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Sorge heben und nicht sorgen — Biotope durch Stangen schützen — Aldi Suisse

In der Schweiz sorgt man sich nicht, sondern man „hebt Sorge“.
„Heb Sorg zum Land“
„Heb sorg zum Material“
„heb sorg zue Dr“ oder „heb sorg zuädr“ (was kommt hier aus welchem Kanton?)
Heb Sorg zum alte Porzellan, heb sorg zum junge Glück. (Merke die Verschriftungsregel: „Grosse Sorgen“ werden gross geschrieben, „kleine sorgen“ eher klein)

Es wird viel Sorge gehoben in der Schweiz, die Deutschen tragen die Sorge lieber dumm rum, statt sie zu heben. Oder sie sorgen sich ganz einfach so.
Wir heben die Sorge auch dem Strom
In unserem Keller fanden wir dieses Schild, das uns daran erinnert „au em Strom“ Sorge zu heben. Heisst das „au“ hier nun „auf“ oder „auch„? Knifflig, knifflig, dieses Schweizerdeutsch. Wenn es vielleicht sowohl für „auch“ als auch für „auf“ steht, das „au„, was hiesse dann „auch auf„? Vielleicht „au au„? Es gibt noch viel zu lernen in diesem Land!

So auch zur Natur: „Heb Sorg zur Natuir“! (Quelle)

In Bülach wird dieses Motto sehr ernst genommen. Mitten in zentraler Lage, neben einer Kreuzung gelegen, wird seit vielen Jahren die Natur gepflegt.

  • Biotope mitten in Bülach
  • Damit den Tieren, die dieses wunderbare Refugium nutzen, kein Leid geschieht durch Boswichte (die in der Schweiz übrigens meistens „Nachtbuben“ heissen, weil sie meist in der Nacht unterwegs und männlich sind), ist das Gebiet weitläufig eingezäunt. Ein altes Holzhaus wird als Nistplatz für Fledermäuse und Vögel gleich mit eingezäunt.
    Biotope in der Stadt Bülach

    Hier sagen sich Fuchs und Hase gute Nacht. Kein Witz, ich habe schon ein paar Mal spät abends hier Füchse verschwinden sehen. Die „Stadtfüchse“ der Agglomeration Zürich sind gewiefte Gesellen. Sie haben sich perfekt an die Nähe des Menschen angepasst. In unserem ersten Jahr hier haben sie uns immer die Schuhe vom Gartensitzplatz weggeschleppt, bzw. den Käsekuchen vom Gartentisch weggefuttert. Seitdem wir einen Hund haben, hat das nachgelassen.

  • Hinweise für Zugvögel
  • Damit auch vorbeifliegende Wildvögel darauf aufmerksam werden, dass hier ein Biotop seit vielen Jahren liebevoll für sie abgesperrt gehalten wird, hat man grosse Stangen, die weit hinauf in den Himmel ragen, hier aufgestellt.
    Stangen für die Zugvögel

    Oder haben wir da etwas falsch verstanden?
    Stangen für die Zugvögel

    In Bülach neben dem Parkplatz vom Sonnenhof ging man sogar soweit, ein tiefes Loch zu buddeln, wahrscheinlich um einen Teich anzulegen. Das Loch wurde dann monatelang durch einen Zaun geschützt, dann wurde es wieder zugeschüttet. Was war passiert? „Rekurs“ wurde eingelegt, zu Deutsch „Rücklauf, Beschwerde“, ein Anwohner hatte sich beschwert, denn das ist der tatsächliche Grund für diese Stangen-Aufstellerei.

    Stangen für den Nachbarn

    Will jemand etwas bauen, muss er zunächst für alle Anwohner deutlich mit den Projektstangen zeigen, wo die späteren Eckpunkte und Giebelkanten seines Bauvorhabens liegen. Der Nachbar kann sich so messerscharf ausrechnen, ob er noch genug Sonne haben wird oder ihm die Aussicht auf Unterländer Landschaft im Nebel verbaut wird.

