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Zum guten Glück wird Sorge getragen zum Spiel — Wie erträgt man Bernard Thurnheer?

  • Fussball in HD Qualität
  • Wir sahen das Eröffnungsspiel der Euro 08 im Bülacher Edel-Kino ABC in digitaler High-Definition Qualität, umgeben von ca. 40 Schweizern, die sich nicht frustrieren lassen wollten und für Stimmung sorgten. So kamen wir auch in den Genuss des Schweizer Kommentators Bernhard Thurnheer:

    Ihn kennt jedes Kind: Bernard Thurnheer begleitet die Schweizer Nati ein weiteres Mal durch ein Turnier. 1974, damals noch beim Radio, war Thurnheer ein erstes Mal bei einer WM dabei. Seither jagt ein Grossanlass den anderen: Weltmeister, Europameister, Olympische Spiele, America’s Cup, mittlerweile sogar Turn-Titelkämpfe. Der heute 58-Jährige ist bei allen Events dabei.
    (Quelle: sf.tv)

    Ob „kennen“ auch „lieben“ impliziert? Dieser Kommentator ist für uns sehr „gewöhnungsbedürftig“. Der Mann spricht ein ausgezeichnetes, typisch schweizerisch „hyperkorrektes“ Standarddeutsch.
    Bernard Thurnheer
    (Quelle Foto: www.sf.tv)

    Allein auf der syntaktischen und semantischen Ebene ist es für unsere deutschen Ohren, offen gesagt, ziemlich „spannend“ und oft nervend, ihm zuzuhören. Er liebt, wie alle Fussballkommentatoren, die blumigen Redewendungen und Umschreibungen. Und die gibt es en masse, noch dazu in helvetischer Spezialausführung. So wurde in seinem Kommentar der Begegnung Schweiz-Tschechien mehrfach „Sorge getragen“ zu allen möglichen Dingen. Und immer wieder war davon die Rede, das etwas „zum guten Glück“ geschah. Wenn Glück nicht gut ist, dann ist es ein Unglück. Warum das Glück dann immer „gutes Glück“ sein muss, war uns rätselhaft. Aber diese Redewendung ist laut Google-Rechere auch in Deutschland beliebt. Zum „guten Glück“ hörte ich sie aber nur in Thurnheers Moderation.

  • Wie halten Sie das aus?
  • Darum jetzt offen die Frage an alle Schweizer: Wie erträgt man mit Fassung die Moderation von Bernard Thurnheer? Ist es einfach nur Gewöhnungssache, oder empfiehlt es sich, die Ohren auf Durchzug zu schalten und nur auf die Kommentare des deutschen Co-Moderators Volker Finke (Ex-Sportlehrer und Trainer beim FC Freiburg i. Brsg.) zu achten? Oder gleich ganz zur ARD wechseln, um das Spiel dort kommentiert zu hören. Doch darüber schrieb der Blogwiese-Leser „beuteltr“:

    übrigens bei den Flachwitzen über Schweizer, die sogenannte “Experten” auf ARD/ZDF mit Unterstützung des deutschen Steuerzahlers von sich geben, würd ich auch ordentlich ins Blech kratzen. ah nein, ich vergaß – ordentliche Menschen tun sowat nüscht.
    (Quelle: Kommentar von beuteltr)

    Es sind nicht die Steuern- sondern die Gebührenzahler, die das finanzieren (Ende des Tüpflischeisser-Einwands). Doch hier fehlen uns die konkreten Belege. Wann wurde an dieser Stelle welcher Flachwitz über Schweizer gerissen? Das Spiel gegen die Tschechen soll, Berichten von Freunden zur Folge, sehr neutral und mit Schweizer Sympathiebonus kommentiert worden sein.

  • Als der Kommentator im Fernsehen nur die Namen verlas
  • Bei der ersten Weltmeisterschaft, die ich als Kind 1974 am Fernseher verfolgte, bestanden die Kommentare aus gelegentlich geäusserten Worten wie „Müller… Meier … Netzer … Beckenbauer“. Es wurden nur die Spielernamen genannt. Den Rest sah der Zuschauer ja selbst. Warum also erklären, dass nun eine Flanke geschossen wurde? Wer mehr akustische Begleitung haben wollte, konnte das Radio anschalten und den Fernsehton leise drehen. In der Schweiz besteht diese Alternative heute wieder durch die Radioübertragungen aller Spiele auf DRS4 News. Sendebeginn der Übetragung immer 10 Minuten vor dem Anpfiff. Das ist doch mal eine akustische Alternative. Oder sollen wir doch weiter „sprachwissenschaftliche Studien“ am Objekt Thurnheer betreiben? Der Gruselfaktor ist dann inclusive.

