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Packt die Schule in den Sack — Der Schulsack muss gut und gross sein in der Schweiz

  • Neues vom Sack
  • Wir hatten schon in den Anfangszeiten der Blogwiese ausführlich über unsere Schwierigkeiten mit dem Wörtchen „Sack“ in der Schweiz berichtet. Die haben sich in der Zwischenzeit gelegt. Längst kriegen wir keine Kastrationsängste mehr beim Klang des Wörtchens „Sackmesser“, und ein „Sackgeld“ halten wir auch nicht mehr für die Bezahlung eines besonders fiesen Typens.

    Hosen haben zwar einen Hosensack, dies aber nur, um etwas hineinzutun, und zwar nicht die Hose. Nun taucht der „Sack“ regelmässig an der Migros-Kasse auf, nicht als unfreundlicher Kassierer, sonder als Angebot, um unsere Einkäufe einzupacken. „Hätten Sie gern einen Sack?“, ja ja, den hätten wir, denn zu den Kastraten zählen wir uns noch nicht.

    Thek oder Tonne oder Ranzen oder Schulsack?
    Thek oder Tornister oder Ranzen oder Schulsack?

  • Wozu brauchen wir den Schulsack?
  • Dann gibt es da noch den Sack mit der Schule, den „Schulsack“. Am ersten Primarschultag lernten wir im Zürcher Unterland, dass die Kinder hier den „Thek“ durch die Gegend tragen, mit einem „Biblio“ darin, und wir hatten über die Griechisch und Latein Kenntnisse der Schweizer gestaunt, die da alle genau wussten, dass „Bibliothek“ über lateinisch bibliotheca = „Bücherschrank, Büchersaal“ von griechisch „bibliothekē“, eigentlich „Büchergestell“ kommt (siehe Fremdwörter-Duden). Ein Gestell also, dieser Thek.

  • Der Schulsack muss gut und gross sein
  • Hiess das Ding in meiner Kindheit einfach „Tonne“, weil „Tornister“, kam uns schon als Kinder das Wort „Schulranzen“ etwas zu ranzig vor. Doch dann tauchte er wieder auf, der „Sack“, diesmal als „Schulsack“, der immer schön gross sein muss. Wahrscheinlich damit die Schule hineinpasst.

    So lasen wir in 20Minuten:

    Die Deutschen bringen einen guten Schulsack mit: Zwei Fünftel von ihnen (40,3%) verfügen über eine höhere Schulbildung; von den Einheimischen sind das nur gerade 15,9 Prozent.
    (Quelle: 20Min)

    Auf Admin.ch:

    * Wer sich für die Berufsbildung entscheidet, muss schnuppern können.
    * Wer mit einer Lehre beginnt, muss einen guten Schulsack mitbringen.
    (Quelle: news.admin.ch)

    Und in einer Motion des Motionärs Karl Rudin-Hauswirth aus dem Baselland ganz ohne Motzen:

    Ebenso wird das alte Cliché wieder aufgewärmt, dass Schüler und Schülerinnen, die knapp die Ziele der Sekundarschule erreichen, immer noch einen besseren Schulsack mitbringen, als gut qualifizierte Berufswahlklassenschüler und -schülerinnen.
    (Quelle: baselland.ch)

    Was die da wohl reinpacken, in ihren Schulsack? Wird die Bildung nicht im Kopf sondern auf dem Rücken getragen? Oder geht es nicht um den Inhalt, aber um den Sack an sich, der aus gutem und reizfesten Material sein muss?

