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Was Schweizer an den Deutschen nervig finden — Teil 1

  • Fünf Dinge, die dem Schweizer in Deutschland auf die Tüte den Sack gehen
  • Wir erhielten Post von einem Schweizer namens Dominique. Er schickte uns eine kleine Liste: Die „Fünf Dinge, die dem Schweizer in Deutschland gewaltig auf den Sack gehen“:
    Wir werden die Liste hier zitiert abdrucken, es uns aber nicht verkneifen, gleich unseren Senf dazu zu schreiben:

    1. Billig um jeden Preis
    Die unermüdliche Jagd nach dem günstigsten Schnäppchen ist das Freizeitvergnügen der Deutschen. Sie fahren durch die halbe Republik, wenn Obi den Preis für Blumentöpfe halbiert. Sie stürmen den örtlichen McDonalds, wenn die Ketchuptütchen gratis aufliegen. Wen wundert’s, dass das Fleisch gammelt und der Salat giftelt dort wo alles nix mehr kosten darf. Deshalb: Geiz ist ganz und gar nicht geil, sondern schlicht und einfach nur blöd.
    (Quelle: private E-Mail)

  • Geiz ist nicht geil
  • Nun gut, dass der Spruch „Geiz ist geil“ von einem Schweizer erfunden wurde (siehe hier ). Gute Qualität darf ruhig etwas kosten, und wenn etwas ein bisschen teurer ist, dann ist es unter Garantie gute Qualität. So logisch und einfach ist das. Zum Thema „Swiss Quality“ siehe hier.

  • Qualität ist Schweizerisch
  • Vergessen wird bei allen Gammelfleischskandalen und gespritzten Salaten, dass Deutschland auch das Land der Biobauern, Demeter-Erzeugern und der zahlreichen Bauernmärkte ist. Wir berichteten über den tägliche Markt in Freiburg im Breisgau (siehe hier) Zum Glück ist Schnäppchenjagen und billig Einkaufen bei den Schweizern absolut out, sonst wären ja wohlmöglich am Wochenende noch die Parkplätze in grenznahen Jestetten oder Konstanz alle von Schweizern zugeparkt! (siehe hier: Boomtown Jestetten ) Wahre Schnäppchen machen die sowieso nur beim Volltanken, wenn sie pro Liter 3 Rappen Rabatt einstreichen, siehe hier.

    Ach, bei welchem McDonalds gibt es diese Ketchup-Tütchen umsonst? Ist das weit zu fahren? Sind die echt für umme?

    (Teil 2-5 folgt aus Platzgründen in den nächsten Tagen, wir müssen jetzt mal rasch zum „Restaurant unter den zwei goldenen Bogen“)

    

    38 Responses to “Was Schweizer an den Deutschen nervig finden — Teil 1”

    1. Gourmettchen Says:

      Wow, zwei goldene Bogen? Das ist doch das grosse M – für Mastanstalt, nicht?

      Oder meinetwegen der Säulentempel des Fastfoods. En Guete!

    2. Sam Says:

      Austeilen kann der Herr Wiese wie ein Grosser aber beim Einstecken happert’s böse… Einfach locker bleiben, Herr Wiese!

      [Antwort Admin: Wow, wieder so ein Missverständnis. Bin sowas von locker.. so locker wie man nur sein kann, wenn man 5 Tütchen Ketchup beim nächsten McDo umsonst abgegriffen hat… Nochmals Danke für den Tipp! 😉 ]

    3. Tellerrand Says:

      Ich staune immer wieder, was manche Schweizer Bürger so alles über seine nördlichen Nachbarn wissen. Und zwar über alle. Differenzieren und Nachdenken verboten…

      Dass die Billigheimerei vielleicht auch eine Folge davon sein könnte, dass in Deutschland seit Jahren ein Heer von fünf Millionen Arbeitslosen und sicher noch einmal genau so viele Menschen in schlechtbezahlten Jobs (z.B. bei McDonalds) und Sozialhilfeempfänger nebst ihren Familien ein Dasein fristen, das gar nicht anderes zulässt, als die Jagd nach dem Schnäppchen und das billige Futter bei Aldi und Lidl… unvorstellbar!

    4. lapsus4711 Says:

      @Tellerrand
      Billigkauf : Niedriglohn = Huhn : Ei

    5. sylv Says:

      I beg to differ!

      Fritz und Frieda Schweizer,sind genau so Schnäppchenjäger, DAS ist nun wirklich nicht tüpisch Deutsch!

