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Swiss Quality regiert die Welt! — Einfach immer nur der Beste sein

  • Was der Schweizer anfasst, wird zu Gold Qualität
  • Wir hatten bereits hier erläutert, dass die natürlichen Ressourcen der Schweiz vor allen Dingen aus Steinen und Kies, Wasser zum Trinken und Wasser für die Stromerzeugung bestehen. Wichtig ist aber nicht, was den Schweizern im Land an Ressourcen zur Verfügung steht, wichtig ist vielmehr, was sie daraus machen. Und da gibt es eine einfache Faustregel, die Sie sich als zugezogener Deutscher merken müssen: Was die Schweizer anfassen, wird immer automatisch zu einem Qualitätsprodukt.

    Es wird nichts hergestellt oder geleistet in diesem Land, was nicht „Schweizer Qualität“ ist. Allein dadurch, dass etwas in der Schweiz produziert oder ausgeführt wird, mindestens zu 50% , erfüllt es bereits diesen hohen Anspruch.
    Kommen Sie aus Deutschland und ihre Frau ist Schweizerin, so ist ihr Kind 50% Schweizerisch, und somit laut Gesetz immer noch „Swiss Made“:

    Tatsächlich gilt gemäss einem Urteil des St. Galler Handelsgerichts aus dem Jahr 1968 über die Verwendung der Herkunftsbezeichnung «Swiss Made», dass neben «einheimischen Urprodukten» und «vollständig im Inland hergestellten Erzeugnissen» auch jene Waren als «Swiss Made» gelten, bei denen der «schweizerische Wertanteil an den Herstellungskosten» mindestens die Hälfte beträgt. Zudem muss der «wichtigste Fabrikationsprozess in der Schweiz stattgefunden haben», wie das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum resümiert. (…)

    Sie sollten sich also dringend merken, wo Sie ihr Kind gezeugt haben, damit „schweizerische Wertanteil“ auch nicht gelogen und Sie mit gutem Gewissen behaupten können, dass „der wichtige Fabrikationsprozess in der Schweiz…“ , ach Sie wissen schon, wie das gemeint ist.

    Deshalb mag das «Swiss Made» bei Uhren hier als Beispiel interessieren: «Eine Uhr ist als Schweizer Uhr anzusehen, wenn: a) ihr Werk schweizerisch ist; b) ihr Werk in der Schweiz eingeschalt wird und c) der Hersteller ihre Endkontrolle in der Schweiz durchführt.»
    «Swiss Made» also ist nicht bloss eine Herkunftsbezeichnung, sondern ein Qualitätsmerkmal: die Schweiz als Premiummarke. Das Teure an einer Luxusuhr ist nicht nur das Gold, sondern eben auch der tatsächliche Anteil an heimischer Uhrmacherarbeit.
    (Quelle für beide Zitate: nzz.ch)

    Noch Fragen? Ist doch alles klar mit dem „Swiss Quality“ Qualitätsmerkmal.
    Regen fällt auf die Alpen, versickert im Boden, kommt an einer Quelle wieder zum Vorschein, wird abgefüllt zu „Valser“, schon ist „Swiss Quality“ fertig.

    Uns fiel in den letzten Jahren auf, dass in den Schweizer Medien praktisch permanent die Rede von der hohen „Schweizer Qualität“ und den hohen Qualitätsansprüchen der Schweizer die Rede ist. Das war schon in der Diskussion um die Hochpreisinsel (vgl. Blogwiese) der Fall, so wie am 25.07.06 kürzlich in einer Reportage bei 10 vor 10. Dort wurde über Deutsche Arbeitnehmer in Zürich berichtet, die bei ihrer Arbeit dem hohen Schweizer „Qualitätsansprüchen“ genügen müssen. Real-Player Stream hier. Schweizer Qualität gibt es, wo Sie nur hinschauen:
    Schweizer Qualität von JUST
    Schweizer Qualität bei der Körperpflege
    (Quelle: just.ch)

    Schweizer Qualität bei AquaClic
    Schweizer Qualität beim Wassersparen
    (Quelle: aquaclic.com)

    Schweizer Qualität bei Computern
    SchweizerQualität beim Computerverkauf
    (Quelle: kmu.ch)

    Schweizer Qualität unkaputtbar
    Schweizer Qualität bei unkaputtbaren USB-Sticks
    (Quelle: cash.ch)

    Wir könnten die Beispiele endlos weiterführen. Aber am am interessantesten fanden wir, den „Qualities“ verschiedener Länder einmal per Suchmaschine auf den Zahn zu fühlen.

