gegen Schützenvereine. Nur gibt es da vielleicht einen „klitzekleinen“ Unterschied, ob man mit einer speziellen Sportpistole schiesst, oder einer 12jährigen dem Umgang mit einem Sniper-Präzisions-Scharfschützengewehr beibringt, wie es von Elitekräften auf der ganzen Welt geschätzt wird. Ich kenne mich da nicht so aus, muss ein Unterschied im Kaliber etc. sein.

      Liegt es an Ihnen sich über angebliche unsinnige Traditionen (Unspunnenfest, 1. August, Hornussen usw.?) in Ihrem Gastland zu urteilen? Ich glaub eher nicht.

      Über das Unspunnenfest habe ich noch nie etwas geschrieben, geschweige denn darüber geurteilt.
      Das muss jemand anders gewesen sein. Hingegen hatte ich mal das Thema dran, ob die Schweizer leicht empfindlicher reagieren auf manche Dinge als die Deutschen. Das Thema war hier dran: http://www.blogwiese.ch/archives/352

      Das Thema „Schwingen“ und alle Wörter die aus diesem Umfeld stammen, waren bereits dran. http://www.blogwiese.ch/archives/149 und http://www.blogwiese.ch/archives/142

      Den 1. August habe ich mit seinen Traditionen dargestellt verglichen mit dem 3. Oktober in Deutschland. Wenn Sie das Gefühl haben, darin steckte ein „Urteil“, dann sagen Sie es mir, ich werde die Stelle sofort löschen. http://www.blogwiese.ch/archives/32

      Ist für Sie das Zeichen der CH auch nur ein unsinniges traditionelles Symbol?

      Steht das nicht sinnbildlich für diesen einen Rachenlaut, den die Deutschen so schwer aussprechen können? Wie kann eine lateinische Abkürzung „unsinnig“ sein? Im Gegenteil sie erspart den Streit zwischen den Sprachgruppen, ob die Schweiz nun eine „Schwyz“, oder „Schwiiz“, oder „Suisse“ oder „Suizzera“ ist, und stellt ausserdem klar, dass wir hier nicht in Sweden oder Swaziland sondern in CH sind (vgl. http://www.blogwiese.ch/archives/161)

      Guillaume-Henri Dufour muss für Sie ein rotes Tuch sein.

      Was sollte ich gegen den Gründer des Roten Kreuzes haben?

      Schliesslich war es ja ein Militarist wo das Rote Kreuz gegründet und eingeführt hat. Das Rote Kreuz stammt von einem Truppenemblem ab, dem weissen Kreuz auf rotem Hintergrund.

      Oh, die Geschichte von Emblemen mit Kreuzen ist leider etwas älter. Wenn wir die bei jedem Land und jedem Kreuz einzeln erzählen würden, kämen schnell ein paar Seiten zusammen. Denken Sie nur an den Irrtum vor ein paar Monaten im Libanon, als die Dänische Flagge mit der Schweizer Flagge verwechselt wurde.

      Nun stellen Sie sich vor, dieser General Dufour war es, der zuerst das Weisse Kreuz auf Roten Grund einführte und dann der Gründer vom Roten Kreuz war!

      Eine Glanzleistung in der Geschichte! Das einzige Land mit einer quadratischen Flagge auf der Welt, darüber habe ich hier geschrieben: http://www.blogwiese.ch/archives/384

      Wenn Sie sich schon über gewisse „Traditionen (Geschichte und Politik)“in der CH beklagen, so sollten Sie doch besser im Bilde sein. Mich erstaunt es, dass Sie nach so vielen Beiträgen immer noch nicht begriffen haben, dass Sie in einer anderen Kultur leben.

      Ja, das ist der Tenor: Wir leben in einem anderen Kulturkreis. War schon ganz zu Anfangs in der Blogwiese dran. Mit dem „Begreifen“ ist das tatsächlich sehr schwer. Wir arbeiten dran, wir nähern uns an, wir geben die Hoffnung nicht auf (siehe Anfang).

