Warum es nervt, wenn alle nur für Costa Rica sind
Heute beginnt die Fussballweltmeisterschaft in Deutschland. Wochenlang wurde ein gigantischer Medienrummel veranstaltet, nie war die „Hype-Blase“ so gross wie bei dieser WM. Gab es eigentlich früher schon Liveübertragungen von Freundschaftsspielen oder Testspielen sämtlicher beteiligter Mannschaften zur besten Sendezeit? Berichterstattung, Kommentare, sogar Ergebnisstabellen von Testspielen bereits eine Woche vor einer WM?
Wir können uns nicht erinnern. Diesmal findet die WM in Deutschland statt, was nicht dem Kaiser zu verdanken ist, wie alle meinen, sondern der Satirezeitschrift Titanic, wie es mittlerweile auch auf der offiziellen Fifa-Website nachzulesen ist: Wie TITANIC einmal die Fussball-WM 2006 nach Deutschland holte.
Dank eines Stausees bzw. eines Sperrfeuers (vgl. Blogwiese) ist die Schweiz in Deutschland dabei. Sie wird in Bad Bertrich auf, dem 27. Kanton der Schweizer Eidgenossenschaft, umjubelt und verwöhnt.

(Quelle Foto Bad Bertrich)
Sogar einen Schwiizerdütsch-Kurs haben die Einwohner dort gemacht, um ihre Gastfreundschaft zu demonstrieren!
Durch die Schweizer Teilnahme an der WM ist die Begeisterung im Lande gross. Schweizer Fahnen hängen an vielen Fenstern, bereits Tage vor dem WM-Start sah man Autos mit wehender Schweizerflagge im Strassenverkehr. Das erste Spiel findet heute um 18.00 Uhr statt. Ausgerechnet Deutschland, der Gastgeber, bekommt diese besondere Ehre zugeteilt, gegen Costa Rica gewinnen verlieren spielen zu dürfen. In Bülach wie in vielen anderen Städten werden die Spiele im Kino und sogar auf einer Grossleinwand in der Stadthalle übertragen.
Sollen wir da wirklich auch hingehen und uns anschauen, wie Deutschland spielt? Macht es Spass, einige hundert Schweizer dabei zu beobachten, wie sie sich über jeden Freistoss für Costa Rica freuen, und wie sie jedes Foul eines Deutschen Spielers auspfeifen? Am Freitag werden die Schweizer Fussballfans ein einig Volk von Costa Rica Fans sein, das ist sicher. Ganz egal, wer gegen Deutschland spielt, Hauptsache Deutschland verliert.
Der kleine Staat Costa Rica hat viel Ähnlichkeiten mit der Schweiz. Seit 1948 hier das Militär abgeschafft wurde, ist der Staat neutral. Na gut, seine Milizarmee hat die Schweiz immer behalten, aber Neutralität wird auch hier gepflegt. Während in den umliegenden Staaten eine Militärregierung die nächste ablöste, bemühte sich das Land um die friedliche Beilegung der Konflikte in Mittelamerika, wofür sein Präsident, Óscar Arias Sánchez, 1987 den Friedensnobelpreis erhielt:
Costa Rica wird auch die „Schweiz Mittelamerikas“ genannt, nicht nur wegen der bergigen Landschaft, sondern auch wegen des relativen Wohlstands.
(Quelle: Wikipedia)
Wir glauben es eigentlich weniger. Höchstens Schweizer, denen es früher zu eng wurde in Helvetia, so dass sie nach Südamerika gingen, für ein Jahr oder in die Ferien, und dort ihre künftige Frau kennen lernten, werden sich ein wenig in der Geographie und Geschichte Lateinamerikas auskennen. Den anderen wird es egal sein. Hauptsache, die Deutschen kriegen tüchtig eins auf die Mütze.
Es macht uns traurig und wütend, diese unverblümt zur Schau getragenen Anti-Deutschen Ressentiments zu beobachten. Anstatt die Spieler nach ihren Leistungen zu beurteilen, die saumässig gut oder loosermässig schlecht sein mögen, wird hier pauschal draufgeklopft und Frust abgebaut, der sich offensichtlich angesammelt hat. Natürlich drücken wir für Deutschland die Daumen, natürlich freuen wir uns, wenn die Gastgeber dieser WM von der Begeisterung ihres Landes mitgetragen werden, und es weit schaffen. Es täte Deutschland gut, wieder so einen Kick und ein bisschen Selbstvertrauen zu kriegen, um sich in der derzeitigen Wirtschaftsmisere selbst am Schopf aus dem Sumpf der Hoffnungslosigkeit und Arbeitslosigkeit zu ziehen.
Falls die Jungs aber scheisse spielen, dann heult ihnen niemand eine Träne nach, und sie werden garantiert schnell und kalt abserviert. Die Deutsche Boulevardpresse ist da ziemlich gnadenlos, wenn es Schuldige zu bestimmen gilt.
Freitag um 18.00 Uhr sind die meisten Deutschen in der Schweiz wohl gerade auf dem Heimweg um sich brav das Spiel vor dem Fernseher anzuschauen. Einen Autokorso werden sie garantiert nicht nach dem Spiel veranstalten, aber ich wette, es finden sich 30 Costa Ricaner in Zürich, die es tun werden… falls sie gewinnen.
Als die Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland stattfand, war es für mich als Kind völlig ausser Frage, dass Deutschland den Titel holt. Ich hatte ja vom ersten Tag an jedes Spiel im neu gekauften Schwarzweiss-Fernseher mitangesehen und konnte die Mannschaftsaufstellung rauf- und runterbeten. Also konnte Deutschland überhaupt nicht verlieren. Für deutsche Kinder wird es heute nicht anders sein. Deutschland wird Weltmeister. Fragen wir hingegen Schweizer, wie weit die Schweiz kommen wird, dann sprechen die allenfalls von einer Teilnahme am Viertelfinale. Warum ist Optimismus eigentlich so grauenhaft unschweizerisch?
Blick auf den Schreibtisch eines Deutschen in der Schweiz:
June 9th, 2006 at 12:23 am
1) für das verhalten der bad bertricher können wir schweizer nix
2) für die deutschen boulevard-medien können wir schweizer nix
3) für den deutschen “gewinnen-müssen-druck” können wir ebenfalls nix
4) für unseren nicht-optimismus können wir viel, aber dann wären wir keine schweizer
5) wenn eure jungs morgen gewinnen und gut spielen, dann werden sehr viele schweizer das lobend erwähnen
6) die obigen verallgemeinerungen der schweizer mag ich nicht
June 9th, 2006 at 2:22 am
Ich bin ja mal wirklich gespannt. Bin eigentlich nicht so richtig fussballangefressen, aber heute werd ich mal ein wenig versuchen, den Patrioten in mir herauszukehren und mir das Eröffnungs-Matsch anschauen. In einer WG von Freunden in ZH-Altstetten, und, so weit ich weiss, sind da dann ausser einer Exil-Fränkin und einem Exil-Iren (und mir) alles Schweizer… Werde natürlich selbstredend für Deutschland klatschen, dabei aber genau beobachten, für wen und wie sich die Sympathien meiner Schweizer Mit-Zuschauer äussern und davon dann hier berichten…
P.S.: Jens, wenn ich “Tico” wäre, würde ich jetzt protestieren, dass du mein kleines Heimatland zwar zweimal richtig geographisch einordnest, es aber auch zweimal kurzerhand nach _Süd_amerika verfrachten willst…
Um nun aber einmal konstruktiv im Süden zu bleiben: Hugo Loetscher stellt in seinem “Der Waschküchenschlüssel” fest - mit einem “Inserat in einer Zürcher Tageszeitung” als Beleg -, dass Paraguay “als die ‘Schweiz’ Südamerikas” bekannt sei, wobei allerdings “in der guten alten Zeit” Uruguay diesen Titel inne gehabt habe. Und google zeigt mir, dass auch Chile und Argentinien um diesen schmückenden Beinamen buhlen. Hm … vielleicht, weil in diesen Länder gern und gut Fussball gespielt wird und die Schweiz dort den Ruf der europäischen Fussballnation schlechthin hat?