  • Schweizer Kampfrituale
  • Es schrieb uns der Blogwiese Leser Schenker zu den Projektstangen:

    Ähnliche, meistens vier solcher Masten aus Holz oder Aluminium wie der abgebildete Galgen stehen im Viereck aufgestellt auf offenen, meist grünen Wiesen. Diese werden zu besonders typischen Schweizer Kampfritualen gebraucht. Damit wird angezeigt, welches Territorium der Landwirtschaft aberobert werden soll, um es dem sich erfolgreich verbreitenden Wohnraum zuzuführen. Benachbarte Anwohner können dieses Projekt allerdings auch bekämpfen, falls ihre Lebensqualität beeinträchtigt würde.

  • Nichts geht mehr: Das Verbandseinspracherecht in der Schweiz.

  • Eine besondere Rolle bei vielen Bauvorhaben in der Schweiz spielt das „Verbandseinspracherecht“. So gelingt es dem Verkehrsclub Schweiz, kurz VCS, immer wieder, bei grossen Bauprojekten durch sein Einspracherecht die Entwicklung der Projekte zeitlich zu verzögern. Seit Jahren werden Versuche unternommen, dieses Einspracherecht einzudämmern oder ganz zu unterdrücken, bisher immer ohne Erfolg. Die Umweltverbände können nur dann eine „Umweltverträglichkeitsprüfung“ beantragen, wenn die verbaute Fläche über 5000 Quadratmeter beträgt.

  • Aldi jetzt auch in der Schweiz
  • So konnte es geschehen, dass die Deutsche Aldi-Kette ab dem 26.10.05 gleich an vier Orten in der Schweiz ihre Geschäfte eröffnet. Einsprache war nicht möglich, denn die bebauten Grundstücke benötigen nur 900 Quadratmeter (Tagesanzeiger vom 23.10.05).
    Aldi-Deutschland erstattet übrigens keine Mehrwertsteuer, wenn man die Waren beim Zoll als „Ausfuhr“ deklariert. Ob Aldi-Schweiz das einführen wird? Das fände ich klasse, denn dann könnten die Deutschen in die Schweiz zu Aldi fahren und sich bei der Ausreise die „Ausfuhr“ bestätigen lassen, und kämen so zu ca. 7 % billigeren Einkäufen. Die ganze Lebensmittelbranche der Schweiz starrt seit Monaten auf diese Aldi-Neuöffnung wie die Maus auf die Schlange.

  • Tabufrage „Waren Sie schon mal bei Aldi?“
  • Es gehört zum guten Ton in der Schweiz, diese Frage einem Schweizer nicht zu stellen. Sie kommt gleich nach den anderen Tabufragen:
    „Glauben Sie an Gott?“,
    „Wie viel verdienen Sie eigentlich?“
    und
    „Ist das Ihre Socke dort, die ich in der Waschküche gefunden habe?“

    Ich möchte anfangen, diese Statements zu sammeln. Wer mir nicht alles schon bestätigt hat, dass er noch nie bei Aldi war! Denn wer outet sich schon gern als Vaterlandsverräter?

    

    37 Responses to “Sorge heben und nicht sorgen — Biotope durch Stangen schützen — Aldi Suisse”

    1. krs Says:

      Ich! Ich! war schon beim Aldi! Oute mich hiermit!
      Nein, im Ernst: Ich glaube nicht, dass es eine Verleugnung ist, dass man noch nie im Aldi war. Nur, es waren tatsächlich noch nicht so viele Leute im Unterland im Aldi. Ich bin einer der eher wenigen… der dazu steht? Ich weiss es nicht, ich glaube es aber nicht. Jedenfalls würde ich keine Sekunde zögern, zu sagen, dass ich schon ein paar mal (!) im Aldi war.

