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Wo ist die Taschenmunition? — Über das Loslassen können und das Versteckspielen

  • Das Lob für das Loslassen
  • In der frühkindlichen Entwicklung gibt es eine wichtige Phase, in der ein Kind lernt, dass „etwas loslassen können“ eine Fähigkeit ist, mit der sich eine enorme Wirkung erzielen lässt. Genannt wird diese Phase die „Anal-Phase“, bei der die Steuerung des Stuhlgangs vom Kleinkind, gemäss Sigmund Freud, bewusst eingesetzt wird, um damit Lob oder Kritik von Seiten der Bezugsperson Mutter zu erhalten: „Das hast Du fein gemacht!“ erfolgt als Lob nach dem grossen Geschäft. Loslassen können ist eine interessante Erfahrung für das Kind. Es kann steuern, ob es gelobt wird oder nicht.
    Wir lasen bei Wikipedia:

    In der analen Phase (von lat. anus: der After), die sich etwa vom zweiten bis zum dritten Lebensjahr vollzieht, erlangt das Kind zuerst durch das Ausscheiden von Exkrementen (Defäkation) und anschließend durch deren Zurückhaltung Befriedigung. Abhängig von kulturellen Normen können äußere Anforderungen in Konflikt zu diesen Bedürfnissen stehen, wodurch die Freude, die das Kind an dieser Stimulationszone empfindet, reguliert und unterdrückt wird. Diese Phase trägt zur Reinlichkeitserziehung, zum Erlernen des sozialen Miteinanders, zur Konfliktfähigkeit und zur späteren Über-Ich-Entwicklung bei. Nach Freud kann das Kind in der analen Phase in Konflikte geraten, je nachdem, wie von den Erziehern mit der Sauberkeitserziehung umgegangen wird. Ungelöste Probleme können unter Umständen zur Herausbildung eines so genannten „analen Charakters“ führen, der durch Geiz, Pedanterie und übertriebenen Ordnungssinn gekennzeichnet sei (siehe auch zwanghafte Persönlichkeitsstörung).
    (Quelle: Wikipedia)

    Das mit dem Loslassen ist also unter Umständen extrem schwierig und führt mit unter sogar zu „Zivilem Ungehorsam“. So zu beobachten derzeit in der Schweiz.

  • Von der Notdurft zur Notwehr
  • Im Tages-Anzeiger vom 07. Juni 2007 lasen wir

    Aktion «Notwehr» will Munition behalten. Im Berner Oberland hat sich ein Kampftrupp gebildet, der zum zivilen Ungehorsam gegen den Bundesrat aufruft. Bern. – Die Aktion «Notwehr jetzt!» hält die Schweizer Soldaten an, auf keinen Fall ihre Taschenmunition ins Zeughaus zu geben. Auch wenn dies der Bundesrat wolle.
    (Quelle: Tages-Anzeiger Online)

    Taschenmunition
    (Quelle Foto: zentralschweiz online)

    Die Aktion wurde ein nun umgesetzt:

    Plötzlich geht alles sehr schnell. Einen Monat nachdem das Parlament beschlossen hat, die Munition sei den Wehrmännern nicht mehr nach Hause mitzugeben, beginnt die Armee mit dem Einziehen der 257’000 Munitionspackungen. Bereits Ende 2008 soll der Grossteil eingesammelt sein. Wer die Munition nicht im WK abgibt, muss sie ins Zeughaus bringen.
    «Dass die Munition so rasch eingezogen wird, grenzt an Notrecht», sagt Werner Gartenmann, Initiator der Aktion «Notwehr jetzt!». Der Berner SVP-Politiker und Vize-Geschäftsführer der Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (Auns) ruft zum Ungehorsam auf. Bereits hätten sich hundert Armeeangehörige entschieden, die Munition nicht abzugeben. Unter ihnen seien Mitarbeiter des Verteidigungsdepartements und auch Nationalräte.

    Da wird gehalten und gedrückt, was das Zeug hält. So lange kein Lob oder sonstiger Ansporn vom Über-Ich erfolgt, wird nicht losgelassen. Vielleicht lässt sich die Situation aber durch ein gemeinsames „Versteckspiel“ entschärfen:

    Gartenmann ist bereit, die Konsequenzen seines Verhaltens zu tragen – ihm droht eine Strafuntersuchung wegen des Aufrufs zum Ungehorsam. Die Munition gebe er aber keinesfalls her. Vielmehr verstecke er sie nun an einem sicheren Ort.
    (Quelle: Tages-Anzeiger 5.11.07)

    Bitte nicht in irgend einen der vielen schönen Schweizer Seen werfen. Dieses Versteck ist bereits bekannt, weil es in der Vergangenheit zu oft verwendet wurde.

  • Der Teppichklopfer bleibt daheim!
  • Als aussenstehende Beobachter sind wir äusserst gespannt, wie diese Entwicklung weiter verlaufen wird. Bis dahin ölen und fetten wir fleissig weiter unseren, selbstverständlich daheim aufbewahrten und vollständigen, nicht zerlegten Teppichklopfer. Wir empfehlen allen emotional Beteiligten, es uns gleich zu tun und sich nicht durch die derzeitige Aufregung beirren zu lassen.

    

    48 Responses to “Wo ist die Taschenmunition? — Über das Loslassen können und das Versteckspielen”

    1. DaniDo Says:

      Das ist sensationell, die greifen tatsächlich zu illegalen Aktionen um bewaffnet zu bleiben. Diesen Leuten sollte man als Minimalmassnahme gleich das Gewehr wegnehmen und sie degradieren! Unglaublich!

