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Wer immer nur 120 km/h fahren darf wird aggressiv? — Autofahren in Deutschland und in der Schweiz

  • Stressfrei Autofahren in der Schweiz
  • Eine der angenehmsten Errungenschaften der Schweizer ist die Höchstgeschwindigkeit 120 km/h auf der Autobahn. Wir berichteten bereits darüber, dass diese Festlegung das Ergebnis eines Kompromisses war. Gefordert wurde damals Tempo 100 (siehe Blogwiese), realisiert wurde schliesslich Tempo 120.

    Die Schweiz ist von Nord nach Süd in 2 Stunden und 50 Minuten durchquert, so lange dauert es laut Routenplaner bei Tempo 120, die 286 Km von Basel nach Chiasso zurückzulegen. Auch mit Tempo 130 oder 150 würde sich diese Zeit nicht wesentlich verkürzen, aber sicher stressiger werden. Fragen wir uns also, ob dieses ewige „gedrosselte Fahren“ die Schweizer irgendwann aggressiv werden lässt. Wir glauben eher nein. Sie fügen sich in ihr Schicksal und empfinden es als angenehm, keine „Catch me if you can“ Rennen mit 180 km/h durchführen zu müssen, wie wir sie in Deutschland oft erlebt haben.

  • Überlebenskampf auf der Autobahn in Deutschland
  • Wir erleben auf Deutschen Autobahnen wesentlich stressigere Situationen. Dort gibt es zwar auch vielerorts Geschwindigkeitsbegrenzungen, aber sobald man zwischen Freiburg im Breisgau und Basel am Autobahndreieck Mulhouse vorbei ist, wird die letzte Begrenzung aufgehoben und alle beginnen, bis zur Grenze noch mal tüchtig auf die Tube zu drücken und das Letzte an Pferdestärken aus ihren Boliden herauszuholen. Dabei ist die Autobahn von Basel nach Karlsruhe lange Jahre nach der Wiedervereinigung in einem bemerkenswert schlechten Zustand geblieben:

    Betonplatten, die ständig unter der Last des Schwerverkehrs (als er noch ohne Maut kostenlos möglich war) zerbrachen und provisorisch geflickt werden mussten, erlaubten es nicht, dass schneller als 120 km/h gefahren werden konnte. Warum? Weil sonst viele Fahrzeuge durch die starken Erschütterungen ihre Ladung zu verlieren drohten, und sei es nur den Auspuff, was auf einer Autobahn schnell zu gefährlichen Situationen und Unfällen führt. Einmal verlor sogar ein Sattelschlepper seinen Hänger, nur wegen der Löcher in der Fahrbahn. Das Geld für den Ausbau wanderte in den „Aufbau Ost“, denn dort sah es noch schlimmer aus. Heute sind die Autobahnen nach Berlin perfekt und so nach und nach konnte auch im Südwesten Deutschland etwas getan werden.

  • Freie Fahrt für freie Bürger
  • „Freie Fahrt für freie Bürger“ nennt man dieses Prinzip in Deutschland, nichts ist so mächtig wie die Autolobby, allen voran der mitgliederstarke Allgemeine Deutsche Automobil-Club ADAC. Man muss sich das mal klarmachen: Dieser Verein hat über 15 Millionen Mitglieder, also doppelt so viel wie die Schweiz Einwohner! Der Spruch „Freie Fahrt für freie Bürger“ wurde übrigens vom ADAC am 28.02.74 als Autoaufkleberaktion ins Leben gerufen:

    Diese Aktion zog eine Protestwelle und viele Austritte nach sich, da sich viele Mitglieder mit der aggressiven Pro-Autopolitik des Vereins nicht einverstanden erklärten. Dabei ist aber zu bedenken, dass der ADAC keineswegs nur die Interessen der in ihm organisierten Autofahrer vertritt, sondern auch die Interessen ihm nahe stehender Organisationen und Unternehmen wie der Automobilindustrie, Sachverständigen und Fahrschulen.
    (Quelle: Wiki)

    Der Erfolg des ADACs in Deutschland liegt zum grossen Teil darin begründet, das viele Menschen glauben: Nur wenn ich dort Mitglied bin, bekomme ich Pannenhilfe. Das ist natürlich Quatsch, und jede Versicherung bietet heute einen wesentlich billigeren Pannenschutz an, als ihn der ADAC zusätzlich zur Mitgliedsgebühr in Rechnung stellt.

  • Deutschland, die kostenlose Teststrecke für die Welt
  • Jede Nacht tummeln sich auf den schnurgeraden Autobahnstrecken rund um Frankfurt, die zum Teil vierspurig ausgebaut wurden, Testfahrzeuge von Herstellern aus der ganzen Welt, die hier ganz legal und kostenlos ihre Fahrzeuge mit 250 Km/h ausfahren können, ohne dafür ein Testgelände unterhalten zu müssen.

  • Sind Deutsche die schlechteren Autofahrer?
  • Der Blogwiese-Leser Chrugail schrieb als Kommentar zu der Frage: „Warum die Schweizer die Deutschen nicht mögen?“:

    Aus Erfahrung…
    – wenn dich Jemand bei 140 auf der Autobahn anschiebt, ist es ein Deutscher (…)

    Wir nehmen an, dass ihm das „angeschoben werden“ in Deutschland widerfahren ist. Wir haben sowas in der Schweiz nicht erlebt, stellen aber generell fest, dass Mindestabstände in der Schweiz genauso wenig wie in Deutschland eingehalten werden. Leider reichen bei 120 km/h keine 15 Meter für eine Bremsung, sollte der Vordermann plötzlich einen geplatzten Reifen haben oder aus einem anderen nichtverschuldeten Grund die Kontrolle über sein Fahrzeug verlieren.

