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Was Schweizer gerne essen (Teil 5) — Ein Pferdehüftsteak bitte!

  • Einmal das Pferdehüfsteak bitte
  • Als ich noch ein deutscher Neuling in der Schweiz war, führte mich ein freundlicher Schweizer Kollege in ein grosses Migros-Selbstbedienungs-Restaurant zum Mittagessen (=„z’Mittag“). Die Warteschlangen beim Tagesmenü waren uns zu lang, also gingen wir zum „Grill-Corner“. Dort hing ein Schild „Heute Pferdehüftsteak“. Noch nie hatte ich gesehen, dass jemand in der Öffentlichkeit Pferd isst und dafür Werbung gemacht wird. Nun, wenn die Schweizer so was essen, dann wollte ich das auch mal ausprobieren, gemäss der alten Globetrotter-Weisheit:
    If in Rome, do like the Romans“. Also sagte ich schüchtern zum Grillmeister:

    „Einmal das Pferdehüftsteak bitte“.

    Wir wissen von Geissenpeter, dass die Deutschen immer alles „einmal“ haben möchten (siehe Heidiswelt: ), um ganz sicher zu sein, dass da nicht plötzlich zwei Steaks auf den Teller wandern.

    Nun, der Grillmeister drehte sich nach hinten um und brüllte laut in die Küche: „Pferdehüfsteak fertigmachen“, was natürlich zur Folge hatte, dass sich sofort die ganze Crew und alle anderen wartenden Kunden zu mir umdrehte und ich begafft wurde wie ein Menschenfresser. Man war das mega peinlich, so als Pferde-Esser geoutet zu werden! Scheint wohl doch nicht so üblich zu sein, hier Pferdefleisch zu essen.

    Es dauerte ziemlich lange, bis das Steak auf den Grill kam, wahrscheinlich mussten sie erst noch das Pferd einfangen und dann schlachten, oder es wurde aus der hintersten Ecke des Kühlschranks geholt, was weiss ich.

  • Kein Cumulus im Migros-Restaurant
  • Dann ging es ab zur Kasse, zu meiner Lieblingskassiererin, die uns immer mit einem freundlichen: „enguetedankegrueeziii“ begrüsste. Am Anfang ging ich davon aus, dass dies die übliche Verabschiedung an der Migroskasse sei. Aber die ist ja bekanntlich „Hen Sie Cumulus?„. Nein, ich kann mit Messer und Gabel essen. Obwohl im Migros-Restaurant ist Cumulus gar nicht erlaubt.

  • Pferdfleisch in Deutschland und in der Schweiz
  • Meinen ersten Pferdemetzger sah ich in Allschwil bei Basel. Dort in der Nähe vom französischen Elsass haben die Schweizer kein Problem mit Pferdefleisch. Das meiste wird importiert:

    Die GVFI International AG in Basel ist der grösste Fleischimporteur der Schweiz. 8200 Tonnen Schweinefleisch, 6700 Tonnen Rindfleisch, 4800 Tonnen Lamm, 4200 Tonnen Geflügel, 800 Tonnen Wild, 700 Tonnen Pferdefleisch importierte die GVFI im letzten Jahr und belieferte damit Detailhändler wie Migros und Coop, Metzgereien, Grossisten, Fleischverarbeitungsbetriebe. Quelle:

    In der Schweiz wird Pferdefleisch schon lange importiert bzw. zu einem kleinen Teil für diesen Zweck gezüchtet:

    Was für deutsche Betrachter als absolut exotisch und fremd anmutet, findet in der Schweiz seit Jahren zunehmende Bedeutung: Die Zucht von Schlachtpferden. Zwar ist der Anteil von Pferdefleisch, gemessen am Gesamtfleischverbrauch, mit ca. 1% auch in der Schweiz sehr gering, aber immerhin mußten schon immer recht hohe Mengen aus dem Ausland importiert werden. So stammen bis heute ca. 70% des Bedarfs vor allem aus den USA und Kanada.
    Quelle:

    Aber auch in Deutschland kann man Pferdefleisch kaufen:

    Seit 1993 ist es in Deutschland gestattet, Pferdefleischprodukte gemeinsam mit anderen Fleischwaren zu verkaufen, so daß auch „normale“ Metzgereien Pferdefleisch im Angebot haben können. Einige, wenn auch nicht viele, machen von dieser Möglichkeit Gebrauch.
    Quelle: Wo gibt es Pferdefleisch und Pferdewurst

    Also wollt Ihr es nun tun wie die Römer, wenn Ihr in Rom seid? Oder doch lieber nicht? Ganz nebenbei: Woraus ist eigentlich Jägerschnitzel, Zigeunerschnitzel oder Zürcher Geschnetzeltes?