    2. Neuromat Says:

      Wenn dat Thema dran is, und ik harr so hoffft, dat düsse Dikusschon nicht kümmt, dor segt von de Fruuns immer de lüttjest: „Ach, die Schweizer, das sind noch richtige Männer!“ Ne, segg ik, ik ben doch ok n richtigen Kerl und de hett nich mehr so veel Hoor op n Kopp. Und denn seggt die: „Du bist doch bloss neidisch. Und dann lacht det lütte und seggt dat Woord „Penisneid“.

      Wie froog ik. Of sie meent, dat de sein Noom in n Snee pinkeln kann. Und dat, jüst so. Und dann dat ik noch breetbeenig sitten. Dat hett nit övertüügt. Wenn so n Gewehr för n Mann würklich noch sowat as n Phallussymbol is, wat he schlepen mütt, dann bruukt dat Munition, sonst is t vörbi mit de Erotik.

      (nach einem Text von Ina Müller)

    3. Nightflyer Says:

      Es gibt Leute denen sollte man die Taschenmunition einfach nur mit voller Wucht gegen den Kopf schmeissen – und das Gewehr gleich hinterher

    4. Simone Says:

      Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, liegt die anale Phase zeitlich in etwa gleich mit der ersten ödipalen Phase. Danach folgt eine lange Latenzzeit. Mit der Pubertät beginnt die zweite ödipale Phase, das ist der Start der Adoleszenz. Sie dient dazu, Konflikte aus der Kindheit aufzuarbeiten. Wenn dies gelingt, kann man getrost in die Zukunft blicken.
      Wenn die Mitglieder der Initiative „Notwehr“ in diesem Jahr erst in der analen Phase sind, dauert es noch einige Zeit, bis sie in die Pubertät kommen und ihre zweite Chance erhalten, die Munition abzugeben.
      @Neuromat:
      Wenn man das Gewehr tatsächlich als Phallus betrachtet und von einer Latenzzeit ausgeht, befürchtest Du dann in den nächsten Jahren einen Geburtenrückgang in der Schweiz?

    5. ck Says:

      Analphase hin oder her, es ist immer schmerzhaft, wenn einem das geliebte Spielzeug „mit Gewalt“ entreisst… 😉

    6. Tellerrand Says:

      Wenn man in einem Land ausgewachsen ist, welches einen Weltkrieg zumindest begrüsst und einen zweiten eindeutig verschuldet hat, stellt sich mitunter ein Verhältnis zu Waffen ein, das einen bei diesem Thema nur den Kopf schütteln lässt. Warum (aufgrund welcher Bedrohungslage) mussten Schweizer Männer in den letzten 50 Jahren ein Gewehr und Munition bei sich zu Hause haben? Und warum glauben Teile dieser Männer, dass das auch weiter so bleiben soll? Ich bin überfragt.

      [Anmerkung Admin: Ein Leserbrief im Tages-Anzeiger vom 7.11.07 brachte das zum Ausdruck: Man müssen nur die Augen aufmachen und sich die Bedrohung überall in der Welt anschauen, der nächste Krieg ist ganz nah, darum muss die Munition in der Nähe bleiben etc. Paranoia oder ernsthafte Geisteshaltung? ]

    7. Tellerrand Says:

      @ admin

      Wenn ich mich auch sonst schwer tue, grundsätzliche Unterschiede in der Mentalität der Deutschweizer und den nördlichen Nachbarn auszumachen. Das ist definitiv einer. In dieses Thema passt dann auch die Tatsache, dass es wohl kein Land auf der Welt gibt, dass eine auch nur entfernt ähnlich hohe Bunkerdichte wie die Schweiz aufweist. Auch ein echter Kopfschüttler…

    8. Brun(o)egg Says:

      @ DaniDo

      Wer sind DIE?

      @all

      Es ist weder Paranoia noch hats mit den Freudschen Lebensphasen etwas zu tun. Denke auch auch nicht, dass Schweizer Männer besonders phallisch angehäuchelt sind.
      Es ist die Igel-Mentalität der letzten Weltkrige die da in wenigen Köpfen noch hellbraune Spuren hinterlassen hat. Es sind die gleichen Leute die einn Tell für real halten und jedes Jahr an irgendeinem Morgartenfest teilnehmen.

      Wetten, dass 99% der Dienstleistenden froh sind, die „Gaggel“ nicht mehr zuhause aufbewahren zu müssen? Un den „Karst“ auch. Der Scheisslauf rostet ja immer.

      Und jetzt meine lieben deutschen Freunde: Warum regt ihr Euch darüber auf? Es ist ein Gebiet auf den ihr jetzt wirklich nichts zu melden habt.

      [Anmerkung Admin: Niemand regt sich auf. Ich für meinen Teil öle und fette ganz entspannt weiter meinen Teppichklopfer und lasse den lieben Gott einen guten Mann sein.]

    9. lapsus4711 Says:

      Da man alle gängigen Munitionsarten gegen Unterschrift und gegen Vorlage des CH-Personalausweises bei jedem Büchsenmacher kaufen kann, darf man die Taschenmunition getrost abgeben.