    Nochmals Chrugail:

    Die grössten Unterschiede fallen mir beim Autofahren auf – wenn Ich in Deutschland in einer 70 km/h-Zone(ausserorts) mit 82 km/h unterwegs bin, werde ich dauernd überholt – in der Schweiz bin ich einer der schnellsten. Und in Deutschland entspricht ein Stopp-Schild offenbar einem schweizerischen “Kein Vortritt”-Schild. Und für einem Deutschen zu, der in der Schweiz geblitzt wurde –
    wie letzthin mein Schwager … 😉

    Ich halte das für persönliche Wahrnehmungen, die sich genauso auch in der Schweiz machen lassen. Auf der neuen Autobahn von Bern nach Lausanne fährt niemand 120 km/h, denn dort lässt sich weit voraus jede Radarfalle leicht erkennen. Und zwischen Lausanne und Genf empfinden wir den Berufsverkehr als besonders dicht, stressig und schneller als 120, auch wenn nicht unbedingt mehr Deutsche dort unterwegs sind, sondern eher viele Franzosen und Romands.

    Und was das Überholen in einer 70 km/h Zone angeht: Das passiert mir jeden Morgen in einer Industriezone bei Zürich, in dem Tempo 60 vorgeschrieben ist und alle mit 80 an mir vorbeirauschen, nur weil die Strecke kurz zweispurig ist.

    Die Beobachtung mit dem Stopp-Schild können wir ebenfalls nicht teilen, denn das kriegt man in einer Fahrschule in Deutschland besonders eingetrichtert:
    Rote Ampel, Zebrastreifen und Stoppschild, wer da nicht hält kassiert viele Punkte in Flensburg und ist rasch seinen Lappen los. (vgl. Blogwiese) und dann ist es vorbei mit „Freie Fahrt für freie Bürger“.

    

    39 Responses to “Wer immer nur 120 km/h fahren darf wird aggressiv? — Autofahren in Deutschland und in der Schweiz”

    1. Videoman Says:

      Das mit 2h 50 min von Basel nach Chiasso mit 120 kannst du vergessen, da kommen soviele Tunnels in denen eh nicht mehr als 80 fahren darfst. Und die Baustellen, die Tempobegrenzung bie Luzern, dann noch die Dosierstelle bei Erstfeld und und und. Und wenn es wieder einen Unfall im Gotthard gibt, da stehst du 2-3 Stunden davor.

    2. doofi Says:

      ich stimme dir zu! 120 ist ein sehr angenehmes tempo. und da sich fast alle in der schweiz dran halten, lässt es sich recht entspannt fahren. wenn einen auf süddeutschlands strassen ein mercedes mit der lichthupe bei tempo 220 weghupt, ist es allerdings nicht selten ein schweizer (zumindest ein schweizer kennzeichen, mehr lässt sich bei lichtgeschwindigkeit auch nicht überprüfen). ich finde, die schweizer fahren nicht besonders gut auto und habe mit dieser these auch bei schweizern öfters schon zustimmung geerntet. am meisten nervt das nicht-blinken, wenn der schweizer den kreisverkehr verlässt. überhaupt scheint mir das blinken nicht gerade die lieblingsfunktion des schweizer automobisten zu sein.

    3. Dan Says:

      Der grosse Vorteil vom Tempolimit in der Schweiz ist, dass man den Tempomaten einsetzen und sich vom wilden Ritt auf deutschen Autobahnen erholen kann. Was nervt ist die permanente Überbefolgung der Geschwindigkeitslimite in der Schweiz. Wenn ich unterwegs bin auf der Zürcher Autobahn und ein Tempo-80 Schild taucht auf, bremsen alle einheimischen Lenker panisch auf 78km/h runter noch bevor sie das Schild passieren. Anders jedoch in den Bergen, da lasse ich den wildgewordenen GR-Fahrzeugen gerne den Vortritt.

    4. Bettina Says:

      Dass Schweizer geringe Geschwindigkeiten gewohnt sind, äußert sich in zwei Beobachtungen, die ich beide aber leider als nervig bis gefährlich einstufe.
      – Sie „schleichen“ bisweilen mit 100 auf der linken Spur (oder der mittleren bei 3 Spuren) und blockieren den Verkehr trotz freier rechter – wer mit regulären 120 fahren möchte, hat keine Chance. Rechtsfahrgebot gibt es doch in der Schweiz! Aber man hält sich deutlich weniger dran als in D.
      – Sie schauen nicht gut genug nach hinten, wenn sie ausscheren. Offensichtlich nach dem Motto „der fährt ja eh so schnell wie ich“ und raus aus der Spur. Wirkt auf mich wie fehlende Fähigkeit, Geschwindigkeiten einzuschätzen und fehlende Ahnung davon, wozu ein Rückspiegel gut ist. Lustig ist das nicht – und erst recht nicht mehr, wenn die Praxis auf deutschen Autobahnen weiter erledigt wird.
      Ich fahre nach wie vor lieber in D, weil ich die Fahrer dort wesentlich besser einschätzen kann.

      @doofi: Eine Theorie besagt, dass die schnellen Autos mit schweizer Kennzeichen auf den deutschen Straßen nicht von Schweizern gelenkt werden, sondern von Deutschen, die in der Schweiz leben.

    5. Andreas Says:

      Niemand hält einen davon ab, in D 120km/h zu fahren. Ich habe das eine ganze Weile betrieben, als ich ein Auto hatte, das bei einer höheren Geschwindigkeit unverhältnismässig mehr verbraucht hat. Ich persönlich halte das für weitaus Stressfreier als die Fahrt zwischen ZH und Baden, wo auf drei Spuren 120 km/h gefahren wird und der maximale Abstand 10m ist. Die ähnlichen Geschwindigkeiten gaukeln ein mehr an Sicherheit vor, dass sich dabei gefährlich auswirken kann. Mir ist die deutsche Autobahn letztlich lieber.