    

    38 Responses to “Zum guten Glück wird Sorge getragen zum Spiel — Wie erträgt man Bernard Thurnheer?”

    1. Peter Says:

      Eine kleine Korrektur am Rande: Volker Finke war Trainer des _SC_ Freiburg, nicht des „Freiburger FC“, den es übrigens auch gibt…

    2. Thomas Says:

      gerade WEIL es eben mittlerweile Bild gibt, ist Fernsehkommentator sein eigentlich blöde. Folglich muss man andere Sachen erzählen. Und erzählen, dass kann der Beni. Er kann nicht still sein. Ehrlich nicht. Es redet einfach. Aber, wie bei jedem Kommentator der nervt: (fast) jeder TV verfügt über eine Stummschalttaste.
      Fussball ist mittlerweile so oft so extrem langweilig, dass ich gern dem Beni zuhöre. Aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

    3. sam Says:

      Es kann schon sein, dass Bernhard Turnheer für solche, die ihn noch nie gehört haben etwas gewöhnungsbedürftig ist. Wenn man ihn aber schon von klein auf immer wieder hört, sieht das wahrscheinlich etwas anders aus…
      Vielleicht gehört er einfach irgendwie zur schweizer „Sportwelt“ dazu…

    4. schoggistaengel Says:

      Wie man Thurnherr aushält ? Das geht wohl nur mit der den Schweizern ureigenen masochistischen Ader. Und viel Humor.

    5. Mario Says:

      Kleine Gegenfrage: Wäre der Thurnschuh wohl Kommentator seit 1974 wenn wir ihn nicht ertragen würden?

    6. nadjag Says:

      Zugegeben, Beni National zuzuhören ist nicht immer eine Wohltat für die Ohren, doch im Gegensatz zu Volker Finke (bzw. dem Deutschen Co-Moderatoren, ich bin mir nicht ganz sicher, ob er das war, der gestern Rumänien-Frankreich mitkommentierte) habe ich ihn immerhin akkustisch verstanden. Letzterer mag vielleicht besser hochdeutsch gesprochen haben, doch bei dem, Lärmpegel, der normalerweise bei einem solchen Spiel vorherrscht, hebt sich Benis Stimme viel besser ab.

    7. Frank Says:

      „Für einmal“ ist auch so ein Thurnheer-Lieblingsausdruck.

    8. Hans Says:

      was ganz anderes: der von dir so geliebte Herr Thurnheer wird ja auch gerne als „Beni National“ gefeiert, genauso wie Köbi Kuhn vor seinem rapiden Ansehensverlust auch ehrfurchtsvoll „Köbi national“ gerufen wurde.

      Für (meine) deutschen Ohren eine eher merkwürdige Wendung… Beckenbauer national? Dann doch lieber „Der Kaiser“.

      Gibts irgendeine (sprach-)historische Begründung, woher dieser „national“-Zusatz kommt?

    9. Nessi Says:

      Ach ja der Turnschuh……. 🙂
      Vielleicht ertragen wir CH ihn ein bisschen besser, weil uns seine Redewendungen nicht befremden.
      Aber ehrlich gesagt, nervt er mich manchmal auch, ich habe manchmal den Eindruck, dass sein Mund schneller ist als sein Gehirn.

    10. Verwirrter Says:

      Beni Thurnheer lässt die Spiele der Schweizer Nati erträglicher werden. Wir haben leider kein Team wie die Niederländer, wo der Spass allein vom Zuschauen kommt. Sein Kommentatorendeutsch ist für schweizer Ohren erträglich, es fehlt allerdings ein guter Konterpart, wie es seinerzeit Günther Netzer war. Bitte schickt den humorlosen Volker wieder zurück nach Freiburg, wo er seine wahren Stärken beim SC einbringen kann.