  • So ein Sack, der kann auch Lücken haben (keine Löcher)
  • Ich habe als Universitätslehrer jenseits des Atlantik drei Jahre lang mitgeholfen, erbärmliche Lücken im Schulsack der dortigen Maturanden zu stopfen.
    (Quelle: Schweizer Wörterbuch von Kurt Meyer, S. 232)

    Warum hat sich so eine Redewendung im Gemeindeutschen nicht erhalten. Mit dem Wortanfang „Schul“ gibt es noch eine ganz Reihe von Ausdrücken, die nur in der Schweiz üblich sind:

    Die „Schulgemeinde“, „Schulpflege“ und „Schulkommission“, alles Teile der „unabhängigen Körperschaft für die Betreuung des obligatorischen Schulwesens einer oder mehrerer politscher Gemeinden“. In Deutschland braucht es dafür ein Amt, das Schulamt oder Oberschulamt.

    Der Schulhausabwart (nebst Schulhausabwartin) der es nicht abwarten kann, Hausmeister von den Deutschen genannt zu werden.

    Der „Schulinspektor“, in Deutschland als „Schulrat“ bekannt, nebst „Schulinspektorin“ und „Schulinspektorat“.

    Das „Schullager“, welches in Deutschland „die Klassenfahrt“ ist. Einfach zu merken. In der Schweiz lagert die Schule, während in Deutschland die Klasse fährt. Dazu passend die „Schulreise“, in Deutschland der „Schulausflug“.

  • Schullager in Hamburg?
  • Alles genauestens erklärt und aufgelistet in unserem Variantenwörterbuch. Die Beispiele aus Österreich (z. B. die „Schullandwoche“) habe ich jetzt weggelassen. Wieder einmal lernen wir, wie variantenreich und unterschiedlich eine Institution benannt werden kann. Doch wehe, es lädt ein Lehrer in Bern zur „Klassenfahrt“ oder in Hamburg zum „Schullager“ ein. Schon stossen wir an die Grenzen unserer Toleranz. Warum eigentlich?

  • Liebe Buben und Maden
  • Als Kind regten mich die Ansage „Liebe Buben und Madel“ im Nachmittagsprogramm des Bayrischen Rundfunks auf. Ich bin doch kein „Bub“ und kenne keine „Madel“, sondern nur Maden in den Pflaumen (heute glaube ich, dass „Mädels“ gesagt wurde, ich aber nur „Madel“ verstand). Das ist doch ganz etwas anderes. Viele Schweizer erzählten mir auch, dass sie mit ihrem fremden Dialekt nach einem Umzug in eine neue Gegend nur auf Missfallen und Hohn stiessen. Kinder können ganz schön hart sein mit ihrem Spott, und ein Schweizer Kind, das häufig umzieht, wird bald ziemlich vielsprachig im eigenen Land.

    

    41 Responses to “Packt die Schule in den Sack — Der Schulsack muss gut und gross sein in der Schweiz”

    1. Chimaera Says:

      Bei uns in BaWü (solltest du das nicht schon wissen 😉 )
      spricht man weder von der Klassenfahrt noch vom Schullager sondern vom Schullandheim.

      Ich geh zumindest davon aus dass du eine mehrtägige Exkusion zur Stärkung des Klassenverbandes meinst.

    2. 2xm Says:

      also ich fuhr jeweils in die landschulwoche!

      und bei uns in bern gibt es nur „giele u modi“ oder „buebe u meitschi“ und was auch interessant ist das wir „zwe giele“ jedoch „zwöi modi“ sagen. Also etwas wie eine männliche und weibliche zählart haben.

      alles klar?

    3. Jens Says:

      also ich bin immer ins landschulheim gefahren, obwohl die schule in der stadt war und die fahrt auch nicht immer auf’s land ging.

    4. blah Says:

      Guete morge
      bei uns werden die Schullager eher als Landschulwochen bezeichnet und der Schulsack heisst auch tornister (toni) bis man ein bischen älter ist und sich einen normalen Rucksack für die Schule zulegt

    5. Selma Says:

      Eine sehr wichtige Institution mit Schul- hast Du vergessen, Jens: Die Schulreise. Das ist ein ein- oder zweitätiger Ausflug mit der Klasse, der jedes Jahr stattfindet (jedenfalls, als ich zur Schule ging). In ein Lager fährt man ja nicht so oft.