    10. Tellerrand Says:

      @ Brun(o)egg

      Ausser man gerät versehentlich in die Schussrichtung eines Irren, der mit dem Sturmgewehr um sich ballert. Mich machen in der Öffentlichkeit getragene Waffen und ihre allgegenwärtige Verfügbarkeit nervös und das darf ich auch vermelden. Ist ein Grundrecht, dass auch für Ausländer gilt. Einfach öfter mal ein Blick in die Schweizer Verfassung werfen.

    11. Simone Says:

      @Brun(o)egg:
      Doch, wir melden uns zu Wort! Das zeigt, dass wir uns für die Belange des Landes, in dem wir leben, interessieren. Wenn ich jetzt geschrieben hätte: „Lass gut sein, Herr Administrator, das ist mir doch egal, ob die ihre Munition abgeben oder nicht“, dann hätte sich sicher Toby wieder beschwert, dass sei an Arroganz nicht zu überbieten.

      Ich persönlich denke gerade über die Anschaffung einer Wasserpistole nach. Bin seit ein paar Tagen die einzige Nicht-Eidgenössin in der Firma. Das wirkt auf mich durchaus bedrohlich.

    12. bk Says:

      @ Tellerrand

      Warum die letzten 50J? Frag mal deine Ostdeutschen Brüder die mit laufendem Motor im Panzer übernachtet haben…

      Heute? m.E. nicht mehr opportun

    13. Inda Says:

      Was bei der ganzen Diskussion etwas vergessen geht, ist die Tatsache dass die CH-Armee eine Miliz-Armee ist. Das Prinzip der selbstverwalteten Waffe & Munition geht soviel ich weiss auf die Zeit des 2ten WK zurück, wo man die Soldaten im Falle einer Mobilmachung nicht erst alle ins Zeughaus, sondern wohl direkt an die Front schicken wollte.

      Dass gewisse Armeeköpfe allerdings nicht fähig sind, auf die veränderte (sprich inexistente?) Bedrohungslage zu reagieren und das Thema einem Gesamt-Gesellschaftlichen Aspekt zu unterstellen, ist ja nichts neues. Wohl eine Art Selbsterhaltungs-Trieb.

      Ich hab mich zum Glück schon zur Aushebungszeit diesem Verein entzogen. Und im Zivilschutz brauch ich das Werkzeug nicht mit nach Hause nehmen… 😉

    14. Marroni Says:

      Die ( für Deutsche “ DAS“ ) Foto ist eh falsch ! Meine Taschenmunition trägt die Nummer 591 1100 ( Geheim!!) 591 bedeutet Kriegsmunition, 1100 nach dem Jahr, in dem die Munition eingeführt wurde, also 1911, die “ NULL NULL “ hinten spezifiziert die Munition, 00 ist neutral, 08 bedeutet Leuchtspur. (( Ja, ja, ich gebs zu, ich war im Militär bei der Munitionsversorgung ) Diese Munition wird vom “ Sturmgewehr 57 “ ( Richtig, 1957 ) verschossen. Die abgebildete Munition taugt für das “ Sturmgewehr 90 “ ( Richtig, 1990 ). Ja ja, das waren noch zeiten, als uns beigebracht wurde “ 24 Deutsche musst Du erschiessen, dann kanns dich erwischen“

    15. neuromat Says:

      man darf davon ausgehen, dass Brun(o)egg mit seiner Zahlenverteilung recht hat. Die ganz überwiegende Mehrheit ist froh, das Zeug ins Haus zu stellen und zwar ins Zeughaus.

      Es ist eine etwas unglückliche Verkettung durch die satirisch gemeinte Psychologisierung des Protagonisten als analen Charakter entstanden. Das ist immer schwierig. Da @ Simone nachfragt möchte ich darauf eingehen, auch da schlussendlich ja auch noch ein phallisches Problem aufgegriffen wurde (@ Brunoegg: alle Männer sind phallisch veranlagt – mehr oder weniger – es kommt auf die Grösse an … und jetzt entgleist die Blogwiese..:-) )

      Zurück zur Psychologie: Das Erreichen der analen Phase mit dem hie per psychoanalytischer Theorie verknüpften Zwangscharakter setzt das Erreichen einer Entwicklungsstufe voraus, ist also an einen Reifeprozess geknüpft.

      Aus meiner Sicht ist dies im vorliegenden Fall fast ein Kompliment. Der Herr Initiator beweist doch radikale Seite, impulshafte ungesteuerte Durchbrüche, ruft zum Widerstand gegen die Staatsgewalt auf, mit einem vermutlich emotional instabilem Affekt. Das deutet daraufhin, dass hier eine möglicherweise frühe Störung vorliegen könnte mit einer narzistischen Persönlichkeit, die das Abgeben der Munition als tiefste Kränkung erlebt. Hier stellt sich dann tatsächlich die Frage, inwiweit speziell diese Person die Munition behalten sollte. Wie gesagt rein theoretisch.

      Gerade eben bin ich in den Besitz einer Dokumentation gekommen, deren Link ich nicht einstellen kann, da der Chefredaktor der Weltwoche und ein gewisser M. Rath Tell Erfinder unerkannt bleiben wollen. Sie berichten über ihren Besuch und Interview bei Gartenzwe.. äh mann. Noch ist unsicher ob dieser auch eingestellt werden…..

    16. WN Says:

      @ Tellerrand

      Oh ja, man darf seine Meinung hier in der Schweiz kundtun deshald hier mal meine…..

      ….wenn Du mal Pause machst beim Kopfschütteln….versuch doch darüber nachzudenken, wann und warum diese Bunker gebaut wurden…..

