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Salziges Popcorn und kein Bier hier — Die Schweizer im Kino

  • Bülach by night
  • Einer der Vorteile in unserer neuen Wahlheimat Bülach (der Nightlife-Metropole des Zürcher Unterlands) ist, dass wir hier alles bequem zu Fuss erreichen können: Die Post zum posten, die Migros zum Wein kaufen, und den Bahnhof um nach Zürich zu flüchten.

  • Hightech im Kino
  • Gäbe es da nicht unser gemütliches Vorstadtkino ABC. Warum das nur so heisst? Es ist doch nicht etwa gedacht für Zuschauer, die beim Erlernen der Schriftsprache nicht viel weiter gekommen sind? Es wird dort „Hightech“ vom Feinsten geboten, Kartenreservierung via Online-Zugang (die Zeit, die ich benötige, um den PC hochzufahren und mich via Internet einzuchecken ist ungefähr doppelt so lang wie der Fussweg zum Kino), digitale Projektionssysteme und eine Toilettenanlage ganz „state of the art“, sofern sie auch mal drankommen dort.

  • 72 Stunden Dauerglotzen
  • Im April 2004 machte dieses Kino von sich reden, als dort der Weltrekord im Dauer-Kino-Glotzen auf über 72 Stunden geschraubt wurde, ohne Schlaf und nur mit allerkürzesten Pausen zwischendurch. Das berührte fast die Genfer Konvention und den Tatbestand der Körperverletzung, doch es war tatsächlich alles freiwillig. Mittlerweile wurde der Rekord von einer Deutschen aus Fulda um 30 Stunden erhöht auf 114 Stunden und 6 Minuten. Voll brutal.

  • Kino in der Schweiz ist schockierend, bewegend und lehrreich:
  • Schockierend ist für Deutsche am Anfang natürlich der Eintrittspreis. 16 – 20 CHF für einen normalen Abend und Platz, in Deutschland zahlt man 5-7 Euro = 8-9 CHF (siehe).

    Bewegend, falls man auf einem der Rüttel-Schüttel Sessel mit Spezial Super-Sub-Woofer unter dem Fiedle zu sitzen kommt, die Dinger heissen „Powerseats“, weil sie sorgen für kräftige Gesässmuskeln.

    Lehrreich ist die Lektüre der Untertitel, gedoppelt in Schweizerdeutsch und Französisch.

    In Bülach kommen die Filme zum Glück deutsch-synchronisiert ins Kino, zum Teil auch auf Schweizerdeutsch für die Kinder, dann aber ohne Untertitel für die anwesenden Deutschen. Das ist in den grossen Städten anders. Dort gilt es, sich aus den Deutsch/Französischen Untertiteln den Teil herauszusuchen, dem man mehr vertraut. Ich kann nicht umhin und muss immer beides lesen. Sagt der Schauspieler auf Englisch: „You son of a bitch“ steht im Untertitel direkt übereinander „salaud“ und „Arschloch“. Merkwürdig das nicht „huuere siech“ dort steht, wäre es doch „für einmal“ absolut passend.

    Wahrscheinlich wurden die deutsche Untertitel von einem Deutschen verfasst. Nein halt, einmal las ich als Übersetzung für „answering machine“ den Begriff „der Beantworter“ franz. „le répondeur“, und wusste nicht, was für ein Ding das sein soll. Bis ich es schnallte: Der AB = Anrufbeantworter. Wir Deutschen sind schon kompliziert, wir sprechen sogar auf den Abort. Jedenfalls macht es mich immer ganz verrückt, immer alles lesen zu wollen, darum bevorzuge ich Vorstadtkinos.

    Nur in Deutschland werden so gut wie alle Filme synchronisiert im Kino gezeigt, bis auf wenige Arthouse-Filme von Jim Jarmusch (Down by law, Stranger than paradise etc.) oder französischen Filmemacher. Die Stimme von Gérard Depardieu auf Deutsch hat wohl ganz entscheidend zu seinem Erfolg beigetragen. Woody Allan hat seinem Deutschen Synchronsprecher mal bescheinigt, er würde besser artikulieren als er selbst.

