Über den Röschtigraben — Die Welschschweizer und die Deutschschweizer
Die neue Schönheitskönigin der Schweiz heisst Lauriane Gilliéron und kommt aus dem Welschland, der französischsprachigen Schweiz. Seit 11 Jahren zum ersten Mal wieder eine Welsche! Sie spricht ein drolliges Deutsch mit französischem Akzent. Hochdeutsch, selbstverständlich, denn etwas anderes wird in Fribourg und Lausanne an den Schulen nicht gelehrt.

Als sie für den Lokalsender Tele-Züri am 20.09.05 auf Hochdeutsch interviewt wird, dürfen Deutschschweizer Fans anrufen und Fragen stellen. Der Moderator hat seine liebe Mühe, die Anrufer permanent daran zu erinnern, dass man Frau Gilliéron aus dem Waadtland (so heisst der Kanton Vaud=VD auf Deutsch) doch bitte nur auf Hochdeutsch befragen soll. Sie fallen stets nach dem dritten Wort wieder zurück in den Dialekt, oder sprechen weiter Dialekt, aber mit hochdeutscher Aussprache.
Die Schweiz ist viersprachig, zumindestens auf dem Papier, genauer gesagt: Auf den Geldscheinen. In der Realität sieht das anders aus. Das Rätoromanisch zerfällt in Sursilvan, Sutvilvan, Surmiran, Putér, Vallader und noch ein paar andere Teilsprachen, die wiederum zersplittert sind. Also wird selten ins “Rumansch” übersetzt, wozu auch, denn die meisten Graubünder verstehen wunderbar Hochdeutsch. Sie werden jeden Abend von 17:45 Uhr bis 18.00 Uhr in der Sendung Telesguard im Schweizer Fernsehen SF1 völlig ausreichend und umfassend berücksichtigt.
Bleiben also Deutsch, Französisch und Italienisch als Standardsprache. Obwohl, die Ticinos orientieren sich ja sowieso mehr nach Italien, und wenn sie in der Schweiz studieren wollen, müssen sie Französisch lernen, um nach Lausanne oder Genf zu gehen. Das fällt ihnen ohnehin nicht schwer.
Das Tessin ist für die restlichen Schweizer bekannt durch seine hohen Werte. Den hohen THC Wert in den dort kultivierten Cannabis-Pflanzen (fein versteckt in hohen Maisfeldern, und durch Elektrozäune vor Wildschweinen und anderen Strolchen geschützt), deren Umsatz schon den Gesamtumsatz der Obstplantagen überstieg, und den hohen Ozonwert im Leventina-Tal, wenn hier im Sommer die Blechlawine über den Gotthard Richtung Süden rollt.

Ein dritter, extrem hoher Wert, den die restlichen Schweizer mit dem Tessin verbinden, ist die Anzahl von Punkten, die vor 2 Jahren der Tessiner Sänger und Vertreter für die Schweiz beim European Song Contest bekommen hat. Er heisst Piero Esteriore und ward fortan nicht mehr gesehen, ausser im Tessin.
Italienisch wird hier nur mit Ausländern gesprochen, auch im Tessin gibt es mehrere italienische Dialekte, die kein Italiener versteht. Nur die Sprachmelodie ist bei allen Schweizer ähnlich, egal ob sie aus Lausanne oder aus Belinzona kommen: Leicht singend und immer schön langsam.
In einer Prominenten-Ausgabe von Günther Jauchs Ratequiz “Wer wird Millionär” wurde der Literaturkritiker Helmut Karasek einst gefragt, wie die Sprachgrenze in der Schweiz scherzhaft auch betitelt wird:
a) Ricola-Gebirge
b) Leckerli-Linie (Leckerlis sind eine Gebäckspezialität aus Basel)
c) Röschti-Graben
d) Gruyère-Grenze
Helmut Karasek wusste es souverän, weil es um etwas zum Essen ging, und er sich solche Dinge gut merken kann.
Anders als jene arme Hamburgerin, die bei der Frage:
“Wie heisst die traditionsreiche Fastnachtveranstaltung in Basel:
a) Zapfen-Streich
b) Buben-Streich
c) Morgen-Streich
d) Backen-Streich
doch prompt auf den falschen Backenstreich tippte. Nun ja, Hamburg ist weit weg, und den Fischmarkt kennt auch nicht jeder im Süden. Ich habe schon Schwaben auf dem nach Stuttgart importierten Hamburger Fischmarkt darüber sprechen hören, warum die Hamburger denn nicht ihren eigenen Wein aus eigenem Anbau zum Fisch anbieten. Und Stuttgart ist für Schweizer immerhin eine Stadt hoch im Norden!