      @ Simone

      So eine Wasserpistole wäre eine gute Investition denn wenn es so weitergeht kannst Du sie locker in ein paar Monaten unter den übriggebliebenen Nicht-Deutschen versteigern…..

    17. Selma Says:

      Bitte nicht nur das Gewehr und die Munition im Schrank lassen, sondern auch den Freud! Zumindest das mit der oralen, analen, etc. Phase gilt heutzutage sogar bei den Psychoanalytikern als überholt und konnte empirisch kein bisschen bestätigt werden.

      Ich habe im übrigen noch keinen vernünftigen Grund gehört, weshalb man(n) sein Armeegewehr zu Hause aufbewahren sollte. Selbst wenn man sich im Ernstfall damit bis zum nächsten Kommandoposten durchschlagen können soll, ist es doch immer noch so, dass Kriege nicht über Nacht entstehen. Falls sich die Bedrohungslage ändert, kann man ja immer noch anfangen, Sturmgewehre auszuteilen… (wie sinnvoll das wäre, sei dahingestellt, ich wollte nur eines der Parade-Argumente entkräften)

    18. Elunzo Says:

      Das Problem ist, dass die Philosophie des „bewaffneten Bürgers“ so rein gar nichts mit der Bedrohungslage und dem zweiten Weltkrieg zu tun hat, sondern mit einer leider immer mehr in Vergessenheit gelangenden Grundeinstellung gegenüber dem Staat. Dem (Zentral-)Staat, als höchste und mächtigste Instanz ist ein prinzipielles Grundmisstrauen entgegen zu bringen. Trotz demokratischer Verfassung und funktionierendem Rechtsstaat ist eine (schleichende) Machtübernahme durch autoritäre Gruppierungen irgendwelcher Ausprägung letztlich nie ausschliessbar (sieht man aktuell und in der Geschichte schliesslich mehr als genug). Das Gewaltmonopol des Staates ist daher zu relativieren – insbesondere bei seiner stärksten Waffe, der Armee.

      Durch das Prinzip des „bewaffneten Bürgers“ stellt sich der einzelne Wehrmann im Prinzip über den Staat und die Armee. Wenn das ganze stehende Heer plus Tausende ehemaliger Soldaten zu Hause ihre eigene Waffe und Munition haben, wird sich die Armee nie durch illegitime Kräfte vollständig instrumentalisieren lassen. Der Bürger ist nur solange für die Zentralmacht mobilisierbar und zu ihr loyal, wie ihm und letztlich wohl der Mehrheit dies auch legitim erscheint. In letzter Konsequenz wäre ein Bürgerkrieg das schlimmste Szenario. Aber wie immer ist es eben eher so, dass der Staat durch das so inkorporierte System von Checks and Balances eben das bleibt was er soll: ein legitimes System in der Demokratie.

      Dass dieses Prinzip vergessen geht und der Bürger nun entwaffnet werden soll, kann einem unter diesem Aspekt wirklich zu denken geben.

      [Anmerkung Admin: In der Diskussion ist oft das Argument genannt worden, dass auch eine Gabel im Haushalt oder ein dickes Auto in der Garage als „gefährliche Waffen“ anzusehen sind. Vielleicht tröstet das ein wenig über die „Entwaffnung“ hinweg und lässt wieder Hoffnung schöpfen, das wir so ganz wehrlos dann doch nicht sind.]

    19. Tellerrand Says:

      @ bk

      Habe meine ostdeutschen Brüder gefragt (und wie befohlen nicht die Schwestern). Sie wollte mit ihren Panzern nicht in die Schweiz. Meine nationalsozialistschen Grosseltern habe ich grad auch noch gefragt. Die wollten dahin, wo die herkamen, die auch nie in die Schweiz wollten

      @ WN

      Habe aufgehört zu schütteln. Ich wohne in einem Haus, das im Jahr 2006 fertiggestellt wurde. Es hat einen Bunker. Gegen die Deutschen? Also um mich vor mir selbst zu schützen? Herzlichen Dank.

    20. Mario Says:

      Ich weiss gar nicht, was die ewiggestrigen Militärköpfe um Oberknallcharge Gartenmann zu lamentieren haben. Die Abgabe entspricht doch bester Schweizer Tradition! Die aktuelle Munitionsabgabe ist ja weiss Gott nicht die erste, das Prozedere wiederholt sich ja glaub‘ ich bereits zum dritten Male.
      Bereits Ende des 19. Jahrhunderts beschloss man im Militärdepartement die Munition wieder einzuziehen, da sich die Bauerntölpel gegenseitig über den Haufen geknallt haben. Und sogar nach Ende des zweiten Weltkriegs hielt man es nicht mehr für notwendig seine Bevölkerung bis an die Zähne bewaffnet einsatzbereit halten zu müssen.
      Der kalte Krieg allerdings liess die Verantwortlichen Militärs zum Schluss kommen, dass es vielleicht doch besser wäre, jeder Soldat sollte den bösen, roten Feind bereits vom Schlafzimmerfenster aus bekämpfen können. So wurde die Munition abermals verteilt.

      Gib deine Munition ab, Gartenmann, du kriegst sie ganz offiziell bestimmt bald wieder zurück…

    21. Tellerrand Says:

      @ Elunzo

      Ich weiss nicht, ob mir diese Herleitung wirklich symphatischer ist, in einem Land mit der direktesten aller Demokratien. In der Konsequenz soll also der Schweizer vor sich selbst geschützt werden?