      Zaun? Was zum Teufel ist denn ein Zaun? Ein koffeinfreier Kaffee, den es mal bei der Migros gab? Man erzählt sich übrigens die Anektote, dass der Hersteller von Kaffee Hag die Migros wegen Markenschutzverletzung verklagt haben soll, den die Migros gewann. Eines der Argumente der Migros soll vor Gericht so oder ähnlich gelautet haben: „“Zaun“ sagen in der Schweiz nur die „intelligenten Leute“ und ist mithin gut vom Produkt „Hag“ zu unterscheiden“

      Übrigens: Den Lidl besuchte ich… – halt, bevor ich mich weiter oute, sollte ich mir vielleicht überlegen, „meh sorg zhebe“

      😉

    2. Peter Stegemann Says:

      Seit wir in der Schweiz leben, gehen wir nur noch ganz selten zu Aldi. So viel Heimattreue muss sein! Oder war es deswegen, weil Lidl die Mwst erstattet und Aldi nicht? Kann auch sein :^)

    3. Alber Says:

      ich glaube dass hat mehr damitzu tun, dass sich einige Personen nicht getrauen zu sagen dass sie „billig-produkte“ verzehren.

      PS: Super Blog! Und ich würde mich über einen M-Budget -Prix garantie Vergleich freuen. Immer wieder amüsant

    4. Chris Says:

      Naja. Ein Deutscher trägt halt Sorge zur Umwelt. Und wir Schwyzer hebed zur Umwält Sorg. So einfach ist das…

      P.S. Oute mich hier auch als Migros-Boykottierer und Aldi-Einkäufer…

    5. Karsten Says:

      Meine Lebenspartnerin bekam einmal auf die verbotene Frage “Waren Sie schon mal bei Aldi?” die offensichlich schweizerische Standardantwort „beim Aldi kaufen wir nur Toilettenpapier“ als Antwort.
      Dies ist doch schon ein kleines Zugeständnis, auch wenn es sich nur um Toilettenpapier handelt, oder.
      Übrigens, ist an der gegebenen Antwort sehr viel wahres, denn durch meine berufliche Tätigkeit in der Immobilienbranche sehe ich täglich in Kellern und Böden (Estriche) haufenweis gehortetes Deutsches Toilettenpapier vom Aldi.
      Herrlich 😉

    6. Administrator Says:

      zu Alber,
      sowas hat Blogging-Tom in einem Blog-Beitrag gemacht, Du findest es hier:
      http://bloggingtom.ch/archives/2005/03/19/preisschock-bei-aldi/

      Gruss, Jens

    7. Godlike Says:

      Wozu mehr bezahlen, ab sofort gehe ich öfters zu ALDI, vorrausgesetzt die Lebensmittel unterstehen Schweizer Kontrolle, sprich Lebensmittelkontrolle.

    8. thorsten Says:

      „Heb Sorg“ heißt ganz einfach: trag Sorge zu.
      Ist also gar nicht so außergewöhnlich.

    9. markus Says:

      Also ich war noch nie bei Aldi. Ich hatte auch bis heute nie die Gelegenheit, wird sich vielleicht ändern. Muss mich erkundigen, wo der nächste in unserer Region eröffnet.

      Als Bauzeichner würde es mich interessieren: Werden in Deutschland (oder anderen Ländern) keine Baugespanne aufgestellt, wenn etwas neues gebaut wird?

    10. Administrator Says:

      Hi Markus,
      nein, das Wort „Baugespann“ gibt es in Deutschland nicht. Soll irgendwo gebaut werden, dann wird dazu ein „Flächennutzungsplan“ veröffentlicht, bei der Gemeinde oder in so einem netten Pavillon am Gelände. Dieser Plan wird von der politischen Instanz abgesegnet. Da steht genau drin, wie die Kanten und Linien verlaufen, welche Dachschräge erlaubt ist, bis hin zur Farbe der Ziegel, Geschossflächenzahl etc, damit ist der Architekt dann „ganz frei“, in diesem Rahmen zu bauen. Leider wurde viele Jahrzehnte lang in manchen Gegenden Deutschlands auch wild „zersiedelt“, ohne diese Pläne. Gruss, Jens

    11. ItaloRaver Says:

      ich war auch noch nie bei Aldi, kommt wohl daher das ich fast nie in Deutschland bin. So viel ich weis hat Migros auch schon in DE Einzug gehalten, das ist nun wohl der Gegenzug 😉

      Übrigens: bei mir stehen von Zeit zu Zeit mal so zwei Vögel vor der Tür, die mich Fragen ob ich an Gott glaube *g*

