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Hörverständnis-Training Schweizerdeutsch

Als ich als Deutscher in die Schweiz kam, brauchte ich eine ganze Weile, um die Schweizer im Alltag zu verstehen. Eine gutes Training dafür ist tägliches Radiohören im Auto auf dem Weg zur Arbeit. Auf DRS3 oder Radio24 wird, bis auf die Nachrichten mit den Katastrophenmeldungen, nur Schweizerdeutsch gesprochen.

Deutsche Urlauber, die auf der A2 von Basel zum Gotthard unterwegs sind, hören da auch manchmal zufällig rein und finden es zunächst putzig zu hören, wie die Schweizer so schwätzen. Nach einer Weile wechseln sie dann stillschweigend wieder den Sender, zurück zu einem Hochdeutschen Programm, denn ohne ausreichendes Training verstehen sie so gut wie nichts, und das ist frustrierend.

Das Beispiel zeigt: Die Deutschen, die noch im “grossen Kanton” leben (Schweizer Bezeichnung für Deutschland) haben keine Ahnung, was in der Schweiz abgeht. Sie wissen nicht, was es bedeutet, dass hier tatsächlich ein anderes Deutsch gesprochen wird. Völlig naiv und unbedarft halten Sie Emil Steinbergers Hochdeutsch-Programm für waschechtes Schweizerdeutsch. Die Erkenntnis, in einem ganz anderen Kulturkreis zu leben, kommt ihnen dann aber sehr rasch.

Hier ein paar Beispiele:
(sorry, wenn meine Schweizerdeutsche Schreibweise nicht regelkonform ist. Apropos Regelkonform: Welche Regel bitte schön? Jeder schreibt doch sein Schwyzerdütsch wie er will)

I gang go poschte
Was treiben die Schweizer nur immer auf der Post? Ständig müssen sie dort hin. Es dauert Tage, bis der Deutsche versteht, dass hier mit “posten gehen” nichts anderes als “einkaufen gehen” gemeint ist.

Die Flak-Helfer in Zürich kriegen mehr Geld
Ein Bericht im Radio über die Flak-Helfer in Zürich erzeugt Verwunderung. Der zweite Weltkrieg ist doch schon lange vorbei, und damit die Zeit, in der in Deutschland 16jährige Hitlerjungs und Mädchen auf den Dächern sassen und die Flieger-Abwehr-Kanone = FLAK bedienten? Gemeint war jedoch ein ganz ziviler und friedlicher Berufsstand: Die Pflegehelferinnen im Krankenhaus (Schweizerdeutsch: “Spital“)

Die ISO-k-w-m ist vorbei
Die Schweiz, ein Land der normierten Zustände, genauso wie Deutschland mit der DIN-Norm, hat für alles eine Standarisierung. Was wird nur in der ISO-k-w-m normiert? Normalerweise sind es doch Zahlen, wie bei der ISO 2001, die für die Benennung verwendet werden?
Die Lösung: Es geht um Sport, nicht um Normen. Die ISO-k-w-m ist in Wirklichkeit die “Icehockey-WM“, von einem Deutschen falsch verstanden.

Die Waldstadt Zürich hat Probleme
Zürich ist für vieles bekannt, für die Streetparade, den Zürisee, die Bahnhofstrasse aber doch nicht gerade für seine Wälder, oder? Natürlich gibt es auch Wälder rund um Zürich: Zum Aussichtsturm auf den Uetliberg kann man fast vollständig nur durch Wälder wandern, aber warum wird darüber von einem Expertenteam im Radio diskutiert? Bald klärt sich die Situation. Nicht von “Wald” ist die Rede, sondern von den Problemen der “Weltstadt Zürich”.

Gern!
Der Schweizer sagt gern “gern“. Zur Bestätigung einer Aussage, am Ende einer Bestellung bei einer Kellerin (die in der Schweiz “Saaltochter” genannt wird, obwohl niemand versteht, wer dann Vater und Mutter sind).
Der Deutsche rätselt dann, was dieses “gern” eigentlich bedeutet:
Vielleicht: “Ich hab Sie gern?” Welch plumper Annäherungsversuch von Seiten des Personals!
Oder: “Sie können mich gern haben“? Das ist genauso unverschämt.
Wahrscheinlicher ist die Bedeutung: “Ich erledige diese Bestellung jetzt gern für sie.”

Doch!
Dieses kleine Wörtchen wird in der Schweiz völlig anders verwendet als in Deutschland.
“Doch, das ist gut so” sagt man zu Ihnen, obwohl Sie nie das Gegenteil behauptet haben. “Doch” bedeutet für die Deutschen, gegen den Widerstand einer Person dennoch etwas durchzusetzen. Doch, das will ich wirklich, auch wenn Du es nicht willst.
Für die Schweizer ist “Doch” ein harmloses Wort, mit dem man einen Satz eröffnen kann, egal, was vorher gesagt wurde. Und man hört es doch ziemlich häufig.

Schweizer Flüche
Als Deutscher habe ich in den ersten 6 Monaten in der Schweiz ernsthaft geglaubt, dass es auf Schweizerdeutsch keine Flüche gibt. Man hört sie nicht fluchen, die Schweizer. In Frankreich lernt man nach wenigen Stunden schon, was “merde” bedeutet, in England kann es passieren, dass man Sätze hört, in denen jede zweite Wort im Satz das f*-Wort ist.
Nicht so in der Schweiz. Ich werde jetzt nicht anfangen, die Flüche aufzuzählen, die ich schliesslich doch noch lernen durfte. Es waren einige, die besorgten Schweizer können beruhigt sein.
Nachtrag
Also gut, einen Fluch muss ich erzählen, denn der ist typisch schweizerisch:
Die Schweizer haben ja eine Milizarmee, und darum hat jeder Schweizer ein Sturmgewehr daheim. Nun kann es passieren, dass so ein Ding von allein losgeht, dass ein Schweizer plötzlich angeschossen wird. Daher kommt der wichtigste Fluch der Schweizer: “Es schiesst mich an!” Keine Ahnung, was daran schlimm sein soll, ausser dass es wahrscheinlich weh tut oder sogar tödlich ist.
Bei anderen beliebten Flüchen geht es immmer um “seichte Uhren“. Das verstehen auch die Deutschen, kein Wunder, denn die Schweiz ist ein grosser Hersteller und Exporteur von Uhren. Sind diese Uhren zu flach, also zu leicht und seicht, werden sie verflucht: “Uhren seich!”

