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Wo waren Sie, als Schlumpf gegen Blocher gewann? — Der Kilopreis für Wurstwaren ist auch gestiegen

Nachtrag 13.12.07 8:07 Uhr: Frau Widmer-Schlumpf hat die Wahl angenommen!

  • Was für ein Wahltag!
  • Im Auto auf unterwegs im Tessin, morgens um 9:30 Uhr berichtet DRS1 darüber, dass der geplante „Sprengkandidat“ der CVP, Darbellay, schon wieder zurückgezogen worden war. Stattdessen ist eine gewisse Frau Widmer-Schlumpf von der SVP aufgestellt worden. Leider wisse man noch nicht, ob die Frau mit dieser Kandidatur überhaupt einverstanden sei, denn sie sitzt im Zug von Chur nach Bern.

  • Im Zug zur Bundesrätin
  • Sie fuhr ziemlich lange Zug an diesem Mittwoch, die Frau Widmer-Schlumpf, gewöhnlich dauert das von Chur nach Bern 2-3 Stunden, mit Umsteigen in Zürich, aber heute kam es jedem Beobachter der Bundesratswahlen wie eine Ewigkeit vor. Als sie ankam in Bern, ging sie nicht zu Fuss zum Bundeshaus, oder nahm „das Tram“, wie sonst bei Schweizer Politikern üblich, sondern wurde mit Polizei-Eskorte zum Ort des Geschehens gebracht. Ob sie kandidieren will hat man sie nicht mehr gefragt, denn dazu war es bereits zu spät, sie war bereits gewählt worden. Immerhin durfte sie dann nach gewonnener Wahl gegen Ex-Bundesrat Blocher überlegen, ob sie die Wahl annehmen will.

  • Dann trinken wir einen Kaffee zusammen
  • Um 10:00 Uhr hörten wir ein Politiker-Interview auf DRS1, in dem darüber hergezogen wurde, dass diese „Publizisten“ immer aus jeder gewöhnlichen Wahl auf Teufel komm raus ein spannendes Ereignis machen möchten. Es gäbe keine grossartigen Neuerungen, alles würde seien Gang gehen, und um 12:00 Uhr würde man erst mal eine Pause zum Kaffeetrinken einlegen, etc. Sämtliche Vorhersagen gingen von einer glatten Wahl von 8:00 – 12:00 Uhr aus, same procedure as every year.

    Doch es kam anders. Ein lange Sitzung kapselte mich vom Schweizer Politikgeschehen bis nach Mittag ab, dann erhielt ich um 14:30 Uhr eine Mail aus Japan mit dem Betreff „Politisches Erdbeben in der Schweiz“, die aktuelle Headline von Spiegel-Online. Wenn der Spiegel über die Schweiz schreibt, dann ist wirklich was passiert.

  • Der „Sprengkandidat“ auf Spiegel-Online
  • Spiegel-Journalist Mathieu von Rohr erwähnt, als alter Schweizer, der einst das Interview mit Blocher für den Spiegel führen durfte, sogar das heute auf der Blogwiese diskutierte Schweizer Spezialwort „Sprengkandidat“. Jetzt kennen auch Spiegel-Leser das Wort, kein Zweifel. So schnell wird Schweizerdeutsch zur Standardsprache!

  • Wurstpreise und Blocher
  • Die Nachrichten auf DRS1 dann um 15:00 Uhr hatten zwei Top-Themen: Der Kilopreis für Wurstwaren ist um 1 Franken gestiegen, und Christoph Blocher ist nicht wieder gewählt worden. Zunächst folgen dann die Details zu den gestiegenen Wurstpreisen. Kein Witz. Das ist wichtig, denn die nächste Grillsaison beginnt in nicht mal 6 Monaten. Blocher muss warten. Wir wollten Facts über die Wahl hören, und kriegen Details über Wurstwaren aufgezählt! Alles ist relativ in der Schweiz.

  • Die neue Bundesrätin, für eine Nacht?
  • Da hat es doch tatsächlich geknallt in der Schweiz, und wir sassen am Mittagstisch und kriegten nichts mit davon! Am Nachmittag sprechen bereits die ersten interviewten Politiker auf DRS1 von der „neuen Bundesrätin Frau Widmer-Schlumpf“, als sei es nur eine Frage von Stunden, dass sie ja sagt. Heute Nacht ist sie Bundesrätin, für eine Nacht zumindest, falls sie morgen um 8:00 Uhr sagt „Ich nehme die Wahl nicht an“. Dann wird es spannend. Blocher muss ja gegen irgend jemanden antreten, sonst ist es keine Wahl sondern eine Akklamation. Wenn zaubert die CVP dann aus dem Hut?

    Samuel Schmid unterdessen hat sich klammheimlich zum Bundesrat vereidigen lassen. Er war ja sauber gewählt worden, wie die anderen drei Kollegen und Frau Calmy-Rey, warum also nicht gleich die Vereidigung durchziehen? Fand die SVP nicht so klasse, sie entliess ihn spontan aus der Fraktion, denn verabredet war bei der Nichtwahl Blochers der geschlossene Gang in die Opposition.

  • Gibt es eine echte Opposition?
  • Nun besteht die Möglichkeit, dass die Schweiz sich morgen früh verabschieden muss von Konkordanz und Konsens-Demokratie, von Zauberformel und Regierung ohne echter Opposition. Wenn Blocher in selbige geht, dann ist es wirklich eine Opposition im Schweizer Politsystem, und an einen Samuel Schmid denkt dann niemand mehr. Wahrscheinlich wird er auch noch aus der SVP geworfen?

