Wenn alles erzählt ist — Blogwiese hört auf
Nun ist der traurige Moment gekommen, an dem die letzte „sprachliche Beobachtung“ und das letzte Erlebnis „als Deutscher in der Schweiz“ erzählt und aufgeschrieben ist. Der Deutsch-Russische Autor Wladimir Kaminer sagte einmal auf die Frage was er zu tun gedenke, wenn er seine letzte Anekdote als Russlanddeutscher in Berlin literarisch verarbeitet haben wird: „Dann mache ich eben Rockmusik“. Diese Aussage hat mich sehr beeindruckt. Bei mir wird es eher ein Buch. Die Verhandlungen mit einem Verlag sind weit gediehen. Es kommt aber frühstens im Frühjahr 2008 auf den Markt.
Seit dem 1. September 2005 erschienen auf der Blogwiese 603 Postings und 12‘125 Kommentare wurden hinzugefügt. Wahrscheinlich Dienstag Mittag wird die magische Besucherzahl von 500‘000 überschritten, beim Schreiben dieser Zeilen stand der Zähler auf 498‘001 (siehe sitemeter ), und die „Page Views“ bei 1‘058‘215.
Immer noch entdecke ich täglich im Tages-Anzeiger jede Menge hübscher Helvetismen, nur leider sind sie alle schon beschrieben, und es vergeht kein Tag, an dem mich nicht eine Mail erreicht im Stil von „Weisst Du eigentlich, was ein ‚Tätschmeister‘ ist?“ (oder ein beliebiges anderes Schweizerwort) und ich diese Frage mit einer lapidaren URL-Angabe „Siehe http://www.blogwiese.ch/archives/146 “ beantworten kann.
Wir haben viel gelernt in den letzten 2 Jahren über das Alltagsleben in der Schweiz und die Sprache der Schweizer. Wir, damit sind stets meine Frau und unsere Tochter mit eingeschlossen, die fleissig recherchiert, am eigenen Leibe erlebt und erfahren, beigesteuert, Tages-Anzeiger ausgewertet, korrigiert, redigiert und mit formuliert haben.
Im ersten Blogwiese-Jahr konnte ich jeden Tag einen frischen Artikel online stellen, an allen 365 Tagen, incl. Weihnachtsfeiertage oder Neujahr. Im Sommer 2006 fuhren wir drei Wochen nach England. Die 21 Artikel für diese Zeit waren im Voraus geschrieben und terminiert worden. Meistens gab es auf der Blogwiese eine „Bugwelle“ von 10-12 geschriebenen Artikeln, die dann nach und nach um 00:05 Uhr freigeschaltet wurden. Nun, viele haben es bemerkt oder auch schon kommentiert: Irgendwann ist die Luft raus, ist der vierte oder fünfte Artikel über das Sturmgewehr im Kleiderschrank geschrieben, der 3 Artikel über die Feierlichkeiten am ersten August, die letzte kulinarische Spezialität der Schweizer erklärt, dann ist es Zeit aufzuhören.
Bleibt uns nur noch zu Danken für die vielen netten Zuschriften, Ideen, Kommentare und ausführlichen Ergänzungen. Aus vielen E-Mail-Wechsel entwickelten sich Freundschaften, die uns bestimmt auch in der Zukunft erhalten bleiben. Besonders spannend waren die vielen Begegnungen mit Journalisten und Fernsehleuten, Fotografen und Magazin-Schreibern, deren Elaborate rechts unter „Blogwiese in den Medien“ zu bewundern sind.
Leider hat es „schlussendlich“ doch nicht zu einem Besuch bei Kurt Aeschbacher gereicht, aber auch bei Patrick Rohr (Quer) bei Christine Meier (CLUB) und bei Diana Joerg (DRS1) war es sehr nett. Auch die Kontakte zu Autoren und Germanisten wir Alfred Muschg, Hugo Loetscher, der Professorin Christa Dürscheid und den Leuten vom SAL waren ausserordentlich spannend und eine grosse Bereicherung für diesen Blog. Was als kleines privates Freizeitvergnügen und „Gegenwartsbewältigung“ begann, entwickelte sich rasch zu 2-3 Stunden Arbeit am Tag. Auch mit der Einführung der 5-Tage-Woche auf der Blogwiese war nicht viel gewonnen, denn nun mussten viele Wochenenden fürs Schreiben verwendet werden.
Bisher erschienen 84 Postings als Kolumnen im Neuen Bülacher Tagblatt bzw. im Zürcher Unterländer. Diese wöchentlichen Kolumnen werde ich auf fortsetzten. Auch zu einem Beitrag im Migros-Magazin bzw. im Nebelspalter hat es gereicht.
Ab Morgen wird die Blogwiese auf „reload“ geschaltet, was bedeutet, dass jeden Tag ein alter Artikel aus dem Topf der 603 Postings herausgefischt und neu aufgelegt wird, vielleicht leicht aktualisiert. Wir lernten ja dazu. Die wenigsten haben alle Artikel gelesen, vielliecht weil sie nicht von Anfang an dabei waren, also sei uns dieser Remix gestattet.