    

    45 Responses to “Was Schweizer gerne essen (Teil 5) — Ein Pferdehüftsteak bitte!”

    1. kblog Says:

      Ich habe den Eindruck, dass in der Westschweiz das Essen von Pferdefleisch viel beliebter ist als in der deutschen Schweiz. Aber ich kann mich täuschen.
      Ich habe Pferdefleisch noch nie gegessen, so weit ich weiss. Aber ich werde es sicher einmal probieren 🙂

      In Glattbrugg soll es übrigens, habe ich gehört, eine Metzgerei geben, die (fast?) ausschlisslich Pferdefleisch anbietet.

    2. Urs Müller Says:

      Ja, das mit dem Zürigschnätzlete könnte was mit dem Knabenschiessen zu tun haben 😉 en Guete…

      Pferdefleisch wird schon länger verzehrt, regional aber sehr unterschiedlich. Je westlicher, desto häufiger.
      Wie Du schreibst, stammt aber ein grosser Teil aus Übersee… Allerdings essen die Leute dort selbst eher weniger Pferdefleisch. Meine Freunde auf der Ranch in Canada meinten, sie ässen ihre Arbeitsmittel eher nicht.

    3. Quakfrosch Says:

      Mal wieder ein echter Brüller von dir, du beschreibst die Geschichte so genau, dass ich sie wie einen kleinen Film vor mir sehe. Ich muss immer wieder daran denken und muss unweigerlich gleich loslachen. Hey, du hast wirklich erzählerisches Talent, wann wird ein Buch draus? Mach weiter so Jens, du hast einen genialen Blog! Grüsse vom Frosch

    4. Videoman Says:

      Ein Kollege von mir hat mal eine Gruppe junge Frauen mit einem Ross-Steak (also Pferdefleisch) traumatisiert. Als das Fleisch auf dem Grill war, wollten die wissen, was es ist. Naja, die waren nicht gerade begeistert zu hören, von welchem Tier das kam.
      Also Tipp für den Sommer, Pferdefleisch aufs Grill.

    5. Dan Says:

      Verstehe gar nicht das Problem mit Pferdefleisch. Die Chinesen sagen sogar „alles was mit dem Rücken zur Sonne läuft is essbar“. Ich denke das ist nur ein Problem, wenn man pferdeverrückte Töchter hat. Im Coop gab es früher Pferde-Salami, die war wirklich lecker, leider nicht mehr im Angebot. Aber stimmt, in Deutschland ist das fast tabu.

    6. Administrator Says:

      Hi Dan,
      die Pferdesalami, das wollte ich eigentlich noch schreiben und hab’s vergessen, gibt es immer noch, und zwar bei Migros. Die ist die absolut billigste Salami von allen, darum habe ich sie mal aus Versehen gekauft (als ich nur auf den Preis guckte), worauf unser Gast (der mich beim Einkauf begleitete), weigerte, sowas zu essen. Also musste ich sie umtauschen gegen teure Schweine-Salami.
      Merkwürdig, dass die so billig sein kann.
      Gruss, Jens

    7. viking Says:

      Jens, servier deinen Gästen doch mal original Mostbröckli.
      Schmeckt ähnlich wie Bündnerfleisch und ist aus … Pferdefleisch.

      Übrigens, du weisst vielleicht, dass der Verzehr von Hunde- und Katzenfleisch in der Schweiz immer noch erlaubt ist? Also, prüfe vor dem dem nächsten „Chüngeliragout“ ob noch alle Katzen in der Gegend vorhanden sind 😉

    8. anna Says:

      Hmm, ich glaub bei meinem lokalen Migros-Restaurant gilt Cumulus. Darf man sogar selbst einlesen sprich unter den Laser halten;-).