  • Die Top-Ten der Quality-Hits bei Google:
  • 10. Platz: Austrian Quality 15.000 Hits.
    Österreich ist zu klein, oder zu wenig präsent auf Englisch Internet. Wir haben die Suche bei google.com wiederholt, aber es kam zum selben Ergebnis.

    9. Platz: Russian Quality 24.000 Hits.
    Was fällt uns denn spontan an “russischen Qualitätsprodukten” ein, ausser 1A Kaviar oder Wodka? Unverwüstliche Lada und eine Raumstation, die ewig hielt.

    8. Platz: Dutch Quality 33.000 Hits.
    Ich sag nur: Holländische Tomaten, Gurken, Javanse und Drum Tabak, der sich „drömm“ spricht, und nichts mit Trommeln zu tun hat.

    7. Platz: Swedish Quality 42.000 Hits.
    Schwedischer Stahl, schwedische Gardinen, Billy und Ivar und wie die Jungs sonst noch alle so heissen.

    6. Platz: French Quality 51.000 Hits.
    Hier kennen wir uns besser aus. Klasse Wein und Käse, Renault Twingo, Peugeot und TGV.

    5. Platz: British Quality 74.000 Hits.
    Gab es da nicht eine Strasse, die so hiess? Die „Quality Street“, ziemlich lecker.

    4. Platz: Italian Quality 94.000 Hits.
    Ausser hübschen Schuhen fällt uns da noch der FIAT ein, was laut Geheiminformationen von Amerikanern das Akronym für “Fix it again, Tony” ist.

    3. Platz: American Quality 149.000 Hits.
    Das wohlgenormte Hamburgervergnügen weltweit, die Coke Flasche, der Hershey Schokoriegel. Für eine Weltmacht in diesem Bereich fast 150.000 Treffen, nicht schlecht.

    2. Platz German Quality 179.000 Hits.
    Hier halten wir uns raus, denn als „Exportweltmeister“ sind wir zu mindestens anerkannt, was bestimmt nicht die Beliebtheit im Ausland fördert, denn alle Einnahmen fliessen nach Deutschland. Ach, die Deutschen sprechen eigentlich lieber von der “Deutschen Wertarbeit”, was auch als Deutsche Formulierung immerhin noch mit 74.000 Hits vertreten ist.

    Und jetzt holen Sie mal tief Luft für den 1. Platz. Ich weiss, Sie ahnen sicherlich bereits was jetzt kommt. Aber sie werden es nicht glauben, mit welcher Anzahl Hits

    1. Platz: Swiss Quality mit 1.700.000 Treffern
    Das sind 10 Mal soviel Einträge wie bei den zweitplatzierten Deutschen!
    Was lernen wir daraus? Es kann kein Hype sein, es kann kein Irrtum sein. „Swiss Quality“ regiert die Welt, wir haben es jetzt endlich begriffen und verneigen uns ehrfürchtig. Alles, was aus der kleinen Schweiz kommt (ausser Wasser und Kies), ist reine „Swiss Quality“, unkaputtbar, unverwüstlich, und sofern es mindestens 50% sind, die aus der Schweiz kommen.

    

    30 Responses to “Swiss Quality regiert die Welt! — Einfach immer nur der Beste sein”

    1. monoblog Says:

      ich hab immer spass an ranglisten, in denen wir an erster stelle stehen 😉

    2. Jannis Says:

      Leider wird der Begriff „Schweizer Qualität“ heute überstrapaziert und zur Rechtfertigung von überhöhten Preisen missbraucht.

