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Sorgen heben und nicht sorgen

(reload vom 27.10.05)

In der Schweiz sorgt man sich nicht, sondern man „hebt Sorge“.
„Heb Sorg zum Land“
„Heb sorg zum Material“
„heb sorg zue Dr“ oder „heb sorg zuädr“ (was kommt hier aus welchem Kanton?)
Heb Sorg zum alte Porzellan, heb sorg zum junge Glück. (Merke die Verschriftungsregel: „Grosse Sorgen“ werden gross geschrieben, „kleine sorgen“ eher klein)

Es wird viel Sorge gehoben in der Schweiz, die Deutschen tragen die Sorge lieber dumm rum, statt sie zu heben. Oder sie sorgen sich ganz einfach so.
Wir heben die Sorge auch dem Strom
In unserem Keller fanden wir dieses Schild, das uns daran erinnert „au em Strom“ Sorge zu heben. Heisst das „au“ hier nun „auf“ oder „auch„? Knifflig, knifflig, dieses Schweizerdeutsch. Wenn es vielleicht sowohl für „auch“ als auch für „auf“ steht, das „au„, was hiesse dann „auch auf„? Vielleicht „au au„? Es gibt noch viel zu lernen in diesem Land!

So auch zur Natur: „Heb Sorg zur Natuir“! (Quelle)

In Bülach wird dieses Motto sehr ernst genommen. Mitten in zentraler Lage, neben einer Kreuzung gelegen, wird seit vielen Jahren die Natur gepflegt.

  • Biotope mitten in Bülach
  • Damit den Tieren, die dieses wunderbare Refugium nutzen, kein Leid geschieht durch Boswichte (die in der Schweiz übrigens meistens „Nachtbuben“ heissen, weil sie meist in der Nacht unterwegs und männlich sind), ist das Gebiet weitläufig eingezäunt. Ein altes Holzhaus wird als Nistplatz für Fledermäuse und Vögel gleich mit eingezäunt.
    Biotope in der Stadt Bülach

    Hier sagen sich Fuchs und Hase gute Nacht. Kein Witz, ich habe schon ein paar Mal spät abends hier Füchse verschwinden sehen. Die „Stadtfüchse“ der Agglomeration Zürich sind gewiefte Gesellen. Sie haben sich perfekt an die Nähe des Menschen angepasst. In unserem ersten Jahr hier haben sie uns immer die Schuhe vom Gartensitzplatz weggeschleppt, bzw. den Käsekuchen vom Gartentisch weggefuttert. Seitdem wir einen Hund haben, hat das nachgelassen.

  • Hinweise für Zugvögel
  • Damit auch vorbeifliegende Wildvögel darauf aufmerksam werden, dass hier ein Biotop seit vielen Jahren liebevoll für sie abgesperrt gehalten wird, hat man grosse Stangen, die weit hinauf in den Himmel ragen, hier aufgestellt.
    Stangen für die Zugvögel

    Oder haben wir da etwas falsch verstanden?
    Stangen für die Zugvögel

    In Bülach neben dem Parkplatz vom Sonnenhof ging man sogar soweit, ein tiefes Loch zu buddeln, wahrscheinlich um einen Teich anzulegen. Das Loch wurde dann monatelang durch einen Zaun geschützt, dann wurde es wieder zugeschüttet. Was war passiert? „Rekurs“ wurde eingelegt, zu Deutsch „Rücklauf, Beschwerde“, ein Anwohner hatte sich beschwert, denn das ist der tatsächliche Grund für diese Stangen-Aufstellerei.

    Stangen für den Nachbarn

    Will jemand etwas bauen, muss er zunächst für alle Anwohner deutlich mit den Projektstangen zeigen, wo die späteren Eckpunkte und Giebelkanten seines Bauvorhabens liegen. Der Nachbar kann sich so messerscharf ausrechnen, ob er noch genug Sonne haben wird oder ihm die Aussicht auf Unterländer Landschaft im Nebel verbaut wird.