In dem Fall
Das ist in der Schweiz eine beliebte Verabschiedung, ein Synonym für “ich wünsche Ihnen ansonsten noch ein schönes Wochenende, und machen sie es gut, falls wir uns nicht mehr sehen.”
Kurz und knapp wird das im Fahrstuhl Freitagnachmittags um 16.00 Uhr mit “in dem Fall?”, Betonung auf “dem”, ausgedrückt.
In jedem anderen Fall muss man eben weiterarbeiten und darf nicht ins Wochenende.

Moll
Hiermit ist keinesfalls das Gegenteil von Dur gemeint. Frei übersetzt: „so ist dann alles wohl geraten!“. Man kann Eindruck schinden bei den Schweizern, wenn man mitten in einem Gespräch äusserst selbstgefällig ein “moll moll” einfliessen lässt.

Uff-all-Fäll
Schön auch der stets passende Klassiker „Uff-all-Fäll“, gesprochen eher „uffallfäll“, klingt ein wenig wie „Unfall“, heisst aber “auf alle Fälle”. Gehört gleichfalls zu meinen Schweizer Lieblingsfloskeln, die auch ein Ausländer gelegentlich unter das Schweizervolk bringen sollte.

es goot gaga nöööt
Heisst: “Es geht ganz und gar nicht”. Ausruf des Unwillens, wenn etwas nicht funktioniert und auf keinen Fall möglich ist. Unsere Tochter fuhr mit 6 Jahren mit dem Fahrrad auf dem Bürgersteig (Schweizerdeutsch “Trottoir“). Die Schweizer sagen nebenbei bemerkt nur Vélo dazu und empfinden das Deutsche Wort “Fahrrad” geradezu lächerlich, denn was sollte man mit einem Vélo denn sonst auch tun, ausser fahren.
Da fuhr ein Auto der Kantonspolizei vorbei, hielt an und wollte das Radfahren auf dem Gehsteig verbieten: “Das goot gaga nöööt.
In der Schweiz müssen auch Kinder auf der Strasse fahren, wenn sie denn überhaupt schon Radfahren können. In Deutschland ist das bis zum 8. Lebensjahr verboten, die Benutzung des Bürgersteigs ist Pflicht für die Kinder.

wird fortgesetzt…



53 Responses to “Hörverständnis-Training Schweizerdeutsch”

  1. Achim Says:

    Das ist jetzt aber doch ungerecht! Erst darüber räsonieren und anschliessend kein Beispiel nennen! Welche Schimpftiraden gibt es denn nun?! Oder gibt es eventuell doch gar keine?Und kennst du denn auch die Steigerung von “guet”?Die lautet “uhuure guet”. Nachzulesen in einer Replik im Gästebuch der Mundart Rockband “ZüriWest

  2. patd Says:

    stimmt aber einiges ned, wie’s hier steht..

    hier in der schweiz sagt man ned ‘uhren seich’ sondern ‘huere seich’
    und huere ist entweder ein anderes wort für prostituierte, in dem fall aber einfach eine verstärkung vom ’seich’.

    ’saaltocher’ hab ich noch nie gehört. wenn schon denn servierdüse ;)

    und ‘moll’ bedeuted ehner ‘doch’ .. “hesch du ned geschter öppis anders gseid?” - “moll!”

    nix für ungut, lustige seite.

  3. Frank Langlotz Says:

    :-) noch ne Erklärung (bitte berichtigt mich, wenn ich Blödsinn rede, bin auch nur Eingewanderter):

    “Es schiisst mich aa” hat nix mit schiessen zu tun. Vertausch mal das “i” und das “e” - vielleicht macht’s dann Sinn…

  4. Jens-Rainer Wiese Says:

    Lieber Patd, lieber Frank.. jetzt habe ich endlich begriffen, dass die Schweizer gar nicht von seichten Uhren und Gewehrschüssen reden, wenn sie von schiessen mit zwei ii sprechen. Vielen Dank! Und das nach 5 Jahren…
    Gruss, Jens

  5. Ef Est Stan Says:

    “Uhuere” oder “Huere” kommt uebrigens nicht von der “Hure”, sondern von der “Ungeheuerlichkeit”.

  6. ItaloRaver Says:

    Das goot gaga nöööt

    Also ich glaub die Bullen sagte wohl eher “Das goot aber nööd” (das geht aber nicht)

  7. schwiizer Says:

    würde auch eher auf “das goht aber nöd” tippen.

    noch was zu “gaga”: “gaga” wurde im schweizer-dialekt eher für nicht ganz hundert oder blöd verwendet. zum beispiel “bisch gaga, oder was?” - “gaga” wird aber heute hier zu lande immer weniger benutzt wie auch die folgenden ausdrücke:

    “häsch en eggä ab?” (hast du einen ecken ab?)
    “bisch nöd ganz bachä?” (bist du nicht ganz gebacken?)

    anstelle dieser ausdrücken werden eher folgende verwendet:

    “bisch durrä?” (bist du durchgedreht?)
    “bisch tschüss?” (schwierig für eine inhaltliche übersetzung)
    “aber suscht gahts no guet? (aber sonst gehts dir noch gut?)
    “spinnsch?” (spinnst du?)
    “wiä blöd bisch dänn du?” (wie blöd bist denn du?)

    noch was anderes: im “normalen” zürcherdialekt (obwohl jeder einwenig anders spricht) sagt man eher “uf jedä fall” oder nur “uf jede” anstatt “uf all fäll”. genauso sagt man als zürcher eher “gaht” anstatt “goht”. “goht” wird eher in anderen dialekten wie z.b. dem aargauischen oder luzernischen verwendet.

    von flak-helfern und saaltöchtern hab ich noch nie etwas gehört.