      Landschulwochen klingt für mich eher wie Landdienst Vor ca. 10 Jahren (ich besuchte die Kanti in Aarau) musste ich sowas machen. Inzwischen ist dieses „Obligatorium“ glaube ich abgeschafft.

      @blah: Woher kommst Du denn? Toni habe ich noch nie gehört, für mich war das immer ein Schulthek. In dem tragen Schweizer Kinder übrigens nicht so häufig „Biblios“ herum wie Etuis – anstelle von Federmappen. Letzteres ist einer meiner Lieblings(anti-)teutonismen. Obwohl ich gewissermassen zweisprachig aufgewachsen bin, geht mir dieses Wort echt nur schwer von den Lippen.

    6. Simone Says:

      Also ich nahm ganz allgemein an Klassenfahrten teil, hatte in den ersten Schuljahren einen Ranzen, später Rucksäcke, Koffer und Taschen.
      So erlebt in Deutschland.
      Als Personalberaterin in der Schweiz spreche ich von einen Rucksack und meine die Ausbildung (Lehre, Studium, Weiterbildungen usw.), aber nicht die Berufserfahrung. Wir sagen „Der oder die ist vom Rucksack her ein wenig zu leicht“, wenn die Ausbildung mit Blick auf die angestrebte oder ausgeführte Position ein wenig schmal erscheint.

    7. franz Says:

      Und dann gäbe es da noch das „Schuälreisli“ was unter jungen Burschen eine zünftige Sauftour ist. 🙂

    8. Brun(o)egg Says:

      In Basel ist die Papiertragtasche “ e Gugge“, der ostschweizer und Zürcher Thek ist der „Schuelscagg“ oder „-ranze“, die Federmappe mutiert zum „Fäderelädli“, ein eintägiger Ausflug war “ e Ganztägige“ (im Gegensatz zu halbtätigen Exkursionen) und wenns länger als ein Tag war, wars einfach ein „Glasselager“.
      Heute heissts Projektwoche oder so. Tönt irgendwie ungemütlich und nach Arbeit.

      Und sagt nie Junge, statt „Bueb“ hier in der Schweiz. Kommt nicht gut an.

    9. Dirtbag Says:

      @ Brun(o)egg
      genau das mit der Projektwoche wollte ich auch erwähnen. als ich noch die Primar und Oberstufe besucht habe, sprachen wir immer von Klassenlagern, eine Projektwoche war eher ein Projekt, dass unmittelbar im oder ums Schulhaus statt fand.
      Mit schrecken musste ich feststellen, dass bei meiner kleinsten Schwester konsequent nur noch von Projektwochen gesprochen wurde, auch wenns eigentlich ein Lager gewesen wäre … und dann war dass dann ebe halt immer mit Arbeit verbunden… verschiedene Projekte halt…
      ist das sonst jemandem aufgefallen?

    10. Tellerrand Says:

      Für jedes Ding gibt es sehr viele Bezeichnungen. Innerhalb einer Sprache und in jedem ihrer verschiedenen Dialekte. Das ist schön und macht Literatur erst möglich, die Kommunikation wird dadurch nuancenreicher. Bis irgendein Teil einer Sprachgemeinschaft kommt und nur noch eine Bezeichnung oder wenige für ein Ding zulassen will und alle anderen irgendwie „komisch“ findet, die Wortwahl arrogant oder ähnliches.

      Achja, hat sich eigentlich schon mal ein Schweizer Politiker beim Deutschen Staat dafür bedankt, dass der den teuren Schulsack der vielen akademisch ausgebildeten deutschen Einwanderer bezahlt hat, die heute Schweizer Steuerkässli füllen?

    11. Nightflyer Says:

      Das Häschen => Der Hase
      Das Hündchen => Der Hund
      Das Kätzchen => Die Katze
      Das Mädchen => Die Made

      alles klar?

    12. chris Says:

      Das „Schullager“ bei uns in Zürich resp. Zürcher Oberland heisst das „Klassenlager“; der Ausdruck Schullager habe ich noch nie gehört.

