Geh mal in die Migros Wein kaufen
Einkaufen in der Migros
Immer wenn wir Besuch aus Deutschland haben, erlaube ich mir den Spass und schicke ihn zum Einkaufen in die Migros: “Geh mal zur Migros Wein kaufen“… nach 20 Minuten kommt der Besuch wieder und sagt: “Du, ich finde den nicht?”. Dann beruhige ich ihn und sage: “Egal, dann nimmt halt Bier“, und das Spielchen geht von vorne los.
Die Deutschen müssen erst lernen, dass es in der Migros keine Alkoholika zu kaufen gibt, auch keine Zigaretten. Dafür geht man in den Denner oder zu Pick Pay gleich nebendran. In der Migros einzukaufen ist am Anfang sowieso eine absolut merkwürdige Erfahrung: Stellt Euch vor, ihr seit in einem offensichtlich deutschsprachigen Geschäft und kennt absolut keinen einzigen Hersteller!
Es gibt kein Persil Waschpulver, keinen Bauerjogurt, keine Tempo-Papiertaschentuch, kein Pril-Spülmittel, kein Mars-Schokoriegel etc. etc. Bei jedem Artikel muss man genau schauen, ob es das ist, was man sucht. Sonst will man süsse Schlagsahne kaufen, und hat plötzlich Sauerrahm in der Tasche. Sahne ist Rahm, aber was ist dann Sauerrahm? Claro: Creme freche. Wir lernen als Konsumenten plötzlich, wie markenfixiert wir eigentlich einkaufen.
Schnell gewöhnt man sich daran, nur noch nach einer Marke Ausschau zu halten: Budget . Das ist die Migros-No-Name Marke für besonders wenig Geld. Diese Marke avanciert zum Kultobjekt in der Schweiz. Längst gibt es Budget-Parties,

Budget-Autos

und seit neustem auch Budget-Handies (Schweizerdeutsch “Natel”)

Das mit dem “wenig Geld” ist natürlich äusserst relativ zu sehen. Für Schweizer Verhältnisse ist die Migros spottbillig, denk ich da jedoch an einen Deutschen Supermarkt kurz hinter der Grenze, kommen mir bei jedem Migros-Einkauf die Tränen. Als wir im Sommer mit den Rädern in der Schweiz unterwegs waren, kaufte ich jeweils zur Mittagszeit schnell etwas zu essen für 4 Leute in der Migros: Ein paar Früchte, Brot, Butter, Salami und noch Getränke. Der Einkaufswagen war höchstens zu einem Drittel gefüllt, dennoch hiess es an der Kasse: “60 Franken bitte”. Ich war jedesmal fassungslos.
Wie überlebt eine “normale Familie in der Innerschweiz”, ohne doppeltes Einkommen oder Einkaufsmöglichkeit in Deutschland? Für Menschen mit geringem Einkommen muss dies extrem schwierig sein. Nicht umsonst steht auf der Liste der Supermärkte mit den grössten Umsatz auf Platz 1 die Migros, dann Coop und Denner, und schon gleich darauf folgt der Gesamtumsatz, den alle Supermärkte jenseits der Grenze mit den Schweizern machen. “Jenseits” heisst auf Schweizerdeutsch übrigens “ennet“, auch ein wichtiges Verb, das ein Deutscher wahrscheinlich “eh net” versteht, steht aber im Duden.
Müllbeutel an der Migros-Kasse
Das Endungs-S von Migro-s wird übrigens nicht gesprochen, damit outet man sich gleich als Deutscher, wenn man nicht “mii-groo” sagt. Müllbeutel gibt es nur an der Kasse zu kaufen und die heissen hier “Kehrricht-Sack“. Warum die nur an der Kasse verkauft werden? Keine Ahnung, vielleicht klauen die Leute gern Müllbeutel, und darum müssen die besonders gesichert behandelt werden, so wie Zigaretten und Präservative.
Sie kosten auch eine Stange Geld, denn man zahlt im Kanton Zürich nach dem “Verursacherprinzip” für seinen Müll: Hast Du viel Müll, brauchst Du viele Müllbeutel, bezahlst Du viel Geld dafür. Hast Du wenig Müll, wirfst ihn in den Wald oder kompostierst ihn selbst, zahlst Du wenig. So einfach ist das. Wenn ich dann daran zurückdenke, wie in Deutschland die Müllgebühren in fast allen Gemeinde pro Kopf und Jahr pauschal eingetrieben werden, egal wie müllvermeidend der einzelne lebt, lob ich mir die Schweizer!
Aber wehe, jemand versucht zu schummeln und kauft einen billigen, nicht offiziellen Müllsack und stellt ihn zwischen die anderen! Das “goot gaga nööt”.
Haufenwolken an der Kasse: Haben Sie auch Ihre Cumulus-Karte dabei?
In der Schweiz hat jeder Einwohner zwei Nummer, ohne die sein Leben einfach undenkbar wäre. Das sind
1. Die AHV-Nummer
Schweizer Alters- und Hinterlassenen-Versicherungsnummer, sowas wie die Sozialversicherungsnummer in Deutschland.
2. Die Cumulus-Karten-Nummer
Spätestens beim Bezahlen an der Kasse werden Sie gefragt: “Haben Sie ihre Cumulus-Karte dabei?”. Falls Sie so ein Ding nicht besitzen, dann verschweigen Sie das lieber und stammeln verschämt: “Äh, nein, leider vergessen….” Ohne Cumulus-Karte der Migros sind sie kein waschechter Schweizer. Die Schweizer lieben es, Rabatt-Punkte beim Einkaufen zu sammeln. Wenn sie dann ca. für 2.000 CHF bei der Migros eingekauft haben, dann kommt nach Wochen ein Heftchen mit Coupons der Migros zu ihnen. Damit kriegen sie dann zwar nichts geschenkt, aber vieles viel billiger. Immer nach dem Motto: “Wer nie was ausgibt, kann auch nie was sparen”.
