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Pack den Schiller wieder ein — Wahre Kultur lernt man bei den Italienern

  • Was Kultur angeht ist bei den Deutschen nichts zu lernen
  • Ein immer wieder kehrendes Argument in der Diskussion über die vielen Deutschen in der Schweiz ist deren fehlende Kultur. Der wahre Schweizer kann da differenzieren. So lasen wir erst kürzlich in einem Kommentar auf der Blogwiese:

    „Habt ihr euch eigentlich einmal gefragt, welchen Gewinn ihr fuer die Schweiz darstellt? Kulturell-wohl kaum, da haben Italiener ne Menge Mehr zu bieten“
    (Quelle: Kommentar auf der Blogwiese)

    Es ist nicht das erste Mal, dass uns als Deutsche in der Schweiz das Argument der kulturell überlegen Italiener genannt wird. Ein anderer Kommentator schrieb zum gleichen Thema:

    7. Kultureller Einfluss: Migranten aus dem Mittelmeerraum brachten uns Dolce fare niente oder Siesta, gute Musik und schöne Mädchen. Und die Deutschen? Preussicher Drill und … (kenne gerade keine Deutsche Ikone).
    (Quelle: Kommentar auf der Blogwiese )

    Bevor nun die grosse Diskussion über den Begriff „Was ist Deutsche Kultur?“ beginnt, strecken wir kampflos die Waffen, singen „O Sole Mio“ und holen die grosse verstaubte Kiste vom Dachboden, der hierzulande „Estrich“ heisst und nicht aus Beton gegossen ist, oder von der „Bühne“, falls sich ein Leser aus dem Schwabenland auf diesen Blog verirrt haben sollte.

  • Weg mit der Deutschen Kultur
  • Eine grosse Kiste brauchen wir, um jetzt mal tüchtig unser Bücherregal von mitleiderregenden Beispielen Deutscher Kultur zu befreien. Also nichts wie in die Hände gespuckt und los geht’s: Hölderlin, Goethe, Kafka kommen als erstes dran. Bei Hesse zögern wir. Ist der nicht am Ende seines Lebens Schweizer geworden, wie es sich gehört für einen guten Deutschen, der Gast ist in diesem wundervollen Land? Also lassen wir ihn erst mal stehen und schnappen uns Böll, Brecht, Walser, Grass, all die guten Bücher die durch Gutenbergs Buchdruck möglich wurden. Auch ein deutscher Kulturschaffender? Jetzt wird es eng in der Kiste. Sybille Berg stellen wir zurück ins Regal. Nach ihrem Artikel vom letzten Freitag im Blick zu urteilen ist sie bereits bald auf dem Weg, eine gute Schweizer Kolumnisten zu werden.

  • Deutsche Musik? Um Gotteswillen!
  • Machen wir weiter bei den Platten und CDs: Bach, Beethoven, Schubert, Schumann. Den Mozart überlassen wir den Österreichern, und Chopin teilen sich derweil die Polen mit den Franzosen. Kein Problem, sonst würde die Kiste zu voll. Muss ja noch Strauss und Weber hinein. Herbert Gröhlemeier und BAP lassen wir stehen, die stehen für Ruhrpott („Bochum ich komm aus Dir, eh Glück Auf“) und Köln, nicht für Deutschland.

    Um ja keinen zu vergessen hier eine längere Liste Deutscher Komponisten. Hinzufügen wollen wir nun ein bisschen Malerei von Franz Marc, August Macke, Dürer und Hohlbein. Obwohl letzter ist zu den Schweizern abgewandert, weil die ihn besser bezahlt haben in Basel. Joseph Beuys hingegen aus Düsseldorf verstand sich als Weltbürger, der seinen Filzhut überall trug und seine Fettecken ebenfalls Standort unabhängig anbringen konnte. Ein paar weitere Deutsche Maler finden sich hier.

  • Wo sind die schönen deutschen Mädchen?
  • Die Deutschen Frauen sind nicht schön, aber dafür geil, wie wir neulich bei Michèle Roten im Magazin des Tages-Anzeigers nachlesen durften. Oder sind sie es doch eher frigide Hühner? Wir sind verwirrt.
    „Gute Musik und schöne Mädchen“? Nein, die können wir nicht liefern. Ist schon alles eingepackt. Ab jetzt wird nur noch Verdi gehört, und Gianna Nannini, oder Angelo Branduardi. Der ist übrigens gerade auf Tour in der Schweiz, mit weissen Haaren, das trifft sich gut.
    Und was die schönen Mädchen angeht, da werden wir einer Claudia Schiffer oder einer Heidi Klum ab sofort Einreiseverbot für die Schweiz erteilen und nur noch italienische Superstars wie Shakira, Penelope Cruz oder Jennifer Lopez anschauen.