    13. mirach Says:

      Buben und Madl ist schon richtig, will es mir scheinen.

      In Österreich sagt man auch Madl und nicht Mädel (das klingt in meinen Schweizer Ohren deutsch).

      Maden wären dann Madln … (das will ich gar nicht wissen)

    14. Schweizerlein Says:

      Das alljährliche „Schuelreisli“ vom Gesamtbundesrat würde auch gut in diesen Themenbereich passen…!! 😉
      Kennst du das, Jens??

    15. myl Says:

      Als Steigerung des „Klassenlagers“ gibt es noch die „Ferienkolonie“, wo klassenübergreifend „gelagert“ wird/wurde(?).

      Im Kanton Zürich haben/hatten(?) einzelne Schulen sogar eigene Häuser in den Bergen/Voralpen, in denen die Stadtkinder in den Sommerferien sich erholen konnten.

      Zumindest gab es das in meiner Kindheit, ob das heute immer noch so ist, weiss ich nicht.

    16. Markus Says:

      Bei mir was das immer ein Ranzen. (RLP)
      Also nicht der Ranzen den man sich durch Speis und Trank aneignet.

      Salü aus Züri

    17. Aargauerin Says:

      Zu meiner Schulzeit im Aargau gab es jeweils eine Themenwoche, welche doch tatsächlich Konzentrationswoche genannt wurde. Heute nennen sie es Projektwoche. Aber zum Glück bestand sie doch immer mehr aus Spass als aus Arbeit ;-).

      Als meine Tochter übrigens noch die 1. Klasse besucht hatte, ist sie eines Tages nach Hause gekommen und hat von einem neuen Schüler erzählt: ein Ausländer, der eine unverständliche Sprache spreche, bestimmt ein Jugo, wie sie meinte. Es stellte sich dann heraus, dass der Junge Peter hiess und aus Deutschland zugezogen war. Ich war erstaunt gewesen, dass meine Tochter Hochdeutsch anscheinend absolut nicht verstanden hatte, obwohl sie doch auch im Radio und Fernsehen diese Sprache oft hörte?!

      Ganz besonders lustig fanden meine Tochter und die anderen Mitschüler Peters Ausdruck „Schulranzen“ für den Schulthek. Diesen Ausdruck fanden sie richtig unanständig, weil man in CH-Mundart einen dicken Bauch doch manchmal vulgär als dicken „Ranzen“ schimpft („Läck, het dä en Ranze!“).

      Inzwischen verstehen und schreiben aber auch alle CH-Mitschüler und Mitschülerinnen Hochdeutsch und Peter gilt nicht mehr Ausländer ;-).

    18. lamiacucina Says:

      Dass wir Schweizer gerne gruppenweise „lagern“ ist mir eine unumstössliche Tatsache. Untermauert auch durch den Fakt, dass Schweizer Fussballer ihr Handwerk in Fussball-Lagern vertiefen, während andere Nationen dies in Trainingscamps tun. Ist das vielleicht sogar ein Grund für die anhaltende, relative Erfolglosigkeit der Schweizer Tschutter ? Lagern, den Ball im Dreieck herumschieben oder an eine Wand knallen wo er von selbst zum Schützen zurückrollt, dann wieder fröhlicher Lager-Jass und zuletzt Lager-Koller statt Intensiv-Training ?

    19. neuromat Says:

      Ranzen, wie schon gesagt der Bauch… der ranze voll lache oder Ranzepfyffe

      und dann gibt es noch die Ranzestanze.

      Tornister sagte man früher gelegentlich noch beim Militär, die machen heute noch Betriebsausflüge, zum Teil ziemlich weit weg in ferne Länder mit täglichem Feuerwerk.

      Unsere Schulausflüge hiessen Wandertag und meistens lief so etwas wie Schnitzeljagd, aber gegessen haben wir die Schnitzel natürlich nicht. Nein gegessen haben wir unter anderem auch Landjäger, wenn sie denn im Rucksack waren.