Der Röschtigraben ist (fast) unsichtbar, und doch immer präsent. Fährt man auf der Autobahn von Bern nach Lausanne, kurz nach der Ausfahrt Kerzers, steht dort plötzlich nicht mehr “Ausfahrt“, sondern “Sortie“. Hier beginnt das “Welschland“. Falls Sie das verpasst haben sollten, achten Sie einfach auf das Hinweisschild “Murtener See“. Es wurde durchgestrichen und mit einem “Lac de Morat” verziert. Viel spannender ist es, sich im Drei-Seen-Land per Velo über diese Grenze zu bewegen. Eben noch gab es deutschsprachige Journale im Bahnhofskiosk von Ins, kurz darauf sind sie in Galmiz, und sie suchen verzweifelt nach einer Ausgabe des Tages-Anzeigers. Sie haben den Röschtigraben überschritten ohne es zu merken.
Da die Tessiner in die französische Schweiz zum Arbeiten gehen, müssen die Welschschweizer, wenn sie Karriere machen wollen, abwandern nach Bern oder Zürich. Basel ist ihnen verbaut, denn da hocken schon die Elsässer auf sämtlichen Pöstchen der Dienstleistungsbranchen in Banken und Versicherungen, aber auch beim Metzger nebenan und an der Migros-Kasse. Ein Welscher in Zürich kann nur überleben, wenn er Züri-Dütsch lernt, und genau zu diesem Zweck bietet die Migros-Clubschule passende Abendkurse in Schweizerdeutsch an. Die Deutschschweizer werden von den Welschen übrigens “les Suisses toto” genannt, von “teutoniques“. Ein Banker aus Lausanne erzählte mir, dass er nach Zürich mit perfektem Englisch und gutem Hochdeutsch kam. Keine Chance, er musste in 6 Wochen Schwyzerdütsch lernen, um eine Präsentation abhalten zu können.
Ohne ein gutes Hörverständnis für das Schweizerdeutsche können Westschweizer auch die Nachrichtensendung 10 vor 10 nicht mehr ganz verstehen, denn die wird zwar zu 80% auf Hochdeutsch verlesen, sobald es aber ein Interview gibt, wechselt der Sprecher automatisch ins Schweizerdeutsche. Manchmal sind diese Gesprächssituationen sehr skurril, weil die interviewten Personen standhaft weiter Hochdeutsch sprechen, wenn sie vom Fernsehen befragt werden. Entweder, weil sie es so gelernt haben: “Im öffentlichen Medium spricht man Hochdeutsch“, oder weil es Deutsche sind, die es eh nicht anders können.
Im Allgemeinen wird man als Deutscher in der Französischen Schweiz sehr warmherzig aufgenommen, sofern man gut Französisch spricht. Die Romands wissen, dass ihre deutschsprachigen Landsleute manchmal Abneigungen hegen gegen die Deutschen, weil die so arrogant sind und so hochtrabend sprechen. Nun, solche Abneigungen haben die Romands gegenüber den deuschsprachigen Schweizern auch, von denen sie sich in vielen Dingen bevormundet und übergangen fühlen. Und so entstehen hier frei nach der Devise: “Der Feind meines Feindes ist mein Freund” mitunter ungeahnte Sympathien und Bündnisse. Häufige Verkehrssprache zwischen Geschäftsleuten aus Zürich und Lausanne ist übrigens Englisch, was beide gleich radebrechen.