June 9th, 2006 at 6:58 am
@Mono
zu 1) Das war nicht ein Vorwurf, sondern eine resignierte Festellung. Die Deutschen in Bad Bertrich versuchen nett zu sein zu den Schweizern, und manche Schweizer freuen sich trotzdem über jedes Tor für Deutschland. Du merkst, ich sage nur noch “manche” und nicht mehr “alle”.
2) auch das ist keine Anschuldigung an die Schweizer (warum fühlst Du dich eingentlich dauert für alles verantwortlich gemacht?) sondern eine resignierte Feststellung
3) den Druck hat glaub ich jedes Land. Ich spüre ihn in Deutschland nicht mehr als anderswo. Wer werden die Deutschen Spieler nicht gleich umgebracht, wie das schon in Südamerika passiert ist.
4) wie wäre es mit “einmal über den eigenen Schatten springen”? Es hängt gerade eine Werbung aus in der Schweiz: “Jetzt geben wir unsere Neutralität auf…” es geht um die WM. Wunder sind also möglich
5) da danken wir jetzt schon für!
6) Weisst Du, Mono, das Leben ist im allgemeinen eine einzige lange Verallgemeinerung. Differenzieren können wir dann in den Kommentaren
:-)
Gruss, Jens
June 9th, 2006 at 7:18 am
Zum Glück haben nicht alle Schweizer etwas gegen die Deutschen.
An meiner Fakultät zumindest stelle ich mit Freude ein Auftauen stupider Anti-Deutscher Ressentiments fest. Ich glaube, manchmal spricht aus uns der “Bünzli-Schweizer” und der die Scham über die eigene Kleinkariertheit.
Aber es ja schliesslich evident, dass die Deutschen an der letzten WM nur durch Losglück in das Final eingezogen sind
June 9th, 2006 at 7:34 am
@ Jens: Dein heutiger Bericht klingt schon sehr resigniert und frustriert. Schade dass die Schweizer so negativ gegen die Deutschen eingestellt sind.
Ich habe den Vorteil, dass ich erstmal für die Schweiz sein kann und wenn die dann rausgeflogen sind, für Deutschland *g*.
Und ich überlege auch, ob ich meine Schweizerfahne raushängen soll… oder ob das vielleicht hier im Quartier auch komisch ankommt. Deswegen werd ich es wohl auch lieber lassen…
June 9th, 2006 at 8:07 am
Lieber Jens,
endlich Fußball (und Karin tritt heute um 19 Uhr in einer Modenschau auf!).
Aber: im Titel “alle”!
Gruß Peter
June 9th, 2006 at 8:07 am
err… ich hab bei der letzten WM ähnliches erlebt. Hauptsache gegen Deutschland…
June 9th, 2006 at 8:59 am
VAMOS TICOS!
Mal ganz ehrlich (ok, zynisch): Wer ausser den Deutschen hilft den schon den Deutschen?
Zum Trost: Die Welschen werden auch allen Gegnern der Equipe Tricolore helfen. Nicht weil FRA in derselben Gruppe spielt, sondern ganz einfach aus Prinzip.
June 9th, 2006 at 9:01 am
Ach was, man muss das mit Humor sehen. Wir Schweizer werden von Deutschen immer als Kuhschweizer belächelt oder zumindest haben wir dieses Gefühl, wenn Harald mal wieder einen Witz in der Show macht und umgekehrt machen wir eben unsere Witze über Euch Deutschen, was ist daran verkehrt? Das geht wohl allen Nachbarn so, auf der ganzen Welt, man mag sich nicht und zwar meist solange, bis man sich persönlich kennen lernt, egal ob Land, Dorf, Stadt oder Wohnung. Deutsche, die in Horden auftreten mögen wir nicht so, weil wir alles verstehen, was ihr so sagt und manchmal klingt das in unseren Ohren eben ganz schon grosskotzig, wenn Ihr rumtrötet, von wegen Weltmeister und so, da haben wir eben Schadenfreude, was ja auch natürlich ist. Wenn das die Brasilianer tun, versteht man das nicht und die brasilianischen, weiblichen Fans, tun den Rest. Daher mein Tipp: Schickt die Mädels raus und behaltet die Jungs im Hintergrund, kein Schweizer hat was dagegen, wenn weibliche deutsche Fans für Ihre Manschaft Partei ergreifen
June 9th, 2006 at 9:25 am
Um es kurz zu machen:
Man sollte Optimismus nicht mit Realismus verwechseln.
Zu behaupten Deutschland werde ganz bestimmt Weltmeister ist relativ realitätsfremd - schon fast gleich realitätsfremd wie zu behaupten, die Schweiz wird es. Aber ausschliessen kann man beides nicht, denn die Chance hat jede Mannschaft die an der WM teilnimmt und wir werden es sehen.
Den ganzen Artikel finde ich eher lachhaft (ausnahmsweise, sonst find ich deine Einträge sehr gut). Zuerst sagst du Deutschland hätte Optimismus dringend nötig und deshalb sei ein Weltmeister Titel so wichtig, dann behauptest du, dass es den Schweizern an Optimismus fehlt…
1. Völliger Widerspruch
2. Totale Pauschalisierung
Warum im Fussball soviele Schweizer gegen Deutschland sind?
) zu tun, die bei der “National Elf” besonders stark zum Vorschein kommt.
) dazustehen bei den Testspielen wird hier als baldiger WM bezeichnet und hochgelobt wie niemand anders. Von den Deutschen als Kommentar zur Schweizer Nati (mit ein paar Ausnahmen - zB in die Bad Betrecht) “ja die kommen nicht weit” oder was auch immer, jedoch oft recht arrogante Aussagen verglichen mit der Leistung, welche die Mannschaft erbracht hat.
Das hat mit der Arroganz der Deutschen (jaaa ich pauschalisiere jetzt auch mal
Eine Mannschaft, die sich abrakert um nicht gerade als loser (nur mit einem o
Aber die bösen Schweizer sind ja so gemein zu den armen Deutschlandfans
June 9th, 2006 at 9:40 am
Hallo Jens,
im Fußball mag es auch faule Spieler geben, die kleinen Rempler bezeichnet man jedoch als “Foul”.
Ansonsten: “Hopp Schwiiz” so lange die Schweiz nicht Weltmeister wird. Vielleicht ergibt sich jedoch die Gelegenheit, im Verlauf der Weltmeisterschaft England oder Holland rauszuhauen. Dann drücke ich der Schweiz in jedem Fall meine Daumen - und zwar alle beide.
June 9th, 2006 at 9:47 am
Jens, wir sind übrigens nicht das einzige Land mit roter Flagge und weissem Kreuz, das eine gewisse Abneigung gegen Siege der deutschen Nationalmannschaft zur Schau stellt. Auch bei eurem nördlichen Nachbarn sind die gleichen Argumente des öftern zu hören.