    11. cydet Says:

      Ist doch eigentlich Hans was Heiri, jeder Kommentator nevt irgendwie, besonders bei einem Spiel mit eigenen Nationalmannschaft.

      ……woher dieser “national”- Zusatz……. Vermutlich kommt der national Zusatz daher, weil die Schweizer nie eine Monarchie hatten (gegründet durch Mäni Weber), also ist national das höchste der Gefühle …….. oder wäre Benn -Tell besser ?

    12. Tobi Says:

      Ich (eiegntlich stolzer Schweizer) sehe mir die Fussballspiele schon lange auf ZDF oder ARD an, weil die SF-Kommentatoren mit ihrem „Möchtegernsauglattismus“ nicht auszuhalten sind.

      Übrigens: Der äusserst peinliche Urs Meier auf ZDF wäre doch mal einen blogwiese-Beitrag wert. Der verhaspelt sich andauernd in irgendwelche schweizerdeutschen Redewendungen. So spricht er beispielsweise von einem „Goal-…äh…Tor-getter“. Kann mir nicht vorstellen, dass das Wort so in Deutschland benutzt wird…

      [Anmerkung Admin: Er war schon mal zu Gast auf der Blogwiese mit dem Satz „Das schleckt keine Geiss weg“, siehe hier.]

    13. neuromat Says:

      das ist live? Ich dachte immer, der kommt vom Band …

    14. cydet Says:

      st doch eigentlich Hans was Heiri, jeder Kommentator nevt irgendwie, besonders bei einem Spiel mit eigenen Nationalmannschaft.

      ……woher dieser “national”- Zusatz……. Vermutlich kommt der national Zusatz daher, weil die Schweizer nie eine Monarchie hatten, also ist national (gegründet durch Mäni Weber) das höchste der Gefühle …….. oder wäre Benn -Tell besser

    15. dampfnudle Says:

      Wie man den Beni Thurnheer in der Schweiz aushält? Indem man ihm noch nie willentlich oder auch nur wissentlich zugehört hat. Das Gesicht reicht, um das herum kommt man tatsächlich nicht. Aber dann kann man sich abwenden oder umblättern.

    16. lepianiste Says:

      Gestern beim Spiel Frankreich-Rumänien war Benni auch mal wieder auf der Höhe: „Wäre dieses Spiel ein Roman, so wäre es der ‚Da Vinci Code‘: Die Franzosen versuchen das Mysterium zu knacken, andauernd gibt es eine überraschende Wende, doch wir wissen nie, wie es ausgeht!“…

      Hmmmmm….

    17. bobsmile Says:

      Beni National, bedeutet „unser aller“ Beni.
      Das drückt sich auch in der Bezeichnung „Cervelat-Prominenz“ aus, für alle bis zur Landes(Schmerz)Grenze prominenten Schweizer, zu welcher Herr Thurnheer zweifelsohne gehört.
      Cervelat ist eben auch eine typisch schweizerische, dank neuer Häute vor dem Aussterben gerettete Wurst National. Die gehört einfach zu uns Schweizern, wie der Herr Hug von der gleichnahmigen Guezlifabrik in jedes Wohnzimmer gehört. (Werbespruch: „Hug gehört einfach dazu“).
      Hug hat ja dieses Jahr Wernli (Werbung:“het me eifach gernli“) einverleibt, die ihrerseits mit Valoras veräusserten „Roland“ und „Kägi“ liebäugelten.
      Soviel zur nationalen Globalisierung, aber das Thema war glaube ich ein anderes …
      🙂

    18. Raphael Says:

      Ich würde keinen besseren Kommentator als Beni Thurnheer benennen können.

    19. fussballmuffel Says:

      Beni macht Fussball erträglich. Meistens sind seine Kommentare belustigender als das eigentliche Spiel.

    20. Simone Says:

      Die Flachwitze muss ich in der ARD-Übertragung überhört haben. Ich dachte schon, die ordnen einen Schweigeminute an oder senden für eine Minute ein Testbild, als der CH-Kapitän verletzt ausgewechselt wurde.