Als die Mode der Casting-Shows in die Schweiz kam und plötzlich junge Talente aus allen Kantonen gegeneinander antraten, wurde dies in allen Landessprachen und TV-Stationen übertragen. Es entbrannte ein erbitterter Kantons- und Regionenstreit, jede Gegend versuchte ihren Kandidaten durch die Telefonanrufe zu pushen. Gewonnen hat vor zwei Jahren schliesslich der erwähnte Tessiner, wahrscheinlich durch die vielen Anrufe der zahlreichen Italiener, die nördlich der Alpen in der Schweiz wohnen. Nun ja, er holte dann die erwähnte hohe Punktzahl beim Song Contest: La Suisse: zéro points… Switzerland: zero points … die Schweiz: null Punkte…. Die Schweiz erfuhr, dass sie nicht mehr viel Freunde in Europa hat und holte sich im nächsten Jahr die Unterstützung der Mädchengruppe Vanilla Ninja aus dem Estland. Damit erreichte sie immerhin den 8. Platz, nicht zuletzt dank der Baltic-Connections der Mädels. Die Gruppe operierte von dem deutschen Städtchen Weil am Rhein (bei Basel) aus, und der Song wurde von dem in der Schweiz geborenen David Brandes geschrieben, der auch hier zur Schule ging, jedoch tatsächlich Deutscher ist.
September 22nd, 2005 at 1:09 am
Apropos Röschtigraben und “Suisse toto”: Für viele Zeitgenossen haben wir Deutsch-Schweizer analog dem bekannten “Kuhschweizer” ähnlich liebevolle Zweitbegriffe erfunden. Aber, kennst Du einen solchen Uebernamen für unsere Romands? Gibt es nicht! Wir lieben unsere welschen Compatriotes nämlich und bewundern ihre elegante Sprache und sind sehr, sehr stolz auf sie und das internationale Renommé von Genève mit ONU/Palais des Nations, lac léman, jet d’eau & Alinghi Crew. Sogar wenn sie ausser sich rumschimpfen - wir können fasziniert sagen: “pardon monsieur, je n’ai pas compris, encore une fois s’il vous plaît!”
September 22nd, 2005 at 7:06 am
Oh, das lässt eine wunderbare “Kreis-Harmonie” zu: Die Deutschen mögen die Deutschschweizer. Die Deutschschweizer mögen die Welschen. Die Welschen mögen die Deutschen. Die Welschen mögen hingegen die Deutschschweizer nicht, die wiederum die Deutschen nicht mögen. Und wen mögen die Deutschen nicht? Na, die Deutschen
October 19th, 2005 at 1:41 pm
Piero Esteriore ist übrigens KEIN Tessiner und auch kein Schweizer, sondern Sohn italienischer Gastarbeiter, der in Laufen (BL) lebt und aufgewachsen ist.
October 20th, 2005 at 10:02 am
Natürlich gibt es einen Übernamen für die Welschschweizer: Russen!
Jeder(mann), der die Rekrutenschule in der Schweiz besuchte weiss das.
Warum die Russen heissen weiss jedoch keiner genau - könnte daran liegen, dass im Militär meistens nach Sprache eingeteilt wird und die Gruppen (sprich Züge/Kompanien) früher oder später gegeneinander antreten müssen. Und gegen wen kämpft man? Na klar, die Russen!
Den Röstigraben bemerkt man im Militär übrigens am stärksten - Wenn etwas fehlt (wofür man ja früher oder später bestraft wird) kanns ja nur ein Russe geklaut haben!
Die spinnen die Schweizer
October 20th, 2005 at 7:35 pm
Für Westschweizer ist “Röschti” DAS schweizerdeutsche Wort überhaupt. Vor allem deshalb, weil es bei ihnen dieselbe Kartoffelspezialität unter dem selben Namen “les roesti” (immer Mehrzahl) ebenfalls gibt… ??? Mein Tipp: erzählen Sie bei der nächsten sich beitenden Gelegenheit einem Welschen, dass “die Rösti” im deutsch-freiburgischen (damit meine ich den zweisprachigen Kanton Freiburg/Fribourg FR in der Schweiz und nicht Freiburg im Breisgau) Sensler-Dialekt (die Sense ist ein Fluss) “der Prägel” heisst, und beobachten Sie das Staunen. (vielleicht kennt ihr weitere Ausdrücke für Rösti in euren Dialekten)
Ein Deutscher würde nun antworten: “alles klar!”. Meine Erfahrung zeigt, dass diese Formel besonders gern gebraucht wird, wenn man überhaupt nichts mehr versteht. Ich sage auch nur noch: “wir spinnen, wir Schweizer”
Ein weiterer Tipp, besonders als Deutscher aufzufallen: Nennen Sie weiterhin alle etwas fremd klingende Ortsbezeichnung “zweinamig” mit Betonung auf dem Unwichtigen. Damit meine ich: Murtener-SEE (Murten ist übrigens auch im Kanton Freiburg). Korrekt an der Autobahn angeschrieben ist nämlich “Murtensee (Lac de Morat)”. Aussprechen tun wir die deutsche Version: MURTENsee im Unterschied zum GENFERsee. So ist es auch üblich, die Strassennamen als “Bernstrasse” (Man betone das Wichtige: BERNstrasse) angeschrieben zu finden. Existierende Ausnamen, die eher deutsch anmuten, bestätigen die Regel: Solothurner-Strasse (in Olten) oder Baslerstrasse (in Zurzach).