    Egal: Die Schweizer können sicherlich auch deshalb so ausgezeichnet Englisch verstehen, weil sie die Filme oft im Original im Kino sehen. Das haben sie übrigens mit den Holländern, Dänen, Schweden etc. gemeinsam. Nur wir Deutschen kriegen alles, aber auch wirklich alles übersetzt vorgesetzt. Und ich finde das klasse!

  • Das Wunder von Bern
  • Wir sahen im Kino den Deutschen Film „Das Wunder von Bern“. Kaum ist der Titel eingeblendet, höre ich hinter mir ein Schweizer Mädchen flüstern: „Pass auf, der Film ist sicher auf Bärndütsch“. Vertan vertan, kann ich da nur sagen. Falsche Erwartungshaltung durch einen Titel geweckt worden.

  • Salzige Popcorn einfach umtauschen
  • Unsere Tochter hat gleich beim ersten Kinobesuch in der Schweiz festgestellt, dass das Popcorn nicht mit Zucker, wie in Deutschland üblich, sondern mit Salz zubereitet wird. Sie wollte es gleich umtauschen. Mittlerweile haben wir uns an den Geschmack gewöhnt, der mich aber immer in Erinnerung schweifen lässt an das Affenhaus im Zoo von Gelsenkirchen, denn dort bekamen die Tiere solches Popcorn als Leckerli.

  • Kein Bier im Kino
  • Die meisten Kinos verkaufen nur Softdrinks und keinen Alkohol. Warum eigentlich? Weil die keine „Schankerlaubnis“ haben. Also braucht man einen grossen Mantel mit weiten Innentaschen, in die mindestens zwei Dosen Tuborg passen für den Kinobesuch, oder man geht wie in Bülach in ein Kino dessen Betreiber im Nebenberuf nichts wurde ausser Wirt. Schon ist das Problem gelöst, und mit der Zeit gewöhnt man sich als Deutscher auch an Feldschlösschen, das zwar hübsch von der Autobahn bei Rheinfelden anzusehen ist mit seinen Zinnen und Türmchen, aber schon längst nicht mehr den Schweizern gehört sondern zu Carlsberg Breweries A/S, Kopenhagen (Quelle )

  • Schweizerdeutsch in der Deutsch-Synchronisierten Fassung
  • Wir sahen „Bourne Identity“, ein amerikanischer Thriller mit Matt Damon und der Deutschen Franka Potente (aus „Lola rennt“). Eine Szene spielt in Zürich, angeblich. Wäre da nicht die Strassenbahn, niemand hätte es geglaubt. In einem Park wird der amerikanische Held von zwei Kantonspolizisten geweckt, auf Schwyzerdütsch, bzw. auf das, was Deutsche Synchronsprecher für solches halten. Die Szene ist im Originalfilm sicher auf Englisch gedreht, dann in Deutschland synchronisiert worden. Warum nun extra einen Schweizer Sprecher ins Studio holen, für die drei Sätze? Ein bisschen die CH-Laute krachen lassen, ein bisschen die Betonung von der letzten auf die erste Silbe verschieben, schon ist er fertig, der nachgemachte Schweizerdeutsche Klang. Für das Publikum in Deutschland wird das reichen. Doch nicht für die Native-Speakers in Bülach: Ein Stöhnen geht durch die Sitzreihen, die Schweizer um uns herum im Kino sind das gewohnt. Ihre Sprache wird in Deutschland nicht ernst genommen und kommt dann so lächerlich ausgesprochen daher.

    Ähnlich dämlich dargestellt fühlen sich die Deutschen, wenn im Original eines Nazi-Schurken-Films die Deutschen von Amis mit grausigem Akzent gemimt werden. Da macht sich auch niemand die Mühe, für die nicht übersetzten deutschen Passagen einen Deutschen Sprecher zu bemühen. Merkt doch sowieso niemand.