    9. Widi Says:

      Also ich habe Pferde-Fleisch gerne.
      -> Besonders beim Fondue Chinoise kann man viel Geld sparen, wenn man statt Rinds-Filet eben Pferdefleisch nimmt…
      Gruss, Widi

    10. Viol_A Says:

      Schweizer essen keine Pferdefleisch, jedenfalls meine Bekannten nicht. Ich persönlich finde sowas mehr als pervers.

    11. Dan Says:

      Jens,
      Deine Gäste möchte ich haben! Hier im verwöhnten Zürich ist die Dreistern-Delikatessa oder Gourmet-Factory das mindeste, das ich Gästen bieten muss um nicht in sozialer Ächtung zu enden. Die Migros-Produkte kennen die Leute ja von zu Hause schon… Immer wieder ein grosses Fest für mich in Deutschland eine ganze Tasche voll Lebensmittel zu kaufen und nur einen einstelligen Eurobetrag zu zahlen.

    12. Cruschti Says:

      Unter Zürcher Geschnetzeltes versteht man ein komplettes Gericht, also nicht nur das geschnetzelte Fleisch. Richtiges „Züri Gschnätzlets“ besteht aus Rösti und magerem Kalbfleisch mit leckerer brauner Sauce.

      Jägerschnitzel ist glaubs Schnitzel vom Rind mit einer Tranche Speck ummantelt. Bezüglich Zigeunerschnitzel fällt mir als erstes ein, dass es das gleiche wie Jägerschnitzel ist, einfach anderer Name (kann mich irren).

      Bezüglich Pferdefleisch kann ich nur sagen, dass sich in der Schweiz in der Regel keiner daran stört. In jedem besseren Restaurant gibt es Pferdesteak. Bekannt ist auch Fohlenfleisch. Sowohl im Aargau wie in St. Gallen kenne ich mehrere Pferdemetzgereien. Mein Grossvater war im Dorf zudem als „Rossmetzger“ bekannt, weil er Pferde zum Verzehr gezüchtet hat. Ob er sie auch selber geschlachtet hat, weiss ich nicht und will es auch nicht wirklich wissen :).

    13. Barbara Says:

      In der Migros gibt es auch die „Horse Chips“ (getrocknetes Fleisch) und die sind ganz gut:)… ich war aber als Kind nie einer dieser Wendy-lesenden Pferdenarren! Dazu „durfte“ ich im zarten Alter von 11 Pferdefleisch probieren – es wurde jedoch unter dem Vorwand normales (Kalbs- oder Rindfleisch) Fleisch zu sein, aufgetischt. Der Trick wirkte, wurde aber natürlich kurz danach aufgedeckt. Geschmeckt hat’s.

    14. rogerrabbit Says:

      Pferdemostbrökli ist auch eine feine Sache.
      Für Fondue Chinoise (gibts das nur in der Schweiz?) nehme ich immer verschiedene Fleischsorten, unter anderem auch vom Pferd.

      Ein Auswahl in Zürich bieten die gelben Seiten:
      http://www.directories.ch/gelbeseiten/base.aspx?do=search&searchtype=adr_simple&language=de&page=1&name=pferdemetzgerei&geo=z%FCrich

    15. Videoman Says:

      Pferdemostbröckli ist super.
      Hund und Katzenfleisch gibt es offiziell nicht. Man darf aber seinen Hund oder seine Katze essen, soweit ich weiss. Anscheinend gibt es auch inoffiziele Hundemetzger.
      Meine Grossmutter hat immer gesagt, dass die Solothuner Hunde esse.

    16. viking Says:

      @Viol_A Wenn du kein Pferdefleisch magst ist das sicher ok.
      „Schweizer“ essen aber sehr wohl Pferdefleisch, ansonsten würde es hier wohl kaum soviele Pferdemetzgereien geben.
      Und wie hier schon bemerkt wurde, haben wahrscheinlich schon einige Pferdefleisch gegessen ohne es zu merken (Mostbröckli, Pferdesalami, Fondue Chinois mit PF).

      @Videoman Hunde- und Katzenfleisch sind in der Schweiz zum Verzehr freigegeben aber es darf nicht verkauft werden. Darum wirst du es auch nie in einem Laden finden. Geschmacklich soll Katze dem Hasen sehr ähneln. Mein Vater kennt das noch aus seiner Kindheit.