    6. Daniel Says:

      Als jemand der kurze Zeit in Deutschland gelebt hat, und auch sonst oft auf deutschen Autobahnen unterwegs ist, bin ich mit den Meinungen oben nicht ganz einverstanden.

      @Bettina: Wenn jemand gerne ohne in den Rückspiegel zu gucken die Spur wechselt, so sind dass die Deutschen! Sorry! Und dies auch, wenn von hinten jemand mit über 200 angefahren kommt! (Und eine Vollbremsung mit Tempo 220 ist nicht gerade lustig…)

      @doofi: das Blinken scheint keiner Nation Liebling zu sein, so meine Erfahrung. Ob Schweizer oder Deutsche, denke da gibt es keinen Unterschied. Ich denke aber nicht, dass die Schweizer schlechter autofahren als die Deutschen, zumindest können die Schweizer besser parkieren. (Wers nicht glaubt, soll einen Nachmittag vor einem deutschen Markt verbringen… )

      Auch mir ist aufgefallen das Autos mit Schweizer Kennzeichen auf deutschen Autobahnen gerne drängeln. Meistens mit Kennzeichen aus AG und ZH… (Sorry nicht böse gemeint, aber ist halt so aufgefallen).

      Grüsse aus Bern
      Daniel

    7. Cirus Says:

      also meine erfahrungen sind da ähnlich, die grau bündner fahren manchmal wie der teufel auf den bergstraßen,(find ich gefährlich) die franzosen fahren auch schnell.
      und die fahrt zwischen zh und baden is sau langweilig weil da noch baustelle (80) is auf 5 km und alles sau eng.
      Noch ne frage an euch weiß einer warum 90% aller schweizer zwischen rafz/solgen und Jestetten nur 80 fahren is ja nervend.
      und die schweizer(nummernschild) fahren auf deutsche autobahnen so schnell weil sie mal ihr auto ausfahren wollen. 😀

      grüße aus Büli

    8. Administrator Says:

      @Cirus
      Rafz – Jestetten nur 80?
      Ach was, ich werde da immer mit 120 KM/h überholt von fast allen. 100 ist dort erlaubt, aber für die Schweizer ist es schwer, dieses kurze Stück über Deutsches Gebiet zu vergessen, dass man da mehr als 80 fahren darf.
      Das ganze Gebiet, sei es in D oder in CH, wird immer wieder mit Radarfallen überwacht, also vorsicht.
      Gruss, Jens

    9. Phipu Says:

      Über die Verhaltensmuster der Autofahrer in allen verschiedenen Ländern könnte man dicke Bücher schreiben. So komme auch ich in Fahrt und vergesse beim schreiben, mich kurz zu fassen.

      Mit Freiheit hat Auto fahren auf unseren dicht befahrenen Strassen schon lange nichts mehr zu tun. Die ehemalige Autopartei musste sich auch Freiheitspartei nennen, um etwas populärer zu werden. Die Freisprech-Einrichtung zum telefonieren beim Fahren, ist wohl noch das freieste Gefühl, das man beim Autofahren erleben kann. Damit darf man erlaubterweise vom Fahren abgelenkt werden.

      Die störendsten Verhalten der Verkehrsteilnehmer sind der allgemeine Egoismus, die Arroganz, und die gefährliche Ignoranz, die sich auf unseren (besonders Schweizer, aber nicht nur) Strassen mehr und mehr durchsetzen. Nicht genügend vorausschauend und umsichtig fahren sowie Nicht-Blinken sind m.E. die typischsten Zeichen für die Verachtung anderer Verkehrsteilnehmer. Genau deshalb fahre ich am liebsten Velo. Damit kann ich sogar bei Nicht-Beherrschen des Fahrzeugs nur geringe Schäden anrichten. Selbst wenn man da kaum je mit 120 km/h konfrontiert wird, ist es deswegen nicht weniger gefährlich oder weniger anspruchsvoll. Beurteilt selbst:

      Unverzichtbare Ausrüstungsliste für alle Velofahrer im Schweizer Strassenverkehr – Autofahrer, bitte auch lesen:

      1 – Velohelm tragen

      2 – Immer funktionierendes Licht (nötigenfalls Ersatz-Batterielicht in der Jackentasche), besonders um gesehen zu werden. Jetzt spreche ich aus Autofahrer-Sicht.

      3 – Abstandskelle (Artikel aus den 80er-Jahren, der die Autofahrer ermuntert, den vorgeschriebenen seitlichen Mindestabstand von 1 m beim Überholen einzuhalten. Die Abstandskelle hilft auch, dass einem nicht innerhalb eines Kreisels der Weg abgeschnitten wird. (Im Kreisel Velos überholen wäre zwar sowieso verboten). Hinweis an Autofahrer: Es gibt im Strassenverkehrsgesetz keine „Verpflichtung“ Zweiradfahrer um jeden Preis zu überholen, wenn die Breite der Fahrspur es eigentlich nicht zulässt. Absichtlich möglichst knapp vorbeifahren, wird auch niemandem sportliche Ehre einbringen. Richtige Lösung: LANGSAM HINTER Zweiradfahrer herfahren, bis alle Bedingungen ein Überholen erlauben!).

      4 – je eine Klingel (es Lüti) links und rechts am Lenker (`s G[u]ido, von frz. „le guidon“), damit man gleichzeitig zum bremsen oder Handzeichen geben, klingeln kann. Mit Handzeichen meine ich a) Zeichen zum Abbiegen und erst b), nach knapp vermiedenem Unfall, irgendwelche „Autofahrergrüsse“. Die 2. Klingel ist besonders nützlich bei seitwärts parkierten Autos, an denen achtlos die Tür aufgerissen werden könnte/bzw. tatsächlich aufgerissen wird.

      5 – besonders effiziente Vorderradbremse, damit man Autofahrern, die einem bei geringen Geschwindigkeiten den Vortritt abschneiden, durch akrobatisch beeindruckendes Hinterradheben die Gefährlichkeit ihres Handelns demonstrieren kann.