      Später wurde es Schüleraustausch genannt. Wir fuhren nach Frankreich und die Franzosen kamen zu uns. Schon damals ging es im Handball hoch her. Sicher auch eine „Projekt“woche, besonders mit den französischen Schülerinnen, andererseits wurden unsere Madis, Meitsche, Mädchen immer ganz hysterisch, wenn diese coolen Franzosen kamen.

      Die Schulpflegschaft, das waren bei uns die Eltern, die sich dann den Unsinn anhören konnten, den wir anlässlich dieser „Projektwochen“ veranstaltet hatten. Die Verwaltung besorgten die Schüler, nämlich die Schülerverwaltung, noch früher Schülermitverwaltung. Als Schülersprecher durfte ich mir den Konferenzen dann anhören, was die Schulpflegschaft zum mitgeteilten Unsinn zu sagen hatte. Leider war die Schulpflegschaft miis Mami: Zuhause wurde dann richtig „geranzt“: Es reinste Toggeli.

    20. Ingo Says:

      Bei mir (NRW) war’s auch immer der Ranzen, ohne das jemand dabei an ranzig dachte. Wobei es natürlich nur ein Ranzen ist, solange er ein festes Gerüst hat (wie der im 1.Bild). Ich denke mal, das macht es auch allgemein schwierig für unsereins (Deutsche aus gewissen Gegenden), das Wort Sack dafür zu verwenden. Die Grund-Konnotation bei Sack ist eigentlich immer „labberig“ (wer das ugs. Wort nicht kennt: heisst soviel wie „keine feste Struktur“, wie ein „echter“ Jutesack eben). Kein Problem habe ich daher mit Säckli statt Tüte beim Einkaufen (wobei die genialen, etwas teureren, Coop- und Migrostüten da schon wieder nicht ganz passen).

      Aber wo wir grad dabei sind: Gibt/gab es denn bei irgendwem auch die Grabenkämpfe zwischen „Scout“ und „Amigo“? Bei uns in der Grundschule hatten nur 2 Leute einen Amigo-Ranzen und war damit natürlich Ziel immerwährenden Spotts 😉

    21. Dirtbag Says:

      @ chris, komme auch aus dem Oberland (zürcher natürlich :P) kann mich noch gut errinern, wie die lehrer abwechselnd von schul- und klassenlager gesprochen haben und jeweils natürlich das selbe gemeint war. 😉

    22. patrick Says:

      In manchen Dialekten ist „dr Ranze“ auch eine Bezeichnung für den (eher dicken) Bauch. In Bern zum Beispiel ergeben sich dann so lustige Wörter wie „Ranzepfife“ (Ranzenpfeifen) für Bauchschmerzen 🙂 Bei uns sagte man (wohl aus diesem Grund) Schulsack, denn wer trägt schon gerne zwei Ranzen mit sich rum 🙂

    23. Frieda M. Says:

      @ chris & dirtbag
      bei uns war das Schullager eins, das klassenübergreifend für alle Kinder einer Schule oder eines Schulhauses stattfand, ins Klassenlager hingegen ging nur eine einzelne Klasse. Logisch, oder? 😉

    24. chris Says:

      Frida M.

      Nö, überhaupt nicht logisch; klassenübergreifende Lager gabs nämlich nicht; ausser im Winter, aber dieses wurde dann Skilager genannt 🙂

    25. fuzzy Says:

      Das Schullager ist, wie Frieda richtig sagt, klassenübergreifend. Das Klassenlager ist das, was man in meiner deutschen Heimat Landschulheim nannte. Vielleicht kannst du den Schweizern mal erklären, wie der Begriff zustande kam?

    26. MaxH Says:

      @Nightflyer

      nur zur Korrektur:

      das Mä(g)dchen -> die Magd

    27. lupino Says:

      @Ingo, heute sind es die Eastpack-Ranzen vs. 4you-Ranzen aber der Stress für die Kleinen bleibt!