    

    44 Responses to “Wo waren Sie, als Schlumpf gegen Blocher gewann? — Der Kilopreis für Wurstwaren ist auch gestiegen”

    1. AnFra Says:

      Was für ein Tag!

      Diese schweizer „Treibjagd von Bern“ übertrifft noch um viele Längen das deutsche „Wunder von Bern“. Vom hochdeutschen Jagdsitz betrachtet was das ein tolle Treibjagd mit noch nicht beendetem Halali.! Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Halali_%28J%C3%A4ger%29.

      Nun taucht die Frage auf: Wie geht’s weiter? Bracht das Wild eine Bluttransfusion oder gar die Saufeder? Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Saufeder.

    2. Fiona Says:

      Die Schweiz ist vor allem als eine Insel der politischen Stabilität bekannt.
      Nun ist von einer politischen Krise die Rede. Das könnte eventuell unangenehme destabilisierende Folgen (d.h. eine Zunahme der Inflation) für den Schweizer Franken haben.

    3. Neuromat Says:

      Bei der Arbeit am tun, Herr Wiese, und nicht beim Wurstessen am dran. Wir haben aber das Radio laufen lassen – bin ja kein Unmensch.

      Im Zentralschweizerischen Haussender kam ein Kurzinterview mit der Frage, ob es richtig sei, dass die Schlumpf sich jetzt erst einmal bedenke. Das sei richtig, war die Antwort. Sie känne jetzt sehr vieles richtig machen, aber sie könne jetzt auch sehr vieles falsch machen.

      Welch staatstragende Weiosheiten „hoher“ Schweizer … alles hat eine Ende Chirstoph, nur die Wurst hat …

    4. Simu Says:

      Solange Frau Widmer-Schlumpf die Wahl nicht ablehnt, ist sie wirklich Bundesrätin, denn sie wurde ja gewählt. Also eben ist sie Bundesrätin für mindestens eine Nacht, hoffentlich aber für länger…;)

    5. Simu Says:

      Übrigens sass ich zum Zeitpunkt der Titelfrage mit vielen meiner Mitarbeitenden vor der TV-Direktübertragung. Die meisten klatschten und freuten sich…

    6. Daniel Says:

      Ich weiss nicht, was das sollte. Schätze mal, dass das ein Pyrrhussieg ist für die SP. Die ausgebootete SVP wird der ganzen Schweiz jetzt die Hölle heiss machen. Das kann doch nicht im Interesse von irgend jemand sein?

      Bin selber ein SP-Wähler, aber ich respektiere den Herrn Blocher und finde, dass er durchaus fähig ist. Eine solche Abwahl hat er nicht verdient.

    7. Wer er Says:

      Is denn heut scho Weihnachten? 🙂

      Ich war noch im Aldi einkaufen! Kluger Rat Notvorrat…
      Morgen soll ja die Räte- und Schlümpfe-Republik ausgerufen werden. Da will man noch möglichst lange was zu futtern haben.. 😉

      Am Abend hab ich übrigens im Familienkreis mit Rhimuss (0% Alkohol) angestossen! Genau – das Getränk von einem SVP-Sponsoren, der am liebsten das Anti-Rassismus-Gesetz gestrichen haben möchte und wohl auch dem Irrtum der Gleichung Volk=SVP=Heiliger Christopherus unterliegt.
      Grund: Möchte morgen keinen Kater erleben. Schliesslich muss ich bei Sinnen sein. Es lauern ja an jeder Ecke potentielle Verschwörer (GEHEIM), Blocher-Meuchler und sonstige schwarzen Schafe bzw. blaue Schlümpfe…
      Den SVP-Fraktionschef, SVP-Parteipräsidenten sowie BR – Verzeihung EX-BR – Blocher soll schon an einem Ort – GEHEIM – verbracht worden sein, damit sie das Volk medial nicht darüber informieren können, was für ein ungeheurer Umsturz hier im Gang ist. Man munkelt, sie werden momentan von Frau NR Meier-Schatz nach CIA-Manier über den GEHEIMplan verhört. (Damit man endlich die Handschriften auf dem GEHEIMplan zuordnen kann).

      Das werde ich morgen dagegen tun:
      Nach dem Aufstehen die Nationalhymne absingen „Trittst im Morgenrot daher…“, hinter meinem Pult 2 Schweizerfahnen platzieren und sonstige Voodoo-Beschwörungen vollführen, dann den Volksempfänger – ähm Radio – einschalten und beten, dass der Zauber der Formel wirke! 😀

      Ach ja – habe noch was ganz Praktisches vergessen:
      – Kugelschreiber einkaufen: wird wohl mehr Kreuzchen an Volksabstimmungen und Referenden zu unterzeichnen geben, weil ab morgen 09:00 Uhr ja scharf mit Papierflugzeugen (aber bitte gekröpfter Landeanflug – nicht Südanflug über die Goldküste gelle!!!) auf Oppositionskurs geschossen wird.
      – mir eine Sonnenbrille (extra-stark) zuzulegen, damit mich die SVP-Sonne von den Abstimmungsplakaten nicht allzufest blendet!