    21. AnFra Says:

      @ cydet

      Die „National“-Aussage will sagen: Es ist vom Volke stammend, also völkisch, das bestimmte Volk betreffend, aus diesem kommend, all dieses betreffend.
      Bei einer Monarchie, z. B. Schweden, Norwegen oder ehem. das „Deutsche Reich“ (Wilhelm II oder beim Adolf) wird vergleichbar der Begriff „Reich“ für die eigentlich „identische“ Verwendung gebraucht.
      Auch hier die Aussage: Die „Nation“ Betreffend. In Schweden z.B. gibt es die Reichspolizei, Reichsinstitute uam, in Berlin ist der dt. „Bundestag“ (als heutiges nationale Parlament) im ehem. und jetzt auch so genanntem „Reichstags-Gebäude“.
      In Frankreich gibt es die „Nationale Polizei bze. Nationale bewaffnete Kräfte (Mannen)“ (Police nationale bzw. Gendarmerie nationale).

      So, „die“ Schweiz war nie(!??) Monarchie, aber „die“ Eidgenossenschaft (Tell-Märchen uam.) waren faktisch und rechtlich bis 1648 (Westfälischer Friede) ein Bestandteil des HRR (Heiligen Römischen Reiches), also ein Bestandteil des monarchistischen römisch-deutschen Reiches.

      Also war „die“ Schweiz ab der karolingischen Zeit (ca. 800 – 1648 = ca. 850 J.) im Verhältnis der neueren Eidgenossenschaft, der Helvetik und der modernen Schweiz (ca. 1648 – 2008 = ca. 350 J.) ca. 2,5-fach länger ein Teil einer „Monarchie“ als eigenständige monarchfreie „National“.
      Wir kennen es ja: der habsburgische, aus der heutigen Schweiz stammende deutsche Kaiser in der heutigen österreichischen Stadt Wien. Diese Schmonzette tauch immer und ewig, sogar grausig gut getarnt bei der rot-weißen bzw. rot-weiß-roten EM 08 auf.

    22. bobsmile Says:

      So reich ist Benni gemäss Home Story der Schweizer Illustrierten (unser Hochglanzprospekt der Cervelatprominenz) nun auch wieder nicht und Benni Reich mit a ist ein Skirennfahrer und erst noch ein österReichischer!
      🙂

    23. wolfi Says:

      danke jens…..beni thurnherr nervt ohne ende, gottseidank kenne ich genügend schweizer, die das genauso sehen. die schweiz hat eben probleme mit nachwuchs…keine ahnung, wie der sich so lange hält.
      seine stimme, sein getue, einfach nur schlimm. ein tip zum „ablöschen“.

      fussballspiele mit thurnherr live gibt es bei mir schon lange nicht mehr, ard bzw. zdf sei dank…..es sei denn JOHANNES B. KERNER moderiert….der mit dem phrasensatz „nur mal zum besseren verständnis“…dann schalt ich auf radio um.

      noch eine spur schlimmer finde ich übrigens den zdf „co-kommentator“ urs meier -ehemaliger schiedsrichter – aus würenlos.
      in JEDEM satz mindestens EINMAL „SCHLUSSENDLICH“. er hält den einsamen rekord, habe eine sequenz auf dvd, wo er 4 sätze sagt, da kommt sage und schreibe 9 – in worten NEUN – mal SCHLUSSENDLICH vor.

    24. neuromat Says:

      wenn ich die Comments so lese … Ihr seid einfach etwas ungerecht: Der Mann hat offensichtlich Kultstatus. Ich glaube die Oesterreicher haben so jemanden für die Formel 1 Rennen. Leider konnte ich den Herrn noch nie so richtig geniessen, da ich in den Abstimmungen zur Programmwahl immer verloren habe. Merkwürdigerweise wollen auch viele Schweizer – wie oben kundgetan – den nicht hören. Bei kleinen Manövern wie „nur mal hören, wie die Schweizer diese Szene kommentieren“ wird einem Strafe angedroht.

      Wie heisst das gleich noch: Jeder kehre vor seiner eigenen Tür. Also wischen oder fegen nicht gleich wieder umdrehen, sonst kommt man ja nie daheim an. Und ob die deutschen Langweiler da geeigneter sind, der „wir lösen das auf“ Beckmann oder ein gewisser „Bella red i“, auch kein Schönredner.

