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Was treiben die nur beim Militär? Die Geheimnisse der Schweizer Rekrutenausbildung

  • Wozu dienen diese Pfähle?
  • Unweit der „Panzerpiste“ in der Nähe der Kaserne von Kloten steht diese Reihe Holzpfähle auf einer Wiese. Ich fuhr täglich daran vorbei und fragte mich stets: Wozu dienen diese Pfähle?
    Sind das Marterpfähle?

    Fahnenstangen können es nicht sein, dazu fehlen die Rollen und die Schnur zum Hochziehen einer Fahne. Sind sie vielleicht zum Hochklettern gedacht? Nein ich bitte Sie, die Dinger sind aus Holz, da würde man doch Splitter in die Finger bekommen. Wahrscheinlich sind es Marterpfähle, an denen man sich in den diversen Techniken der Feindbefragung à la Winnetou (bekannter Deutscher Indianer) üben kann.

  • Der Galgen auf der Wiese
  • Ein Stück weiter, mitten auf der berühmten „hundefreien“ Wiese findet sich dieser Galgen:
    Galgen auf der Hundewiese
    Wozu dient dieser Galgen? Er scheint mir viel zu schwach, um einen vollausgewachsenen Rekruten tragen zu können. Wird da vielleicht ein Strohsack dran gehängt, auf den die Rekruten dann mit aufgepflanzten Bajonett zulaufen und zustechen üben müssen, wie wir das von „Asterix als Legionär“ her kennen?

  • Haus ohne Dach
  • Zumindest bei diesen Gebäuden erkennen wir schnell den Sinn der Übung: Hier wird sicherlich das ordentliche Dachdecken geübt. Denn so ganz ohne Dach, das kann ja nicht angehen.
    Dachdecken üben

  • Haus mit Dach, aber ohne Fenster
  • Beim vielen Gebäuden auf diesem Übungsgelände gibt es zwar ein perfektes Dach und perfekte Wände, allein, es wurden die Fenster vergessen! Wie einst in Schilda muss hier wohl das Licht in Fässern und Eimern ins Haus getragen werden?
    Haus ohne Fenster

  • Es geht ein Draht nach nirgendwo
  • Eine weitere Stelle auf der Wiese wirft Fragen über Fragen auf: Warum stehen hier zwei einsame Pfähle mit Drähten, die nirgendwo hinführen und nirgendwo herkommen? Wer will hier mit wem über die extrem kurze Distanz telefonieren?
    Telefon von nirgenwo nach irgendwo

  • Die Lösung des Geheimnisses vom Holzpfahl
  • Dabei ist das der Schlüssel zum Geheimnis der „Marterpfähle“. Die sind nämlich nicht zum Training von Verhörmethoden gedacht, sondern tatsächlich müssen Rekruten dort hochklettern, und zwar mit Steigeisen. Das funktioniert prima bei Holzpfählen. Und oben angekommen, werden dann Isolatoren angebracht und Drähte gezogen. Wozu? Natürlich zum Telefonieren, denn funktionstüchtige Kommunikation ist das A und O im Ernstfall. Da werden dann auch schon mal ein paar Kilometer Draht durch die Gegend verbaut.

    Warum man die nicht einfach auf den Boden legt, bleibt mir unerklärlich. Vielleicht weil da die Panzer drüberfahren würden und alles in den Ketten hängen bleibt? Auch gibt es doch schon lange so etwas wie Funk, sogar Mobiltelefon, habe ich mir sagen lassen. Aber das ist alles neumodischer Kram und kann leicht sabotiert werden durch den Feind. Hingegen solche Masten mit Drähten oben dran, da kommt bestimmt niemand auf die Idee, auf sowas zu schiessen.

    Nur zum Beweis, dass es auch moderne Kommunikation in der Gegend vom Militär gibt, hier ein Foto vom grossen Mobilfunkmast gleich nebendran:
    Funkantenne beim Flughafen
    Ob die Soldaten an dem Teil auch üben müssen, wie man ihn schnell und effizient sprengen könnte? So wie bei den Eisenbahnschienen?

    Die Gegend steckt noch voller weiterer Geheimnisse. Eigentlich ist hier ja jede Zufahrt verboten, Jogger und Radfahrer werden nur ausserhalb der Manöverzeiten toleriert.
    Hier wird sogar den Panzern erlaubt, einen normalen Weg zu benutzen.
    Schützenpanzer gestattet
    Auf anderen Strassen dürfen sie sonst nicht fahren?