    

    40 Responses to “Salziges Popcorn und kein Bier hier — Die Schweizer im Kino”

    1. Philipp F. Says:

      Jeden Montag kosten Eintrittskarten 12.- Franken und die Verpflegung – sprich Beer – schmuggelt man unbemerkt ins Kino. 😉

    2. krs Says:

      Wieder ein Beitrag, der die Schuppen aus den Augen fallen lässt! 🙂

      Gleich im ersten Satz ein Kardinalfehler: Die Migros bietet *keinen* Alkohol und mithin keinen Wein an (gilt übrigens auch für Tabak). In der Post kann man zwar seit wenigen Jahren auch einge kleinere Dinge einkaufen, aber eine Post zum „poschtä“ würde ich nie sagen. Höchschtäns: „Ich gang go Briäfmarke/Poschtschachtlä chaufä“

      Die Kinopreise werden übrigens zur Zeit durch das WeKo (Wettbewerbskommission bzw. Preisüberwacher) untersucht. Die Preise stehen im Verdacht, durch ein Kartell so hoch zu sein.

      Der Film, auf den Du verweisen willst, heisst eigentlich http://www.imdb.com/title/tt0258463/ The Bourne Identity (USA/Deutschland, 2002) (Die Bourne Identität). Höchstwahrscheinlich wurde dieser Film also nie in der Schweiz gedreht.

    3. Oliver Says:

      so erfrischend auch jetzt wieder das neue Kinokapitel 🙂 und ich finds klasse wie die CH Menschen in den Kommentaren über sich selber schmunzeln – die kommentare im ganzen blog machen ebenso gute Laune 🙂 Ich find du könntest das echt grad so in Druck geben, inkl. der Kommentare und schreibfehler etc… grad so: als Handbuch für CH Gäste, gesponsort vom Touriverein 🙂

      zu dem Film „born identity“ feiner Film, doch ich dachte das wären echte CH sprecher gewesen ??? werd das nächste mal genauer darauf achten.

      Ausserdem wird sowieso nichts – gar nichts – in filmen direkt mit Micro aufgenommen, sonder alles – alles – in studio nachgesprochen, jeder amerikansiche film, jeder geht nochmal ins studio und sagt seinen text richtig. Jedes geräusch wird nachträglich eingebaut.

      Und die Filme auf Englisch – dies ist der Scherz, als wenn alle so gut Englisch verstehen dass sie die nuancen verstehen würden. Ich bin mit Englisch aufgewachsen und versteh die Wortspiele und Nuancen oft nicht.

      Und man kann gar nicht in der Fülle des Bildes ruhen und dem Film folgen, sondern muss immer unten auf „leseareal im hirn“ umschalten.

      Bin ein Leidenschaftlicher Kinogänger… in den letzten Jahren hier hab ich mir das gründlich abgewöhnt. Bzw. zum Glück gibts im Pathe (übrigens ein Edelkino auf Hamburger Niveau endlich – Kinosessel vom feinsten, OHNE Pause, richtig Platz *yesss*) und im Cinemax (Escherwyssplatz) immer wieder Filme in Synchron. 🙂

      Dann war ich lange Zeit Dauerkunde im DVD Verleih – lieber etwas warten aber dafür den Film ohne Pause und in Deutsch.

      Doch jetzt… he he he… jetzt hab ich das TV von bluewin entdeckt -> meine Rettung !! Aufnehmen was ich will, anschauen wann ich will, Programmierschwierigkeit wie für einen Erstklässler, endlich ein kluges Produkt für Filmfans 🙂

    4. ItaloRaver Says:

      a ja das wusste ich ja gar nicht das man in DE Zucker an die Popcorn tut, na ja ich könnte mir vorstellen das die mir besser Schmecken würden.

    5. Administrator Says:

      Lieber krs.. das mit dem Wein aus der Migros ist nur ein running Gag, siehe http://www.blogwiese.ch/archives/17
      und eine kleine Falle für aufmerksame Leser, Du bist promt hineingetappt 🙂
      „Born“ hatte ich falsch geschrieben, heisst natürlich „Bourne Identity“, danke für den Hinweis! Gruss, Jens

    6. Karsten Says:

      Köstliche Kommentare, über den Gag mit dem „Win bei Migro“ wird wohl noch öfter ein Leser stolpern.
      Erstklassiger Tipp vom Philipp F. dass am „Mentig“ für 12,- Stutz mit Schmuggelbier, hervorragend; übrigens in Bülacher Kinos bekommt der Gast selbst kein alkoholfreies Bier, vielleicht benötigt man dafür auch ein Schankerlaubnis?