Bloggen macht grossen Spass, ich kann es jedem nur wärmstens empfehlen, aber es muss etwas zu erzählen geben, speziell bei einem thematisch eng gebundenen Blog wie die Blogwiese, sonst wird es langweilig. Falls also in Zukunft was Sensationelles passiert oder ich doch noch auf deine einmalig geniale Schweizer Redewendung stosse, die noch nicht erklärt wurde, dann mache ich garantiert sofort ein frisches Posting daraus, könnt ihr drauf wetten.
Ein bisschen fühle ich mich wie Truman , als er die Show verliess und ins echte Leben zurückkehrte.
Bis die Tage dann…
Jens-Rainer Wiese
July 9th, 2007 at 12:33 am
Schade. Wir werden dich vermissen…
July 9th, 2007 at 12:40 am
Darf ja nicht wahr sein!!! Ich verstehs zwar, aber hoffe … Schluchz! …z! …z!
July 9th, 2007 at 12:40 am
Als ich Ende 2005 während meines viermonatigen Chirurgie-PJ-Tertials in Grenchen zufällig auf diese Seite stieß, packte mich sogleich das “Blogwiesenfieber”.
Dieses Blog hat mir meine Zeit in der Schweiz versüßt und mir auch darüber hinaus immer wieder viel Freude bereitet. Schade, daß der geschätzte Autor nunmehr der Meinung ist, “vollumfänglich” über seine Erfahrungen als Deutscher in der Schweiz berichtet zu haben.
In diesem Sinne:
“Merci viu mau”, lieber Jens-Rainer Wiese, und ich hoffe, auf der Blogwiese werden über kurz oder lang doch wieder neue Artikel erblühen!
July 9th, 2007 at 8:14 am
Schade, Wiese
aber jetzt aufzuhören ist, glaub ich auch ne gute Entscheidung. Jetzt wo fast jedes Magazin auch aus Deutschland über das Thema “Deutsche in der Schweiz” berichtet hat, ist irgendwie die Luft raus. Trotzdem werd ich deine Site vermissen vor allem die Kommentar-Schlachten bei den etwas umstrittenen Themen wie Fussball, Hochdeutsch und deutsche Arroganz. Na dann kümmer dich um deine Tochter, die du jetzt drei Jahre vernachlässigt hast. Ausserdem hast du ja jetzt Zeit für ein zweites Kleines. Hau rein…
[Anmerkung Admin: Sie ist 12 und haut zurück…
Danke für die Anregung! ]
July 9th, 2007 at 8:36 am
hallo rainer
war sehr interessant und oft auch sehr spannend, hier mitzulesen.
wünsche dir alles gute für deine zukunft und nochmal “merci vielmol” für diese immense arbeit, die du geleistet hast.
liabi grüass
wolfi us untersiggenthal
July 9th, 2007 at 9:16 am
Lieber Rainer Wiese
So konsequent wie Sie es aufgezogen haben, so konsequent hören Sie auf, wenn es nichts mehr zu sagen gibt und die Luft raus ist.
Chappeau! Spricht für Sie.
Es gibt genug Quassel-Blogs in denen nichts gesagt wird, weils halt einfach nichts mehr zu sagen gibt oder die “Birne” von Anfang leer war.
Ich denke Sie haben ein gut Teil zur Verständigung beigetragen und den Blick für die eigenen (schweizerischen) Unzulänglichkeiten geschärft.
Vielleicht wirds ja wieder mal. Sie werden unter Garantie “scharf” beobachtet.
Viel Erfolg und… geniessen Sie die gewonnene Zeit
July 9th, 2007 at 9:24 am
@admin
tja, in letzter Zeit bin ich etwas verwirrt. Neulich hab ich meine Kinder geschlagen und die Sahne in die Schule gebracht
July 9th, 2007 at 9:28 am
Danke für die meist unterhaltsamen Artikel. Bin als Basler, mit ner Deutschen Freundin in der Romandie lebend, mit diversen sprachlichen Herausforderungen konfrontiert und habe es daher sehr genossen, fast täglich via Newsfeed die sprachliche Eigenart ‘der Schweizer’, bzw. der unterschiedlichen Schweizer vorgeführt zu bekommen.
.
Der Schlusspunkt kommt für mich relativ passend, durfte ich doch am Freitag von einem Zürcher hören, Baseldytsch sei doch einfach der schönste Deutschschweizer Dialekt, was mir ja nicht täglich passiert und schon gar nicht von einem Zürcher
Dankeschön an den Zürcher und an die Blogwiese!
July 9th, 2007 at 9:39 am
Herzlichen Dank für diesen Blog und … gutes Gelingen für was auch immer!
July 9th, 2007 at 9:43 am
Danke, Jens, von einem eher stillen Leser. Ein amüsantes und lehrreiches Blog. Ich verstehe meine schweizer Bekannten jetzt ein Stückchen besser.
Freue mich auf das Buch und auf die Hörprobe Deines ersten Rockalbums.
July 9th, 2007 at 9:52 am
Herzlichen Dank für den Blog und die vielen vielen Stunden Arbeit, die da drin stecken. Du hast nicht zufällig vor nach Österreich zu ziehen? Falls es dann mal ein blogwiese.at gibt, sag bitte bescheid
Alles Gute
July 9th, 2007 at 10:47 am
Danke für die vielen unterhaltsamen Lesestunden!
July 9th, 2007 at 11:45 am
Hallo Rainer,
nachdem ich Deinen Blog nun schon seit den zweistelligen Einträgen gelesen habe, muss ich sagen: schön war’s!