    Es gibt auch noch so merkwürdige Grashügel, mitten in der Wiese:
    Ein Grashügel in der Wiese
    der sich bei genauem Hinsehen als geheimer Bunker entpuppt:
    Bunker Eingang
    Oder ist es doch nur eine gefasste Quelle? Die Tarnung ist jedenfalls perfekt.

  • Münchener mitten im Unterland:
  • Gut getarnt sind auch diese Bayern aus München, die sich mit ihrem Bus mitten im Zürcher Unterland verfahren zu haben scheinen. Vor lauter Freude über die Schweiz haben Sie neben das M ihres Autokennzeichens auch noch ein Schweizerkreuz gemalt:
    Der Bus aus München

    

    18 Responses to “Was treiben die nur beim Militär? Die Geheimnisse der Schweizer Rekrutenausbildung”

    1. Uem Gfr Says:

      Ein Draht geht nach nirgendwo

      Lieber Herr Wiese
      Das ist eine Agentenfalle! Wenn ein feindlicher Agent versuchen sollte, diese „Telefonleitungen“ abzuhören, fällt er tot um. Und zwar nicht vor Schreck, sondern wegen einem Stromschlag von 1500 Volt. Die auf dem Bild zu sehenden Stangen wären, wenn sie angeschlossen wären, Teil des Stromnetzes (erkennbar an den versetzten Isolatoren; Telefonleitungen haben paarweise Isolatoren auf gleicher Höhe; ausserdem ist noch die rote Warnmarkierung am unteren Ende zu sehen). Wenn Sie noch weitere Informationen wünschen, bin ich gegen eine pekuniäre Entrichtung gerne dazu bereit. Zeit und Ort werde ich Ihnen bekanntgeben. Seien Sie vorsichtig! Trauen Sie niemandem! Es sind schon viele Agenten in der Schweiz spurlos verschwunden…

    2. Oliver Says:

      ja genau… du erforscht die rätsel dieser Welt 🙂
      ein weiteres das der Erforschung bedarf: dieser sagenhafte Stolz auf ihre Gewehre zuhause. Und dann „oh wunder“ all die Morde und Suizide fast täglich in der Zeitung. Und das in diesem so reifen und friedlichen Ländle ? ts ts ts… ob da nicht ein Irrtum vorliegt.

      Manchesmal denk ich mir bei besonders grimmigen Gesichtern (die sind irgendwie ziemlich häufig) oder bei ausrastenden – fast Amok laufenden – Konfliktsituationen (schweizer gegen schweizer):“huch… können die nicht mit 4 gramm Würde und Intelligenz den banalen Konflikt lösen (parkplatz oder kassengedrängel etc), öha… und jeder hat ne Knarre zuhause. DAS ist aber nun wirklich gefährlich….“

      Und jetzt wegen der Vogelgrippe… alle die haben ne Knarre zuhause… was werden die damit machen in ihrem Bunker ? Oder draussen ? Wenn einer zulaut hustet, was dann? …. mir schwant übles, ich trau den ach artigen irgendwie nicht so über den Weg…

    3. Philipp F. Says:

      Es gibt auch Bunker und Bunkereingänge getarnt als Wohnhäuser, Villen, Ställe und Schuppen erbaut zum blossen Schein. Zu Hunderten sind getarnte Bunker in der ganzen Schweiz verteilt. Im lokalen Baustil der jeweiligen Region gestaltet, erscheinen die Bunker auf den ersten Blick perfekt getarnt.

      „falsche Chalets“ -> http://ch.altavista.com/web/results?itag=ody&q=falsche+chalets+site%3Ach&kgs=1&kls=1

    4. gebsn Says:

      Ja, das Schweizer Militär, da gibt’s Geschichten zu erzählen! Aus der Lektüre von „Neue Vahr Süd“ von Sven Regener habe ich aber mitgenommen, dass es in der deutschen Armee ziemlich ähnlich zu und her geht.

      Die Kommunikation in der Armee ist in der Tat ein Problem. Heute geht alles nur noch unverschlüsselt über Natel, die „Telefönler“ legen ihre Leitungen nur noch pro forma. Die Funkgeräte sind entweder die veralteten und leistungsschwachen Dinger, die die Amis der Legende nach bereits im Koreakrieg einsetzten, oder die neuen, verschlüsselten, die man zuerst eine halbe Stunde lang mühsam synchronisieren muss (das führte zu lustigen Kaffekränzchen am frühen Morgen).

