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Warum die Deutschen kein Leitungswasser trinken — Ein Erklärungsversuch

(reload vom 29.6.06)

  • Kein Leitungswasser im Deutschen Restaurant
  • Wer gern in Frankreich oder Spanien Urlaub macht, wird es gewohnt sein (Schweizer Leser dürfen es auch „sich“ gewohnt sein), dass dort zu jeder Mahlzeit neben dem obligatorischen Weissbrot auch eine Karaffe mit (gekühltem) Leitungswasser auf dem Tisch steht. Gehen Sie in ein französisches Strassencafe und bestellen einen „grand crème“ (Deutscher Jargon: „ön Kaffee Olé„), können Sie den Keller gleichfalls bitten, Ihnen dazu „un verre d’eau“ zu bringen. Versuchen Sie dies einmal in Deutschland. Der Keller wird sie mitleidig anschauen, vermuten, Sie leiden an Kopfweh und möchten ein Aspirin einnehmen, wozu er Ihnen höchstwahrscheinlich ein nur halb bis dreiviertel gefülltes Glas Leitungswasser bringen wird. Bestellen Sie zum Essen einfach nur Wasser, wird es garantiert Mineralwasser in einer Flasche sein, still oder mit Kohlensäure.

    Die Deutschen offerieren äusserst ungern Leitungswasser, schon gar nicht im Restaurant. Am „Offerieren“ merken Sie, das wir schon lange in der Schweiz leben. Ein „Anbieten“ geht uns kaum mehr über die Lippen.

    Es gehört zu den letzten ungelösten Geheimnissen der Deutschen Trinkkultur, warum das so ist. Ob es an der Hitze und den südlichen Temperaturen Frankreichs liegt? Unmöglich, denn in Nordfrankreich ist es im Schnitt sicher kälter als im Süden Deutschlands, und dennoch werden Sie dort stets eine Karaffe Wasser zum Essen serviert bekommen, nicht aber in Bayern oder Schwaben.

  • Ist gekauftes Wasser in Flaschen gesünder?
  • Eine Theorie besagt, dass die Deutschen ihrem eigenen Leitungswasser misstrauen, dass es nicht so gesund sei, wie abgefülltes Wasser zum kaufen. Als die Rohre noch aus Blei bestanden oder ziemlich verrostet waren, hatte diese Skepis ihre Berechtigung. Aber das ist lange vor dem Krieg gewesen. Heute ist es natürlich Quatsch, denn kein Nahrungsmittel wird in Deutschland so ausgiebig und permanent überprüft wie das Hahnenwasser, das dort auch „Kranwasser“ genannt wird

  • Die psychologischen Spätfolgen der Notzeit
  • Eine andere Theorie behauptet, die Deutschen seien heutzutage einfach „zu reich“ um einfach nur Wasser aus der Leitung zu trinken. Es sei ein Überbleibsel aus der Zeit der Not und der Entbehrung, als es kein Fleisch, keine Butter und keinen Kaffee gab. Als nach dem Zweiten Weltkrieg in den Fünfzigern die Versorgung wieder funktionierte, erlebte Deutschland eine beispiellose Fresswelle. Fleischloses Essen oder Margarine statt Butter haftete fortan das Attribut an, „Essen für Notzeiten“ zu sein. Ähnliches gilt für Leitungswasser: Das trinkt man nur wenn man sich gar nichts anderes mehr leisten kann.

  • L’eau gazeuse macht Bauchweh
  • In Frankreich und in der Romandie hält sich hartnäckig das Gerücht, dass man von Mineralwasser MIT Kohlensäure immer starkes Bauchgrimmen bekommt. Sie müssen explizit drauf bestehen, ein Wasser „avec des bulles“ serviert zu bekommen, und man wird Sie als Wunder der Verdauungstechnik bestaunen, wie Sie es schaffen, dieser gefährlichen Bläschen in Ihrem Magen Herr zu werden.