      Das mein bescheidener – aber natürlich STRENG GEHEIMER Aktionsplan. 😀

    8. soso Says:

      grööööhl… wurstsachen wichtiger als berndinge, ich versteh in diesem land echt nix mehr 🙂

      und ich brauch echt ein update im demokratie verständnis für die CH Schreibart: wieso ein vom Volk gewählter Politiker nicht in die Regierung kommt…. die rätsel häufen sich hier jeden tag, sie türmen sich auf so hoch wie die alpen.
      Wird die blogwiese es je schaffen die freie sicht zum mittelmeer wieder her zu stellen?

    9. soso Says:

      namen sind ja sekundär, aber bei es ist irgendwie nicht vorteilhaft bei einem politker an das berühmte „Lieder der Schlümpfe“ zu denken.
      Also bitte: unterdrückt euer Lachen, sei es auch noch so angebracht 🙂 denn eine gewisser verwandschaftsgrad bzgl. Weltgewandheit ist schon vorhanden…

    10. neuromat Says:

      @ daniel

      Du hast Recht. Das ganze ist ohnehin eine Riesenposse. Blocher ist Choleriker, der sonst bei Kleinigkeiten explodiert wie von der tarantel gestochen – warum ist der jetzt so „cool“?

      An alle Karrikaturisten. Sind die Stifte schon gespitzt. Das Wahlplakat der SVP darf jetzt umgestaltet werden. Der fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

    11. Tellerrand Says:

      Bin von den Socken. Passiert jetzt mit der SVP, was, gar nicht lange her, mit der ÖVP geschah? Zerbricht sie zwischen Populismus und Regierenwollen? Man erlaube mir die Meinung: es wäre nicht schade drum.

      Liebe SP-Wähler und Blocher-gut-Finder: was hat Blocher für die Schweiz geleistet? Vor allem doch wohl eine latente fremdenfeindliche Stimmung im Land weiter angeheizt und dem Land ein Asylgesetz beschert, auf das man wohl kaum stolz sein kann, wenn man etwas auf die humanitäre Tradition der Schweiz hält.

    12. soso Says:

      @ tellerrand

      einen kleinen satz möcht ich aus dem zusammenhang greifen und korrigieren:
      „… wenn man etwas auf die humanitäre Tradition der Schweiz hält. “

      diese tradition ist mir nicht ersichtlich in:

      A) Juden vor die grenze stellen bzw. zurückschicken
      B) in Berlin anklopfen mit der bitte den vorauseilenden schweizer gehorsam Reichsweit um zus etzen: damit die Juden an der Grenze als solche erkannt werden, ist es sinnvoll in den Reichspass ein grosses fettes J (buchstabe Jott) rein zu stempeln.
      So geht den Schweizern nicht ein Jude durch die Lappen bzw. ins Land rein.
      Begeistert setzte das 3. Reich diese kreative Idee der Schweizer sofort in die Tat um.

      Das wort von der schweizer humanitären tradition ist nur eine Notlüge um fehlendes nationales Profil zu überdecken.

      [Anmerkung Admin: Als Gegenargument mögen die zahlreichen Tibeter gelten, die in der Schweiz Asyl gefunden haben, und auch die sonstigen Flüchtlingen, die heute wohl integriert sind. Oder die „Kriegskinder-Aufpäppel-Aktionen“ nach dem 2. Weltkrieg (vgl. hier) ]

    13. mare Says:

      Endlich ist Blocher weg! Und ich muss mich nicht mehr über die Visage aufregen, wenn eine Nachricht aus dem Bundeshaus kommt!

    14. neuromat Says:

      @ Tellerrand

      er hat so einiges geleistet. Vor allem ein paar heisse Eisen auf der bürokratischen Kostenseite angefasst, an die sich sonst niemand getraut hat.

      Für eine latente Fremdenfeindlichkeit braucht es fremdenfeindliche Gesinnung, die nun stellvertretend einem einzigen anzulasten ist mir persönlich zu einfach.

    15. Phipu Says:

      Bisher dachte ich immer, alle wichtigen Ereignisse für das Weltgeschehen, bei denen man sich im Nachhinein fragt, wo man zu diesem Zeitpunkt war, hätten etwas mit den USA zu tun. So war ich z.B. bei der ersten bemannten Mondlandung am 20. Juli 1969 noch nicht auf der Welt. Andererseits mag ich mich noch gut erinnern, wo ich war, als ich vom begonnenen Rückbau der Twin-Towers am 11. September 2001 erfuhr. Hätte ich mir je erträumt, dass sogar schweizerische Ereignisse für das Weltgeschehen derart von Interesse sein könnten, dass sogar der Spiegel davon berichtet, hätte ich mir auch versucht, einzuprägen, was ich am 10. Dezember 2003 gemacht hatte. Aber das weiss ich beim besten Willen nicht mehr. Was andere an diesem Katastroph… an diesem Tag machten, ist hier ersichtlich: http://www.swissinfo.ch/ger/dossiers/bundesratswahlen_2003/index.html?siteSect=21290

      An Soso
      Nun hattest du doch schon von 1979 – 1987 Zeit, dich über diesen Nachnamen zu amüsieren, und hast dich immer noch nicht von deinen „Gröhlkrämfen“ (offenbar schreibt eine ganze Generation ihre SMS und E-Mails voller „grölen“ mit H) erholt. Aber vermutlich hast du dich in dieser Zeit, als es einen Bundesrat (Achtung, Lachanfallgenerator!) Leon Schlumpf gab http://www.admin.ch/ch/d/cf/br/93.html , noch eher für Wurstpreise als für Schweizer Politik interessiert. Das würde deine etwas langsame Reaktion erst im Jahr 2007 erklären.