    “waldstadt” wurde bestimmt nicht gesagt, eher “wältstadt” mit “ä”.

    sonst wirklich ein sehr unterhaltsamer blog. amusiere mich köstlich. weiter so!

    gruss

  8. Molly Says:

    hehe, wohl eher serviertochter als saaltochter.. obwohl das eigentlich auch nicht mehr wahnsinnig gebräuchlich ist.

    lustige sachen hats hier!

  9. Phipu Says:

    Muss ich jetzt als Nicht-Zürcher eurem Hörverständnis nachhelfen? Ich bin mir fast sicher, der Polizist hat gesagt “Das gaht grad gar nöd” (Das geht aber gar nicht) oder singemäss übersetzt: (So geht das überhaupt nicht).
    Ja, phonetisch schreiben ist so eine Sache. Kommt immer drauf an auf welche Sprache oder gar auf welchen Dialekt die Ohren getrimmt sind.

  10. Kofi Says:

    ich finde deine webseite sehr unterhaltend! gratulation
    hier noch einige übersetzungen vom züridütsch ins dütsch der mittelländer (kantone so, be)

    moll = mou
    es goot gaga nööt = es geit ganz und gar nüt
    uf-all-fäll = uf au fäu
    i gang go poschte = i go go poschte
    usw.

  11. viking Says:

    Bezüglich Zürcher Dialekt muss man Jens mal in Schutz nehmen. Da er anscheinend in Bülach lebt, hat er wohl auch dortige Polizisten (evtl. sogar Stadtpolizei Bülach) erlebt. Hier in der Gegend (Zürcher Unterland) schleicht sich aber der Einfluss des Schaffhauserischen (durch entsprechende Immigranten) immer mehr ein. Ein “goht” kommt daher schon des öfteren mal an unsere Unterländer Ohren.
    Bei “uhuere” hab ich doch auch wieder mal was gelernt. Wäre schön gewesen, wenn ich das schon gewusst hätte, als ich meiner Norddeutschen Frau diesen Begriff erklären sollte und darauf bestand, dass ihn unsere Kinder benutzen dürfen, da er zum Schweizer Sprachgebrauch gehört ;)

  12. Danny Rapkay Says:

    As far as the swiss DIALECT goes (yes, I’m not writing swiss german or language on purpose because it does not deserve such title), I think it’s the most primitive kind of verbal “tool” .(note!I’m still not calling it a language!) Having been living in Switzerland made me realize how IGNORANT and UNFRIENDLY lot of the swiss are by any means. But we’re only talking about their little dialect here so I won’t reflect on all my thoughts concerning ignorance. I believe it is an incredible shame that the sons and daughters of this country can’t even speak proper german. In fact, they don’t even want to and like to. One more thing I’d like to highlight is that the swiss should not forget that the official languages of Switzerland are Italian, French, Romansch and…NOT SWISS DIALECT but HIGH GERMAN! So don’t you even start talking swiss dialect with me when I go to a bank or an office. That is absolutely unacceptable! I hope you all will learn your lesson someday - because there is a LOT to learn!

  13. brasseur Says:

    Das haben wir Schweizer am “liebsten”, wenn solche Ghaggalari’s wie Danny Rapkay (17.12.05) uns beleidigen oder belehren. Schweizerdeutsch ist nicht ein kleiner Dialekt, sondern eine andere deutsche Sprache mit eigener Grammatik und z.T. anderen Wortverwendungen.

    Tolle Seite mit grossem Unterhaltungswert…. Herzliche Gratulation dafür. Schreib doch mal über die heilige grüne Kuh, das ist auch sehr interessant aus der Sicht eines Deutschen *hihi*

  14. Danny Rapkay Says:

    Well, Dear brasseur, listen up! You are telling me that that’s what the swiss love the most when they get lectured or offended by people like me. You know what, let me tell you something here! I think what you MEANT to say BUT DON’T HAVE THE GUTS TO ADMIT IT was that: That’s exactly what we the swiss “love” the most when people like Danny Rapkay tell us right into our faces the TRUTH and CORRECT US, our way of thinking, our way of life and GIVE US SUGGESTIONS what we should change because the whole planet is laughing at us! I believe that is what you really think and know deep inside but just hate to admit it! By the way you are wrong about the swiss dialect again because it is NOT supported by a fully established grammatical structure and it is very much debatable whether or not the swiss dialect belongs to the german language family. As a matter of fact I just had the chance to talk to a swiss lawyer who assured me that the official language in Switzerland is NOT the swiss dialect (Swiss Constitution Art. 4) and agreed with me that the swiss children actually truly cannot speak proper highgerman which is an incredible shame! Should you have more questions just let me know and I’ll prove you wrong! I By the way I have no clue what “Ghaggalari” means so it didn’t work to offend me…sorry.

  15. viking Says:

    @Danny Rapkay
    Halt mal den Ball flach…
    Erstens ist dein Ton etwas provozierend und dann..
    Wenn du zitierst, dann bitte richtig! (… that the swiss should not forget that the official languages of Switzerland are Italian, French, Romansch and…NOT SWISS DIALECT but HIGH GERMAN! …) ist im Original:
    Art. 4 Landessprachen
    Die Landessprachen sind Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch.

    Da steht nichts von Hochdeutsch oder Schriftdeutsch. In Deutschland wirst du in Bayern auch erstmal auf Baiuwarisch oder in Hessen auf Hessisch angesprochen. Oder geh einfach mal über den Rhein nach Lörrach, Waldshut, Konschtanz in einen Laden und schreib auf, wie oft du auf ‘Hoch’-Deutsch angesprochen wirst. Das ganze funktioniert übrigens auch extrem gut in Österreich. Die lieben ihre Dialekte genauso wie wir :)

    Und egal als was du Schweizerdeutsch anschaust (Tool, Halskrankheit, Zustand, Dialekt, etc.), ist es doch eine Art von Deutsch und somit verfassungskonform. ;)

    […I believe it is an incredible shame that the sons and daughters of this country can’t even speak proper german….]
    Allfällige grammatikalische oder orthographische Fehler in dieser Replik darfst du gerne behalten.