  • Sprudeln tut es in der Schweiz nur im Sprudelbad
  • Eines der hübschesten Sprachmissverständnisse zwischen Deutschen und Schweizern ist das Wort „Sprudel“. Während die Deutschen dies als Synonym für „Mineralwasser mit Kohlensäure“ sehen, denken die Schweizer an Wellness und kitzelnde Luftblässchen am ganzen Körper, wenn sie sich ein „Sprudelbad“ leisten. In Süddeutschland darf man dazu auch „saurer Sprudel“ sagen, weil der ja nicht süss ist, auch wenn er eigentlich nach nichts schmeckt. So nannten wir den früher: „Sprudel ohne Geschmack„.

  • Der Wandel kam mit Sodastream
  • Erst in den letzten 10-12 Jahren, mit dem Aufkommen von preisgünstigen Sodastream „Sprudelmaschinen„, hat sich der Trend in Deutschland ein wenig gewandelt. Es wurde schnell populär, dass man mit dem guten Leitungswasser den Sprudel auch selbst herstellen kann, und sich das Kistenschleppen damit spart. Was jedoch noch lange nicht heisst, dass es jetzt auch Leitungswasser im Restaurant zum Essen gibt.

  • Der Harass ist kein Schäferhund
  • Die Schweizer kaufen ihr Mineralwasser in Kästen, die sie „Harass“ nennen. Deutsche würden bei dieser Bezeichnung eher an einen scharfen Polizeihund denken, und nicht an Leergut. Unser Variantenwörterbuch meint dazu:

    Harass CH der, -es, -e ( aus frz. harasse “ Korb zur Verpackung von Glas“
    1. Kiste AD (ohne nordost) Kasten D „offenes Behältnis aus Kunststoff mit Unterteilung für Transport und Aufbewahrung von Getränkeflaschen: „Ich bin ein richtiger Festbruder… Ich arbeite mit Bier und trinke den Saft auch gern. Bis Mitternacht habe ich einen Harass geschafft (Blick 11.7.1994,8)
    (Quelle: Variantenwörterbuch DeGruyter, S. 332)

    Es gibt auch den Bierharass oder den Getränkeharass
    Bierharasse
    (Foto: schneider-weisse.ch)

    Der Duden führt den Begriff auch als „Lattenkiste“:

    Harass, der; -es, -e [frz. harasse, H. u.] (Fachspr.):
    Lattenkiste, Korb zum Verpacken zerbrechlicher Waren wie Glas, Porzellan:
    Täglich werden 8 000 Harasse Vollgut ausgeliefert, 7 000 Harasse Leergut zurückgenommen (NZZ 25. 10. 86, 38).
    (Quelle: Duden.de)

    Alte Harasse für Coca Cola
    (Foto: route66store.ch)

    Diese Getränkekisten wurden übrigens in Deutschland während der WM gerade extrem knapp, weil der Bierverbrauch zwar stieg, aber niemand Zeit hatte, das Leergut wieder zurückzutragen. Die Brauereien mussten regelrecht dazu aufrufen, weil die Flaschenproduktion mit dem Verbrauch nicht mithalten konnte.

  • Auch des Teufels General war ein Harras
  • Ältere Deutsche kennen den Begriff „Harras„, mit zwei „r“ und einem „s“, als Figur aus Carl Zuckmayers Stück „Des Teufels General“:

    Das Stück handelt vom Luftwaffen-General Harras, der seine Fähigkeiten wegen seiner Flugleidenschaft den Nationalsozialisten zur Verfügung gestellt hat, obwohl er im Grunde anderer politischer Meinung ist. Als er in seinem Umfeld eine Sabotage-Aktion des Widerstands an einem neu entwickelten Flugzeugtyp aufdeckt, wird ihm das Ausmaß seiner Schuld bewusst. Zur Desertion unfähig, nimmt er sich das Leben, indem er mit einer derart sabotierten Maschine, mit der auch schon sein Freund Eilers abstürzte und starb, in den Tod fliegt.
    Der Held erinnert an den mit Zuckmayer befreundeten Flieger Ernst Udet. Dieser hatte 1941 Freitod verübt.
    (Quelle: Wikipedia)