    3. ZAF Says:

      Nachdem Nestle schon anno 1988 Rowntree Mackintosh übernommen hatte, ist Quality Street da nicht eigentlich auch so etwas wie ein Schweizer Produkt?

    4. Georg Grün Says:

      Wenn man wirklich das gesamte Web googelt und nicht nur deutsche Seiten sind es gar 32 000 000 !!!!!!!!!

    5. Fiona Says:

      Nicht zu vergessen: die Qualität der Dienstleistungen insb. der Schweizer Banken und Versicherungsgesellschaften im Ausland. Da der CH-Binnenmarkt so klein ist, haben Schweizer Unternehmen sich sehr früh als Exporteure weltweit etabliert.

    6. prostmaster Says:

      Interessant und nachdenklich fand ich, dass, als BSE auch schweizer Rinder befiel, in Anzeigen immer wieder auf „Rindfleisch, schweizer Herkunft“ hingewiesen wurde. Wenn schon BSE, dann Swiss Quality BSE…

    7. olf Says:

      38.700.000 ohne Anführungszeichen, d. h. jede Seite auf der das Wort Swiss steht und das Wort Quality
      1.880.000 in Anführungszeichen, also >Swiss Quality

    8. Branitar Says:

      Also das Beispiel mit den Computern oben halte ich nach den im Gerichtsurteil genannten Kriterien für „Swiss Made“ für fragwürdig. Mag ja sein, dass die Compis in der Schweiz zusammen gebaut werden, aber die überwältigende Mehrheit der Komponenten (wenn nicht sogar 100%) dürfte im Ausland hergestellt worden sein. Allein für das Zusammenschrauben eine besondere Qualität zu unterstellen, ist so, als würde man sagen, dass das Zusammenschrauben einer in China hergestellten Schraube und einer in China hergestellten Mutter in Deutschland (oder der Schweiz oder sonstwo) eine höhere Qualität garantiert, als wenn das gleich in China passiert wäre.
      Ich möchte in keinster Weise die „Schweizer Qualität“ vieler Dinge mindern, immerhin halte ich seit 15 Jahren meinem Taschenmesser die Treue, aber wie hier bereits mehrfach angedeutet, halte ich die Benutzung von Phrasen wie „Swiss Made“ oder „Swiss Quality“ oder auch „Deutsche Wertarbeit“ für buchstäblich jeden Sch… doch für etwas übertrieben.

      Und ganz am Rande: das Wort „unkaputtbar“ ist eine Vergewaltigung der Sprache…. *schauder*

    9. kaba Says:

      das „Swiss Quality“ Mineralwasser 😉 heisst übrigens Valser mit V, nicht mit W. siehe http://www.valser.ch

    10. sylv Says:

      chutzemist,Swiss Quality ist schon lange nicht mehr das was es einmal war! Im Gegenteil wir ruhen uns auf Lorbeeren aus die unsere Ahnen verdient haben und werden in der Zwischenzeit laufend überholt von anderen Nationen……

      und noch was zum schmunzeln so zum thema swiss quality

      Biel — DIE Uhrenstadt der Schweiz– hat sich vor ein paar Jahren einen neugestalteten Zentralplatz gegönnt…………..nun als die Diskussion auflammte eine Uhr an diesem ’schönen‘ Platz aufzustellen dürft ihr dreimal raten ob es wohl eine Rolex,Swatch,Certina,Omega oder so war die aufgestellt wurde:)

      nix da,das Produkt das nun den ‚Zänti‘ ziert kam vollumfänglich aus CHINA!!!