      Dann gleich noch eine erste Lektion Demokratieverständnis, die auch

      Wer Er
      interessieren könnte. Guter Rat, Notvorrat! Mein Tipp: noch viel mehr Kugelschreiber kaufen! Die Tinte muss nämlich ausreichen, um mehr als nur Kreuzchen zu malen. Man muss „Ja“ oder „Nein“ auf die vorgedruckte Linie schreiben (Abstimmung) oder gar ganze Namen (Wahlen), oder die gesamten Adressdaten mit Unterschrift (Unterschriftenbogen für Initiative) schreiben können. Siehe: http://www.blogwiese.ch/archives/646, bzw. in der Erstversion http://www.blogwiese.ch/archives/34 . Nur mit Kreuzchen unterzeichnete Stimmrechtsausweise oder Unterschriften auf den Initiativbögen sind leider – oder eben vielleicht gewollt – ungültig. Die Demokratie ist eben zuungunsten der Minderheit der Analphabeten zutiefst undemokratisch. Deine Idee mit den Papierflugzeugen ist aber möglicherweise mit der Demokratie vereinbar. Wenn ich richtig informiert bin, sind zu Flugzeugen gefaltete Stimmzettel gültig, solange sie beim auseinanderfalten noch leserlich bleiben und nicht mit zusätzlichem Gekritzel ergänzt wurden (Lufthoheitszeichen mit rotem Kugelschreiber aufgemalt, schwarze fliegende Schäfchen, gelbe, lachende Sonnen gezeichnet o.ä.).

      Die Überlegung, was die SVP in der Opposition via Papierverbrauch (Plakate, Unterschriftenbögen, Abstimmungsunterlagen) und via Regenwaldabholzung mit der Klimaerwärmung zu tun haben könnte, ist bei mir erst am Keimen.

    16. AnFra Says:

      Anbei ein Artikel über den schweizer Wurstmarkt. Dieser wurde in der europäischen „Fachzeitung für das Wurstgewerbe“ von einem grenznahem Beobachter der schweizer Wurstküche geschrieben.

      Was ist los am schweizer Wurstmarkt?

      Heute, am 13.12.2007 hat man einen besonderen Blick über die schweizer Grenze geworfen. Die geheiligte Konkordanzordnung im Wurstmarkt ist unerwartet gesprengt worden. Die Analyse des schweizer Wurstmarktes ergibt folgende interessante Erkenntnisse bezüglich der in Europa etwas eigenen schweizer Extrawürste.
      Bei der Überprüfung für die daraus erfolgten Preiserhöhungen ist man zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen.

      Nach neuesten Erkenntnissen wurde im schweiser Wurstmarkt versucht, einige neuartige Wurstarten zu etablieren. Hierbei muss als eine wichtige neue Wurstart genannt werden, welche aus sehr groben Stücken, die bevorzugt aus Wildtier, besonders Wildschein, gearbeitet wurde.
      Diese neuartige „Emser Blochwurst“ folgte einer eigenen Rezeptmischung. Sie wurde auf äußerste Härte gearbeitet. Geheimen Informationen nach sollen auch in diese Grobwurst gekutterte Rückrade von schweizer Verantwortlichen mit verarbeitet worden sein. Insider meinten, mit so einer harten Wurst könne man jeden Deutschen oder Asylanten erschlagen.
      Jedoch wurden auch Versuche unternommen, im Kontrast zu dieser Hartwurst eine neuartige Weichwurst für die juristischen Konsumenten zu kreieren. Der Name sollte „Rohrschacher Landwurst“ lauten. Dieser Versuch ist aber in einem halbgaren Zustand steckengeblieben und nicht mehr beendet worden. Bei Degustationen dieser Wurst seien etlichen Leuten Stücke im Hals stecken geblieben.
      Auch ist ruchbar geworden, eine schweinefleischfreie türkisch-schweizerische Eselswurst mit gewissen Kamelanteilen zu etablieren. Was genau aus der „Türkeler Blocherer“ geworden ist entzieht sich leider zur Zeit unserer Kenntnis.
      Die Gelbwurstsorten hatten in der letzten Zeit in der Schweiz einen teils recht starken Aufschwung erlebt. Aus geheimen Quellen ist zugetragen worden, dass dies deshalb sich zugetragen hätte, weil ein größeres Aufkommen von Gehirnen auf den Wurstmarkt gebracht worden sei. Die Ursache sei darin zu sehen, weil einige Leute auf ihr Gehirn verzichten zu können glaubten.

