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Zuckerbrot und Peitsche — Über den Gebrauch von Metaphern im Alltag

  • Kennen Sie Metaphern?
  • Momentan herrscht Eiszeit im Verhältnis zwischen Deutschland und der Schweiz. Kein Silberstreif am Horizont zu sehen, auch kein Licht am Ende des Tunnels. Jemand hat dem Fass den Boden ausgeschlagen, nachdem es erst zum Überlaufen gebracht wurde, weil ja der Krug so lange zum Brunnen geht bis er bricht.

  • Die Rosinenpicker waren gestern
  • Das sind Metaphern, oder Redewendungen. Sehr beliebt bei Politikern, weil sie der deutschen Sprache die richtige Würze geben. Um Gottes Willen nicht für bare Münze nehmen. Schon wieder so ein Ding. Der meint das nicht so, “der will nur spielen”. Sowas liess auch der Deutsche Finanzminister Steinbrück los, bezogen auf die Schweiz:

    „Wir müssen nicht nur das Zuckerbrot benutzen, sondern auch die Peitsche“.

    Und da geht es schon los mit dem falschen Gebrauch von Metaphern: Zuckerbrot und Peitsche werden nicht benutzt, „mit Zuckerbrot und Peitsche erziehen“ heisst die Redewendung, und meint “mal freundlich sein, mal streng sein”. Nein, die Peitsche war nicht wörtlich gemeint. Das war eine Metaphern, ein missglücktes Bild! Aber egal, es reicht für eine Wochen Aufregung im Pressewald der Schweiz. Dagegen sind die „Rosinenpicker“ von weiland Hans Eichel noch richtige Nettigkeiten. Ein freundliches Bild vom Peitschenknecht Steinbrück brachte die NZZ am Sonntag am 26.10.08 auch:

    Peer Steinbrück in der NZZ am Sonntag
    (Quelle NZZ am Sonntag 26.10.08)

    Zu erkennen ist deutlich: Der Mann hat noch alle Zähne im Gebiss. In Deutschland zahlt die Krankenkasse den Zahnarzt, nicht der Patient. Ganz gerade sind sie nicht, aber das kommt jetzt sicher auch vom vielen Naschen am Zuckerbrot. Was rege ich mich auf… Jedenfalls wird die Schweiz thematisch plötzlich wahrgenommen in der deutschen Presse. Ein Schweizerkreuz auf dem Titelblatt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Hat sich die Pressearbeit und das Einbestellen des Deutschen Botschafters wenigstens gelohnt. Es gibt keine schlechte PR, Hauptsache man spricht über uns.

  • Plötzlich ist die Schweiz ein grosses Thema
  • Den Namen Sandoz habe ich auch erst durch die Rheinvergiftung gelernt. Soviel Aufmerksamkeit gibt sonst nur, wenn ein grosser Felsklotz auf die Gotthard-Autobahn knallt und ein Hamburger Auto zermalmt oder wenn eine Achtjährige von Elfjährigen vergewaltigt wird. Dann ist die Schweiz Thema in Deutschland, sonst nie. Und die EM? Fand die nicht sowieso fast nur in Österreich statt? Fragen sie mal einen Deutschen in Deutschland danach, die Erinnerung verblasst schnell. Jetzt kennt jeder Bub in der Schweiz den Namen Steinbrück. Das ist doch der man mit der Peitsche, oder? Und den nordischen Vornamen “Peer”, wie bei Peer Gynt, einem dramatischen Gedicht von Henrik Ibsen, was gut passt, denn um dramatische Dichtung geht es hier. Um misslungene Dichtung allerdings.

  • Mit dem Geldkoffer ins Deutsche
  • Vergessen wird bei der Suche nach den deutschen Steuerflüchtlingen in Schweiz immer die Tatsache, dass momentan die Gegenbewegung von Schweizern zu den grenznahen Banken und Sparkassen unterwegs ist. Am Schweizer Zöllner vorbei. Der kontrolliert nur bei der Einreise ins Land. Am Schweizer Steueramt auch vorbei. Weil es im Euro-Ausland höhere Zinsen gibt. Ein Geben und ein Nehmen ist das also. Ob da auch bald Köfferchen beim Grenzübertritt von CH nach DE kontrolliert werden?

  • Volkswirte und Dichtung
  • Peer Steinbrück ist Bundesminister der Finanzen in Deutschland. Er soll sich um Zahlen kümmern, nicht um Dichtung. Wenn er sich in Metaphern versucht, und nach der Peitsche greift, dann kann das ziemlich schief gehen. Dem studierten Diplom-Volkswirt kann ich das verzeihen. Der richtige Gebrauch von Redensarten und Metaphern ist nicht nur bei Sportreporter problematisch. Aber hoffen wir, dass der Zahn der Zeit, der schon manche Wunde geheilt hat, auch hier Gras über die Sache wachsen lassen wird. Und wenn alle Stricke reissen, dann hänge ich mich auf.

