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Was wir als Deutsche in der Schweiz vermissen (Teil 2) — Die Eisdielen

(reload vom 14.11.05)

  • Ein Glace und kein Eis
  • Als ich zum ersten Mal in der Schweiz Lust auf Speiseeis verspürte und in Winterthur ein Lokal betrat, in dem es dies zu kaufen gibt, begann das Verkaufsgespräch mit einem Missverständnis: „Ich hätte gern Eis“, sagte ich, und die Frau an der Theke griff in den Kübel mit Eiswürfeln, als wollte ich einen Whiskey on the rocks trinken. „Nein, sorry, ich meine natürlich ‚Glacé’“, wiederholte ich meine Bestellung, und zog dabei dezent die Glace-Handschuhe aus. Das Eis kam aus der Packung und war eine Enttäuschung.

  • Jederzeit ein frisches Eis auf die Hand
  • Deutschland ist überzogen von einem Netz von italienischen Eisdielen. Kein Dorf, keine Kleinstadt, die nicht einen original italienischen Eismann hat. In der Schweiz sind „Eisdielen“ hingegen äussert selten anzutreffen. Wir kennen eine Eisdiele in Schaffhausen, es gibt eine weitere in Dübendorf, und im Zentrum von Zürich soll es noch eine Amerikanische geben, die wir aber noch nie gefunden haben. Die Schweizer sind keine wirklichen Speise-Eis-Fans. Wenn Glace, dann abgepackt vom Feinkost-Lieferanten, vom „Patissier„, als Luxus-Mitbringsel zu einer Einladung. Sonst kennen sie nur Packungseis, z. B. von Mövenpick, das zwar auch nicht zu verachten ist, aber in seiner Frische und Qualität keinem Vergleich stand hält mit hausgemachten frischen Eissorten.

  • Die Geldmaschine beim Strassenverkauf
  • Eisdielen in Deutschland sind wahre Geldmaschinen. Es gibt keine Registrierkasse für den Strassenverkauf, die Einnahmen können in cash am Fiskus vorbei verbucht werden. Mit dem Finanzamt werden nur die Beträge für die eingesetzten und eingekauften Rohprodukte abgerechnet. Die Mitarbeiter sind meist Familienangehörige, in jedem Sommer kommen anderen mit nach Deutschland, lernen die wichtigsten Wörter „Bitte Schön, in der Waffel oder im Becher, mit Sahne, Einpacken, Danke“ und natürlich die zahlreichen frischen Eissorten. In Freiburg im Breisgau kennen wir allein 4 Eisdielen in der Innenstadt, dann noch einige weitere in den Vororten.

    Und kommen Sie bloss nicht auf die Idee, beim Schild „Strassenverkauf“ die Frage zu bringen: „Ein Stück Strasse bitte, mit Sosse“… . Das ist wie mit dem Schild „Durchgehende Küche„, da brauchen sie auch nicht nach Sattel und Zaumzeug zu suchen für die Küche, denn die ist sowieso „durchgegangen„.

    Jeder kleine Ort hat seine Eisdiele mit Strassenverkauf. Im Winter haben sie zu, da fahren die Italiener heim und bauen weiter an ihren Eigenheimen mit dem in Deutschland verdienten Münzgeld. Zuvor wird am letzten Öffnungstag das restliche Eis an die Kinder und Eisfans verschenkt.

  • Warum gibt es das nicht in der Schweiz?
  • Ist das Lebensmittelgesetz strenger? Konnten die Italiener hier zwar Pizzarien, aber keine „Gelaterien“ etablieren? Mögen die Schweizer kein Eis? Diese Eisdielen-Mode gibt es wohl nur in Deutschland. Wir vermissen sie. Beim Besuch in Waldshut oder Konstanz gilt es dann, das Versäumte nach Kräften nachzuholen. 4-5 Kugeln in der Waffel auf die Hand, und bei der Rückkehr vom Bummel durch die Fussgängerzone das Ganze gleich noch mal wiederholen, es gibt ja genügend Sorten zum Ausprobieren.