Bei uns in der Strasse herrscht übrigens friedliches Miteinander der Nationen. Brasilianische, italienische, schweizer und deutsche Flaggen hängen da aus den Fenstern.
Und zum Schluss, was soll ich denn sagen, wenn sogar meine Tochter (mit u.a. deutschem Pass) die deutsche Nationalelf erst etwa an vierter Stelle ihrer Unterstützungsskala stellt?
June 9th, 2006 at 10:10 am
An einem solchen Wettbewerb geht’s doch genau um die Konkurrenz. Und die ist zwischen 2 Nachbarländern natürlich grösser als sonstwo. Da reagieren Schweizer ziemlich gleich, wenn Österreicher im Wintersport besser sind (was in letzter Zeit oft der Fall war).
Ich denke, da geht’s um gesunde Konkurrenz zwischen “Brüdern” und nicht um “alle Deutschen sind doof (oder so unanständig wie es halt einige sind)”.
Zwischen Kantonen haben wir das ja auch - ich denke zwischen Bundesländern gibt’s wohl auch sowas. Nicht?
June 9th, 2006 at 10:11 am
@ Jens: ist es nicht allzu verständlich, wenn, wie in diesem Fall, sich manche/viele Schweizer, angesichts der langen und erdrückenden Latte oftmals mit viel Glück zustande gekommener Erfolge, gegen die Erfolgsverwöhnten stellen. Leider zählt Bescheidenheit nicht unbedingt zu den Stärken meiner/unserer (deutschen) Landsleute und das manchmal grössenwahnsinnige Gedöns der Vergangenheit tut dann ein Übriges.
Wer sich an die dümmlichen und unglaublich arroganten Äusserungen eines Herrn Beckenbauer von 1990 erinnert, braucht sich über Häme und Ablehnung kaum zu wundern. Ein anderes gutes Beispiel für ‘grosse Klappe und nichts dahinter’ ist seit 40 Jahren England.
War es nicht erfreulich und erfrischend, als 1992 und 2004 mit Dänemark und Griechenland zwei Länder Europameister wurden, mit denen kaum jemand gerechnet hatte?
In diesem Sinne wünsche ich der Schweiz, gerade auch wegen ihrer vorbildlichen Nachwuchsarbeit, dass sie für viel positive Furore sorgen und vielleicht den ‘verdienten’ Erfolg einfahren kann.
Im Übrigen bin ich mir sicher, dass auch der/die SchweizerIn einen verdienten Erfolg der deutschen Nationalmannschaft fairerweise anerkennen wird.
Ansonsten soll es sich beim Fussballspiel doch angeblich um die schönste Nebensache der Welt handeln und nicht um die Fortsetzung eines Krieges mit anderen Mitteln. Manchmal habe ich da allerdings grosse Zweifel, besonders bei den Jaucheschmierfinken der Blödzeitung.
June 9th, 2006 at 10:17 am
Ich werde auch den Mittelamerikanern die Daumen drücken. Nicht aufgrund von Anti-Deutschen-Ressentiments sondern weil sie gegen Deutschland als Aussenseiter antreten. Ich würde mich für das kleine Land freuen, wenn sie Erfolg hätten.
Deutschland wünsche ich den Erfolg an der WM im Allgemeinen! Es würde mich freuen, wenn die Deutschen durch einen Erfolg an der WM ihre Miesepeter-Laune ablegen könnten und endlich wieder optimistisch in die Zukunft schauen würden. Wir Schweizer haben ein grundlegendes Interesse daran, dass es unserem Nachbarn im Norden gut geht.
He Deutschland, fühl dich mal wieder gut! Und mach nicht immer einen auf beleidigte Leberwurst! Wir Schweizer mögen dich so wie du bist (im Allgemeinen).
P.S.: Hatte gestern den Eindruck auf SF, dass der herzliche Empfang in Bad Bertrich sehr wohl anerkannt wurde. Ich persönlich war gerührt ob soviel entgegengebrachter Herzlichkeit!
June 9th, 2006 at 10:59 am
Im Fussball haben die deutschen ja Holland als Erzfeind und wir schweizer eben die deutschen. Ist ja nicht bös gemeint, aber findet euch damit ab, dass in der Schweiz kaum jemand den deutschen die Daumen drückt.
Ich sehe das ganz wie Mario Basler: “Klinsi Weltmeister? Der ist doch beim Endspiel längst wieder in Kalifornien…”
Aber trotzdem viel Glück, auch wenn ich heute Abend auch für Costa Rica bin!
June 9th, 2006 at 11:35 am
@Ludwig:
Ich denke, das was die Schweiz Fussballmässig in den letzten Jahren erreicht hat, hat wenig mit Glück zu tun. Ob man das bei der Deutschen Mannschaft auch sagen kann sei mal dahin gestellt. Ich würde jedoch eher behaupten, dass die Deutschen des öfteren mehr Glück haben anstatt sie Leistung erbringen.
June 9th, 2006 at 12:46 pm
Wenn ich so die Kommentare lese, drängt sich mir der Eindruck auf, dass mit zweierlei Maß gemessen wird: wenn die Brasilianer/Italiener/Spanier/Tibeter dröhnen, dass ihre Spieler die Besten sind und sie eigentlich nur Weltmeister werden können, ist das Optimismus.
Aber wenn die Deutschen ihrer Mannschaft zutrauen, ins Finale zu kommen (und dort waren sie in den vergangenen Jahrzehnten ja einige Male) ist das Arroganz?
Ich bin absolut kein Fußball-Fan und mir geht die WM am A…. vorbei, aber ich denke nicht, dass wir dieses Urteil verdienen, nur weil wir Deutsche sind.
June 9th, 2006 at 12:48 pm
Nun, wir Schweizer sind halt ein Volk von Masochisten.
Ansonsten wären wir nicht gegen die Deutschen - denn die gewinnen ja (fast) immer.;-)
June 9th, 2006 at 1:10 pm
@ Administrator
Du hast gepostet
“Die Deutschen in Bad Bertrich versuchen nett zu sein zu den Schweizern, und manche Schweizer freuen sich trotzdem über jedes Tor für Deutschland” -
a) “versuchen? Ja, you have to TRY REALLY hard; manche Deutsche sind von Natur aus nicht “nett”
b) Ballack will m.E. gesund und unverletzt bleiben - für Chelsea, wo die Boni enorm sind. Imo, he’s a “pretty boy”, like Beckham.
P.S. “Bollock” in English means “Hode” . So if Ballack does not perform well at Chelsea, he will for sure be given a new name : Bollock.
Die sprachlichen Nuancen sind interessant, oder
June 9th, 2006 at 1:18 pm
@Branitar: Wenn jemand sagt “wir werden Weltmeister” hat das unabhängig vom Land (mal ausnahme Brasilien) nichtmehr nur mit Optimismus zu tun, wäre aber vernachlässigbar. Dass man in Deutschland dann aber auch zum Beispiel überdie CH-Mannschaft sagt “die kommen nicht wiet, können ja nix” und selber nichtmal eine Qualifikation bestehen musste (was vielleicht nach hinten losgegangen wäre) ist arrogant.