    22. neuromat Says:

      @ selma

      trifft so nicht zu, wie Du das betreffend Psychoanalyse formulierst. Nein, ist eigentlich falsch.

      Das gegenteil zeichnet sich derzeit gerade ab. Freud erlebt in der Neurobiologie, vor allem in der Hirnforschung eine Renaissance, da seine Theorien zum Teil mit den neurobiologischen Methoden Uebereinstimmungen finden.

    23. bk Says:

      @Tellerrand

      könnte es sein, dass man dich belogen hat?

    24. Tellerrand Says:

      @ bk

      Nein, glaube nicht. Die Aussagen der Brüder und Grosseltern decken sich mit den Erkenntnissen der Geschichtswissenschaften.

    25. bk Says:

      @ Tellerrand

      puuhh da hatten wir ja echt glück… danke!

      http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Second_world_war_europe_1941-1942_map_de.png

      Qelle Wikipedia: und gleich nochmals danke!

      Die NVA war an keinem Krieg beteiligt. Teile der Armee waren aber 1968 für militärische Aktionen zur Niederschlagung des Prager Frühlings vorgesehen, die NVA war am Einmarsch in die Tschechoslowakei aus politischen Gründen allerdings nicht unmittelbar beteiligt. Die 7. Panzerdivision und die 11. Motorisierte Schützendivision sollten nach der ursprünglichen Planung an der Intervention mitwirken. Wegen der zu erwartenden verheerenden außenpolitischen Wirkungen – es wäre der erste Auslandseinsatz deutscher Truppen nach dem Zweiten Weltkrieg gewesen – wurden diese Divisionen dann aber doch nicht eingesetzt. Sie leisteten logistische Hilfe beim Einmarsch und standen direkt an der Grenze bereit, um im Falle eines möglichen, der Sowjetarmee außer Kontrolle geratenden Volksaufstandes, einzugreifen.

    26. AnFra Says:

      Natürlich gibt es eine Schnittmenge zwischen Waffen und Sexualität.

      Gerade an dieser Diskussion um das schweizer Waffenverhalten kann mach hier ein wunderbares Beispiel darstellen.
      Ab dem 16. JH bis mitte 18.JH haben die schweizer Landknechte / Söldner in fremden Diensten ein großes Aufkommen gestellt. Damals entartete die Kleidermode bei den Militäruniformen. Aus irgend einem Grunde wurden / „mussten“ an den Beinkleidern / Hosen die ledernen „Schutzbeutel“ für die Männlichkeit immer größer dargestellt werden als sie in Wirklichkeit tatsächlich waren.
      Es kam die Mode auf, diese „Schutzbeutel“ immer mehr auszustopfen! Anfangs waren „die“ Schweizer wohl sehr gefürchtete Spieß- und Hellebartenträger.
      Nun die heikle Frage: Wer hatte den mächtigsten „Beutel“ und wer hatte die „längste“ Hellebarte?
      Antwort: „Die Schweizer“!
      Die habens ja erfunden.
      So schließt sich nach 500 Jahren der Kreis.
      Hat sich daran heutzutage etwas geändert.
      Nein!
      Siehe die Aussagen einiger Disputanten.

    27. Tellerrand Says:

      @ bk

      Habe da wohl irgendetwas nicht bekommen. Die CSSR gehört(e) zur Schweiz?

      Mein Kenntnistand war bisher, dass sich die Schweizer Beteiligung an dieser Auseinandersetzung innerhalb des Warschauer Paktes darauf beschränkte, nach dem Ende des Prager Frühlings einer ganzen Reihe tschechischer und slovakischer Flüchtlinge politisches Asyl zu gewähren. Wollte vielleicht die Nationale Volksarmee der DDR diese Dissidenten aus der Schweiz entführen? Das wäre dann natürlich eine Art Bedrohung, die jeden Bunker und jedes Sturmgewehr im Schank rechtfertigt 😉

    28. MaxH Says:

      Ich möchte mal (Achtung, gefährliche Metapher) eine Lanze für die Bunker brechen. Als ich mich noch beruflich mit dem kalten Krieg auseinander setzen musste war mir ziemlich klar, daß es kaum eine weniger bedrohliche Waffe als den Zivilschutzbunker gibt. Und wenn wir von schmutzigen Terroristen (äh Waffen) reden, dann – naja, dann ist das einfach eine Frage, wieviel Geld einem der Zivilschutz wert ist. Ich glaube auch kaum, daß man mit dem Bunker ernsthaft jemanden bedrohen kann.

      Allgemein verfügbare Munition und Waffen sind da schon etwas anderes. Ja, die Idee, nur der bewaffnete Bürger sei ein freier Bürger, hat etwas für sich – die NRA sieht das auch so. Allerdings sind viele bewaffnete Gesellschaften fest in der Hand von Milizen und Banden und die Empirie spricht also gegen diese Vorstellung. Leider ist Waffengewalt zu bedrohlich, um als Folklore oder Brauchtumspflege gewertet zu werden.

      Mir fällt einfach kein vernünftiger Grund ein, im Mitteleuropa eine Volksbewaffnung aufrecht zu erhalten. Welches Wahlrergebnis oder welchen administrativen Akt einer schweizerischen Regierung kann man sich denn zur Zeit vorstellen, daß eine allgemeine Volkserhebung gerechtfertigt werden würde?