      Am 12.12.2007 wurde in Blitzmeldungen mitgeteilt, in der schweizer Hauptstadt habe man eine neuartige, einzigartige und noch nicht da gewesene Wurstsorte kreiert.
      Diese basiere auf der uralten schweizer Tradition des Aderlasses. Damit wurden erfolgreich z. B. wilden Stieren, Keilern, Böcken u.a.m. deren übermäßiger Blutdruck reguliert, um sie dann besser zur Schlachtbank zu führen. Dieser handwerklicher Brauch wurde auch schon in der Zeit von Gessler angewendet.
      Auf dem Wurstmarkt wird diese neue Wurst als „Berner Blutgericht“ angeboten. Sie scheint aber nicht bei allen schweizer Konsumenten gut anzukommen, da hier ein tabuisiertes Sakrileg wegen der unterstellten ungerechtfertigten Opferung eines geheiligten alten Stieres angenommen wird.
      Still und leise hat sich parallel hierzu eine neue Wurstart aus Graubünden auf dem Wurstmarkt präsentiert. Im Gegensatz zur prallen, kurzen, dicklichen und auch teilweise sehr aufgeblasenen Wurst des Typs „Berner Blutgericht“ ist diese neue Wurstart fettarmer, fester, ja schon fast etwas asketisch.
      Der Name soll „Felsberger Brecher“, für den übrigen deutschsprechenden Markt „Felsberger Knacker“ lauten.

      Tja, liebe Freunde des Wursthandwerks. Die Zeiten sind vorbei, wo man schon fast getrost den schweizer Wurstmarkt unbeachtet lassen konnte, den in dem schweizer Wursttopf in Bern werden neue Wurstrezepte erprobt!
      Die schweizer Wurstküche dampft und wird uns sicher neu Würste bescheren.

      Euer Hans Wurst.

    17. marco Says:

      Toll auch die Aussage von Blocher: Jetzt kann er endlich wieder sagen, was er denkt, wo er nicht mehr BR ist – dh. er hat die letzten 4 Jahre den Schweizern gewaltig einen vorgelogen…

    18. Brun(o)egg Says:

      Also:
      Die politische Stabilität hat sich bewiesen. (@ Fiona)
      Der Gedanke der sachlichen Konkordanz hat sich auch bewiesen. Davon könnt ihr, – ih gehe davon aus das die meisten Schreibenden deutscher Nation sind-, nur träumen!
      Die Bemerkungen betreffend „Schlümpfe“ finde ich auf tiefstem SVP Niveau. Unterste Schublade. Genauso soll hier nicht politisiert werden!!!

      Es ging zwar, ausschliesslich emotional begingt gegen Blocher, aber sachlich? Die ganze Schweiz, das ganze Volk, alle Stände, haben bei der Asylgesetzgebung zugestimmt. Vermutlich auch die, die heute Judihui schreiben wegen der Abwahl. Wir wollen ja keine Kreuzberger Zustände in der Schweiz, nicht wahr?! Das mein ich auch. Aber bringens die andern?

      Um richtig verstanden zu werden: es ist gut so, wie es heute gekommen ist. Aber: In vier Jahren schauen wir mal zurück.

    19. Schnägge Says:

      Die Frau Widmer-Schlumpf hat schon echt Nerven. Ich finds cool und hoffe, sie lässt sich auch weiterhin durch niemanden einschüchtern.

      Wieder was über politische Systeme gelernt:
      Schweizer Konkordanz geht so: Nach außen hin nix anmerken lassen und hinter den Kulissen verschwören, mobben und drohen was das Zeug hält. Und wenn der kleine Junge nicht mehr die Regeln bestimmen sarf weil ein Mädchen gewonnen hat, dann schmollt er und spielt nicht mehr mit den andern.

      In Deutschland dagegen gibt es ein Hauen und Stechen, dass es eine Freude ist, sobald eine Kamera dabei ist und in den öffentlichen Debatten. Und anschließend geht man mit einander einen Kaffee trinken und die Merkel vertritt SPD-Positionen, beim Mindestlohn z.B., Sigmar Gabriel vertritt Grüne Positionen beim Klimaschutz…

      Ja, ich weiß, Witze über Namen sind niveaulos, aber ich persönlich fände es schön, wenn „Das Lied der Schlümpfe“ die neue Schweizer Nationalhymne würde. 🙂

    20. Schnägge Says:

      @Brun(o)egg: Schlümpfe sind sympathisch und clever und gewinnen deshalb immer gegen den griesgrämigen alten Choleriker namens Gargamel und dessen hinterhältigen schleichenden Katergefährten Azrael, die die Schlümpfe jedesmal gnadenlos unterschätzen. Ich finde nicht, dass das eine Beleidigung ist. 😉

      Sagt mal, wo kommt ihr denn her?
      – Aus Graubünden, bittesehr.
      Mögt ihr denn den Christoph Blocher?
      – Nein, der ist ein Unterjocher.
      Was macht ihr denn im Bundeshaus?
      – Da wischen wir ihm heut eins aus.
      Lalalalalalalalalala…

    21. Brun(o)egg Says:

      Es ist wurscht was Blocher heute gesagt hat. Das ist der noch nicht geschneite Schnee von Morgen.

      @ AnFra
      Deine dümmlichen Kommentare könnten wir Schweizer uns eigentlich sparen. Schreib doch lieber über die deutschen Wurstsorten. Da lebst Du ja.

      Mir scheint es fällt Euch schwer, das System der unabhängigen Voten in einem Parlament zu begreifen.
      Bei uns wählt ein Parlament die Minister. Die werden nicht von einem Oberjehudi oder einer Oberjehudiase nach Gusto bestimmt.
      Kapiert?

      Was mich hier immer wieder überrascht: Die Länge der Texte, die Hinweise auf jemanden der das auch schon gesagt hat. Mit Google, blogwiese, wiki, usw.

      Keine eigene Fundierte Meinung?

    22. Brun(o)egg Says:

      @ soso

      Schon mal den Bonjour Bericht gelesen? Kram doch mal im deutschen „Schatzkästchen“ was Vergangenheitsbewältigung angeht oder noch besser im östreichischen.