    12. Administrator Says:

      ItaloRaver
      Frage sie zurück, wieviel sie verdienen und ob sie bei Aldi einkaufen.
      Gruss, Jens

    13. göpf Says:

      „heb au em strom sorg“:
      wie thorsten richtig bemerkt, heisst dies nicht anderes als: „trage auch dem strom sorge“. „auf“ ist in diesem zusammenhang völlig abwegig. em ist kurzform von „dem“, also dativ! trage sorge auf den strom würde einen akkusativ erfordern. der satz hiesse auf schweizerdeutsch dann etwa „heb sorg uf de strom“. in kombination mit „auch“ hiesse es folglich „heb au uf de strom sorg“. „au au“ sagst du höchstens im falle eines stromschlages 😉
      gar nicht knifflig sondern einfachste grammatik…
      gruss, göpf

    14. Administrator Says:

      Hi göpf,
      vielen Dank für die Aua-Erklärung! Dass „auf“ zu „uff“ wird, hatte ich mir schon gedacht, aber jetzt ist alles klar, was diesen Satz angeht.
      gruss, Jens

    15. reidan Says:

      Wir besuchen regelmässig Aldi und Lidl in Waldshut-Tiengen. Es lohnt sich.
      In meinem Laestermaul-Blog habe ich der Blogwiese einen Artikel mit Buchtipp gewidmet.

    16. Oliver Says:

      Aldi 4 ever , wird hoechste Zeit das die da sind. Werde dort einkaufen sooft wie nur moeglich.

      Denn dieses bescheuerte Regale taetscheln geht mir maechtig auf den Senkel … und fuer die vielen Leute die da Dosen mit dem Lineal ausrichten soll ich zahlen ? no way.
      bei Aldi gehts praktisch zu – palette rein und aus die maus, gut so.

      wenn migros oder coop supervorbildlich waeren im umgang mit ihren angestellten, ok, dann wuerd ichs ueberlegen. doch an der laune der mitarbeiter merkt man das es typische tyrannenfirmen sind.
      blooosss nicht gute laune haben – das gaht noed, noet schwaetze mitenand – was denkt der kund vo eu ?? des is unserioes, noed luut lache.
      ok ok… schon gut, bin immer froh wenn ich wieder draussen bin.

      und die preise so kuenstlich hoch geballert wegen der dreisprachigkeit und alle produkte muessen neu beschriftet werden… auch so schafft man arbeitsplaetze.

      uebrigens… ich glaub ein teil der migrosprodukte werden in BRD hergestellt…tja, da sag ich nuescht mehr zu…

      @ italoraver
      ein tipp der sicher funktioniert: wenn die jesusfreaks einen zulabbern wollen, einfach ganz relaxt fragen: „wie willst du es? mit oder ohne Kondom? gleich jetzt oder mit vorspiel?“ die werden ganz gruen im gesicht…hehehe… und dein name kommt auf die schwarze liste. 🙂

    17. ichbins Says:

      Also ich würde „Heb der sorg“ oder „heb sorg“ sagen… 😉

    18. Andreas Says:

      VCS. Eine schweizer Spezialität. Man stelle sich vor, der ADAC würde darum kämpfen, dass möglichst wenig Parkplätze gebaut werden. Für mich ist das ein echtes Paradoxon.

    19. eggestei Says:

      Als das Pendant zum ADAC würde ich aber eher den TCS oder den ACS ansehen, der VCS ist eine andere Kategorie, lautet ja auch Verkehrsclub (womit der Verkehr als ganzes gemeint ist) und hat andere Ziele.

