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Wieviel Deutsche verträgt die Schweiz — die neue Serie im Blick

  • Wieso kommt uns diese Werbung so bekannt vor?
  • Der Schweizer BLICK, welcher mit einem deutlichen Krachlaut am Ende ausgesprochen wird, beginnt heute eine Serie über die Deutschen in der Schweiz. Für alle Schweiz-Anfänger: Hierzulande ist das eine Seriiii, keine „Seeeerie“. Die Betonung liegt auf der letzten Silbe und spricht sich nicht wie „Seezunge“ auf der ersten Silbe. Können Sie sich gleich mal merken fürs Büro und den nächsten „Seriiiien-Brief“.

    Die massiv präsente Werbung für diese Artikelserie zeigt eine Idee, die wir bereits hier bei dem Deutschland-Feldzug des Schweizer Kartoffelchips-Herstellers „Zweifel“ kennenlernen durften (vgl. Blogwiese)

    Hier die Werbung von Zweifel. Eine Schweizerkreuz in den roten Mittelstreifen einer Deutschlandflagge eingearbeitet.
    Zweifel und die Deutsche Flagge

    Daneben die Werbung aus dem Blick.
    Blick Schweizerflagge

    Ist der Unterschied nicht bemerkenswert? Das Ganze gibt es auch als hübschen Film zu sehen , erstmalig am letzten Freitag auf SF1 in der Werbepause zwischen der Sendung QUER und „10 vor 10“.

  • Wie zählt man Deutsche?
  • Zitat von Blick Online:

    «Von uns gibts 80 Millionen – ich kann verstehen, dass sich die Schweizer zuerst bedroht fühlen», sagt Katrin Seegers von Scholz & Friends, selbst Deutsche in der Schweiz. Ihre Werbeagentur hat den Spot für BLICK entwickelt – allerdings kam die Idee «bezeichnenderweise von einem Schweizer».

    Vielleicht beim Essen der in Jestetten gekauften Zweifel-Kartoffelchips? Oder bei einem kleinen Pils und Korn? Das ist nichts zum Kauen sondern flüssige Nahrung in Deutschland. Es sind nämlich, zieht man die in Deutschland lebenden Ausländer ab, nur ca. 75 Millionen Deutsche im Land. Von den 72.000 Schweizern dort wollen wir gar nicht erst anfangen.

  • Fast doppelt so viel Italiener
  • Die Fachzeitschrift „Der Arbeitsmarkt“ schrieb am 12.02.07:

    Insgesamt leben im Land mittlerweile mehr als 170 000 Deutsche. „Nach wie vor die grösste Gruppe von in der Schweiz lebenden Ausländern sind jedoch die Italiener“, sagte Boillat. Knapp 300 000 Italienerinnen und Italiener lebten gemäss der im Februar 2006 veröffentlichten Statistik in der Schweiz.
    (Quelle: DerArbeitsmarkt.ch)

    Wurde eigentlich schon diskutiert, wieviele Italiener die Schweiz verträgt? Oder wieviele Schweizer? Die soll es ja auch extrem häufig geben in diesem Land. Schon heute ist jeder zweite Ausländer oder jede zweite Ausländerin mit einem Schweizer oder einer Schweizerin verheiratet. Und im Ausland ist der Prozentsatz der dort lebenden Ausländer noch viel höher. Sollten wir da jetzt nicht Angst bekommen? Wir bleiben dran…

    