    7. red Says:

      Hm, aber Captaion Jack Sparrow möchte ich nie auf Deutsch erleben müssen. Der ist in Original einfach zu köstlich!

    8. Jean Pierre Says:

      Die Szenen aus Bourne Identity, die angeblich in ZH spielen, wurden AFAIK in Prag gedreht.

      Auch im Originalton sprechen die Polizisten das, was der ordinäre Amerikaner für Schweizerdeutsch halten würde, stehen dabei aber (mit Ausnahme von Franka Potente) den Deutsch sprechenden Akteuren aus dem zweiten Teil (The Bourne Supremacy) in nichts nach… Dort schaffen es sogar falsch gesprochene Wörter („Luftschulzbunker“) in die Untertitel…

      Ich fand es (bis auf den recht hohen Preis) sehr angenehm, in der Schweiz ins Kino zu gehen, gerade weil die Filme in der Originalsprache liefen. Leider ist dann halt die halbe Leinwand mit Untertiteln voll 🙂

      In Deutschland (zumindest hier in Berlin) ist der Originalton bei Filmen langsam auf dem Vormarsch. Es gibt sogar ein Kino am Potsdamer Platz („CineStar Original“), das ausschließlich Filme in der Original und ohne Untertitel (teilweise sogar mit englischer Werbung vorweg) zeigt.

    9. Phipu Says:

      Und schon wieder muss ich einfach reagieren. Wunderschön finde ich den typisch deutschen Fauxpas „Stranger THEN Paradise“. Schweizer können auch in der Aussprache ein THAN von THEN unterscheiden. Halt, ich habe nicht gesagt, dass Englisch mit Schweizer Akzent weniger lächerlich tönt als deutsch ausgesprochenes Englisch. Aber ein THAN tönt, (sorry klingt)etwa wie in ZH: „Jetz gang iich dänn häi“ und nicht wie in BS: „Jetz gohn i denn hai“. In den meisten Sprachregionen hing in den Schulzimmern zumindest zu meiner Zeit ein grosses Papier über der Wandtafel „ä = e!“, damit uns dies beim laut deutsch lesen immer wieder in Erinnerung gerufen werden könnte. (Nicht „die BlÄtter fallen von den Bäumen, sondern die BlEtter)

      Karsten:
      Zum gleichen Thema: In den meisten Dialekten spricht man „Mäntig“ us. Das ä in „Chuehblätter“ (Kuhfladen) ist viel schwieriger nachzuahmen als das „e“ in „Vetter“. (Wetter kann ich nicht brauchen auch das spricht man als „Wätter“ aus).

      zu Olivers Kommentar:
      Ich bin ein furchtbarer Medienmuffel. Ich lebe ohne Fernseher und gehe auch nicht oft ins Kino. Ich habe daher noch nie eine Videokassette oder ein DVD „ausgeliehen“. Das Wort „Verleih“ hört man in der Schweiz wirklich selten. Hat also jemand, der diese Institutionen öfter braucht als ich, schon mal sowas angeschrieben gesehen? Hierzulande findet man auch nie einen „Leihwagen“ oder einen „Fahrradverleih“. Den Mietwagen oder das Mietauto holt man sich bei der Autovermietung. Das Mietvelo gibt’s … z.B. am (grösseren) Bahnhof. In Deutschland können Schweizer immer wieder enttäuscht sein, dass man einen Leihwagen bezahlen muss. „Leihen“ hat den Beigeschmack von gratis sein. „Chan i mer hüt di Staubsuger uslehne? Mine isch drum kabutt!“. Bei Büchern in der Bibliothek ist „Ausleihe“ eher angebracht, da der Mitgliederbeitrag einer Bibliothek immer zwischen „gratis“ und „sehr bescheiden“ angesiedelt ist.