  16. Danny Rapkay Says:

    I DECLARE WAR ON SWITZERLAND and the SWISS DIALECT! Eventhough I’m living here I will NEVER integrate and be a part of this IGNORANT, COWARD nation and society! By the way mr.viking, you did not prove me wrong with your little message and facts about germany and austria. There is tons more to it than just your pathetic dialect. What can you say about you swiss being ignorant, racist and an extremely unfriendly and hostile nation? What can you bring up against all this? You are not the only one that tells me that: Well, in our constitution it doesn’t say high german…so it must be swiss dialect! That is total nonsense and an unacceptable answer! I spoke to a lawyer that reconfirmed what I stated earlier which is that HIGH GERMAN is one of the official languages of the country and eventhough nearly everybody’s speaking the swiss dialect, it does not mean that it’s official. What do you think why don’t they speak swiss dialect in schools with the children? I mean come on fellows…open your eyes or let some one open it for you!

  17. Administrator Says:

    Jetzt wird auf der Blogwiese schon der Krieg erklärt. Ich dachte die Amis wären im Iraq gerade genug ausgelastet…

    Sind wir doch froh, dass es in den USA keine Dialekte gibt, dass dort alle nur Oxford English sprechen. Komisch, das Buch “I am Charlotte Simmons” von Tom Wolfe erzählt ständig davon, wie die Romanheldin mit ihrem heimischen Dialekt zu kämpfen hat.
    “Coward” kommt doch von Kuh? Also “kuhlich”? Nun, der Begriff “Kuhschweizer” ist auch historisch belegt.

    “There is tons more to it…”.. Tons sind doch Plural, müsste das
    nicht “there are tons more to it” heissen? Aber ich will mich in solch hochqualifizierten Diskussionen nicht einmischen.

    Begreife einer die Englische Grammatik. By the way: “High German” does not exist. Es ist eine geographische Komponente, das “Hoch”, hat nix mit “hoher Qualität” zu tun.

    Siehe hier: http://www.blogwiese.ch/archives/14

  18. viking Says:

    @Danny Rapkay
    […What can you say about you swiss being ignorant, racist and an extremely unfriendly and hostile nation?… ]

    *PLONK*

  19. viking Says:

    @Jens
    Aufs Englische und seine Formen/Abarten wollte ich gar nicht erst eingehen, da führt die Diskussion dann doch zu weit. Über welches Englisch wollte man denn da diskutieren. British, British Oxford, British Canadian, American… etc.
    Und wieviele englischsprechende können ihr Englisch perfekt? Wie war das nochmals: … I believe it is an incredible shame that the sons and daughters of this country can’t even speak proper english… (frei nach D.K at Blogwiese) ;)

    Gruss
    Bruno

  20. Danny Rapkay Says:

    MERRY CHRISTMAS everyone!

  21. Hans Müller Says:

    Haha!
    Jetzt hab ich diese Diskussion mitverefolgt und bin fast gestorben vor Lachen! Solche Leute sind einfach Wichtig für unsere Zivilisation. Was würde man machen, wenn alle alle akzeptieren würden? Dann gäbe es keinen Krieg, keine Völkermorde und auch sonst nichts mehr, mit dem man sich die Zeit vertreiben könnte… Das Leben Braucht intoleranz und Egoismus!

    Übrigens kommt das “Uhuere” aus dem Luzernischen. (Ein Luzerner sagt auch “Lozern”.

    Die Seite ist wirklich gut gelungen, und ich finde es eine lustige Idee sowas zu machen. Nur zum sagen: Auch Schweizer unter sich haben je nach dem Probleme sich unter einander zu verstehen ;)

    Merry Christmas Danny ;PP

  22. ursina Says:

    Ursina to Danny Rapkay:
    wenn Sie in der Schweiz so agressiv und heftig aufgetreten sind, wundert es mich nicht, dass unfreundlich auf Sie reagiert wurde. Wie wäre es mit etwas Selbstkritik? Ursina.

  23. Adrian Says:

    Interessante Diskussion, wenn auch nicht von allen Seiten auf gleich hohem Niveau…
    Als rassistisch würde ich es bezeichnen die Muttersprache der Bewohner eines andern Landes als Minderwertig oder “unacceptable” zu bezeichenen. Wenn ich dazu noch die Gastfreundschaft dieses Landes geniesse… Integration heisst: Die Einreisenden lassen sich auf die Kultur der Gastgeberlandes ein, nicht Umgekehrt. Toleranz dagegen ist die fremden Kulturen willkommen zu heissen. Das dies in den USA eine unbekannte Tugend ist fällt mir bei jedem Besuch (die ich nur noch aus geschäftlichen Gründen über mich ergehen lasse) wieder auf’s neue auf. In diesem Sinne “Welcome to the Americans” und “Herzlich Wilkommen an unsere Nachbarn aus dem grossen Kanton”
    Sollten sie sich weiterhin so unwohl fühlen empfehle ich Ihnen die Ausreise, wir könne es nicht mit ansehen wenn unsere Gäste leiden…
    Adrian

    Gefällt mir gut die Website, weiter so! Werde ich gleich unserem neuen Arbeitskollegen aus Deutschland weitergeben!