  • Schweizer Kampfrituale
  • Es schrieb uns ein Blogwiese Leser zu den Projektstangen:

    Ähnliche, meistens vier solcher Masten aus Holz oder Aluminium wie der abgebildete Galgen stehen im Viereck aufgestellt auf offenen, meist grünen Wiesen. Diese werden zu besonders typischen Schweizer Kampfritualen gebraucht. Damit wird angezeigt, welches Territorium der Landwirtschaft aberobert werden soll, um es dem sich erfolgreich verbreitenden Wohnraum zuzuführen. Benachbarte Anwohner können dieses Projekt allerdings auch bekämpfen, falls ihre Lebensqualität beeinträchtigt würde.
    (Quelle: Private Elektropost)

  • Nichts geht mehr: Das Verbandseinspracherecht in der Schweiz.

  • Eine besondere Rolle bei vielen Bauvorhaben in der Schweiz spielt das „Verbandseinspracherecht“. So gelingt es dem Verkehrsclub Schweiz, kurz VCS, immer wieder, bei grossen Bauprojekten durch sein Einspracherecht die Entwicklung der Projekte zeitlich zu verzögern. Seit Jahren werden Versuche unternommen, dieses Einspracherecht einzudämmern oder ganz zu unterdrücken, bisher immer ohne Erfolg. Die Umweltverbände können nur dann eine „Umweltverträglichkeitsprüfung“ beantragen, wenn die verbaute Fläche über 5000 Quadratmeter beträgt.

  • Aldi jetzt auch in der Schweiz
  • So konnte es geschehen, dass die Deutsche Aldi-Kette ab dem 26.10.05 gleich an vier Orten in der Schweiz ihre Geschäfte eröffnet. Einsprache war nicht möglich, denn die bebauten Grundstücke benötigen nur 900 Quadratmeter (Tagesanzeiger vom 23.10.05).
    Aldi-Deutschland erstattet übrigens bis vor einiger Zeit keine Mehrwertsteuer, wenn man die Waren beim Zoll als „Ausfuhr“ deklariert. Dann führten sie ein „Tax-Repay“ System ein, mit dem man bis auf einen Verwaltungsanteil die MwSt. auf ein Girokonto rückerstattet bekommt. Ob Aldi-Schweiz auch Mehrwertsteuerrückerstattung einführen wird? Das fände ich klasse, denn dann könnten die Deutschen in die Schweiz zu Aldi fahren und sich bei der Ausreise die „Ausfuhr“ bestätigen lassen, und kämen so zu billigeren Einkäufen. Die ganze Lebensmittelbranche der Schweiz starrte Monate lang auf diese Aldi-Neuöffnung wie die Maus auf die Schlange.

  • Tabufrage „Waren Sie schon mal bei Aldi?“
  • Es gehört zum guten Ton in der Schweiz, diese Frage einem Schweizer nicht zu stellen. Sie kommt gleich nach den anderen Tabufragen:
    „Glauben Sie an Gott?“,
    „Wie viel verdienen Sie eigentlich?“
    und
    „Ist das Ihre Socke dort, die ich in der Waschküche gefunden habe?“

    Ich möchte anfangen, diese Statements zu sammeln. Wer mir nicht alles schon bestätigt hat, dass er noch nie bei Aldi war! Denn wer outet sich schon gern als Vaterlandsverräter?

    

    20 Responses to “Sorgen heben und nicht sorgen”

    1. Flaneur Says:

      Dass ALDI keine Mehrwertsteuer erstattet, ist eine Lüge. Aber bestimmt kommt jetzt die lahme Ausrede, dass das nur aufgrund des Reloads von vor zwei Jahren noch so im Artikel stünde.

      Nicht so lahm rausreden kann sich der Autor allerdings bezüglich der Rechnung mit den durch Mehrwertsteuererstattung ca. „ca. 7% billigeren Einkäufen“ für Deutsche in der Schweiz. Schliesslich gilt doch für Nahrungsmittel – die den grössten Sortimentsposten bei ALDI ausmachen – nach dem Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer ein ermässigter Steuersatz von nur 2,4%…

      Grüsse vom Korinthenkacker Flaneur! 😉

      [Anmerkung Admin: Keine Ausrede, das ist tatsächlich der Grund. Werde den Text gleich anpassen. Danke für den prima Hinweis!]