      Jens: Könnte man in meinen Kommentar „tönt“, „Bibliothek“ und „Wätter“ mit bereits geschriebenen Kolumnen verlinken? oder sollen die Leser selbständig in den Archiven stöbern?

    10. Administrator Says:

      Hallo Phipu, danke für den Hinweis, habe ich gleich korrigiert, wir Deutschen wollen ja nicht nur als Deppen darstellen, nicht war? Then und than kann ich nie auseinanderhalten. „denn“ heisst „than“, als e zu a, und „then“ heisst „dann“, als a zu e, immer genau über Kreuz, so habe ich mir das mal gemerkt. Und so kam es dann zum Fehler, denn „als“ ist auch „than“. Thanks for the English lesson, that’s all for now, folks. Jens

    11. Berner Says:

      Also 20 CHF ist zuviel, typischer Zürchergeiz. In der schönsten Stadt des Landes bezahlt man „lediglich“ 10 – 14 CHF.
      Ich hätte übrigens nie gedacht, dass man in deutschen Kinos süsses Popcorn vorgesetzt kriegt. Das Salz ist doch erst das Salz in der Suppe bzw. im Popcorn.

    12. nchenga Says:

      this german prefers salty popcorn

    13. ella Says:

      Zu BERNers Kommentar muss ich nun meinen Senf dazu geben:

      Ich als BERNerin gehe davon aus, dass du BERN meinst wenn du von der schönsten Stadt der Schweiz sprichst :).

      Ich gehe ziemlich oft ins Kino, aber das Minimum an Eintrittspreis waren bisher immer CHF 12, das Maximum bei CHF 17 oder 18 (trotz CinéCard). Wo versteckt sich das Kino, in dem man nur CHF 10 bezahlt?? Da will ich unbedingt mal hin!!

      Mit gezuckertem PopCorn hätte ich so meine Probleme.. Da teile ich BERNers Meinung voll und Ganz!

    14. SFG Says:

      Liebe Exil-Deutsche,
      offensichtlich wart Ihr schon lange nicht mehr in deutschen (Grossstadt-)Kinos. Du bezahlst heute locker mal 10+ Euro, je nach Film und Zeit. Außerdem kann man zumindest in den größeren Kinos zwischen salzigem und gezuckerten Popcorn wählen. Schon länger…

    15. Administrator Says:

      Lieber SFG, ich habe extra den Link auf die Preisliste eines grossen Kinos in Freiburg – im Breisgau mit in den Artikel gepackt, um die aktuellen Preise dort zu belegen. Schicke uns doch einen Link auf ein teures „Grosskino“ in einer Grosstadt, dass wir endlich unsere Illussionen loswerden.
      Danke! Gruss, Jens

    16. The CineMaster Says:

      Hi Jens – obwohl ich keine Ahnung habe, wie ein BLOG funtioniert hier ein paar Zeilen von einem teuren schweizer Kinobesitzer. Machst Du beim Preis den Hamburgervergleich (wie lange muss ein durchschnittlich verdienender Landsmann arbeiten bis er sich Produkt X (Kinoticket) leisten kann) liegen wir glücklichen Schweizer auf Platz 8 – ganz hinten bei den TopIndustrieNationen – vergleicht man aber den Ausstattungsstandart der Schweizer Kinos mit den gleichen Nationen liegen wir ganz vorne…. (Na Ja bei den Technischen Leadern gehöre ich natürlich mit meinen BüliKinos ABC & Bambi zur Spitze!!!). Bis Dann Stephan

    17. Administrator Says:

      Hi Stephan, wie Du weiter oben bei SFG lesen kannst, gibt es auch ziemlich teure Kinos in Deutschland, und salziges Popcorn wahlweise. Ich vergleiche darum lieber mit der unmittelbaren Nachbarschaft, Waldshut oder Freiburg, da bist Du knapp doppelt so teuer. Aber stimmt, dafür ist der Sound auch doppelt so gut und das digitale Bild sowieso. Nur an der „high availability“ der Toiletten könntest Du noch etwas feilen… Gruss, Jens

    18. Peter Stegemann Says:

      Mit Freiburg vergleichen ist immer schlecht, denn Freiburg ist ein Provinzkaff, keine ernst zu nehmende Stadt. Und zum Cinemaxx dort speziell: Der Ton ist lausig und die Aufteilung der Raeume gruusig.