In gleicher Weise haben es die meisten Schweizer einfach im Blut, französische Namen richtig zu betonen (will nicht heissen, dass man wirklich französisch kann). Sagen Sie also niemals “LoSANN” (Lausanne), sondern “LOsann”, erstsilbig betont. für “DÖLEmon” (Delémont) gibt es glücklicherweise auf deutsch Delsberg.
Für die deutsche Schokolade “Merci” müsste übrigens die ganze Werbemelodie umkomponiert werden, wollte man einen wirklich deutschschweiz-tauglichen Werbespot kreieren. Da ist alles “merSIIII” betont.
October 22nd, 2005 at 9:17 am
Musste wirklich lachen, denn ich habe in den letzten 2 Wochen just ein Software-Projekt in Lausanne zu Ende gebracht. Man stelle sich jetzt meine diversen sprachlichen Hürden vor:
1. Ich poste (schönes Neudeutsches Wort) hier in einem Forum, notabene nicht meiner Muttersprache, das wär de nämlech bärndütsch.
2. Meine Benutzer haben Windows auf Französisch. Fonts, oder eben die Schriftarten, heissen dort übrigens ‘Polizeien’, weil ‘Polices d’écritures’ zu lange wäre, also eben Polices.
3. Am Abend brummt mir der Schädel, denn wie ich es auch anstelle, ich kann es fast keinem Recht machen (jaja, unsere nördlichen Freunde wechseln mal so hopp die Rechtschreibung, hilft auch nicht unbedingt).
Die Welschen wollen kein Deutsch sprechen - somit für sie verlorene Zeit in der Schule, die sie besser in feines English investiert hätten.
Die ‘Schbunz’, ‘Têtes carrées’, Deutschschweizer wollen kein Französisch sprechen, denn sie schämen sich (man macht etwas perfekt oder gar nicht, leicht falscher Approach unsererseits). Somit verlorene Zeit in der Schule, die besser in feines English investiert worden wäre.
Unsere Nachbarn im Norden kämpfen mit dem Dialekt und dem Französischen. Auch sie sollten vielleicht vermehrt noch das Englische als Atlernative prüfen. (Die ganz nördlichen Leuchten haben dies übrigens schon lange erkannt.)
Alle haben ins Falsche investiert und bekunden Verständigungsprobleme.
Fazit: For contracts, technical stuff or other important things that need to be very clear, use English and live luckily everafter.
Für alles andere, ça veut dire les choses plus ’simple’ dans la vie, bruuchet doch eifach öii eigeti sprach so wisnech dünkt.
October 22nd, 2005 at 6:02 pm
Falls mal die Situation entsteht, dass die Welschen die Deutschen nicht mehr mögen, werden letztere „casques à boulon“ (Nietenhelme) genannt. Dies hat vermutlich mit der forschen und selbstsicheren Art zu tun, mit der deutsche oft auftreten. Die erinnert an den Befehlston der Preussischen Armee des 19. Jh. (die preussischen Soldaten trugen Helme mit einer Spitzniete à la Harley-Fahrer-Zubehör). Ob Westschweizer, die heute diesen Ausdruck benützen, solche Zusammenhänge noch kennen, wage ich zu bezweifeln.
Deutschschweizer können
(nebest Suisse-Toto, Schbunz, Tête-carrée [kann ich als einziges dieser Wörter übersetzen: Quadratköpfe, vermutlich wegen der grösseren Gesetztestreue], Schtobirn, Bourbine)
als „mâcheurs de gravier“ (Kies-kauer) oder je nach Region ähnlichen Ausdrücken bezeichnet werden. Dies führt auf die Aussprache zurück, die klingt, als würde man Steinchen zerbeissen (viele K und CH, die sehr krachend ausgesprochen werden).