    23. Tobi Says:

      Irgendwie habe ich den Eindruck, dass hier der Wählerwille missachtet wurde. Es wurden zwei Vertreter der Partei mit dem grössten Wähleranteil in die Regierung gewählt, die nicht die nicht dem mehrheitlichen Kurs der Partei folgen. Mal abwarten, was sich daraus entwickelt.

    24. AnFra Says:

      @Bruno

      Habe gehofft, hier auf der Blogwiese könnten verschiedene Tierarten weide.
      Möchtest Du nur noch schieche Stiere zulassen?

    25. Marroni Says:

      @ soso „wieso ein vom Volk gewählter Politiker nicht in die Regierung…“ WANN BITTE?? Blocher wurde NIE vom Volk gewählt. Er hatte ein Nationalratsmandat, wenn alle vom Volk gewählten National und Ständeräte ein Recht hätten, Bundesrat zu werden, hätten wir 246 Bundesräte. Die einzige Volkswahl, zu der Stöff Bodenreinigungsgerät antrat, VERLOR er haushoch gegen Monika Weber, LDU Zürich.

    26. Ostwestfale Says:

      Nachdem Herr Schmid und Frau Widmer-Schlumpf aus der SVP-Fraktion ausgeschlossen wurden würde mich interessieren wie eng sie nun noch mit der SVP verbunden sind und sie als solche repräsentieren.

    27. Georges Says:

      Von Christoph Blocher, E. Widmer-Schlumpf, Sämi Schmid hat nur die Widmer-Schlumpf in den letzten 4 Jahren in einer Volkswahl kandidiert (und ist vom Volk auch gewählt worden).
      Auch bei einer Volkswahl des Bundesrates hätte Christoph Blocher wahrscheinlich nur 40 – 45 % erreicht und wäre somit nicht gewählt worden (wie Ueli Maurer in ZH).
      Somit sehe ich eigentlich kein Demokratie-Defizit bei dieser Wahl. Zu beachten ist auch, dass die National- und Ständeräte erst vor kurzem vom Volk gewählt wurden, mit dem Auftrag, den Bundesrat zu wählen. Offenbar wurden zu mehr als 50% Blocher-Gegner gewählt (die wohl auch als solche in den Wahlen erkennbar waren).
      Zu guter Letzt freut sich sicher auch Frau Blocher: vor einem Jahre hat sie am Fernsehen (sinngemäss) gesagt, es wäre besser, wenn im Bundesrat nur Leute wären, die am gleichen Strick ziehen und nicht divergierende Linke und Bürgerliche. Diesem Ziel hat sich der Bundesrat nun zweifellos angenähert.

    28. Brun(o)egg Says:

      @ Ostwestfale

      Herr Schmid und Frau Widmer werden versuchen, eine Allianz innerhalb der SVP mit dem Bündner und dem Berner Flügel zu schmieden. Nicht öffentlich natürlich. Und sie werden von Fall zu Fall, Geschäft zu Geschäft gezwungen sein, Mehrheiten bei der bürgerlichen Seite der CVP suchen.
      Es bleibt zu wünschen, dass ihnen das gelingt, auch mit Unterstützung der FDP. Sonst das rutscht das ganze zu sehr nach Links – Grün. Und von der Seite kommt selten etwas Handfestes, ausser dem Rückblick auf den letzten Wetterbericht und damit das Klima.

    29. AnFra Says:

      @Bruno

      Bin vom Kundenbesuch wieder zurück und möchte Dir folgendes schreiben:

      Dieser Blogwiese ist nach meinen Empfindungen eine gute, seriöse und notwendige Weide. Hier können wir uns austoben und interkulturell austauschen, denn ich habe inzwischen erlebt, dass es zwischen CH und D doch mehr Unterschiede (hoffentlich keine Anfeindungen!?!) gibt als bisher geglaubt.
      Hier sind wir auf der „Suche nach den verlorenen Worten“. Du hast möglicherweise Probleme, weil Dir mal widersprochen wird. Als aufrechter Schweizer hast Du scheinbar damit Schwierigkeiten.

      Deshalb werde ich den neuen Wurstrapport von Hans Wurst über neue schweizer Wurstsorte „Beleidigte Leberwurst“, welche sich im Zentrum vom Kanton Aargau neuerdings entwickelte, jetzt nicht bringen.

      Bitte bei Gelegenheit trotzdem diese Infos lesen:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Interkulturelle_Kommunikation
      http://de.wikipedia.org/wiki/Interkulturelle_Kompetenz
      http://de.wikipedia.org/wiki/Interkulturelles_Lernen
      http://de.wikipedia.org/wiki/Interkulturelle_Erziehung
      http://de.wikipedia.org/wiki/Interkulturelle_Zusammenarbeit

      Mit besten Grüßen

    30. flippah Says:

      Ich verfolge die Entwicklung mit größtem Interesse. Ich finde, gerade die in vielen Punkten deutlich anderen Lösungen der Schweizerischen Demokratie einmal „unter Last“ zu erleben, ist wirklich sehenswert.

    31. g.feikt Says:

      Uiuiui, jetzt gibts irgendwie Friktionen im Hause Blocher, denn da traten öffentlich erstaunliche Widersprüche auf beim Königspaar: Gestern hat die Silvia, ehe sie auf der Ratstribüne Platz nahm, ihre Augen gross in die TV-Kamera geweitet und sinngemäss behauptet, jetzt habe es ihr Mann vielleicht nicht mehr so streng; das sei der Grund, warum sie so fröhlich sei.