    11. Züpf Says:

      Mal Spass beiseite, Swiss Quality bezieht sich nicht (nur) auf die Robustheit, sondern vor allem auch auf die Präzision. Das kam ürsprünglich nicht von Banken und Versicherungen, sondern von hochspezialisierter Industrie.
      Nebst Uhren gibts da noch viele berühmte oder berüchtigte Beispiele, wie die Flugabwehrkanonen der Oerlikon Bührle, Werkzeugmaschinen (zT. auch speziell für die Rüstungsindustrie) und Messgeräte.
      Die schweizer Metallindustrie ist ja genau mit dieser Art Spezialisierung gross geworden, damals.
      Textilindustrie, Stromerzeugung und Mühlen sind da nur einige der vielen Beispiele. Erstaunlicher war dann noch die Tatsache, dass in den 80er Jahren noch jedes dritte Hochseeschiff einen Motor aus einem Binnenland hatte (wobei ich das schon damals ein bisschen übertrieben fand, aber die Sulzer Schiffsdiesel sind mir tatsächlich schon manchmal begegnet).

    12. Sauschwob Says:

      „Made in Switzerland“ – 453.000
      „Made in Germany“ – 5.180.000

    13. vorgestern Says:

      Swiss Quality: In den Achtzigerjahren bekam ich als alleinerziehende Ausländerin nur eine Wohnung, weil der Vermieter davon ausging, dass mein Ex-Mann Schweizer und ich somit irgendwie „veredelt“ worden war. Er zeigte jeweils gern meine Wohnung, wenn Leute sich für eine ähnliche Wohnung im Haus interessierten.

      Als ich auszog, stellte sich sein Irrtum heraus. Er konnte es gar nicht fassen, dass ich, obwohl Ausländerin, eine gute Mieterin war! Und ich konnte kaum fassen, warum ich die Wohnung fast nicht bekommen hätte!

    14. Dominik Says:

      Selbst in Südamerika findet sich Dein Bild bestätigt. Ich bin zur Zeit in Argentinien und wohin man auch schaut: Kosmetik mit „Swiss Formula“, Unterwäsche mit „Swiss Quality“, Arztpraxen mit „Swiss Health Care“ und Konditoreien „a la Suiza“ mit echter „Torta Selva Negra“

    15. Frank Says:

      @Sauschwob:

      „Swiss Made“ – 2.540.000

    16. Widi Says:

      Was traurig ist:
      Die Schweizer sind sich ihres Rufes in der Welt gar nicht bewusst.

      Diesen Ruf zu pflegen und mit entsprechenden Produkten und Massstäben immer wieder neu zu bestätigen wäre ein so wichtiges Kapital!
      Aber immer mehr wird versucht, auf der Billig-Produkte-Linie zu fahren und man ist auf Sicherheit aus statt auf Innovation!

      Damit habe ich schon Mühe…

      Die Schweiz(erInnen) ist/sind sich offenbar nicht bewusst, dass es für hochqualitative Produkte und sauberes/faires Geschäftsgebahren sowie für Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit immer einen Markt gibt… 🙁

    17. Pesche Says:

      Eine Rangliste, in der die USA Platz 3 belegen in Sachen Qualität macht mich sehr skeptisch. Wir haben eine Zeit lang dort gelebt und was wir in Sachen Qualitätsarbeit von dortigen Handwerkern gesehen haben verdient wirklich keinen Spitzenplatz. Wir hatten dort ein Haus und waren ab und zu auf Handwerker angewiesen. Dass man in den USA keine Berufslehre kennt wirkt sich stark auf die Facharbeit aus. Natürlich gab es auch Leute, die etwas von dem verstehen, was sie tun. Sie sind aber dünn gesäht.

      Seit etwa 6 Wochen wohnen wir nun in unserer neuen Eigentumswohnung in der Schweiz. Auch hier gab es unglaubliche Szenen. Was da an Pfuscharbeit geleistet wurde ist für mich unverständlich. Da muss sehr viel Material weggeworfen werden, weil es falsch fabriziert wurde. Ich denke, dass das riesige Ausmass an verpfuschten Dingen mitverantwortlich ist für die hohen Preise.

      Aber auch hier gibt es natürlich Handwerker, die ihre Arbeit gut und zuverlässig machen. Um den Begriff „Swiss Quality“ zu verdienen dürfte aber der Anteil an Schrottarbeit eigentlich nicht so hoch sein.