    17. Codo Says:

      @Viol_A: Dann darfst aber auch sonst keinerlei Fleisch/Fisch/etc essen. Das ist genauso pervers (oder nicht pervers – je nach sichtweise).

      Ich mag Pferdefleisch, schmeckt viel besser als Rind.

    18. Branitar Says:

      Pferdefleisch gibt es auch in Deutschland, ist aber nicht so einfach zu finden. Ich persönlich habe überhaupt nichts dagegen, Pferde zu essen. Ich finde es im Gegenteil sogar ziemlich „pervers“ (um mal Viol_A zu zitieren), wenn jemand alles isst aber bei Pferdefleisch austickt. Ich sehe einfach nicht, was dagegen spricht. In Südamerika werden auch Meerschweinchen gegessen. Ich esse Kaninchen (die ja auch von vielen Leuten als „Kuscheltiere“ gehalten werden) und sehe keinen unterschied zu Meerschweinchen (die mit den Kaninchen nah verwandt sind),
      Mich würde aber auch mal interessieren, warum Pferdefleisch oft billiger ist als Rind und Schwein. Wegen der geringeren Nachfrage?

    19. Urs Müller Says:

      Ja, das mit den lieben Tieren…
      Stichwort: Dachhase (=Katze)… Und auch beim Mostbröckli muss man hingucken… Könnte ja vom Appezöller Bless sein… oder ist es nur ein Gerücht.
      Hingegen hat es im Salami teilweise und ganz ordnungsgemäss Eselsfleisch…

    20. Frank Says:

      Zürcher Geschnetzeltes ist nicht aus Zürchern sondern aus Zürich, sonst würde man es nämlich Zürchergeschnetzeltes schreiben.
      Ähnlich gelagertes Problem: warum werden in CH die Strassennamen falsch geschrieben? Hier schreibt man z.B. statt Winterthurer Strasse Winterthurerstrasse, was genau genommen aber nicht die Strasse nach Winterthur ist, sondern die Strasse, die nach den Bewohnern der Stadt Winterthur benannt ist (analog: Zähringerstrasse, Hohenzollernstrasse etc.). Gleiches gilt für Schaffhauserplatz, Thurgauerstrasse etc…

    21. viking Says:

      @Urs
      […Hingegen hat es im Salami teilweise und ganz ordnungsgemäss Eselsfleisch……]
      Ist aber leider im gängigen Supermarkt kaum zu kriegen. Mir wäre eine gute Freilandeselsalami einiges lieber als so eine Mastschweinrolle.

      […Und auch beim Mostbröckli muss man hingucken… Könnte ja vom Appezöller Bless sein… oder ist es nur ein Gerücht…]
      Eröffnet ganz neue Perspektiven in der aktuellen Kampfhundediskussion
      *duckundwech*

    22. Harry.R Says:

      Ich hätte auch nichts gegen Kampfhundsalami, schmeckt sicher auch nicht schlecht. Lieber Pferdefleisch als Gammelfleisch!

    23. Cruschti Says:

      Salami macht man eigentlich auch aus Eselsfleisch. Leider gibts zu wenig Esel, um die Nachfrage zu befriedigen. Der Schweinefleischsalami ist einfach nicht hart genug, mehr gummimässig und fettiger.

      @Frank:
      Die Bruggerstrasse heisst so, weil sie Richtung Brugg zeigt. Also deine Argumentation ist nur teilweise richtig.
      Zudem kann man argumentieren, dass Winterthurerstrasse der Name der Strasse ist und nichts anderes bedeuten soll, dann kann man das durchaus so machen, weil es nichts mit den Winterthurern als Personen zu tun hat, sondern als Abstraktum gelten kann. Zudem ist zum Beispiel die Dufourstrasse einfach der Zusammenschrieb von Strasse Dufours. Wenn die Strasse etwas mit den Winterthurern zu tun haben sollte, dann wäre es auseinandergeschrieben, aber es hat nix mit den Bewohnern, sondern einfach der Name der Strasse und nicht als Beschreibung der Strasse als solche.

    24. rogerrabbit Says:

      Hauptsache es schmeckt mir an meiner Strasse.