      Und heute röhrte der offensichtlich (und begreiflicherweise) tief verletzte Christoph ins Parlament, jetzt werde er sich erst recht politisch in Aktion setzen. Er werde das von einer Mitte-Links-Regierung dominierte „Mitte-Links“-Parlament das Fürchten lehren. Das Volk kann wohl nichts dafür, dass die Schweiz jetzt verkommt, denn es stand seiner Behauptung nach ja immer geschlossen hinter (oder unter??) ihm.

      Wer so droht und einzuschüchtern versucht, wie es der „wichtigste Schweizer“ heute getan hat, muss gegen eine so solide Gegnermehrheit mit einigem Aufwand rechnen, um Regent zu bleiben. Da wird aber Silvia enttäuscht sein.

    32. ch.atzefrey Says:

      Was macht eigentlich Blocher künftig beruflich? Packt er bei seiner Tochter Myriam in Basel Läckerli ein?

    33. Tobi Says:

      Interessant bzw. schon fast lustig an der „Entblocherung“ 😉 des Bundesrates finde ich auch, dass die Aktion ja von langer Hand vorbereitet gewesen sein muss – ohne dass die SVP-Spitze etwas mitbekommen hat.

    34. blogsgesang Says:

      Ich denke auch, dass die Geschichte Schweizer Stabilität bewiesen hat. Die Krise war eher Blocher. Es wäre schön, wenn man auch anderswo rechte Trommler auf solche Weise loswerden könnte. Mehr:

      http://www.blogsgesang.de/2007/12/13/stunde-der-schweizer-demokraten/

    35. Guggeere Says:

      Seit heute Morgen, kurz nach acht, habe ich das Gefühl, mit meinem Gesicht stimme etwas nicht. Und richtig: als ich heute Abend in den Spiegel schaue, komt mir dasselbe hämische breite Grinsen entgegen, mit dem doch bisher hauptsächlich ER seit langem die Umwelt terrorisiert hat. Nun, ER ist endlich runter vom Podest,
      http://de.youtube.com/watch?v=QZOiEIFFCVk
      und ich muss mit etwas Face-Building das schadenfrohe Grinsen wieder loswerden.

      (@ Brun(o)egg: Locker bleiben und auch mal was einstecken! Die Schlumpf-Wortspielereien sind wirklich harmlos. Und punkto Niveau: Deine Bemerkung über Linksgrüne sowie deine Ratschläge an unsere Nachbarländer bezüglich Vergangenheitsbewältigung sind dir ja wohl kaum auf dem Gipfel des Olymp eingefallen.)

    36. Tellerrand Says:

      @ soso

      Die humanitäre Tradition der Schweiz (begründet durch Personen wie Henry Dunant) wurde tatsächlich in den Jahren vor und während des WK II von der Regierung teilweise mit Füssen getreten. Das führte zur Gründung der schweizerischen Flüchtlingshilfe durch das Rote Kreuz, HEKS, Caritas, SAH und das Jüdische Hilfswerk, die sich noch heute für das Asylrecht stark machen und nicht zuletzt deshalb von Blocher mit einem Entzug eines Mandats für die Integration von Flüchtlingen abgestraft wurde.

      @ Neuromat

      Ich habe nicht gesagt, dass allein Blocher dafür sorgt, dass die latente Fremdenfeindlichkeit im Land manifest wird. Da gibt s dann schon noch ein paar andere Treiber und ausserdem schaffen die meisten fremdenfeindlich Äusserung ganz ohne fremde Hilfe 😉

      Eines sollte man nicht vergessen: 71% derer, die zur Nationalratswahl gehen durften und dann auch wirklich wählen gingen haben nicht Blocher und die SVP gewählt.

    37. nadjagn Says:

      Gebrüder Blocher…

      http://www.youtube.com/watch?v=xnMWp1ORyBo

    38. SZündhölzli Says:

      Ich glaube es gibt eine SVPZ als abgespalteter Teil der SVP welcher ja schliesslich in der Regierung ist. Bei den nächsten Wahlen werden dann die SVP Sitze auf SVP und SVPZ verteilt, oder auch nicht. Je nach dem wie sich der (Haupt)Zürcher Flügel anstellt. Schlussendlich ist die vorgestrige SVP eine starke Partei und hat den Anspruch in der Regierung adequat vertreten zu sein. (Was sie ja eigentlich mit den beiden Menschen Schmied und Wiedmer-Schlumpf auch wären…)

    39. willi Says:

      Ein verblochertes Land von 15% Stimmwähleranteil kriegt die Krise!

      Das die SVP wunder bewirkt, hat man ja eben gerade gesehen, da wurden für x-Milliönchen fast die ganze Schweiz zutapeziert mit der Blocher-Visage und was hat’s gebracht? Nichts! Und wenn die SVP ihre Drohungen der totalitären Opposition wahr macht, werden nach den 2500 sofort gefrusteten Blocheranhänger, es eine Massenaustrittswelle geben!