      Vor meiner Pensionierung habe ich in der Druckbranche gearbeitet und was ich dort an Druckmaschinen (praktisch alle aus Deutschland) gesehen habe kann als Qualitätsprodukt bezeichnet werden. Also, ich glaube nicht, dass in Deutschland schlechter gearbeitet wird als in der Schweiz.

    18. smuzi Says:

      Der Hershey war meines Wissens auch ein Svizzero!

    19. smuzi Says:

      Der Schoggischtängeli-Hershey war meines Wissens auch ein Svizzero!

    20. Phipu Says:

      an Smuzi
      siehe hier, den Kommentar von Marischi
      http://www.blogwiese.ch/archives/137

    21. Pesche Says:

      Ob Hershey schweizerische Wurzeln hat weiss ich nicht. Aber diese Schoggi kommt überhaupt nicht an echte Schweizerschoggi heran. Aber in der Not frisst der Teufel fliegen.
      Inzwischen können wir ja nun wieder schwelgen…

    22. Oliver Says:

      Ich musste gerade die Tage etwas darüber schmunzeln, inwieweit die Schweizer Einzelhandels-Lobby ihre Bürger im Griff hat.

      Aus zwei Gesprächen mit schweizer Kollegen:

      Eine schwangere Kollegin, die oft in Deutschland einkaufen geht, hat mir erzählt, dass sie Windeln und Babynahrung trotz des Preisunterschiedes in der Schweiz kaufen wird – sie ist überzeugt davon, dass Pampers / Alete / Hipp und alles was es so gibt, in der Schweiz viel hochwertiger ist, dass die mindere Qualität in Deutschland verkauft wird und die Top-Produkte allesamt in die Schweiz gehen….

      Ich habe anderen Kollgen erzählt, dass abgepackter gebeizter (graved) Lachs in D mittlerweile ein echt billiges Produkt ist – und hier zu einem vielfachen des Preises verkauft wird. Die Kollegen waren sich einig, dass das nur so ist, weil die wirklich gute Qualität (die ihren Preis hat) schon in Norwegen für den schweizer Markt bestimmt ist – hochwertiger Lachs geht in die Schweiz zu einem hohen Preis – minderwertige Qualität geht nach Deutschland. Den deutschen Billig-Lachs würden sie nie essen – weil er einfach nicht schmeckt.

      Ich muss anmerken, dass ich ausschliesslich in der Schweiz einkaufe – für meine kleinen Mengen lohnt es sich einfach nicht, nach Deutschland zu fahren. Aber trotzdem fühle ich vom schweizer Einzelhandel manchmal über den Tisch gezogen.

      Zugegeben – manche Produkte sind hier besser. (z.B. Eier, weil Batteriehaltung hier verboten ist) – aber trotzdem sollte man nicht aus den Augen lassen, dass es – zu einem höheren Preis – die hochwertigen Produkte auch in anderen Ländern gibt und das Loblied der Swiss-Quality hier sehr oft einfach gesungen wird, um die hohen Preise zu rechtfertigen – auch wenn das oft ohne jede Grundlage ist.

      Aber noch funktioniert es ja, wo obige Beispiele belegen…

      Gruss
      Oliver

    23. Louis Says:

      Ein von den Meisten sicher nicht gekanntes Label: Die Schweizer Steuerverwaltung! Die deutschen Staatsbürger sind ganz begeistert von der Freundlichkeit, dem Entgegenkommen und der Diskussionsbereitschaft der Verwaltung in der Schweiz. Nicht erst vor einer Woche entsprechendes Feedback erhalten. – Mindestens für Deutsche gilt in der Schweiz bezüglich Steuern also: Grosse Leistung – kleiner Preis! Herzlich willkommen an unsere nördlichen Freunde! Aldo dann Jens, bitte an Deine Bekannten ennet dem Rhein weitersagen.

