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So nah und doch so fremd — Das geheime Space-Invader Trainingscamp hinter dem Uetliberg

(reload vom 14.6.07)

  • Das geheime Tal ohne Namen
  • Auf unseren Entdeckungsreisen durch das hügelige Umland von Zürich gerieten wir hinter den Uetliberg in diese idyllische Gegend, dem Reppischtal zwischen Birmensdorf und Dietikon. Die Veloland-Route Nr. 51 führt hier durch. Den Namen wussten wir aus dem Veloland-Führer. Bei map.search.ch ist er nicht zu finden.
    Reppischtal ohne Namen

    Die folgenden Fotos sind hier entstanden. Obwohl es eine Strasse und Häuser auf der Karte gibt, fehlt jede Beschriftung. Die Strasse und der Ort hier haben keinen Namen, denn sie sind zu geheim, um auf einer Karte benannt zu werden. So geheim, dass selbst auf der Detail-Ansicht von Google-Earth retuschiert wurde, was hier sonst zu sehen ist. Oder wie sonst diese runden weissen Flecken bei Google-Earth zu erklären?

    Wir radelten durch dieses lauschige Tal und entdeckten den streng geheimen offiziellen Schweizer Übungsplatz für „Freiluft-Space-Invader“:

    Space Invader von weitem

    Und so sieht das etwas vergrössert aus:

    Space Invader von nahem

    Wer sich nicht mehr so genau erinnern kann, wie das Original-Angriffsszenario von Space-Invaders aussah, hier ein Foto:

    Space Invader
    (Quelle Foto: www.flm.fr)

  • Einfach kurz die Eisenbahnschiene aus dem Loch ziehen
  • Auch fanden wir heraus, wie diese häufig in der Schweiz zu findenden „Strassensperren“ bedient werden müssen, falls man vielleicht gerade von einem Panzer oder einem Raumschiff durch den Wald verfolgt wird und von Hand diese Sperre schliessen möchte.

    Sperre mit Eisenbahnschienen

    Einfach diese passend zugesägten Eisenbahnschienen mit zwei spitzen Fingern packen und aus dem Loch ziehen, um sie 3 Meter gegenüber wieder einzustöpseln. Am besten gleich mit allen 5 Löchern so verfahren. Geht ratz-fatz mit gut trainierten Fingermusken.

    Eisenbahnschienen

    Schon ist der Weg dicht gemacht und kein Space-Invader kann hier mehr durchfahren. Sie sind gerettet!

  • Schiessgefahr und Mann mit Hut
  • Die Schweizer, die sich ständig darüber beklagen, dass es sie „anschiesst“ werden vor diesem Gelände sorgsam gewarnt. Deutlich zu sehen auf diesem Schild mit Hut tragendem schwarzen Unhold, der gerade dabei ist, ein Kind in den Wald zu locken:

    Schiessgefahr

    Was uns nur verwundert ist die Tatsache, dass bei aller Geheimniskrämerei um diesen Ort ganz offen auf der Homepage des Kanton Zürichs darüber geplaudert werden darf, siehe hier.

    

    6 Responses to “So nah und doch so fremd — Das geheime Space-Invader Trainingscamp hinter dem Uetliberg”

    1. Yogi-TheBear Says:

      Die SCHWEIZ! Immer noch im KRIEG! Nur Scheisse…es kommt keiner…

    2. Peter Says:

      Waffenplatz-Link funktioiert nicht mehr. Und die Verbotstafel bedeutet: schwarze Unholde mit Hut, die versuchen ein Kind in den Wald zu locken werden erschossen. Und weisse Flecken habe ich bei Google Earth keine mehr gefunden.

    3. Werner Says:

      „diesen Ort ganz offen auf der Homepage des Kanton Zürichs“
      Der obige Link geht nicht, aber der folgende:
      http://www.amz.zh.ch/internet/sicherheitsdirektion/amz/de/militaer/waffenplatzverwaltung.html

    4. Eva Says:

      ganz toller Beitrag. Wirklich gelacht dabei.
      Am besten fand ich das Schild: „Schiessgefahr“

    5. Brenno Says:

      Achtung Schiessgefahr: schiesse ≠ schịịsse bzw. aschịịsse. Dies ergibt in unserem Dialekt keine Pointe.

    6. Martin Says:

      Bin per Zufall auf diesen Beitrag gestossen und wollte mal wissen, ob dieser Flecken tatsächlich keinen Namen hat.
      Im Geo Informations System des Kt. ZH findet man aber genügend Namen dazu…
      http://www.gis.zh.ch/gb4/bluevari/gb.asp
      Koordinate: 672842 / 247554
      Viel Spass beim stöbern.

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