Und so ziehen sie dann los mit ihren Coupons, um beim Kauf von 10 KG Weintrauben 5 CHF zu sparen, oder beim Kauf eines neuen Rasieres im Wert von 200 CHF ihren 10 CHF Coupon einlösen zu können, der selbstverständlich weder übertragbar, noch auszahlbar, und schon gar nicht “cumulierbar” ist.
Die Schweizer sind süchtig nach Preisermässigungen. Gibt es irgendwo etwas für 3% oder 5% billiger, sie sind sofort dabei!
Unser Fitnesscenter in Deutschland hat beim zweiten Familienmitglied sofort den Mitgliedsbeitrag auf 50% reduziert. In der Schweiz kriegen Sie von ihrem Fitnesscenter vielleicht 10% Verbilligung auf den Ehepartner, wenn der auch ein Jahr im voraus bezahlt natürlich. Sensationel!
Echte Cumulus:

September 15th, 2005 at 11:56 pm
Immer wieder sehr amüsant. Ich kann nicht genug kriegen von Deinen Berichten bezüglich den Schweizern und ihrem Alltag
Danke, nur weiter so.
September 26th, 2005 at 6:33 pm
Hichen,
das stimmt alles gar nicht!!!!!!!!!!!
Ich spreche aus eigener “Erfahrung”!!!!!!!!
Auch wenn’s sehr lustig “tönt”!!! Es stimmt nicht, basta!!!!!!!!!
Die Nörgeltante
October 18th, 2005 at 9:50 am
In der Migros gibt es übrigens keine Zigaretten und keinen Alkohol weil der Gründer der Migros ein Jude war und diese dürfen bekanntlich diese “Genussmittel” nicht konsumieren.
Das Verursacherprinzip gilt in der ganzen Schweiz.
Ich muss sagen ich als Schweizer finde deine Website einfach genial, sie ist sehr amüsant. Ich hoffe meine Landsleute können auch über sich selber schmunzeln.
October 18th, 2005 at 10:42 am
Die Schweizer sind süchtig nach Preisermässigungen.???
Hier muss ich wiedersprechen. Es gibt sicher einige Schweizer die Schnäppchen Jäger sind. Jedoch unschlagbar sind in dieser Disziplin die Deutschen. Siehe Reportagen Spiegel-TV etc.
Die Deutschen würden 100 Km weit fahren wenn es dort Tomaten-Sauce für 10 cent billiger geben würde.
Oder er steht um 5 Uhr auf, um 1. zu sein bei der Medimarkt eröffnung (6 Uhr Sonntags) weil die ersten 10 eine gratis Banane bekommen.
October 18th, 2005 at 11:31 am
Hallo lieber Autor
Empfehle selbigem durchaus noch folgendes, bereits bestens in grossen Buchhandlungen etabliertes Werk “Gebrauchsanweisung für die Schweiz”. Das lehrreiche Werk richtet sich an Gäste aus Deutschland und man lehrt da z.B., dass es nie - nie - nie - einfach niiiiiiiiieeeeemals Züricher-See heisst oder Züricher Innenstadt - es gibt auch keine Züricher und noch weniger Züricherinnen - all’das und vieles mehr zum Schmunzeln in besagtem Werk (natürlich schmunzeln wir SchweizerInnen, ich ZürcherIn mindestens gleich viel über uns/mich selbst) …Olé
October 18th, 2005 at 12:43 pm
Noch erstaunlicher für den deutschen Schweiz-Besucher ist die verkürzte Frage: “Haben sie Cumulus?”. Man ist versucht zu antworten: “Darüber spreche ich ausschliesslich mit meinem Hausarzt.”
October 18th, 2005 at 1:26 pm
Habe als Basler auch mal im ländlichen Aargau Probleme gehabt mit dem Ausdruck “Müllsack”. In Basel (70 km vom meinem jetzigen Wohnort entfernt), benutzt man den Ausdruck “Mischtkübelsack” . Da ich in ländlichem Gebiet wohne, fragte die Verkäuferin im Landi (Genossenschaftsladen der Bauern) daraufhin, ob ich denn Mist (Kuhmist) entsorgen wolle, oder ob ich denn den Abfallsack meine! Natürlich musste ich richtigstellen, dass ich keine Kuh zuhause halte und lediglich den Haushaltsabfalll zu entsorgen gedenke! Auch Schweizern wird die Sprache manchmal zum Verhängnis! Zwar ist die Schweiz ein Volk von Bauern (wobei “Bauer” manchmal auch despektierlich im Sinne von “Prolet” gebraucht werden kann), und es ist immer wieder überraschend, wieviele Schweizer noch gar nicht so weit zurckreichende Familienroots zu den Bauern haben (ja auch des Bankers oder Managers Grossvater hatte oft noch einen Bauernbetrieb), aber Kühe halten heute die wenigsten noch zuhause! Uebrigens ist es immer wieder faszinierend, welch grosse geistigen Genies aus den Reihen der Landwirte erwachsen sind.
Gruss
Michel
October 18th, 2005 at 3:14 pm
ok ich bin schwizer von geburt mit stammbaum
und kann alle dialekte nachmachen, ausser den Aargauer (weil ich einfach kein Dialekt ist sondern etwas von Zürich und etwas von Bern) ABER DAS…: Das “goot gaga nööt”.
…HAB ICH NOCH NIIIE gehört. das sagt höchstens ein 2 jähriges Kind.
vielleicht heisst es “da goot gar nöd” (thurgauisch oder st.galler Dialekt)oder vielleicht wenn ein kleines Kind redet:”das goot gar gar nöd” (wiederum ein Kind aus dem Thurgau oder St.Gallen) um dem ‘nicht’ verstärken Ausdruck zu verleihen. aber lasst das gar einfach weg, dann heissts:”Da goht nöd” und das hört man auch hier.
nichtsdestotrotzmachweitersoistsauglatt!