  • Wo lagern sie ihr Heu?
  • Dann gehe ich wieder “Heu auf der gleichen Bühne lagern“. Wenn das über Poliker in der Schweiz gesagt wird, dann geht auch niemand die Scheune suchen. Aber die Peitsche, die wird brav wörtlich genommen. Wie sagten Giacobbo&Müller in der letzten Sendung vom 26.10.08 so schön zu diesem Peitschen-Thema: “Wahrscheinlich war das nur ein Übersetzungsfehler”. Recht haben sie.

    Hier die Sendung, falls sie jemand verpasst haben sollte:

    

    59 Responses to “Zuckerbrot und Peitsche — Über den Gebrauch von Metaphern im Alltag”

    1. Thomas Says:

      hehe, da hab ich Dir ja noch Nachtarbeit aufgebrummt. Ach ja, das mit dem Geld anlegen im Euroraum (Zinsdifferenz und so). Wetten, dass 95% der Leute keine Währungsrisikoabsicherung getätigt haben?
      Wer 10′000 Euro im Juni 07 angelegt hat, der hat im Juni 2008 10′300 Euro. (bei 3%). Der Kurs war ca 1.63 an beiden Zeitpunkten, gibt also 16′800 Franken. Nur bekommt der arme Anleger jetzt dafür nur 15150 Franken. Dabei hat er doch im Juni 16′300 Franken angelegt. Jetzt hat er weniger. Trotz mehr Zins. Ich wette einen grossen, schwarzen Kaffee, dass er die Schuld dafür nicht seiner Gier, sondern den ‘Abzockern’ zuschiebt.

      [Antwort Admin: Tut mir leid, aber das ist mir zu hoch. Die Sparkassen und Banken im Grenzbereich zur Schweiz leben sehr gut von den Einlagen der Eidgenossen. Sie haben dafür sogar, jetzt bitte festhalten, an Samstagen geöffnet (!) ]

    2. Thomas Says:

      …ja, weil 0.5% Zins und 3 % Zins schon ein grosser Unterschied ist. Auch kein Problem, wenn du ‘nur’ Euro halten willst. Aber wenn du CHF in EUR anlegst, musst du, wenn du wieder CHF willst, EUR verkaufen. Und da kannst dann eben Gewinn oder Verlust machen. Im Moment ist’s Verlust. Dies Phänomen treibt momentan Franken und Yen so hoch, da umgekehrt Kredite in der CH billig sind/waren.

    3. Sonne Says:

      War wohl etwas spät, letzte Nacht., oder hat der Lektor frei? *sfg*

      Zu den Öffnungszeiten der deutschen Banken in Grenznähe: Die einzigen Fillialen am Hochrhein, die auch am Samstag geöffnet haben, sind jene der Sparkassen in den Einkaufszentren. Vielleicht lebe ich aber in einem anderen Universum… *denk*

      [Anmerkung Admin: In Jestetten haben die Raifeisenbank und die Sparkasse am Samstag von 9.00 - 12.00 Uhr geöffnet, gleiches gilt für Waldshut. Sind das jetzt Orte in Grenznähe oder Einkaufszentren? ]

    4. Schoggistaengel Says:

      Wenn durch die Währungsumrechnung 5′000 Euro auf einmal nur noch 7′500 Franken (Kurs: 1.50) sind anstatt 8′000 Franken (Kurs: 1.60), dann stellt sich die Frage, ob die Zinsdifferenz diesen Währungsverlust ausgleichen kann. Das wollte Thomas sagen.

      Wenn man sich den Rückkaufskurs nämlich nicht absichern liess, hat man hier letztendlich Geld verloren und nicht verdient. Und das nur, weil der Euro-Kurs im Vergleich zum Schweizer Franken gerade sinkt.

      Ach ja, könnte das mal einer Herrn Steinbrück sagen, dass die Banken dort so gut davon leben ? Verklagen sollte man Sie, die Schwaben … ;)

    5. neuromat Says:

      Der Mann hat Stress. Möglicherweise steht Deutschland ja auch vor einem Staatsbankrott. Da liegen dann die Nerven schon einmal etwas blank. Der Mann ist offensichtlich in seinem Amt ueberfordert. Wäre er Chirurg, liesse sich niemand von ihm operieren.

      Es ist jedoch Deutschlands Schicksal mit der “Deppenprominenz” leben zu müssen. Wer kann, der wandert aus und schaut sich das Ganze wenn er denn mag Sessel aus an, wenn dann die ganzen Schlaumeier ihre Weisheiten in ueberflüssigen Talk Shows (siehe früher Comment Anfra) zum Bestn geben.