    19. SFG Says:

      Lieber Jens,
      ok, wir wiederrufen zerknirscht. Wir haben einen (bis zwei) Euro in unserem Eifer „draufgeklatscht“. Liegt wohl an der typisch-deutschen Eigenschaft, sich immer erst mal über die Preise aufzuregen und dann auch noch zu übertreiben 🙂 Ich habe nochmal nachrecherchiert und tatsächlich herausgefunden, dass die Preise in D zwischen 8-9 Euro Donnerstag bis Samstag abends liegen. Hier ein Link, um unsere Aussage zu belegen: http://www.cinemaxx.de/cinema/info.asp?sid=655903065716183517997560224490553048487987412255281159&intKinoId=D801
      Sorry, dass er so lang ist, aber diesmal wollten wir gründlicher sein 😉
      …allerdings reden wir dann wirklich von GROSSSTADT… nix gegen Freiburg.
      Außerdem wollen wir Dich hier auch mal loben. Wir sind seit einigen Monaten ebenfalls „Exildeutsche“ hier in der Schweiz. Wenn wir Deine Seite früher gekannt hätten, hätte es uns sicher das eine oder andere Missverständnis erspart. Im Nachhinein lachen wir heute selbst über uns, aber wenn Du gerade „drinsteckst“…
      Wirklich amüsant jedenfalls und für jeden „Einwanderer“ nur zu empfehlen.
      Viele Grüße,
      Steffi und Frank

    20. BD Says:

      Kinotipp: Trafo Kino Baden. Zwar nicht mehr deutsch synchronisierte Filme als normal, aber dafür sind die Sitze supergross und stark abgestuft – nie mehr „de Grind“ vom Vorderen im Bild.
      Und um das Problem mit den Salzpopcorn zu Lösen nimmt man dort einfach Tacos – ohne Zucker aber mit pikanter Sauce 🙂

      BTW the Bourne Identity.
      „Regisseur Doug Liman fand das echte Zürich eben plötzlich zu ‚provinziell & sauber‘ und zügelte deshalb in die tschechische Hauptstadt“
      Man lese die tschechischen Werbeschilder im Hintergrund *g*

    21. Administrator Says:

      Hi BD,
      wie die Zeiten sich ändern. Vor 18 Jahren wurde der Film „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ (gern auch „die unerträgliche Seichtigkeit des Scheins…“) statt in Prag in LYON gedreht, weil es politisch anders nicht möglich war. Heute gehen die Regisseure für Szenen aus Zürich nach Prag. Auch die Deutschen Kinder-Fussballfilme „Die Wilden Kerle“ 1 und 2 wurden teilweilse in Prag gedreht, weil es da billiger ist.
      Gruss, Jens

    22. ItaloRaver Says:

      also ich habe bis jetzt glaub nie mehr als 16.- Fr. bezahlt, wenn es ganz hoch kommt ev. mal 18.- Fr.

      Das einzige Kino in meinem Ort (zwar keine Grossstadt) aber ein Premiere Kino. Dies hat immer die Preise Parterre 14.- und Estrade 16.- Fr.
      Mehr auf http://www.rex-wohlen.ch unter Reservation / Online-Reservation

    23. Sebastian Says:

      Also kann sein, dass ich das Wichtigste mal wieder überlesen habe. Aber falls nein: Kann es echt sein, dass in dieser hervorragenden CH-Kino-Beschreibung kein Wort über die PAUSE mitten im Film verloren wird? Das finde ich nämlich den grössten Hammer überhaupt. Zugegeben: Originalfilme, guter Sound, moderne Technik sind lobenswert. Aber für den stolzen Preis will ich doch nicht auch noch eine „Werbepause“. Ich kenne bisher kein anderes Land, in dem es auch so eine unverschämte Zerstückelung eines guten Films gibt (es sei den man schaut sich so eine endlose Version von Laurenceo of Arabia an. Dannn ists ja auch ganz nett, wenn man mal pissen gehen darf nach zwei Tagen). Und meistens ist der „Cut“ auch noch thematisch völlig unpassend.
      Grausam! Oder etwa nicht?