October 18th, 2005 at 8:33 pm
Also ich bin 1. kein Schweizer und 2. kein Dialektspezialist, ich kann nur wiedergeben, wie das drei Deutsche zugleich gehört und “wahrgenommen” haben. Der Polizist sagte vielleicht “goat” statt “goot”, er sagte aber ganz bestimmt gaga oder gargar. Ich dachte immer, Schweizerdeutsch kann man schreiben wie man es gehört hat? Die vielen Kommentare zur Transkription meiner Hörerlebnisse zeugen davon, dass es offensichtlich doch sehr strenge Regeln dafür gibt.
Gruss, Jens
October 18th, 2005 at 11:09 pm
vielliecht hiess das “das goot grad gar nöd”? “gaga nöd” ist mir ebenfalls unbekannt.
Der Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler war übrigens kein Jude, aber Alkohol und Tabak waren zur Zeit der Migros-Gründung 1925 schwerwiegende soziale Probleme. Meines Wissens dürfen Juden Alkohol und Tabak konsumieren.
October 19th, 2005 at 1:54 am
Es gibt auch noch die Supercard von Coop, ich habe keine Cumulus daher ich fast nie in die Migros gehe. Gut bin zwar auch kein reiner Schweizer, mein Vater ist Italiener aber ich bin hier aufgewachsen
October 19th, 2005 at 7:15 am
Hallo
Lustige Geschichten, die du da zu erzählen weisst. Weiter so.
Zum Verursacherprinzip, welches angeblich in der ganzen Schweiz gilt: stimmt leider auch nicht. Zum Beispiel in der Stadt Genf bezahlt man noch immer nicht Abfallgebühren nach dem Verursacherprinzip. Schweinerei. Wahrscheinlich schon zu sehr französisch…
Grüsse eines Zürchers, der gerade im Wallis arbeitet und dessen Freundin in Genf wohnt.
October 19th, 2005 at 8:46 am
die diskussion über “gaga nöööd” scheint kein ende zu nehmen..
?
bern wird bald von ostschweizern erobert sein und selbst an meinem arbeitsplatz muss ich mich schon mit diesem äusserst kuriosen dialkekt ‘rumschlagen und wurde dementsprechend oft mit disem
“gaga nöööd” konfrontiert. es wird von den ostschweizern tatsächlich wie “gaga” ausgesprochen, aber gemeint wäre “gerade gar”. wir berner würden sagen: “das geit grad gar nid”.
klingt doch viel sympathischer, nicht
October 19th, 2005 at 4:58 pm
“Kehricht-Säcke” fand man vor einigen Jahren noch in den Regalen. Aber nach Einführung der Abfall-/Müll-/Kehrichtgebühren avansierten die Müllbeutelrollen zum meistgeklauten Objekt. Dicht gefolgt übrigens von Gilette Rasierklingen welche auch nur noch an der Coopkasse zu erhalten sind (zumindest in Gemeinden mit mehr als 10′000 Einwohnern). Spannendes Land, nicht?
Und noch was kleines zu “gibts irgendwo was günstiger, dann rennt die halbe Schweiz da hin”. Falsch. Ausser vielleicht in Dietikon, aber da hats auch keine Schweizer mehr. Und als Deutscher sollte man da sowieso die Füsse still halten. “Ihr” beklagt euch ja schon, wenn die Preise für Lebensmittel 2 Cent steigen… Nichts für Ungut, aber solche (nicht der Wahrheit entsprechenden) Äusserungen gehen uns dann doch sehr nahe…
October 19th, 2005 at 5:23 pm
Hallo
Wirklich eine coole Seite, musst bei einigen Berichten schmunzeln.
Das “goot gaga nööt” kam mir dann aber schon ein bisschen komisch vor. Ich habe mir dann gestern abend den Kopf darüber zerbrochen, wass du wohl damit meinst. Ich bin dann zum gleichen Schluss gekommen wie geena. Als Ostschweizer würde ich das so sagen: “Das gaht gagäär nüüd!” Tönt also fast wie gaga.
Mach weiter so, thomas
October 20th, 2005 at 8:12 am
Echt genial, deine Erzählungen! Ich bin Aargauer (und ja, wir haben sehr wohl einen eigenen Dialekt, zumindest in der Stadt Aarau!!), bin jedoch mit einer Baslerin zusammen. Da gibt es bereits sprachliche Unterschiede, die immer wieder lustig sind;-)) Da bei uns im Büro auch viele Deutsche arbeiten, geben die sprachlichen Feinheiten auch bei uns täglich zu reden und nicht selten müssen wir uns selber fragen, wie wir Schweizer eigentlich zu gewissen Ausdrücken gekommen sind…. Das beste Beispiel durfte ich neulich mit einem deutschen Kollegen erleben. Auf einem Parkplatz in Zürich stand ein Schild mit der Aufschrift “Kehrplatz”, was uns Schweizern mitteilen will, dass man auf besagtem Areal sein Fahrzeug wenden kann. Mein Kollege fragte mich schmunzelnd, ob denn hier täglich Leute mit Besen vorbei kämen, um den Platz zu kehren……
October 20th, 2005 at 11:15 am
Nun denn, das mit der Cumulus ist so eine Sache. Da gibts eben nicht nur Verbilligungsgutscheine (die haben mit der Cumulus-Karte übrigens nichts zu tun sondern werden einfach dem Besitzer der Karte beigelegt, wenn…) ja, wenn er die Cumuluspunkte in Form von 10- oder 20- oder 30.- usw. -Gutscheinen bekommt. Beispielsweise diese 10.-Gutscheine sind dann tatsächlich Fr. 10.- wert und können als Zahlungsmittel an jeder Migroskasse abgegeben werden. Wenn der Betrag zu Gunsten des Kartenbesitzers nicht aufgeht, bekommt er das Retourgeld bar ausbezahlt. Zu mir persönlich: Es ist unter meiner Würde, mich von Kundenbindungsprogrammen einbinden zu lassen, egal, wie sie daherkommen. Darum habe ich auch keine Cumulus-Karte.