  • Deutsche Kultur besteht nur aus preussischem Drill und Stechschritt
  • Nachdem jetzt alles eingepackt ist, bleibt tatsächlich nur noch der preussische Drill und der Stechschritt übrig, den im Europa des Jahres 2007 leider nur noch die Griechen richtig drauf haben:
    Stechschritt bei den Griechen
    Stechschritt bei den Griechen (nicht unter die Röcke gucken bitte)
    (Quelle Foto: volker-steinlein.de)

  • Gehören Autos zu den Kulturgüter?
  • Falls ja, wird ab sofort eine Importsperre für Daimler Benz, BMW und Volkswagen erhoben. Nur noch FIAT ist erlaubt. Für was stand nochmal diese Abkürzung? „Fix It Again, Tony“ oder so.

  • Was machen wir mit dem Deutschen Kulturprogramm im Fernsehen?
  • Nein, Stefan Raab und Harald Schmidt wollen wir nicht mehr sehen, nur noch die Vorausscheidungen für die nächste „Miss Itala“ Wahl als Endlosschleife von RAI, oder eine der ganz besonders anspruchsvollen Gameshow am Samstagabend. Das haben sie echt drauf, die Italiener. Gibt es sonst ein Land, dass aus 102 Kandidatinnen für die Miss-Wahl an mehreren Abenden in Folge in direkter Übertragung zur besten Sendezeit die endgültige Miss wählt? Absolut bemerkenswert und ein kulturelles Vorbild, von dem wir Deutsche noch was lernen können.

  • Und der Schiller?
  • Nun, als Deutsche können wir den Schweizern wirklich kulturell nicht so viel bieten wie die Italiener. Könnte nicht einfach der Nobelpreisträger und Satiriker Dario Fo die alte Geschichte vom Gessler und vom Apfelschuss für die Schweizer zu einer erfrischenden Satire umwandeln, die dann alljährlich aufgeführt wird, so dass wir auch den alten Schiller einmotten und wegpacken können in unsere Kiste, denn der würde dann endlich nicht mehr gebraucht zur Erhaltung des Nationalgefühls.

    „Schillerstein“
    Schillerstein
    Dario Fo müssten dann natürlich auch den am Weg der Schweiz im Urnersee liegenden „„Schillerstein“ “ gewidmet bekommen, verdient ist verdient.

  • Far niente im Land wo die Zitronen blühen
  • Kurzum: Ein Hoch auf „la dolce vita“ und das „Land wo die Zitronen blühen!“ Ein letztes Mal also „Deutsche Kultur„, passend zum Thema, bevor wir die Kiste ganz zuklappen:

    Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn,
    Im dunklen Laub die Goldorangen glühn,
    Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht,
    Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht?
    Kennst du es wohl?
    Dahin, dahin
    Möcht ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn!
    Kennst du das Haus? Auf Säulen ruht sein Dach.
    Es glänzt der Saal, es schimmert das Gemach,
    Und Marmorbilder stehn und sehn mich an:
    Was hat man dir, du armes Kind, getan?-
    Kennst du es wohl?
    Dahin, dahin
    Möcht ich mit dir, o mein Beschützer, ziehn!
    Kennst du den Berg und seinen Wolkensteg?
    Das Maultier sucht im Nebel seinen Weg.
    In Hoehlen wohnt der Drachen alte Brut.
    Es stuerzt der Fels und über ihn die Flut.
    Kennst du ihn wohl?
    Dahin, dahin
    Geht unser Weg.
    O Vater, lass uns ziehn!

    (Goethe: Mignon)

    Die Parodie darauf von Kästner kann jeder hier selbst nachlesen.

    

    69 Responses to “Pack den Schiller wieder ein — Wahre Kultur lernt man bei den Italienern”

    1. Gerald Says:

      Hallo awo,

      lass‘ uns nicht unwissend sterben. 🙂 Wieviele Landessprachen sind es denn? Ich tippe auf 3 oder 4 (Deutsch, Friesisch, …).

    2. Tellerrand Says:

      Die Idee, dass jeder Schweizer mindestens eine weitere Landessprache sprechen und verstehen können soll, ist ja aller Ehren wert. Aber mal ehrlich: wie oft treffen denn Romands und Tessiner und Deutschschweizer wirklich auf- und kommunizieren unmittelbar miteinander?

      Mein Eindruck ist – horribile dictu-, dass da drei (ja ich habe auch schon von der Existenz des Retoromanischen gehört) voneinander ziemlich unabhängige, aufs jeweilige Sprachgebiet Kulturkreise ihr Dasein unter dem Dach einer Nation pflegen und die Kommunikation zwischen ihnen im Wesentlichen medial geschieht. Vom jeweils anderen Landesteil und der gemeinsamen Politik wissen die Schweizer aus Zeitung, Funk und Fernsehen. Und die Medien sind innerhalb ihres Sprachraumes ziemlich hermetisch. Ich habe jedenfalls noch nicht allzu oft Tessiner oder Romands im Zischtigs Club (ja ich weiss, dass der heute nur noch Club heisst) gesehen. TSI und TSR schaue ich kaum, aber ich vermute da verhält es sich ähnlich.