    

    29 Responses to “Was wir als Deutsche in der Schweiz vermissen (Teil 2) — Die Eisdielen”

    1. Solanna Says:

      Und was kostet denn so ein Eis bei Euch draussen, sagen wir mal ein Cornet (heisst bei Euch wohl Waffel, aber für uns ist eine Waffel eher was Flaches) mit 2 Kugeln?

      Hierzulande an einem der doch nicht allzu seltenen städtischen Verkaufswagen für Glace (Speiseeis) kostet das meist mindestens Fr. 3.50 , eher mehr, und die Kügelchen sind erst noch nur Gaumenkitzler, also ziemlich klein.

      Diese Waffeln gehören zu den wenigen Situationen, wo die Schweizer mit Tüten (immer spitz zulaufend, kegelförmig, umgekehrter Zwergenhut) in Berührung kommen (die andere ist beim Marroni- oder viel seltener beim Magenbrotkauf). Bei den Marroni gibts zunehmend die Doppelsäcke, wo man die Schalen gleich entsorgen kann, und das Magenbrot wird zwar weiterhin in Rosa, aber eher in normalen Säcken angeboten. Was ich hier als „Sack“ bezeichne, ist dafür bei Euch eine Tüte.

      Vielleicht habens die Schweizer tatsächlich nicht so gern eisig, denn als wir einmal vor Jahren im Flieger nach Amerika für unser Getränk „no ice, please!“ wünschten, schaute uns die Flight Attendant entgeistert an: „You must be Swiss!“

      Und schaut einmal, wie sehr bei uns die Softeis-Wagen belagert sind im Vergleich zu den Glacewagen: Softeis ist eben nicht so kalt.

    2. Tellerrand Says:

      @ Solanna

      Eine Kugel Eis kostet beim italienischen Eismann in Deutschland heute rund 1 Euro, was selbst bei einem zuletzt zu ungunsten des Franken veränderten Wechselkurs immer noch ein ziemliches Schnäppchen ist. Der Preisunterschied ist natürlich wie immer einzig durch die höhere Qualität der Ausgangsprodukte und des Endproduktes in der Schweiz begründet 😉

      Ich habe irgendwann mal eine Statistik gesehen, wo in Europa wieviel Eis gegessen wird. Das (für mich) erstaunliche Resultat: die grössten Eisesser leben in Skandinavien (Schweden und Finnen), Deutschand liegt irgendwo im Mittelfeld und die Schweiz noch dahinter. Was mich aber wirklich überraschte war die Tatsache, dass Italien in diesem Ranking weit abgeschlagen unter ferner liefen firmierte.

    3. Schaffhauserin Says:

      Da Sie ja in Bülach wohnhaft sind, schlage ich Ihnen vor, einmal auf dem Heimweg von Zürich im IR oder ICE sitzen zu bleiben und erst in Schaffhausen auszusteigen. Folgen Sie den Menschenmassen und Sie finden sich vor der Gelateria in der Unterstadt wieder – aufgepasst: es gibt deren zwei. Wählen Sie die Richtige und Sie werden wahre Gaumenfreuden erleben! Leider, leider ist bis im März Winterpause; merken Sie sich also diesen Tip und freuen Sie sich wie die Schaffhauser Glacé-Gelati-Fans auf den Frühling.

    4. Brun(o)egg Says:

      Ich muss Jens recht geben. Die Glaçe Kultur in der Schweiz ist wirklich ein „Schämer“. Das abgepackte Industrie Eis, Softeis, Magnum,usw. haben wirklich nichts mit Eisgenuss zu tun.

      Mein Götti (Pate) hatte eine Konditorei und stellte seinerzeit in Basel für die Glaçemänner mit den Wägelchen, – gibt ja fast keine mehr -, Glaçe her. Ich riech und schmeck es heute noch. Hervorragend!

    5. Thomas W. Says:

      @Tellerrand: Das klingt eher nach München Marienplatz, mit 1 Euro je Kugel. Normal ist eher alles zwischen 60 Cent (in Kleinstädten wie bei meinen Eltern) und 80 Cent je Kugel. Und die sind oftmals dann auch erstaunlich groß.