      Und – leider ist heute wieder ein Tag, an dem man darauf hinweisen sollte, daß jede Waffe zuviel in der Hand von jemandem, der sich nicht kontrollieren kann, zu viel ist.

    29. Marroni Says:

      @ AnFra Hellebarden, bitte!! ( Ich bin ein Tüpflischiesser ). Wenn Du mal in die Urschweiz kommst, ins hinterste oberste Muotatal, pass auf! Solltest Du eine Beiz betreten, rechts, da, wo normalerweise der Schirmständer steht, da steht der “ Hellebardenständer“ Die wären allzeit bereit, die bösen Deutschen zu vertreiben, da bist Du schon Ausländer, wenn Du aus dem Nachbardorf stammst. Ich war mal mit der Schweizer Armee dort, da bist Du dann ein “ Einheimischer Sauschwabe “ ( Als Zürcher )

    30. lapsus4711 Says:

      @AnFra
      Tatsächlich? Bis dato dachte ich, die Männer litten an einem Leisten-, resp. Hodenbruch. Siehe auch Hodlerscher Rückzug von Marignano.
      Nächster Besuch im Kunsthaus Zürich steht eh wieder an. Ich werde das verifizieren.

    31. Guggeere Says:

      Zitat Tellerrand: „Und warum glauben Teile dieser Männer, dass das auch weiter so bleiben soll?“ – Hm … vielleicht weil gewisse Teile gewisser Männer eben das Denken zu sehr beeinflussen?
      Zitat Neuromat: „alle Männer sind phallisch veranlagt – mehr oder weniger – es kommt auf die Grösse an … und jetzt entgleist die Blogwiese…“
      Recht hast du, wie man am obigen Tellerrand-Zitat unschwer erkennt, aber gerade versuche ich mir auszumalen, wie das aussieht, wenn eine Wiese entgleist.
      Honny soit qui mal y pense: Überraschend, was für Blüten man manchmal auf der Blogwiese entdeckt.

    32. Neuromat Says:

      Roger hatte exakt 16 Minuten und neun Sekunden versucht seine Amischüssel mit den Ausmassen einer Zürcher Tram auf dem von Gartenmann genau markierten Feld für die Gäste zu parkieren, bevor er entnervt aufgab. Frau Gartenmann – im Grunde schon ein eigentümlicher Name; denn ich möchte auch nicht unbedingt Herr Gartenfrau heissen – hatte uns eingelassen und sich über ihre Schläfe gestrichen. Der Gatte stehe noch nicht parat, hatte sie uns mitgeteilt, und Roger etwas gereizt geantwortet, dass wir lediglich mit einem reden wollten, spezielleren körperlichen Austausch hätten wir nicht vor, noch nicht zumindest und Frau Gartenmann strich sich über ihre Schläfe. Da gebe es sowieso gewisse Probleme, liess sie uns wissen, in den Essküchenwohnraum voranschreitend.

      Tiefes, angestrengtes Stöhnen erklang hinter einer unscheinbaren weissen Tür, die perfekt in die weisse Einbauschrankwand eingetarnt war, gefolgt von drei harten metallenen Geräuschen, einem erleichtertem Ausatmen, merkwürdiges Geraschel und schliesslich Wasserrauschen, als die WC-Tür aufflog und Gartenmann erschien, die Hose zwischen den Fronttaschen und im Schritt ziemlich durchnässt: „Wir müssen endlich den Wasserhahn reparieren lassen – aber stell Dir vor: Drei Erfolge, einer 2,3×1,6×0,8, einer 07,×0,9×1,1 und einer leider nicht wirklich messbar,“ als er uns bemerkte, „die Herren von der Presse“.

      Der Tisch war für eine unbestimmte Mahlzeit eingedeckt, für fünf Personen. Nach den beiden Buben suche man seit Jahren. Gartenmann habe schon immer alles Wichtige versteckt, so auch die beiden Kinder vor der schulzahnärztlichen Untersuchung. Dies allerdings so gründlich, dass sie die beiden bis heute nicht wieder gefunden hätten, mit sicherer Hand richtete er eine leicht verrutschte Gabel wieder auf die Senkrechte aus, so dass zum Dessertlöffel ein exakter rechter Winkel entstand.

      „Die Herren werden von mir die Herausgabe der Taschenmunition auch nicht erreichen, nicht einmal das Versteck werde ich auch nur andeutungsweise preisgeben.“ In einen modernen Haushalt der demokratischen Landesverteidigung gehöre nicht nur eine Waffe, sondern auch die zugehörige Patrone. Und Patrone, das müsse man verstehen, da drücke sich doch unsere Nähe zur Leichtigkeit zu unserer durch und durch gefühlten Italianita aus. Patro Patrone. Diese Horrormärchen von angeblich gewalttätigen Männern, die ihren Frauen die geladene Armeepistole an den Kopf hielten – wer glaube denn so etwas. Frau Gartenmann strich sich über die Schläfe.

      Eher werde er sich von seinen Socken trennen als von seinen Geschossen. Roger nahm sich eine neunte von den Weintrauben, die eigentümlich schwierig zu kauen waren, eigentlich gar nicht, mehr so etwas zum runterschlucken, ob Gartenmann uns mal den Schutzraum zeigen könne, nur so als Lehrbeispiel für die optimale Landesverteidigung, wo doch jetzt die Russen wieder kämen, meistens als Deutsche verkleidet. Gartenmann winkte ab, er bedaure, das Gespräch beenden zu müssen, aber seine Verstecke könne er nun niemanden preisgeben.