      @Oliver
      Das StGw 90 (Sturmgewehr) wird natürlich gegen die vogelgrippeverdächtigen Zugvögel eingesetzt 🙂 Im Ernst, es passiert erstaunlich wenig, wenn man bedenkt, wie viele Waffen bei Herr Schweizer irgendwo rumliegen.

    5. Peter Says:

      Jens, Du alter Pazifist, gibt es denn da kein Fotografierverbot? Das ist kaum zu glauben. Falls Du in die „Agentenfalle“ gerätst, sorgen wir (mit) für Frau und Kind und Hund und Katze. Gruß Peter

    6. Administrator Says:

      Eine nette Leserin sagte mir heute in einer Email die Wahrheit über den Galgen auf der Robber-Wiese:

      „zu Ihrer Information: der Galgen auf dem Militärgelände steht für die Raubvögel und dient ihnen zum sich an der Sonne aufwärmen und Ausschau nach Beute zu halten.“

      Wieder ein Geheimnis gelüftet! Vielen Dank für diese Information
      Gruss, Jens Wiese

    7. Neues Seetaler Weblog Says:

      Falsche Chalets

      Die Tour de Suisse bietet nicht nur sportliche Höhepunkte. Jeden Tag werden Dörfer, Burgen, Schlösser oder historische Gebäude gezeigt. In der heutigen Etappe wurden sogar die streng geheimen "Falschen Chalets" der Schweizer Armee gezeigt…

    8. Mikki Studer Says:

      Zur Schweizer Armee hat wohl jeder was Kurioses beizutragen.
      Das Hauptproblem der Schweizer Armee liegt darin, dass sie eigentlich richtig Krieg spielen soll (die Schweizer nehmen ja das enorm wichtig), aber dennoch wie alle anderen die scharfen (um nicht zu sagen pingeligen) Schweizer Gesetze befolgen muss!
      Das führt dann zu folgenden Situationen:
      – Schweizer Militärfahrzeuge sind bis auf wenige Ausnahmen mit Katalysatoren ausgerüstet (soviel ich weiss als einzige Armee)
      – Militärlastwagen oder Panzer müssen z.T. Ortschaften umfahren, damit die Lärmbelastung nicht zu hoch ist
      – Schweizer Waffenplätze müssen als „Ersatz“ mit Biotopen und Magerwiesen versetzt sein
      – Die Artillerie darf aus Naturschutzgebieten herausschiessen (aber natürlich nicht hinein) unter der Bedingung, dass dafür gegrabene Löcher wieder zugeschüttet werden und ein Abfallsammeltrupp gestellt wird
      – In jeder Kaserne ist Abfalltrennung natürlich vorgeschrieben
      usw.

    9. Oliver Says:

      @ gebsn
      DAS ist natürlich die gute Idee 🙂 -> die Vögel alle abballern, jetzt bin ich ja beruhigt 🙂

      das mit den getarnten chalets und bauernhöfen hab ich auch mal fotos gesehen… das hat mich so an modelleisenbahn erinnert: wir spielen ein bisschen verteidigung. Als hätten Invasoren die häuser nicht lange im voraus markiert und gleich als ersten platt gemacht – inkl. das ganze dorf drum rum. Ideen gibts da kratzt man sich doch das hirn wund 🙂

    10. BD Says:

      Zur behauptung mit den Katalysatoren: Stimmt leider nicht so ganz, die meisten Panzerfahrzeuge stinken munter vor sich hin

      Panzer dürfen tatsächlich nicht einfach so auf die Strassen – eigentlich einleuchtend, wenn man bedenkt dass danach der Strassenbelag meist kaputt ist 🙂
      Das gelbe Schild ist ein Verbotsschild – Schwarz/gelb steht für „gilt nur für’s Militär“

      @Oliver: wenn man bedenkt dass jeder ~5. Schweizer eine Flinte (milit. Slang für Sturmgewehr) zuhause hat passiert im Vergleich zu anderen westlichen Ländern doch sehr wenig

    11. Phipu Says:

      Zum Galgen:

      ähnliche, meistens vier solcher Masten aus Holz oder Aluminium wie der abgebildete Galgen stehen im Viereck aufgestellt auf offenen, meist grünen Wiesen. Diese werden zu besonders typischen Schweizer Kampfritualen gebraucht. Damit wird angezeigt, welches Territorium der Landwirtschaft ab-erobert werden soll, um es dem sich erfolgreich verbreitenden Wohnraum zuzuführen. Benachbarte Anwohner können dieses Projekt allerdings auch bekämpfen, falls ihre Lebensqualität beeinträchtigt würde.