October 21st, 2005 at 2:06 pm
ich stimme meinem vorredner zu. ich als migros konsument unterstütze die cumulus aktion ebenfalls nicht. diese 1% rabatt-geschichte ist es mir beim besten willen nicht wert. die immer grösser werdende kontrolle über die gesellschaft bringt viele gefahren mit sich (big brother is watching you).
October 21st, 2005 at 4:14 pm
Was, nach 5 Jahren Schweiz seid ihr immer noch mit dem Rad und nicht mit dem Velo unterwegs? Das nimmt mich jetzt aber wunder
…
October 23rd, 2005 at 6:00 pm
Georges du hast natürlich recht. habe es soeben nachgelesen. war wohl falsch informiert.
danke für deinen zusatz
November 29th, 2005 at 5:05 pm
Wenn ich mich recht entsinne hatte Aldi ennet der Grenze bis vor kurzem auch ausschliesslich Eigenmarken und PayBack-Karten sind ja nun auch im grossen Kanton ganz gross in Mode
January 2nd, 2006 at 8:46 pm
Hey
Also ich bin schweizerin! und ich gehe supergerne in die MIGROS! und diese seite finde ich auch total cool! Übrigens Nörgeltante das stimmt teils sogar und noch an ricardo: inzwischen gibt es in manchen MIGROS Filialen alkohol bin mir jetzt aber gerade nicht mehr sicher!
Lg Aline
January 28th, 2006 at 8:51 am
Sind die MBudget-Parties eigentlich alkoholfrei?!
January 28th, 2006 at 11:27 am
@anonym
Nun, Du kannst dort bestimmt ein Gläschen “Cumulus-Sekt” trinken und ihn dann kumulieren, vielleicht reicht das für einen anständigen Rausch. Hingegen würde ich ihn eher nicht panaschieren, das schmeckt dann so wie “Panaché”, Limonade mit Bier…. grr
Gruss, Jens
January 29th, 2006 at 1:29 am
du hesch ei charte vergesse: Coop Supercharte u natürlich: EC-Charte ^^
March 25th, 2006 at 11:16 pm
na also das hätte mich dann doch gewundert wenn der Duttweiler ein Jude gewesen wär!
March 29th, 2006 at 11:31 am
Da bin ich via Tagesanzeiger (oder war’s die NZZ?) auf diese Webseite gestossen: wirklich gut!! UND erstaunlich, wieviele falsche Vorstellungen auch bei den vielen selbsternannten Kritikastern zu finden sind: z. B. “Dutti” als Jude etc. Vorschlag: es lohnte sich, die Geschichte der Migros etwas zu studieren, die Rolle und Figur Duttweilers als Unternehmer, Gründer, Politiker dazu. Sowie nachzulesen, wie die kleine Migros wirklich “mit allen Wassern” bekämpft wurde. Aber “per saldo”: positive Kolumne!!
March 30th, 2006 at 12:30 pm
Der Ausdruck “das goot gaga nööt” beinhaltet die Abkürzungen der Wörter ganz und gar (nicht). Die Schweizer, v.a. die Jugendlichen sprechen oft in Abkürzungen, daher wird aus “ganz und gar” gaga.
April 6th, 2006 at 6:52 pm
@ anonym
Die M-Budget Partys sind nicht alkoholfrei, aber die Softdrinks (natürlich M-Budget) sind allezu gratis (kostenlos).
Am SA 29. April um 21.00h steigt übrigens die nächste M-Budget Party im Nordportal in BADEN AG!!!
Eintritt: 9.90
Lg
May 13th, 2006 at 12:54 am
Bärndütsch sprechen heist das.
“Das geyt gar nid.”
Züridütsch ~
“das goot ga(r) nööt”
Cumulus Punkte sind bares Geld
1 Fr. einkauf gibt ein Punkt.
1 Punkt sind 0.01 Fr. Gutschrift.
für 100 Fr. gibt also 1 Fr. Gutschrift.
Monatlich ein 5-10 Franken geschenkt,
mit dem man an der Kasse 1 zu 1 bezahlen kann.
July 2nd, 2006 at 4:21 pm
@ Daniel Hiestand
über sinn und unsinn des verursacherprinzips kann man streiten. ich bin kein fan davon. die folge war nämlich abfalltourismus in den wald und zum nachbarn. in letzter zeit haben wir z.B. in unserm hauseingang (etwas von der strasse zurückversetzt) immer wieder mit abfall gefüllte papiertüten stehen. irgendwer, der sich die gebühr sparen wil,l stellt diese mitten in der nacht bei uns hin. und das ist wahrlich kein einzelfall. die stadtnahen wälder sehen zum teil auch grauslich aus.
July 5th, 2006 at 3:49 pm
à propos Cumulus- und andere Karten. Ich finde das auch blöd. Hätte lieber Netto-Preise. Wenn ich aber schon mal ein paar Franken sparen kann, mach ich eben auch mit. Gibt allemal wieder 30/40.-auf einen Wocheneinkauf. Heisst es nicht:”Wer den Franken nicht ehrt, ist des Rappens nicht wert.”? (Bei dieser Geldentwertung heute wohl eher mit Hunderter- und Zehnernoten gültig.) - Und übrigens: Das: “Hänzi d’Kumulus-Charte?” gibt mir immer wieder die Gelegenheit intelligente und lehrreiche Bemerkungen einzuflechten à la:”Gälezi, s’isch haiss hüt!” - Hat doch alles seine guten Seiten , oder?
Hallo Jens, Deine Seiten sind die reinste Medizin fürs Gemüt. Nehme jetzt täglich eine nach dem Morgenessen. Bitte weiter so!
July 8th, 2006 at 11:40 am
Eine Frage zur Abfallentsorgung (oder Versorgung heisst das hier ja wohl):
Ich sammle mein Altpapier in Papiertueten und stelle meinen Keller damit voll, weil ich mich nicht dazu aufraffen kann, sorgfaeltig zusammengeschnuerte kleine Pakete daraus zu machen, wie es hier in Zuerich von mir erwartet wird (und ich staune immer wieder ueber die saeuberlichen Paeckchen, die am Abholtag vor der Tuer liegen. Die sehen tatsaechlich eher ver- als entsorgt aus).