      Sehr geehrter Herr Wiese, ich kann Ihnen nur empfehlen, sich in die Geschichte der CH einzulesen. Vielleicht verstehen Sie dann auch, was Schiller in einer Sage über einen Aufständischen in der Zentralschweiz, sagen wollte. Es geht um den Inhalt (keine Fremdbestimmung) der Geschichte. Ob es jemals einen Wilhelm Tell gegeben hat spielt

      Daher hat sich die Schweiz ihre entscheidende heutige politische Form auch ganz freiwillig von einem Herrn Namens Napoleon „schenken“ lassen. (vgl. http://www.blogwiese.ch/archives/288) Es gibt viel zu lernen über die Geschichte der Schweiz, da haben Sie allerdings recht. Am liebsten sind mir hierbei die Mythen, wie der Mythos von der selbstbestimmten Freiheit 1798 von Napoleon eingeführt.

      überhaupt keine rolle (Sherlock Holms starb in Meiringen). Vielleicht stolpern Sie ja noch über den Bundesbrief.

      Meinen Sie „den“ oder „die Bundesbriefe?“ Ich zitiere mal aus dem historischen Lexikon der Schweiz, zum Thema „Bundesbriefe:“ http://hls-dhs-dss.ch/textes/d/D9600.php

      Gesamthaft betrachtet war die Eidgenossenschaft ein komplexes Bündnisgeflecht, in dem jede Beziehung nach dem jeweiligen Vertragsrecht gehandhabt wurde. Von einem durchgehend gültigen „Bundesrecht“ sind bloss Ansätze festzustellen, nämlich im Pfaffenbrief von 1370, im Sempacherbrief von 1393 sowie im Stanser Verkommnis von 1481 (Eidgenössisches Recht). Von 1393 an pflegten die Orte die Bünde etwa alle fünf Jahre von neuem zu beschwören. Vorstösse hingegen, die bisherigen Verträge durch einen umfassenden neuen Bund zu ersetzen, blieben ohne Erfolg, sowohl 1481 als auch letztmals kurz nach der Mitte des 17. Jh. (Revisionsentwurf von Johann Heinrich Waser). Immer wieder suchten sich einzelne Orte durch eine ihren Interessen günstige Interpretation der uneinheitlichen Regelungen den Bündnisverpflichtungen zu entziehen. Jeder Ort war nämlich autonom, kraft seiner Herrschaftsgewalt, die auf Privilegien des Reichs beruhte. In der 1. Hälfte des 15. Jh. war die noch sehr zerbrechliche Eidgenossenschaft mehrfach zerstörerischen Krisen ausgesetzt (Zuger Siegel- und Bannerhandel 1404, Raronhandel 1415-20, Ennetbirgische Feldzüge in den 1420er Jahren, Alter Zürichkrieg 1436-50). Das eidg. Zusammenleben wurde indessen nur bedingt durch das Bündnisrecht bestimmt. Ebenso wichtig für das Überleben war der nicht abbrechende Kontakt innerhalb einer Führungsschicht (Eliten) mit eingespielten Umgangsformen, namentlich auf den Tagsatzungen, ferner gleichlaufende polit. Interessen (die aber rasch wechseln konnten),

      Das wäre doch mal ein Thema für einen eigenständiges Posting: „Gründungsmythen der Schweiz“.