      „Die Weintrauben waren irgendwie einfach Mist“, meinte Roger als wir durch den Vorgarten liefen, bewusst durch den gerade geharkten Kies. „Ja“, sagte ich, „und so einen eigentümlich metallenen Geschmack hatten die.“

    33. windsturm Says:

      Ach ist DAS wieder mal schön: Ein bunter Haufen, der in ein Horn reinbläst: Es KANN gar nicht gut sein, nichts Positives dabei haben … weil man es nämlich nicht versteht, nicht nachvollziehen kann … und sich DIESE Blamage nicht erlauben will oder kann! 🙂

    34. Brun(o)egg Says:

      @ anfra

      Die deutschen Landsknechte waren auch nicht ohne. Dürer und Graf haben das schön dokumentiert. Der Unterschied liegt wahrscheinlich darin, dass die netten phallischen Bildchen in der Schweiz hochgehalten wurden.

      @ Tellerrand

      Als bedeutend schlimmer als die Armeeknarren im trauten Heim ist das large Waffengesetz auf privater Ebene. Da haperts entscheidend. Mit einem einwandfreien Leumund kommst du spielend an eine Taschen- kanone und einen Waffenschein.

    35. Tellerrand Says:

      An den Stilblütenexperten:

      Männer ist plural und beschreibt eine Menge. Teile dieser Männer sind folglich einzelne Männer und nicht deren Einzelteile. Alles klar?

      Ich liebe Diskussionen, in denen der Hauptfokus nicht darin besteht Argumente zu entkräften, sondern Kompentenzen abzusprechen und den Gegenüber möglichst lächerlich zu machen. Das ist einer Basisdemokratie würdig.

    36. Simone Says:

      @MaxH:
      Ich habe auch nichts gegen Bunker. Denk an die „Kupferkanne“ in Kampen/Sylt. Das ist ein umgebauter Bunker, urgemütlich, fast „herzig“ und von der Terasse aus geniesst man einen wunderbaren Blick aufs Watt. Dieser Kuchen, man glaubt es kaum! Ich bekomme schon wieder Hunger. Das ist m. E. die perfekte Verwendung für ehemalige Bunker. Ich wäre dafür, dass man die Bunker in der Schweiz auch in diese Richtung umfunktioniert und ein paar schöne Cafés daraus zaubert. Dafür breche ich jetzt eine Lanze…

    37. Tellerrand Says:

      @ Brun(o)egg

      Klar, das kommt erschwerend hinzu. Aber die Schweizer Armee versorgt die wehrfähigen Männer des Landes ganz eindeutig nach dem Gieskannenprinzip mit Waffen. Und die psychologische Eingangsuntersuchung bei der Musterung (heisst das hier überhaupt so?) kann kaum so gut sein, dass alle potenziellen Killer nicht in die Armee gelassen werden.

      Über das Paradox, Killer explizit aus der Armee auszuschliessen, denke ich jetzt lieber gar nicht weiter nach…

    38. Guggeere Says:

      @ Tellerrand: O je; da ging mein Scherz aber gründlich daneben! Jetzt zweifle ich an meinem Sinn für Humor und werde deshalb ernst: Erstens habe ich kein Interesse daran, deine Argumente zu entkräften, da ich deine Meinung (und jene Neuromats) teile, und zweitens ist es doch wirklich so, dass vieles auf der Welt schief läuft, weil zu viele mit anderen Körperteilen als mit dem Gehirn denken. Drittens war ich während vieler Jahre Mitglied sowohl der Schweizer Armee (zwangsweise) als auch einer pazifistischen Bewegung (freiwillig) und habe es von Herzen gehasst, morgens gleich nach dem Aufstehen im Kleiderschrank „mein“ Sturmgewehr zu erblicken. Heute bin ich unbewaffnet. Also warum gleich in den Schützengraben springen und drauflosballern? – Nochmals: Honny soit …

    39. AnFra Says:

      @Marroni

      Mit der Hellebarde hast Du schon recht, die Finger sind oft schneller als das Hirn. Tschuldigung, …..aber: Da ich die Rechtschreibreformen der „teutschen“ Sprache von 1582, 1832 und 1886 verschlafen habe hier weitere Infos zur eigentlich „richtigen“ Schreibweise der Hellebarte: Brüder Grimm GWB http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbuecher/dwb/wbgui?lemmode=lemmasearch&mode=hierarchy&textsize=600&onlist=&word=hellebarte&lemid=GH06028&query_start=1&totalhits=0&textword=&locpattern=&textpattern=&lemmapattern=&verspattern=#GH06028L0 und wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Hellebarde. Da im Text das 15. bis 16. JH bevorzugt gemeint war ist eigentlich die Schreibweise der Hellebar(d)e mit dem „t“ dann jedoch besser/richtiger.

      @lapsus4711

      Hodler hat seine eidgenössischen Krieger wohl „gesitteter“ entsprechend seiner eigenen Zeit gemahlt. @brunn(o)egg hat es richtig geschrieben: Die originalen Stiche des 15. und 16. JH zeigen alles eindeutig besser.
      Frage: Wo kann man im Internet das Gemälde von Hodler sehen. Habe nichts gefunden. Zum Bild Marignano habe ich sehr schwache Erinnerung.