Gibt es hier nicht irgendwo einen Papiercontainer, in den ich das alles auf einmal schmeissen kann? Oder weiss jemand einen anderen Ausweg fuer mich? (Da ich kein Auto habe, kann ich nicht mal schnell den Wagen vollladen und mir einen schoenen Container in Deutschland suchen.)
July 19th, 2006 at 3:57 pm
@Tonja: Du wirst wohl nicht drum rum kommen, kleine Pakete zusammen zu schnüren: mein Schatz aus Österreich, seit 5 Jahren nun in der CH, wunderte sich zu Beginn vor 5 Jahren, warum seine mit Papierschnitzeln gefüllten Trag- taschen am Sammeltag jeweils am Strassenrand stehen gelassen wurden
Mittlerweile hab ich ihn aufgeklärt: früher war das möglich, aber seit der “Verursacher-Prinzip-Geschichte” irgendwelche Leute ihre Tragtaschen mit Müll vollstopften und oben drauf mit ein paar Papierschnipseln es als “Altpapier” tarnen, weigern sich die Sammler, so quasi die Katze im Sack zu kaufen oder so;) In der Stadt Zürich gibt’s im übigen einen SMS-Dienst des ERZ (www.erz.ch), welches einem auf Wunsch einen Tag vor jeder Papier- oder Kartonsammlung ein Erinnerungs-SMS schickt - praktisch, oder?
Von wegen Migros: Ich bin au es Migros-Chind! Ist schon ne tolle Sache, auch wenn’s mittlerweile ein Grosskonzern ist….aber welche andere Firma in der heutige Zeit gibt 1% des Jahresumsatzes für Kultur aus (und das sind dann bei über 15 Milliarden CHF Umsatz doch noch einige Milliöndli;)
und ist immer noch als Genossenschaft organisieren, wobei jeder Mitglied werden kann, um zu verhindern, dass das Unternehmen irgendwelchen Investment-Firmen in die Hände fällt? Und das sind dann bei über 15 Milliarden CHF Umsatz doch noch einige Milliöndli;)
Migros ist sicherlich nicht das gelbe vom Ei - aber immerhin. Und was Dutti da vor 50 Jahren bei der Lancierung des Kulturprozentes formulierte, hat bis heute und je länger je mehr Gültigkeit: «…Wir müssen wachsender eigener materieller Macht stets noch grössere soziale und kulturelle Leistungen zur Seite stellen…»
@Jens: Tolle Site, hin und wieder schön, ein Spiegel vorgehalten zu bekommen (ich oute mich als Eingeborener…) - manchmal auch nervig, weil’s in etwa immer wieder ums gleiche oder ähnliches geht. Aber auf jeden Fall: WEITERMACHEN BITTE!
En Schöne! - auch so eine seltsame, gebräuchliche Grussformel der CH;)
Simon
August 6th, 2006 at 12:49 pm
Der Migros Gründer war doch kein Jude…!!!! Woher hast du denn diese Information, Ricardo??
August 21st, 2006 at 1:35 pm
http://img224.imageshack.us/img224/3244/loadmediaxa5.jpg - so sieht ein M-Budget-Handy aus!
August 21st, 2006 at 3:42 pm
Bzgl. der Cumulus-Karten wäre übrigens auch noch erwähnenswert, dass sich nicht alle blind auf die Punkte stürzen, sondern dass es auch noch Leute gibt, die diese mit den Kundenkarten eingehende Datensammelwut boykottieren, sei es im Coop, in der Migros oder sonstwo.
August 22nd, 2006 at 7:32 am
ja, dem ist so…
August 24th, 2006 at 1:57 am
An Simon: Auch ich bin Migros-Genossenschafterin, verweigere aber die Cumulus-Carte – und informiere mich bei http://www.sorgim.ch/ immer wieder darüber, was bei der neuen Migros-Re-Demokratisierungsbewegung so läuft (Sorgim ist Migros rückwärts gelesen). Wie einst der Migros-Frühling. Unter dieser Bezeichnung wollte ca 1980 eine Bewegung wie neuerdings Sorgim auf demokratischem Weg die Migros revolutionieren. Und jetzt versucht auch Sorgim, mittels mehr Basismitsprache die Migros im Sinne von Migros-Gründer Dutti (Duttweiler) von der Wachstums-/Gewinnmaximierungspriorität wegzubewegen.
Betreffend Kehrichtsack: An vielen Orten heisst er einfach Chübelsack bzw. Chübusack. Und der Chübel/Chübu, in den er eingespannt wird, ist noch heute für viele Leute der Ochsner, weil einst fast in jeder Schweizer Küche ein schwerer, verzinkter Kehrrichteimer mit Deckel, Modell Patent Ochsner (daher auch der Name der Kult-Band) unter dem Schüttstein (in Deutschland wohl Spüle) stand.
Auch der Begriff Schüttstein hält sich relativ hartnäckig. Früher war er vermutlich aus Stein, dann Steingut – meist in hellem Gelblich und ziemlich tief befestigt. Zwar gibts ihn noch in Altwohnungen, aber heute ist das Becken unendlich kleiner und meist aus Chromstahl. Aber wie nennt man dieses “Küchenlavabo”, wenn nicht Schüttstein? Und wie heisst das Ding korrekt im nördlichen Nachbarland?
October 17th, 2006 at 11:03 pm
An alle Cumulusen und Cumuluser !!!
Aldi ist im Anmarsch , und LIDL folgt auch !!!
In Bern hab ich schon einen ALDI gesehen.
Da war richtig Tumult in dem Laden , ohne Cumulus günstig einkaufen.
Na dann !!
October 17th, 2006 at 11:08 pm
Hab noch was vergessen !!!
Suuuuper Blog !!
Kenne ihn erst seit Stunden , und komme einfach nicht wech
Habe deine Podcast’s auch schon gehört , prima Sache.