      I wünsch ihne vieu vergnüege im umeschtöpere vo de schwyzergschicht

      Das es Vergnügen macht, sich damit zu beschäftigen, dass gebe ich gern zu. „Verstehen“ werde ich es vielleicht irgendwann. Bis dahin erlauben sie mir weiterhin, meine laienhaften Artikel zu verfassen. Weiterhin fröhliches Mitlesen und Diskutieren wünscht Ihnen

      Jens Wiese

    33. Dominik Says:

      Jens, unter „lustig machen über“ verstehe ich auch die Satire (wie heute). Vielleicht liegt das an meinen mangelnden Hochdeutschkenntnissen? Dafür kann ich Schweizerdeutsch, Franz, Englisch, Italienisch und etwas Romanisch – dafür nehme ich die mangelnden Deutschkenntnisse gerne in Kauf 😉

      Auf jeden Fall wars nicht an Kritik zu verstehen, bisher fand ich fast alle Beiträge hier witzig, eine Ausnahme bildet das Gejammer wegen den ach so armen Deutschen (WM und so). Das gefiel mir nicht sondern ging mir auf die Nerven. Aber der Rest ist gut, weiter so!

      ein über den gestrigen Entscheid der Sicherheitspolitischen Kommission traurig seiender Leser

    34. Patrick Says:

      @ sui66

      Das Rote Kreuz wurde nicht vom General Dufour gegründet sondern von Henry Dunant.
      http://www.redcross.ch/org/portrait/hist/e01d01-de.php

      Die Schweizer Geschichte ist allerdings interessant und sie ist nicht so heldenhaft und patriotisch wie so mancher Schweizer denken mag.

    35. Administrator Says:

      @Patrick
      Danke für die Klarstellung. Der Name kam mir gleich so komisch vor. Ist General Dufour nicht nach der dieser Bergspitze benannt worden?
      Oder war das der Monte Rosa?

    36. Petra Says:

      @Phipu
      Hallo, hallo Phipu, wo steckst du? Ich vermisse doch ganz schwer deine Kommentare. Schreib mal wieder!
      Gruss Petra

    37. Sam Says:

      Schöner Beitrag Jens.

      Bei alldem möchte ich jedoch daran erinnern, dass die Guillotine zur Zeit ihrer Einführung (als die Todesstrafe allgemein akzeptiert war, wie heute noch in gewissen Schwellenländern) als besonders humanes Hinrichtungsinstrument galt, trennte sie doch den Kopf zuverlässig, sauber und schnell vom Körper eines Verurteilten.

      Die Alternativen damals bescherten ein langsames qualvolles Sterben; musste doch der Scharfrichter teilweise zu mehreren Schwerthieben ausholen (Hinrichtung durch das Schwert war dem Adel oder privilegierten Delinquenten vorbehalten); da brach der Galgen nicht schnell das Genick sondern drückte langsam die Halsarterien zu; wurden dem zu Bestrafenden beim Rädern die einzelnen Knochen zwischen Speichen zerbrochen dass er innerlich verblutete, und der Gekreuzigte entlaufene Sklave des Römers starb langsam und qualvoll an einem langsamen Schock, wenn die Spannung der Blutgefässe nachliess und der Blutdruck zu gering wurde um das Hirn zu versorgen. Als Ketzer wurde man als Ketzer, als Ehebrecherin gesteinigt (dies wurde 2003 noch in einem Land vollzogen, das gerne zivile Atomtechnologie hätte),

      Demgegenüber die Guillotine: Schinnng und fertig, relativ würdevoll, ungeachtet des Standes, der Zunft oder der Art des Kapitalverbrechens – vor der Klinge waren alle gleich.

    38. Sam Says:

      Noch was: Die letzte Hinrichtung erfolgte gestützt auf altes kantonales Strafrecht und wurde am 18. Oktober 1940 in Sarnen am dreifachen Mörder Hans Vollenweider mittels einer Guillotine vollzogen. Quelle

    39. SUI 66 Says:

      Quelle: http://www.redcross.ch/org/portrait/hist/e01d01-de.php
      Quelle: http://hls-dhs-dss.ch/textes/d/D3862.php

      Henry Dunant war federführend in der Entstehung des Roten Kreuzes. Dank der Initiative von ihm und dem Juristen Gustave Moynier, den Ärzten Louis Appia und Théodore Maunoir sowie dem General Guillaume-Henri Dufour entstand das erst Abkommen vom Roten Kreuz.