      6 – besonders effiziente Hinterradbremse, damit man notfalls mit beeindruckenden Reifenquietschgeräuschen durch Hinterradblockieren anderen Verkehrsteilnehmern seine Existenz in Erinnerung rufen kann.

      7 – Papier und Bleistift, um fahrerflüchtige Nummernschilder sowie Zeugenadressen sofort notieren zu können

      8 – absolut geschulte Augen. Nicht jedes jetzt noch geradeaus fahrende und nicht blinkende Auto wird auch weiter geradeaus fahren, bzw. fälschlicherweise nicht rechts blinkend den Kreisel verlassen.
      Daher: Am Kreisel im Zweifelsfall sicherheitshalber bei der Kein-Vortritt-Markierung anhalten, selbst wenn man von hinten angehupt und fast überfahren wird: Jeden nicht blinkenden Verkehrsteilnehmer als (sich richtig verhaltend) im Kreisel bleibend betrachten – auch wenn 90% davon falsch nichtblinkend und für mich gefahrlos aus dem Kreisel fahren. Reflexartig einlenkende Vorderräder beachten.
      Ausserdem: In welchem parkierten Auto sitzt eine Person, die genau vor meiner Nase die Tür öffnen wird/bzw. achtlos aus dem Parkfeld fahren wird? Dazu auch noch brennende Lichter (Brems- Rückfahr-, Blink-, nachts Beleuchtung) an parkierten Autos beobachten. Wenn ein Auto in einem seitlichen Parkplatz bereits in Richtung Fahrspur blinkt, bedeutet dies, dass der Fahrer den sich nähernden Radfahrer NICHT gesehen hat, und sich den Vortritt erkämpfen wird. Unbedingt sicherheitshalber klingeln und anhalten. In der Fahrschule lernt man ja schliesslich, dass man erst, wenn man nach Innen- und Aussenspiegel beachten sowie Kopf seitlich drehen zu 100% sicher ist, dass man gefahrlos aus dem Parkfeld fahren kann, zu blinken beginnt.

      9 – gesunde Stimme. Nötigenfalls Gesangsstunden nehmen, damit bei zu knapper Reaktionszeit für Punkt 4 oder 6 durch lautes Rufen gefährliche Situationen abgewendet werden können.

      10 – immer die gültige Velovignette (obligatorische Haftpflichversicherung) – und sei es auch nur, dass mein Fahrrad nicht schon am 1. Juni (Ende Gültigkeit der Vorjahresvignette) vom Werkhof ab dem öffentlichen Veloständer eingesammelt wird. Letzteres Vergehen wird besonders streng geahndet; im Gegensatz zu Auto auf Fussgängerstreifen parkieren oder im Stau auf solchem anhalten.

      Hinweis: Einige werden diese Punkte für eine Verkehrs-Paranoia halten. All diese Situationen habe ich jedoch in meiner langen Velofahrerkarriere am eigenem Leib und Material erlebt. Meine Beobachtungen sind besonders von Erfahrungen auf Strassen des Kantons Genf und Freiburg geprägt. Unterschiede zu anderen Regionen der Schweiz sind nicht ausgeschlossen. Auf deutschen Strassen fühle ich mich in der Regel ziemlich wohl. Vielleicht auch, weil es dort viele Radspuren und –Wege hat.

      Ich wünsche allen auf der Strasse viel Glück und gesunde Reflexe. Versucht auch, mit der Schutzengelgewerkschaft gute Beziehungen zu erhalten. Das alles erhöht die Überlebenschancen.

    10. Bettina Says:

      @Daniel: Ich kenne das Tempo durch das Auto von meinem Mann – 240 kein Problem. Es stimmt, dass in D einige mit der Einschätzung von Geschwindigkeiten überfordert sind und ausscheren (die fahren meist auch nicht oft Autobahn) oder gar nicht erst gucken (wobei das mehrheitlich LKW sind – mein Eindruck).

      Aber ich finde das Verhalten auch in CH häufig – und für mich macht es (zumindest vom Prinzip her) keinen Unterschied, ob ich von 220 runter muss oder von 120: Mir nimmt schlicht und einfach jemand ohne Nachzudenken die Vorfahrt, die ich auf der linken Spur während meiner Fahrt habe. Da denke ich ähnlich wie Andreas: Die niedrigen Geschwindigkeiten verleiten dazu, viele Gefahren als geringer einzuschätzen als sie wirklich sind. Ob’s der Abstand zum Vordermann ist oder das Gottvertrauen darauf, dass der Hintermann (wenn man ausschert) noch locker bremsen kann, weil er ja maximal 120 fährt.

      @Phipu: Oh ja, Du sprichst mir aus der Seele. Radler müssen echt auf alles gefasst sein…
      Skurril ist: Autofahrer, die auch Motorrad fahren, entwickeln für ihre Biker-Kollegen echtes Mitgefühl und fahren erstaunlich weitsichtig, sobald sie einen Motorrad-Fahrer sehen. Autofahrer, die auch Fahrrad fahren, scheinen ihre Sattel-Erfahrungen allerdings zu vergessen, sobald sie hinter dem Steuer sitzen.