Ein bisschen traurig ist das Ende jetzt schon, weil Dein Blog zu meiner täglichen Routine gehört (auch wenn ich in letzter Zeit häufig meine Kommentare aus Zeitgründen zurück gehalten habe), und ich nun nichts Neues mehr zu lesen bekomme. Ich wünsche Dir jedenfalls weiterhin viel Erfolg mit Deinem Buch oder welchen anderen Projekten du auch immer deine Zeit 9in Zukunft widmen magst. Das Buch werde ich mir auf jeden Fall ansehen, wenn es denn soweit ist!
In diesem Sinne mit den Worten eines anderen (unsterblichen) Literaten: So long, and thanks for all the [s]fish[/s] helvetisms!
July 9th, 2007 at 11:45 am
Hat immer wieder Spass gemacht hier! Vielen Dank und alles Gute!!
July 9th, 2007 at 11:46 am
Neiiiiinnnnnn am letzten Tag unterläuft mir noch so ein Fehler…. es sollte Jens-Rainer sein…. das kommt davon wenn man zu dämlich ist zu addieren udn dann den Kommentar zweimal schreibt…
July 9th, 2007 at 11:57 am
Lieber Rainer Wiese!
Die Nachricht hat mich umgehauen: Die Blogwiese hört zu wachsen auf!
Noch bin ich ob dieses Schreckens etwas benommen und weiß nicht so recht, was ich dazu schreiben soll.
Eines aber kann ich aus tiefstem Herzen sagen: Das regelmäßige Lesen der Blogwiese (Deiner Einträge wie auch der Leserkommentare) war sehr, sehr lehrreich und unterhaltsam. Oft musste ich schmunzeln, manches Mal lag ich vor Lachen fast auf dem Boden.
Danke dafür! Was (vermutlich) als eine Art Selbsthilfeprojekt begonnen hat, wurde zur Hilfe für die einen (die ebenfalls als Deutsche in der Schweiz leben) und zur spannenden und amüsanten Unterhaltung für die anderen (die, wie ich, als Deutsche in Deutschland leben).
Ich wünsche Dir und Deiner Familie alles, alles Gute für die Zukunft!
Michael
July 9th, 2007 at 12:08 pm
Vielen Dank, lieber Jens, für den Humor und die spannenden Erkenntnisse in der Begegnung mit dieser fremden und doch so vertrauten Sprache und Kultur! Sehr schade, dass es vorbei ist.
Und danke auch an all die Stamm-Kommentatorinnen und
-kommentatoren hier, euch werd ich mindestens genauso vermissen.
@Jens: Das Buch ist eine tolle Sache, hoffentlich kommt es rechtzeitig vor der EM raus.
(Und vielleicht darfst du es dann bei Aeschbacher vorstellen…)
Wie wärs mit einem Glossar der Helvetismen auf dieser Site? Das würde die Suche nach bestimmten Artikeln sehr erleichtern.
July 9th, 2007 at 12:11 pm
gestern haben wir babsi (auch als b.scheuert bekannt), die bei uns zur Untermiete wohnt in den Wirren bei Peter Gabriel verloren an irgendeinen Luigi oder Rui oder so ähnlich und heute nach dem prima colazione dann diese Nachricht… die ja zu erahnen war. Otto - vonhintenwievonvorne kam nicht mehr zum Einsatz. Na gut, kueschta sära ä ssukkäru und dann können wir einen romantischen Abschied nehmen - die Themen sind natürlich längstens “nicht durch” aber wenn einem danach ist aufzuhören, dann heisst es aufhören (mein Angebot braucht glaube ich nicht erneuert zu werden)
Ciao
July 9th, 2007 at 12:18 pm
gute und weise entscheidung…
wenn es am schönsten ist, soll man aufhören, sonst wird nur noch quark daraus…
viel glück beim buch
*winkewinke*
July 9th, 2007 at 12:24 pm
Herzlichen Dank für die gute Unterhaltung und die sachdienlichen Hinweise.
Alles Gute.
July 9th, 2007 at 12:30 pm
Wie heißt das Sprichwort:
“Wenn du merkst das du ein totes Pferd reitest, steig ab.”
Ich glaube du hast die richtige Entscheidung getroffen, auch wenn es echt schade ist.
machs gut Jens
*schnüf*
July 9th, 2007 at 12:34 pm
Jens ist nun in der Schweiz angekommen
Viel Erfolg weiterhin für Dich und deine Familie
und nochmals vielen Dank für Alles!
Liebe Grüße auch an sämtliche Kommentatoren.
July 9th, 2007 at 12:36 pm
Schade hört die Blogwiese auf, aber bereits gibt es Hoffnung auf Lektüre im Printformat. Kommt dazu, dass ein Buch noch andere LeserInnen erreicht. Und das ist gut so.
Alles Gute!
Christa (ohne t)
July 9th, 2007 at 12:57 pm
Auch für mich als fleißigen, aber in letzter Zeit eher stillen Mitleser ist es ein Schock, wenn die Kette der täglichen Lektüre so abrupt endet - und doch bin ich erleichtert, daß Du es aufgibst, jeden Tag krampfhaft (den Eindruck hatte ich in letzter Zeit öfter) nach einem Thema zu suchen, das nicht nur aus Verweisen auf frühere Einträge besteht. Insofern ist auch die Entscheidung für den “Reload” konsequent - und als einer, der nicht von Anfang an dabei ist, freu ich mich sehr auf die neuen alten Beiträge!