    20. Administrator Says:

      Eggestei, da muss ich Dir zustimmen. Auch in Deutschland gibt es den mächtigen ADAC und den kleinen alternativen VCD = Verkehrsclub Deutschland, der die gleichen Versicherungen und Leistungen wie der ADAC anbietet, jedoch eine ganz gegensätzliche Verkehrspolitik weg vom Auto und hin zum Ausbau des Nahverkehrs propagiert.
      Gruss, Jens

    21. viking Says:

      Das mit dem Aldi Tabu kann in der Grenznahen Region nicht mehr ganz so stimmen, da ja Montags und Donnerstags bei Aldi ganze Dorftreffen stattfinden -> Beispiel: Aldi Hohentengen wurde m.E. nur für die Schweizer gebaut mit Duldung der wenigen Deutschen die da auch noch einkaufen 😉 („Man sieht sich bei Aldi“ oder „Wenn du fährst, bringst du mir das und das noch mit“).
      „Ich war noch nie bei Aldi“ glaubt man hier nur noch Leuten die mindestens 20km von der Grenze wegwohnen bzw. Gewerbetreibende, die aus Prinzip nicht zu Aldi gehen (ausser Toilettenpapier kaufen) um die Schweizer Wirtschaft nicht zu schwächen, aber keine Skrupel haben, ihre Produkte den deutschen Pendlern anzudrehen.

    22. HaegarCH Says:

      Also in den Aldi Waldshut gehe ich nicht mehr, seit ich mir die Kühlregale näher angeschaut habe und gesehen habe, wie der Boden aussieht, wenn sie ein Gestell wegschieben.
      In der Schweiz war ein einmal im Aldi. In DE gehe ich lieber in die Familia.
      Aber auch dort kaufen wir nur Waren ein, die es in der Schweiz nicht gibt, oder wirklich massiv günstiger sind (Aohol).
      Spannend ist, dass die Deutschen in die Schweiz kommen, um Möbel, Kaffee und Teigwaren zu kaufen. Der Grund? Die Teigwaren und der Kaffee sind Qualitativ einiges besser, wurde mir gesagt. Die Möbel bei IKEA (ein deutscher Volkssport wurde mir gesagt) sind in der Schweiz massiv billiger. Preisvergleich: Wenn in der IKEA DE etwas mit 20 EUR angeschrieben ist, so steht in der Schweizer IKEA das selbe Produkt mit einem Preisschild auf dem CHF 20.– steht.
      Da der Euro nun so teuer ist, gehe ich jetzt noch mehr in der Schweiz einkaufen. Insbesondere da ja WT sehr teuer ist. Fahrt mal 80 km weiter, da werden die Waren gleich massiv günstiger.

    23. Peter Gloor Says:

      Heb-em Strom Sorg ?
      Wir sollen Strom sparen? Der Energiewirtschaft geht es doch nur um den Mehrumsatz und das Wachstum – sprich Profit. Wie sonst kommt es dann, dass Grossbezüger Rabatte erhalten? Irgendwas ist hier ziemlich verlogen und schizophren…
      Der Kleber kommt nämlich nicht von einer Umweltschutzbehörde, sondern von der Elektrizitätsindustrie.

    24. Peter Gloor Says:

      Andreas
      Versteh‘ ich jetzt nicht. Den VCS kann man nicht mit dem ADAC vergleichen. Dieser letztere engagiert sich für die Autofahrer und die Förderung des Strassenbaus. Sein Schweizer Pendant wären der TCS und ACS.
      Der VCS kämpft für nachhaltigen und vernünftigen Verkehr und den Umwelt-, Radfahrer- und Fussgängerschutz. Sein deutsches Pendant heisst:
      VCD.

    25. Louis Says:

      VCS – die Verkehrs-Sekte. Was heute mittels des Verbandsbeschwerderechts alles angefochten wird ist, auf einen gemeinsamen Nenner gebracht, eine grosse Frechheit! Da können einige Alternative, denen es gelungen ist, einen Haufen Mitläufer um sich zu scharen, einer grossen Mehrheit der Konsumenten vorschreiben, wo sie einzukaufen haben. Wo bleibt da das Privateigentum?! Und wieviele Arbeitsplätze können durch die Verhinderung nicht geschaffen werden? Es liegen wegen des VCS Milliarden Franken für Bauprojekte auf Eis. Haben wir nicht genug Arbeitslose?!! Ich schlage vor, jedem VCSler eine Schranke mit Münzautomat für 5-liber vor die Wohnungstür zu stellen, um 1. die Umweltschäden für das verbrauchte Wasser zu decken und 2. einen Beitrag in einen noch zu gründenden Sozialfonds für Arbeislose zu leisten. Je nach Anzahl verhinderter Projekte könnte der Wohnungseintritt erhöht werden. – Bin ich da jemandem auf die Zehen getreten? Wohl nur wenigen.
      Aldi Suisse. Während unserer letztjährigen Ferien im schönen Erzgebirge kauften wir in einigen Discount-Läden, Aldi und wie die alle heisssen, ein. Wenn ich dort das Sortiment und die Darbietung der Waren mit einem MIGROS oder Coop vergleiche, habe ich überhaupt keinen Bock, mein Joghurt oder Coca-Cola usw. ein paar Rappen billiger einzukaufen, und gehe lieber anderswo hin. Andrerseits sind solche Märkte Preisdrücker für die anderen Läden, und das ist in den letzten Monaten durch die vielen Aktionen, z.B. im MIGROS, zum Ausdruck gekommen. Wir Schweizer Konsumenten danken’s.