      Alle Schweizer wollen (mehr oder weniger) Schweizer sein und bleiben. Dieses Wollen ist das vereinende Glied. Miteinander reden tut man deshalb nicht unbedingt.

    3. Heidi Says:

      @brun(o)egg. Tja, und weil DIE Schweizer halt etwas „gebildeter“ sind als DIE Deutschen müssen sie jetzt Angst vor den unzivilisierten, unkultivierten, ungebildeten deutschen Horden haben, die den gebildeten Schweizern Arbeitsplätze an den Universitäten, den Arztpraxen, der Dienstleistungs-, der Hightechbranche wegnehmen. Ich lebe selber seit Kindsbeinen hier, bin Schweizerin, habe von einem anständigen Bildungssystem hier profitiert und bin dankbar dafür. Aber ein Vorurteil ist aus vielen Köpfen nicht wegzubringen: Dass nämlich das Schweizer Bildungssystem das beste weltweit sei. Pisa lässt grüssen. Ausserdem blendest Du total aus, dass es in Deutschland Millionen von Menschen gibt, die (zwar unter Zwang) beispielsweise mal Russisch gelernt haben… Und dass Tourismus bildet, ist auch ein Mär. Reisen bildet. Massentourismus im ClubMed wohl kaum

    4. bdb Says:

      FIAT
      Fehler In Allen Teilen

    5. Brun(o)egg Says:

      @ awo

      Jetzt wirds hart. Wie es vermarketet wurde in D und Ö ist eigentlich wurscht. es heisst eifach Maggi= sprich Matschi. es wurde halt so vermarketet weil ihr es nicht. Wie Michelin.
      Und was die Städtenamen angeht: Peking heisst heute auch Behjjijhng oder so. Und Bombay Mumbay. Schlechter Vergleich, mein lieber.

      @ Heidi

      Ich hab das gebildet in Anführungszeichen gesetzt. Man kann auh sagen Sprachgefühl oder was auch immer. War nur eien Erklärungsversuch.
      Übrigens: Gnocchi werden Nioggi ausgesprochen und nicht Knozzi.
      (Nicht ärgern, hab ich in in Italien mitbekommen)

      Das traurige ist nur und ich kontastiere: es gibt auf beiden Seiten Leute die denken wir Franz.

    6. Pflaumentoffel Says:

      @Gerald:

      Knapp daneben… Es sind genau 6: neben Deutsch noch Dänisch, Friesisch, Sorbisch, Niederdeutsch (Platt) und Romani (Sprache der Sinti und Roma).

    7. Branitar Says:

      @gerald
      Neben Deutsch gibt es, glaube ich, noch 4 Amtssprachen in Deutschland, die aber jeweils nur in einigen Bundesländern Amtssprache sind. Da hätten wir Friesisch, Dänisch, Plattdeutsch und Sorbisch. Ich glaube, das waren alle….

    8. Lutz Says:

      … nennen wir’s doch um des Friedens Willen einfach „Streuwürze“…

    9. Gerald Says:

      @ Pflaumentoffel, Branitar

      Vielen Dank an Euch. Ich habe mich inzwischen auch schlau gemacht. An Sorbisch hatte ich auch gedacht, mir war nur der Name entfallen.
      Laut Wikipedia kann man das noch weiter aufsplitten, die genannten sind aber die wichtigsten Sprachen.
      Andere, wie Jiddisch, einer Sprache des jüdischen Bevölkerungsteils, werden wohl wieder kommen wenn die entsprechende Bevölkerungsgruppe weiter wächst. Ursprünglich hatte ich Jiddisch für einen Deutschen Dialekt gehalten aber die Unterschiede zum Deutschen sind doch grösser, obwohl es ziemlich nach Deutsch klingt.

    10. ste Says:

      Im Zusammenhang mit Kultur, deutsch und italienisch: Italien hat ein nigelnagelneues 45milionen teures Tourismusportal (www.italia.it) mit haarsträubenden deutschen Texten, das auch schlecht funktioniert. Ein Skandal von Ineffizienz.
      Es gibt nun ein Blog das Leute (im Ausland) sucht, die es zu benutzen versuchen und ev. einen Bericht schreiben: http://italianscandal.wordpress.com/feedback-on-italiait/

      Die Idee dabei ist dass die Verantwortlichen nicht einfach so billig davonkommen, die Presse tut nix.