June 9th, 2006 at 2:06 pm
glücklicherweise ist diese seite nicht von schweizern gemacht worden
June 9th, 2006 at 2:08 pm
Speziell für den armen Jens prangt auf der heutigen Ausgabe der “20 Minuten Week” eine Schweizerin in deutschem Trikot. Es gibt sie also, die Schweizerinnen und Schweizer, welche für Deutschland fanen!
June 9th, 2006 at 3:23 pm
Also was den Match Costa Rica - Deutschland betrifft bin ich auch für deutschland, aber nur weil costa rica eine ähnliche rolle hat wie wir. Auch sie erwartet man nicht unbedingt an einer WM. Der jööh-effekt tut sein übriges. Die schweizer aus den bergen die von den Türken verprügelt wurden…. ich wünsche deutschland viel glück aber heute abend bin ich für die anderen… allen vorurteilen gerecht werdend.
June 9th, 2006 at 3:42 pm
@Jens
Ich denke sehr wohl, dass der freundliche Empfang und die positive Stimmung der Bad Bertricher hier in der CH ‘angekommen’ ist. Also zumindest mich persönlich freuts, dass die Bad Bertricher offenbar stolz sind, die CH-er bei sich zu haben und sich darüber hinaus auch positive Auswirkungen auf die Entwicklung ihres Ortes erhoffen. Immerhin bedeutet das ja, dass die CH-er Nati nicht als ‘noname’-Mannschaft angesehen wird!
Und was das ewige Rumhacken auf den Deutschen betrifft: ich denke, persönlich haben die wenigsten Probleme mit Deutschen (im direkten Kontakt stellt man ja auch meist schnell fest: Hui, die sind ja gar nicht soo arrogant;;-)), allerdings ists auch nicht erstaunlich dass Schadenfreude vorherrscht, wenn die (sich stets im vornherein selbst feiernden; erinnert sei mal an den Grandprix Eurovision) Deutschen auf den ‘Sack’ bekommen… scheint mir eine relativ normale Reaktion zu sein.
Hoffe doch, der (falls mich mein Eindruck nicht täuscht) Bierernst deiner letzten Schweizeraufdeutschenrumhack-Beiträge ist keine Schweizmüdigkeitserscheinung, sondern lediglich die Vorfreude auf das sehrbaldige erste WM-Bierli?;-)
Gruss und Prost!
June 9th, 2006 at 4:41 pm
Ich würde mal gerne wissen, woher die ganze “Germanophobie” der dt. Nachbarländer kommt. Das kann doch nicht nur an der längst vergangenen Diktaktur oder einiger “lauter Deutscher” im Ausland kommen?!
Ob Holland, Großbritannien, Österreich, Polen, Dänemark und auch Frankreich (siehe Börsenfusion mit den Amerikanern), kann sich mit Deutschland niemand richtig anfreunden.
Solange die BRD als Zahlmeister der EU Verwendung findet, ist alles in Ordnung. Wenn von Deutschland heute tatsächlich keine Bedrohung mehr ausgeht, militärisch oder wirtschaftlich, woher kommt dann immer noch das “wie die Katze um den heißen Brei herumschleichen” der Nachbarstaaten in Bezug auf D? Ein Land, welches als solches mehr oder weniger zu vernachlässigen ist, könnte dann nicht immer und überall die Wellen hochschlagen lassen und das nicht nur auf den “Bolzsport” bezogen. Ich bitte um postings!
June 9th, 2006 at 9:26 pm
@ichbins
…vielleicht ist es aber auch nur eine auf Erfahrung (die letzten paar Welt- und Europameisterschaften) beruhende Einschätzung?
Man kann nicht alles immer nur auf Glück und fehlendes Können abschieben. Dass Deutschland sich dieses Mal nicht qualifizieren musste, hat seine Gründe in den Regeln der FIFA. Immerhin gibt es die White-Card auch nicht erst seit diesem Jahr. Ich weiss es nicht und bin zu faul, es nachzulesen, aber ich kann mir vorstellen, dass die Schweizer 1954 auch eine hatten. Hat es geholfen? Offenbar nicht.
Wie du selbst gesagt hast, hat jeder seine Chance (das hat man zuletzt bei der EM gesehen). Ob die Einschätzung bezüglich der Schweiz korrekt waren, werden wir spätestens in einigen Wochen sehen. Das aber den Deutschen als einzigen als Arroganz auszulegen hat dann vielleicht eher was mit (d)einem Minderwertigkeitskomplex oder schlicht grundloser Deutschen-Feindlichkeit zu tun?
Als Schweizer (oder zumindest speziell du) darf man den Deutschen Arroganz und was weiss ich vorwerfen und das ist dann ok, aber wenn ein Deutscher mal eine Einschätzung zur Schweizer Nati (die sicher nicht alle teilen, so wie wohl auch nur eine Minderheit hier daran glaubt, dass D Weltmeister wird) abgibt, ist das gleich verwerflich und arrogant, und überhaupt die bösen bösen Deutschen, sollen doch alle wieder nach Hause gehen und den Mund halten, taugen eh nix?
Gottseidank habe ich alle Schweizer, denen ich bisher begegnet bin, als nette, zuvorkommende und sehr angenehme Menschen kennen gelernt, so dass du wohl ohnehin nur einer Minderheit angehörst…
June 9th, 2006 at 9:31 pm
P.S. Ich gönne es den Schweizern durchaus, dass sie weiter kommen als die Deutschen, nur um nicht einen falschen Eindruck entstehen zu lassen.
Aber wie schon gesagt, grundsätzlich kann ich mit Fußball nichts anfangen und der ganze Rummel um die WM geht mir ziemlich azuf den Senkel…
June 9th, 2006 at 9:55 pm
Der EU-Vergleich ist hier fehl am Platz. DIe Schweiz ist nicht in der EU
Also so wie Deutschland heute gespielt haben sind sämtliche Behauptungen voll Weltmeister Deutschland realitätsfremd. Witzig fand ich die beiden Deutschen hinter uns die meinten “schau mal wie die mit Costa Rica Katz und Maus spielen”. Das Spiel war ziemlich ausgeglichen. Katz und Maus hat da Deutschland bei weitem nicht gespielt, sondern eher Glück gehabt, dass es zu einem solchen Resultat kam. (Bin selber überrascht, dass sie nicht stärker waren!)
Zum Thema “die bösen Schweizer sind im Fussball so gemein zu uns”. Vor uns jubbelten ein paar extrem laut - ja am lautesten von allen in der Umgebung wenn die Deutschen kein Tor schossen, oder eins bekamen. Ohh Wunder es waren keine Schweizer, sondern Engländer die sich aufs Bellevue “verirrt” haben. Soviel dazu
June 9th, 2006 at 11:02 pm
Hey Jens, erst Mal Glückwunsch zum Sieg! Wie wär’s mit Ferien in D während der WM? Ueberhaupt frage ich mich (wenn ich deine Beiträge so lese), ob du wirklich feiwillig in die Schweiz gekommen bist vor 5 Jahren? - haben sie dich etwa in diese Alpenbastion entführt, zwangsversetzt oder hat dich die allgemeine Depression, unter der die Deutschen seit Jahren leiden, zu dieser Kurzschlusshandlung getrieben? Ich bin seit 17 Jahren aus Liebe (zu einem Schweizer und zur Schweiz) hier und fühle mich sau wohl - als Kind vom Hochrhein war es für mich natürlich easy: Zürich 50 km, Berlin 800km - alles klar? Also schau dir doch die weiteren Spiele der deutschen Jungs in Waldshut an - nur ein Katzensprung und schon fühlst du dich daheim.