      Guillaum Dufour war im ersten Jahr vom Roten Kreuz der Präsident.

      Was Dufour sonst noch alles geleistet hat (z.B.: Dufourkarte) kann man in den angegeben Quellen nachlesen.

      Ist dass heldenhaft, wenn man ein Volk unterdrücken und aushungern kann?

      Personenkult in jeglicher Hinsicht liegt mir fern. Ich habe jedoch Achtung von solchen Personen wie Dufour und Dunant.

      Ist es etwa so falsch, dass man es schätzt nicht nur irgendwelche Parlamentarier wählen zu könne, sonder auch über Gesetzte abstimmen kann?
      Wir können über unserer eigene Gesetze abstimmen! Wenn wir es nicht mehr dürften, so wären wir wieder bei Schillers Geschichte.

    40. Bruno Says:

      Guillotine in Verbindung mit WK bringen find ich nicht schlecht. Da geht man am besten kopflos hin, sonst ist’s nicht zum aushalten. Und ob man(n) dann kastriert, also mit oder ohne Schiessprügel, nach Hause geht, ist dem lieben Weibe zuhause und den bösen Terroristen eigentlich Wurscht. Sollen doch die tumben Zeughäusler den Rost aus den Läufen kratzen.

    41. Branitar Says:

      ichbins said:
      „Es geht auch nicht darum, ob du schonmal geschossen hast oder nicht, sondern ob du deine persönliche Ausrüstung so kennengelernt und die Verantwortung dafür so tragen musst wie du es eben nur in der RS lernst.“

      SUI 66 said:
      „In einem Ihrer Kommentare haben Sie erwähnt, dass Sie Artikel 4 Absatz 3 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland in Anspruch nahmen. War es wirklich so gut, dass sie von diesem Artikel gebrauch machten? Vermutlich nicht. Denn dann hätten Sie in einer so genannten „Zwangsgemeinschaft“ sich zu Recht finden müssen.“

      Ich habe in der Bundeswehr gedient. 12 Monate lang. Ich bin mit meiner Waffeudn Ausrüstung durch Schlamm und Dreck gerobbt, habe mir bei Minusgraden auf gefrorenem Boden den Arsch abgefroren, habe Nahrungs- und Wasserentzug ertragen, Meine Ausrüstung nach jeder Übung eine woche lange geputzt und gepflegt, bis sie wieder in genauso gutem Zustand wie vorher war. Trotzdem teile ich Jens‘ Meinung. Nicht weil er Deutscher ist wie ich, sondern weil ich trotz Wehrdienst, Zwangsgemeinschaft, Verantwortung für die persönliche Ausrüstung usw. keinen Grund für die Waffe zuhause sehe.

      Im übrigen handelt es sich bei dem Text um eine Satire. Soweit ich weiß, gibt es auch in der Schweiz das Recht auf freie Meinungsäußerung. Ich unterstelle Jens mal, dass er hier auf eher liebevolle als bösartige Weise (!) die Schweizer ein wenig „hoch nimmt“ und damit eben jenes Recht ausübt. Oder gilt dieses Recht für in der Schweiz lebende Nichtschweizer nicht?

      Muss ich jedem Nichtdeutschen, der die deutsche Politik kritisiert, das Recht auf diese Kritik absprechen, eben weil er zwar in Deutschland lebt und Steuern zahlt, aber eben nicht eingebürgert ist?

      In einer Demokratie existieren verschiedene Meinungen nebeneinander, denn das ist das Wesen der Demokratie im Gegensatz zu einer Diktatur, in der nur eine Meinung die Richtige ist und gehabt werden darf.

      Die Schweiz ist zweifellos eine großartige Demokratie. Jedoch scheint das nur für Schweizer zu gelten, zumindest, wenn man die Kommentare hier liest.