Ich wünsch Dir alles Gute bei Deiner redaktionellen Tätigkeit und bis morgen auf der Blogwiese!
Psalmist
July 9th, 2007 at 1:05 pm
war ne coole zeit.
bookmark gelöscht
July 9th, 2007 at 1:19 pm
na dann…
ROCK on
Merci vielmal
July 9th, 2007 at 1:34 pm
1. Auch nach etlichen Stunden ist der Schreck noch da.
2. Werd ich nach vielen Monaten Blogwiese-Sucht wohl den Entzug allein schaffen?
3. Ach was, gibt doch wieder viel freie Zeit.
4. Kann man auf die Reloads dennoch neue Kommentare schreiben? Die wenigsten waren ja von Anfang an dabei und alle andern (oder eigentlich alle) könnten - vielleicht unterdessen aus neuer Sicht - nochmals mitdiskutieren!
5. Eigentlich müssten auch die Kommentare, oder wenigstens die wichtigsten, auch ins Buch/in die Bücher. Sonst bleiben zu viele Fragen offen, wenn man “nur” Jens-Rainers provokative Thesen lesen kann.
6. Ich werde die ganze Blogwiese-Familie echt vermissen!
7. Zu gerne hätte ich zum Schluss gewusst, wer sich hinter den regelmässigen Kommentatorinnen und -Kommentatoren, die irgendwie zu guten “Un-Bekannten” wurden, versteckt. Gibts ein Schlussfest mit physischer Anwesenheit? Würde mich für ein Treffen-OK zur Verfügung stellen. Wer auch noch?
[Anmerkung Admin: Ja, die Reloads sind kommentierbar. Sie werden auch leicht aktualisiert, falls notwendig. Selbstverständlich werden im Buch auch alle Kommentare zum Thema eingebaut und gewürdigt!
Bezüglcih Blogwiese-Abschlussfest sind wir noch in der Planungsphase. ]
July 9th, 2007 at 2:32 pm
Wiese, das ist Weise!
Alles gute
July 9th, 2007 at 3:27 pm
Schade! Andererseits auch verständlich. Ich wünsche in jedem Fall alles Gute und hoffe, dass Blogwiese noch lange online bleibt. Die Reloaded Version ist eine Klasse Idee.
Mindestens ein Käufer für das kommende Buch hat sich mit mir schon gefunden. Ich hoffe, es wird auch hier angekündigt(?).
viele Grüsse aus dem Osten
Martin
July 9th, 2007 at 4:00 pm
Wer bis zum Erscheinen des Blogwiesebuchs bedarf an Lektüre hat, sollte mal hier hineinschauen: http://www.exlibris.ch/buch.aspx?status=detail&p_id=2654188&t_na=sbz
Ansonsten: schön wars, merci und bis bald!
July 9th, 2007 at 5:21 pm
Traurig, traurig. Der Wiese lässt uns verwiest äähm verweist oder villicht doch verwaist zurück.
Hat Spass gemacht. Der neugierige und (meist*) humorvolle Umgang mit der Sprache hat mich ein bisschen an “Schnabelweid” erinnert.
Auch ich wünsche Jens viel Erfolg mit wasimmer dieses Blog ersetzen soll
Johanna
July 9th, 2007 at 5:33 pm
Dies war abzusehen. Der Zeitpunkt ist gut gewählt, gratuliere und alles Gute.
ww
July 9th, 2007 at 5:34 pm
Also eines muss ich klarstellen: Zum EM-Final Schweiz - Deutschland erwarte ich ein neues Posting. Jawohl.
Ansonsten in der Duck-Sprache: seufz..schluchz..
July 9th, 2007 at 6:25 pm
hab immer gern mitgelesen
danke für die spannende Unterhaltung
viel Spass mit der nun gewonnenen Zeit
;-)
July 9th, 2007 at 6:29 pm
Schade, Jens….
Aber Du hast recht! Wenn nur noch Wiederholungen kommen wird’s öde. Besser auf dem Zenith des Ruhmes aufhören
Trotzdem… Blogwiese weg…. Ehrensenf.de weg (zumindest die Katrin)… da muss ich ja meinen Fernseher wieder vom Dachboden holen.
Viele Grüsse
C.
July 9th, 2007 at 7:14 pm
Danke für Deine Blogs! Sie waren eine echte Bereicherung!
July 9th, 2007 at 7:32 pm
Schade, eine Tageslektüre die mir als Deutschem in der Schweiz sehr geholfen hat, geht zu Ende. Freue mich aber, dass es einen Reload gibt - gehöre zu denen, die gute Bücher im Jahrestakt wieder lesen, wieso also auch nicht mit Blogs?
Alles Gute
Marco
July 9th, 2007 at 8:25 pm
Die brave Tochter in mir sagt: Supi mein Papi ist nur für mich da!
Die bekümmerte Tochter in mir sagt: Den Entzug steht er nicht durch!
Die ganz böse Tochter in mir sagt: Och nee! Jetzt hat er sogar Zeit meine Mathe Aufgaben anzugucken!