      Jedenfalls musste ich meinem bayrischen „Spezl“ (Kollege/Freund) erklären, was die sollen. Deshalb nehme ich an, ich kann einigen deutschen Lesern ein Fragezeichen zu einem Ausrufzeichen biegen. Kokret meine ich die Masten, die die Aussendimensionen eines neu zu erstellenden Gebäudes anzeigen. Die nennen wir Profilmasten (Jemand aus der Baubranche könnte das sicher besser erklären). Benachbarte Anwohner können sich also eine Zeilang vorstellen, wieviel weniger Aussicht oder wieviel mehr Schatten ihnen das neue Gebäude bringen wird. Gut begründete Einsprachen gegen den neuen Bau können vor Gericht zu Verzögerungen oder zum Abbruch des Bauvorhabens führen.

      Übrigens schaute ich genauso verwundert, als ich in Bayern grosse Gebiete mit vielen Pfählen und Drähten bedeckt sah, die eher dem obersten Bild glichen. Offensichtlich hatten diese Installationen nichts mit Elektrizität zu tun. Des Rätsels Lösung war eine Hopfenplantage.

    12. Linguist Says:

      Zu den Pfählen auf dem ersten Bild: Wenn mich nicht alles täuscht, wird an solchen Stangen in der Tat geklettert. Die Soldaten der Übermittlungstruppen verfügen zu diesem Zweck über eine Kletterausrüstung (kein Witz, selbst schon gemacht). An den Schuhen werden sichelförmige, nach innen gerichtete, an den Enden mit einem Zahn versehene, geschmiedete Eisen befestigt. Um Hüfte und Stange wird ein Ledergurt gelegt. Dann geht’s los: Mit dem Sichelzahn einhaken, hochstossen, Gurt nachziehen, mit dem anderen Sichelzahn etwas höher einhaken, hochstossen, Gurt nachziehen etc. Übrigens: Auf dem Gelände des Waffenplatzes (=Truppenübungsgelände) Kloten/Bülach findet man auch einen so genannten „Appenzeller-Garten“. Auch hier handelt es sich um Telefonstangen, allerdings sind diese nur ca. 1.5 Meter hoch, so dass der Rekrut (=in Ausbildung begriffener Soldat) an den Isolatoren manipulieren kann, ohne eine Stange erklettern zu müssen. Hinsichtlich der Namensgebung „Appenzeller-Garten“ muss man wissen, dass die Appenzeller (Appenzell ist ein Kanton [=Staat] in der Ostschweiz) als kleinwüchsig gelten.

    13. efan Says:

      oh gott, diese fotos wecken traumatische erinnerungen.. war in kloten in der rs 😉

      wieso werden drähte nicht am boden verlegt: sie gehn ziemlich leicht kaputt, und manchmal ists schlichtweg nicht möglich, weil der boden geteert ist. bei kieswegen darf man dafür einen kleinen graben ausheben, das kabel verlegen, mit gras (als polsterung) bedecken und anschliessend wieder kies drüberstreuen .dadurch hat man ein kabel sicher verlegt 😉 aber eben.. wenns geteert ist, muss das kabel halt in die höh, und das muss auch geübt werden.

      das haus ohne dach war selbstverständlich für kampfübungen, es gibt ganze solcher dorfe, in denen sim-gefechte ausgeführt werden. sim-gefecht: gewehr kriegt nen aufsatz, eine art laserpointer der bei auslösung eines schusses (nur pulver, keine kugel) nen unsichtbaren ‚laserstrahl‘ abschiesst, welcher von sensoren am sim-gstältli verzeichnet wird. wird jemand getroffen, piepst er, bis er sich flach hinlegt und tot spielt. oder man macht ein bild mit blitz, was ner massenvernichtung im sim-gefecht gleichkommt 😉

      was die sicherheit angeht.. kabel verlegen und so wird gelehrt, aber üblicherweise wird im einsatz nur richtstrahl verwendet, welcher verschlüsselt ist. ein übliches beispiel für so nen einsatz ist das WEF, es gab sogar mal ne tv-dokumentation, wie richtstrahl dort genau verwendet wird. das ganze ist immerhin sicherer als funk oder mobiltelefonie =) reichweite ist übrigens bis zu 54 km bei neueren generationen, die älteren waren auf 18km beschränkt. wobei man ja beliebig viele richtstrahl-repeater nutzen kann

      das ganze klingt jetzt so fortschrittlich, dass man vielleicht den eindruck erlangt, die schweizer armee sei gar nicht so doof. dieser eindruck täuscht, denn wir (informatik pioniere) haben noch gelernt, dass man netzwerkkabel aufrollt, aber mit einem mindestdurchmesser von 30cm, weil die gewaltigen ströme, die durch ein solches netzwerkkabel fliessen, ansonsten per induktion die kabel zum schmelzen bringen würden. genau.. die netzwerkkabel mit ner spannung von ner pillen-batterie und der strommenge (Ampère) eines fahrraddynamos..