      An Stelle der Schweizer wäre es besser gewesen, deutlich cooler zu bleiben und gelassen auf den offenbar etwas genervten und ueberreizten Herrn Minister mit Nachsicht zu reagieren. Für eine spätere Replik darf man ihm dann ja noch einen Aufenthat in einem Schweizer Sanatorium anbieten, obwohl die Höhenluft nicht gearde die Geistesleistung verbessern würde.

      Daher meine Empfehlung seht die ganze Sache mit etwas Ironie und Satire.

    6. Torsten Says:

      Steinbrück hat völlig zu Recht darauf hingewiesen, dass die Schweiz gute Geschäfte mit ausländischen Steuerhinterziehern macht, zumal diese regelrecht angeworben werden. Gleiches gilt für Steuerflüchtlinge a la Michael Schumacher, der bestimmt nicht nur wegen der schönen Landschaft an den Genfer See gezogen ist oder Briefkastenholdings im Kanton Zug, die dort ihr im Ausland erwirtschaftetes Geld steuergünstig bunkern. Auch die deutschen Akademiker die in die Schweiz gehen haben auf Kosten der deutschen Allgemeinheit eine hervorragende Ausbildung genossen (weißt du wieviel eine Arztausbildung kostet?), deren Früchte die Schweiz abgreift. Selber ausbilden ist wohl zu mühsam und teuer. Bei diesem parasitären Verhalten brauchen sich die Schweizer nicht zu wundern, dass sie in Europa immer unbeliebter werden und sich die deutsche Politik das nicht länger gefallen lassen will.

    7. Thomas Says:

      @Torsten: das ist Wettbewerb. Sollen wir die Detuschen, die hier arbeiten wollen, nicht in’s Land lassen? Soll doch der Steinbrück die Steuern senken. Jedes Land darf seine Regeln und Gesetze haben.
      Stell Dir vor, die Deutschen Arbeitskräfte kommen hierher, obwohl sie den Zahnarzt selber zahlen müssen. Die Schweiz profitiert momentan massiv davon, dass gut ausgebildete Deutsche in die Schweiz arbeiten kommen. Ist das parasitär? Wie wäre es, wenn Deutschland Anreize schafft, dass die Deutschen im Land bleiben? Ihr könnt ja die Grenzen schliessen. Hat die DDR auch gemacht. Wir zwingen keinen ausgebildeten deutschen Arzt, in der Schweiz zu arbeiten.
      Selber Ausbilden tun wir auch, leider reicht es nicht. Von dem her sind wir dankbar, dass deutsche Ärzte hier arbeiten wollen. Sie halten unser Gesundheitssystem stabil. Aber ein Verbrechen finde ich das nicht. Frag doch mal die Ärzte, weshalb sie in der Schweiz nen Job suchen, und nicht in Deutschland. Das ist doch die interessante Frage.

    8. Lisa Says:

      Zum Glück ist parasitäres Verhalten nicht auf die Schweiz begrenzt. Oder was ist mit den ganzen Medizin-NC-Flüchtlingen die an die österreichischen Unis strömen? Da lässt ja auch der deutsche Staat seine Akademiker von fremden Geld ausbilden, aber das ist ja Deutschland, da ist das vollkommen in Ordnung und hat nichts mit Parasiten zu tun.
      Wenn ich jetzt im Ton etwas zu böse war entschuldige ich mich, aber ich finde es nicht in Ordnung den Splitter im Auge des Anderen zu sehen und den Balken im eigenen nicht.

    9. Sonne Says:

      Zitat Admin: In Jestetten haben die Raifeisenbank und die Sparkasse am Samstag von 9.00 - 12.00 Uhr geöffnet, gleiches gilt für Waldshut. Sind das jetzt Orte in Grenznähe oder Einkaufszentren?

      Meinst Du mit Raiffeisenbank die Volksbank? Stimmt, da hat in Waldshut ein “Kassenhäuschen” geöffnet.
      Es sind sowohl bei der Sparkasse als auch bei der Volksbank kleine Filialen oder sogar ein Container in der Einkaufsstrasse.
      Die VoBa Jestetten hat am Samstag geschlossen und die Filiale in Lottstetten auch, Altenburg hat nur vormittags geöffnet ausser Donnerstag. Da ist die Filiale nachmittags geöffnet.
      Mag ja sein, dass in Jestetten die betuchten Schweizer ihre Kohle bei der Sparkasse versenken, scheint mir allerdings etwas weit hergeholt, siehe Kursverlust.