June 10th, 2006 at 12:17 am
Jahrelang galt die Fussballdefinition: “Fussball ist ein Spiel für 22 Spieler - und am Schluss gewinnen die Deutschen.” Kommt dazu: Wir erinnern uns daran, wie der deutsche Trainer öffentlich verkündete, seine Mannschaft bestehe aus lauter Schrott. Wir hören deutschen Fussballkommentatoren zu (weil die meisten deutschschweizerischen schlicht unerträglich sind), wie sie die Spielkünste des deutschen Teams mit Häme überschütten (bis sie dann trotz allem gewinnen - siehe die Definition). Es galt die Devise: Wir müssen gewinnen - alles andere zählt nicht. Das weckt bei den weniger Erfolgreichen wenig Sympathien. Die wenigen Journalisten, Spieler und Funktionäre, die neben Augenmass auch Selbstironie, Witz und Charme verbreiten, haben das Imitsch der deutschen Fussballnati bisher nicht ändern können.
June 10th, 2006 at 2:45 am
Liebe Schweizer,
was mir auffällt ist, dass Eure Abneigung einseitig ist und nicht erwidert wird. Es tut mir leid, aber ich habe in meinem ganzen Leben noch nie einen Ausdruck wie “Kuhschweizer” oder etwas ähnliches über unser Nachbarland in Deutschland gehört. Sowas legen nur Schweizer den Deutschen in den Mund. Im Gegenteil: Die Mehrheit der Deutschen haben eine ganz unerklärliche und naive Zuneigung zur Schweiz - und halten das Land eher für fortschrittlich und vorbildlich. Was es nur bedingt ist. Das “Heidi-Image” kommt eher aus der Schweiz selbst und wird schön für die Touristen kultiviert.
Und was die fußballerischen Erfolge betrifft: Klar, liebe Schweizer. Wenn die Deutschen gewinnen, war es stets nur Glück. Wenn die Engländer oder Italiener verlieren, war es stets nur Pech. Die Deutschen gewinnen Titel nur mit unverdientem Glück und dem unverdienten Pech der Anderen. Und wenn die Griechen oder Dänen mal einen Titel mit Glück holen, dann haben die das natürlich stets verdient. Weil die Griechen, Portugiesen, Holländer, Belgier etc. immer die besseren Menschen sind. Nette Deutsche sind ja die Ausnahme, nette Schweizer, Griechen, Spanier, Italiener stets die Regel. Und niemand ist arrogant und nationalistisch bis auf die Deutschen. Stimmt das so, liebe Schweizer? Dann entschuldigt doch bitte, das wir Eure Nachbarn sind, die Euch dann auch noch unsere dumme deutsche Sprache (in welchem Dialekt Ihr sie auch immer sprecht) aufgezwungen haben. Besser, Ihr stellt Euch auf Französisch um. Ach, die Welschen mögt ihr ja auch nicht. Prima, dann sind wir Deutschen ja nicht ganz alleine. Und die Italiener findet Ihr ja auch nur gut, so lange sie in Italien bleiben? Ach so… Nicht so sprechen von all den anderen “Yugos”. Eigentlich sind ja die Leute aus dem Nachbarkanton/aus Zürich/Basel/Bern auch ganz schön arrogant und fast schon Deutsche in ihrer Art. Eigentlich sind alle Ärsche, bis aufs eigene Dorf, oder?
June 10th, 2006 at 11:30 am
@ Dr Schmidt. Seit eh und je sind die Italiener die beliebsten Ausländer
in der Deutschschweiz. Die Umfragen bestätigt das.
Ich persönlich mag Männer die warmherzig, grosszügig, objektiv, romantisch veranlagt, kinderliebend, positivdenkend, einen ausgeprägten Sinn für Humor haben und sympatisch sind. Ich meide (wenn möglich) Menschen die neidisch, geizig, humorlos, immer negativdenkend/schlechtgelaunt, schlau, kaltherzig, egoistisch und unsympatisch sind.
P.S. Ist die Mehrheit auf diesem Forum Deutsche?
June 10th, 2006 at 12:04 pm
@Fiona
Click mal auf den sitemeter Knopf (grün) ganz unten rechts in der Sidebar, oder hier:
http://www.sitemeter.com/?a=stats&s=s21blogwiesecount&r=83
dann siehst Du, wo die Leute herkommen. Deutsche sind eher die Minderheit hier.
June 10th, 2006 at 4:33 pm
@Thomas W.:
Kann es sein, dass Du das ganze eher als schwarz/weiss siehst?
Persönlich ist eine gewisse Skepsis gegenüber Deutschen da - ja. Ehrlich zugegeben. Aber, wie auch schon gesagt, und glaub’ auch, wie die meisten (Schweizer) hier auch angeben: Ich kenne eine Vilezahl an Deutschen - und habe vielleicht von zweien bis jetzt sagen müssen, die waren mir unsympathisch: In etwa normaler Durchschnitt, egal woher die Leute kommen.
Es ist nicht schwarz oder weiss, wie Du das darstellst. Ich könnte nicht sagen, ich liebe die Deutschen, das ist schlicht nicht wahr. Aber ich kann auch nicht sagen, ich habe etwas gegen Deutschte - genausowenig, ist auch nicht wahr.
Wie so vieles liegt die Wahrheit etwas differenzierter dazwischen. Vielleicht kann ich es so ausdrücken: “Den Deutschen” mag ich nicht so besonders, Menschen, welchen ich begegne und die sind von Deutschland aber eigentlich schon.
Zitat von Dir: “Dann entschuldigt doch bitte, das wir Eure Nachbarn sind, die Euch dann auch noch unsere dumme deutsche Sprache (in welchem Dialekt Ihr sie auch immer sprecht) aufgezwungen haben.”
-> Das ist genau die plakative Art und Weise, welche mir persönlich Mühe macht.
Darauf bestehen und klarstellen, dass es eben doch Deutsch ist was wir reden und KEINE eigene Sprache… Mann, lass uns doch die kleine Freude daran, zu glauben, wir sprächen eine eigene Sprache. Akzeptier das einfach und fertig. Dann kommen wir viel besser miteinander klar…
Deutsche und Schweizer haben grössere Kultur-Unterschiede als die meisten Deutschen glauben und weniger als die Schweizer glauben. Es ist irgendwo in der Mitte.
-> Genau hier tut uns Blogwiese einen grossen Dienst, und dafür liebe ich die Seite
Gruss
Widi
June 11th, 2006 at 12:03 am
Zu „ist Optimismus unschweizerisch?“
Optimismus sollte nicht mit logischem Realismus verwechselt werden. Z.B. ist es irgendwie logisch, dass aus 7 Mio. CH-Bürgern vermutlich nicht eine so schlagkräftige Fussballmannschaft herausgepickt werden kann, wie aus 80 Mio. Deutschen.
Wie viele Male hat die Schweiz schon eine Fussball-WM gewonnen? Wie viele Male Deutschland? Ich kenne die Antworten nicht, da ich überhaupt kein Fussballfan bin. Ich gehe aber davon aus, dass die Deutschen rein statistisch einen Vorteil in diesem Vergleich haben.
An Herrn Dr. Schmidt
Gerne liefere ich Ihnen eines der verlangten Postings. Gleich zu Beginn: ich habe leider keine universitäre Bildung und interessiere mich auch nicht besonders für Fussball. Dennoch hoffe ich, in Ihrem Sinn antworten zu können.