    2. Thomas Says:

      och, da in Örlikon ging auch so ein Aldi auf. Ich ging da mal hin, die Neugier war gross. Die gekauften Chips fand ich nich‘ lecker, die gesalzenen Nüsse dafür schon. Ansonsten hat der Laden einen Charme wie eine Besenkammer. Da zudem die Kundschaft zu 90% aus Leuten besteht, welche den Begriff ‚Deodorant‘ nicht kennen, zieht’s mich definitiv nicht mehr so schnell hin.
      Gibt’s eigentlich Deos bei Aldi zu kaufen?

      ps. lieber jens, beachte die Verwendung des Wortes ‚lecker‘!

    3. weingrape Says:

      “Sorgen heben und nicht sorgen” – Dass sich hier niemand geäussert hat, dass „Heb Sorg“ nicht von „heben“, sondern von „halten“ kommt … – wundert mich doch sehr.

      [Anmerkung Admin: Das führt zur alten Frage, wie synonym eigentlich „heben“ und „halten“ sind im alemannischen Sprachraum (Schwabenland inclusive)]

    4. neuromat Says:

      @ Thomas

      Interessante Ernährungsgewohnheiten. Dass Besenkammern ihren Charme haben können ist ja durch Tennislegenden bekannt geworden. Ob es im Aldi ähnlich zugeht – ich weiss es nicht. Ich war noch nie dort.
      Waschen statt sprühen ist übrigens auch nicht schlecht 😉

    5. Thomas Says:

      ..tönt viel Schlimmer, als es ist. Ich benötigte tonnenweise solches Knabberzeugs für ne Party. Und da ich gehört habe, Aldi sei so toll und gut, wollte ich das halt mal ausprobieren. Mein Chipskonsum ansonsten ist bedenklich niedrig..
      Die Waschidee erhält übrigens meine volle Unterstützung. Gibt’s Seife im Aldi?

    6. Flaneur Says:

      @Thomas:

      Natürlich gibt’s im ALDI Seife und Deodorant.
      Mit Geld in der Tasche kann man alleine mit ALDI monatelang leben.

      Machst du deine Konsumentscheidungen eigentlich immer so vom jeweiligen Publikum in den Verkaufsstellen abhängig? 😉

    7. Rainer aus Krefeld Says:

      Vorige Woche war ich in der Schweiz und konnte vergleichen: ALDI-Konstanz mit ALDI-Frauenfeld. Ergebnis: Das Warenangebot ist annähernd identisch, die schweizer Preise sind (etwas) höher. Den Grundbedarf eines Haushaltes kann man mit ALDI-Produkten decken, hier wie dort.

      Übrigens: Letzten Dienstag habe ich meinen Arbeitsvertrag unterschrieben. Ich verlasse Deutschland und zügele in die Schweiz. Ab 5. November mache ich das Thurgau unsicher. Mütter, holt eure Töchter von den Strassen, ich bin unterwegs… 🙂

      Vielen Dank an die Blogwiese für unendlich viele Tipps zum Leben in der Eidgenossenschaft. Ich habe mich zwar nicht oft an den Diskussionen beteiligt, aber viel gelesen und viel gelernt.

      @ Jens-Rainer: Danke! Du ahnst gar nicht, wie sehr mir deine Blogwiese geholfen hat…

    8. chilldie Says:

      also eigentlich bezieht sich das „heb“ in „heb sorg“ auf das hochdeutsche haben! weder heben noch halten.

    9. Thomas Says:

      @Flaneur: war ja extra etwas provokativ geschrieben. Aber Grundsätzlich mache ich viele Entscheidungen vom Publikum abhängig. Wieso sollte ich mich auch irgendwo aufhalten wo’s mir nicht gefällt?