      @Simone

      Die Aussage bezüglich des Bunkers „Kupferkanne“ kann ich nur unterstreichen. Der beste „Bunker“ mit wunderbarer „Munition“ wie z. B. selbstgeröstetem Kaffee, herrlichen Obsttorten und schmackhaften Gemüsekuchen. Die Abwehr des Kalorienangriffs ist nicht möglich. Herr Schäfer ist ein Könner seines Faches!
      Wenn unsere schweizer Freunde auf Sylt sein sollten, so ist dieser „Bunker“ eine Pflicht.

    40. Brun(o)egg Says:

      @ Tellerrand

      Bei der privaten Waffenbeschaffung gibts gar keine psychologische Untersuchung. Darf auch nicht sein. Das könnte man sonst auch vor der Eheschliessung einführen, – zecks Check Eignung nicht psychopathische oder anderweitig gestörte Kinder in die Welt zu setzen. Womit dann der Untersuchung für den Waffenschein oder bei Eintritt in die Armee entfallen würde. Irgendwo näherten wir uns da „1984“ oder ähnlichen Systemen.

    41. Tellerrand Says:

      @ Guggeere

      Wittere ich also schon selbst Feinde, wo gar keine sind. Hat da etwa schon etwas abgefärbt?

      Sorry,
      ein anerkannter Kriegsdienstverweigerer 😉

    42. Tellerrand Says:

      @ Brun(o)egg

      Aber wer braucht wirklich Waffen zuhause und warum? Der Idiot, der gestern in Finnland Schüler und Lehrer abgeknallt hat, war Mitglied in einem Schützenverein. So wie der Idiot, der in Erfurt vor einiger Zeit dasselbe getan hat. Ich will damit nicht sagen, dass alle Schützen so sind, sonst wäre die Welt wohl inzwischen entvölkert. Aber mir ist dieses Rumgeballere grundsätzlich suspekt.

    43. Phipu Says:

      An AnFra

      Wieder waren die Finger schneller als der Kopf: ich lese in deinem letzten Text einen schmunzelfördernden Lapsus: War Hodler „Müller“ oder „Maler“? Was tat der mit seinen Modellen?

      Auch ich habe keine besseren Bilder zum Beweis für die damalige Kleidung gefunden als diese hier:
      http://www.sammlung-im-obersteg.ch/kuenstler.cfm?command=bild&id=16&bid=80&name=Ferdinand%20Hodler&current=1

      http://www.recsando.it/asso/wwf/giganti.asp

      http://www.galerie-kunststuecke.de/de/Stilrichtungen/Jugendstil/Malerei_u_Grafik/Orig_Steindruck_Rueckzug_v_Marignano/Details_2_5,26,82_4,4,4_1,1,1__23_50_1_304_.html

      http://www.melegnano.net/storia/pagina004sj.htm
      hier kann man im abgebildeten Lexikoneintrag noch lesen, dass dieses Werk im Kunstmuseum Genf ausgestellt sein soll. Als Kunstbanause weiss ich nicht, ob das noch stimmt.

      http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Marignano
      Hier sähe man eine vermutlich zeitgenössische Schlachtszene. Aber die Pinsel von damals hatten sehr wenig Pixel.

    44. Schnägge Says:

      @Neuromat: Ich bin mal wieder beeindruckt von der literarischen Qualität deiner Weintraubengeschichte. Ganz ehrlich.

    45. AnFra Says:

      @Phipu

      Nuuuun gaaaanz laaaangsaaaam!

      Etwas bessere Details vom „Ding“ in diesen Quellen. Die vorhandenen Buchillustrationen in meinen Büchern kann man in der Blogwiese so einfach nicht zeigen. Etwas genauer hinschauen und die Phantasie spielen lassen:

      a.) http://www.klaus-kramer.de/Artikel/Holzschitt/L3370019.jpg
      b.) http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Niklaus_Manuel_1553.jpg
      c.) http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Reislaeufer_Bettler.jpg

    46. AnFra Says:

      @Marroni

      Habe für Dich einen kleinen Nachtrag bezüglich der „24 erschossenen Deutschen“ mit eurer Heimmunition je Wehrmann.
      Die Statistiker haben errechnet, das zum Erschießen eines Feindes im 2. WK die deutsche Wehrmacht ca. 2.800 (!) Schuss Munition (hier alles kleiner als Kal. 20 mm) benötigte. Da die schweizer Armee nun auch nicht besser als die Wehrmacht bis ca. 1944 gewesen war, kannst Du ja ausrechnen was für „patriotische Märchen bzw. Wunsch- oder Wahnvorstellungen“ man da erzählt hat.
      Die Amerikaner sollen in Vietnam für jeden Toten ca. 6.800 (!!!) Schuss benötigt haben.
      Aus diesen Infos erkennt man auch hier den ganzen Schwachsinn der Militärs.

    47. Brun(o)egg Says:

      @ Tellerrand

      Waffen sind da. Und die Ideologien dazu auch. Denn niemand ballert ohne Motiv Menschn über den Haufen. Kann man nicht ändern. Der Rest ist Glücksache, dass man nicht einem solchen gestörten Vollidioten über den Weg läuft.

    48. Kevin Says:

      Wollt ihr euch sicherer fühlen? So versucht lieber Alkohol abzuschaffen. Das bringt mehr Menschen um als ein bewaffneter Schweizer. Ausserdem kann ein Verbrecher sein Opfer auch mit nem Schraubenzieher töten. Ich bin mir sicher „Deutschland sucht den Superstar“ hat schon mehr Totesfälle verursacht, als ein Schweizer (ex)Rekrut. Das wäre doch ne discussion wert 😉

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