      Zugegeben,ICH fahre nicht x-Kilometer um 2 Franken zu sparen für ein Produkt,dass ich bei genauerem Nachdenken vielleicht gar nicht sooo dringend brauche.
      Ein kleines Beispiel über die verzerrte Aufassung zum Thema sparen mancher Leute…..

      Vor einiger Zeit, auf Druck des VCS, mussten die drei grössten Supermärkte Carrefour,Migros und Coop in der Region Biel eine Parkplatzgebühr einführen…..50 Rappen für die erste Stunde.

      Seit dies eingeführt wurde,gehen die Schlaumeier der Region nach Schönbühl ( 20 min mit dem Auto) oder gar nach Marin im Neuenburgischen nur um 50 Rappen Parkplatzgebühren zu sparen….man rechne………..

    6. Tellerrand Says:

      @ lapsus7411

      Sorry, aber wenn ich das „Billigkauf : Niedriglohn = Huhn : Ei“ richtig entschlüssle, ist dies im Zusammenhang mit Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern Unfug. Aber klar, aus rein marktwirtschaftlicher Betrachtungsweise besteht da schon ein Zusammenhang. Nur scheint diese reine Marktwirtschaft unfähig das Problem zu lösen…

    7. Tellerrand Says:

      @ sam

      Wenn man als Deutscher in der Schweiz immer wieder diese sachkenntnisfreien und differenzierungsunfähigen Ausflüsse über sein Heimatland lesen/hören muss, kann einem schon mal ein bisschen der Hut hochgehen…

    8. solanna Says:

      @Tellerrand

      Dass viele Leute (auch in der Schweiz) nicht anders können als die billigsten Produkte zu kaufen, ist leider eine Tatsache. Diese können sich auch nicht so hirnlos wie von Sylv beschrieben ganz eigentlich auf die Jagd nach Schnäppchen machen, weil sie sich auch das nicht leisten können.

      Ich kenne sehr viele Gutverdienende, die sich wie von Sylv beschrieben verhalten oder sonst wegen 20 Rappen Mehrpreis für ein ökologisch sinnvolleres Produkt ein Theater machen.

      Andererseits kenne ich Leute, die sich als Working poor, Studierende oder sonst finanziell Wenigbemittelte dennoch ausschliesslich von Bioprodukten ernähren und immer die umweltverträglichst möglichen Einkäufe tätigen – und halt mit Wenigem zufrieden sind. Seltsam, dass sie mir fast glücklicher scheinen als unsereins, die einen optimalen Mittelweg zwischen verantwortungsvollen und fanatischen Lösungen suchen. Und sicher glücklicher als die 20–Franken-Investition–für-2-Franken-Ersparnis-Schnäppchenjäger.

    9. Pendler Says:

      Die Aktualität mit dem Gammelfleisch im Kebap (ugs. für Döner) passt ja zum heutigen Blogg wieder mal wie die Faust aufs Auge.

      Bzgl. „Gute Qualität darf ruhig etwas kosten, und wenn etwas ein bisschen teurer ist, dann ist es unter Garantie gute Qualität“

      Stimmt so nicht, aber dafür umgekehrt. Wenns nichts kostet ist es auch nix wert. Und wenn die Wurst eh nur nach Currysauce schmeckt, dann ist die Qualität der Wurst ja eh egal.

      Warum Dominique nur auf 5 Punkte kommt ist mir schleierhaft….

    10. Holger Says:

      @lapsus
      Durch Umstellen ergibt sich:
      Ei x Billigkauf = Huhn x Billiglohn
      Was will mir das bloß sagen? 😉

      Noch was Allgemeines zur Thematik Billig-Lebensmittel vs. Feinkost:
      In Deutschland werden u.a. von der hier bekannten „Stiftung Warentest“ immer wieder mal Lebensmittel von Discountern mit Markenprodukten verglichen: Nußnougat-Creme, Säfte und sowas. Dabei „gewinnen“ oft die NoName-Produkte. Daraus ziehe ich den Schluß, daß ein höherer Preis noch lange nicht höhere Qualität garantiert. Und deshalb kaufe ich im Supermarkt z.B. eben die billige Schlagsahne, denn höchstwahrscheinlich stammt sie sowieso aus derselben Molkerei wie die doppelt so teure nebenan. Wieso dann mehr ausgeben?
      Preise ergeben sich doch schon lange nicht mehr aus den Herstellungskosten, sondern aus der Zahlungsbereitschaft der Konsumenten. Oder will mir jemand erzählen, daß ein Lacoste-Poloshirt 10x so teuer war wie eines von C&A?