      [Antwort Admin: Dann muss sich was geändert haben in Jestetten, war schon eine Weile nicht mehr dort am Samstag. Die Volksbank ist richtig, nicht die Raifeisenbank, obwohl beide Institute gern in einem Zug genannt werden. Hier die Oeffnungszeiten zum Selbergucken http://www.vbj.de/sites/meine_bank/oeffnungszeiten_jes.html ,
      die Oeffnungszeiten der Sparkasse Jestetten findet man hier, ebenfalls am Samstag auf.]

    10. Philosolver Says:

      @ Torsten

      Der Schweit vorzuwerfen, wenn unsere ach so patriotischen vierdienten Helden des Volkes a la Schumi oder Epo-Uli aus D flüchten, weil sie wonders weniger Steuern zahlen müssen, finde ich ganz schön daneben. Da kann die Schweiz nun mal herzlich wenig dafür, wenn sich unsere Leistungsträger verabschieden. Das zeigt doch nur wie wenig konkurennzfähig die BRD im Steuerrecht ist, welches der Art kompliziert bist, dass es niemand mehr beherrscht.
      Als Akademiker, der sich wirklich gerne hat von den bösen parasitären Schweizern locken lassen, kann ich gerne ein paar Gründe nennen, warum ich D keine Träne nachweine, obwohl das Land der dichten Denker meine gaaanz teure Ausbildung gezahlt hat.
      -Die Wertschätzung von Arbeit ist imho in der Schweiz wesentlich höher als in D. Dort wird man bei Bewetbungen selbst mit Spitzendiplom behandelt wie ein schnorrender Penner.
      -Das Arbeitsklima ist freundlicher und konstruktiver. Ellenbogenausfahrer landen schnell im Abseits.
      -Die Bezahlung ist Markt- und Leistungsgerecht. Du fragst ja wie viel wohl eine Arztausbildung in D kosten würde. Frag lieber mal was ein Arzt verdient.
      -Meine Steuererklärung passt auf einen Bierdeckel.

      Was die gute alte BRD leider überhaupt nicht begriffen hat, ist die Tatsache dass nicht nur die Produktion von Gütern globalisiert ist sondern inzwischen auch die Arbeit an sich. Länder wie die Schweiz aber auch die Niederlande oder Norwegen haben schon längst geschnallt, dass es gerade bei gut ausgebildeten Leuten einen unkämpften Markt gibt. Diese Länder schaffen es auch für dieses Klientel attraktiv zu sein. In der BRD hingegen werden für viel Geld auch aus anderen Ländern gute Leute ausgebildet nur um sie sofort nach dem Studium aus dem Land zu werfen. Ebenso debil ist die tolle Green-Card-Initative: Gute Leute die nicht zu viel verdienen dürfen, sollen befristet ins Land kommen, schön Abgaben zahlen und dabei keinerlei Rechte erwerben um sie nach fünf Jahren wieder rauszuwerfen. Für so einen Schwachsinn können Länder wie die Schweiz leider gar nichts. Schade eigentlich, denn so muss die BRD ihren Bockmist wohl selber auslöffeln.

    11. Schoggistaengel Says:

      Siehst Du, Torsten, das Problem dabei ist eigentlich ein Anderes:

      Der deutsche Fiskus würde gerne, wie in der Vergangenheit übrigens andere Staaten auch, eine weltweit gleich hohe Steuerbelastung anstreben, da Sie im internationalen Steuerwettbewerb nicht mithalten können.

      Es wäre aber aus verschiedenen Gründen imho ein Fehler, international dieselben Steuersätze zu verwenden, mal ganz abgesehen davon, dass genau das rechtsstaatlich nicht durchsetzbar ist. Insofern bestehen gute Gründe, warum sich der deutsche Finanzminister vielleicht an der eigenen Nase zu nehmen hat.

    12. Sonne Says:

      Sorry, hab mich bei der VoBa Jestetten verguckt, Jens.

    13. Torsten Says:

      @Philosolver: Merkwürdig nur, dass Schumi einen Special-Deal für seine Einkommensteuer heraushandeln kann, ein Schweizer Bürger diese Möglichkeit aber nicht hat. Warum nur? Das hat nichts mit einem Wettbewerb um das beste Steuersystem zu tun, das ist schlichtweg parasitär. Die Schweiz ist immer sofort dabei, wenn es einen schnellen Franken oder Euro auf Kosten anderer zu verdienen gibt, aber wehe jemand wagt das zu kritisieren. Dann wird sofort geschrien, dass die bösen Nachbarn die arme kleine Schweiz unterdrücken wollten.

    14. Frank Says:

      Herrn Steinbrück geht es nicht um Steuerflüchtline, die ins Ausland ziehen und auch (momentan) nicht um Holdinggesellschaften. Es geht darum, daß die Schweiz aufgrund ihrer seltsamen Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug (in D gibts nur Steuerbetrug, der aber dort Steuerhinterziehung heißt) Geldwäsche betreibt und Straftaten (Steuerhinterziehung) von in D lebenden Steuerpflichtigen fördert. Warum diese Leute Steuern hinterziehen ist erst mal nebensächlich, davon abgesehen ist die Steuerehrlichkeit in CH auch nicht viel besser als in D.

