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Die Schweiz ist neutral und beteiligt sich an keinem Händel — Manchmal geht das schief

  • Kein Händel aber Handel
  • Den Namensvetter von Georg-Friedrich Händel hatten wir hier besprochen. Die Schweiz ist erklärtermassen neutral und beteiligt sich an keinem „Händel“ in fremden Ländern. Das war sogar 2007 Wahlkampfthema der SVP „Lasst euch nicht in fremde Händel ein„. Am Handel schon, z. B. mit Waffen. Im Tages-Anzeiger vom 30.01.08 lasen wir die aktuellen Ausfuhrstatistik:

    Die Ausfuhren von Schweizer Kriegsmaterial nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 16,8 Prozent auf 464,5 Millionen Franken zu, wie heute den Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung zu entnehmen ist. Höher waren die Waffenausfuhren letztmals im Jahre 1988 gewesen.
    (Quelle: Tagesanzeiger)

    Kam danach nicht das Ende des kalten Krieges, der Mauerfall in Berlin und die Entspannung? Schlecht für den Waffenhandel.

    (…) Wichtigster Abnehmer von Schweizer Kriegsmaterial war letztes Jahr Deutschland, das Güter für knapp 62 Millionen Franken bezog. Auf den nächsten Plätzen folgen Irland, Dänemark, die USA und Grossbritannien.
    (Quelle: Tagesanzeiger)

    „Swiss Quality“ ist nicht nur beim Schokolade-Einkauf angesagt. Wir denken an die Schweizer Devise vom konsequenten Nichteinmischen:

    Bereits an sechster Stelle liegt Pakistan mit 37,5 Millionen Franken. Es handelt sich um die umstrittene Lieferung von Fliegerabwehrsystemen, die der Bundesrat im Dezember 2006 bewilligt, im letzten November nach Verhängung des Ausnahmezustands in Pakistan aber sistiert hatte. Ins Nachbarland Indien, mit dem Pakistan seit Jahrzehnten verfeindet ist, wurde Kriegsmaterial für rund 2,1 Millionen Franken geliefert.
    (Quelle: Tagesanzeiger)

  • Der Name „Oerlikon“ ist weltbekannt
  • Zur Zeit läuft in den Kinos die amerikanische Komödie „Der Krieg des Charlie Wilson“ mit Tom Hanks und Julia Roberts in den Hauptrollen. In dem Film wird mehrfach ein bekannter Stadtteil bzw. Vorort von Zürich erwähnt: „Oerlikon“, als Name eines Waffensystems der Firma „Oerlikon-Bührle“, später „Unaxis“ genannt. Die Oerlikon-Kanone ist mancherorts schon so lange im Einsatz, dass sie auch mal durchdreht und wild um sich ballert, bis das Magazin leer ist, wie im Oktober 2007 in Südafrika:

    Bei einer Schiessübung mit einer in der Schweiz hergestellten Flugabwehr-Kanone sind in Südafrika mindestens 9 Soldaten getötet worden. 15 weitere wurde im Feuer der eigenen Flak zum Teil schwer verletzt.
    (Quelle: nzz.ch)

    Die Vorläufer der Oerlikon-Kanone waren schon im zweiten Weltkrieg ein Exportschlager:

    Bei Kriegsbeginn 1939 hiess der Bührle-Grosskunde Grossbritannien – und dann brach innert Monaten Frankreich und damit alles zusammen: Dadurch, dass die Schweiz vom Deutschen Reich eingeschlossen wurde, waren „Aufträge von 250 Millionen Franken zu einem Fetzen Papier geworden“, wie sich Bührle erinnerte.
    (Quelle: Tages-Anzeiger vom 13.02.08)

    Doch es gelang Bührle dann, seine Oerlikon-Kanone an die Deutschen zu verkaufen.

    „Dafür hatte er neue Feinde: Im gleichen Jahr (1943) bombardierten die Alliierten „versehentlich“ Oerlikon.
    (Quelle: Tages-Anzeiger vom 13.02.08)

    Ob dies ein gezielter Angriff auf die Waffenfabrik von Bührle in Oerlikon war, darüber rätselten lange die Historiker. Der NZZ vom 4.03.05 schreibt zum 60jährigen Jahrestag dieser Ereignisse:

    Die zweite Bombardierung durch britische Flieger ereignete sich in der Nacht auf den 18. Mai 1943. Wiederum löste die Lage der Einschläge ein starkes Echo aus, befanden sich diese doch in der Nähe Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon und entlang der Bahnlinie Seebach-Affoltern-Wettingen. Galten die Bomben etwa dem Bührle-Konzern? Standen diese Abwürfe im Zusammenhang mit den gesteigerten Exporten nach Deutschland? Sowohl die breite Öffentlichkeit wie auch die bisher vorhandene Literatur in der Schweiz schlossen diese «Warnschusstheorie» zumindest nicht aus.