Muss allerdings ein Deutschschweizer widerwillig französisch sprechen, muss er dafür „s’Biss chehre“ (das Gebiss umdrehen) Man stelle sich also eine Hightech-Zahnprothese vor, die richtig eingelegt, deutsch spricht und verkehrt herum eingesetzt, französische Laute produziert.
October 29th, 2005 at 11:52 am
Ich stimme da 3w voll und ganz zu. Franz in der Schule ist reine Zeitverschwendung. Ich muss mir jetzt schon seit 5 Jahren diesen Quatsch von Sprache über mich ergehen lassen: niemals etw. schreiben wie man es ausspricht; für jede Regel mind. 5 Ausnahmen usw…
Diese 4h pro Woche wäre in Englisch sinnvoller und besser angelegt, aber nein wir müssen uns ja mit diesen blöden Hobbyfranzosen unterhalten können.
Mein Vorschlag wäre ein Landabtausch: Die Franzmänner können das Welschland haben, dafür geben sie den Deutschen das Elsass und wir kriegen dafür Südeutschland (ohne Bayern, den Schmarren könnt ihr behalten). Falls dies jetzt ein bisschen radikal rüberkommt, nach 5 Jahren Folter kann ich einfach nicht anders als alles Französische und ihm verwandte zu hassen.
December 22nd, 2005 at 4:42 pm
Hallo alle zusammen…
Ich bin eine Russin, Welsche, und gehöre zu denn blöden da unten mit der komischen Sprache… daher entschuldigt meine deutsch Fehler… Für uns sind die Deutschschweizer “termites à béton” (Beton fressende Termiten) und ihr seid nicht wirklich beliebt, das kann man aber sehr einfach geschichtlich erklären.
) und so weiter…) und natürlich wenn es keine Übersetzungen gibt. Dennn da fühlen wir uns immer ausgeschlossen… aber na ja viel mehr kann man auch nicht sagen…
Die Berner regierten der grösste Teil der Westschweiz bis vor 200 Jahren. Wie jedes Volk auf dieser Erde haben wir useren Stolz und hassten daher die bösen Auswertigen, die unser Land beschlagnahmten.
Aber heute ist diese Zeit vergangen.. und die meisten Welschen haben nur noch Probleme mit der Deutschschweiz, wenn sie die verdammten Ausnahmen der deutschen Grammatik lernen müssen (Es sind etwa 200 unregelmässige Verben, dazu Dativ, Akkusativ, Nominativ und Genetiv (so etwas Barbarisches…
Ich denke aber wir sollten es beibehalten, die anderen Landessprachen zu lernen, sonst wird das mit den verschiedenen Kulturen noch viel komplizierter.
Je n’ai donc qu’une seule conclusion… Vive la Suisse et ses 4 belles langues nationales!!!!
Bonne journée à tous
December 23rd, 2005 at 7:26 am
Bonjour Blonde
über die unregelmässigen Verben in den romanischen Sprachen möchte ich hier nicht diskutieren, die haben mir auch genug zu schaffen gemacht
Was ich schade finde, ist, dass wir (wie du sagst) vier schöne Landessprachen haben, aber in der Deutschschweiz mit Englisch als ‘erster’ Fremdsprache beginnen müssen. Verstehe einer die Bildungspolitiker. Aber so können wir uns wenigstens gegenseitig ‘international’ verständigen.
January 29th, 2006 at 12:45 pm
Es git de imfall au e rätromanische Fährnseesänder.. gau… u Radio. u Ziitige…
March 13th, 2006 at 9:26 pm
Edgar - die Russen kommen!
March 14th, 2006 at 7:58 am
@Sandra-Lia
Falls es nicht noch rätoromanische Lokalsender gibt, gibt es offiziell keinen rätoromanischen Fernsehsender mehr. Fernsehen DRS (Deutsche und Rätoromanische Schweiz) hat sich ja in SF (Schweizer Fernsehen) umbenannt. Die rätoromanischen Sendungen fristen darin natürlich weiterhin ihr Nischendasein.
March 25th, 2006 at 11:59 pm
also ich mag die Deutschen!! Einfach nicht auf Mallorca
April 5th, 2006 at 8:44 am
Gibt mir jemand einen Duden? Was heisst “radebrechen”?
April 7th, 2006 at 11:45 am
wie war das doch gleich mit den Bayern und den Preiß’n?