    25. waltraut Says:

      Ich frage mich manchmal auch wer bei der Chausmetzgete dranglauben muss. Ist der nicht ein bisschen zäh?
      Zum Thema ob Pferd oder Meerschweinchen oder vielleicht doch lieber Kakerlaken ist das Buch „Strange food. Insekten, Quallen und andere Köstlichkeiten“ empfehlenswert. Fotograf Michael Freeman.

    26. Frank Says:

      @Cruschti: da muß ich dir leider widersprechen. Im Deutschen werden Straßen, die nach Orten benannt sind, auseinandergeschrieben, während Starßen, die nach Personen benannt sind, zusammengeschrieben werden, siehe z.B. das Straßenverzeichnis von Kassel http://www.kassel.de/cms01/stadtplan/strassenverzeichnis/ . In der Schweiz scheint dies nicht zu gelten, siehe http://www.google.de/search?hl=de&q=%22Konstanzerstrasse%22+%2BKreuzlingen&btnG=Suche&meta= im Vergleich zu http://www.google.de/search?hl=de&q=%22Kreuzlinger+Stra%C3%9Fe%22+%2BKonstanz&btnG=Suche&meta=

    27. eggestei Says:

      Ist ja auch bei Seen so, aus Deutschland wird der Zürchersee auch immer wieder Züricher See oder wenn sie ein wenig weiter sind (war ja auch schon auf der Blogwiese) dann Zürcher See.

      Für uns in der Schweiz gilt dann wohl einfach dass man diese Ort-Ortsbezeichnungen zusammenschreibt, Zürchersee, Badenerstrasse….

      Zum Fleisch, in unserem Quartier geht immer das Gerücht um, wenn eine Katze vermisst wird, dass die wohl bei den von Zeit zu Zeit anwesenden Zigeunern auf dem Teller gelandet ist.

    28. from Tokio Says:

      Ich bin CHerin und lebe schon 8 Jahre hier. Haltet Euch fest, hier gibt es nicht nur rohen Fisch (Sushi) sondern auch rohes Pferdefleisch. Echt exklusiv. Im Fernsehen zeigen die Moderatoren (spezialiesiert fuer Rezept-Kommentare) wie koestlich es sei…. Es ist ist hier ziemlich populaer. (no comment)
      Obwohl sie dann umgekehrt nicht verstehen, dass CHer Leberwuerste und Blutwuerste essen. Dann schauen mich die ganz schraeg an.
      PS @Jens, deine Berichte sind echtklasse. So kann ich mich wieder erinnern, wie das Leben auf der „winzigen Insel“ mit ihren Baergli und Baenkli so schoe gsi isch.

    29. from Tokio Says:

      Ach, und noch etwas.. ist vielleicht schon etwas zu spaet, oder vielleicht hat es schon jemand erwaehnt; zum Thema was bedeutet das raetselhafte „goennt go“ in: „mir goennt go easse.“
      Ich denke das stammt von der franz. Grammatik ab. Im Future proche (Nahe Zukunft) kann man ja: „Je vais aller manger quelque chose“,sagen. Oder erzaehle ich da Maerchen?

    30. Administrator Says:

      @from Tokio:

      Wir hatten das „Go Esse“ schon hier:
      http://www.blogwiese.ch/archives/56

      Mir gönnt go esse — Restaurants in der Schweiz

      Gruss, Jens

    31. Phipu Says:

      Ich glaubte bisher immer, der Verzehr von fleischfressenden Tieren sei in der Schweiz verboten (z.B. Hunde, Katzen). Auf diesem Blog habe ich etwas dazu gelernt, und hier auch: http://www.news.ch/129810/detail.htm .