@coolman: Ich werde vernachlässigt, soso! =) Das ist die Lösung für all meine psychischen Probleme!
@Eagle: Das mit dem Pferd ist echt fies!
1. Der Kulli beim Zeitunglesen wird mir fehlen. (Zum Anstreichen der entdeckten Wörter!)
2. Die kreativen Phasen in denen man Paps nicht stören darf gibt es nicht mehr!
3. Es gibt keine schlaflosen Nächte mehr in denen er sich den Kopf zerbricht warum der Blog gerade nicht online ist!
So das wars, Mr Blogwiese! =)
Alles Gute und erziehe deine Tochter besser!
“Ja Papa! Ich hab Mathe gemacht, jaha auch die Zusatzaufgaben! Ja, Französisch lern ich gleich! Das Referat ist doch schon längst fertig! Englisch lern ich nach dem Essen, ok?”
Grummel.. grummel… grummel.. grummel… grummel.. grummel…
BLOGWIESE ICH VERMISSE DICH!
July 9th, 2007 at 8:25 pm
War cool die Blogwiese-Zeit.
Danke an die Wiese-Family !
Ich habs wohl irgendwie gespürt…Mist.
July 9th, 2007 at 8:48 pm
Du kommst schon wieder, denn schon mal einer sagte: “I will come back”
July 9th, 2007 at 10:51 pm
hallo jens, kenne dich erst kurze zeit. schade so plötztlich aufzuhören. du weisst ich bin alemanne, manchmal einiges anders gesehen, doch wer das talent hat, soviel aus dem ärmel zu schütteln, überlegs noch mal. viele grüsse eine gute nacht.
July 9th, 2007 at 10:53 pm
Schade dass es ab jetzt vorbei ist. Die Blogweise zu lesen war stets das erste Highlight jeden morgen - entweder kurz nach 12 oder doch erst eben anch dem Frühstück. Ich werd sie vermissen.
Danke für die schöne Zeit, die ich/wir alle mit deinen Artikeln haben durften.
July 9th, 2007 at 11:12 pm
vielleicht hilft ja, tiefer in die schweiz hineinzuziehen
nicht nur so am rande in bülach, wo auf deutschland ja nicht so arg weit ist
auf alle fälle: wir werden blogwiese vermissen!
…so long and thx 4 all the fish
July 10th, 2007 at 12:55 am
Ich habe seit einem Jahr deine Seite unter der Woche jeden Morgen gelesen. Schade, dass du aufhörst. Danke für den interessanten Lesestoff.
July 10th, 2007 at 7:28 am
schade, ich habe mich an die Wiese gewöhnt. Na dann: Alles Gute!
July 10th, 2007 at 10:27 am
Das darf doch nicht wahr sein,hab beinahe meinen Morgenkaffee übers Keyboard gespuckt:( nun ich werde mich wohl auf eine kalten Entzug einstellen müssen.
Seit ich die Wiese gefunden habe war sie ein fester Bestandteil meiner allmorgendlichen Bloglektüre, bevor es dann ans ‘ richtig schaffen’ ging.
Henusode,Jens Rainer, ich wünsch Dir und Deiner Familie weiterhin alles Gute und Erfolg in was auch immer du anpacken magst!Und hoffe sehr das du so wie Polo,Gölä und Co mal einen Rücktritt vom Rücktritt machen wirst
Alles Liebe
Sylv
July 10th, 2007 at 12:33 pm
Wenn’s nur Themenmangel war: dem hätte ich schon abhelfen können.
Nun denn, Merci und Danke für die gute Zeit!
Wäre ja interessant zu sehen, ob die Familie Wiese dauerhaft in der Schweiz bleibt und ob die Kindeskinder dann irgendwann nur noch Bülacher Dialekt beherrschen und kosequent die Abschiebung aller eingewanderten deutschen IT-Spezialisten, Krankenschwestern und Zahnärzte fordern.
Andererseits, dafür müsstet ihr bzw. Eure Nachkommen irgendwann erst mal eingebürgert werden, und ob das Bülacher Stimmvolk auf den Namen Wiese in Zukunft positiv reagiert, sei dahin gestellt.
July 10th, 2007 at 1:20 pm
Ich habe mich hier im Blog eine zeitlang fast schon zuhause gefühlt, habe in einer ähnlichen Lebenssituation als Deutscher in der Schweiz, viele ähnliche Beobachtungen gemacht und Erlebnisse gehabt wie Herr Wiese und fand es gut, dass da jemand die Stimme erhebt und sich mit dem”Problem” des Deutschseins in der Schweiz auseinandersetzt. Und richtig toll streiten konnte man sich hier
Schade, dass es nun vorbei sein soll. Aber klar, jede noch so gute Idee läuft sich irgendwann tot und alles wesentlich ist vermutlich gesagt.
Danke Jens Wiese
July 10th, 2007 at 1:34 pm
Eine weise Entscheidung Herr Wiese! War meistens amüsant und oftmals auch nervig - in einer guten Mischung! Alles Gute.