      Nein, mein eigener Kommentar ist der Beste. Gelegentlich telefonieren die Nachbarn, dass dies jetzt nicht zum Ballett passen würde. Warum wird doch auch mit einem Ball gespielt. Aber so verpassen sie wenigstens kein Tor.

      Aber dann noch zu Urs Meier. Ich bin absoluter Urs Meier Fan. Leider wurde er schlussendlich dem falschen Modertor zugeteilt, der sollte sich schlussendlcih auf sein Kochstudio beschränken. Was will uns Urs Meer damit sagen: Der andere soll aufhören zu labern und hirnrissige Fragen zu stellen “ Schluss ! Endlich!“ – eben Schweizer Understatement … schlussendlich

      [Anmerkung Admin: zum Thema „Wann ist endlich schluss mit endlich“ siehe hier]

    25. Andreas Bu Says:

      Erinnert sich noch jemand an den deutschen Kommentator Heribert Fassbender? Der war mindestens genauso nervig und hat ständig ein anderes Spiel beschrieben als wir gerade sahen. Dazu ein paar besondere Stilblüten:

      „Das ist der schwedische Mond“ (hat jedes Land neuerdings seinen eigenen? Und wo waren die anderen Monde zu der Zeit?)

      „Die dänischen Fans skandieren ‚ we are red, we are white, we are danish dynamite‘, das heisst übersetzt ‚wir sind rote, wir sind weisse, wir sind dänische… ähhh…“

    26. beuteltr Says:

      bin ich denn der einzige dem das aufgefallen ist? ich meine nicht während den spielen, die kommentatoren sind in der tat recht ordentlich (wenn sich ein tscheche das knie gecrasht hätte, wären sie wohl genau so respektvoll gewesen).
      nein ich meinte eher das vorprogramm.
      z.b. am dienstag, den 3.6. auf ARD – „Menschen bei Maischberger“ Thema: „Fußball ist unser Leben!“ u. a. mit Waldemar Hartmann („Die Österreicher sollten lieber Skifahren als Fußballspielen“) und – na klar – Jörg Kachelmann („Deutschlands bekanntester Schweizer“) (Quelle: http://programm.daserste.de/archiv_detail.asp?id=X000661680&sdatlo=03.06.2008&dpointer=32&anzahl=40)
      wo man zusehen durfte, wie Hartmann sich über langsame Schweizer amüsiert, während Kachelmann – irgendwie grotesk- entegegnet: „Den [Witz] habe ich nicht verstanden.“

      dann die Vorbesprechung zu Schweiz – Tschechien mit Urs Meier (hat der überhaupt 2 Sätze gesagt?) und Jürgen „Redeschwall“ Klopp, der mal ganz salopp grinsend Herrn Meier ins Gesicht sagt, die Schweiz sei ja bei EM’s bisher wenig erfolgreich gewesen.

      Ich kann die Situationen leider nicht mehr genau wiedergeben, und bei dem, was gesagt wurde, war es wohl auch eher das „wie“ als das „was“, jedenfalls empfand ich es nicht besonders nett. Beim Thema Fahnen klauen / Lack zerkratzen wurde ja mehrfach gesagt, dass eine richtige Erziehung einem das verbietet, dass sich das einfach nicht gehört.
      Ich finde nämlich, dass es sich genau so wenig gehört, in einer Gesprächsrundejemandem zur Begrüssung gleich mal einen Witz über seine Herkunft/sonstige Eigenschaften zu machen.
      Aber das sind anscheinend die Manieren, wegen derer ich oft nur noch den Kopf schütteln kann…

    27. Ostwestfale Says:

      Was “Beni National” betrifft könnte ich mir vorstellen, dass dieser Spitzname auf „Dino Nazionale“ anspielt.
      Für die Unkundigen: Dino Zoff war schon zu Lebzeiten eine Torwart-Legende. Aufgrund seiner langjährigen Teilnahme war er im Team quasi eine Institution. Er stand 15 Jahre im Tor der Squadra Azzurra, mit 40 Jahren wurde er Fussballweltmeister.

    28. Simone Says:

      @Andreas Bu:
      Der schwedische Mond ist schon speziell. Generell nimmt man den Mond unterschiedlich wahr, je nach Landschaft. Wie heißt es in dem schönen Lied:
      „Seht ihr den Mond dort stehen?
      Er ist nur halb zu sehen
      und ist doch rund und schön.
      So sind so manche Sachen,
      die wir getrost belachen,
      weil unsre Augen sie nicht sehn.“

      Schlaft alle gut!