June 27th, 2006 at 1:29 pm
Zdrazdvui Blonde
bin seit einiger Zeit am erlernen der russischen Sprache und
kann absolut Deinen Humor nicht verstehen, wenn Du bemäkelst, dass deutsch dermassen kompliziert sein soll.
Hast Du schon einmal überlegt, wieviele Fälle es auf russisch
gibt und wie man sich da endlos abmühen muss! Also bitte
die Proportionen wahren und bitte auf schön schweizerisch
den Konsens üben. Fahre übrigens auch dieses Jahr wieder
in Deine Heimat, weil es mir dort s e h r gefällt und ich die
herzlichen Leute ebenso ins Herz geschlossen habe.
July 11th, 2006 at 12:01 pm
*Belehrend ein*
@s gfürchig Gschpängst: Äähm, wenn die Blonde sagt, sie sei “Russin”, dann meint sie damit, sie sei Romande.
*Belehrend aus*
Keine Ahnung, weshalb die östlich vom Rösti-Graben jene im Westen Russen nennen. Kann jemand aufklären?
July 15th, 2006 at 10:28 pm
An Trilingual
Tja, hier oben steht einfach im Kommentar von BD „dass“ man so sagt. Allerdings habe ich selbst diesen Ausdruck vor allem im Militär gehört. Folgender Blogeintrag und sein Kommentar deutet auch darauf hin. http://blog.emeidi.com/2005/09/hotline-wartezeiten-knftig-gratis-bei.html
Meine Theorie: Es wurde mal im Militärdienst zur Zeit des kalten Kriegs erfunden. Und die, die einfach andersartig waren, die anders sprachen, waren halt die internen Feinde. Welcher Militärdienstleister kennt nicht eine Anekdote, in welcher eine Kollektivstrafe wegen einem oder mehreren undisziplinierten Romands auch von allen Deutschschweizern erduldet werden musste. Ausserdem beginnt beides - Russen und Romands - mit R. (nicht zu weit studieren, im Militärdienst kann es durchaus von jemandem ohne übermässiger Sprachfinesse kreiert worden sein).
August 31st, 2006 at 6:51 pm
@haegar
Radebrechen = sprachlicher Charakter, der entweder zum Vergessen animiert oder zu Zungenbrechern führt
@sandra
keine Angst, die Deutschen sind mittler Weile durch (die echten) Russen in Spanien weitesgehend vertrieben - sozusagen eine neue Völkerwanderung!
Die Deutschen findest Du heutzutage in ZH
September 16th, 2006 at 4:05 pm
am mont vully (lac de morat)gibt es einen hervorragenden wein.das dieser berg auch “wistenlacher berg” fand ich interessant, ebenso,dass man für die “rhone” auch “rotten” sagt oder für den lago maggiore “langensee”.hat früher wohl alles mal zur berner herrschaft gehört
November 24th, 2006 at 4:20 pm
Ganz neu ist jetzt übrigens Peter Maffay Miss Schweiz geworden.
January 25th, 2007 at 1:07 am
Also, die Tessiner gehen eher in die deutschsprachige Schweiz zum Arbeiten und Studieren, vor allem nach Zürich. Dafür findet man in der deutschssprachigen Schweiz nicht so viele Westschweizer.
Die “Romandie” als Region mit einer gewissen eigenen Identität habe ich gehört, gibt es eigentlich erst seit dem Zeitalter der Massenmedien, seit es das Staatliche Französisch-sprachige Fernsehen und Radio gibt, und auch die Zeitungen überregional expandieren. Vorher war die Identität alleine auf den Kanton/die Region bezogen.
January 27th, 2007 at 3:01 am
Ich denke, es gibt kaum jemanden in der Deutschschweiz, der nicht Verwandte hätte in der Romandie. Schaut nur einmal ins Telefonbuch. Die Hälfte der Namen deuten auf Deutschschweizer Herkunft, vorwiegend Berner, besonders in der Waadt.
Demzufolge sprechen die Romands mit alemannischen Wuzeln Schweizerdeutsch mit Akzent, währenddem die urbanen Romands eher Schriftdeutsch oder wie sie es nennen, le bon Allemand (gutes Deutsch) sprechen.