      Muss mich bedanken für diese tolle Institution. Bin erst seit 4 Wochen in diesem schönen Land und war als ‚eingedeutschte‘ Tschechisch-Südafrikanerin mit 3 Kindern schwer von der Anti-Deutsch Stimmung betroffen. Nachdem ich so viele nette Beiträge von meinen neuen Gastgebern gelesen habe geht es mir viel besser.

    28. Brun(o)egg Says:

      Herzlich willkommen lupino.
      Lass Dich von geistigen Tiefflegern nicht beeindrucken. Freundlich und offen bleiben, lächeln. Nicht immer leicht, aber sehr wirkungsvoll.

    29. franz Says:

      @Tellerrand
      Wieso sollten unsere Politiker sich bei euren bedanken, sei froh nehmen wir den Deutschen ein paar Arbeitslose oder gar Wirtschaftsflüchtlinge ab.J
      Da du wie häufig die Tatsachen verdrehst sei angemerkt: Es liegt an dir dich bei deinen Politikern und deinen Landsleuten zu bedanken dass sie dir eine gute Ausbildung ermöglicht haben. Du bist deinem Land jahrelang auf der Tasche gelegen und als Du gesehen hast dass Du ausserhalb Deutschland etwas mehr verdienen kannst bist Du sofort abgehauen.

      Uebrigens sind nicht alle Akademiker, es hat auch eine ganze Menge Pfeiffen dabei.

      Ob du als Akademikus nun wirklich der grosse Steuersackfüller bist sei einmal dahingestellt.

    30. Tellerand Says:

      @ franz
      ich dachte schon es reagiert überhaupt niemand auf die kleine Stichelei, aber auf den franz ist einfach Verlass. Leider auch auf die persönlich angreifende Art der Kommentare…

      Du hast nicht die leiseste Ahnung was mich antreibt, soviel sei Dir versichert.

    31. mare Says:

      @franz
      Ohne zu wissen, wie alt Sie sind: hätten/haben Sie auch so reagiert, als z.B. Republikflüchtlinge aus der DDR oder aus der CSR in den Westen gekommen sind? Die haben ja auch ihren Staat eine Menge gekostet und ihre Ausbildung haben sie dann im Westen genutzt.

    32. Wanderer von Arlesheim Says:

      Du hast den Sackbefehl vergessen, werter Blogwiese! Schon mal gehört? 😉

    33. franz Says:

      @mare
      Ich bin schon ein älteres Model.

      Für mich lassen sich Republikflüchtlinge und Menschen die freiwillig kommen, aus welchen Gründen auch immer, nicht vergleichen.
      Uebrigens war der erste Teil meines Posts ein Scherz, leider hat es den Smilie nicht richtig widergegeben.

      @Tellerrand
      Ich darf dich daran erinnern dass du mit mir auch ziemlich schonungslos umgehst.

    34. Phipu Says:

      Irgendwie erinnert mich die Geschichte mit der Tatsache, dass der Schulsack gross sein müsse, an die Aussage, dass der Schulsack, oder eben der „Rucksack“ auch „zu klein“ sein könnte. Merke: das angeeignete Wissen befindet sich bildlich gesprochen immer dort drin, nicht etwa im Kopf.

      Übrigens habe ich nun meinen Schulsack mal ausgeleert, um zu schauen, ob da noch alte Inventarbestände auftauchen. Und siehe da, ich habe noch so ein zerknülltes Heftchen aus einem vergangenen Schuljahr gefunden:

      http://www.blogwiese.ch/archives/89

      [Anmerkung Admin: Das erinnert dich daran? Zufall, alles Zufall… nicht weiter beachten. Jede Ähnlichkeiten dieses Artikels mit tatsächlich geschriebenen oder archivierten Artikeln sind weder gewollt oder beabsichtigt, sondern leider unvermeidlich. :-)]

    35. solar Says:

      Wir – und auch noch meine Kinder (heute zwischen 25 und 30) – hatten neben dem (Schueler-)Thek (nicht etwa Schüelerthek!) auch noch den Turnsack aus Stoff, durch eine Kordel verschlossen (für Turnkleid und -schuhe, eventl. Duschutensilien). Viele Klassen nähten in der 4. Klasse einen neuen Turnsack, wobei gleich die Monogrammstickerei geübt wurde.