    11. velofahrer Says:

      phipu….. du sprichst mir mit vielen anmerkungen aus der seele. ergänzend könnte ich noch anführen den typ autofahrer der vor ampeln gerne grosszügige 20cm am rechten rand freilässt, um eventuell von hinten kommende velofahrer passieren zulassen. solche liebenswürdigen zeitgenossen erfreue ich normalerweise mit kunstvollen zirkeln, um ihren rückspiegeln auszuweichen. alternativ kann man sich darauf auch wunderbar aufstützen.

      zum kreisel: im strassenverkehrsgesetz steht explizit, dass im kreisverkehr radfahrer vom gebot des rechtsverkehrs abweichen können, im klartext, fahr in der mitte. ebenfalls ist nicht geregelt, was am rechten fahrbahnrand eigentlich heisst. interessanterweise überholen autofahrer (auch ich) velofahrer viel häufiger, wenn sie dazu nicht auf die andere spur müssen, deshalb oftmals auch enger und gefährlicher. die lösung dazu: einfach mal einen meter abstand zum fahrbahnrand lassen.

      zu autothemen: blinken und kreisverkehr, wenn ich mich recht erinnere sind dabei die romands manchmal überkorrekt. irrtum vorbehalten.

      das schweizer generell ihre fahrkünste schlecht einschätzen würde ich so nicht unterschreiben, nur für mich selbst….

      und zum schluss: auch die dickste deutsche karre tut gut daran, auf kurvigen bergstrecken den locals die vorfahrt zu lassen. (GR = Gebirgs Raser)

    12. rob351 Says:

      Hi,
      ich bin für eine Ergänzung des Textes
      Sind Deutsche die schlechteren Autofahrer?

      Der Blogwiese-Leser Chrugail schrieb als Kommentar zu der Frage: „Warum die Schweizer die Deutschen nicht mögen?“:
      Aus Erfahrung…
      – wenn dich Jemand bei 140 auf der Autobahn anschiebt, ist es ein Deutscher (…)

      Durch:
      Wenn dich einer bei 150 auf der A96 Richtung Lindau anschiebt, ist es oft genug ein Schweizer auf dem Heimweg (oder in der anderen Richtung auf einer Dienstfahrt) – denn er will ja nicht zu lang im feindlichen Ausland bei den Schwaben bleiben…

      Sali,

    13. Bolero Says:

      @ rob351:
      Da kann ich dir nur bedingt zustimmen. Ich fahre die A96 wöchentlich komplett durch (Bregenz/München und wieder zurück).
      Seltenst, dass ich dort drängelnde oder rasende Schweizer vorfinde. Oft sind es wahrscheinlich eher deutsche Wochenaufenthalter mit CH-Kennzeichen, die am Wochenende zu ihren Familien eilen?!

      Den Schweizern könnte ich aus meinen Erfahrungen da gar nichts Negatives unterstellen.

    14. Jörg Petermann Says:

      Entspannte Grüße aus Deutschland! :))

    15. rob351 Says:

      hi,
      nachdem ich üblicherweise freitags richtung lindau schneckle und sonntags wieder rauf, dürfte es sich wohl meist um genuine schweizer handeln. einige tiefflieger sind auf alle fälle dabei; naturgemäß wird die zahl der drängelnden raser deutscher provenienz sicher höher sein: der vorteil der reichlichen geburt sozusagen.
      ciao

    16. Zicky Says:

      Was mir aufgefallen ist bei Autobahnen in der Schweiz, ich habe in meiner langjärigen Fahrerkarrier noch nie eine freie Fahrt gehabt, immer ist irgendwo eine Baustelle …. ich kann mir schlecht vorstellen warum, denn die Strassen sehen ok aus, und oft sehe ich auch Teilstücke wo neugebaut wurde und bereits Monate später ist da wieder eine Baustelle, haben die Baufirmen nichts zu tun frage, ich mich mal, oder nennt man es einfach Arbeitsbeschaffung 🙂

    17. Mikki Studer Says:

      Ob jetzt nun Schweizer, Deutsche oder Italiener schlechte Autofahrer sind, ist nun wirklich eine müssige Diskussion. Es gibt einfach ein paar Unterschiede, die sich aus den „Autobahneigenschaften“ ergeben:
      1. Schweizer machen keinen Reisverschluss, sondern lassen diejenigen, die nach vorne fahren nicht rein (Ursache: Fehlendes Wissen, denn es gibt kaum Reisverschlusssysteme in der Schweiz – Baustellen werden immer zweispurig beibehalten)
      2. Schweizer schauen beim Ausscheren nicht in den Rückspiegel (Ursache: Man geht davon aus, dass alle etwa gleich schnell fahren und daher ein Auffahren kaum stattfindet)
      3. Schweizer fahren extrem eng aufeinander auf (Ursache: Die Autobahnen sind so dicht befahren und die Geschwindigkeiten eigentlich alle gleich, dass dies die effizienteste Art ist, Stau zu vermeiden)

      P.S. Österreicher fahren z.B. sehr häufig links. Hat damit zu tun, dass deren Autobahnen kaum befahren sind (ausser um Wien) und daher jeder fährt, wo es ihm passt.

    18. Rainer Says:

      Ich glaube es ist müssig Autofahrer nach ihrer Nationalität zu beurteilen. Tatsache ist, die Raserei auf deutschen Autobahnen ist hirnrissig, und ist nur damit zu erklären, dass die Autolobby dort so stark ist. Kein Politiker, will er nochmals gewählt werden, wird sich für eine Geschwindigkeit von 120 einsetzen. Auf deutschen Autobahnen erlebt man ständig extrem gefährliche Situationen, wenn zum Beispiel ein PW mit 120 einen Lastwagen überholt, und von hinten ein Raser herannaht. Selbstverständlich geht der Raser davon aus, dass der ihm den Weg versperrende Fahrer, sich sofort in Luft auflöst.

    19. Gerry Says:

      @cirus
      wir sind bei unser umzug von Büli nach SH auf dieser schönen geraden Strecke zw. Rafz und Lottstetten auch mal zu schnell gefahren. ich 103 km/h und meine Frau mit 99 km/h hinterher. Zusammen fast 600 Fr. Strafe, da überlegst du nicht lange ob du inZukunft nicht 80 km/h fährst

    20. Administrator Says:

      @Gerry
      hatte ich nicht irgendwo weiter oben darauf hingewiesen, dass dort gern und häufig eine Radarfalle hinter dem Mähdrescher versteckt steht? Nun, hättest Du mal früher angefangen mit Blogwiese lesen, wäre es nicht passiert 🙂
      Gruss, Jens

    21. wiseman Says:

      Ich arbeite im Vertrieb und fahre in der Woche rund tausend Kilometer durch die Ostschweiz. Start ist immer Luzern.