    10. Phipu Says:

      An Weingrape
      Es handelt sich ja hier um einen Reload. Um den gleichen dazugegebenen Senf nicht wiederkauen zu müssen, schreiben halt einige Kommentatoren nicht alles zweimal. Vielleicht findest du dein Glück im Original. Es geht dort ausserdem viel animierter zu und her als hier:
      http://www.blogwiese.ch/archives/65

    11. Flaneur Says:

      Thomas, durch die billigeren Preise wirst du ja quasi indirekt für den ALDI-Aufenthalt „bezahlt“ 😉

      Vielen Dank an die aufmerksamen Schiesshunde, die das mit dem „heb Sorg“ endlich einmal klargestellt haben – nicht, dass wir uns da sprachlich noch verheben. Dafür gäb‘ ich euch gern mal ein Migros Budget-Bier (kein billiges von ALDI) aus.

      In diesem Sinne:
      Grüssli vom Züricher See,

      Flaneur.

      [Anmerkung Admin: „Migros-Budget-Bier“? Wow, was für ein fantastischer Insider -Joke! 🙂 Hat das 0.1 oder doch 0.3% Alkohol?]

    12. Schnägge Says:

      Ich war noch nie bei Migros. Ehrlich nicht. 🙂
      https://www.migros-shop.de/desktopdefault.aspx/tabid-246/

      @neuromat: Ich habe gerüchteweise gehört, Migros habe schon nach Sachsen expandiert und sei dort im Computerbereich sehr erfolgreich? Migrosoft soll das da wohl heißen…

    13. Flaneur Says:

      Nur nach Sachen? 😉

      http://www.migros.com.tr/

    14. Phipu Says:

      An Schnägge

      Das hast du sicher nur falsch verstanden. Da war wohl Migros-Saft [Migrosaft] gemeint. Da ja Treibstoff bekanntlich „Most“ genant wird, war es sicher das hier: http://www.migrol.ch/default.asp?navig=85 .

      Oder sollte ich vielleicht doch etwas englischer denken, um auf die richtige Spur zu kommen? Wie zum Beispiel in meinem angegebenen Link, in der Auswahl links oben, wo es um einen „Hinterladen“ geht? Das „Hinterbüro“ gibt es schliesslich auch schon.

    15. DaniDo Says:

      Also meine Theorie wäre, dass heb Sorg mit „habe Sorge“ zu übersetzen ist. Weder heben noch halten!

    16. Schnägge Says:

      @Phipu: Kein Wunder, dass mein Rechner dauernd abstürzt, das liegt wohl an der Tunke von der Tanke! Wenn man da kein Back-Up hat (aufgebackene Brötchen vom Vortag beispielsweise) ist man aufgeschmissen. 🙂
      Aber nun sollte Jens wirklich mal dafür Sorge tragen, dass das mit dem heben aufgeklärt wird…

    17. Phipu Says:

      an Schnägge

      im Pre-Reload oder First-Load, also in der Originalausgabe bzw. Erstausgabe dieses Artikels (wie muss man dem wohl richtig sagen?) sind einige Kommentare dabei, die auf die richtige Spur zum Wort „Heb“ führen:

      http://www.blogwiese.ch/archives/65#comment-420

      http://www.blogwiese.ch/archives/679#comment-162953

      http://www.blogwiese.ch/archives/65#comment-8342

      Am treffendsten scheint mir Henriettes Aussage. Nach meiner Kenntnis kann man auch im Schwäbischen Formulierungen haben (Formuli-erige ha), die es verunmöglichen, die Verbformen von „halten“ und „haben“ auseinander zu halten (usenander z’ ha). Überhaupt ist deren Gebrauch in einem fliessenderen Übergang als auf Hochdeutsch. Das Verb „hebe“ (BE „häbe“) für „halten“ gibt es nämlich genauso wie das Verb „ha“ für „haben“.

      Die Vorsilben-Wörter* mit „-halten“ werden jedoch deutschähnlicher gesprchen, z.B: „Halt aa!“ = „Halt an!“ oder „bhalt’s nu“ = „behalte es nur“.