    15. neuromat Says:

      @ philosolver

      wo trinkst Du Bier? Ich komme mit.

    16. MacZürich Says:

      Und wieder einmal wird über die Deutschen in der Schweiz diskutiert.

      Auch wenn es Peer Steinbrück und vielen anderen nicht gefällt, wenn Deutsche aus steuerlichen Gründen, ihren Wohnsitz in die Schweiz verlegen - darum geht es nicht. Es geht um die Menschen in Deutschland, Frankreich und anderen Ländern, die Vermögensteile bewusst in die Schweiz verlagern, und die dann diese Vermögensteile und deren Erträge bei ihrer Steuererklärung einfach “vergessen”. Es geht nicht darum, dass diese Menschen niedrigere Steuern zahlen wollen - nein, sie wollen überhaupt keine Steuern zahlen. Das ist kein Diebstahl am Deutschen Staat, sondern Diebstahl an der Bevölkerung Deutschlands. Soll Deutschland das so hinnehmen? Würde es die Schweiz? Wohl kaum. Man kann durchaus über die Höhe von Steuern und Abgaben reden. Sind die Steuern in Deutschland höher als in der Schweiz? Sicher. Ist die gesamte Abgabenlast höher? Da sieht es schon etwas anders aus. Wenn alle offenen und verdeckten Abgaben zusammen verglichen werden, sind die Unterschiede nicht mehr so gross.
      Braucht Deutschland mehr Steuerwettbewerb? Höchstwahrscheinlich. Ist der derzeitige Steuerwettbewerb für die Schweiz gut? Mit Sicherheit nicht. Es werden hier eindeutig Lasten von Wenigen (die sie problemlos tragen könnten) auf Viele (denen es weh tut) verteilt. Ebenso die Pauschalsteuerabkommen, die nur für Nicht-Schweizer gelten. Wird es so bleiben? Ich kann (oder will) mir nicht vorstellen, dass das Schweizer Volk es sich auf Dauer gefallen lässt. Allerdings habe ich in den letzten Jahren den Eindruck gewonnen, dass häufig die wirtschaftlichen Interessen von Wenigen gegenüber denen von Vielen geschützt werden.

    17. Brun(o)egg Says:

      Ihr scheint ja alle sehr gut darüber informiert zu sein, wie und wo man sein Geld in D hinbringen kann. Ist das echt ein Thema? Die Gier scheint keine Grenzen zu kennen.
      Ehrlich nach D würde ich keinen Rubel bringen. Nur schon wegen dem roten Steinbeisser, der ganz offensichtlich die Kacke am dampfen hat.

    18. Schoggistaengel Says:

      @Torsten:

      Seltsam dann nur, wenn EU-Staaten wie Grossbritannien dieselben Regeln anwenden dürfen, aber gegen die böse Schweiz schiesst man dann (Besteuerung nach Aufwand).

      Im übrigen ist es nach englischem Recht relativ mühelos möglich, völlig legal überhaupt keine Steuer mehr zu bezahlen. Räumt erst mal innerhalb eures eigenen Ladens auf, bevor ihr auf die anderen schielt.

      Was Steuerbetrug/Steuerhinterziehung betrifft: Die Unterscheidung ist nicht neu und ist nicht nur schweizerisch. Eine schweizerische Eigenart mag es sein, dass wir die beiden Sachverhalte unterschiedlich betrachten. Aber es ist das Recht eines souveränen Staates, seine eigene Gesetzgebung so auszugestalten, wie er das will.

      Problematisch wäre es höchstens, wenn wir, wie Herr Steinbrück das wohl gerne sehen würde, unsere Steuergesetze auf deutsche Staatsbürger anders anwenden würden als auf Schweizer Staatsbürger. Genau das tun wir aber nicht - das die Rechtsauslegung in der Schweiz eine andere ist, ist kein krimineller Akt und hat nichts mit Gaunerei zu tun.

    19. JensK Says:

      @Brun(o)egg, dabei sollte man wissen, dass nur bestimmt Teile der Bevölkerung überhaupt Chancen haben “Schwarzgeld” zu generieren. Der grösste Teil der Angestellten zahlen die Steuer jeden Monat brav über den Arbeitgeber ein (faktisch Quellensteuer). Die Thematik betrifft auch andere europäische Staaten. Beim Betrug unterhält man sich gerne in der Landessprache, deshalb gehen Engländer udn Amerikaner lieber in die bekannten Steueroasen (also die wirklichen). Franzosen in die Westschweiz, etc. Deutsche wohl am liebsten in deutschsprachige Länder (ohne Polemik) also auch die Schweiz. Deshalb pfeift der Wind jetzt halt etwas steifer aus Richtung Nachbarland. Die Engländer würden sich sicher gewählter ausdrücken, meistens ist die Schärfe die Gleiche.