Die Antwort auf die Frage, woher die „Germanophobie“ kommt, kann sicher nur mit einer fundierten, gross angelegten Studie realitätsnah beantwortet werden. Die Form eines Blogs erlaubt meines Erachtens nur Gedankenanstösse. Hier einige dieser Gedanken:
- Deutschland IST für die EU (und CH) wichtig. In vielem hat D eine Vorbildrolle. Genau deswegen spielt sicher eine Menge Neid mit. (Ich kann solches auch in Richtung frankophoner CH gegenüber F beobachten. „Geschieht den Franzosen recht, die mit ihrer grossen Klappe…“ etc. Deutschland ist nicht das einzige Land, denen man Erfolg manchmal nicht gönnen mag.)
- Wer immer ein wenig in der Aussenseiterrolle steht – vielleicht auch gar nicht so unfreiwillig und unglücklich damit – kann sich halt besser in die Personen in der selben Lage einfühlen; und weniger in die Haut der Favoriten.
- Die Mentalitätsunterschiede EXISTIEREN. Respektierten wir also alle einander, ohne gleich zu erwarten, dass die anderen gleich wie wir ticken müssen, wären all diese Diskussionen überflüssig. Aber sind wir nicht einfach alle Menschen mit Emotionen, die wir nicht immer alles begründen können, was wir tun?
- Unliebsame Komentare verletzen manche mehr, manche weniger. Die deutsche Seele kann ich nicht so nachvollziehen, wie meine eigene eidgenössische. Mich persönlich nervt, wenn unser ganzes Volk pauschal nicht für voll genommen wird, z.B. als Hinterwäldler, die das 21. Jahrhundert noch nicht mitbekommen haben, betrachtet wird.
- Am unverständlichsten sind Pauschalurteile, von Ausländern, die gar keine persönlichen Kontakte zu Schweizern haben. Im Gegenzug haben die Schweizer, die sich in diesen Zeilen verallgemeinernd über „die Deutschen“ äussern, vermutlich auch wenig bis keine persönliche Kontakte zu Bundesbürgern. Meinungen übernehmen statt selber eine solche bilden ist halt bequemer.
- Gegen Pauschalurteile und vorgefasste Meinungen kann ich nur allen empfehlen: Reisen! Und zwar nicht nur vom Flughafen zum Taxi/Mietauto und dann ins wohlbehütete Hotel einer internationalen Kette, zum Restaurant mit bekanntem Namen und in den Selbstbedienungs-Supermarkt einer globalisierten Marke. Sondern sich zu Fuss, mit dem Fahrrad, auf dem Markt, im Restaurant mit nur einheimisch geschriebener Speisekarte, in Gastfamilien etc. durchschlagen. So lernt man nicht nur die touristische und klischeebehaftete Seite eines Landes, sondern auch die Leute wirklich kennen.
June 11th, 2006 at 12:11 am
So, hier wollte ich ja noch meine Erfahrungen vom ersten Spieltag zum besten geben:
Mittags in der Kantine warf ich einmal Jens’ Satz von den “Schweizer Fussballfans als einig Volk von Costa-Rica-Fans” in die Runde, worauf sich unter den Schweizer Kollegen ein zustimmendes Gelächter erhob. Gleichzeitig kam aber auch der Trost:”Nimm’s nicht so ernst, ihr steht nicht an letzter Stelle, die Türken z.B. mögen wir noch weniger.” und der Vergleich, dass ja “die Welschen gegen die Franzosen, die Tessiner gegen die Italiener und die Bündner gegen die Österreicher” seien.
Am Abend dann: Es stimmte, die Schweizer hielten schon überwiegend zu Costa Rica. Und die anwesenden Kinder taten ihre Meinung laut und hüpfend kund:”Drüü - ZWÄI, Drüü - ZWÄI, Drüü - ZWÄI!” Allerdings: Es hing nicht nur eine Schweizerfahne neben der Übertragungsleinwand, nein, sondern, oh Wunder, auch eine DEUTSCHE Fahne! Eine der Schweizer WG-Bewohnerinnen erzählte mir, sie sei eigentlich halb Schweizerin, da sie einen deutschen Vater habe, und das Aufhängen der Fahne habe sie einfach durchgesetzt. Und nach dem Spiel habe ich keine Bemerkungen gehört, die den deutschen Sieg schmälern oder nicht anerkennen wollten - genausowenig übrigens wie im Studio SFzwei während der Halbzeitpause Polen-Ecuador, da wurde das Spiel der Deutschen fair analysiert, fand ich.
Jens, meine Ermunterung: Ganz so traurig sieht es nicht aus für einen deutschen Fussballfan in der Schweiz!
June 11th, 2006 at 12:37 am
@Jens und Fiona: Zu den Nationalitäten der Forumsbesucher: Das Sitemeter, in dem ich gerade die Zahlen “76,72% Switzerland” und “16,63% Germany” las, kann leider noch nicht nachsehen, ob der vor dem Bildschirm Sitzende einen Schweizerpass oder einen Personalausweis in der Tasche hat, sondern lediglich, von wo aus sich der Computer, von dem die Seite aufgerufen wird, ins Internet eingewählt hat. Theoretisch (wenn auch sehr unwahrscheinlich - nur zur Verdeutlichung der Aussagekraft der Werte) könnten die 16,63% alles Schweizer in Deutschland und die 76,72% alles Deutsche in der Schweiz sein.
Jens, wie wäre es da mal mit einer Umfrage auf der blogwiese (”Ich bin Deutscher, Schweizer, Secondo, …”), z.B. mit http://tinyurl.com/qanv4?
Beste Grüsse, Martin
June 11th, 2006 at 12:40 am
@widi: Seltsamerweise mögen die Deutschen ihre Nachbarn recht gerne - egal ob Dänen, Holländer, Belgier, Franzosen, Österreicher, Schweizer etc….
und fahren auch stets im Urlaub dahin.
Die Schweiz sehen wir eigentlich besonders positiv - und zwar jenseits von “Heidi” und Jöh-Faktor, und bewundern vieles dort (und manches sicher auch zu unrecht).
Was mich eher nervt, ist dass uns gerne von Schweizern unterstellt wird, wir würden Euch als Kuhschweizer betrachten oder irgendwie schmähen. Und das wird dann als Entschuldigung für Vorbehalte gegen die Deutschen angeführt. Aber das ist einfach nicht wahr!
Im Gegenteil, wir mögen Euch eigentlich viel zu sehr und sehen Euch auch dort als Vorbild, wo Ihr es vielleicht gar nicht seid. Und sind nur fassungslos darüber, was Ihr manchmal über uns denkt. Und wie jemals ein Schweizer glauben könnte, wir sähen Euch als “Kuhschweizer” oder Hinterwäldler an…
Auch beim Sport gönnen wir Euch Eure Erfolge. Ebenso beim Eurovision Song Contest - außer, wenn Ihr Euch von einem hier ausrangierten, frustrierten Deutschen Eure Lieder schreiben lasst.
Was die Unterschiede betrifft: Es gibt meiner Meinung nach eine größere Kluft zwischen Rheinländern und Sachsen als zwischen Schwaben und Schweizern.
Ihr seht Deutschland gerne als eine riesige Einheit - mit fast 83 Millionen Menschen, die alle eine Mentalität teilen und eine Sprache sprechen. Aber noch nicht mal das stimmt. Als ich von Nordrhein-Westfalen nach Bayern umgezogen bin, war es anfangs wie ein Umzug ins Ausland.