      Und von Sam wüßte ich noch gerne, an welcher Stelle ersichtlich wird, daß der Herr Wiese nicht einstecken kann.

      Danke, Jens, daß Du wieder mit dem Schreiben angefangen hast. 🙂

      Holger

    11. frozen Says:

      Mich nervt die angebliche Kritikfähigkeit die jedem Deutschen nachgesagt wird. Das stösst bei mir sauer auf. Kritik ist nur dann am Platz wenn man auch sagen kann wie man es besser machen würde. Aber jeder Deutsche den ich kenne oder höre auf der Strasse macht einfach alles nur schlecht, wie man es besser machen könnte weiss er selber nicht. Dann bitte Maul halten.

      Und im Prinzip ist die Wurzel wirklich allen übels in Deutschland und davon ist nichts, aber auch gar nichts ausgenommen, dass Sparen. Da ist jeder einzelne für den Misserfolg des Landes verantwortlich. Da habe ich auch hunderte von Argumente. Es ist ein wahrer Teufelskreis der da geschaffen wurde.

    12. Sam Says:

      @ holger
      Herr Wiese hat eine harte Schale aber einen weichen Kern. Ich verfolge die Beiträge von Herrn Wiese auf dieser Seite schon ein Weilchen und bin dadurch zu dieser Feststellung gelangt. Nenn es Subjektiv…

      @Tellerrand
      Wie lange LEBT denn Herr Wiese schon in der Schweiz? Irgendwann gewöhnt man sich doch daran, und wie gesagt, austeilen kann er…

    13. Palmöl-Vermeider Says:

      @Holger

      Natürlich sind das billige und das teure Lebensmittelprodukt oft aus demselben Betrieb und bis auf die Packung praktisch identisch. Und oft schneidet ja die Billigvariante in Texts sogar besser ab. Also nichts gegen billige Produkte im Geschäft, in dem ich mich ohnehin schon aufhalte. Bände spricht ja auch der Kult der grünen Migros-Günstiglinie, die Coop jetzt nachzuahmen versucht. „M-Budget“-Produkte lohnen sich preislich, aber auch punkto Qualität.

      In Zweifelsfällen kann man sich bei der Produkte-Info (was steckt alles drin) schlau machen. Vielleicht enthält das günstigere mehr Zusatzstoffe, billigere Fette oder Ersatzkomponenten. Da brauchts vielleicht einmal einWeilchen Lern-Einsatz, um sich mit Ernährungsfakten und -komponenten auseinander zu setzen. Internet macht vieles möglich, was sonst verpasst würde oder bereits wurde. Für die Gesundheit und vielleicht sogar das Portemonnaie könnte es sich lohnen!

    14. Rudi, der Denker-Lenker Says:

      Ihr habt Euer Blogwiese-Hobby, ich bin Schnäppchenjäger. Ihr habt ja keine Ahnung, wie spannend und zugleich entspannend diese Suche nach dem garantiert günstigsten Produkt ist. Richtig gesund! Diese Genugtuung, schlauer als die Andern gewesen zu sein, nützt meiner Gesundheit bestimmt mehr, als eure Gutmenschen-Stänkerei eurer Gesundheit.

      Und wenns dabei über Land oder gar über Landesgrenzen geht, ist die Jagd nochmals schöner. Da hab ich doch was von! Bestimmt mehr als ihr im lokalen Supermarkt.

    15. Fränzi Says:

      @frozen:

      Unter Kritikfähigkeit verstehe ich vor allem die Fähigkeit, Kritik anhören und annehmen zu können und sein Verhalten entsprechend zu ändern. Was daran schlimm sein soll, ist mir nicht ganz klar. Und auch nicht, warum das eine nervige, typisch deutsche Eigenschaft sein sollte…

      Was den Rest deines Beitrages angeht, kann ich nur @Tellerrands Kommentar zustimmen:

      „Wenn man als Deutscher in der Schweiz immer wieder diese sachkenntnisfreien und differenzierungsunfähigen Ausflüsse über sein Heimatland lesen/hören muss, kann einem schon mal ein bisschen der Hut hochgehen…“

    16. neuromat Says:

      @ frozen

      nein, nein Kritik ist nur dann am Platze, wenn man der Meinung ist, dass der Kritisierte lernfähig ist. Kein Deutscher würde einen Schweizer jemals kritisieren.