    42. Krusenstern Says:

      Jens, hast Du eigentlich schon mal über die herausragendste Eigenschaft von uns Schweizern geschrieben? Den herzhaften Humor und das tiefe Verständnis für Satire…

    43. Willi Tell Says:

      @Branitar

      Was möchstest Du uns genau damit sagen? Dass wir Schweizer einem nicht-Schweizer nicht unsere Meinung sagen dürfen, wenn er unsere Sitten provokativ in Frage stellt? Dürfen wir nicht mal ein bischen empört sein, wenn jemand aus einem anderen Land unsere Gebräuche und Sprachweisen, auf die wir stolz sind, satirisch durch den Kakao zieht? Müssen wir denn jeglichen Kommentar über unsere Kultur witzig finden? Dürfen wir es nicht doof finden?

      Ich habe es mal in einer Runde lauter Deutschen gewagt, die deutsche EU-Politik zu kritisieren – wow, die waren aber beleidigt! 😉 Da hat keiner mehr gegrinst, sag‘ ich Dir…

      Hey, wenn jemand aus einer anderen Nation unser Land kritisiert, dann können wir ihm auch freimütig unsere Gegenmeinung sagen, oder? 😉

      en guete

    44. Hingä Füürä Says:

      … das muss er nicht, dafür sorgen wir hier zu genüge…

    45. Sabine Says:

      super diese
      „ich-weiß-ja-daß-das-als-spaß-gemeint-ist…ABER-kommentare“
      ist das schweizer humor? *g

      du kennst sicher die geburtstage von loriot, als die drehkumpels von ihm
      im studio auflaufen und danach befragt werden, daß sie sicher bei
      den dreharbeiten irre spaß hatten? und sich dann alle betreten angucken und meinen: äh…spaß? ähm…naja. also, ich lache gern…wenns paßt.

      mach mal einen artikel über satire. schätze, hier könnte mancher eine erklärung zu dem thema brauchen.

    46. PAX Says:

      und genau wegen kommentaren wie deinem haben die deutschen hier in der schweiz den ruf, arrogant zu sein. wir wissen schon was satire ist. wenns dabei aber um ein emotional aufgeladenes thema geht (das aussenstehende wohl kaum in der ganzen tragweite verstehen können) gibts halt diskussionen. satire hin oder her.

    47. Res Says:

      @Willi, mach es wie ich. Sag deinen deutschen Freunden (?), dass du es nicht verstehst, wie sie soooo viel Kohle in das Gebilde EU stecken und kaum was dafür erhalten, und trotzdem nicht rummosern… (so stehst du schnell als verständnissvoller Schweizer da, dem (teilweise) geraten wird diesem Verein nicht beizutreten, da es nur einen Hauffen Geld kostet. 😉 (Tatsache, habe ich erlebt).
      Bzgl. des Waffenthemas… ich durfte mein „Gerümpel“ vor einigen Wochen dem Besitzer zurückgeben, da ich meine Zeit „abgesessen“ habe. Aber eines ist sicher, ich hätte diese Waffe NIE!!!!! ausserhalb der „muss Zeit“ verwendet, zuerst mal ist das Ding zu schwer und zum anderen muss es danach wieder geputzt werden, darum: Nein Danke 😉
      Was Satirie, Ironie usw. betrifft…. nach meiner Erfahrung, gibt es doch sehr viele Schweizer, die die Feinheiten dieses Humors nicht verstehen… liest man hier doch genug…

    48. tscherina Says:

      Dialog tut not

      Deutschland ist für mich ein paar Jahre Gastland gewesen und ich war der Gast. Jetzt ist es umgekehrt. Darum lade ich deutsche Gäste in meinem Heimatland herzlich ein zum Dialog. Könnt Euch gerne bei mir melden. Schön wäre es, wenn daraus z.B. ein Stammtisch (Stadt Zürich) werden könnte.

      mit vorweihnachtlichen Grüssen
      tscherina

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