Bin gerade dabei nach Burgdorf (bei Bern ) zu ziehen
und dein Blog kam mir gerade recht !!!!!!!
Gruß aus Wiesbaden
October 18th, 2006 at 8:32 am
@ Chris…..:
….. bei uns in der gegend hat es mittlerweile schon fast gleich drei ALDI-filialen, eine vierte in wird bald unmittelbar vor meiner haustür eröffnet, und wir sind ned weit von germanien weg, wo auch in mittelbarer frist filialen von ALDI-Süd erreichbar sind…..
….. den run, welchen du beschreibst, hat es hier ned so gegeben, die besucherströme halten sind in normalen verhältnissen, und dies deshalb weil ALDI mit den preisen doch ned so tief reinhauen kann, vor allem bei den artikeln, welche auch sonst in der schweiz eher teuerer sind, sprich fleisch und käse, denn ALDI hat dort, wie auch die anderen detailisten, gewisse auflagen, die zu erfüllen sind…..
October 18th, 2006 at 12:53 pm
@kopfchaos
Betr: ALDI
Kann leider zu den Preisen nichts sagen , weil ich keine Zeit hatte nachzuschauen , (war auf Wohnungsuche).
Hatte aber das Gefühl , ganz Bern hat sich dort versammelt !!!
Hat ausgesehen wie damals in Polen als der erste MEDIAMARKT
aufgemacht hat
Fleisch ???? Das gewöhne ich mir jetzt schon langsam ab !!!!!
Gruß Chris
November 3rd, 2006 at 2:30 pm
Votre article est très intéressant. Il est vrai que les magasins Migros peuvent se visiter comme n’importe quelles autres attractions du pays.
PS: et vous, Jens-Rainer, avez-vous votre carte Cumulus?
Avec les meilleurs messages de Migros.
January 6th, 2007 at 11:49 am
In der Migros gibt es kein Alkohol! Es gibt aber in den Kooperations-Unternehmen Aperto aber auf jeden Fall Tabak und Alkohol. In den Statuten der Migros (die grösste Genossenschaft) ist festgeschrieben, dass die Migros kein Alkohol und Tabak verkaufen darf. Es werden zwar von einigen Kadern im Migros Genossenschaftsbund (McKinsey-Deutsche?
) Bestrebungen unternommen, diesen Artikel zu kippen. Die nötige Mehrheit in den Genossenschaftsräten, Genossenschaftern und in der Öffentlichkeit bringen sie nie zu stande. Das System Migros funktioniert darum sehr gut, weil der MGB allen 10 Genossenschaften gehört und diese Zürcher Auswüchsen die Stirn bieten können.
[Anmerkung Admin: Danke für den Hinweis, dass es keinen Alkohol in der Migros zu kaufen gibt! Jetzt wissen wir endlich, warum unsere Freunde immer so lange wegbleiben, wenn wir sie zum Weinholen in die Migros schicken. Perfekt.]
January 7th, 2007 at 1:57 am
ob es in der migros alkohol gibt … seit neustem (ca. 2 jahre) gibt es “detaillisten mit migros artikeln”. in solchen läden, welche von privaten geführt und mit migros artikeln beliefert werden, kann man tatsächlich auch alkohol kaufen. die detaillisten können das sortiment erweitern. soweit mir aber bekannt ist, dürfen sie keine direkten konkurrenzprodukte anbieten (z.b. migros-zahnpasta vs. marken-zahnpasta). ansonsten, weiter so, sauglatte seite (wobei “glatt” in diesem zusammenhang weder für eine glatte oberfläche noch für einen rutschigen untergrund sondern einfach für “lustig” steht)
[Anmerkung Admin:
Das Posting zum Thema “glatt” ist hier zu finden: Schweizerdeutsch für Fortgeschrittene (Teil 4) — Eine glatte Sache ]
January 29th, 2007 at 7:34 pm
moin Jens,
“…..süchtig nach Preisermässigungen……”
Also ich denke, weder der Begriff ” Schnäppchenjäger ” , noch der Slogan ” Geiz ist geil” ist auf hiesigen Miststöcken gewachsen ist und aus dem Lateinischen kann man es wohl auch nicht abgeleitet haben, gelle !
;-)
March 14th, 2007 at 10:11 am
Ich muss sagen, ich lache mich halb zu tode
Stimmt, warum müssen wir Schweizer die “Ghüder-Säck” an der Kasse kaufen?
Und der mit den Rabatten, die sind ja wirklich lächerlich!
E ganz e cooli Page, Chapeu!
March 27th, 2007 at 9:30 am
Handy? Kein Mensch auf dieser Welt kennt ein Handy. Ausgenommen Deutsche, sie erfanden in ihrem Zwang amerikanischer zu sein als Amerikaner diese Bezeichnung. Ansonsten ist NATEL von der Bezeichnung Nationales Auto Telefon abgeleitet.
April 17th, 2007 at 1:40 am
Zum “Kehrricht-Sack”
Diese sind vermutlich mit Gebühren behaftet. Jetzt kommt was ins Spiel: Der sog. “Kantönli”-Geist. Oder auch jede “Gemeinde” kocht seine eigenen *Süppchen. - Die einen Gemeinden haben das so gelöst, indem der Kehricht-Sach schon die Gebühr anzeigt; andere haben Gebüren-Marken, die man auf die bestehenden “normalen” Kehricht-Säcke aufklebt.
Zum Kumulus-Wahn
> “Wer nie was ausgibt, kann auch nie was sparen”.
Das ist ein Verkaufs-Schlager. Vor allem am Donnerstag, Doppel-Punkte oder wie das heisst. SuperCard - Prix-Garantie (Coop, die Produkte fallen nicht so auf wie die hässlichen grünen von der Migros.)
Genau!
Super-Card?! SUUUUUUUPER-Card??? - Meine Antwort: “Ich habe nur Super-Cash!”