    24. Thomas W. Says:

      Noch mal zum Spaß zitiere ich hier mal ein paar Postings aus einem deutschen Forum – mal sehen, ob die Schweizer hier dies problemlos verstehen:
      „Olle Hüser, öwer hongert Trappen,
      toffe Jungens, nette Weitschers öwwerall
      : kleene Blagen met furchtbar groate Klappen,
      siehste dat, is…. ???? da kommste niemals drauf .“ (aus Wuppertal)

      „Awwer gelle, heit isses hier im Städtsche awwer ganz schee wamm, isch schwitz wie Sau !“ (Mainz)

      „Ja hömma, du Öhne, kumma, alle sind getz am Zaigen, wattse könn, und da willzze die Fliege machen?
      Datt iss voll schäbbich, woll, die Makka da unten sin doch nich tofter alz die Taubenvatters hia!“ (Ruhrgebiet)

      „mia is des wurscht, wiaz ihr doherredsts, i vaschteh eh (fast) ois.
      wos mi hoid imma nervt, is dass i imma wega de andern breissn noch da schrift ren soi, weils mi sonst net vaschtenga, de deppen
      aba nett is zum beispiel in schleswig-holstein, wenns olle imma sogn: „sach doch mal was, ich höä das sooo gernä“ (Bayern)

    25. Thomas W. Says:

      Mist, der obige Eintrag sollte eigentlich zum „Hat Hochdeutsch kein Gemüt“

    26. doppelsack Says:

      judihui ich bin wieder da… na seid ehrlich wer hat mich vermisst 🙂

      für meinen teil hat sich das thema swiss quality erledigt, es geht hierbei kaum noch um nationalstolz… schlicht und einfach business ist der grund der ganzen schweizerkreuze und „wer hats erfunden“ sprüche. nichts aber auch rein garnichts ist hier so viel wert wie es angepriesen wird. es ist eine reine spinnerei die noch einige jahre durchgezogen wird bis es ein gesetz dagegen gibt oder eine gebühr erhoben wird auf so etwas.

      früh erkannt wurde das schon in folgendem zitat:

      zitat:

      Ich empfinde es immer wieder als unglaublich peinlich, wenn sich eine Person mit dem Erreichten oder den eigenen Heldentaten in den Vordergrund stellen muss, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Noch peinlicher wird es aber, wenn sich ein ganzes Land so zu präsentieren versucht. Hierbei geht es natürlich lediglich um die Personen, welche effektiv etwas mit dieser Angelegenheit zu tun haben. Einige Länder tun dies aus unerfindlichen Gründen. Eines dieser Länder, ein noch sehr junges Land, das diese Art von Selbstdarstellung vor noch nicht allzu langer Zeit für sich entdeckte, ist die Schweiz. Ein wirklich wunderschönes Land mit seinen Höhen und Tiefen, seinen guten so wie schlechten Seiten.
      Leider ist die Selbstdarstellung die hier ausgeübt wird in etwa so nervenraubend, wie der „Crazy Frog“ in voller Länge mit all seinen Gags auf einen Schlag.

      Die Rede ist hier von Marketing – schlicht und einfach Massenwerbung, schon fast (ähnlich der Handyklingeltöne-Werbung) aufdringlich. Nahezu jedes noch so wertlose Produkt das dort entwickelt, erfunden oder hergestellt wird, muss mit der Landesflagge versehen werden. In einem Werbeblock meist mit Anhängen wie ?ein Schweizer Produkt? oder ?eine Schweizer Erfindung?. Die Meinungen was Nationalstolz und das Übertreiben angehen, gehen nahezu entgegengesetzt auseinander. Vor allem was möchte uns die Werbeindustrie hierbei vermitteln?
      „Kauft unser eigenes Zeug damit wir unabhängig bleiben“ oder ?wir und unsere Produkte sind so unglaublich gut, bitte glaubt uns doch? oder ist das Schweizerkreuz auf Verpackungen der jeweiligen Produkte sogar ein Symbol für ?pass auf, du kaufst soeben Müll? – so ähnlich wie beim grünen Punkt.
      Bekommt eventuell die Werbeindustrie einen staatlichen Zuschuss für eine solche Prahlerei? Wenn man beachtet das sie ja nicht einmal fähig sind, einen eigenen Fernsehsender, der auch geguckt wird, zu betreiben und stattdessen lieber ausländische Sender der umliegenden Länder mit Werbung zuspamen wie eine Mailbombe, muss man sich doch mal ernsthaft Gedanken machen ob es hierbei wirklich noch um Werbung geht, oder um das verbreiten von Propaganda im Sinn von ?ihr guckt nicht unsere Sender?! Also spamen wir andere Sender die gesehen werden mit unserer Propaganda zu?. So gesehen ist dies hier eher eine Kritik an der Werbeindustrie und der Schweizer Industrie selbst. Wenn man es nochmals von einer anderen Seite anschaut und es wagt, Länder miteinander zu vergleichen, fällt mir ganz spontan aus dem Bauch heraus folgendes ein:

      Amerika steht für Freiheit.
      Deutschland steht für ein Land das in der Vergangenheit viele Dummheiten gemacht hat.
      Frankreich ist das Land, dass die Gemütlichkeit erfunden hat.
      Und die Schweiz? Ein grosser Kiosk, ein Laden mit lustigen und kitschigen Geschenken für die Verwandte und Freunde?

      Es tut mir in der Seele weh, wenn sich jemand selbst oder andere so blossstellt.
      Für mich ist das so, als ob jemand mit mir redet und es guckt ihm ein riesengrosser Popel aus der Nase, der beim ein- und ausatmen zappelt, während sich schon tausende von Leute drüber amüsiert haben.

      zitat ende quelle ehemaliges fadenkreuzland.ch nicht mehr erreichbar

      auf die dauer wird das der ruin für die schweiz werden… stück für stück geht sie daran kaputt unsere helvetia

    27. aquado Says:

      Swiss made:

      In deutschen Supermärkten gibt es seit kurzen „Latte espresso, macchiatto“ von Mövenpick. Darauf hatte ich gewartet: Angepriesen als hochwertiges Erzeugnis, welches vom Hersteller endlich auch für Fertigprodukte gelten sollte. Wirklich, es schmeckt sehr lecker, genau wie das Pendant von „Emmi“. In der Annahme, rein schweizerisches zu kaufen wegen der immer gelobten, überragenden Milcherzeuger, standen bei beiden Produkten, klein unten in der Ecke, als Produzenten: 2 bayerische Molkereikonzerne.

    28. Ingo Says:

      Wer gerne solche Vergleiche macht:
      http://www.googlefight.com/
      Aber nicht die Anführungszeichen vergessen, sonst werden die falschen Prioritäten gesetzt.

      Und noch zur Frage der „guten“ Position der USA:
      1.Wer am meisten Webseiten hat und ausserdem noch sehr von seinem Land eingenommen ist (ist jetzt nicht wertend gemeint, ist einfach so), wird sein Land auch häufiger loben…
      2.Der ganze Vergleich bringt eh nix, man denke nur an Sätze wie: „American quality is not the best“…

    29. Stereotypdeutscher Says:

      @doppelsack:

      @doppelsack:

      Interessant ist, dass zumindest im schweizer Fernsehen von Konsumenttäuschung die Rede ist, wenn das mit schweizer Symbolik beworbene Produkt herkunftsmäßig anders ausgewiesen ist. Da hat man den Eindruck, dass versnobbte Schweizer das Hirn ausschalten, sobald sie das Schweizer-Kreuz sehen und an ihre „Schweizer Qualität“ denken. Da kann man nur sagen: „Wer lesen kann, ist klar im Vorteil und der Fertigungsmaschine ist es egal, wo sie steht.“

    30. Schwob Says:

      Bündner Fleisch
      … ist zu über 80% aus Argentinischen Teilstücken, weil wir in der Schweiz gar nicht so viele Rienderfilets produzieren, um die Nachfrage zu decken. Exportiert wird dann mit dem Matterhorn auf der Verpackung. Wen interessiert schon, ob dieses schweizer Natursymbol in Graubünden liegt oder nicht?

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