    29. Guggeere Says:

      Jetzt bleibt mal auf dem Teppich: Die Hochfrequenz-Plapperi in den verschiedenen Fernsehsendungen nerven doch alle gleichermassen. Auch jener Verbalteilchen-Beschleuniger, der jeweils zusammen mit Urs Meier in deutschen EM-Fussballübertragungen den Pausenclown gibt (den Namen weiss ich leider nicht): Ich frage mich jedes Mal, womit der sich wohl dopt …

      „Schlussendlich“ gefällt mir auch nicht, aber es figuriert immerhin im Duden, gekennzeichnet als „landschaftlich“ (Bd. 1, Rechtschreibeduden) bzw. „schweizerisch“ (Bd. 9, Richtiges und gutes Deutsch). Also ist es zu akzeptierendes Standarddeutsch, zumindest in der Schweiz oder wenn es von einem Deutschschweizer verwendet wird. Ausserdem: Ist euch „Schlussendlich“-Zählern mal aufgefallen, in wie vielen superklugen Diskussionen in deutschsprachigen Radio- und TV-Sendungen das Publikum gnadenlos mit dem nach meinem Empfinden gleich schlechten „letztendlich“ traktiert wird? Macht ihr dort auch Striche? Oder darf man „letztendlich“ vielleicht deswegen verwenden, weils vom sogenannten Bildungsbürgertum kommt, während „schlussendlich“ durchfällt, weils zu sehr nach Cervelat und Dorfbeiz riecht?

    30. bobsmile Says:

      @wolfi
      Du hast Urs Meier auf DVD?

    31. Danido Says:

      ICH FINDE IHN GRAUSAM!!

      Wie Thomas richtig sagt, man müsste ja gar nicht mehr kommentieren, aber irgendwie gehörts trotzdem dazu. Und natürlich will man etwas Hintergrundwissen. Aber muss das in Hochdeutsch sein?

      Ich fänds klasse, wenn Beni in richtig nervigem Züridütsch zusammen mit Günter Netzer in trockener Standardsprache kommentieren würde.

      Oder warum nicht mal etwas ganz anderes, vielleicht etwas humorvolleres? Irgendein Berner, der das Fachwissen hat, aber mit Dialekt und Emotion da reingeht? Das wärs mal!!! Achach, leider ist das ein bisschen eine unkreative Mafia, das Schweizer Staatsfernsehen…

    32. neuromat Says:

      @ beuteltr

      wieso heisst die Sendung eigentlich „menschen bei maischberger“, wenn dann „Waldis“ eingeladen werden. Ich glaube hier kann man entwarnen, Waldemar Hartmann zahlt sicherlich dafür, dass er „ins Fernsehen“ darf. Ernst nimmt den keiner; aber lustig ist der auch nicht.

      @ Guggeere
      tatsächlich bin ich Urs Meier Fan. Das war keine Ironie. Allerdings bekommt er manchmal derart absurde Fragen, dass er möglicherweise für die „deutsche“ Wahrnehmung ungeschickt wirkt (Im SF war einmal eine sehr interessante DOK über ihn zu sehen). Der Pausenclown heisst Klopp, aber den Hobbykoch finde ich persönlich schlimmer. Es handelt sich um Johannes B. Kerner. Wieso, denke ich oft, eigentlich B, und wer ist dann Johannes A?

      Was fällt uns auf? Das eigentliche Problem:

      Eitle Selbstdarstellung. Eine Sendung bekommt den eigenen Namen, eine andere zumindest den eigenen Nachnamen. Menschen sind bei Maischberger, irgendwelche Menschen. Waldi hat einen Club. Beckmann tönt ein wenig nach Becks Bier. Und der deutsche Bildungsbürger dürfte eben mit Beckmann eher einen Reinhold als einen Max verbinden.