July 23rd, 2007 at 5:36 pm
Super Seite, habs im pctipp gefunden
in sachen zeitungsbüündeli muss ich noch sagen, das die bei uns (einem schickem dörfli in ZH) schön geschnürt, einmal monatlich am strassenrand deponiert werden, um am darauf folgenden morgen von einer jugendorganisation (pfadi, fussballclub, jubla, cevi ect) abgeholt zu werden.
die nehmen gleich noch die zeitungen vom ganzen bezirk mit und so haben die ein bazen mehr für ihre kasse und wir sind unser altpapier los
im nicht ganz korrektem deutsch,
Kiri
August 28th, 2007 at 8:27 pm
Migros - wow, das müsste es in GB geben!
September 19th, 2007 at 6:38 pm
Die Begriffe ‘Schnäppchen’ und auch ‘Knöllchen’ stammen aus dem Kölschen bzw. Rheinländischen (nein Jens; der Ruhrpott-Slang in Deiner Heimat ist etwas anderes
) und haben sich mittlerweile recht verbreitet. Sogar im tiefsten Bayern haben diese in das Bairische Einzug gehalten.
Was macht man eigentlich in der Schweiz mit Schnipseln aus dem Papierschredder (Aktenvernichter bzw. -wolf)? Diese zusammenzubinden ist recht müßig. B-)
March 21st, 2008 at 12:53 am
Alkohol in der migros, der war gut. Trotzdem, die meisten Deutschen gehen sowiso nach Deutschland einkaufen. Dies vielleicht auch als Denkanstoss an den Herrn Autor der hier auch schon mal von MILLIARDEN schreibt die die Deutschen hier einbringen sollen.
[Anmerkung Admin: Der Umsatz, welcher kurz hinter der Grenze mit Gästen aus der Schweiz in Supermärkten gemacht wird, steht nicht mehr an vierter, sondern bereits an dritter Stille hinter Migros und Coop. Das sind bestimmt nicht nur Deutsche, die in der Schweiz wohnen, die für solche Zahlen sorgen. Da kaufen Schweizer fleissig mit. Einfach mal am Samstag nach Jestetten oder Konstanz fahren und gucken. Alles fest in Schweizer Hand]
March 26th, 2008 at 9:17 pm
Nochmals zum Thema”das goot gaga nööt”.
Es ist schon mal erwähnt worden, allerdings in Berndeutscher Version. Wenn das ein St. Galler sagt, tönt das: “Da got gad gar nöd” und meint wörtlich ins Schriftdeutsche übertragen: “Das geht gerade gar nicht” oder eben sinngemäss “das geht nun wirklich nicht”.
Hier kommen die langsamen Deutschen, bei der schnellen Aussprache der Schweizer beim “gad gar” nicht mehr mit und verstehen einfach “gaga” - also nichts. Verständlich - es tönt nach Gegacker.
Nein - Spass beiseite. Das sind einfach kulturell begründete Missverständnisse. Ich hab mich in Ostfriesland auch während drei Tagen gefragt, wieso sich alle den ganzen Tag und bis in die Nacht mit “guten Morgen” begrüssen? Moin!
Die Seite ist Spitze. Ich habe als Schweizer die grösste Freude daran. Häng schon den ganzen Abend drin und freue mich auf mehr.
June 15th, 2008 at 9:37 pm
Dass die Migros keinen Wein verkauft, geht auf die Initiative ihres Gründers Gottlieb Duttweiler zurück. Er wollte weder Cigaretten noch
Wein anbieten. Er hatte eben Prinzipien - und entschied sich gegen das Profitdenken. Nimmt mich Wunder, wie lange sich das noch halten kann. Bei der heutigen Hysterie zu Tabak, Alkohol, Autos etc. eigentlich ein sehr progressiver Anspruch nicht wahr?
July 27th, 2008 at 6:36 pm
@Jens und andere: Es gibt, lt. eines Thurgauers mir gegenüber, keine Regeln und kein Falsch oder Richtig beim Schwyzerdütsch Schreiben. Da kann jeder seiner Kreativität freien Lauf lassen.
-> Natel. Warum Handies Handies heissen? In Schwaben gibt es einen Witz: “Hend dia … koi Kabel?” (Haben die kein Kabel?)
Gruss Ralf
July 31st, 2008 at 8:17 am
Wunderbarer Text, den ich gleich verlinken musste und darum ein manueller Trackback hier:
http://www.chliitierchnuebler.ch/blog/?p=741
July 31st, 2008 at 10:59 am
Ach wie süss, mal wieder ein deutscher Artikel (oder gleich ein ganzer Blog?) über die Schweiz.
Nur zwei Korrekturen:
Mit der Cumuluskarte bekommt man Einkaufsgutscheine. Und das ist schon fast Bargeld. Also gar nicht so schlecht.
Und wer bitte hat “Das goot gaga nööt” gesagt? Ein kleines Kind etwa?