      Es scheint tatsächlich je westlicher, um so populärer zu sein, Pferdefleisch zu essen. Damit hatte man wohl nur ein Problem, als diese noch Arbeitstiere waren. Die mir bekannte „Rossmetzgerei“ in Solothurn hat übrigens ihren Namen auf das politisch korrektere „Pferdespezialitäten“ geändert. So denkt man nicht mehr daran, dass jedes Fleisch geschlachtet werden muss, bevor es im Fondue Chinoise oder so landet.

      an Frank
      In vielen Städten, schreibt man die mir sympathischere Weise: „Baselstrasse“ oder „Bernstrasse“. Andere Formen erinnern für meine Ohren an Deutschland. Ist die obige Version „richtiger“? Wieso dies hier so ist, kann ich leider auch nicht erklären. Es hat sicher auch mit der Betonung zu tun. Wir sagen jeweils „BERNstrasse“. Denn Bern, der Name der Strasse, ist ja wichtiger, als die Tatsache, dass es eine Strasse ist. Deutsche betonen oft „Berner STRASSE“. Dies fällt mir jeweils gleich auf, wenn ich so etwas höre. Vielleicht hast du mir dafür eine Erklärung? Wie von Eggestei erwähnt: Siehe http://www.blogwiese.ch/archives/26 und http://www.blogwiese.ch/archives/57 und http://www.blogwiese.ch/archives/130

    32. Jaba Says:

      Die Deutschen essen aber auch Pferde, bei Geissenpeters Blog sind einige lustige Bildli vom Hamburger Hafen, wenn ich mich nicht irre, ist da ein Schild auf dem „Pferdewurst“ angepriesen wird.
      Oder ist das gar keine Wurst aus Pferdefleisch, etwa so wie es im Fleischvogel keine Vögel hat?

    33. Administrator Says:

      @Jaba
      Du hast Recht mit der Pferdewurst, und ich hattes das im Posting ja auch geschrieben:

      Im letzten Absatz meines Postings steht:

      „Aber auch in Deutschland kann man Pferdefleisch kaufen:
      Seit 1993 ist es in Deutschland gestattet, Pferdefleischprodukte gemeinsam mit anderen Fleischwaren zu verkaufen, so daß auch “normale” Metzgereien Pferdefleisch im Angebot haben können. Einige, wenn auch nicht viele, machen von dieser Möglichkeit Gebrauch.
      Quelle: Wo gibt es Pferdefleisch und Pferdewurst “

      Der Link zeigt wo die Deutschen ihr Pferdefleisch kaufen können.

      Gruss, Jens

    34. Peter Says:

      Hallo Zusammen,

      also ich esse gerne und oft Pferdefleisch. Gerade heute habe ich mir wieder ein saftiges Steak gemacht. Pferdefleisch wäre super gesund.

      Auszug aus einem NZZ Folio Artikel:

      „PFERDEFLEISCH IST röter als Rindfleisch, enthält halb so viel Fett und ist auch beim älteren Tier zart. Die rote Muskelfarbe stammt vom hohen Eisengehalt. Pferdefett ist zudem reich an ungesättigten Fettsäuren, was gesund sein soll. Als weitere Pluspunkte hat Pferdefleisch dreimal mehr Calcium und nur halb so viel Natrium wie Rind. Dank dem hohen Glykogengehalt schmeckt es leicht süss, was dem zuckerliebenden Volk eigentlich recht sein sollte.“

      Der Artikel erklärt auch, warum das Fleisch sozialgeschichtlich umstritten ist/war.
      http://www-x.nzz.ch/folio/archiv/2003/11/articles/tiere.html

      Hier stehen noch weitere Vorteile:
      http://members.aol.com/pferdeflsh/eigen1.htm

      Leider gibt es in der Migi nur Ross-Fleisch aus Kanada, würde viel lieber ein lokales Bio Produkt kaufen. Weiss jemand etwas in Zürich?

    35. Bettina Says:

      Auf die Frage, aus was Zürcher Geschnetzeltes besteht: Ich bin seit einem Auftritt von Emil bereits jahrelang fest davon überzeugt, dass es doch Zürcher sind (siehe auch Jäger im Teigmantel, den Loriot auftischt). Immerhin erklärt er einem Kind das Prinzip der Schnittmengen und da muss es, mathematisch einwandfrei geschlussfolgert, wohl so sein 😉

    36. Parsifal Says:

      lustig, diese seite, vor allem aber die kommentare.

      also, ich muss schon sagen, zürcher geschnetzeltes und (zürcher) knabenschiessen sind mir am liebsten: jedes mal gibt’s einen (oder ein paar) zürcher weniger *grins*.