      Kein Deutscher? Nein, natürlich kritisiere ich manchen Schweizer oder manches Schweizerische. Den Begriff Gutmenschen Stänkerei von Rudi finde ich im Fall gar nicht so schlecht.

      @ schweizer

      Ihr hasst uns ja wirklich. Hallo, wie sagt Ihr selber immer: Ganz locker bleiben. Ihr schaut doch deutsches Fernsehen, oder „Alles wird gut“

    17. Brun(o)egg Says:

      @neuromat

      Wir hassen Euch? Nö, so gut seid ihr nun auch wieder nicht. Smile

      Zum Thema: Geiz ist nicht geil und der Tod der Qualität. Er ist weder volkswitschfatlich sinnvoll noch gut fürs eigene Einkommen, wie in einem früheren Beitrag schon mal festgehalten wurde. Oscar Wilde bemerkte mal: Ich hab zuwenig Geld um mir Billiges leisten zu können. Aber wer lässt sich heute noch seine teuren Schuhe neu sohlen, auch mangels eines Schuhmachers ders noch kann?! Lieber billige Kunststofflatschen und wenn durchgelatscht – weg damit. hauptsache es war ein Schnäppchen.

      Auf den Preis schauen alle – ob Deutsche oder Schweizer. Die differenzierende Frage ist nur bei was? In Dutschland muss alles günstig (nicht billig!) sein. Schnäppchenjäger halt eben. Das ist ja noch einzusehen bei Dingen des täglichen Bedarfs, wie Benzin, Waschmitteln, Herrenunterhosen und anderen unwichtigen Dingen, bei denen es wirklich nicht drauf ankommt, da in der Qualität gleich und austauschbar. Machen wir Schweizer auch, ausser jenen di dran glauben, dass rein besser als sauber ist.

      Aber bei Lebensmittel? Fleisch aus Holland fsat geschenkt bei Aldi? Immobilien wie Fertigbruchbuden aus Polen udn anderen Investitionsgütern.? Feriendomizile die nicht gut sein könen für den Preis? (Man kann ja dann klagen wenn die tatsachen nicht mit dem Katalogtext übereinstimmen!) Und andere Dienstleistngen zum Quai Nulltarif? Schon sehr Deutsch. Der Beispiele die man in der Schweiz nicht findet wären viele. Da herrscht schon ein Mentalitätsunterschied.

      Gespart wird überall. ich denke Schweizer wie Deutsche legen viel auf die hohe Kante. Mit Recht. Aber die Nulltarif/Preis Mentalität und der Schrei nach „Staatsknete“ im sozialen Bereich sind in Deutschland schon stärker ausgeprägt als in der Schweiz.

      @ Sylv

      VCS ( Verhinderungs Club Schweiz) Wenn die einkaufenden Schlaumaier wo anders hin fahren, sparen sie gar nichts. In Parkhäusern für welche vom VCS eine Parkgebühr durchgestiert wurde wird in den seltensten Fällen kontrolliert, weil Migros, COOP, ikea, usw. wollten das ja nicht ud sind auf die paar Fränkli nicht angewiesen. Und wenns trotzdem mal „reinschnaggelt“ hat mans längstens raisgeholt.

    18. Brun(o)egg Says:

      @all

      Sorry für das lausig Deutsch und dü Typpföhler.

    19. lapsus4711 Says:

      @Holger
      Ich habe mir schon gedacht, dass die Verhältnisgleichung nach dem Huhn aufgelöst wird.
      Es war aber eine Frage nach Ursache und Wirkung, oder was war zuerst, Huhn oder Ei?

    20. otto-vonhintenwievonvorn Says:

      wir sollten unseren südlichen Nachbarn durchaus die … aber zunächst Entschuldigung für meine Abwesenheit. Das einzige Organ, welches sich im Leben vergrössert, insofern man männlichen Geschlechts ist, erzeugte auch bei mir medizinische Probleme.

      Aber. Wieso ist Geist nicht geil. Klar ist Geist geil, eine gut funktionierende Denkmurmel hat doch Vorteile. Auch der gern getane Ausspruch, dass „dumm gut bu..t“, stimmt zumindest bezogen auf meine ungarische Physiotherpeutin nicht, sie hat einen Hochschulabschluss…verdammter Scheiss, merke gerade voll am Thema vorbei, das heisst ja Geiz ist geil.