Von der Sprache her wie vom Essen (Leberkäs, Schweinsbraten, Kässpätzle) bis zu diesen riesigen, nie zuvor gesehenen Bierkrügen (Mass) mit einem Liter Kapazität als Standardglas im Biergarten. Wo ich herkomme, bekommt man Bier als 0,2 oder 0,3… Und dann gab es damals weder Currywurst hier in München und wenn man Pommes mit Mayo haben wollte, wurde erst mal in allen Schubladen gesucht, ob sich irgendwo noch abgelaufene Mayonnaise fand und rätselte, was ich damit anstellen wollte (hat sich mittlerweile geändert). Und auf den Wunsch nach Malzbier (z.B. Vitamalz) meinte die Bedienung überrascht: aber Malz ist doch in jedem Bier…
Fahrt doch öfters mal nach Deutschland - und nicht nur zum vielgeschmähten aber gern genutzten Aldi, sondern nach München, Hamburg, Berlin, Köln - und lasst Euch mal auf die Menschen ein. Ihr werdet überrascht sein, denke ich. Und wenn Ihr dann zu einem Deutschen sagt: Ihr seid ja uns Schweizern recht ähnlich, wird er das normalerweise nicht als Beleidigung, sondern als Kompliment empfinden.
June 11th, 2006 at 9:49 am
An Thomas W.
Die von dir geschilderten interessanten Erfahrungen hüben und drüben des Weisswurstäquators wären auch mal einen Blog wert (gibt es vielleicht schon, ist aber Schweizern wohl weniger bekannt).
Zum Hinterwäldler im 21. Jahrnundert:
Mein entsprechender Abschnitt ist ein Seitenhieb auf den zur Zeit letzen Kommentar in http://www.blogwiese.ch/archives/284
June 11th, 2006 at 8:02 pm
@ Phipu
Vielen Dank für Ihre Antwort. Diese läßt durchaus “universitäres Bildungsniveau” erkennen.
Bezgl. 21. Jahrhundert: Eine Pauschalverurteilung abzugeben lag nicht in meinem Sinn. Ich wollte damit niemanden beleidigen. Es höheres Bildungsniveau ist demzufolge auch nicht identisch mit geistigem Weitblick oder diplomatischen Einfühlungsvermögen. Ich entschuldige mich hiermit für meine unbedachte Äußerung.
Zudem sehe ich die vehemente Weigerung der Schweizer einer EU beizutreten als eine durchaus kluge Entscheidung, selbst noch im 21. Jahrhundert, an. Die “ungeahnten Chancen” welche den derzeitigen EU-Staaten von den treibenden Visionären hier vorausgesagt wurden, sind heute in vielen Dingen nicht einmal mehr das Papier wert, auf dem sie niedergeschrieben wurden. Wie sagte mir einmal ein Schweizer Landwirt dazu so treffend: “Ich kann auch nicht alle Tiere in einen Stall stecken, nur weil sie vom selben Bauernhof kommen!”
June 11th, 2006 at 10:34 pm
An Herrn Dr. Schmidt
Danke für die Entschuldigung, ist eigentlich schon vergessen. Die mir abgehende „Motzkultur“ hielt mich ab, gleich sofort einen bissigen Kommentar darauf zu schreiben; ausserdem schien auch niemand anderes provoziert. Nach „zuwarten“ und Faust im Sack machen, stellte ich dann fest: Die folgenden Kommentare vertrugen sich besser mit einem Doktortitel (an „studierte Leute“ sind die Erwartungen eben höher). Ausserdem konnte ich jetzt meine Gegen-Provokation doch noch anbringen.
Zur EU: Ich bin nicht mehr so sehr für einen raschen Beitritt zur EU „wie auch schon“. Heute erkenne ich zunehmend die Nachteile. Z.B. klare Rolle als Zahler-Staat. Unsere Politiker verstehen es übrigens jetzt schon sehr gut, alle Gesetzesänderungen (z.T. auch stumpfsinnige) als Anpassung an EU-Normen zu verkaufen. Dieses Argument sticht immer. Manchmal glaube ich, wir seien in vielem schon EU-kompatibler als die EU-Staaten selbst. Wenn die EU endlich vollständig Schweiz-kompatibel ist, werden wir sicher beitreten.
Da es hier um die Deutschlandphobie geht, kann ich dazu ein wenig Trost spenden. Heute sah ich in einer welschen (französischsprechenden) Gemeinde beim durchradeln ein Haus mit mehreren Deutschland-, Brasilien- und Ferrarifahnen geschmückt. Schweizerfahne hatte es übrigens keine… Ich würde das sportliche Neutralität nennen.
June 11th, 2006 at 11:20 pm
Also dieses Bild von Bad Bertrich finde ich persoenlich wahnsinnig lieb und irgendwie auf einer sehr persoenlichen Ebene nett. Danke den Deutschen da fuer sowas
Da ist mir der grosse Nordkanton grad wieder viel sympathischer.
Ich muss zugeben, ich fuehle mich (bzw mein Land, die CH) auch eher als Urlaubsort etc wahrgenommen, denn irgend was anderes. Kuhschweizer ist natuerlich ein hartes Wort, aber man muss eigentlich nur einmal kurz ein bisschen deutsche Comedy ansehen (die ich uebrigens sehr mag), um zu sehen, welches Klischee da von uns Schweizern verarbeitet wird. Nun ist Comedy und Realitaet was anderes, aber das erstere baut auf letzterem auf. Insofern ist das nicht voellig unwahr.
Persoenlich treffe ich hier in Zuerich auf immer mehr Deutsche und Deutsche Kennzeichen an Autos. Auch in privaten Kreisen tauchen immer mehr Deutsche auf. Und irgendwas generell Negatives habe ich bis jetzt nicht feststellen koennen
Dennoch. Ich glaube ich kenne Deutschland nicht, abgesehen von dem, was wir per ARD/ZDF usw mitkriegen, die ja viele Schweizer ansehen. Vieleicht wirds mal Zeit, dass ich mir das Land ansehe, das da grad noerdlich von uns liegt, und das ich Deutschland jenseits von Yachten namens “Bernadette II” suchen geh. Ich weiss ja nichtmal, wie Currywurst schmeckt.
June 12th, 2006 at 12:49 am
Noch eine letzte Ergänzung: Es scheint ja auch genügend Schweizer zu geben, die sich über den oft zitierten “Jöh-Faktor” ärgern.
Na, dann versuch’s mal, mit einem bayerischen “Grüß Gott!” in Köln und warte auf die Reaktion (ist meist sowas wie: “Mach ich, wenn ich ihn sehe” oder “Grüß ihn doch selbst”). Oder was meinst Du, wie niedlich die Berliner und Hamburger die bayerischen Lederhosen und Dirndl finden und wie drollig die bayerische Sprache. Eine Bayerin in Hamburg bekommt auch andauernd zu hören, wie niedlich doch ihr Akzent ist. Angeblich ist bayerisch der erotischste deutsche Dialekt - wobei die bestimmt nicht das Schwizertütsch mitgezählt haben, denn das dinden hier einige Männer supererotisch bei Schweizerinnen.