  24. Adrian Says:

    Kleine ERgänzung zum Thema. Kürzlich waren Deutsche Kollegen bei uns zu Besuch, in der Wegbeschreibung hatte ich angegeben ” Beim Blechpolizist rechts abbiegen”. Nach 10 mal die Strasse auf und ab haben sie an der Strasse jemanden gefragt der Ihnen promt bestätigte ” Ja gleich beim Blechpolizist”. Sie haben natürlich nicht’s gefunden, suchten sie doch tatsächlich eine Blechfigur als Polizist.
    Der Deutsche Begriff wäre dann “Blitzer” ;-)

    Gruss Adrian

  25. sara Says:

    Jetzt habe ich doch noch eine kurze Frage zu den Sprachen.
    Meine ich das nur, oder haben wir Schweizer, Deutsche und Österreicher plötzlich alle das MUSS unbedingt noch englisch sprechen zu können? Ich kann mich an kein anderes Land errinnern das gewillt ist eine andere Sprache zu sprechen als die Landessprache, oder kennt ihr vielleicht einen Amerikaner, Canadier etc. der unbedingt Deutsch lernen will?
    Ich habs bis jetzt auch immer so gehalten das man sich als Gast den jeweiligen Landessitten anpasst und das ist doch immer etwas interessantes, oder?
    Gruss sara

  26. HaegarCH Says:

    Um da mal Kinder mit dem Velo in Schutz zu nehmen. Oder die Polizisten. Gesetzlich ist es so geregelt, dass Velo ohne Licht, Bremsen, und der Velovignette nicht auf die Strasse gehören. Auf dem Trottoir nur, sofern die Fussgänger nicht behindert werden. Es gehört auch ins Ermessen des Polizisten, ob er jemanden darauf aufmerksam macht oder nicht. An meiner Arbeitsstelle gibt es sogar einen Velostreifen, der kaum genutzt wird. Es fahren alle auf dem Trottoir. Grund: LKW. Rund 1600 am Tag. Die brauchen den ganzen Platz, auch den vom Velostreifen. Es sind besonders deutsche, holländische und osteuropäische Fahrzeuge, die scheinbar den Sinn und Zweck des Velostreifen nicht kennen. Daher schauen unsere Polizisten in dieser Gegend auch darüber hinweg.

  27. Jan Says:

    Die Amis haben alle nen Knall! (Engländer aber meist auch…) Mit welcher Selbstverständlichkeit die sich in fremden Ländern in ihrer Muttersprache unterhalten wollen…! Unglaublich!

  28. kiwi Says:

    Es ist doch schön, wie WEIT jemand vom Thema abkommen kann!

    Ich kann mich Adrian nur anschliessen: Wenns dir nicht passt hier, dann geh doch.
    Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viele Leute täglich bei mir am Schalter stehen und in ihrer Muttersprache drauflos reden. Als wäre es das natürlichste der Welt, dass wir Schweizer uns mit Franzosen französisch, mit Engländern englisch usw. unterhalten! Keinem Amerikaner, Franzosen oder Italiener käme es in den Sinn, mit mir deutsch zu sprechen!
    Und wenn man dann sagt: Nein, ich spreche kein was auch immer, ist man gleich rasistisch!
    Jetzt chum aber mal wider obenabe!

    Oh ja, übrigens, ich würde nicht unbedingt Moll Moll sagen. Es ist eher Mo Moll.

  29. Lüdu vo Bieu (Biel) Says:

    An alle meine lieben Mitschreib-Freunde, die Ihr Euch über den Rapkay aufregt. - Geniesst Ihr diese humorvollen spritzigen Auführungen über unsere schweizerischen Eigenheiten und “Mödeli”, welche unser Deutscher Gast so gewitzt in Worte kleiden kann, auch so sehr wie ich?Lassen wir uns diese Freude doch nicht durch einen so unzufriedenen Bürger wie den Rapkay vergällen! Solche Kommentare haben auf dieser Seite wirklich nichts verloren, und drum lasst uns doch einfach so tun, als wären sie nie geschrieben worden und ingorieren die Bosheiten. Das sind wir auch dem Jens, der sich so viel Mühe gibt, alle schuldig. Denkt Ihr nicht auch so?
    Eine schöne entspannte Zeit wünsch ich Euch allen.

  30. Trilingual Says:

    Haha, diese Seite ist wirklich cool! Jens möge mir verzeihen, wenn mir im Moment nicht seine Texte am amüsantesten erscheinen; sie sind allesamt zumindest hochinteressant und zumeist obendrein noch extrem unterhaltsam. Nur ist Daniel Rapkay halt schlichtweg unschlagbar. Was hier zu lesen ist, ist an sich schon fast zuviel. Wenn man dann noch Google zuhilfe nimmt, versteht man einerseits sein missionarische Art und andererseits findet man auch eine Kostprobe seiner Deutschkenntnisse (Cache sei dank):

    “EPSON STYLUS PHOTO RX425 zu verkaufen! Perfect fuer photos, copies zu machen, scannen, drucken.”

    Da lösen sich doch die Spannungen in ein herzliches Lachen auf und es entsteht der leise Wunsch, ihn doch einmal anzurufen, um eine Hörprobe zu erhalten. Aber dazu sind wir EuropäerInnen ja viel zu freundlich und auf Wahrung der Privatsphäre bedacht.

    Ich wünsche Euch allen und insbesondere Jens eine friedvolle Zeit.

  31. Gery us büüli. Says:

    jaja dieser Rapkay… einfach ignorieren…. und das geht am besten wenn man des englischen gar nicht mächtig ist. So wie ich..
    bin ja irgendwie noch froh das ich diesen “arroganten Hinterwäldler” gar nicht verstehe.. also einfach nicht beachten.

    grüsse Geri.

  32. Beat Says:

    To Dan Rapkay:

    Hey Dan, I think everything in life is a choice, and nobody has been waiting for you here in Switzerland. Why are you here, if you don’t like the people and the place? Money? Are you grazing off the Zurich or Geneva banking mile with the other locusts? Ignorance? Why not be consequent and leave this unfriendly place? Or is it that the lyrics of Frankie’s song “if you can make it here, you’ll make it anywhere” does apply not only to - notoriously unfriendly - New York and its residents, but to the Swiss, too? Please Dan, stop whining around and make your way back home. That would solve not only one, but yet two problems: Yours and mine - having to deal with such people like you!

  33. Micha Says:

    Zitat: “(…) Daher kommt der wichtigste Fluch der Schweizer: “Es schiesst mich an!” Keine Ahnung, was daran schlimm sein soll, ausser dass es wahrscheinlich weh tut oder sogar tödlich ist. (…)”

    Aehem… das ist falsch. Der Fluch ist eigentlich einiges derber: “Es schisst mi aa!”, heisst ins Hochdeutsche übersetzt: “Es scheisst mich an.” Wenn es nämlich so bedeuten würde, wie Jens es geschrieben hat, müsste es heissen “es schüsst mi aa” (schüsse = schiessen). Aber dieser Fluch gibt es nicht.