      da wäre dann noch: rapsöl wird aus raps hergestellt; sonnenblumenkernenöl aus sonnenblumenkernen und nussöl aus nüssen – woraus zum donnerwetter wird babyöl oder maschinenöl hergestellt? kann mir irgendwer da mal weiterhelfen? absolut unlogisch, diese sprache *grins* 😉

      herzliche grüsse an alle

      ritter parsifal (der suchende)

    37. Administrator Says:

      @Parsifal
      pass auf, dass Feirefiz dir keinen Ärger macht 🙂
      Babyöl? Hast Du schon mal ein Baby gewickelt? Dann könntest Du dir das gut vorstellen. Da fällt einiges ab..
      Gruss, Jens

    38. Diana Says:

      Rossfleisch schmeckt in der Tat SUPER, ist sehr gesund und für mich genauso normal wie Rind oder Schweinefleisch. Ich finds auch seltsam, dass man Pferd essen oft in einem Atemzug mit Hunde und Katzenessen in Verbindung bringt. So im Unterton, dass man mit Pferd ein Kuscheltier isst. Ist zwar subjektiv, aber für mich gibt es einen Unterschied zwischen einem kleinen, karnivoren Haustier und einem grossen, pflanzenfressenden Huftier. Erstere isst man eher aus Not, zweitere würde ich zum normalen Beutespektrum des Menschen zählen.
      Wie auch immer: Das importierte Rossfleisch aus der Migros ist zwar recht gut, persönlich bevorzuge ich aber das wirklich edle Fleisch aus einer echten Pferdemetzgerei.

    39. Peter Gloor Says:

      Eggestei
      Nicht der Zürchersee wird Züricher See genannt, sondern der
      Zürichsee oder Zürisee.

      Viol-A
      Schweizer essen kein Pferdefleisch? Da hast du dich aber schwer getäuscht.
      Nicht nur ich tue es, in meinem Dorf gab es früher eine Rossmetzg, und es gibt sicher anderswo immer noch welche. Ich glaube, in Oerlikon sah ich kürzlich eine. Da laufen aber eine Menge Perverslinge herum…

    40. Gizmo Says:

      Warscheinlich hat Viol-A das erwähnt in der Hoffnung das es dann zur selbsterfüllenden Prophezeiung wird. Macht aber nix, denn Pferdefleisch zu essen ist genauso Pervers wie Hühnereier essen… Wurde ja schon ähnlich erwähnt.

      In Deutschland gibt es Rossbratwurst. Pferdeschlachtereien gibt es auch, aber wohl nicht so richtig öffentlich, die Deutschen haben da ein Problem damit, die haben mit noch mehr sachen ein Problem (frösche, schnecken, Stopfleber..) da ist die deutsche seele völlig intolerant… das darf man dort nicht laut sagen das das lecker ist….

    41. Ignifer Says:

      Peter Gloor: Kann dir nur zustimmen auch ich komme aus der Schweiz, und bei uns in der Umgebung wird auch viel Pferdefleisch gegessen. Ich verstehe so wieso nicht warum man dieses Fleisch nicht essen sollte, der Geschmack des Fleisches ist vorzüglich.

    42. Freuli Says:

      Stellt die Schweizer nicht so dumm her. Bin zwar kein ganzer, aber immerhin. Beweis: Ich liebe Käse. Und esse keine Haustiere. Denn Haustiere sind Freunde, kein Futter!

    43. pit vo lissabon Says:

      hallo branitar,
      nicht nur in peru werden meerschweinchen gegessen, auch auf bauernhöfen des schweizer mittellandes.
      nicht nur in der ostschweiz werden hunde gegessen (zeituinserat: metzgerhunde zu kaufen gesucht …), sondern auch in solothurn. dort lernte ich jemanden kennen, der von bernhardiner koteletts schwärmte.

    44. Ariana Says:

      Die Story hört sich echt fies an. Ich kenne aus Bekanntenkreis, dass man manchmal Pferdefleisch hier in Deutschland isst. Habe mich aber bisher leider noch nicht getraut es zu probieren.
      Werd es mir für meine Schweizreise aber merken 🙂

    45. Heiko Says:

      Ich esse auch keine Haustier, weder Pferde, Katzen, Meerschweinchen whatever…
      Aber ich geniesse diesen Luxus auch ganz bewusst! Nicht alle Menschen können sich so aussuchen was sie essen, wie wir.

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