    Erneut vermögen uns britische Quellen Aufschluss darüber zu geben: In der Nacht auf den 18. Mai 1943 hoben drei leichte Bomber des Typs Mosquito von ihrem Stützpunkt in Ostengland ab, um einen Scheinangriff auf München zu fliegen. Während zwei Besatzungen angaben, Bomben auf München abgeworfen zu haben, konnte die dritte Crew das Primärziel nicht ausmachen. So wurde auf dem Rückflug Strassburg, ein oft angeflogenes Ausweichziel, bombardiert. Da in besagter Nacht jedoch keine Bomben in Strassburg detonierten, liegt die Annahme nahe, dass auch hierbei das verdunkelte Zürich mit dem Sekundärziel im besetzten Frankreich verwechselt worden war
    (Quelle: NZZ.ch)

    Insgesamt forderten Bombenangriffe der Allierten auf die Schweiz 84 Todesopfer. Alle wurden sie später eindeutig als Irrtümer im strategischen Luftkrieg der Alliierten belegt. Konnten ja nur Irrtümer sein, und keine absichtlichen Angriff, denn die Schweiz ist ein neutrales Land das sich aus allen Kriegen konsequent raushält.

    

    22 Responses to “Die Schweiz ist neutral und beteiligt sich an keinem Händel — Manchmal geht das schief”

    1. DaniDo Says:

      Tja, die fremden Händel!

      Das geht auf den wohl grössten schweizer Heiligen Niklaus von der Flüe zurück, der vor über 500 Jahren die damaligen Urschweizer ermahnte: „Stekket den zuun nit zwit!“ und eben das berühmte: „Mischet Euch nicht in fremde Händel!“.

      Leider, leider schaffen wir es nicht, so einfach die Hände draussen zu halten, und stellen Waffen her. Zum Glück gibts (der direkten Demokratie sei Dank!) da bald mal wieder die Möglichkeit, das zu diskutieren, denn moralisch ist diese Waffenherstellerei einfach nicht zu akzeptieren…

      http://www.kriegsmaterial.ch – auch gleich etwas Anschauungsmaterial zur direkten Demokratie!

    2. Phipu Says:

      Hallo Jens,

      ich muss dir leider ein Wortspiel demontieren: „die Händel“ (Streitigkeiten) werden in der Einzahl auch zu „der Handel“, wie dies im zuoberst zitierten Link richtig steht: http://www.blogwiese.ch/archives/126 . Also kann auf Deutsch die „Welthandels-Organisation“ auch als „Weltkriegs-Organisation“ missverstanden werden. Und logisch mischt sich die Schweiz dort ein: der Sitz dieser Organisation ist ja schliesslich in Genf. http://www.wto.org/english/info_e/cont_e.htm (Site nicht auf Deutsch).

      So müsste dein zweiter Satz und ff eher so tönen: „Die Schweiz ist erklärtermassen neutral und beteiligt sich an keinem „Handel IN“ fremden Ländern. Das war sogar 2007 Wahlkampfthema der SVP „Lasst euch nicht in fremde Händel ein“. Am „Handel MIT“ fremden Ländern jedoch schon, z. B. mit Waffen.“

      Gruss Phipu

    3. Thomas Says:

      die Zahl 4′64,5 Millionen ist sehr irritierend zu lesen. Ich schlage die Enfernung des ´ vor. Will mich aber in keine Händel einmischen.
      Anhand dieser unglaublich grossen Zahl wird auch schnell klar, dass der Waffenhandel den Grundstein der Schweizer Industrie bildet.

    4. winkelried Says:

      @ danido

      Da können Sie sich noch so sehr in den Arsch klemmen: Die lancierte Initiative rot-grüner Realitätsverweigerer, die Sie hier auch noch als Anschauungsunterricht für direkte Demokratie anpreisen wird gründlich scheitern. Da können Sie so viele Nebelgranaten werfen, wie Sie wollen.

      Bedauerlich ist nur, dass unsere eigenen Soldaten nur noch lächerliche Kontingente an Munition erhalten, während es Sami’s Bueben bunt auf der ganzen Welt treiben.