July 10th, 2007 at 9:40 pm
Jens, tolle Seite hier, schönen Blog - hab’s jeweils genossen! Alles Gute Dir und Deiner Familie, und geniess die freie Zeit
Widi
Oh - Moment - Die Freischaltung der Kommentare hast Du ja immer noch vor Dir
July 11th, 2007 at 4:47 am
Schade, da fängt man an, sich an die Blogwiese zu gewöhnen, und dann hört der Herr Wiese auf. Tja denn, weiterhin alles Gute und ich fröie mich auf das erste Album!
Flü
July 11th, 2007 at 7:32 am
Lieber Herr Wiese!
Ich habe die Nachricht, dass Sie aufhören, mit einem lachenden und einem weinenden Auge gelesen. Ich habe dadurch viel Interessantes über die Schweizer und ihre Besonderheiten und Empfindlichkeiten und einiges über mich selbst als Deutscher aus Schweizer Perspektive gelernt. Vielen Dank dafür, mir wird die regelmäßige Lektüre neuer Einträge fehlen!!! Andererseits habe ich großen Respekt vor der Entscheidung aufzuhören. Wenn es nichts Neues zu erzählen gibt, ist das allemal besser als sich etwas aus den Rippen zu leiern. Dann lieber ein würdiges Ende.
Ich wünsche Ihnen das allerbeste, für Ihre weitere Eingewöhnung in der Schweiz, für Ihre Familie und alles, was Ihnen ansonsten wichtig ist.
Viel Spaß beim Treffen am Sonntag (zu dem ich leider nicht kommen kann) und viele Grüße aus dem großen Kanton!
vierundachtzig
July 11th, 2007 at 7:45 pm
@Jens-Rainer Wiese
Letztes:
Schluchz, Grimm und Heul, des Bloges Ende kommt mit Macht,
kein Teutone hält die Helveter mehr in Schacht,
der all dies wagte, sein Name ward Jens-Rainer Wiese,
der brachte tolle Themen mit stets frischer Briese.
Drum vielen Danke, so schallts aus allen Ecken,
vielleicht wird er sich für uns noch mal erwecken!
July 12th, 2007 at 1:55 am
@Tellerrand Says:
July 10th, 2007 at 1:20 pm
…. Aber klar, jede noch so gute Idee läuft sich irgendwann tot …
WARUM EIGENTLICH? IST DAS WAHR?
Gucken wir doch über den Tellerrand…!
Heutzutags werden doch INNOVATIONEN gefragt… Wir sollten uns demnach stets “er-NEU-ern”!
Da bleibt noch POTENZIAL für EFFIZIENZ und EFFEKTIVITÄT!
1) Da sind doch die KOLUMNEN;
2) 2008 kommt das BUCH;
3) Jens meldet sich zurück, weil er gewiss noch ‘was entdeckt: Er ist noch jung und es gibt immer wieder neue HELVETISMEN in HELVETIA…. Das ist lediglich eine Frage der Zeit…
4) Das Versprechen (Dürrenmatt? oder JENS?) haben wir doch, obschon “mier alli ir strass, wo zum friedhof geit, wonid”… (vgl. mit Mani Matters Lied aus früherer Zeit…)
Deshalb, verehrte Bloggemeinde….Bitte kein Wehklagen! Auf der BLOGWIESE! Bitte kein “Schluchz, Grimm und Heul” [@AnFra Says: July 11th, 2007 at 7:45 pm]
Die ZUKUNFT kommt bestimmt:
Ungefragt … aber auch UNAUSWEICHLICH!
Und die wird immer besser… So nach dem “IMMER BESSER PRINZIP” von Managern und Politikern…. (Bei uns werden Bürgerinnen und Bürger immerhin noch oftmals um ihre Meinung “ge-fragt”…. Die Stimme des “Volkes”… DEMOKRATIE?)
Die IDEE (Plato) kann sich doch nicht “totlaufen”!
Sie lebt weiter…
Schöne Wiesen sind doch wirklich “erfrischend”… So auch die BLOGWIESE.
Châpeau für JENSWIESE!
Mes salutations cordiales
Jean-Louis
July 12th, 2007 at 6:00 am
ja dann…. merci und tschau zäme! spezieller dank auch an neuromat, deine kommentare waren immer eine bereicherung.
July 12th, 2007 at 8:47 am
@ Jean-Louis
Das mit dem Totlaufen einer Idee bezog sich eher auf die Umsetzung derselben.
Die Idee, den Schweizern und Deutschen einen Spiegel vorzuhalten und auf vor allem sprachliche Unterschiede hinzuweisen, ist nicht tot. Sie ist nach wie vor gut und lebendig. Nur darf man nach einer ziemlich langen Zeit wohl auch andern die diesbezügliche Denk- und Schreibarbeit überlassen.
Eine kleine Lüftung meines Alias gefällig? Ich heisse eigentlich Thomas und da das hier auf dem Blog zu Zeiten eher ein Sammelbegriff war und da ich mich ziemlich häufig über engstirnige, nationalistische Argumentationen geärgert habe, kam es zum Tellerrand. Ein Vorschlag, sich doch mal über den Tellerrand der eigenen, an den Landesgrenzen endenden Wahrnehmungs und Argumentationsmuster hinaus zu wagen.
July 13th, 2007 at 2:25 pm
Schade, dass die Blogwiese nicht weitergeführt wird. Ich hoffe doch sehr, dass sie immerhin als Deutsch-Schweizerisches Verständigungslexikon im Web erhalten bleibt!