      Genau das Phänomen des Gleichsetzens zweier verschiedener Verb-Ursprünge sieht man hier im Imperativ. „Heb Sorg!“ = „hab Sorge“ (es heisst halt im Dialekt ganz einfach nicht „Sorg träge“ = „Sorge tragen“, sondern „Sorg ha“ = „Sorge haben“. Wobei den Singular- und Plural-Endungen grosse Beachtung zu schenken ist: „Sorge ha“ heisst nämlich ganz einfach auch „Sorgen haben“). Hier zwei Beispiele, die zeigen, wie der Unterschied verwischt wird: „Heb dich guet“ = „Halt dich gut (fest)“ – hier von „halten“ oder: „Heb en schöne Sunntig“ = „Hab einen schönen Sonntag“ – hier von „haben“.

      Man darf jedoch entgegen der willentlichen Irreführung im Titel die Infinitivform „hebe“, was wirklich „halten“ heisst, keinesfalls mit dem deutschen „heben“ verwechseln. Dafür gibt es das Verb „lupfe“ (BE: „lüpfe“). „Hochheben“ heisst also „uuflupfe“. Dies wäre eigentlich sogar dem Blogwiesen-Redaktor seit längerem bekannt! Siehe: http://www.blogwiese.ch/archives/142 und http://www.blogwiese.ch/archives/70

      Ist für dich das Mysterium nun aufgelöst, oder habe ich noch einen Aspekt vergessen? Es ist gar nicht so einfach, eine Sprache zu erklären, zu der man nie eine Grammatik gelernt hat.

      *Viele Ausnahmen gibt es dazu auf Berndeutsch, da gibt es „schtiu haa“ = „still halten“ für „anhalten“ also hier ohne Vorsilbe an-, aber auch „I ha der Hung nid möge bhaa“ = „ich mochte den Hund nicht zurückhalten“, was eigentlich auf eine „halten-“ also „häbe-“Verbform zurückzuführen wäre. Aber da sind wir eben wieder beim fliessenden Übergang von „halten“ und „haben“

    18. Phipu Says:

      Mir fällt hier noch eine kleine Bemerkung ein, die man besonders Leuten aus Duisburg [Düüsbuach] mitgeben muss. Es steht dort ein Link: „heb Sorg zur Natuir“ Das ist nicht etwa nach holländischer Regel als „Natüür“ auszusprechen, sondern alle Buchstaben werden gelesen, wie sie stehen. Andernfalls klingt es plötzlich nicht mehr nach Dialekt aus Obwalden sondern aus dem Wallis.

    19. Schnägge Says:

      Puh, ganz schön kompliziert…
      Nachzuhalten, äh, tragen wäre vielleicht noch, dass schwäbische Hundeheber, äh, halter ihre Hunde auch gelegentlich lupfen, weil sie Sorge heben, äh, haben, dass die Viecher auf der Straße unter die Räder kommen. Egal, ob die das mögen oder nicht. 😉

    20. Schweizer Says:

      Aldi-Süd auf der deutschen Seite erstattet tatsächlich die MwSt, allerdings nur 75%. Die verbleibenden 25% gehen für das Papiergedöns von Tax-Repay drauf. Ich wohne ca. 10 km von der Deutschen Grenze entfernt in der Schweiz und fuhr bis vor kurzem regelmässig über die Grenze zu Aldi (jawohl, ich bin Schweizer und oute mich als Aldi-Shopper!). Dann öffnete eine Schweizer Aldi-Filiale bei uns in der Nähe. Ich machte den Preisvergleich und stellte fest, dass der Preisunterschied bei unserem normalen Einkauf bei Aldi von 65€ zwischen 1-2€ ausfällt. Allen Schweizern, die immer noch über die Grenze zu Aldi fahren, unterstelle ich mangelnde Aufmerksamkeit im Primarschul-Matheunterricht. Rechnet man den Zusammenhang von Preisdifferenz, Zeitaufwand und Km-Geld (wer rechnen kann weiss, dass eine Autofahrt nicht nur aus Spritkosten besteht), sollte die Wahl nicht sehr schwer fallen.

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