    14. Reto Baumer Says:

      Apropo Richtstrahler

      Hier ein Tagebuch einer Richtstrahler RS

      http://www.heer.vbs.admin.ch/internet/heer/de/home/lvbfu/schulen_uem/uemfu_rs62/erlebnisberichte/uem_fu_rs_62_3__05/woche08

      Gruss Reto

    15. becks Says:

      Auf diesen Pfählen war ich auch schon 😛 Schon eine komische Gegend.

    16. Panzerfrosch Says:

      Apropos Panzer mit Kat 🙂

      In der Schweiz haben Kampfpanzer ganz bestimmt keinen Katalysator… 🙂
      Das Gerücht, dass Panzer den Strassenbelag ruinieren ist auch etwas veraltet, Gummipolstern in der Kette sei dank.

      Im Gegensatz zu unseren Deutschen Nachbarn (unsere Kampfpanzer sind ja eigentlich aus Deutschland) haben wir jedoch so komische „Schalldämpfer“ hinten dran, was den Spass am „durchs Gelände heizen“ doch drastisch reduziert 🙁

      Wie auch immer, im April ist wieder WK … Noch eine „wunderbare“ Erfindung der ach so kampfstarken schweizerischen Landesverteidigung. 😉

    17. Boris666 Says:

      Die Gegend um Kloten, speziell um den Flughafen ist sehr intressant. In meinem zweiten Militärdienst (Funker in einer Panzerbrigade) waren wir in einer Übung und sind über eine Seiteneinfahrt auf das Flughafengelände gefahren, mit rund 60 Schüpas und 70 Leos (ein bisschen die Touristen auf dem Flughafen erschreckt *fg*), wo es am Seitenrand (Seite Autobahn Richtung Bülach/Schaffhausen) eine gigantische Panzerpiste hat, die man von aussen fast nicht sieht.

      @Panzerfrosch

      Im Prinzip richtig. Der Gummi verhindert das zerstören der Strasse, allerdings gibt es auch da Grenzen. Die Temparatur des Apshalt z.b. In einem Dienst, müsste im Jahrhundertsommer 2003 gewesen sein, konnten wir sämtliche Verschiebungen mit den Panzer nur Nachts machen, da man am Tag richtiggehend zuschauen konnte, wie es den Aspahlt gesprengt hat. Und das trotz dem Gummi, der Asphalt war aber einfach zu aufgeheizt. Da haben wir der Bevölkerung ein bisschen Freude gemacht, als wir mit der Stabskomponie (waren dafür nicht ganz so viele Panzer wie mit der ganzen Brigade :p) um 3.00 Uhr in der Früh durch die Dörfer gerösselt sind (einen Leo hört man etwa 4 km weit..) 😀

      Nice Greetz

      PS : Bin zwar Funker, musste aber nie auf einen solchen raufsteigen, dafür haben wir immer die Telefönler genommen *fg*

    18. Allmechtna Says:

      Diese Sichelschuhe sind überhaupt nichts Schweiz-typisches, geschweige denn haben sie im speziellen irgendwas mit Militär zu tun.
      Wer sich wie ich in den ländlicheren deutschen Gegenden grundlegend auskennt, der weiss dass das auch Mitarbeiter von Stromfirmen wie RWE gerade in landwirtschaftlich geprägten Gegenden öfters tun.
      Dort *SIND* – ich spreche z. B. von Oberhessen, dem Vogelsberg oder viele Regionen Ostdeutschlands – nämlich noch in der Tat viele Stromführungen nach wie vor über Holzpfähle realisiert, die auch über Jahrzehnte selten erneuert wurden.

      Wenn’s da klemmt, MUSS der Arbeiter auch per Sichelschuhe da rauf – hab das sogar schon bei einem Feldspaziergang in der Nähe des Hauses meiner Grosseltern live gesehen.

      Natürlich kannst du das in den grösseren Städten suchen wie eine Stecknadel im Heuhaufen.

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