    110 Responses to “Wieviel Deutsche verträgt die Schweiz — die neue Serie im Blick”

    1. Kelevra Says:

      Übrigens sehe ich, als Deutscher, sehr wohl die Schweiz als Ausland. Sonst würde ich nicht hier mein „Auslandsstudium“, wofür ich übrigens 200 CHF mehr bezahle als ein schweizer Student,machen.
      Es ist auch Blödsinn, dass ich die Deutschen für etwas besseres halten!
      Im Gegenteil! Ich habe noch nie soviel Selbstbeweihräucherung erlebt wie in den letzten Monaten in der Schweiz.
      Nimm nur den Beispiel „Swiss“. Lufthansa kauft Flugzeuge für die Swiss, stellt Personal ein, überlässt der Swiss Pasagiere um deren Auslastung zu steigern. Aus diesem Grund fährt die neugegründete Swiss (die alte ist ja pleite!) im letzten Quartal ein Rekordergebnis ein.
      Was hört man aber in der schweizer Presse/ Meiden dazu: jedenfalls nichts über die Lufthansa, die 100% an der Swiss hält.
      Das mag übrigens auch der Grund sein, wieso du Hochdeutsch hörst wenn du die Swiss-Hotline anrufst (Swiss=Tochtergesellschaft der Lufthansa)
      Mein Bruder arbeitet für den Konzern Oerlikon in Deutschland. Der Betrieb wurde von Oerlikon übernommen und 500 Arbeiter wurden entlassen, aber ich höre ihn sich nie über die „Schweizer“ beschweren.
      Ich schätze aber dass wir in einer Frage übereinstimmen: wir beide hoffen, dass die Schweiz nie in die EU eintreten wird. Richtig?!?
      Es wäre sowohl für die EU als auch für die Schweiz nicht von Vorteil wenn ein Land mit so vielen Nationalisten, wie dir der Union beiträten.
      Zur Info: überall verschwinden die Grenzen in Europa aber du kannst ja in deinem Kanton bleiben und gegen die „bösen Deuschen“ hetzen…

    2. Liebe die Schweiz Says:

      Keine mehr!! Jetzt haben die Deutschen auch noch im Fussball gegen die Türken gewonnen – wie es vorauszusehen war – wer schlägt sie endlich? Die Hoffnung lag auf Holland – hoffe, die Russen schaffen es.
      Immer wieder beklagen sich Deutsche, wie schlecht es ihnen in der Schweiz geht – warum kommen sie dann zu Hauf – warum gehen sie nicht zurück – meine Eltern und wir haben Kinder aus Berlin aufgenommen – zum Dank haben uns die Deutschen den Kühlschrank ausgeräumt, wir haben Ihnen Unterkunft gewährt – bei Ihnen mussten wir bezahlen – 21 % Ausländer – genug!

    3. Liebe die Schweiz Says:

      Zuviele Deutsche? Inzwischen bekomme ich Panik, wenn ich nur noch auf deutsche Autonummern treffe – wenn mir im Spital nur noch auf Hochdeutsch geantwortet wird, wenn mir Versicherungen von einer Deutschen angedreht werden sollen etc. etc. – aus den Kommentaren der Deutschen lese ich in Blogs viel Mieses über uns – warum kommen sie und warum bleiben sie – wer Zweifel und Aengste hat wird verspottet, als Hinterwälder oder Höhlenbewohner verlacht – dies auch von „weltoffenen Schweizer“ – die Deutschen-Schwemme ist nicht zu vergleichen mit den Italienern in den 70 er. Dies waren Saisonniers – die gingen wieder nach Hause, die Deutschen bleiben, sitzen aus … und verspotten uns – übernehmen Manager-Posten, Spitäler, Universitäten – sie werden die Elite der Schweiz – die Herrenmenschen der Nazis werden gewinnen –
      und ich höre Rete uno – und ich spreche italienisch – ist viel schöner als Deutsch – die Italiener gefallen mir besser – sie sind willkommen – die Uebernahme der Elite nicht.

    4. dieksen Says:

      Lebe seit vielen Jahren in London, habe in der USA gelebt und die halbe Welt bereist, bin 29 Jahre alt. War gerade zum ersten Mal in meinem Leben für 3 Tage in Zürich. Was soll ich sagen? Eine fantastische Stadt! Gerade weil Menschen aus der ganzen Welt dort leben. Sonst wär’s doch langweilig, insbesondere weil die Stadt – mit Verlaub gesagt – relativ klein und beschaulich ist. Stellt Euch mal vor, es würden nur Schweizer dort leben?! … Wäre doch langweilig. Gerade als Londoner kann man über Ausländer-/ Integrationsdebatten – die auch immer wieder in Deutschland geführt werden – eh nur müde lächeln. Wir haben das 21.Jahrhundert und leben im global village. … Und noch was: Die Zürcher Ladies sind wunderschön! 🙂 In jeglicher Hinsicht. Schweizer Eleganz mit Einflüssen von französischem Charme, italienischer Lebensfreude und deutscher … , na ja was auch immer deutscher … . Einfach unglaublich! 🙂