    6. Marroni Says:

      @ solanna Bei Marronitüten kann ich SEHR gut Auskunft geben. Also, das mit den blöden Schalentüten kommt in den Städten immer mehr in Mode. Da macht das auch Sinn. In der Natur draussen bitte die Schalen wegwerfen, einen besseren BIO Kompost gibts nicht. Ich verwende Spitztüten, die sind besser in der Hand. Gruss.

    7. Guggeere Says:

      Eisdiele? Was könnte das sein: Ein mit gefrorenem Wasser überzogenes Brett? Eine Zimmerdecke, von der Eiszapfen hängen? Ein Estrich (äh, Dachboden), so kalt und ungemütlich, dass er als Gefrierschrank dienen könnte? – Kein Wunder, dass es in der Schweiz keine Eisdielen gibt: Eis ist banales gefrorenes Wasser, und das Wort „Diele“ wird von Deutschschweizern ebenfalls anders verstanden. 😉
      @ Tellerrand: Nicht nur der Glacekonsum, auch jener von Alkohol nimmt grosso modo von Süden nach Norden zu. Dazu würde Folgendes passen: Ein Italienischlehrer hat mir mal erzählt, es gebe in Norditalien das Schimpfwort „Svizzero“ mit der Bedeutung „Säufer“. Ob das noch so ist oder vielleicht irgendwo irgendwann mal so war, weiss ich nicht; es tönt (äh, klingt) aber gut.

    8. Boris666 Says:

      Stimmt, frisches Glacé ist nicht so wahnsinnig verbreitet, aber ein Tip, geh in mal in eine Bäckerei/Konditorei, die haben sehr oft hausgemachtes frisches Glacé. Z.b. der Hotz in Dübendorf (eh eine absolute Empfehlung was den Bereich angeht in der Umgebung, er hat inzwischen auch in andern Orten, z.b. Pfäffikon eine Filiale) hat auch exellentes hausgemachtes, aber dann reden wir auch von einer ganz anderen Preisklasse, aber es lohnt sich schon.

    9. Tellerrand Says:

      @ Thomas W

      Meine Informationen beziehen sich auf Konstanz. Werde am Wochenende seit längerer Zeit mal wieder dort sein und die Eispreise überprüfen…

      @ Guggere

      „Eis“ ist umgangsprachlich, korrekt heisst das eigentlich Speiseeis, welches dich wiederum in Milchspeise- und Wasserspeiseeis differenziert. Glacé ist eine Substantivierung des Partizip Perfekt von franz. glacer (=gefrieren), oder? Das ist natürlich die viel treffendere Bezeichnung! Die Deutschen können einfach kein Deutsch!

    10. Frank Says:

      @Tellerrand: in der besten Eisdiele von Konstanz kostet die Kugel 70cent.

    11. Schnägge Says:

      Was vermisst ihr noch, außer Essen?
      Und was vermissen die Schweizer in Deutschland?

    12. Guggeere Says:

      @ Tellerrand
      Du hast Recht. Die Deutschen können nicht Deutsch, weil sie Eis mit Glace verwechseln. Und die Schweizer können nicht Französisch, weil sie Glace mit penetranter Boshaftigkeit falsch aussprechen („Glassee“) und schreiben (Glacé). (Übrigens: Sogar unsere liebste Wurst, den Cervelat, halten wir für französisch, dabei heisst es westlich von Freiburg/Fribourg cervelas.) Gemäss Duden und französischen Wörterbüchern ist Glace Speiseeis und Glacé ein glänzendes, feines Gewebe. All das scheint dies- und jenseits des Rheins bisher aber keinen Einfluss auf die Nahrungsmittelindustrie, die Volksgesundheit oder den Zustand der Zähne zu haben, also lassen wir doch die Deutschen weiterhin kraftvoll ins Eis beissen und die Schweizer glänzende Textilien hinunterwürgen.