      Was wir von solchen Leuten zu halten haben:

      http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Reinhold_Beckmann

      richtig sie pilawan delirierend im Pilawahn. Anne Will Waldi bei Maischberger treffen und Kerners Rezepte nachkochen. Und die Schöneberger muss dann alles aufessen. Das ist hart aber fair. Da plas mir einer den Storch, Maibritt Illness läuft auch im Juli und ist gar keine Krankheit. Ich vermarkte mich selbst. Irgendwie sind da auffällig viele Bergers dabei; Kernerberger wäre noch eine Steigerungsmöglichkeit. Ist aber zu lang. Schöneberger und Kernerberger baden in Maischebergen. Dann doch lieber: Linkshändige Kardinäle bei Neuromat. Wie kriegt man raus, dass die Linkshänder sind. Richtig, heimlich beim Popeln beobachten, wenn sie gerade dem Popen zusehen müssen. Oder doch lieber eine Kochsendung: Beckmann im Topf. Die besten Rezepte vom Amazonas. Geht auch nicht, denn die essen ja dort angeblich Hirn und so blieben die Teller dann leer. Wäre aber nicht schlecht als Idee, besonders die Buchform, gleich bestellen bei Amazonas.de Gratis dazu die neue DVD Beckmann bei Beckmann: Monologe eines Mongolen. Kommentiert von Florian Silbereisen. Geht eine Silbe auf Reisen. Reden ist ja bekanntlich nur Silber, darum muss man sich das vergolden lassen.

      Jeder bekommt das Fernsehen, für das er bezahlt.

    33. Anna Says:

      im Westschweizer Fernsehen wird dafür nur kommentiert, was geschieht – als ob man das nicht selbst sehen würde! *nerv*
      das klingt dann etwa so: „L’Espagne a récupéré le ballon….ouh les Espagnols ont perdu le ballon…c’est la Russie qui attaque maintenant…mais l’Espagne réussit à récuperer le ballon….“ etc etc

      ist schon fast wie Französisch-Nachhilfe 😉

    34. wolfi Says:

      @bobsmile
      sobald ich urs meier sehe, schalte ich automatisch den dvd an. ich finde das einfach köstlich, wenn in JEDEM satz einmal mindestens SCHLUSSENDLICH vorkommt. urs meier hat mich bisher noch nie enttäuscht….

      ihr habt recht, dieser klopp ist auch ein extremer dampfplauderer, nervt schon sehr. kann man sowohl vom tempo als auch vom geschwafel wohl nur im norddeutschen raum ertragen….stichwort oberhalb des weisswurstäquators….

      überhaupt scheinen mir nur wenige wirklich gute moderatoren zu geben. delling & netzer sind wohl -dann doch noch die besten, drücken sich sehr eloquent aus und dabei – zumindest meistens – nicht zu nerven.

      grüssli

      p.s. was heisst denn das immer mit dem timeout? schreib regelmässig länger als 60 sekunden, antwort kommt immer an?!

      [Anmerkung Admin: Keine Ahnung, hast du Glück gehabt mit dem Time Out, kann auch schief gehen. Netzer und Co. nerven sich nur gegenseitig]

    35. wolfi Says:

      gibt auch schöne beispiele von unterhaltung……

      unvergessen

      http://www.youtube.com/watch?v=9GIn8cQeU1U

      die isländer sind tabellenführer…..einfach köstlich….

    36. cydet Says:

      @ AnFra

      Herzlichen Dank für die fürsorglichen Belehrungen, allerdings war mein Posting nicht unbedingt sooooooo tierisch ernst gemeint :-}

    37. d. Says:

      Beni Turnherr (und einige seiner Kommentator-Kollegen beim SF) ist tatsächlich schwer zu ertragen. Und in der Tat schauen sich viele Schweizer die Spiele ja auch auf dem ARD an, weil da die Kommentatoren nicht ganz so schlimm sind.

      Oder man schaut gleich gar kein Fussball… Fussball ist an sich ja auch nur schwer zu ertragen.

    38. Tobi Says:

      Der Beni fällt mir auch auf die Nerven. Aber ebenso die Flachkommentatoren von ZDF und ARD. Kerner blubbert herum, Urs Meier hat nicht wirklich viel zu sagen und Netzer stottert sich ganz schön etwas zurecht. Die wirklich guten Leute, wie z.B. Marcel Reif sind beim Bezahltfernsehen. Eurosport hätte auch bessere Leute, aber die übertragen ja nicht.

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