      Unter dem offziellen Namen “Partnerschaft für den Frieden”, wird in der ganzen Welt Geld verlocht.
      Über 100 000 Franken für Tanklöschfahrzeuge in Afghanistan.150000 Franken zur Unterstützung der Logistikbasis und 130000 Franken für die Zerstörung von Kleinwaffen und Munition nebst weiteren 80000 Franken für Such- und Rettungskurse im Gebirge für Albanien.

    5. Raphael Says:

      @ Thomas
      Grundstein der Schweiyer Industrie, mit 464 Millionen? Waere ein doch sehr kleiner Grundstein 😉

      Mich wuerde interessieren wieviel dabei auf die Beteiligungen von Reihnmetall DeTec fallen (Gesamt Q1 2006 bereits ueber 800 Mio Euro)….. Aber die sind ja nicht neutral, die duerffen das.

    6. Ostwestfale Says:

      Fanden die Waffenlieferungen an Deutschland nach Schweizer Recht statt? Wussten die Schweizer Regierung und die Schweizer Öffentlichkeit damals eigentlich davon?
      Einem Land offiziell Waffen zu liefern, das als große Gefahr für das eigene Land aufgefasst wurde, wie passt das zueinander?

    7. samuel Says:

      @“Wer schubst da hinten?“ (Winkelried): Sie haben absolut recht, welche Ungeheuerlichkeit ca. 0.009% des Militärbudgets für friedenssichernde Massnahmen zu ver(sch)wenden wenn man(n) am Ende des WKs nicht einmal mehr die überschüssige Minition verpulvern darf…

    8. AnFra Says:

      @Ostwestfale

      Die verkaufen auch noch die Kälberstricke, an denen sie selber zum Schlachthof geführt werden.

      Oder an die aktuelle politische Situation angepasst: Man kann mit Weiterverkauf von uralten CDs auch noch Geld machen. Der „Loysel v. u. z. Schattenfels“ lässt nichts anbrennen.

    9. shittel Says:

      @samuel

      errm… *hüstel* für mich ist ein erfolgreicher WK, einer bei dem ich _KEINEN_ einzigen schuss abgeben musste/konnte/durfte.

      zu armee 95 zeiten gabs das noch öfters 🙂
      (bin richtstrahler und hab das gewehr sowieso nur damit ich etwas mehr gewicht herumtragen kann)

    10. Brun(o)egg Says:

      Der kalte Krieg ist zwar vorbei, trotzdem: jedes Land hat eine Armee: die eigene oder eine fremde. Herr Weber und auch die GSOA werden grandios scheitern. Und das ist gut so.

    11. samuel Says:

      @shittel: Aber der Schweizer ist doch der Einzige, der Marschflugkörper oder Kampfhelikopter mit dem Sturmgewehr abschiessen kann… Da geht es doch nicht an, dass Sie das Schiessen vernachlässigen, nur weil Sie gerade ihren Strahl auf etwas richten, Sie Säuniggel:)

      @Brun(o)egg: Könnten Sie bitte Herrn Weber mitteilen, dass er auch an dieser Initiative beteiligt ist. Ich glaube der weiss das nämlich nicht.

    12. Georges Says:

      Interessant ist, wie sich die politische Stimmung betreffend Waffenhandel verändert hat:

      Anfang der 80er Jahre wurde in Guatemala die Zivilbevölkerung aus PC-7 beschossen. Die linke Presse (WoZ etc.) machte laut darafu aufmerksam, dass die PC-7 als Kriegsflugzeuge eingesetzt werden. Die Pilatus-Werke haben alles abgestritten und die FdP-nahe Presse hat gegen die Linken geflucht. 15 Jahre später haben die Pilatus-Werke dann zugegeben, dass ihre eigenen Techniker tatsächlich in den 80er Jahren den Kunden vor Ort geholfen haben, die PC-7 mit Waffen auszurüsten.

      Jetzt wird wieder bekannt, dass PC-9 im Tschad eingesetzt werden. Aber diesmal ist auch die FDP darüber besorgt, dass Schweizer Waffen in einem Konlifktland eingesetzt werden.

      Es hat sich also doch einiges verändert.

      @Ostwestfale: Die Schweiz hat im 2. Weltkrieg meines Wissens ganz offiziell Waffen nach D geliefert. Es wäre ja gegen die Neutralität gewesen, wenn man gegen Deutschland eine Liefersperre verhängt hätte. So hat man denn an alle umgebenden Staaten geliefert, nach Hitler-D, Anschluss-Österreich, Mussolini-Italien und Vichy-Frankreich. Das war Neutralität. Nach England konnte man aus logistischen Gründen nicht liefern.