    5. Söiniggel Says:

      Zuerst einmal vorweg: Ja, es hat schon definitiv zu viel Deutsche in der Schweiz.
      Für mich ist v.a. bedenklich wieviele aus Ostdeutschland kommen und auch noch
      erwarten, das sie freudig empfangen weden. Handkehrum aber werden grosse
      Teile der ehemaligen DDR praktisch Ausländerfrei gehalten, Stichwort: National
      befreite Zone. Frage: Ist das jetzt Konsequenz auf Deutsch oder wie dürfen wir
      diese Haltung verstehen?
      Antwort speziell an dieksen. International ist schon schön, aber bitte wirklich
      International. Im Moment sieht es eher nach einer Verdeutscherung aus.

    6. Margrit Kropf Says:

      Jesses nei! In was für Zeiten leben wir!

      Deutsche und Schweizer werden gegeneinander aufgewogen. Den Urheber dieser Kampagne sollte man durchschwarten (verdient verprügeln). Das muss aufhören!

      In der Schweiz gab es schon immer viele Deutsche, früher sogar noch öfter in Kaderpositionen. Daran störte sich niemand. Mit wem kann man am besten zusammenarbeiten, die schönsten Feste feiern? – Klar, mit den Deutschen.

      Seit der „Blick“-Serie (Betonung von Französich „la série“) getrauen sich mehr Schweizer, ihrem Ärger über die Deutschen Luft zu machen. Denn: ganz unbegründet ist er nicht. Sei es in einem Gespräch zwischen Kundin und Verkäuferin im Coop, die beide in den Ferien in Italien auf Deutsche getroffen waren oder bei den Kommentaren zum EM-Halbfinale in einem Vorortbus, man war sich einig über das Verhalten von Deutschen. Original-Ton: „Dabei möchte man ihnen den Sieg doch gönnen. Eigentlich sind sie ja nett!“ – „Aber so müssen sie sich nicht wundern, wenn man Mühe hat, sie zu mögen.“ – Allgemeines Nicken. Ab hier gedrückte Stimmung.

      Dann der abschätzige Bericht über die Schweiz im „Stern“ (auch anlässlich der EM). Dass die Oesterreicher und die Holländer nicht besser wegkamen, tröstete nicht.

      Die Schweizer möchten gerade vor den Deutschen besonders gut dastehen und ziehen alle Register. Das werten jene als Angeberei und drehen ebenfalls auf. Schon ist es passiert! Wir setzen eben unbewusst das Hochdeutsche mit Schule und Benotung gleich und deshalb die Deutschen als jemand, bei dem man dauernd im Examen steht (nicht nur, was die Sprache betrifft). Kommt dann die erwartete „gute Note“ nicht, sind wir enttäuscht und ziehen uns zurück oder werden unfreundlich. Zurückweisung, oder was wir dafür halten, ertragen wir gerade von den Deutschen nicht. Wir lauern stets darauf, dass sie uns versichern: Ja, ihr seid unsere Verwandten!

      Übrigens wurden die Deutschen in einer landesweiten Umfrage als das uns am ähnlichste und vertrauteste Volk genannt (und zwar auch von den anderssprachigen Schweizern).

      Die Jungen – jedenfalls in der Nordwestschweiz – sind „angefressen“ von allem Deutschen. Wenn im Sport die Schweizer, deretwegen man rote Leibchen mit weissen Kreuz zur Schau trägt, mal abgehakt sind, schwenkt man subito auf Deutschland um. Oft grübelt man, ob man nicht etwa eine Grenzverschiebung verpasst hat. Da werden rot-gold-schwarze Fahnen herumgeschleppt und Begeisterungsrufe werden laut, dass ein Nazi Hühnerhaut bekäme. Zuerst bin ich erschrocken: Neo-Nazis, ausgerechnet bei uns! … – Dann habe ich mich beruhigt. Es handelt sich um dasselbe Phänomen, wie damals, als ich noch ein Teenager war: Wir schwärmten für Amerika! Seit etwa den siebziger Jahren (1970) haben wir Deutschland wiederentdeckt, ganz harmlos, aber die Donnerwetter-Kerle wollen uns einfach nicht gebührend beachten! (Schmunzel)