      Der Turnsack hatte meist ein ideales Gewicht als „Sportgerät“, denn damit machten wir vor- und nach der Schule „Schleuderball“, indem wir eine Pirouette drehten, den Turnsack mit ausgestrecktem Arm an der Kordel schwingend, bis er genug Schwung hatte, um in die richtige Richtung losgelassen zu werden. Siegerin war, wer den Turnsack am weitesten fliegen lassen konnte.

      Wir Mädchen hatten zudem noch das Näjchöörbli (Nähkörbchen) bis und mit 3. Primarklasse), dann die Nähschachtel (aus Holz, mit einem heraushebbaren Einsatz mit Fächern für Nadeln, Stecknadeln (Gufe), Fingerhut, Faden, Schere etc. Unter dem Einsatz lag die Handarbeit, mit der wir uns gerade abkämpfen mussten). Auf dem Deckel der Edelholz-Nähschachtel hatte es ein aufgemaltes Bild, meist Blumenmotive. Das ganze war mit einem entzückenden Schlüsselchen abschliessbar, aber alle hatten meist den gleichen Schlüssel. Mindestens öffnete sich verschlossene Nähschachtel nicht ungewollt durch Unachtsamkeit.

      Noch zum Thek: Er war möglichst aus Vollrindleder für die Mädchen, meist braun, rot, grün oder blau, später auch gelb oder rosa und viiiil weicher als die eckigen Kästen der Buben. Diese hatten einen fellüberzogenen Deckel.

      Heute sind die Schulsäcke (sagt man immer noch Thek?) mindestens doppelt so gross, und trotzdem relativ tiefem Leergewicht. Sie sind rundum voller Kitschmotive . Als grosses Plus haben sie überall Lichtreflektoren oder auch Elemente in Leuchtfarben.

    36. Tellerrand Says:

      @ franz

      Wer austeilt sollte auch einstecken können. Ich kann’s.

      Was mir stinkt, ist, dass Du immer wieder aus völlig abstrusen Behauptungen ein Bild von Kommentatoren strickst, auf dass Du dann verbal eindrischst. Wenn einem als sprachliche Waffe nur die Keule zur Verfügung steht, trifft man vielleicht zufällig auch mal den Kern einer Sache. Die Kollateralschäden sind allerdings immer so gross, dass eine sachliche Diskussion nicht mehr möglich ist.

      Ich habe mein Studium wie viele andere in Deutschland über Teilzeitjobs grösstenteils selber finanziert und meine Ausbildungsförderung inzwischen vollständig zurückgezahlt. Und in die Schweiz kam ich nicht wegen der tollen Verdienstaussichten. Die sind nämlich, nebenbei bemerkt, gar nicht so toll, wenn man die Lebenshaltungskosten in der Schweiz als Korrektiv hinzuzieht. Deshalb lebt man in Deutschland mit einem kleineren Gehalt mitunter besser.

      Deinen Standardkommentar, man möge doch zurück gehen, kannst Du übrigens stecken lassen: werde ich, sobald ich einen Job gefunden habe, der meine Familie ernährt.

      Rate warum…

    37. franz Says:

      @Tellerrand
      Es ist immer wieder schön wie leicht man dich durch die Decke jagen kann.

      Apropos habe ich noch NIE zu jemandem gesagt er solle zurück gehen.
      Immer schön bei der Wahrheit bleiben bitte.

      Ich rate…..

      …..es geht dir tierisch auf die Nerven dass du hier nicht jedem das Wort im Munde verdrehen kannst?