Ich gehörte zwar nur zu den gelegentlichen Leserinnen, doch ich möchte hier nochmals unterstreichen: Gut beobachtet, fein und witzig beschrieben! Irgendwie gelingt es dir total gut, die Unterschiede (meist) wertfrei darzustellen. Chapeau!
July 15th, 2007 at 6:29 pm
Das haut dem Fass den Boden raus, wenn man monatelang nicht dabei war, und dann kurz vor Ende der “Blogwiesenfeier” erfährt, dasses dass “Totale Ende” sein soll.
Grande Catastrophe!
Schade & Ade!
ALLES ALLES GUTE Dir, Jens Rainer & Deinen Lieben, die Dich so lange gewähren liessen.
Diese Wiese war mal Diplomatie auf eine andere Weise
Cio Alle Ihr eloquenten Kommentatoren!
Danke für Eure “herzigen” Beiträge.
[Anmerkung Admin: Ganz Schluss ist nicht, jetzt läuft der Reload, und da kann wieder frisch diskutiert werden. Und sobald genug passiert ist oder wir wieder was gelernt haben, gibt es bestimmt wieder neue Postings. ]
July 16th, 2007 at 9:30 pm
Lieber Jens-Rainer Wiese
Es hat Spass gemacht, in blogwiese zu schmökern, aus blogwiese zu Lernen, und ab und zu was auf blogwiese liegen zu lassen.
blogwiese ist tot, es lebe die blogwiese.
Alles Gute für die zukünftigen Projekte!
July 20th, 2007 at 7:29 pm
servus, jens!
bin ja eher auf nahezu tragisch anmutende weise auf deine website aufmerksam geworden - vielleicht kannst du dich noch an deine verunglückten tretroller-experimente am und um den löwenplatz herum erinnern… am ende lagst du da: mit gebrochenem haxn, wie wir in bavaria “tönen” (juchhe, auch ich bin schon lang hier…), und ich half dir dann die ersten kritischen minuten mit psychischer hilfe zu überstehen. seis drum, nachdem du mir trotz apokalyptischer schmerzen deine visitenkarte mit der blogwiese in die hand gedrückt hattest, seit eben jenem tag habe ich oft, sehr oft sogar deine feinen, erlesenen reflexionen über die teutonische-eidgenössischen irrungen und wirrungen gelesen. in der tat bleibt auch mir nur ein kräftiges kompliment übrig - wunderbar, wenn einer sein schreibtalent zu solch ungezwungenen zeilen nutzen kann. “schlussendlich” hoffe ich sehr, dass wenigstens du der marketing-welle nicht verfallen wirst und ein weiteres buch für den bücherschrank der überflüssigen seitenwerke produzieren wirst - bleib unabhängig und frei!!!
einen herzigen, äähhh, herzlich bayrischen gruss von “deinem” teilzeit-notarzt philipp.
July 20th, 2007 at 9:50 pm
@Tellerrand Says:
July 12th, 2007 at 8:47 am
…..Ich heisse eigentlich Thomas….
Na dann, lieber Thomas! Besten Dank für die Aufklärung: Ich habe immer “Talleyrand” gelesen…
Dies vermutlich wegen Deiner Beiträge…
… Ich heisse eigentlich auch nicht Jean-Louis, sondern “Elemér”. Spricht sich aus, so etwa wie “à la mer”…. tu sais?…. “faire des vacances à la mer”! Ein schöner Ort, um Auszulüften, zu verschnaufen, über den Tellerrand zu gucken… dort das Glas “blanc des blancs” zu entdecken:
Santé et à la prochaine! Weil eben nicht die Idée, nur deren Umsetzung sich “totläuft”…
Dank der Technologie können wir auch Aufgewärmtes geniessen: Wer nur “gelegentlich las”, kann ja nun ent-decken, wie einst Wikinger und Columbus. Da wird sich auch zeigen, was eher von Dauer ist und die Zeiten überlebt…
“Tellerrand”, Talleyrand. Das ist aber wirklich gut! Einst wusste die Menschheit - angeblich - nicht, dass die Erde eine Kugel sei, stellte sie sich flach wie einen Teller mit Rand vor. Inzwischen lebt die Menschheit aber gänzlich “globalisiert”… Manche vergessen dabei - die globale Sichtweise ist äusserst anspruchsvoll - zu Leben.
Zum Beispiel “à la mer”, wo Du stellenweise die Gezeiten doch noch spürst.
Saludos amigos…
Jean-Louis
July 21st, 2007 at 6:52 pm
Einerseits äusserst schade, dass die Blogwiese eingestellt wird.
Andererseits kann man sagen, der Blog endet dann, wenn es am schönsten ist.
Auf jeden Fall werde ich weiterhin die Site besuchen, mal diesen, mal jenen Artikel lesen und mich nochmals daran erfreuen. So, wie ich etliche Bücher zigfach lese, werde ich das auch mit einzelnen Sequenzen von Blogwiese tun…
July 23rd, 2007 at 9:31 am
Wir ( Heike und Jürg ) haben den NZZ Beitrag nicht gefunden. Such such such.
[Antwort Admin: ist noch nicht erschienen, kommt in den nächsten Tagen. Werde ihn dann sogleich hier verlinken ]
July 24th, 2007 at 8:10 pm
Ersch jetzt entdeckt und scho wieder fertig! Aber ich ha jo no ganz viel zum läse. Danke und alles Gueti.