      *Reissverschluss*
      Auf dem Weg von Luzern Richtung Hirzel gibt es eine Stelle mit Reissverschlussverkehr, bei der es sich jeden Morgen staut. Entgegen dem voran stehenden Kommentar kann ich nicht bestätigen, dass die Schweizer das Reissverschlussverfahren nicht beherrschen. Dort klappt der Reissverschluss sehr gut.

      *Zürich = Staucity*
      Als Deutscher verstehe ich die Verkehrsplanung im Großraum Zürich nicht: Ich kenne keine deutsche (Groß-) Stadt ohne Autobahnring. Für eine Strecke vergleichbar mit der Distanz Luzern-St. Gallen brauche ich in Deutschland deutlich weniger Zeit als hier. Kurz: Zürich ist ein Riesenpuff!

      *Geschwindigkeitsbegrenzung*
      Die Begrenzung der maximalen Geschwindigkeit auf 120 km/h empfinde ich als angenehm. Wenn die 120 nur überall auch gefahren würden. Meine Frau und ich stellen häufig fest, dass (ähnlich wie oben beschrieben) die Maximalgeschwindigkeit häufig unterboten wird. 80 erlaubt, 70 gefahren. Argh!

      Ganz deutlich: Leute, die nur durch die Landschaft gondeln möchten, findet man in Deutschland meist an Sonntagen mit Hut auf der hinteren Ablage. Wir nennen sie Sonntagsfahrer. 🙂

      Ich möchte halt nach Feierabend zu meiner Familie, da stört mich so ein Verhalten besonders.

      *Fazit*
      Abschließend möchte ich betonen, dass die Schweizer weitgehend gute Autofahrer sind. Dennoch hemmen einige durch ihre Fahrweise den ganzen Verkehrsbetrieb und stellen eine Gefahr für andere da. Das gibt es in Deutschland jedoch auch.

      Seitenhieb: Als Kantonsluzerner habe ich die schlechtesten Erfahrungen mit Argauern gemacht. 🙂

    22. wiseman Says:

      [2 Minuten später]

      Es ist schon erstaunlich, wie sich (deutsche) Autofahrer ereifern können. Mich eingeschlossen.

      Mir ist aufgefallen, dass die Kommentare weiblicher Autofahrerinnen wesentlich ausgeglichener sind, als die von den Männern. 🙂

      wiseman

    23. viking Says:

      @wiseman
      Zürich ist ein klassisches Beispiel für die Auswirkungen der direkten Demokratie in der Schweiz.
      Zürichs Stadtplaner hatten in ihrem Bauwahn mal eine Autobahn quer durch Zürich geplant. Das sogenannte Y (benannt nach der Form der Autobahnäste). Glücklicherweise wurde dies durch den Souverän (das Volk) an der Urne verhindert. Einen Autobahnring um Zürich wollten (verständlicherweise) die umliegenden Gemeinden nicht (die „Agglo“) und auch der restliche Kanton wollte nicht dafür bezahlen. Also hat der Souverän auch diese Projekte an der Urne gestoppt. Da die Agglo und einige andere aber gerne nach Zürich reingefahren wären, wurde die Autobahn bis nach Zürich bewilligt. Darum gibt es jetzt einen Milchbucktunnel und eine angefangene Sihlhochbrücke bei der Brunau. In den letzten Jahrzehnten kam dann doch die Einsicht, dass ein Autobahnring um Zürich vielleicht nicht das schlechteste wäre und auch dieses Projekt wurde in Angriff genommen und sieht seiner Fertigstellung entgegen.
      Das ganze wird zwar die Staus in und nach Zürich nicht verhindern/entfernen aber erleichtert evtl. die Umfahrung von little big city.

      Gruss
      Bruno

    24. Biiit Says:

      Seltsamerweise habe ich das Gefühl, die meisten Deutschen halten sich in der Schweiz strickt an die Geschwindigkeiten auf der Autobahn, auch wenn zwischen Lenzburg und Bern alle an ihnen vorbeirauschen.
      Abseits der Autobahn sind die netten Nachbarn dafür waghalsiger unterwegs. Das erste mal Angst in einem Auto hatte ich mit nem Deutschen in Zürich hehe

      Neben den Nationen, kann man auch eine andere Sortiermethode anwenden:

      Audi-Fahrer drängeln und fühlen sich persönlich erniedrigt, wenn sie überholt werden.
      🙂

      Und schlussendlich Trennung nach Kantone.
      Dass die Graubündner kleine Bergpass-schumis sind wissen wir ja alle 🙂
      Das Klischee vom unberechenbaren Aargauer ist übrigens sehr hilfreich:
      Keiner regt sich auf, wenn er auf der Abzweigspur überholt oder sich vorne reinquetscht oder in letzter Sekunde doch die Spur wechselt.

      @viking: Das traurigste Stück Autobahngeschichte ist bei Mettmenstetten zu bestaunen: Die wegen den Einsprachen blockierte Autobahn ist inzwischen so alt, dass sie komplett neu gemacht werden muss.

    25. Bruno Says:

      Idioten und Nichtkönner gibts überall auf der Strasse. Ob Zürcher, Bündner, Aargauer oder Deutsche.