    20. AnFra Says:

      „Wenn zum Bänker gehst, vergiss die Peitsche nicht!“
      Lebensweisheit frei nach F. Nietzsche.

    21. Holger Says:

      Die “Parasiten” sitzen ganz woanders: das sind die Deutschen, die ihr Geld in die Steuerparadise tragen, aber gleichzeitig weiter in Deutschland wohnen. Sie sollen gefälligst das gesamte Paket (d.h. die Annehmlichkeiten, die sie offensichtlich in Deutschland schätzen, genauso wie das kranke Steuersystem) nehmen oder eben nicht. Aber in Deutschland Leben und woanders Zahlen ist Beschiß. Und wenn man denen über DVDs aus zweifelhafter Quelle auf die Schliche kommt, mag das juristisch grenzwertig sein, moralisch aber nicht. Go BND!

      Man liest in schweizer Kommentarseiten auch gerne: “Das ist doch nur Notwehr, daß die ihr Geld vorm gierigen deutschen Staat in Sicherheit bringen”. Da könnte ich kotzen! Das sind Steuern und keine Spenden! Mir rätselhaft, wie man dieses Gesocks verteidigen kann …

    22. Guggeere Says:

      Ach, diese armen Steuerbetrüger! Würden sie ihren Zaster ehrlich versteuern, könnten sie sich kein Zweit-, Dritt- oder Viertauto mehr leisten, nur noch drei- statt wie bisher sechsmal jährlich in die Ferien fahren, und statt sich in einem Haus mit vier Bädern und sieben Toiletten zu verwirklichen, müssten sie ihr Dasein in einer Bleibe mit nur noch je zwei Bädern und WCs fristen.
      Ist reine Polemik, sorry, aber solche Diskussionen machen mich eben zornig. Ich hätte auch lieber eine Steuererklärung, die nicht grösser ist als ein Bierdeckel. Das aber wird erst dann wirklich wichtig, wenn es keine Menschen mehr gibt, deren gesamte Habe auf einem Bierdeckel Platz hat. Bis es so weit ist, mögen die Steuerbetrüger und -flüchtlinge bitte die Klappe halten, denn die Gauner sind sie; nicht der Staat.
      Gerade eben machten die gierigsten eidgenössischen Zocker an den Geldmaschinen im Casino des Grosskapitals mal Pause, machten die hohle Hand und erhielten vom Staat ein paar Dutzend Milliarden, um die Maschinen weiterhin füttern zu können. (Wetten, dass bereits ein Heer von so genannten Steueroptimierern Verstecke für diese Milliarden sucht?) Der Staat überlegt sich derweil, wo er das Geld wieder einsparen könnte, falls der Deal in die Hosen ginge. Er (v.a. die bürgerliche Parlamentsmehrheit) sieht deshalb bestimmt einen Grund mehr, die Flexibilisierung des Rentenalters für einfache Arbeitnehmer für unbezahlbar zu erklären…
      Ich verstehe Herrn Steinbrück, wenn es ihm «de Nuggi usejagt», wie man auf Hochalemannisch sagt. Er hat vollkommen recht, wenn er sich fragt, ob man bei all den Vorwürfen an ihn nicht doch Ursache und Wirkung verwechsle.

    23. blogaffe Says:

      Zum Thema Pauschalbesteuerung verweise ich auf folgenden Beitrag: http://www.hallo-schweiz.ch/forum/viewtopic.php?f=47&t=13565&p=129488&hilit=pauschalbesteuerung#p129488

    24. AnFra Says:

      Habe wg. der Sache über die Behandlung von Steuerbetrügern in der Schweiz schon fragen hören, ob für die Schweiz folgende Schreibweise wohl gelten sollte: „Confoederatio Hehlvetica“;-)

    25. Philosolver Says:

      @neuromat

      Bier trinke ich am liebsten hier:
      http://www.turbinenbraeu.ch/

    26. Philosolver Says:

      @ JensK

      Also die Mähr, dass nur die “Reichen” betrügen trifft zumindest in D nicht zu. Hier beträgt der Schaden durch Schwarzarbeit rund 70 Mrd Euro jährlich. Die kleine “Hilfe” unter “Freunden” wird in D ja gerne als Kavaliersdelikt gesehen. Würde man mal die Schwarzarbeit jedoch bekämpfen würde die Arbeitslosigkeit in D wohl um die null Prozent liegen und wir müssten im Sinne von Torsten ganz parasitär im Ausland teuer ausgebildete Fachkräfte importieren.
      Zusätzlich könnte man auch gleich noch die Akademiker im Land halten, denn dann könnte man z.B. Ärzten so ein Gehalt zu zahlen, dass sie sich auch ein Kind “leisten” könnten ohne auf Harz IV Niveau abzusacken.