    13. Tellerrand Says:

      @ Frank

      Und welche ist das Deiner Meinung nach? Ich habe immer zwischen der in der Passage am Schnetztor und der kleineren der zwei auf der Markstätte geschwankt…

      Dass ich im Preis so weit daneben liege, kann ich mir durch einen klaren Fall kognitiver Dissonanz erklären: es kann nicht sein, dass besseres italienisches Eis in Deutschland nur ein Drittel des hiesigen Glasé kostet und deshalb spielt mit meine Erinnerung ein Schnäppchen und gaukelt mir vor, es sei „nur“ die Hälfte 😉

      @ Guggeere
      Genau!

    14. AnFra Says:

      Jetzt haben wir wieder die uralte, kulturunterscheidende, barbarische Sprachenverwirrung mit „Eis“ und dem „Glace“.
      Das Eis scheint die grobe deutsche Bezeichnung zu sein. Die französische Benennung Glace klingt/tönt superfein. Aber beides ist die Benennung für Eis mit dem Hintergrund der Eigenschaft von „Glanz, glänzen“. Das Eis ist die namentliche altgermanische/altnordische Bezeichnung für gefrorenes Wasser, also ein Material- oder Stoffname. Das Glace ist aus der Eigenschaftlichkeit des Gefrierens (eisbildend, verwandschaftlich: gelieren, Gelee) abzuleiten.
      Das Eis ist als festes Material gemeint, das Glace ist höchstwahrscheinlich aus der antiken Benennung für das geschabte Eis (geliertes, halbfestes Schabeeis), welches dann von den antiken Griechen und Römern mit Frucht- und Aromaessenzen getränkt wurde, abgeleitet.
      Damit ist wohl der Begriff Eis die namentliche Urquelle für dieses Genussmittel und das Glace eine eigenschaftliche Ableitung.
      Den Hinweis von Guggeere bezüglich des glänzendes Stoffes finde ich sehr gut.
      Habe nun 18 kg abgenommen und muss daher sagen: „Oh Herr, lass diesen Eisbecher an mir vorüber gehen“!

    15. Psalmist Says:

      Vor einigen Jahren mußte man für gutes Eis tatsächlich noch ins Ausland (darum verwende ich hier auch ein ausländisches Wort). Für mich waren die Gelaterien in Italien eine Offenbarung – seither kann ich definitiv keine Migros-Glace mehr essen…

      Mittlerweile bessert es aber auch in der Schweiz. Dieci war ein erster Schritt, und die kleinen, noch frischeren Gelaterien breiten sich auch langsam aus; z.B. an den Bahnhof Winterthur oder ans Zürcher Central. Gewußt wo! Der einzige Wermuthstropfen ist der horrende Preis – wenn wir Glück haben, dann ergibt sich aber wegen der Lukrativität in wenigen Jahren eine größere Konkurrenz, und die Preise sinken wie bei den asiatischen Restaurants.

    16. Meister Says:

      @Schaffhauserin
      Stimmt, das Glace in der Schaffhauser Unterstadt ist wirklich herrlich. Und mit Fr. 1.90 (stimmt das immer noch?) erst noch recht günstig.
      Zum Empfehlen!
      Doch wenn ich das richtig mitbekommen habe, ist jetzt Winterpause… Schade.
      Än Guete!

    17. Flaneur Says:

      1. Schwartau Spezialitäten Pflaumenmus
      2. Le conserve della nonna Pomodoro Piccante
      3. Almare Heringsfilets in Sahnesauce, 400g
      4. Döner mit weisser (!) Sauce
      5. Laugenbrezeln klein, warm (80 Cent)
      6. Milfina frische fettarme Milch (1,5%)
      7. Tatsächlich Speiseeis in der Waffel
      8. Brandt Zwieback (Stipp- und Suppen, sowie Kokos)
      9. Haribo Saure Pommes (nur gelb)
      10. Odol original Mundspülung

    18. Phipu Says:

      Mehr als Spass denn ernsthaft, habe ich in Grimms Wörterbuch nachgeschaut, was dort so als Eintrag für Glace steht. (Zur Erinnerung, Grimms Wörterbuch entstand lange vor modernen Kühlmethoden, die es erlauben, Speiseeis kommerziell zu nutzen).