Ich selbst stamme aus dem Bernbiet und wohne seit langem auch da. Meine Vorfahren zogen anfangs des letzten Jhdts. mit der ganzen Familie in den Thurgau. In der Schule waren wir zu je 40% Berner und Thurgauer und 20% anderer Herkunft. Und so ist es auch im Kanton Waadt. Das gab dann im Welschland eine Teilung in urbane Romands mit Burgunderwurzeln und die ländlichen Romands mit alemannischer Herkunft aus der Deutschschweiz.
Das hatte mit den meist kinderreichen bernischen Familien und dem Erbrecht bei den Bernern zu tun. Der Jüngste übernahm den Hof und die Älteren mussten ihre Existenz anderswo aufbauen und zogen eben dann in den Thurgau und die Waadt, weil beides ursprünglich Untertanengebiete von Bern waren.
Die Verbindung Deutschschweiz - Romandie ist auch deshalb sehr eng, weil in früheren Zeiten fast jedes junge Deutschschweizermädchen nach der Schule ein Jahr ins Welschland ging, was, wie ich finde, sehr zum gegenseitigen Verständnis beitrug. Oft sind die Mädchen dann hängengeblieben und haben weiterhin zur “Vermischung” beigetragen.
April 11th, 2008 at 1:49 pm
Um es klarzustellen: es gibt keine Westschweizer-Mentalität! J. Pilet (Journalist) hat zwar krampfhaft versucht, uns dies weis zu machen. Wenn man die Welschen kennt, weiss man, dass es dies nicht gibt. So tickt ein Genfer bspw. völlig anders als ein Waadtländer. Ganz zu schweigen von den Jurassiern (das sind Franzosen!).
Noch ein Wort zum Englisch. Ich finde es absoluten Blödsinn wie sich die Deutschen und leider auch viele Schweizer den Englischsprachigen anbiedern. Deutsch ist die in Europa mit Abstand am meisten gesprochene Sprache. Also etwas mehr Selbstvertrauen bitte (der Krieg ist schon lange vorbei). Oder wollen wir uns eigentlich alles von diesen doofen Amis aufzwingen lassen? Die sollen gefälligst auch Fremdsprachen lernen und in der Deutschschweiz Deutsch sprechen. Machen sie aber nicht, da sich die Doofen sofort anpassen. Da kann man von den Franzosen lernen.
Für den Zusammenhalt der Schweiz muss die 1. Fremdsprache zwingend eine Landessprache sein!
July 27th, 2008 at 6:59 pm
zu “Tête-carrée”: ich kenne das spanische “cuebas quadratas”, und die meinen damit eigentlich die Deutschen.
Gruss Ralf
October 23rd, 2009 at 1:40 pm
Meiner Meinung nach kommt “Suisse Toto” von folgender Begebenheit: Als der Autosalon noch in der Genfer Innenstadt war, fragten die Deutschschweizer in einem grauenhaften Akzent: “U e lö Salo Toto” für “Où est le Salon d’auto”. Deshalb Suisse “Toto”.
February 24th, 2010 at 3:42 pm
Liebe Deutsche
…
!
Es heisst nicht Murtener See in CH, sondern Murtensee
Auch ni.
Auch nicht Züricher See, sondern Zürichsee!
Ihr Deutschen schreibt ja auch nicht Bodener See, sondern Bodensee, oder?
Und eine weitere grosse Bitte: Unterlasst eure Wortspässe mit der deutschen ERFINDUNG “Verhüterli”, das heisst bei uns schlicht und einfach Pariser
Take it easy, but take it!
March 3rd, 2010 at 8:15 am
Erbrecht
Manch einer Fantasie scheinen ja wirklich keine Grenzen gesetzt. Habe darueber wirklich schon die tollsten Dinger gelesen. Lohnt aber nicht wirklich darueber zu lamentieren. Die Ausfuehrunge hier sind dafuer umso erfreulicher, weil man sich hier mit de…
June 4th, 2010 at 12:47 pm
Das die Grenze zwischen Schweiz und Deutschland auch eigentlich in Historie gesehen eher fließend ist (Auswanderung/Einwanderung) kann man sich denke ich gut vorstellen. Gerade beim Bodensee - einen Fährensprung voneinander entfernt.
July 15th, 2010 at 8:48 am
@Ralf
es heisst cabezas cuadradas oder giris. Wer keine Probleme hat, macht sich welche.
LG Ralf, der Andere