    27. neuromat Says:

      nein Leute

      die Parasiten sind die, die nach ein paar Monaten Verteidigungsminister und ein paar peinlichen Bildern auf Boulevardblättern eine Pension kassieren

      die Parasiten sind die, die ihren Nebeneinkünfte nur scheinbar (siehe deutsches Parlament: “Stufe 2″) erklären.

      die Parasiten sind die, die sich inert eines Jahres vom Zustand der so eben gerade gelungenen mühsamen 500 Meter Bewältigung auf einen Marathon vorbereiten und auch noch das doppelte an Leibwache brauchen und heute ebenso nach ein paar Jahren Scheinarbeit eine Pension kassieren.

      die Parasiten sind die, die sich in “Europa” noch mal “alles doppelt” leisten und sehr merkwürdige Regeln für die Arbeitszeit und das Heimfahren hatten.

      die Parasiten sitzen in Vorständen von Bänken und in einem politischen Amt und in beiden Funktionen tragen sie offensichtlich keine Verantwortung.

    28. Lukas Says:

      Diejenigen, die Steuerflucht in die Schweiz betreiben, sind bedauerlicherweise dieselbigen die vom System in Deutschland profitieren aber selber nicht investieren wollen.

      Heutzutage ist es ja leider eher Mode als Vorstandsvorsitzender oder Managing Director zu betrügen, lügen und manipulieren wo es nur geht. Wer in einer hohen leitenden Position ehrlich ist, wird nur belächelt, verspottet und als Dummkopf bezeichnet.

      Wenn manche Industrielle in Deutschland zB. die Firma TriGema zum Vorbild nehmen würde, gäbe es auch weniger Steuerflüchtlinge in D.

    29. Torsten Says:

      Schwarzarbeit ist ein Problem, aber das gibt es in Deutschland wie in der Schweiz. Auch das ist Steuerhinterziehung, aber keine mit staatlicher Unterstützung wie sie die Schweiz gewährt. @neuromat: Du maßt dir Urteile über Deutschland an die dir als Schweizer nicht zustehen. Kümmere dich erstmal um den Dreck vor der eigenen Haustür, um die rechtsextrmen Blochers und Brunners die mit fremdenfeindlichen Kampagnen auf Stimmenfang gehen und damit auch noch Erfolg haben, bevor du auf deutsche Politiker schimpfst.

    30. Brun(o)egg Says:

      @ pholosopher

      wow! Herzlich willkommen.

      @ Torsten

      Herzlich willkommen! Oder bist Du noch nicht da?

      @ Frank

      Sachlich bleiben! Geldwäscherei wird in der Schweiz saktioniert und die Schweiz leistet Rechtshilfe!

      @Mac Zürich

      Nehme an Du bist Deutscher?! Und in Zürich? Warum?

      @ Guggere
      Die hohel Hand machen alle Bankzogger. Auch der Schweizer Ackermann bei euch.

      Übrigens:
      Schwarzarbeit ist nur ein sekundäres Problem. Wenn es sie nicht gäbe müsste sie erfunden werden. Vor allem im gewerblich überregulierten Deutschland. Vielleicht begreift das sogar auch die Linke einmal.

    31. Schoggistaengel Says:

      Torsten, woher bist Du dir eigentlich so sicher, dass neuromat Schweizer ist ?

      Vielleicht, wenn Du deine Argumentation auf ein sachliches Niveau runterfährst, werde ich mich bequemen, auf deine sachpolitischen Argumente einzugehen. ;)

    32. Hans Says:

      @Ein Zuercher
      Wow. Lob und Anerkennung für diese feinste Parodie der Schweizer Reaktionen!

    33. MacZürich Says:

      @Brun(o)egg
      Ja und ja.
      Du fragst warum ich in der Schweiz und in Zürich lebe? Darauf will ich Dir antworten.
      Als ich vor 12 Jahren (noch vor den Bilateralen Verträgen) in die Schweiz kam, wurde ich von einer Schweizer Firma geholt, da sie keinen entsprechend qualifizierten Schweizer finden konnte. Inzwischen bin ich mit einer Schweizerin verheiratet. Meine Frau und ich haben gemeinsam beschlossen in der Schweiz zu bleiben. Viele unserer Schweizer Mitbürger vergessen leider viel zu häufig, dass es Firmen aus der Schweiz sind, die Arbeitnehmer einstellen, die keinen Schweizer Pass haben.