      Im ersten Moment mag deshalb der Beispielsatz „o traurige Eitelkeit, die selbst dahin ihr Glacé mitnimmt, wo die Menscheln um alles in der Welt das Schafs- und Ziegenleder abstreifen, ihre Braust aber frei machen sollten“ Hier ist die Vorstellung an ein Cornet oder einen Coupe natürlich nicht angebracht. Alle weiteren Hinweise gehen nämlich eher in Richtung „Glacéhandschuh“ was heute mit der Entwicklung der Kleidungsmode wohl viel weniger bekannt ist, aber von Jens dennoch erwähnt wurde: ein Handschuh aus Glanzleder. Glacé ist in diesem Sinne als „mit einer Eisschicht überzogen = glänzend“ (also nicht matt: http://www.fabian-siegismund.de/blog/uploaded_images/HeisseScheibe-788545.jpg , sondern so: http://www.burgaf.de/bilderchen3/eis3_2.jpg ) zu verstehen. Auch in deutschem Redefluss habe ich schon (zwar eher selten) den Ausdruck „papier glacé“ [papi-eh glasseeh] (= Glanzpapier) gehört, was auf eben diese „glänzende“ Bedeutung hinweist.

      Durch Guggere angeregt:
      Hier möchte ich nun wissen: wer sagt und schreibt wirklich „Glacé“ (also = [Glasseeh] mit „accent aigu“) zum „Speiseeis“? Ich nenne das in meinem Dialekt „e Glasse“ (eine Glace). Das End-Schwa ist also etwa so wenig betont, wie wenn man schön deutsch „Gasse“ (ca. [Gassö]) ausspricht. Dies stammt also durchaus aus dem Französischen Sinn von „une glace“ = ein Eis (zum essen), wo das End-E also auch entweder wegfällt, (Aussprache nach Pariser Art, [ün glass]) oder als Schwa-ö gesprochen wird (z.B. in Südfrankreich, [ünö glassö]). Wen man Jens’ Text betrachtet, hilft es auch nicht gerade, diese Verwechslung auszumerzen, gell?

      An Brunoegg:
      Hier habe ich einen Kommentar für dich, im unteren Teil, hat auch mit der Schreibweise von Glace zu tun: http://www.blogwiese.ch/archives/422#comment-10940

    19. Frank Says:

      @Tellerrand:

      Fernando, zwischen Voglhaus und Tchibo in der Wessenbergstraße.

    20. Guggeere Says:

      @ phipu: In meiner Umgebung (Ostschweiz und Zürich) höre ich fast ausschliesslich „Glassee“ und spreche es intelligenterweise auch so aus. Die richtigere Aussprache „Glasse“ (das Endungs-e ausgesprochen wie beim Dialektwort „Fläsche“) kenne ich, sie ist m. E. aber die grosse Ausnahme. Vielleicht höre ich aber einfach nicht gut genug hin. Mit Sicherheit ist „Glacé“ (mit Aigu) für Speiseeis einer der häufigeren Schreibfehler in der deutschen Schweiz. Kein Wunder, wenn es so viele falsch aussprechen. (Ein Indiz: Such mal im Google, Seiten aus der Schweiz, den Begriff Glace-Coupe [in Deutschland Eisbecher genannt].)

    21. Tellerrand Says:

      @ Frank

      Vielen Dank, dann werde ich den auch mal testen – Fernando gab’s nämlich zu meiner Konstanzer Zeit noch nicht.

    22. Solanna Says:

      Ich selber habe nie etwas Anderes als Glassä gesagt, erinnere mich aber, dass viele meiner „Jugendgschpäändli“ (andere Jugendliche in meinem Umfeld; woher kommt Gschpänli/Gschpäändli?) „es Glassée“ essen oder schlecken wollten. So, wie ich mich erinnere, war das aber eher das, was die Deutschen als „Eis am Stiel“ bezeichnen, also eine bestimmte, vorgeformte Portion, während Glace eher das ist, was es im Restaurant oder an der Glacenbar gibt.