    Wenn Sie in Deutschland Ihr Leergut loswerden wollen, dürfen Sie also nicht fragen, ob es für Ihren „Harass“ auch „depot“ (vgl. Blogwiese) zurück gibt, sondern Sie müssen die „Leergutannahmestelle“ aufsuchen, um dort Ihre „Getränkekiste“ oder Ihren „Bierkasten“ abzugeben. Dass es sich beim „Bierkasten“ nicht um einen gut gefüllten Schrank mit Gerstensaft handelt, versteht sich hoffentlich von selbst. Ein „Küchenkasten“ ist ja auch keine Kuchenkasse.

    

    14 Responses to “Warum die Deutschen kein Leitungswasser trinken — Ein Erklärungsversuch”

    1. Buyer Says:

      Kein Mensch spricht in Bayern von „Sprudel“ auch nicht die ver-hochdeutsch-ten Münchner, das ist ein typischer gastronomischer Preußizismus an dem man einen Zugereisten erkennt. „Schlimmer“ ist nur von „Selters“ zu sprechen. Und „saurer Sprudel“ ist etwas was ich noch kein einziges Mal in meinem gesamten Leben jemals gehört hab.
      Das heißt einfach Mineralwasser – oder halt jeweils die lokale Marke, Überkinger oder so.
      Ich trinke jeden Tag sicherlich zwei Liter Leitungswasser und das gerne, unser Leitungswasser hat eine ausgezeichnete Qualität.

      Wenn ich Flaschenwasser kaufe dann bloß wegen der Kohlensäure, es ist halt erfrischend. Man „bietet“ das Wasser Gästen nicht an, „offerieren“ tut man es auch nicht (offeriert bekommt man ein Auto oder so, ein Warenanbot) sondern man KREDENZT es.

      Der Name für die „Getränkekiste“ ist im Übrigen schlicht „das Tragl“. (ein Tragl Wasser, ein Tragl Bier,…).

    2. tholm Says:

      Ach ja unsere Freunde aus Bayern. Was haben sie doch viel gemein mit den Schweizern.

    3. roko Says:

      Saurer Sprudel kenne ich noch, der Ausdruck ist aber heute wohl nicht mehr so aktuell.

      Dass die Rohre in Altbauwohnungen inzwischen alle saniert sind halte ich eher für ein Gerücht. Je nach dem wo man wohnt weiß man schlichtweg nicht was man da trinkt.

      Ein Unterschied zwischen 0815 Leitungswasser und gutem Mineralwasser dürften diverse Mineralien sein die am Wasserhahn nicht angeschrieben sind, auf der Flasche jedoch schon.

      Während man in deutscher Gastronomie eher kein Leitungswasser bekommt, muss man dieses in der CH sogar teilweise bezahlen.

    4. Eugen Says:

      In der Tat kann die fehlende Vorliebe der Deutschen an Leitungswasser nicht am Wetter liegen, denn in Dänemark bekommt man ohne Probleme Leitungswasser zum Essen, wenn man es wünscht. Die Theorie mit dem „Reich-sein“ trifft den Sachverhalt m.W. nach am besten.

    5. flexus Says:

      Saurer Sprudel kenne ich aus der Pfalz. Entsprechend ist süßer Sprudel Zitronenlimonade…

    6. crissi Says:

      Naja, das mit dem sauren Sprudel kenn ich von den BaWü’s. Ich find es grundsätzlich furchtbar, wenn man in dt. Lokalen (besonders von der so berühmt-berüchtigten „gutbürgerlichen“ Art) immer dieses wiederliche saure Wasser vorgesetzt bekommt. Anscheinend gehört es in D immer noch zum guten Ton, dass man sich gegenseitig anrülpst. Ein „stilles“ Wasser ist anscheinend nur für Kranke und für asketische Jungfern jenseits der 60 („Heilwasser“).

      Den Einwand mit den Bleirohren in den Altbauten lass ich auch nicht gelten, die sind innen schon so mit Kalk beschichtet, dass kein bisschen Blei mehr ans Wasser kommt.