    24. Administrator Says:

      Hallo Sebastian,
      ich war so lange nicht mehr in DE im Kino, aber als wir da weggezogen sind, „fort-gezügelt“ für die Schweizer, gab’s da auch schon die Pause. Wenn dieser extra-Umsatz nicht wäre, würden die Kinos schon dreimal Pleite sein.
      Gruss, Jens

    25. Sebastian Says:

      Moin Jens,
      also, das höre ich wirkich zum ersten Mal, dass es auch in D eine Kinopause zu erdulden gibt. War vor kurzem in München im Kino. Da hat mich zwar auch ein vergleichsweise hoher Eintrittspreis (9 Euro), aber keine Pause überrascht. Da waren mir aber die kultigen Langnese (CH: Lusso) Verkäuferinnen, die sich durch die Sitzreihen zwängten lieber als extra Einnahmequelle für den verarmenden Kinobesitzer.
      Gruss, Sebastian

    26. Helena Says:

      Ich (CH) war mal Ende der neunziger Jahre in Düsseldorf in einem Kino, dort gabs auch keine Pause, aber – oh Schreck – im Kinosaal durfte geraucht werden… ist das immer noch so in D?

      Ich persönlich ziehe jeden O-Ton-Film mit UT einem Synchrofilm vor….

    27. Jan Says:

      Zu Helena:
      Komme aus D’dorf, und mir ist kein Kino bekannt in dem geraucht weden darf. War schon in den unterschiedlichsten Städten im Kino und Deine Erfahrung muß eine Ausnahme gewesen sein…
      Gruß, Jan

    28. ronald Says:

      recht und unrecht
      alles etwas gemischt, der genuss ist halt eine frage deiner bedürfnisse.
      ob du nun ein bier brauchst im kino oder dir gutes popcorn wichtige ist: http://www.popcornlovers.ch musst du für dich entscheiden.
      wie gesagt man kann ja immer noch „reinschmuggeln“ smile
      aber das die meisten kinos heute nicht mehr das leisten (qualitativ) was sie bei den preisen müssten ist eh klar und ich warte heute meist auf den DVD und geniesse zuhause auf meine couch, meinem drink (dem film angepasst) und frischem heissen gourmet popcorn das so ist wie ich es mag und nicht wie es den study an der kasse schmeckt…
      happy popping

    29. Chrigel Says:

      Ich war mal in Waldshut im Kino, es war sehr billig aber dafür gabs fast eine STUNDE Werbung… im ersten Werbeblock kam der Dorfmetzger (Fleischer), der Bäcker, die Videothek…etc. Dann gab’s ne kurze Pause und dann kam die „richtige“ Werbung von Marlboro und Co.
      Ich hätte gerne ein paar Mark (damals noch) mehr bezahlt und hätte dafür auf die Lokalwerbung verzichten können.

    30. Kinoliebhaberin Says:

      Im „Maxx Filmpalast“ http://www.cinepilatus.ch (oben auf Maxx klicken) in Emmenbrücke gibt es sowohl salziges als auch süsses Popcorn. Schade, dass es hier nicht weiter verbreitet ist 🙁

    31. Helena Says:

      @Jan: dann haben die wohl trotz Verbot trotzdem geraucht, denn ich mag mich erinnern, dass der Saal fast leer war.
      Inzwischen ist mir auch der Film wieder eingefallen: Der erste Blade-Film mit Wesley Snipes 😮

    32. Der Salzer Says:

      Zucker am Popcorn? *bäh* Ist mir einmal in einem Deutschen Kino passiert… Ich greif natürlich voll in den Riesenbecher (kann man sich in D ja auch leisten) stopf es in den Mund …. und beinahe hätte ich es wieder ausgesp… naja, lassen wir die Details.

      Was die übersetzten Filme angeht … kennt hier jemand „Lethal Weapon 3“? Ich sag nur „Eine Katerstrophe“ *lol* Nene, lasst die nur mal im Original. Und wer lesen will soll lesen.