      Statt die einen gegen die anderen aufzuhetzen, würde man besser „Kennenlern- und Verstehenlern-Foren“ einrichten. Es sollte doch ein Miteinander möglich sein, auch ohne dass wir gemeinsam in der EU mitmischen – oder?

      s Margrit

    7. Margrit Says:

      … Ja, und weil ich bei der Übermittlung zuerst etwas „gchaubered“ (gekalbert) habe, steht jetzt der unkorrigierte Text da! Schämdi! – Jo ig schämemi.

      s Margrit

    8. Margrit Says:

      NOCHMAL Nein, das ist ja unerträglich!

      Ich glaube, dass diese Hetzkampagne von irgend jemandem gesteuert wird. Normal ist so etwas nicht! Die Deutschen sind ein sympathisches, verlässliches Nachbarvolk. Ich kenne persönlich niemanden, der sie hasst. Ab und zu versteht man ihr Verhalten in irgend einer Angelegenheit nicht so ganz. Na und! Oft versteht man seinen Ehepartner oder die Tante Anna oder den eigenen Nachwuchs auch nicht …

      Wer – zum Kuckuck – hat ein Interesse daran, die Deutschen und die Schweizer hintereinander zu bringen?! Wir sollten dem besonders stark entgegenwirken.

      Gruss an alle – s Margrit

      PS. Lasst Euch gegen diesen Unsinn impfen!

    9. McBobsman Says:

      Es ist schon zum Teil erschreckend, welche Meinungen hier geäußert werden. Ich bin Deutscher, lebe seit 3 Jahren in der Schweiz und ich kann diese ganze Diskussion nicht nachvollziehen.
      Also Ich kann sagen, in den ganzen 3 Jahren hier habe ich noch nicht eine einzige schlechte Erfahrung mit Schweizern gemacht. Woran wird das wohl liegen? Ganz einfach – gebe den Einheimischen die gleiche Höflichkeit und Freundlichkeit, die sie dir entgegenbringen, zurück. Die Schweiz ist ein wunderbares Land mit wunderbaren Menschen!!!
      Ein wenig Respekt und ein freundliches Auftreten im Umgang miteinander macht alles viel einfacher und das geht auch wenn man hochdeutsch spricht (sorry, aber es ist nicht ganz einfach schweizerdeutsch zu sprechen – und ich finde es zum Teil grausam und verunglimpfend, wenn deutsche versuchen diese schöne Sprache zu sprechen – das können die Schweizer wirklich besser). Meine Kollegen, Freunde und Bekannten reden alle Schweizerdeutsch mit mir und keiner stört sich daran, wenn ich mit Ihnen Hochdeutsch rede.
      Also ich fühle mich hier wohl und integriert. Und noch was, von den Schweizern können wir Deutsche doch nur lernen. Schaut euch an wie Schweizer leben – dann erst wißt ihr, was Leben eigentlich heißt.

      Also Leute, hört auf über deutsch oder schweizerdeutsch zu diskutieren!
      Seid freundlich zueinander und ihr könnt in einem bezaubernden Land mit wunderbaren Menschen leben!

    10. Mark Says:

      Zuviel sind zuviel. Es ist nicht anderst als mit den vielen Menschen aus dem Balkan. Der Unterschied, auf welchen die Deutschen immer hinweisen ist folgender. Diese aus dem Balkan kamen als Flüchtlinge zu uns. Die Deutschen als Wirtschaftsflüchtlinge. Ja man holt sie, nicht die normalen Schweizer stellen sie ein. Nein, Manager welche darauf achten das der Profit gut ist. Die würden auch Schimpansen einstellen falls diese billiger arbeiten als wer auch immer. Also es ist nicht die Schuld der Deutschen Arbeiter sondern die der Manager. Und noch eine Gegebenheit: deutsche Manager in welcher Position auch immer bringen gerne ihr Knechte mit aus Deutschland. Das ist nichts neues in der Schweiz. Sonder ich konnte dieses bereits in Deutschland beobachten. Sobald ein Manager wechselte kam der neue von extern und kaum war er da schon waren 5 andere da aus seiner alten Firma. Toll! Wir Schweizer lieben dies!

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