      Dass man für’s Leitungswasser bezahlen sollte sehe ich auch ein. Denn das Glas/die Karaffe muss auch gespült und die Serviertochter muss bezahl werden. Jedoch mehr als 2 Fr. fürs Glas zu verlangen ist m.E. pervers.

    7. Erik Says:

      Also ich ziehe ein Glas Leitungswasser in jedem Falle vor. Was das „Offerieren“ betrifft. Man erkennt ein gutes Lokal daran, dass man ungefragt ein Glas Wasser zum Espresso gereicht bekommt. 😉

    8. Simone Says:

      In Frankfurt gab es auch noch einige Bleirohre. Ich habe mich damals bei Hausmeister und beim Umweltamt der Stadt erkundigt und mir Informationen über die Qualität des Trinkwassers geben lassen. Man ermutigte mich sogar, das Wasser zu trinken und gab den Tipp, es zu kühlen. Seitdem trinke ich fast ausschliesslich Leitungswasser und höchstens mal ein „Mineralwasser“ oder „Wasser mit Gas“, um Fruchtsaft zu verdünnen und zu beleben.

    9. Rofl Says:

      LOOOL? So ein Quatsch bei uns trinken alle Leitungswasser …

      Du musst einfach nur aufpassen das du nicht die scheisse aus den Rohren mit bekommst deswegen lässt das eine Sekunde laufen
      dann hälst du dein Glas drunter

      dann kannste frisches kaltes klares Leitungswasser trinken.
      EIN GENUSS!

      MFG
      DER ROFL-AGENT

    10. Rofl Says:

      PS: arbeitest du für die Mineralwasserindustrie???

    11. Ultru Says:

      Ich möchte behaupten, dass es der deutschen Gastronomie sicher nicht ganz unrecht ist, dass der Gast für’s Wasser zahlt, anders als anderswo. Ob es das beste für den Gast ist sei dahingestellt.

      Bei Ihnen muss man aber schnell kommentieren.

    12. AnFra Says:

      Die Sache mit dem Unwillen der Deutschen, rohes Leitungswasser zu trinken, hat eine historisch begründete Ursache.

      Nach dem Kriegsende 1945 waren in den bombardiert Städten die Trinkwasser-Rohrnetze weitestgehend vernichtet oder großteils beschädigt. Im Krieg und auch nach der Kapitulation wurden durch Materialmangel und wegen unrichtiger bzw. falschen Notinstandsetzungen die TW-Verteilungssysteme oft nur schlechte und ungeeignete Lösungen möglich. Dies führte meist zu Rohrundichtigkeiten mit folgender Kontamination. In den Ruinen konnte durch solche Gebrechen unkontrollierbar jeglicher Dreck, Schutt sowie animalische Kadaver- und humane Leichenversetzungsprodukte in die Rohr und somit indirekt in das TW gelangen.
      Die von der zuständigen Institution DVGW (Dt. Vereinigung des Gas- und Wasser-Fachs) damals herausgegebene Parole lautete richtigerweise: „Kein rohes, also nicht abgekochtes, Wasser trinken.“

      Als kleine Kind durfte ich mit meinem Vater zum Fundort einer am Ende des Krieges verschütteten damaligen vorgeschobenen Artilleriebeobachterstellung und etliche Jahre später zufälligerweise wiederentdeckten Brunnenfassung begleiten.
      Tatbestand: In dieser Quelle lagen zwei skelettierte Personen mit dt. Uniformen (Truppenfarbe rot Artillerie) und Waffen. Nach diesem Fund ist in der Stadt in den folgenden Monaten der Wasserverbrauch drastisch gefallen!

      Folgend eine extrem verkürzte Zusammenfassung:
      Heutzutage wird in D durch die Trinkwasserversorgung, die entspr. Gesetze, Normungen und Untersuchungen das Trinkwasser der öffentlicher Wasserversorger drastisch besser kontrolliert als die Erzeugung der abgefüllten Mineralwässer!