August 15th, 2008 at 10:37 pm
Zum Verursacherprinzip beim Abfall. Eine typische Kopfgeburt. Theoretisch das Ei des Columbus. In der Praxis sieht es z.b. in Zürich so aus: Man entsorgt den Abfall, wo immer man das kann und schädigt die Umwelt massiv. Alles um ein paar Franken Gebühren zu sparen. Katzenstreu wandert prinzipiell ins Klo, verklumpt in der Kanalisation und verursacht kostspielige Schäden. Alles Essbare wandert dito ins Klo mit dem Resultat, dass die Zürcher Kanalisation eine Rattenplage hat, der wiederum nur mit stärksen Chemikalien beizukommen ist. Findige Hausfrauen packen alles, was sie nur können zwischen alte Zeitungen: versch… Windeln, beschichtete Milchpackungen, Plastic, etc. Die Kehrrichtverbrennung gibt ein Heidengeld für Heizöl aus, weil sie den nassen, klumpigen Abfall anders nicht verbrennen kann, denn das kleinste Fitzelchen Papier wandert in die Papiersammlung. Und was sich irgendwie verbrennen lässt, wandert ins Cheminee. Mit fatalen Folgen für die Luft und zahlreichen Feuerwehr-Einsätzen wegen Kaminbrand. Das ist die unschöne Kehrseite der glänzenden Abfallwirtschafts-Medaille. Die Stadt meldet stolz, dass die Müllmenge zurückgeht. Tut sie aber nicht: Wälder, Bäche und Seen sind voll mit Sperrmüll, der so preiswert entsorgt wird. Fahhräder, Elektrogeräte, Möbel, alles wird irgendwo bei Nacht und Nebel aus dem Auto geschmissen. Dort wo ich wohne, bezahlen wir eine Pauschale pro Jahr und Haushalt. Wir müssen den Müll trennen und tun das auch. Aber wir können ihn jederzeit im Dorf zur Sammelstelle bringen und müssen nicht mehr extra bezahlen. Deshalb bringen wir auch alles brav hin, inkl. Grünzeugs für den Kompost. Komposterde dürfen wir sogar gratis wieder mitnehmen. Leider scheint nur diese Gebührenmethode auch in unserer Gegend Anhänger zu finden und mit der einfachen, umweltschonenden und ehrlichen Entsorgung wird es bald vorbei sein. Dann werden wohl auch auch mein Klo und mein Kamin zu hausinternen Entsorgungsanlagen. Schade.
September 22nd, 2008 at 3:08 pm
Also ich sag “Kchöder” für Kehricht/Müll/Abfall. Nicht zu verwechseln mit “Kchööder” = Köder.
Diese “Detaillisten mit Migros Produkten” gibt es doch schon weit länger als bloss seit “ca. 2 Jahren”! Die hiessen einfach vor 20 Jahren noch “Schiro”.
October 1st, 2008 at 11:57 am
in Zürich heissen die Güselsäcke also die Kehrichtsäcke überigens Zürichsäcke… womit Zürich mit Müll gleichgesetzt wird…
April 18th, 2009 at 3:45 pm
=> zu Natel. Das heisst so weil das bei der Einführung der mobilen Kommunikation die Abkürzung aus N-ationalem A-uto TEL-efon ist. Früher waren die Dinger ja ziemlich schwer und klobig und hatten nur in einem Fahrzeug Platz. Darum heissen die auch heute noch so. Unter einem Handie verstehe ich sowieso was anderes….
=> zu Alkohol in der Migros: dad stimmt tatsächlich. es gab sogar einige Produkte aius dem Migros- Sortiment die ersatzlos gestrichen wurden, weil sie Alkohol enthalten. Wie zum Beispiel Tiramisu im Kühlregal, oder den Coupe Romanoff. Auch in den Schwarzwälder Kirschtorten der Migros ist KEIN Alkohol enthalten. Also sogar versteckte Alkoholika werden in der Migros vermieden.
=> zu gaga: alcoh ich kenn den Ausdruck so auch nicht. Denke auch das es eher “grad gar” heissen könnte.
Also etwa: das gaaht grad gaar nid…
=> zum kehrichtsack. da kann ich “Helza” nur beipflichten. Leider werden unsere Wälder immer häufiger zu Müllkippen verschandelt. Hat ganz bestimmt was mit der Kehrichtgebühr zu tun. Aber meines Erachtens auch mit der anderen Kultur der, aus dem Südostlichen Europa stammenden, Einwanderer. Die besitzen nähmlich kein solches Umweltbewusstsein wie wir es kennen.
May 9th, 2009 at 4:57 pm
Gott sei Dank. Gottlieb Duttweiler hatte den richtigen Ansatz. Weder Zigaretten noch Alkohol in der Migros. Ich kaufe seit Jahren nur im Migros und im Coop ein - Lidl und Aldi haben bei mir keine Chance.
Hoffe, es bleibt in der Migros noch lange so.
May 10th, 2009 at 9:23 am
Meine Beiträge wurden allesamt gelöscht. Sieht so die freie Kommunikation von Deutschen gegenüber Schweizern aus?
[Anmerkung Admin: Nein, sie wurden jetzt erst freigeschaltet, das dauert am Wochenende ein bisschen]
September 11th, 2009 at 2:00 pm
Gott sei Dank. Gottlieb Duttweiler hatte den richtigen Ansatz. Weder Zigaretten noch Alkohol in der Migros. Ich kaufe seit Jahren nur im Migros und im Coop ein - Lidl und Aldi haben bei mir keine Chance.
Hoffe, es bleibt in der Migros noch lange so.
Dann besorgen sich die Eidgenossen ihren Stoff eben bei Denner.
January 14th, 2010 at 5:57 pm
Also das mit der Migros, dem Tabak und dem Alkohl ist so: (zumindest hat mir das mein Papa so gesagt…)
Früher als der Reichtum noch nicht in den Schweizer Alpen angekommen war, und e noch ncht n jedem Tal enen Laden gab, da kam die Migros angefahren um Lebensmittel, etc zu verkaufen. Damit das wenige Geld (vorzugsweise von den Vätern) nicht für Tabak und Alkohl ausgegeben werden konnte und die Kinder so hungern hatten müsen wurde es einfach nicht verkauft.
January 23rd, 2010 at 7:25 pm
@Gery: Komischerweise werden Kirschstängeli und Mon Cherie weiter verkauft
, etwas inkonsequent sind sie schon die Migrosianer.
August 10th, 2010 at 7:03 pm
“Güsel” ist ja ein herziges Wort.
Noch herziger wenn man bedenkt, dass auf TÜRKISCH “güzel” = “schön” bedeutet
)
So müssten alle in CH lebenden Türken ja immer bei Güsel (Unrat) an was schönes denken (güzel
December 13th, 2010 at 10:51 pm
Mit den aller besten Wuenschen zu Weihnachten und zum neuen Jahr. Du hast echt einen Klasse Humor!
March 21st, 2011 at 10:38 pm
“Migros Partner” verkauft auch Alkohol
October 5th, 2011 at 7:14 am
Migros-Online (http://www.leshop.ch) verkauft schon seit jeher Alkohol und Zigaretten.