    23. Psalmist Says:

      @Phipu und Solanna: Für mein Sprachempfinden ist es ganz einfach: „e Glasse“ im Bernbiet, „es Glassee“ im Züribiet, unabhängig davon, wie sie/ es daherkommt.

    24. ChliiTierChnübler Says:

      Ich könnte Dir auch gleich eine handvoll „Eisdielen“ nennen mit selbstgemachtem Glacé. Die beste gibt’s in Solothurn im Bistraitto am Marktplatz. Jammie!

    25. viking Says:

      @Schaffhauserin
      […Da Sie ja in Bülach wohnhaft sind, schlage ich Ihnen vor, einmal auf dem Heimweg von Zürich im IR oder ICE sitzen zu bleiben und erst in Schaffhausen auszusteigen…]
      Ist nicht mehr unbedingt notwendig. In der Zwischenzeit gibt es in Bülach eine italienische Lokalität in der Altstadt die traumhaft gutes Gelati verkauft (allerdings nicht ganz so günstig wie in Schaffhausen ;))
      Ich habe dort u.a. das beste Pfefferminzglace erhalten, das ich je in den Fingern hatte (und diese Finger haben schon einige Mint-Glace gespürt ;))

      [Anmerkung Admin: Mehr zu dieser Gelateria in Bülach gibt es hier zu lesen.]

    26. Brun(o)egg Says:

      @ all

      Ihr seid so etwas von verschleckt! tz,tz,tz.

    27. Tanja Says:

      Im Tessin gibt es viele Eisdielen und leckeres italienisches Eis. Meine Lieblinge sind in Lugano und Ascona. In Luzern gibt es nun Bachmann der frisches Eis verkauft und einen anderen Italiener in der Altstadt. Aber ich muss sagen, wenn ich nach Italien oder Deutschland fahre, dann schlag ich auch immer zu mit Eisbechern 😉 yaaaaammi

      Grüsschen aus (im Moment warmen) Australien!

      Tanja

    28. Francesco Says:

      Warum so viele Eisdielen in Deutschland?

      Ich glaube, dass die Antwort an dieser Frage mit der Auswanderung von Gelatai aus der Region Belluno nach Süddeutschland (am Anfang, danach im ganzen Land) zu tun hat. Die meisten Betreiber von Eisdielen in Deutschland kommen nämlich aus dieser norditalienischen Region und wandern seit Jahrzehnten für die Saison nach Deutschland. Sie nutzen die „relative“ Nähe und fahren durch das Brennero-Pass. Die Region Belluno ist sehr bekannt für seine Gelati. Es ist eine Tradition für die Gelatai für die Saison nach Deutschland auszuwandern und diese Tradition wir in den Familien gepflegt.

      Wieso gibt es nicht so viele Eisdielen in der Schweiz?
      In der italienischen Schweiz haben die Gelatai aus Norditalien keinen Markt, weil die Tessiner auch sehr gute Gelati produzieren können 🙂 Die Tessiner sind auch bis vor 50 Jahren in ganz Europa als Gelatai und Marroniverkäufer ausgewandert.
      In der Deutschschweiz gibt es vermutlich so wenig Eisdielen weil es viele Eisketten gibt (z. Bso. Möwenpick) und somit für die Gelatai aus Belluno nicht rentabel ist in der Schweiz zu kommen.

      Gruss an alle
      Francesco

    29. Doro Says:

      Hmm, ja, … träum… ein leckeres italienisches Eis im Hörnchen (so sagt man heute noch im Münsterland)…
      Danach habe ich in der Schweiz auch länger gesucht. Aber ich bin fündig geworden! Bei Enrico, direkt gegenüber vom Bahnhof Wil SG. Und das Bällchen (hihi – die Kugel natürlich) für sagenhafte 2 Franken!!! Und richtig gut – wie in den italienischen Eisdielen „zuhause“. Ein Kugel Eis war im Kohlenpott übrigens diesen Sommer (2007!) noch für 45 Cent zu bekommen. Im Durchschnitt zahlt man aber zwischen 70 Cent und 1 Euro in exponierten Stadtlagen.

      Liebe Grüße,
      Doro

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