    Ja, genau. Ein solch derber Ausspruch (”es schisst mi aa”) ist hier bereits salonfähig geworden. Genauso wie “gömmer go sufä”.

  34. prof Says:

    Uhren seicht hat ntürlich nichts mit flachen Uhren zu tun, sondern “huure seich gibt es auch in anderen deutschen Dialekten, z. B. in Aachen und bedeutet Hurenpisse (Mittelhochdeutsch seih oder seich = Urin) Seich wird in vielen Gegenden Deutschlands noch heute umgangssprachlich im Sinne von “leeres Geschwätz” benutzt.

  35. Jasi Says:

    Grüezi!
    Zur Aussage, jeder schreibt Schweizerdeutsch wie er will: es gäbe rein theoretisch ein offizielles Wörterbuch. Aber wer tut es sich schon an, dieses zu studieren?! (Die meisten Schweizer wissen ja noch nicht einmal, dass ein solches überhaupt existiert!) Wir schreiben in der Regel ohnehin nur Kurzmitteilungen auf dem Mobiltelefon oder Ähnliches in unserem Dialekt und ansonsten, verwenden wir für Schriftliches die hochdeutsche Sprache. Zudem müssen wir uns in der Schule bereits so inensiv mit dem Hochdeutschen und dessen unzähligen Reformen auseinandersetzen, dass wir in der Freizeit zu aller letzt Lust verspüren würden - oder besser gesagt gar nicht erst auf die Idee kämen -, die Schreibweise des Schweizerdeutschen auswendig zu lernen. Demzufolge wenden wir beim Schreiben eine Art Freestyle an ;)
    Mein Kompliment an den/die Macher dieser Seite: … geniale Idee, weiter so! Euer Blog ist informativ, anregend und spannend. Allerdings haben sich einige kleine Fehlerchen eingeschlichen - aber darauf seid ihr ja von anderer Seite bereits aufmerksam gemacht worden.
    Und da ich die ganze Diskussion oben mitverfolgt habe kann ich es mir nun leider nicht ‘verkneifen’, an dieser Stelle auch noch einen Kommentar zu Danny Rapkay abzugeben - obwohl ich mir fest vorgenommen habe, ihn auf die seiner Meinung nach ‘typisch schweizerische Art’, zu ignorieren (*grummel*): GO HOME.

  36. roach Says:

    sali zämä :)

    1. mal gratulation zu dem blog!
    Ich bin ja kein weblogfan, da die meisten eh ziemlich sinnlos sind für die öffentlichkeit oder aber es steht in den meisten sowieso in etwa das gleiche drin, aber dieser hier ist der absolute hammer. es ist echt interessant sich das als schweizer so durchzulesen und bei vielen nur anerkennend zu grinsen. z.B. das mit der Tür aufhalten, wie recht du hast. ich möchte gar nicht wissen, wieviel zeit ich in meinem leben mit türaufhalten verbracht habe ;)

    2. zum [“bisch tschüss?” (schwierig für eine inhaltliche übersetzung)] von schwiizer, ich würde das so übersetzen bzw. erklären.
    Tschüss sagt man ja für Auf Wiedersehen, Adieu usw… folglich ist die Person dann ja weg, wenn sie sich verabschiedet hat.
    bisch tschüss heisst soviel wie bist du weggetreten/ballaballa :)

    gruss aus dem thurgau :D

  37. Che Says:

    To Danny Rapkay:

    I’m writing in your “language” just to ensure that you understand:

    F*** YOU !

    Got it ? This is OUR country and we talk in OUR language here… Accept it or go home !

    [Anmerkung Admin:
    Bitte von Trollen keine Notiz nehmen. Don’ feed the troll
    http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Internet) ]

  38. REgina Says:

    Beim Flaghelfer hab ich auch erst gestutzt, aber klar, da das p eher weich ausgesprochen wird, geht es schon mal unter. Die Schweizer prostestieren zwar wehement, aber für deutsche Ohren hört sich nun mal (vor allem in Basel!!!) das “ä” an wie ein “a”, dabei steht es für ein geschriebenes “e”! Bis ich das “Kwarpschl” des Tramchauffeurs (!) als “Gewerbeschule” identifizierte, brauchte es auch ein paar Wochen und schliesslich den Blick aufs Haltestellenschild. Inzwischen werden die Stationen netterweise auf Hochdeutsch und z.T. sogar französisch und englisch vom Band verkündet. Danke BVB! Leider erfährt man jetzt nicht mehr, mit welchem Tram man nach “Arsch” (geschríeben “Aesch” = Ort im Umland von Basel) fahren kann. Schade, eigentlich.
    Auch schön war, als mir die Kollegin von ihrem Trip nach “Bari” (Betonung auf der 1. Silbe) berichtete, aber partout nicht in Süditalien sondern in Frankreichs Hauptstadt gewesen sein will… Aber mit der Zeit gewöhnt man sich an alles, sogar daran, dass die Schweizer der Akkusativ nicht kennen… Und - es steckt an..
    Ach ja, man muss übrigens als Deutsche(r) noch dankbar sein, solange sie nur schweizer DEUTSCH reden, das schweizer DENGLISCH ist noch unverständlicher. Chunnsch mit go ´foode? Guten Appetit!
    Grüsse aus dem Basler Grenzland

  39. REgina Says:

    Zum “Tschüss” muss ich noch eine Anektdote loswerden, die mir meinen Start in der Schweiz zumindest nicht erleichtert hat. Ich Kollege von mir (Schweizer) kam eines Tages zur Tür rein, ich war alleine im Raum, und begrüsste mich mit “Tschüss”. Da ich ihn eh nicht sonderlich mochte, war ich natürlich sofort der Meinung, er wolle mich lossein. (Im Nachhinein ein idiotischer Gedanke in einem öffentlichen Raum). Tschüss als Begrüssung war mir bisher nicht bekannt, nur als Abschied. Aber inzwischen habe ich gemerkt, dass der Arme nur freundlich war und so wie die Italiener Ciao ja auch zu jeder Gelegenheit verwenden, das mit Tschüss halt auch gemacht hat…. Also: Angelo, falls du das hier liest: Tut mir leid!