      Nein Geiz ist wirklich widerlich. Da fahren die Leute nicht unsere schönen Markenfahrzeuge, einen Audi, BMW oder Mercedes oder einen Porsche, sondern diese billigen japanischen oder koreanischen langweiligen vier Zylinder Nachbauten.

      Ich erinnere mich noch an einen Ausflug irgendwo in der Bergwelt, ich glaube in tessinischen Südtirol und eine Fahrt mit der Cardada Bahn, als vor uns in der Schlange, wir waren dort mit dem Funicolare nach oben gefahren, eine Mutter stand, die mit irgendeinem halbtags Abonnement und wie das nicht fluppte mit Reka-Schecks (gibt es) und mit halb rauf und ein viertel zurück den günstigsten Fahrpreis aushandeln wollte. Die Dame am Schalter war sichtlich genervt. Was hat die Mutter geglotzt als wir unsere Hotelgutscheine vorgelegt haben. Eben, da waren wir nicht geizig, da haben wir uns die richtige Bleibe ausgesucht.

      Ganz klar, verehrter Dominique. Sie haben da recht, wie Ihre Landsleute auch. Gerade im medizinischen Bereich, da spart man sich in Deutschland zu Tode. Habe ich jetzt selbst am eigenen Leib gemerkt, da heisst es investiert, nicht rum gegeizt und dann ist es doch klasse was da in einer Privatklinik so alles geht. Das macht Ihr schon richtig. Wie ich gehört habe sind selbst teure Reisen bis in Osteuropäische Länder für Zahnbehandlungen kein Thema. Von dieser Spenderlaune sollten sich die Deutschen mal etwas abschneiden. Die zählen ja sogar ihr Toilettenpapaier ab, machen ständig das Licht an und aus, sobald sie nur zwei Minuten aus dem Zimmer sind und leisten sich nur einmal im Jahr Silvester. Die Knallerei kracht doch bei Euch zwei Mal ueber die Bühne.

      Mist schon wieder Harndrang. Bis später. Euer Fan Otto.

    21. Tellerrand Says:

      Es gibt in der Schweiz sehr viele qualitativ hochwertige Produkte zu kaufen, gerade im Lebensmittelbereich. „Aus der Region für die Region“ ist denn auch ein ökologisch hochverträgliches Warenverteilungskonzept. Es ist in der Schweiz aber auch ein ziemlich leicht einzuhaltendes, weil der Begriff Region erstens dehnbar und die Schweiz zweitens klein ist.

      Aber, meine lieben Schweizer Mitkommentatoren: glaubt ihr wirklich, es gäbe in Deutschland nicht auch Möglichkeiten sich mit hochwertigen Lebensmitteln aus der näheren Umgebung zu versorgen, sogar im Supermarkt?

      Es gibt in Deutschland Schnäppchenjäger, deren ökologisches Bewusstsein neben ihre Intelligenz auf eine Briefmarke Platz hat. Nur in Deutschland?

      @sam
      Ich lebe seit acht Jahren in der Schweiz und werde mich nie daran gewöhnen, ohne Ansicht der Person, nur wegen meiner Herkunft – ausschliesslich erkennbar an der Sprache – in Schubladen gesteckt zu werden, in die ich nicht gehöre. Oder, schlimmer noch, als „Dütscher“ in Diskussionen disqualifiziert zu werden. Ich nehme an, es geht Herrn Wiese und mit ihm vielen anderen hier Kommentierenden ganz ähnlich.

    22. erni Says:

      was regt ihr schweizer denn so auf, es ist doch sch…egal, ob es nun deutsche neckermänner oder schweizer neckermänner gibt, in der masse, sind sich diese beiden völker sehr ähnlich! ich wohne an der grenze zu deutschland und wenn man dort in die aldi’s, lidl’s. edeka’s rumbummel geht, dann wimmelts dort von schnäppchenjäger ä la helvetia und das obwohl der euro sooooo stark ist!

      als mischling, also als sogenannter bastard aus schweizerkäse und deutschennockeln(=oder ist das steirisch?), kennt man eben beide seiten und eben auch die beinde unguten!

      weiter frage ich mich, was würden denn all diese betupften schweizer machen, wenn morgen deutschland endlich mal diese schwere türe schliessen würde? ja, aushungern würden wir, da wir ja eben täglich big business (oder auch bussen-ness) machen!

      also anstatt auf die deutschen zu schimpfen, sollte man endlich mal ne lautatio auf den wunderbaren nachbarn abpfeffern, dass gilt auch für den herr wiese!