      @ Phipu: Ob es allerdings in unseren Nachbarländern soviele undisziplinierte und selbstgerechte (Velo-) Radfahrer gibt wage ich zu bezweifeln. Rot? Aber doch nicht für mich. Fahr ja nur am Rand vorbei! Stau? Für was ist denn das Trottoir (Gehsteig) da? Fussgängerzone? Fahr ich doch glatt durch! Hand deutlich raushalten und Zeichen geben? Der Trottel in seinem Auto hinter mir soll doch aufpassen. Licht? Hab Mountain Bike. Sieht geiler aus ohne Funzel. Wanderweg mit Bikeverbot? Die blöden Wanderer sollen aufpassen. Und am geilsten ist’s doch im Nationalpark!
      Ich vermute stark, deass es der Vorsicht der meisten Automobilsten zuzuschreiben ist, dass nicht mehr Radfahrer „abgeschossen“ werden

    26. Andre Says:

      Schweizer parkieren besser – Deutsche blinken nicht ?
      Schweizer fahren Mittelspur – Deutsche auch !!!!

      alles quatsch mit soße. 😛
      was ich nicht mag ist die Tatsache, dass man als Velofahrer plattgefahren wird, wenn man über einen Zebrastreifen fährt statt schiebt.

      Das ist in Deutschland mit Recht nicht der Fall.

      Der schweizer ordnungsliebende Grundgedanke dahinter ist doch : „Der Velofahrer hat gefälligst abzusteigen und zu schieben.“ Ist doch zu langsam gedacht :
      Es geht doch viel rascher, wenn der fährt statt schiebt !
      An der Supermarktkasse lasse ich doch auch lieber jemanden vor, der nur 3 Teile im Korb hat…. statt im noch 10 Teile in den Korb zu werfen und ihn dann erst vorzulassen….. (nicht so ernst gemeint liebe chäs-kenner)

      @ Bruno – so fährst du in Berlin nicht lange velo. auch nicht in Köln.
      aber es gibt schon verkehrsgefährdende velofahrer, stimme ich dir zu.

    27. Sauschwob Says:

      Das Zebrastreifen-Phänomen bezieht sich nicht nur auf Velofahrer. Da spielt man in Züri doch gern mal die Mailand-Paris-Rundfahrt und fährt alles über den Haufen was sich darauf bewegt…

      Aber mal im Ernst: Da frage ich mich als gerne-autofahrender Deutscher doch schon, was man von jemandem erwarten soll der in Zürich freiwillig Auto fährt…

    28. Dr. Schmidt Says:

      Tja, jeder meint, er könnte am besten Autofahren. Nur alle anderen nicht.
      Gib den Leuten ein Lenkrad in die Hand und du erkennst ihren wahren Charakter.

    29. Typhoon Says:

      Hi,

      Mich Interessiert das ganze hier nicht wenn ich von AG nach GR fahre auf der Autobahn stelle ich den Tempomat auf 160km/h und Cruise gemütlich auf der linken Spur.
      Das mache ich aber nur weil ich ein Radarwarnsystem habe ich musste auch viel bremsen.

      Da kann man in der Nacht auch mal den Wagen ausfahren ohne jemanden zu gefährden.

    30. Typhoon Says:

      Das obere Posting ist Ironisch gemeint natürlich 😉

      Ne jetzt mal im ernst ich finde die 120km/h auch paar mal nervend aber man kann nicht dagegen machen.
      Und ich denke 120km/h reicht auch aus.

      Gute Fahrt!

    31. Tom Says:

      Also mir persönlich fällt oft auf das deutsche Autofahrer (mit deutschen Kennzeichen) bei uns im Raum Ostschweiz (Rheintal) recht zügig auf der Autobahn unterwegs sind. Wer da mithalten will muss 140Km/h fahren.
      Aber noch andere Frage am Rande. Ich möchte auch gene mal sehen wie schnell so mein Wagen fährt, irgendwie einfach eine Neugierede obwohl es nur ein Familienkombi ist. Doch ich Frage mich, wo sich die nächste Autobahn befindet ohne Tempolimit. Nächste deutsche Stadt : Lindau!

    32. M.L. Says:

      An Bruno, ist zwar über ein Jahr zu spät aber du hat was vergessen.
      Hintereinander fahren auf Landstrassen? Nicht für Uns! Nebeneinander können wir über Gott und die Welt diskutieren.
      Vorrausschauen wohin wir fahren? Nein danke, nur möglichst schnell.
      So jedenfals in meiner Gegend.

    33. Richard Says:

      Die 120 Beschränkung ist eine wahre Katastrophe, fährt man mal normal (140 – 150) wird man direkt schon als Schwerverbrecher vorgeführt oder stell dir vor mal 50 in einer neuen 30er Zone… Die Schweizer Verkehrspolitik ist einfach so für’n Arsch, jede Fahrt in Deutschland ist a) sicherer, b) schneller, c) besser für die Umwelt, d) besser für die Wirtschaft und e) macht mehr Spass! Und die CH-Polizisten sind die grössten Schwerverbrecher, einfach Diebe, 120 Franken für 6 km/h zu schnell, das ist einfach Raub.

      Also bitte Autolobby kommt schnell in die Schweiz und macht was gegen diese Missstände!!!

    34. Stefan Says:

      Ich bin weitaus lieber auf deutschen Autobahnen unterwegs. Bei uns muss man ständig aufpassen ja nicht ein paar km zu schnell unterwegs zu sein, um den grotesk hohen Bussen zu entgehen. Lieber mit 200 in Deutschland unterwegs als mit 125 in der Schweiz, verkrampft hinter dem Lenkrad nach dem nächsten Blitzkasten ausschau haltend.

    35. Nicole Says:

      Also mich nerven am meisten die Langsamfahrer. Was in gottes Namen bringt Menschen dazu bei Tempo 50 mit 40kmh rum zu gurken, oder statt 120 nur 110 oder noch langsamer!!! Und das ganze natürlich OBWOHL die Strasse vogelfrei ist. Sollche gibts immer mehr, die das gefühl haben, „nöö heute hab ich keine Lust mich an die Richtgeschwidigkeit zu halten. Die anderen hinter mir, die zur Arbeit wollen oder sonstiges, sollen schön mir nachfahren.“ Und wenn man da Überholen will, fahren sie auch noch MITTEN auf der STrasse (trotz Mittelinie) so das man auch ja nicht vorbei kommt. Dan kriegt mann den Stinkefinger gezeit oder noch schlimmeres wenn man seinem Ärger luft macht. Der liebe Lenker mit dem Stinkefinger vor mir Merkt natürlich nicht, dass sich zwischenzeitlich hinter ihm langsam aber sicher ein Rückstau bildet. So was find ich einfach nur egoistisch und gefährlich. Ach übrigends Leute: für zu langsames Fahren kann man auch Gebüsst werden und sogar verzeigt wegen behinderung des Strassenverhrs. Also demnach fahr ich auch lieber in D oder in F.