      Die Verdunkelung im zweiten Weltkrieg fand ebenfalls aus Neutralitätsüberlegungen statt: wenn man nicht verdunkelt hätte, dann hätten die Alliierten sich besser orentieren können und hätten die Ziele in Süddeutschland besser lokalisieren können. Das wäre nicht neutral gewesen, deshalb hat man verdunkelt.

      @Brunoegg: Österreich hat meines Wissens schon seit Jahrzehnten eine wesentlich kleinere Luftwaffe als die Schweiz. Liechtenstein hat gar keine Armee (ausser wenn die Schweizer Soldaten mal wieder die Landkarten falsch lesen)

    13. Marroni Says:

      @Brun(o)egg Stimmt Nicht! Costa Rica. Keine Armee, weder eigene noch fremde.
      Wir könnten die Swiss Army schon lange mit Schweden und Österreich fusionieren. Das würde Milliarden sparen. PS. Ich habe vermutlich mehr Diensttage geleistet als Du! Gruss.

    14. Pesche Says:

      Dass die Schweiz wirklich neutral sein soll ist lachhaft. Schönes Beispiel ist das Pilatus Flugzeug, das eigentlich nur zum Ueben (üben für was eigentlich) verkauft wurde. Da gibt es natürlich Aufhängevorrichtungen (wohl für die Kommissionentaschen) und wenn dann der Käufeer auf die absurde Idee kommt dort Bomben anzuhängen, so ist das natürlich nicht unser Fehler. Eine solche Einstellung ist, vornehm ausgedrückt, zum Erbrechen! Kann man wirklich den Erhalt von Arbeitsplätzen damit rechtfertigen, dass man irgend einem Gängster Waffen liefert, damit dieser sein Volk unterdrücken kann?

    15. neuromat Says:

      Instinktiv hätte ich brun(o) egg zugestimmt. Gelernt habe ich auf der Blogwiese aber zunächst einmal bei Wiki nachzuschauen; denn Liechtenstein, da war ich mir sicher, Liechtenstein, die haben kein Militär. Ja, hätte es dann geheissen, die verteidigen wir ja auch. Aber nein, es gibt kein Abkommen zwischen Liechtenstein und der Schweiz.

      Hier die Liste:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Staaten_ohne_Milit%C3%A4r

      Jetzt wo Deutschland oder zumindest dieser überernährte Pfälzer Berufshamster mit Sanktionen drohen, so wie Bush gegen den Iran, da geht es den Liechtensteinern in der EU bald wie Österreich. Jetzt sollen die Liechtensteiner parieren, wie eben im O-Ton auf Arte gehört von irgendeinem Milchbubi: „Die sollen machen, was wir wollen“. Nämlich den Schutz der Persönlichkeitsrechte aufgeben und Frau Bundeskanzler findet: Die Zeit drängt.

      Natürlich drängt die Zeit. Da gibt es nämlich noch eine andere interessante Liste.

      http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Streitkr%C3%A4fte_der_Welt

      Die Deutschen stehen auf der Ausgabentabelle ziemlich weit oben und sind bei der Truppenstärke nur im Mittelfeld. Wie kommt so etwas? Zum Beispiel so: Da gehen ganze Kampfpanzer plötzlich verloren. Man soll ja schon von Alzheimerkranken gehört haben, die erst dadurch auffällig wurden, dass sie ihr Auto im Parkhaus nicht mehr wieder gefunden haben.

      „Zur Unterstützung von Forschungsvorhaben und zur Entwicklung von Militärtechnik stellt die Bundeswehr Dritten unentgeltlich Wehrmaterial mit einem Beschaffungswert von mindestens 700 Millionen Euro zur Verfügung. Dumm nur, dass das Militär bei Material im Wert von 570 Millionen Euro keinen Überblick über dessen Verbleib hat. Da es sich hierbei um erhebliche Vermögenswerte oder Waffensysteme mit hohem Gefährdungspotenzial – wie etwa Kampfpanzer – handelt, sollte die Bundeswehr aber besser wissen, in welchen Händen sich ihr Wehrmaterial befindet.“

      Liechtenstein hat keine Armee. Liechtenstein erwirtschaftet ein BIP von etwa 3.7 Milliarden Euro. Liechtenstein verwaltet ein Vermögen von 107 Milliarden Euro. Liechtenstein hat keine Armee.

      Der Spiegel schreibt online: „Nun kommt Schärfe in die Wortscharmützel: Liechtenstein hat der Bundesrepublik einen „Angriff“ vorgeworfen. „Deutschland löst mit seinem Angriff auf Liechtenstein nicht das Problem mit seinen Steuerzahlern“, sagte Staatschef Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein heute in der Hauptstadt Vaduz.“

      Da hat er Recht. Die Probleme sind hausgemacht, wie meist, wenn die Schuldigen an anderer Stelle gesucht werden.