July 26th, 2007 at 4:20 pm
Schade das es vorbei ist aber die Gründe sind absolut klar und offensichtlich! Danke vielmals für die vielen tollen Beiträge, wir haben herzlich gelacht.
Ausserdem war es für meine Freundin (die seit einem Jahr in der Schweiz lebt bei mir) vorallem anfangs eine Art Nachschlagewerk für Schweizer Verhalten *g*.
Vielleicht packt dich ja mal wieder die Lust ein anderes Thema anzugehen, Talent zum Schreiben hast du auf jeden Fall…
Merci
Jeromy
PS: Ich hoffe der Link zum Verkaufskanal deines Buches wird dann hier gepostet *g*
July 27th, 2007 at 1:29 pm
Lieber Jens-Rainer Wiese, wiese-blog-er, netztagebuchführer,
in meim, besser in einem meiner duden, im modell 91 steht: “Sylvester vgl. Silvester”
da ist der kritikastrige rotstiftlerkommentar zu unbedacht:
sylvester war lange genug richtig, um es auch heute noch zu verstehen.
Zu aufgabe und sinn des blogs wundere ich mich, wo da die grundlagen des blogers sind, bleiben, geblieben sind. prämissen?
Da könnte zu vermuten sein, dass die deutsche sprache zu sehr als EINE sprache verstanden wird. das schiene mir dann irgendwie verknöchert, verkalkt.
Gibt es nicht von sprachschatz (von der seebrise her höre ich auch s-prachschatz und sprachgebrauch her unterschiede in dieser vermeintlich einensprache zwischen Bad Tölz, Calw, Johanngeorgenstadt, Landeck, Mistelbach, Niebüll, Sassnitz, Villach, Zwiesel?
nochmals. andersrum von den mehr als drei, vier dimensionen des menschen her:
hängen wir nicht stets in einem oder einigen wenigen uns gängigen subsets der sprache, die wir gewohnheitshalber, ichbezogen, als dieeinesprache denken?
den kleinen sprachausschnitt, den ich brauche, die sprache meines umfelds, die sprache meiner zeitung, meiner fernsehstationen, bis ich statt einer köchelverzeichnisnummer mal life einen wolfgang-amadé brief höre und ahnungslos, unvorbereitet von einem wort zum nächsten in einer total anderen welt bin.
die andern, die nicht meinen sprachschatz und meine satzkonstruktionen brauchen, sind dann die ausnahmen.
mit den besten wünschen auf der weiteren reise im abenteuer der deutschensprachen,
mcwolfgang
July 27th, 2007 at 11:15 pm
Lieber Jens-Rainer
Bin erst heute durch den NZZ-online Artikel auf diese Seite aufmerksam gemacht worden…. und schwups waren Stunden vergangen wie im Flug! Ich freue mich jetzt schon auf dein Buch!
Es tut uns Schweizern gut ab und zu einen Spiegel vorgehalten zu bekommen und vor allem wenn es ein differenzierter, fundierter und witziger zugleich ist!
In diesem Sinne vielen Dank für all deine Arbeit, ich kann mich nun an dem Reload freuen!
Lieber Gruss Ch(r)iesi
August 9th, 2007 at 12:53 pm
Auch von mir noch ein Auf Wiedersehen! Hab’ erst jetzt gecheckt, dass die Blogwiese aufhört, da ich einige Wochen abwesend war. Viel Erfolg mit dem Buch!
Tschüss auch an die anderen Blogwiese-Leser und viele Grüsse,
Selma
August 13th, 2007 at 8:28 am
Schade, und ich wollte noch geklärt haben, was “Pfüscht” eigentlich bedeutet; warum ein paar halbstarke verkünden Pfüscht verteilt zu haben.
August 13th, 2007 at 11:21 am
Vielen Dank,
in einem Monat ziehe ich von Berlin nach Zürich, fange dort mit meiner Frau ein neues Leben an und diese Seite hat mich in den letzten Monaten immer begleitet. Ich habe Freunden davon erzählt und viel gelernt. Diese Seite hat mir vor allem die Angst genommen vor der Schweiz, mit Humor kann man auch die Angst vor dem auswandern überwinden.
November 7th, 2007 at 12:13 pm
Erst jetzt habe ich da mich eingelesen. Und was ich las, machte Spaß. Der Umgang mit der Hochsprache in der Schweiz interessiert mich schon lange und bis die Eidgenossen ein unverkrampftes Verhältnis zu ihr bekommen, fließt wohl noch viel Wasser durch den Rhein.
Es gibt also noch viel zu tun, sprechen wir es an.
Mit besten Grüßen
Urs (Schweizer)
April 16th, 2009 at 10:03 am
ich finde es schade. einen gewissen trost gewährt mir tatsache, dass uns das inhaltsverzeichnis erhalten bleibt damit wir in schlaflosen nächten alte blogwiese reinziehen können. unterdessen habe ich begonnen mich für dialektologie zu interessieren trotz all des unsinns, den die dialektologen im internet zum thema “allemannisch” verzapfen. zur vermeidung von entzugserscheinungen muss ich halt in zukunft auf das migros-blättli ausweichen. merci jens, du warst immer grossartig.