    26. Henriette Says:

      Gemäss meinem Sprachgefühl hat ‚heb‘ im Satz „Heb au em Strom Sorg“ nichts mit ‚Heben‘ zu tun, sondern ist der Imperativ von haben. ‚Sorg ha‘ bedeutet demnach Sorge tragen, ‚heb Geduld‘, habe Geduld. Das ‚au‘ (auch) bedeutet, dass man mit dem Strom wie mit andern Ressourcen ’sorgsam‘ umgehen soll, dies beinhaltet ja gleichzeitig ’sorgfältig‘ und ’sparsam‘.

    27. Chrigel Says:

      vcs… verhinderungs club der schweiz

    28. Aldi ist doof Says:

      Also ich war ja jetzt auch mal beim Aldi in Winterthur (jetzt neu).
      Dreimal gleichzeitig, das Erste, das Einzige und das Letzte Mal…

      Kritikpunkt 1: Das Angebot ist mehr als dürftig
      Kritikpunkt 2: Die Verkäufer(innen) haben keine Ahnung was sie eigentlich verkaufen… Zusätzlich wissen sie nicht, was man wohl wo finden könnte… ist ja auch alles völlig komisch im Laden verteilt
      Kritikpunkt 3: Die ganze Kritik unter punkt 2 ist völlig irrelevant… Es ist sowieso niemand in der Lage in einigermassen verständlichem Deutsch zu kommunizieren…

      Auch so kann man dafür sorgen, dass der Umsatz von Migros und Coop ständig steigt….

      Migros und Coop for president, Aldi for Monica Lewinsky (it just sucks) 🙂

      Cheers

      Ein Aldi-Hasser

    29. flo-ma->bs Says:

      hab september unibedingt 2 monate in zh gelebt besser gesagt im schwammendingen und mich derzeit nur aus migros und coop ernährt. und wenn ich ehrlich bin, hab ich gekotzt, als ich wieder in „meinem“ aldi in s6 stand, ja fast geheult. ich kam mir vor als wär ich in nem supermarkt irgendwo im hinterostblock. außerdem keine körbe! ich liebe körbe zum einkaufen. und irgendwie wars bei migros und coop auch erheblich unstressiger. in ruhe taschen und rucksack befüllen und nicht böse blicke von der verkäuferin und den kunden hinter mir, weil ich nicht schnell genug die waren in den wagen schmeissen kann.
      und es ist nicht zu vergessen, das aldi und in besonderen lidl ziemlich krass in die schlagzeilen gekommen ist, weil sie ihre mitarbeiter behandeln wie tiere in einem schlachthof. dann doch lieber gezirkelte dosen bei migros.
      und was mich in deutschland WIRKLICH ANKOTZT SIND MANGOYOGHURTS MIT VANILLE ODER IRGEND EINER ANDERE SCHEISSE! WARUM GIBTS NUR IN DER SCHWEIZ REINE MANGOYOGHURTS? AHAHAHA EIN GRUND AUSZUWANDERN! *lach*
      ein bald-in basel lebender

    30. awo Says:

      Tatsache ist aber, dass Aldi in der Schweiz erfolgreich gestartet ist und auch Migros und Coop das spüren, obwohl Aldi sich gar nicht als direkte Konkurenz sieht! Aldi will gar nicht das Sortiment anbieten wie Coop und Migros! Denn wenn sie es wollten, würden sie es tun! Vielleicht sollte man auch bedenken, dass es Familien gibt die auf niedrige Lebensmittelpreise angewiesen sind! Die haben nun die Wahl! Denn dass M und Coop zu teuer sind beweist ja allein der Preisrutsch den Aldi schon zwei Jahre vor seinem Erscheinen ausgelöst hat! Wenn man Aldi in D betrachtet, so kann man dort einen gewissen Teil seines Konsumbedarfs abdecken und den Rest in anderen Supermärkten die dem Standart der beiden Schweizer Grossverteiler standhalten. Im Angebot sogar noch übertreffen! Ich habe einige Jahre in Lindau gewohnt und Lidl, Penny und Aldi waren und sind auch heute noch voll mit Österreichern und Schweizern! Der Aldi in Mels (CH) ist voll von Leuten, die es nie zugeben würden dort hin zu gehen. Ich erinnere mich als in Deutschland der amerikanische Wal Mart Einzug gehalten hat. Ich kenne niemanden, der sich daran gestört hätte! Konkurrenz belebt das Geschäft! Schweizer fühlen bei einem ausländischen Anbieter sofort ihr Ehre angestachelt und sagen: Was können denn die was unsere geliebten Migros und Coop nicht auch könten! Man sollte die Sache vielleicht positiv sehen.Vielleicht haben die Aldi Filialen in der Schweiz einige Leute dazu bewegt, nicht mehr nach D zu fahren und das Geld im Land zu lassen! Denn wir können die ganze fragwürdige Globalisierung nicht aufhalten, die die Milch tagelang auf der Autobahn schüttelt und den eigenen Bauern in D wie auch in der CH die Milch sauer werden lässt! Nur mit unserem Kaufverhalten entscheiden wir am Markt!

    31. Gizmo Says:

      Hallo Markus,

      nein baugespanne gibt es nicht in Deutschland. Macht aber nichts, denn was geht und was nicht bestimmt dort die gemeinde. Ich hab mal ein Haus gebaut in Deutschland und als ich mich danndamit befasst habe wie das funktioniert war ich heilfroh zu erfahren das der zuständiege bauamtsleiter oder wie auch immer der hiess sagte: is mir wurscht was sie da bauen und wie, solange es kein Hochhaus wird…

      Das geht aber auch ganz anders: teilweise wird sogar vorgeschrieben in welche richtung der giebel zu zeigen hat. Begründung: damit es ein einheitliches Luftbild ergibt! Hab mich natürlich gleich gefragt was denn schlimmes passiert wenn das nicht so ist, fangen dann die Zugvögel an zu kotzen wenn die optik von oben nicht astrein ausgerichtet erscheint? Keine Ahnung. In Norddeutschland z.B. wirst Du so gut wie niemals Holzhäuser vorfinden denn die stören das Gesamtbild der jeweiligen Gemeinde. Hier ist man wohl sehr um die Gesundheit der Gemeindebewohner besorgt. Man befürchtet das der Anblick eines Holzhauses inmitten von vielen Klinkerbauten beim betrachter einen schweren Augenkatarrh auslöst oder gar noch schlimmer zur sofortigen völligen Erblindung führt. Da man aber bereits seit langem erkannt hat das die ärztedichte in ländlichen gegegenden abnehmen wird hat man frühzeitig verhindert das solche schweren schäden der einwohner hervorgerufen durch nicht einheitliche dachwinkel, dachkonstruktionen oder fenster (mit oder ohne sprossen) oder schlimmer noch unterschiedliche farben selbiger einfach zu vermieden sind. das muss man sich mal vorstellen, dann müsste man ja die so verunfallten auch noch den rest ihres lebens auf kosten der gemeinschaft bis an deren lebensende durchfüttern. diese gelder aber werden sehr viel dringender gebraucht um landtagsabgeordnete, gemeinderäte etc. die mal ein oder zwei jahre dienst geleistet haben eine lebenslange rente zu zahlen.

      ein böser schelm wer bei solchen massnahmen daran denkt das es nur um willkür oder ausübung von macht geht… und überhaupt wo kämen wir denn da hin wenn jeder macht was er will.

      geht natürlich auch anders und ich war einigermassen erstaunt aber auch erfreut das ich meinen dachwinkel frei wählen durfte, farbe und form der fenster und des daches, usw.