    36. Woods Says:

      In den GPS-Navigationssystemen wird die Geschwindigkeit genauer ermittelt als am Tacho des Fahrzeugs. Die Abweichung beträgt meist um die 10%, und das liegt darin begründet, dass ein Fahrzeugtacho niemals zu langsam anzeigen darf. Bei den zahlreichen Kombinationen aus Felgen und Reifen planen die Autobauer mit diesem Anzeigenpuffer. Wenn ich also laut Tacho 135 km/h fahre, bin ich tatsächlich mit 121 km/h unterwegs. Das wird dann von den anderen Verkehrsteilnemern als Raserei ausgelegt, dabei fahren sie selber nur um die 108km/h. Früher dachte ich immer, meine Kiste fährt viel schneller als der Hersteller angibt. Fabei steht nur am Tacho die 210, das GPS bestätigt dagegen „leider“ nur die 189 aus dem Katalog. Aber eigentlich juckt mich das nicht sonderlich. 🙂

    37. Schwob Says:

      Wenn ich auf einer Landstrasse einen Traktor überhole und vor mir ist frei bleibe ich links mit dem Blinker links, damit der nachfolgende Verkehr auch noch ohne Risiko überholen kann. Das funktioniert in D. In der CH versteht das keiner. Manchmal habe ich den Eindruck, die wollen einfach lieber hinter her fahren. Auf der Autobahn musste ich mit in CH daran gewöhnen, dass auch bei Tempo 139,5 noch jemand in die Sicherheitslücke drückt und danach alibimässig blinkt. Wenn Du in D jemanden im Rückspiegel siehst, ziehst Du nicht einfach raus, denn er könnte beim nächsten Blick schon in Deinem Kofferraum sitzen. Andere Länder, andere Sitten.

    38. Peter Says:

      @Schwob: 100% Zustimmung
      Meines Erachtens haben die meisten Schweizer keinen Schimmer von flüssigem, gutem Auto fahren. Es ist ein Haufen von Angsthasen. Es ist ja aber auch kein Wunder. Die bereits Jahrzehnte andauernde Tempo-Verteufelung in unserem Land durch Politik und andere Gesundbeter fordert ihren Tribut. Das Volk hat eine eigentliche Tempophobie entwickelt. Dazu passen übrigens plakativ auch hier im Blog viele der Kommentare mit dem Tenor, dass die deutschen Autobahnen stressig und gefährlich seien. Das stimmt doch überhaupt nicht, liebe Schweizer!
      Ich bin Zentralschweizer, lebe und arbeite in der Schweiz. Gehe seit Jahren ein paar mal im Jahr nach Deutschland wegen meines Hobbys Motorsport. Die Anreise über die deutschen Autobahnen empfinde ich als sehr entspannend, vor allem in den freien Abschnitten zu Randzeiten. Mit entsprechender Routine ist es absolut kein Problem, schnell, sicher und relaxed zu fahren. Und man kommt sehr schell voran. Dabei muss niemand bedrängt werden und gefährliche Situationen müssen absolut keine entstehen. Ein bisschen vor- und nachgeben und schon heisst es leben und leben lassen. Es muss nur jede/r ein wenig mitdenken, der Schnellere ganz besonders.
      Davon kann man in CH nur träumen. Egoistischer Schleichverkehr wohin das Auge reicht. Auch die starren 120 auf der Autobahn sind ein schlechter Witz. Zu verkehrsreichen Zeiten ok, aber doch nicht wenn die Bahn frei ist.
      Was extrem nervt: Viele Schweizer betrachten sich offenbar als Nabel der Welt, Nur weil SIE keine Ahnung vom schnellen Fahren haben, gehen sie davon aus, dass das niemand kann resp. gar nicht möglich sei. Darum auch immer diese Bemerkungen von wegen „Wahnsinnigen“ etc. in bezug auf die deutschen Autobahnen. Bei meinen Schweizer Landsleuten habe ich echt zunehmend den Eindruck, sie kümmern sich nur darum, ja nicht einen km/h zu schnell zu sein, deren Nase klebt förmlich am Tacho. Lieber fahren sie sogar unter der erlaubten Geschwindigkeit, was besonders störend ist. Aber was sie unterwegs sonst alles für Mist bauen (nicht blinken, Rückspiegel nicht beachten, Vorfahrt nehmen etc.), scheint ihnen jedoch keine Rolle zu spielen. Es gibt Ausnahmen, doch die sind sehr selten. Ich fahre eigentlich im Grundsatz sehr gerne Auto, in der Schweiz hasse ich es jedoch im Strassenverkehr unterwegs zu sein. Zu viel Unfähigkeit, gepaart mit Egoismus.

    39. oli Says:

      die geschwindigkeitsbeschränkungen in der schweiz sind tatsächlich total übertrieben. jedoch gibt es glücklicherweise die technik die radarfallen kommen zu sehen. dadurch muss man sich auch nicht an die begrenzungen halten. ich fahre, sofern der verkehr es zulässt, durchschnittlich 160 auf den autobahnen. gegen oben schau ich, dass ich die 200 nicht überschreite. erwischt wurde ich nicht ein einziges mal. gott sei dank fahr ich auch kaum zu stosszeiten auto, sonst würd meine taktik auch nicht aufgehen.

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