    23. Schnägge Says:

      Tja, wenn man mit abgeschlossenem Universitätsstudium von 400 Euro Praktikumsgehalt im Monat leben muss, davon noch Studiengebühren zurückzahlen und private Altersvorsorge bezahlen soll, weil das deutsche Renten- und das Gesundheitssystem sowieso in absehbarer Zeit kollabiert, dann bleibt einem leider nicht viel anderes übrig, als billig zu kaufen. Oder in die Schweiz auszuwandern. Aber das ist euch dann ja auch wieder nicht recht. Wie mans macht… 😉

    24. Sam Says:

      @Tellerrand
      Dafür kann ich ja nichts! Aber Heulsusen seit Ihr trotzdem…

      Und wenn Ihr Euch schon hier Niedergelassen habt, dann versucht doch über den Vorurteilen zu stehen, von welchen Ihr Euch so betroffen fühlt.

      Integriert Euch mit Euren Persönlichkeiten, lasst Euch nicht unterkriegen und überseht die ewigen Nörgler.

      Das Beispiel für eine, meiner Meinung nach, aussergewöhnlich gut gelungene Integration unter Freunden ist:

      http://www.hallo-schweiz.de

      Schliesslich mag Euch die Mehrheit der Schweizer (incl. mir)!

      [Anmerkung Admin: Also den letzten Satz werde ich mir gleich als „Zitat des Tages“ in goldender Schrift ausdrucken und einrahmen.. 🙂 ]

    25. boby Says:

      Hallo Jens,
      Teil 1 von fünf ist veröffentlich. Bis Teil fünf wird es noch viele comments geben. Geiz ist Geil, ist in Deutschland schon länger passe‘, von der Boulevard-Presse genügend lange ausgeschlachtet. Fällt mir ein: Es gibt inen alten Ausdruck, muss mich beim Einkaufen, nach dem Geldbeutel richten, hat auch seinen Sinn.
      Eine Anmerkung, die Mehrwertsteuer ist seit Januar auf 19% gestiegen.

    26. AnFra Says:

      Bei dieser 1. These von Dominique: „Billig um jeden Preis – GEIZ IST GEIL“ habe ich stundenlang überlegt, was er uns sagen will. Dann habe ich als Deutscher (d.h. Geizling) wieder mal verzweifelt Trost in der etymologischen Wühl- und Krabbelkiste der Brüder Grimm gesucht und gefunden.

      „Geiz“ kann man auf den ursprünglich aus dem hoch- und oberalemannischem Sprachraum entstammenden Begriff „geit“ für u.a. „geben“ zurückführen. Die alten Alemannen werden teilweise heftig zusammenzucken. Geiz, geizig = geben!?! Ja, so ist es nun mal.
      Bei „Geil“ nehme ich am besten: lustig, ausgelassen, übermütig, fröhlich. Geil = lustig, fröhlich…..!?! Ja, so geile Sachen gibt’s.

      Jetzt haben wir die geheime Botschaft vom Dominique entschlüsselt:
      „GEBEN IST LUSTIG UND MACHT FRÖHLICH“.

      Seine Landsleute kommen lustig über die Grenze, um uns fröhlich die Franken und Euros zu geben. Da kommt Lust und Freude auf, nicht nur in den Rotlichtbars.

    27. Tellerrand Says:

      @ Sam

      Ich heule nicht, sondern stelle nur fest, dass ich mich an den Umstand, Gegenstand von Stereotypen zu sein, niemals „gewöhnen“ werde. Ich bin in der Schweiz, so gut das als Deutscher geht, intergriert. Und trotzdem werde ich mir mit einiger Sicherheit auch noch den Rest meiner Zeit hier die immer wieder gleichen, bornierten Sprüche anhören müssen. Das ist selbst mit dem dicksten Fell nicht leicht zu ertragen.

    28. sylv Says:

      @brunoegg

      ja auch ich nenn‘ den Club so 🙂 und noch anderes aber das ist nicht druck-resp. comment fähig!!