  40. giacometti Says:

    Es gibt übrigens zwei ähnliche Flüche: “Huere Seich!” und “Huere Siech!”. Das erstere betrifft eine Sache oder eine Situation. Das zweite hingegen ist eine Beleidigung gegen eine Person. “Siech” kommt meines Wissens von “Aussätziger” im Mittelalter (Lepra und so…).

  41. Hansruedi Says:

    Adrian Du bist Super. Du sprichst mir aus dem Herzen.

  42. Gizmo Says:

    Hochgradig spannend dieser Fred. Ich muss allerdings dem englisch schreibenden Leser hier in weiten Teilen Recht geben.

    Natürlich wird man in Bayern auf Bayrisch angesprochen und im Rheinland auf Kölsch oder artverwandten Dialekten. Aber genau das ist der Punkt. Dort versucht niemand Krampthaft in einer selstam anmutenden dialektähnlichen Schriftart zu kommunizieren. Beim schreiben schaffen es dann doch irgendwie alle wieder auf ein und dieselbe Sprache zurückzugreifen nämlich Deutsch. Und genau das ist der springende Punkt. In der Schweiz gilt als Amtssprache Deutsch womit aber nicht die gesprochene sondern die schriftliche Variante gemeint ist. Jeder der Dialekt redet soll das auch gerne weiterhin tun. Damit hat (fast) niemand ein Problem. Das was dann seltsam anumutet ist das die Schweizer auf eine Schriftsprache zurückgreifen die es nicht gibt. Manifestiert sich auch darin das überstzungen von bern in Zürichdeutsch angeboten werden.

    Und nein, es gibt keine eigene Grammatik im Schweizterdeutschen, es gilt die allgemeingültige Grammatik der deutschen Sprachew wie sie auch in Deutschland, österreich, und in den deutschsprechenden belgischen enklaven und anderswo gilt.

    Das viele trotzdem hartnäckig versuchen Ihren Dialekt in eine Schriftform zu pressen und dann behaupten es sei Schweitzerdeutsch ist meines Erachtens nur Ausdruck eines Minderwertigkeitskomplexes einerseits, und oft genug auch um eine eklatante Rechtschreibschwäche zu vertuschen. Da es in dieser Schriftform keine Regeln gibt, kann man auch keine verletzen, ergo muss man auch nicht preisgeben, das man das eigentliche Schriftdeutsch nicht kann. Die Schweizer die eben immer alles genau nehmen und machen, genauer als anderswo auf der Welt, haben ein psychisches Problem damit das sie an genau dieser nicht unwichtigen Stelle versagen und es nicht korrekt und genau machen können, darum wenden sie den Trick mit der dialektschriftsprache an. Der österreicher, der da eine ganz andere Lebenseinstellung hat muss nicht zu solchen Tricks greifen weil es Ihm schlicht egal ist ob alles 100%ig stimmt. Er geht damit einfach entspannt um. Das kann der Schweizer nicht…

  43. Alex Says:

    was vielleicht auch viele Schweizer nicht wissen: “Huere Seich” hiess früher mal “huere Siech” und ein “Siech” ist ein toter Tierleib (Kadaver). Mit der schwindenen Bedeutung des tertiären Sektors verschwand auch der “Siech” aus dem täglichen Sprachgebrauch.

    “tolle” Seite!

    PS: So einen Rapkai habe ich mal am Postschalter erlebt. Das war echt schrecklich, der hat erst die Schalterdame aufs übelste beschimpft und anschliessend auch noch die beschwichtigenden Kunden.

  44. Katj Says:

    Hallo Schreiberling
    Total amüsante Seite, ich hoffe, die Wörterliste wird irgendwann forgesetzt? Bin per Zufall hier drauf gesurft und erfreue mich daran :-D

    @ Gizmo: Nebenbei bemerkt: es gibt tatsächlich auch Regeln, wie man korrektes Schweizerdeutsch schreibt…

    Liebs Grüässli
    Katj

  45. Carlos Says:

    Herzlichen Dank für diesen vergnüglichen Blog!

    Als Schweizer in Deutschland haben wir uns köstlich amüsiert - gerade weil wir anfangs bei vielen Wörtern “anders rum” recht verständnislose Blicke geerntet haben (Kasten…).

  46. Katie Says:

    Hallo,

    eins wurde oben vergessen: die Nazi-Begeisterung der Schweizer. Als ich das am Anfang gehört habe, dachte ich echt, in einen braunen Sumpf geraten zu sein. Bis ich gemerkt habe, dass die Nationalmannschaft gemeint ist…

  47. Beatrix Says:

    Zuerst mal herzliche Gratulation an Blogmaster Wiese, sehr interessante, unterhaltsame Seite, wo man als Schweizer sogar noch das eine oder andere lernen kann, auch wenn einige Infos falsch sind (meiner Meinung nach aber verzeihlich).

    Eigentlich wurde das Meiste bereits gesagt, doch zu folgendem Zitat von @gizmo möchte ich trotzdem Stellung nehmen:

    [quote]Und nein, es gibt keine eigene Grammatik im Schweizterdeutschen, es gilt die allgemeingültige Grammatik der deutschen Sprachew wie sie auch in Deutschland, österreich, und in den deutschsprechenden belgischen enklaven und anderswo gilt.

    Das viele trotzdem hartnäckig versuchen Ihren Dialekt in eine Schriftform zu pressen und dann behaupten es sei Schweitzerdeutsch ist meines Erachtens nur Ausdruck eines Minderwertigkeitskomplexes einerseits, und oft genug auch um eine eklatante Rechtschreibschwäche zu vertuschen. [/quote]

    Es gibt sehr wohl Regeln der Schriftsprache in Dialekt, wobei die je nach Dialekt unterschiedlich sind und dabei zumeist auch etwas mehr Freiraum in der Anwendung besteht.