    38. Tellerrand Says:

      @ franz

      Falsch geraten: es sind Fränze wie Du, denen ich leider auch schon viel zu oft im richtigen Leben begegnet bin.

      Deine Worte muss man gar nicht verdrehen, das schaffst Du spielend selber.

    39. lupino Says:

      @Franz für dich sind Republikflüchtlinge und ’freiwillige’ Übersiedler zwei paar Schuh. Da hast du nur bedingt recht. Ich habe nämlich beides erlebt: als kleines Kind haben meine Eltern die kleine Chance des ‘Prager Frühlings’ ergriffen und sind nach Wien geflüchtet. Damals war Österreich von Tschechen überschwemmt und unser kleine Familie (ich war zwei Jahre alt) wohnte bei eine Privatperson monatelang bis die Flüchtlingskommission Pässe und Visa arrangiert hat. Bis heute sind wir den Österreichern zutiefst dankbar.

      Es hat uns nach Südafrika verschlagen. Da würden wir umsorgt und umhegt alles von Wohnung bis Arbeitsplatz bis Impfungen über Sprachkurse wurde arrangiert. Man mag munkeln das die damalige (Apartheid) Regierung auch Hintergedanken hatte bei der Aufnahme von (weissen) Flüchtlingen aber herzlich waren die Menschen mit den wir zu tun hatten trotzdem.

      22 Jahre und eine ‘Samtene Revolution’ später sind wir zurückgekommen. Mich hat’s nach Deutschland gezogen, der Liebe wegen. Neue Sprache, neue Sitten. Im ‘Schulsack’ eine teure Ausbildung und die Fähigkeit weit über den ‘Tellerrand’ zu schauen. Was blieb gleich? Der herzliche Empfang. Ich konnte nur Schuldeutch (und das aus Südafrika!) und landete in Bayern. Wurde mit viel Humor aufgenommen und im Deutschen System eingebettet. Schliesslich brachte ich was mit: Ausbildung. Mehrsprachigkeit, habe der Deutschen Rentenkasse drei Kinder geschenkt 🙂 Ab und zu hat mich was genervt und ich wurde laut. Niemals wurde mir gesagt ich sollte nach Hause gehen (wohin eigentlich?) wenn’s mir nicht gefällt. Ich habe die Deutschen lieben gelernt: Ja man kann es wirklich!

      Jetzt sind wir hier: keine Flüchtlinge, aber nicht ganz freiwillig, d.h. wir sind nicht traurig deswegen haben es aber nicht aktiv gesucht. Ich bringe das alles mit was ich sonst mitgenommen habe, mein Mann hat auch einen anständigen Schulsack und wir haben beide den Willen, ja das Bedürfnis uns anzupassen, beizutragen. Der Empfang ist aber ein ganz Anderer. Nach Hause gehen wollen wir aber trotzdem nicht, es wäre zu Schade.

    40. Schnägge Says:

      In meiner norddeutschen Schulzeit war es auch ein Tornister oder Ranzen. Wenn es auf Klassenfahrt ins Schullandheim geht, sollte man allerdings die Schultasche und den Turnbeutel zu Hause lassen und lieber den Rucksack mitnehmen. Und bei Wandertagen aufpassen, dass man nicht in eine Sackgasse läuft, die übrigens in Deutschland nicht Tütenstraße oder Beutelweg heißt.
      Die Deutschen kaufen auch ungern die Katze im Sack, ich habe allerdings auch noch nie davon gehört, dass sich einer die Katze in der Tüte hat andrehen lassen, sie wäre vermutlich auch darin erstickt.
      Persönliche Unterstellungen in den Blog-Kommentaren können einem übrigens mitunter auch auf den Sack gehen. International. 😉

    41. Schulpilot Says:

      Schon interessant welche sprachlichen Unterschiede hier existieren. Den „Schulhausabwart“ fand ich besonders interessant aber noch besser die „Schuälreisli“. 🙂

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