    32. Gizmo Says:

      Hallo Oliver, ich hoffe Dich nicht enttäuschen zu müssen, aber informier dich mal was Aldi so mit seinen Angestellten (und Zulieferern) macht. Wenn Du es rausgefunden hast ist Dir sicher niemand böse wenn Du anschliessend wieder zum COOP einkaufen gehst.

    33. Gizmo Says:

      Hallo Awo.. was willst Du denn ist doch total sinnvoll Butter aus irland nach bayern zu fahren. schliesslich haben die Bayern keine mehr denn die milch von glücklichen Kühen ist ja bereits mit dem Laster nach Norddeutschland unterwegs. Da freu ich mich auch immer wenn dann auf dem Laster vor mir steht das ja die Ragale im Laden leer wären wenn es nicht so viel Tolle LKWs gäbe die dafür sorgen das die hanseaten nicht nur schödes Holsten (bier) trinken können sondern auch immer genug Warsteiner und Veltins im Regal haben.
      So sorgen die hanseaten dafür das der polnische lasterfahrer sein auskommen hat, der französische arbeiter bei michelin der dei reifen für den laster zusammenklebt auch frische spanische tomaten seinen kindern servieren kann, usw. cooles system, wirklich, und sorgt auch dafür das die schweizer demnächst nicht mehr so oft (go) skifahren gehen können… is aber alles nicht so schlimm, denn passiert alles mit volkes wille und so ein politiker braucht ja nicht weiter als 4 jahre zu denken, denn dank grosszügiger gesetzgebung die er selber gemacht hat sorgt er dafür das er dann schon für immer eine rente bekommt die ihm sein auskommen sichert… da muss niemand in 20jahres oder gar längeren zeiträumen denken und verantwortung dafür übernehmen was wir unseren kindern übergeben…

    34. flo-m Says:

      ich wohne direkt an der Grenze zu Österreich aber nur selten kaufe ich auch dort auch ein. Aber vor allem Artikel wie (hochprozentiger) Alkoho, etwas im Hornbach oder ein Zvieri. Aber die Läden wie Aldi (oder „Hofer“ in Österreich) mag ich nicht so, da sie eher dreckig und kundenunfreundlich eingerichtet sind.
      Also in Österreich kann es sein, dass ich in den Aldi gehe, aber obwohl es im Nachbarstädtchen (CH) auch einen Aldi hat, werde ich dort nicht hingehen, da ich diese deutsche Billigkonkurrenz nicht mag, die nur alles nach unten drückt und so sicher schlussendlich auch die Löhne/ Anzahl Arbeitsplätze der Schweizer Konkurrenz.

    35. Barbarella Says:

      Hups!
      Ich sollte wohl an diesre Stelle NICHT schreiben, dass ich meinen schweizerischen Freund schon zu ALDI geschleppt habe..
      Vielleicht rettet es seine Ehre, wenn ich einfach behaupte, er hätte draußen vor der Tür gewartet.. 😉

    36. Taloa Says:

      heb von haben xD heb sorg=sorge haben^^ heb au sorg zum strom = habe auch (au) zum strom sorge^^ gaaaanz einfach^^

    37. Stereotypdeutscher Says:

      Hallo Oliver, ich hoffe Dich nicht enttäuschen zu müssen, aber informier dich mal was Aldi so mit seinen Angestellten (und Zulieferern) macht. Wenn Du es rausgefunden hast ist Dir sicher niemand böse wenn Du anschliessend wieder zum COOP einkaufen gehst.

      Lass mich raten, sie werden an den Tisch gefesselt und ausgepeitscht. 😀

      Das Aldi zu Lieferanten sehr restriktiv ist, kann man als bekannt voraussetzen. Die Mitarbeiter arbeiten doch hoffentlich freiwillig dort und sind keine deutschen Arbeitssklaven aus dem Osten. 🙂

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