      Trotzdem ist bei dieser guten Vorgabe eine Kontamination / Erkrankung durch solch ein Trinkwasser aus der Wasserleitung möglich, wenn der Anbieter dieses TW die spezifischen Vorschriften, Verordnungen und Normen NICHT beachtet.
      Dies ist nun das Übel. Nicht das recht gute Trinkwasser bis zur Übergabestelle im Grundstück, sondern die zum Teil sehr fahrlässige Behandlung nach der Übergabestelle im Gebäude das Wassernutzers. Meist erfolgt im Rohrsystem der Wassernutzer durch fahrlässige oder sogar vorsätzliche Nichtbeachtung der Vorgaben eine eigentlich vermeidbare Gefährdung.
      Hier hat der Wasseranbieter, d. h. der Ladenbesitzer, Hotelier, Gelatisti, Bürgerbrechbudenbetreiber in D ein tolles Problem: Der durch ein kontaminiertes TW (z. B. Trinkwasser oder auch als Reinigungswasser für Gegenstände des täglichen Bedarfs (Geschirr, Besteck, Bettwäsche uam)) geschädigte Wassernutzer muss NICHT diese hier notwendige Beweisführung bei der vermuteten Schädigung führen, sonder der Beschuldigte MUSS den Nachweis erbringen, dass durch die Beachtung und Anwendung der hier notwendigen Vorschriften (d.h. anwendungsrichtiges Verhalten, Einbau der notwendigen Schutzeinrichtungen, Erfüllungen der techn. Standarts uam.) eine Schädigung nicht möglich ist / war. Es gilt hier also die Beweisumkehr!!! Nachträglich, wenn der Staatsanwalt / Untersuchungsrichter in der Hütte ist, wird eine nachträgliche Manipulation nicht möglich sein.

      Diese Themen würden problemlos ein Buch mit dem Titel „10.001 Geschichten“ füllen. Mit mindesten noch 10 Folgen hintendrein.

      Drum sei gesagt, auch wenn ein gewisser Ochsentreiber eventuell wieder rumlümmelt: „Erfüllung der Norm, hält den Laden in Form“

      Prosit!

    13. Alioscha Says:

      Ich habe schon gehört, dass das mit dem Wasser in Frankreich mit der allgemeinen Gastfreundschaft zu tun hat. Die Wirte heissen den Gast mit einer Karaffe Wasser und Brot willkommen. Der Gast wiederum weiss diese Gastfreundschaft zu schätzen und bestellt sonst noch was (Wein, etc.). Der Wirt kommt auf alle Fälle raus (rechnerisch). In Deutschland oder der Schweiz weiss der Patron genau, dass die Gäste, wenn sie Wasser frei bekommen würden, sie nur noch Wasser trinken würden. (Ich seh’s förmlich vor mir: Familie mit drei Kindern im Hochsommer und etwa fünf Karaffen vor sich, für die sie selbstverständlich nichts bezahlen würden).

    14. alex Says:

      Hm. Meine Kindergärtnerinnen sind selbst in am Kriegsende Kinder gewesen. Die bekamen von den Erwachsenen eingeimpft, auf keinen Fall Leitungswasser zu trinken. Nach den Zerstörungen des Krieges war das auch eine überlebensnotwendige Vorsicht, da hat AnFra ganz Recht.

      Diese Pädagoginnen, und das ist eine meiner allerfrühesten Kindheitserinnerungen, erklärten mir, „Kranwasser macht Tiere im Bauch!“ und mit dem Wort „Tiere“ assoziierte ich Kleinkind damals die Holzfigueren aus dem Spielkorb.

      Das war eine seltsame Vorstellung für mich.

      Dann kam der Streamer und ich hörte den Satz: „Leitungswasser wird auf 50 Schadstoffe untersucht, Sprudelwasser auf 14!“ Fortan stellte ich mir also meine Getränke selbst her – bis ich peu a peu von der Kohlensäure wegkam.

      Kaltes Kranwasser ist mir heute das einzig Wahre!

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