      …….aber weisste hier musst du ein Ticket ziehen damit du überhaupt auf den PP fahren kannst und ohne den Obolus von einem Haubfränkli zu entrichten kannste nicht mehr raus 🙁 da usst du keine Angst vor Busse haben.
      Ich freu‘ mich aber an der GROOOSSEN Auswahl an freien PP’s ,zumindest muss ich meinen Wocheneinkauf nicht mehr soweit schleppen:)

    29. ch.atzefrey Says:

      Seid doch mal ehrlich: Wenn heute Migros, Coop und Aldi, bald auch noch Lidl, in Grossinseraten iihre wöchentlichen Aktionen ankünden, wisst Ihr schon, dass Ihr in die Migros, zur Coop (oder sogar zum Aldi) müsst, um die 8 Flans zum Preis von 6, die 4 Tartare-Frischkäse zum halben Preis und die Pizze oder Kilo-Eisdosen ebenfalls im Multipack günstiger bekommt.

      Doch das Eisfach ist eh schon voll von den Aktionen für Schinkengipfeli, exotische Gemüsemischungen, Koteletten und Hähnchenflügel im Zweikilopaket.

      Irgendwann stellt ihr dann fest, dass das Datum der letzten Flans längst abgelaufen ist (sie wurden vergessen hinter den 20-für 16-Yoghurts), zwei der Tartare-Frischkäse genauso schwarz- oder zumindest grünschimmlig sind wie die nicht mal geöffneten Contadou der letzten Aktion. Das Eis musstet Ihr in Riesenportionen bei trüb-feuchtem Wetter essen, um Platz zu schaffen für die neue Fischfilets-provençales-Aktion und die Koteletten und Hähnchenflügel könnt Ihr kaum mehr ansehen, weil Ihr jetzt lieber von der Schweinsbratenaktion profitieren würdet, aber das Eisfach schon wieder voll ist.

      Ja, und dann rechnet doch mal, was Ihr mit den Aktionen eigentlich gespart habt. Wahnsinn, nicht!

    30. Georges Says:

      @sylv & @brunoegg:

      Der VCS ist gar nicht befugt, für Einkaufszentren (bzw. Parkplätze) Vorschriften zu machen.
      Die Gerichte sind es, die jeweils solche Beschränkungen aufgrund der bestehenden Gesetze vorschreiben.

      Lösungen:
      – Raumplanung ganz abschaffen (der Geminderat bzw. Stadtrat bestimmt nach freiem Ermessen wer wo wie bauen darf).
      – Die demokratisch gewählten Gerichte durch Kommissionen ersetzen, die sich aus Baugewerbe und Detailhändlern zusammensetzen.

      Nur so kann erreicht werden, dass die strengen Bauvorschriften nur noch für private gelten, aber nicht mehr für das Gewerbe.

      Auch die Abschaffung des Verbandsbeschwerderechtes würde kaum etwas bringen, weil dann statt dessen plötzlich die Anwohner als Privatpersonen klagen (so geschehen beim Hardturm).

    31. Flaneur Says:

      Unverhohlen…

      Vor ein paar Stunden hole ich meine wöchentliche Reklame-Zeitung aus dem Postkasten. Darin ein grosser bunter Prospekt der Firma Auto Teile Unger. Die haben vor kurzem auch eine Filiale in Zürich aufgemacht. In meinem Prospekt steht die aber noch nicht drin, vielmehr befinden sich die angegebenen Filialen sämtlich auf schwäbischem Boden. Amüsant auch die Preisangaben, die auf den ersten 15 Seiten sämtlich ohne Währungsbezeichnung auskommen. Auf der 16. und letzten Seite findet sich dann doch noch im kleingedruckten (einmal um 90 Grad wenden bitte) die Angabe „Alle Preise in EURO“

      Ist so eine doch leicht irreführende Prospektierung in der Schweiz überhaupt erlaubt? 😉

      Immerhin: die Migros will in näherer Zukunft bis zu 10 Standorte in Süddeutschland aufmachen.

      Nebenbei:
      Hier auf der Blogwiese bekommt man mal was von den undifferenzierten Schweizernörglern mit. Hier wird ja richtig auf den Putz gehauen, richtig ramba-zamba zur Sache geht’s hier! Hier triefen die Kommentare ja geradezu voller bornierter Vorurteile, Sprüche und Deutschenfeindlichkeit!

      Das stellt ja sogar noch alles in den Schatten, was ich in einem Jahr im (swiss) „real life“ so erlebt habe…

    32. Dominique Says:

      Heiderdaus, das geht ja ab hier! Um kurz zu relativieren: Ich weiss dass die hier als Pauschalurteile formulierten Dinge schwierig zu verallgemeinern sind. Und doch stechen sie mir seit Jahren bei meinen regelmässigen Besuchen bei unseren nördlichen Nachbarn ins Auge.