    Diese Behauptung war aber noch nicht das schlimmste, aber die Behauptung, das Leute mit Rechtschreibeschwäche nichts besseres zu tun haben als ihren Minderwertikeitskomplex damit zu kompensieren…
    Ich als Legasthenikerin empfinde es als anmassend, wenn jemand, um seine eigene Behauptung zu zementieren, alle Menschen mit Rechtschreibeschwäche grundlos beleidigt und ihnen unterschwellig unterstellt, dass sie als Menschen mit Rechtschreibeschwäche generell Ausreden verwenden, warum sie Mühe mit der geschriebenen Sprache haben.

    Niemand weiss besser wie ich als Betroffene, dass es verdammt schwierig ist einen Schriftdeutschen Text halbwegs fehlerfrei zu schreiben, geschweige denn noch auf Schweizerdeutsch wo ganz andere Regeln herrschen. Ich habe es aber nicht nötig mich hinter irgendwelchen Ausreden zu verstecken, auch wenn ich dann damit rechnen muss als dumm, oder gar zu faul korrekt zu schreiben, hingestellt zu werden.

    *********************

    Doch genug OT, jetzt zum eigentlichen Thema zurück:
    Das Schweizerdeutsch gehört übrigens zur alemannischen Sprachfamilie, dazu gehören unter anderem das Elsässerdeutsch, das Schwäbische, das Schweizerdeutsche und die Dialekte von Lichtenstein und dem Vorarlberg.

    Beweis:
    Es gibt sogar eine Wikipedia in Alemannisch…
    http://als.wikipedia.org/wiki/Houptsyte
    … und dort findet sich auch eine Unterseite mit den wichtigsten Schreibregeln.
    http://als.wikipedia.org/wiki/Dieth-Schreibung

    Ich persönlich verwende die geschriebene Mundart oft in SMS, eMails und in Chats wo ich mich mit anderen Schweizern unterhalte. Und das ist bei weitem nicht unüblich.
    Dabei versuche ich aber immer trotz meiner Legasthenie eine gewisse Schreibweise einzuhalten, wie z.B. ein lang gesprochenes i mit ii zu schreiben und nicht wie im Schriftdeutschen üblich mit ie.

    So, das war erst mal mein „Senf“ ;)

  48. Landy Says:

    Also die Kellnerin heisst in der Schweiz nicht “Saaltochter”, sondern “Serviertochter”!

  49. Landy Says:

    Also leider muss ich doch noch etwas richtig stellen. Sie schreiben:

    Bei anderen beliebten Flüchen geht es immmer um “seichte Uhren“. Das verstehen auch die Deutschen, kein Wunder, denn die Schweiz ist ein grosser Hersteller und Exporteur von Uhren. Sind diese Uhren zu flach, also zu leicht und seicht, werden sie verflucht: “Uhren seich!”

    Dieser Fluch hat überhaupt nichts mit Uhren zu tun. Es heisst korrekt “Huere Seich!” Uebersetzung = Huere (=Hure) und Seich (Seich = Quatsch im sehr negativen Sinn).

    Das Wort “Hure” wird hier quasi als Verstärkung gebraucht also im Sinne: ein Riesenquatsch (hat also eigentlich in dieser Anwendung nichts mehr im ursprünglichen Sinne mit einer Prostituierten zu tun).

    Gerade bei den Jungen ist wird bald jedes 2. Wort mit “Huere” oder “Huära” verstärkt. Bsp: Huere Geil (= Mega Geil); Huere guet (= sehr gut), äs het mi huere a gschisse (es war mir absolut zuwider).

    Die Erwachsenen sehen aber bei solchen Ausdrücken immer noch die Hure dahinter und verbieten den Kindern oft zu Hause eine solche Ausdrucksweise.

  50. Landy Says:

    Danny Rapkay hat anscheinend die Arroganz vieler Englischsprachigen und schreibt seine Kommentare auf Englisch. In der Schweiz ist - wie er richtig sagt - Deutsch Landessprache. Englisch hat hier absolut nichts verloren!!!!

    Wir müssen uns aber auch selber am Wipfel nehmen, ist es doch oft so, dass wir Deutschschweizer uns englisprachigen Personen anpassen und sofort auf Englisch wechseln anstatt mit ihnen konsequent Hochdeutsch zu sprechen. Danny Rapkay hat aber in einem Punkt Recht: Hochdeutsch und nicht Dialekt.

  51. Beatrix Says:

    Hallo Landy
    “Uhren seicht” wurde weiter oben schon von einem User beanstandet und korrigiert. Mit der Hure bist du aber leider ebenfalls falsch.
    Huere - wenn als verstärkung gebraucht - kommt nicht vom Wort Hure/Prostituierte, sondern von “ungeheuerlich”.
    zB. auch “uhuere” = ungeheuer. Huere ist also blos die gekürzte Version von uhuere und bedueutet nichts anderes als ungeheur(lich)!
    So ähnlich kann man das übrigens ebenfalls weiter oben bereits nachlesen, im Kommentar von Ef Est Stan:
    http://www.blogwiese.ch/archives/15#comment-179

  52. Christian Says:

    Eine Anmerkung. Meine Cousine kommt aus dem östlichen MeckPomm und dort hört man, zumindest von den Jugendlichen als sozusagen verstärkendes Wort “uhrst”. Beispiel: “Das ist uhrst geil.” Scheint den selben U(h)rsprung zu haben… Also redert der Schweizer vermutlich doch nicht von einer leichten Dame, wenn ich immer “Hure geil” verstehe…
    Gruss, Christian

  53. Lena Says:

    Ich glaube die Flak-Hilfe war wohl eine Pfläg-Hilf (Pflege Hilfe).
    In Bern würden wir Pfleg Hiuf sagen…

    War wirklich sehr amüsant die Seite zu lesen!

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