Über Sächsisch gibt es im Rest von Deutschland auch genügend Witze und Schwäbisch wird je nach Region bespöttelt oder den Leuten fallen gleich die Ohren ab. Auch Fränkisch ist in anderen Regionen stets für einen Lacher gut (speziell rollendes “R”, Experte darin “Loddarrr Matthäus”, während man in Bayern seltsamerweise China nicht wie sonst üblich “Schina” sondern “Kina” ausspricht und jeden “Schina”-Sprecher für einen Trottel mit Sprachfehler hält. Auch das Hamburger “st” (”S-tein”) gilt hier als lustig.
Das Plattdüsch (z.B. westfälisches Münsterland) hingegen finde ich viel unverständlicher als selbst Berndüüdsch, dabei bin ich in der Kante aufgewachsen. Letzlich sind wir ein ganz schön heterogener Haufen hier in Deutschland und lachen auch über einander und vertragen uns dennoch ganz gut. Was meinst Du, wie die Bayern hier lange Zeit (teils bis heute) tatsächlich als Hinterwäldler und Bergbauern gesehen wurden (und nicht die Schweizer!!!!!). Dennoch ist Bayern hier die erfolgreichste, fortschrittlichste und reichste Region. Was die Bayern mit Genugtuung erfüllt.
Also, freut Euch doch, wenn wir es nett finden, wie ihr sprecht. Und erfreut Euch umgekehrt an den bayerischen, sächsischen oder kölschen Sprechern und entdeckt den Jöh-Faktor an uns. Und denkt dran: Baden-Württemberg macht sogar Werbung damit: “Wir können alles außer Hochdeutsch”. Ätsch!
June 20th, 2006 at 4:13 pm
Bei der WM in Italien war ich als einziger in der Schule für Deutschland….(am Schluss bei den Siegern
) Ich war auch für Costa
Rica und auch für Polen…nicht weil ich etwas gegen die Deutschen hätte, mehr aus freude wenn ein kleiner Gewinnt. Die Aussage wir werden Weltmeister finde ich nicht realitäsfremd oder Arrogant sondern mutig, sie zeigt das sie etwas erreichen wollen, zeigt einen gewissen Stolz. Wenns sie dann rausfliegen ist doch die Schadenfreude um so grösser
und nochwas Fussball hat immer etwas mit Glück zu tun können allein reicht nicht und in der Nachspielzeit ein Tor zu schiessen ist nicht nur Glück sondern zeigt das sich eine Mannschaft noch nicht aufgegeben hat…..wie heisst es so schön das Spiel ist fertig wenn der Schiri pfeift.
Hopp Schwiiz - Wir werden Weltmeister (ist das jetz Arrogant?)
June 21st, 2006 at 1:53 pm
Hallo zusammen
Weiss jemand von Euch, wo sich deutsche Fans in/um Zürich an Spieltagen treffen. Bin dankbar für jeden Hinweis.
Allen eine weiterhin spannende und stimmungsvolle WM “bei Freunden”.
June 21st, 2006 at 2:29 pm
@Michael
Zum Beispiel da: http://www.hallo-schweiz.ch/forum
[Anmerkung Admin: Der Link ist auf der Blogwiese rechts unter
“Tips für Schweiz-Neulinge” zu finden]
June 27th, 2006 at 4:09 pm
Ich bin nicht gegen Deutschland, weil ich irgendwelche Vorurteile gegen euch hätte, sondern weil ich es nicht ausstehen kann, dass ihr überall herum schreit: “Wir werden Weltmeister.” Deswegen mag ich auch viele der anderen (ehemals) erfolgreichen Mannschaften nicht, die die Einstellung vertreten, sie hätten auf den Sieg ein Anrecht, weil sie früher auch gut waren oder aus einem ähnlichen Grund.
Das kann ich nicht ausstehen.
Diese überhebliche Art kommt erst recht nicht gut an, weil die Deutschen (v.a. die Norddeutschen) auf uns Schweizer auch sonst häufig etwas hochnässig wirken. Das soll nicht heissen, dass sie es wirklich sind, aber sie erscheinen uns so, deshalb versteht sich die Schweiz nicht besonders mit Deutschland.
Man meint immer, dass wir die gleiche Sprache sprechen, aber das tun wir nun mal nicht! Weder ist Deutschland der “grosse 27. Kanton der Schweiz” noch ist die Deutschschweiz das “17. Bundesland von Deutschland”. Und das dürfen beide Seiten nicht vergessen.
Grüsse, Babs
June 28th, 2006 at 11:41 am
@Babs: “Wir” (zumindest die übergrosse Mehrheit) schreien nicht herum “Wir werden Weltmeister” sondern, und das auch erst seit den letzten guten Spielen, “Wir wollen Weltmeister werden”. Das ist für mich ein himmelweiter Unterschied. Was in BILD & Konsorten steht, lass ich mal außen vor, das sollte sowieso kein denkender Mensch ernst nehmen.
Übrigens, soeben bei 20minuten gefunden:
Köbi Kuhn: «In zwei Jahren spielen wir um den Titel» Ich finde, da hat sich der Köbi schon recht weit aus dem Fenster gelehnt.
Wenn man dann weiter liest: «Das Team wird noch lernen, und in zwei Jahren können wir um den Titel mitspielen.» Klingt schon anders, oder?
Bin übrigens der Meinung, dass Eure Nati in 2 Jahren wirklich ganz vorn landen kann. Junge Mannschaft, die durchaus Fußballspielen kann, die vorgestern halt nur das große Nervenflattern befiel.
Fazit: Nicht immer nur die Headlines der Boulevardpresse lesen und daraus auf eine ganze Nation schließen. In den vier Jahren, die ich in der Schweiz gelebt habe, habe ich festgestellt, dass die Animositäten zwischen CHs und Ds zu 99% nur aus Missverständissen resultieren.
July 4th, 2006 at 9:06 am
Hey!
… aber auch ich habe laut: “wir fahren nach berlin!” gerufen. ist doch nichts schlimmes daran?! und ob das nun die deutschen oder die schweizer machen, gitb doch keinen unterschied! gehört doch dazu!
Also ich freu mich für deutschland wenn sie gewinnen! deutschland oder portugal. die schweizer hatten halt n bischen “pech”, un die falschen torschützen
hauptsache, die franzosen fliegen raus
gruss
PS: und den EM-Titel holen wir uns trotzdem in die schweiz
January 26th, 2007 at 12:54 am
Habe gleich zwei Fehler in deinem heutigen Text gefunden - muss dich ja wirklich mitnehmen, das Thema
[Anmerkung Admin:
Fehler einfach immer sofort melden, per mail oder comment, damit ich sie direkt korrigieren kann. Das wäre echt nett. Blind leider oft blind für eigene Schreib- oder Grammatikfehler, die durch häufige Textänderung unweigerlich übrig bleiben. Danke!]
June 8th, 2008 at 12:56 pm
hello blogwiese
wir schweizer haben Angst vor den deutschen, weil sie unsere häuser aufkaufen, und unsere sprache überfluten.
Es kommt oft vor das ein Deutscher an einem Schweizer sagt:
“Sprechen Sie mit mir Hochdeutsch!” (Und das in eigenen Land der Schweiz)
Wenn ich in Deutschland leben würde, würde ich mich anpassen und nicht von einem Berliner verlangen er soll Schweizer-Deutsch reden.
Greets
Roman
June 15th, 2008 at 11:36 pm
Wir wetten auf Portugal oder Holland - oder alle nur nicht Deutschland. Warum das so ist - Deutschland ist ja schon Europameister - wenigstens wird das im deutschen TV ständig behauptet. Das ist höchst unsympathisch.