    33. s Heidi Says:

      Anmerkung zu „huere Siech“: Das könnte in keinem Fall eine Übersetzung von „You son of a bitch“ sein, da der Ausdruck keine Person bezeichnet; „huere Siech“ ist nie an eine Person adressiert, sondern wird in dieser Kombination nur als Fluchwort/Ausdruck von Wut über das, worüber man sich auslässt, verwendet.
      Bespiel: „Huere Siech nomal, jetzt isch mer de Sch***Compi scho wider abgstürzt!“
      „Siech“ an sich oder in anderen Kombinationen bezeichnet allerdings schon eine Person (pejorativ, „du tumme Siech“ oder umgangs/jugendsprachlich auch als Ausdruck der Bewunderung „bisch en geile Siech“)

      Ja, die richtige Verwendung unserer Sprache ist uns wichtig.. 😉

    34. Reber Steffi Says:

      Juhuuuu, es gibt ein Schweizer Kino in dem es gezuckertes Popcorn gubt!!!! Wo??? Im Kino des (neuen) Zürcher Einkaufscenters „SIHLCITY“, Arena heisst das Kino dort. Ein Genuss!!!!! Guten Appetit!

    35. ten Says:

      Kein Bier im Kino? Einfach keine Freiheiten mehr! Wieso wohl? Ist schon nichts mehr wie es mal war.

    36. Gery us Büüli Says:

      Ich würde ja NIEMALS in einen Film mit Originalfassung gehen.. da ist man ja dauernd am Untertitel lesen und kann sich nicht auf die Handlung konzentrieren. Ist mir schon klar das ein paar Gags beim synchronisieren verloren gehen, aber das ist nicht tragisch. Lieber ein paar Gags weniger als GAR NICHTS verstehen..

      Deshalb bin ich auch NIE in Zürich im Kino, sondern nur hier in Bülach.

    37. Michael Says:

      Was ich am schlimmsten finde ist die Pause im Film !! In meinen jungen Jahren habe ich Windjammer im Grindel in Hamburg gesehen. Das waren zwei mal 90 min – da hat eine Pause noch Sinn gemacht. Aber hier ist nach 45 Minuten Halbzeit.
      Grässlich. Haben die alle eine Sextanerblase ??? Ist aber vermutlich nur um neben den hohen Eintrittspreisen noch zusätzlich Profit zumachen.
      Die Pause ist für mich der Grund, nicht ins Kino – oder nur ins Pathe / Zürich – zu gehen.

    38. Allmechtna Says:

      Info an alle Schweizer:

      Ich habe mal in Stuttgart gewohnt. Da die zu dieser Zeit extrem beliebte Sandra Bullock eine wahrhaft wunderschöne Stimme hat im Original, habe ich mir einige Filme auf Englisch angesehen. Dazu bin ich in ein kleineres Kino, das ALLE (!) Filme auf Englisch gezeigt hat. Es wimmelte da von US Army, Deutschamerikanern, in D lebenden Engländern/Amis…ich verständlicherweise in der Minderheit, vielleicht ab und zu jemand der Englisch als Leistungsfach in der Schule (Oberstufe) gewählt hatte.

      Die hatten z. B. nur „Salted Popcorn“.

      Also wenn ihr sowieso lieber Originalsprache hören möchtet, UND nicht so wirklich auf das oft stark (!) gezuckerte Popcorn steht – ihr wisst, die Karies und was die Behandlung in CH kostet 🙂 – dann sucht wenn ihr im grossen Kanton seid, ein Kino auf, dass NUR Originalfilme oder OmU (Original mit Untertitel) zeigt.

    39. fondue meister Says:

      nun, dass es kein bier in kinos gibt ist schon irgendwie tragisch. feines salziges popcorn mit einem kühlen blonden passen doch hervorragen, grad im sommer…

    40. Gery us Büüli Says:

      Also ich bin froh das die Filme alle synchronisiert sind hier in Bülach. erstens bin ich des Englischen nicht mächtig und zweitens will ich den FILM SEHEN, und nicht dauernd LESEN. Deshalb geh ich in Zürich auch nicht ins Kino.

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