    11. Bine Says:

      Heute abend sprach ich mit einer Freundin über Streitkultur. Und sie erzählte mir, daß sie und ihr Liebster öfters wirklich übel streiten, obwohl sie eigentlich über das streitbare Thema die gleiche Meinung haben. Es geht ums streiten. So wie hier manchmal. Eigentlich sagen doch alle das gleiche. Irgendwie mögen wir uns doch, wir Deutschen und Ihr Schweizer :).

      Und danke @awo, meine Nation hat ganz gut gespielt *g.

    12. Thomas W. Says:

      @Gerald:
      Jiddisch war eng mit den osteuropäischen Juden verbunden, die „Ihren“ Dialekt u.a. aus der Wormser Gegend mitgenommen haben und das ganze zum Jiddisch ausbauten, gemischt mit Hebräisch.

      Gesprochen wird es nach weitgehender Vernichtung der osteuropäisch-jüdischen Kultur in Polen, Weißrußland und der Ukraine hauptsächlich noch von einigen orthodoxen Juden in New York und Jerusalem, die jedoch sicher nicht nach Deutschland ziehen werden. Die jüdischen Einwanderer in Deutschland bringen hauptsächlich Russisch als Muttersprache mit und lernen dann gleich Deutsch und werden auch in 100 Jahren kein Jiddisch sprechen, denke ich mal.

    13. awo Says:

      @gerald
      Deutsch und Sorbisch. Anerkannte Minderheit in der Ober- und Niederlausitz. Ich war auch überrascht, dass D zwei offizielle Landessprachen hat!
      Viele Grüsse
      awo

    14. bigolino Says:

      Okay, und was haben wir jetzt gelernt? Schweizer sind kulturell höher stehender, weil sie Gnocchi und Maggi richtig aussprechen. Ich bin echt beeindruckt. Aber wenn man sonst nichts vorzuweisen hat klammert man sich wohl auch an den kleinsten Strohhalm. Es hat schon ganz andere Kulturen gegeben, die sang- und klanglos untergegangen sind, weil sie sich für was Besseres gehalten haben.

    15. Gerald Says:

      Wenn Ihr könnt, schaut Euch ‚mal die heutige Sternstunde Philosophie: „Schweizer Werte, Schweizer Wandel“ — Der Historiker Philipp Sarasin im Gespräch — an. Sie ist sehr aufschlussreich.

      Die Sendung wird wie folgt wiederholt:
      Montag, 05. März 2007 um 00.20 Uhr auf SF1
      Dienstag, 06. März 2007 um 12.00 Uhr auf SFinfo
      Mittwoch, 07. März 2007 um 04.30 Uhr auf SF1
      Samstag, 10. März 2007 um 08.30 Uhr auf SF1

      Sonntag, 11. März 2007 um 09.15 Uhr auf 3sat

      In den nächsten Tagen steht sie auch unter http://www.sf.tv/var/videos.php zur Verfügung.

      Zusätzlich gibt es einen Audio-Podcast der Sternstunde unter http://feeds.sf.tv/podcast/sternstundephilosophie
      bzw.
      In iTunes abonnieren

    16. Luise Says:

      Wie schon einmal erwähnt: die Schweizer sprechen Gnocchi und Maggi korrekt aus, reden dafür aber von Pöb, Göb, Göver und Lönsch. Was sagt uns das jetzt über das schweizer Sprachgefühl? 😉

    17. John Says:

      @Luise
      Vermutlich sagt es uns, dass Schweizer (vielleicht durch die geografische Nähe) einen stärkeren Bezug zur italienischen Sprache haben als zum Englischen.

      Mir ist allerdings aufgefallen, dass viele Schweizer auch von „Milano“ oder „Torino“ sprechen, aber bei „Venezia“ oder „Roma“ dann doch eher die deutsche Form bevorzugen… was mag wohl dahinter stecken?

      Bemühen wir uns nicht vielleicht zu sehr, Dinge in ihren Ursprungssprachen auszudrücken?
      Kein Tessiner und kein Italiener würde sich die Mühe machen, „Basel“, „Bern“ oder „Zürich“ auf Deutsch auszusprechen…

    18. Gerald Says:

      @ John:
      „Bemühen wir uns nicht vielleicht zu sehr, Dinge in ihren Ursprungssprachen auszudrücken?“

      Stimmt. Im Englischen und Französischen werden auch die Städtenamen in der jeweiligen Sprache verwendet, nicht die Deutsche Version.

      Köln -> Cologne, Mainz -> Mayence, etc.

    19. Luise Says:

      @ John: Da gebe ich dir Recht.

      Bezüglich Maggi bin ich übrigens der Meinung, dass die Aussprache in Deutschland ganz bewusst aus marketingtechnischen Gründen verbreitet wurde. „Matschi“ klingt für deutsche Ohren einfach nicht so wahnsinnig lecker… 😉

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