      Darum kann ich der Blocher SVP nur empfehlen, treibt es bis zum bitteren Ende, macht Eure Drohungen wahr, bringt Blocher mit euren Ränkespielchen Blocher zurück ins Parlament oder an die SVP-Parteispitze, tauft die Weltwoch um zur BlocherWoche, macht Dauerwerbung im TV und verkauft Produkte, die Blocher selber gesponsert hat, das Blocherli von Basel könnte ja der Anfang machen, dann könnte man ein Bier taufen zu BlocherBier, wenn es das nicht schon längst gibt! Dann müsste der Blocher monatlich einen Werbekampagne starten, denn das „Volch“ schreit nach seiner Visage und was sollen denn all diese Leute täglich machen, wenn nicht von irgeneiner Plakatwand nicht sein Anglitz herunter lächelt?

      Weiter müsste Blocher endlich im Schweizer Fernsehen seine eigene Plaudersendung bekommen, immerhin steht ja das „Volch“ hinter ihm, also gebt ihm den Sendeplatz von Aeschbi!

      Dann hätte ich noch gerne eine Blocher-Bank, einen Blocher-Mc Christoph, einen Blocher Christoph-bucks, ja der Kaffee mit einem lächelten Christoph Blocher auf dem Kaffeehumpen schmeckt doch einfach besser! Dann wäre es noch schön, wenn es endlich eine Blocher-Bibel gäbe, dort müssten die besten Sprüche abgedruckt werden, damit auch der letzte im „Volch“ nicht vergisst, wer der wahre und einzige Messias der Schweiz ist!

      Schön wäre auch, wenn man morgens von einem lächelten Blocher und Silvia Puppe Roboter geweckt würde, vielleicht wäre es noch schön, wenn man freien zugang hätte zu seinen Grinserpillen! Da würde es doch dem „Volch“ viel besser gehen!

      Wir würden zwar dann alle wie graue Männli rumlaufen und wild mit den Händen rumfuchtelnt und nervös in der rechten Jackentasche rumfummeln, aber das wäre doch schön nicht?

      Ich gehe jetzt die neuesete DVD und CD von Christoph Blocher einlegen, damit ich ja weiss, dass wir das „Volch“ nur einen brauchen! Tschüss!

    40. ch.atzefrey Says:

      Wie wäre es mit einer Art Minarette für Blocher, möglichst in jedem Dorf, damit er (vielleicht alternativ unterstützt von Silvia) reihum wechselnd seine Mission übers Volch verkünden kann.

    41. Tobi Says:

      Schon interessant, wie sich die Anti-Blocher Fraktion in vielen Internetforen bejubelt. Aber Tatsache ist, dass die SVP als stärkste Partei aus den Wahlen hervorgegangen ist. Und das wird wohl auch Gründe haben …

    42. Ruedi Says:

      Habt ihr schon das neue DU Heft gelesen? Im Alphabet des Verschwindens wird u. a. der BLOCHER aufgeführt (in einem Beitrag von Klaus Merz)
      http://www.dumag.ch/heft.php#3

      der Blocher, ein verschwundenes Reinigungsgerät….

    43. viking Says:

      @Tobi […Aber Tatsache ist, dass die SVP als stärkste Partei aus den Wahlen hervorgegangen ist…]
      Und darum hat sie auch zwei Bundesratssitze und ist immer noch Regierungspartei. Auch wenn das ein Teil des blau-weissen SVP Spektrums noch nicht wahrhaben will und immer noch „Opposition, Opposition“ schreit.

    44. Pascal Alubin Says:

      An alle Blocheranhänger: Wer wirklich hinter der Schweizerischen Volkspartei (kurz: SVP) steht, kann Frau E. W. Schlumpf ebenso akzeptieren, wie Herrn Blocher. SVP ist doch SVP? Wo da das Problem liegt, weiß ich beim besten Willen nicht? Die Argumentation, dass 1/3 der schweizerischen Bevölkerung beschissen worden sei, ist grotesk. Wer sich nämlich mit unserem politischen System auskennt, weiß, dass es zu solchen Manövern kommen kann. Das wusste auch die SVP. Nun, die beiden Bundesräte aus der Fraktion zu verbannen, beweist einmal mehr, das es der SVP nicht um Kooperation und Kompromissbereitschaft geht, sondern vielmehr um eine diktatorische Linie, die an vorderster Front von Herrn Blocher, dem Patriarchen der SVP, angeführt wird. Da ich aber nicht Herrn Blochers Stil kritisieren will, sondern viel mehr dazu aufrufen will, sich mehr mit Politik zu beschäftigen, gelangen wir schnell zu dem Punkt, dass ein Grossteil der SVP-Wähler, sich mit einfachen und plumpen Erklärungen, Lösungen und Zukunftsvisionen abgibt. Aus diversen Gesprächen mit SVP-Wählern, wurde mir klar, dass ein Grossteil, von unserem politischen System, keinen Schimmer Ahnung hat. Blocher, als Multimillionär und studierter SVP-Politiker, blendet euch ganz schön heftig. Macht die Augen auf und erkennt, dass für komplexe Problemstellungen Sätze wie: „Wählt nur mich, dann wird alles Gut.“ einfach zu einfach sind! In dieser Leichtgläubigkeit und Verbissenheit, sehe ich nicht die Zukunft der Schweiz! Als junger, engagierter Mensch, fühle ich mich von Herrn Blocher, dem SVP-Führer im höheren Alter, nun wirklich nicht mehr vertreten. So bin ich mehr als erleichtert, dass ihm eine Strafkarte erteilt wurde.

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