      Bis zur Schweiz dürften die Wege nicht mehr weit sein. Die künftigen Kriege werden wohl nicht im Luftraum über der Schweiz entschieden …

    16. Brun(o)egg Says:

      @ Marroni

      Das ¨mit der Menge der Diensttage, wage ich zu bezweifeln. Aber da es nicht relevant ist für eine Haltung… lassen wir es und ob CR wirklich ein gutes Beispiel ist? Kaum.

    17. Marroni Says:

      @Brun(o)egg Ich schlage einen Dienstbüchlein – Vergleich beim nächsten Blogwiese – Treffen vor, allerdings hab ich das Beweismittel grad irgendwo verhühnert (( schäm schäm, hab das schon lange nicht mehr gebraucht ))
      Beispiel CR? War ja auch nur eines von ca 25, siehe Phipu. Mir geht es darum, dass ich den Spruch mit der eigenen oder fremden Armee saublöd finde, abgesehen davon, dass er rein sachlich einfach nicht stimmt. Ich möchte viel lieber mal die Idee Österreich – Schweden besprechen, da könnte echt Geld eingespaart werden, bei mindestens gleichviel wenn nicht sogar mehr Verteidigung. (( Beispielsweise Pinzgauer, Haflinger, Puch, Österreich, Saab Vicken, Schweden ))

    18. AnFra Says:

      @Marroni

      Hast wohl den Leopard Deutschland vergessen?

    19. Marroni Says:

      @AnFra: Nein, hab ich nicht. Wenn die Schweizer zusammen mit den Österreichern und den Schweden eine VERTEIDIGUNGSWAFFE nicht selber produzieren können, dürfen sie auch im “ Ausland “ dazukaufen.

    20. Brun(o)egg Says:

      Österreich? Mh ja. Deren Luftwaffe ist wieder kleiner, seit die Schweiz die geliehenen Flugzeuge wieder zurückerhalten hat, nachdem Östrreich nicht in der Lage war eigene ohne Korruptionsskandal einzukaufen.

      @ Marroni. Beispiel Schweden zwecks Geld sparen? Kann sein. Aber war nicht Waffenexport das ursprüngliche Thema ? Produzieren die Schweden die Saab nur für den Eigenbedarf? Und der Haflinger aus Österreich, usw.

      Seit irgend ein Trottel vor X-10’000 Jahren gemerkt hat, dass man Steine auf werfen kann, irgendeiner mit dem Feuerwerkspulver der Chinesen die erste Flinte geladen hat, ist es eine Diskussion um des Kaisers Bart.

    21. Guggeere Says:

      Hurra, ein Militärthema!
      @ Brun(o)egg: Fehlt nur noch der dämlichste unter den Uralt-Armeewerbesprüchen: „Die Schweiz hat keine Armee, sie ist eine Armee.“
      @ Winkelried: Du schimpfst über „rot-grüne Realitätsverweigerer“, „lächerliche Kontingente an Munition“ für „unsere eigenen Soldaten“ und über Geldverschwendung in der Armee. – Mit der Realität ist es so eine Sache: 1) Herr Winkelried, dem du den Namen abgekupfert hast, war höchstwahrscheinlich eine spätmittelalterliche Erfindung, d.h. es gab ihn nie; 2) ein grosser Teil „deiner eigenen“ Soldaten (ich betrachte Militärs nie als „unsere“) findet nicht nur die Munition, sondern diesen ganzen uniformierten Verein lächerlich; und 3) beim Jammern über die Verschwendung von Militärgeld hast du so manches zu erwähnen vergessen; z.B. diese alljährliche privat organisierte Winterferienwoche für the Rich and the Mighty in Davos, für die auch heuer wieder Tausende von Soldaten im Einsatz waren..

    22. Kreis7 Says:

      Ach ja, die lieben Schweden!
      Auszug aus dem Meyers Lexikon: „Im Zweiten Weltkrieg vermochte Schweden seine Neutralität aufrechtzuerhalten (begrenzte Transitgenehmigungen für deutsche Truppen); es belieferte das nationalsozialistische Deutschland aber mit Eisenerz sowie Erzeugnissen der schwedischen Industrie (vom Deutschen Reich zum Teil mit Raubgold finanziert)…“
      Die sind uns ja ähnlicher als wir gemeinhin denken… 😉