      Überflüssig ist allerdings jedes Wörtchen auf die Goldwaage zu legen. So geht es nicht darum wer den Spruch „Geiz ist geil“ erfunden hat (logisch ein Schweizer!), sondern um eine Einstellung, die ein grosser Teil der Bevölkerung (und somit auch des Handels) an den Tag legt. Dass es diese Tendenzen auch hierzulande gibt ist sicher richtig.

      Also: Immer schön locker bleiben und auch mal zwischen den Zeilen lesen. Viel Spaß!

    33. AnFra Says:

      @dominique

      Hallo Dominique, es ist wirklich nett, das Du die Pauschalurteile kurz relativiert hast.

      Jedoch sollten wir alle zusammen beachten: Pauschal steht für die Aussage „in Bausch und Bogen“. Das könnte so sein, das man für die Schweizer nur noch sagt: die sCHaffen nur, die sind nur bei MilCH trinken, die essen nur CHäs, alle sind CHeibe, alle sind CHornusser, usw, usw, usw.

      Wenn Du mir schreibst, was ich zwischen den folgenden Zeilen geschrieben habe, bekommst Du von mir 1.000!
      =……………………………………………………………….!
      Was Du willst, entweder Franken (SFR) oder Euro (€).

      Bin auf Deine weiteren Thesen gespannt.

      Bis bald.

    34. Dominique Says:

      Da steht zwischen den Zeilen klar und deutlich interpretierbar geschrieben: „Mir hat es die Sprache verschlagen!“

      Den Pauschalaussagen über die Schweizer kann ich übrigens rundum zustimmen, ausser dass es auch für alle Schweizerinnen gilt.

      P.S: Bezahlung übrigens vorzugsweise in Euro, nur weil ich morgen in den Urlaub fahre, versteht sich.

    35. AnFra Says:

      @dominique

      = „Das ist doch Hafechäs“!

      0 Punkte.

      Bitte weiterlesen unter: http://www.blogwiese.ch/archives/600

    36. Phipu Says:

      An AnFra:

      Dein Spruch (geben ist lustig und macht fröhlich) erinnert mich ziemlich an eine existierende Werbung. Deshalb würde ich es künftig nur noch abgekürzt GILUMF nennen. Siehe: http://www.blogwiese.ch/archives/106

    37. Dominique Says:

      Herr Wiese, wieso eigentlich „Wir erhielten Post…“ und „Er schickte uns…“? Sie haben doch wohl meine E-Mail niemandem sonst gezeigt? Oder gar von Ihrer Assistentin beantworten lassen? Oder sprechen Sie Schlingel etwa über sich in der Wir-Form, wie dies Cäsar zu tun pflegte? Eieiei… das lässt ja tief blicken!

      [Anmerkung Admin: Nein, dieser Blog ist zum Grossteil ein Familienunternehmen. Die Kommentare werden im Team freigeschaltet etc, darum finde ich die Wir-Form passend. Cäsar sprach von sich in der „Er-Form“. Und jetzt schweige er … 🙂 ]

    38. neu-Bayer Says:

      In 1. Linie ist das dieser ständige Selbstlob der mir so über die Maßen auf die Nerven gegangen ist. Ich bin gebürtiger Zürcher und nach München gegangen. Die Leute hier sind nicht ansatzweise so von sich eingenommen und sagen dauernd „Bayern hier Bayern dort“. Obwohl z.B. das Oktoberfest die Weltgrößte jährliche Veranstaltung ist zu der Menschen aus aller Welt zusammenkommen. Oder die Schweiz keine einzige Automarke hat, allein Bayern mit Audi und BMW 2 – Premium Marken. Und so fort.

      Wenn ich die „Qualität“ meiner Wohnung in München mit der in Zürich vergleiche dann ist der Standard und die handwerkliche Verarbeitung hier um ein vielfaches Besser. Sogar der hiesige Dialekt gefällt mir besser und da man in Bayern ebenfalls ein „Hartes R“ spricht fiel es mir nicht schwer mich umzuschulen.

      So. Auch den Rütli-Jüngern sollte schlicht klar sein keiner „Angeber“ mag. Und einen Spiegel vorgehalten zu bekommen täte manchem Schweizer mal ganz gut.

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