      Nebenbei, meine Frau trägt Personalverantwortung in einem Spital. Sie kann die offenen Stellen weder mit Schweizern, noch mit Nicht-Schweizern besetzen, weil der Arbeitsmarkt einfach leer ist.

      Aber Deine Frage deutet darauf hin, dass auch Du das Grundproblem verkennst. Nochmals, es geht nicht darum, dass Menschen aus einem Land in ein anderes ziehen und dann entsprechend der dort geltenden Regel Steuern zahlen. Man mag das bedauern, aber es ist absolut legal und darum geht es hier nicht. Allerdings ist es nicht legal, wenn Menschen in einem Land leben, die dortige Infrastruktur nutzen, und ihr Geld in ein anderes Land verbringen um somit den gesetzlichen Steuern zu entgehen.

      Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie schnell sich, insbesondere auch Schweizer Banken, daran gemacht haben, für ihre Kunden Wege zu finden um das Zinsbesteuerungsabkommen mit der EU zu unterlaufen. Da es sich bei den so einbehaltenen Steuern, um eine Konstruktion, die mit der Verrechnungssteuer der Schweiz vergleichbar ist, handelt, ist davon auszugehen, dass eine Umgehung der Steuer nur zum Zweck der Steuerhinterziehung erfolgt. Ansonsten wird die Steuer ja auf die reale Steuerlast angerechnet, bzw. erstattet. Was daran legal oder legitim sein soll, entzieht sich meiner Logik.

    34. Guggeere Says:

      @ Brun(o)egg
      Du erwähnst den obersten Casino-Schreck Victory-Joe Ackermann, schreibst wörtlich «bei euch» und adressierst das somit an mich. Tut zwar nichts zur Sache, aber ich wohne nicht in Deutschland und bin Schweizer. Wie du siehst, hindert mich das nicht daran, Herrn Steinbrück in dieser Sache zuzustimmen.
      Wenn du «gewerbliche Überregulierung» kritisierst, hast du ganz schlechte Karten. Die vereinigten Deregulierer haben grad was angerichtet, für das sie nach ihrem Ableben vermutlich 20’000 Jahre länger im Fegefeuer braten müssen als selbst der schlimmste aller Überregulierer. Wenn sie nicht geradewegs und endgültig in die Hölle kommen…

    35. Big Al Says:

      Und heute kam die SVP mit der Nazikeule (siehe NZZ, Tagi, Blick etc.). Als Auslandschweizer rege ich mich “gruusig uf”, wenn heisse Luft aus dem Norden mit heisser Luft von rechts beantwortet wird. Der Herr Steinbrück ist Berufspolitiker; der kann gar nix anderes als viel Lärm machen. Und wie immer in Politik, wird der Berg eine Maus gebären. Also, cool bleiben…

    36. Bernie Says:

      Wenn die Schweiz zuviel Geld verdient liegt es wohl daran das sie das bessere Steuersystem haben. Den Schweizern zu befehlen das sie ihre Gesetze ändern sollen geht wohl über die Kompetenzen Deutschlands.
      Ein Land das es schafft soviel Geld zu generieren sollte um Hilfe gebeten werden und nicht mit der Peitsche gezüchtigt!
      Und wo sollen all die teuer Ausgebildeteten Arbeitslosen hin. Dem Deutschen Staat auf der Tasche liegen?
      Ist doch gut wenn sie in der Schweiz Arbeit finden. Es bleiben ja nicht alle in der Schweiz und die die zurückkehren bringen noch etwas Erspartes mit nach Deutschland.
      Ich denke Deutschland könnte sehr viel Geld sparen wenn das Steuersystem Attraktiver wäre und vielleicht selber ein paar “Steuerflüchtlinge” anlocken könnte.

    37. Helza Says:

      Der Datenklau in FL war ein Warnschuss. Dann ging es einige Wochen, bis sich wieder mal ein deutscher Miniser meldete. Und der Schweiz massiv drohte. Weshalb dauerte das so lang? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. aber ich vermute jetzt trotzdem einfach mal: Damit seine Parteifreunde (und vielleicht sogar er selber) ihre Schweizer Schwarzgeldkonten auflösen und alle Spuren verwischen konnten…
      Nur, die EU täte gut daran, zuerst einmal in EU-Land zu kehren, bevor sie nicht EU-Mitglieder massregelt. Ich sage nur Kanalinseln, Luxemburg, Oesterreich. Auch dort verstecken sich viele Milliarden Gelder, die nicht oder nur teilweise versteuert wurden. Wobei ich ein gewisses Verständnis für die ‘Delinquenten’ nicht verhehlen kann. Wenn mein Staat mir vom sauer verdienten Geld um die 50% abknöpfen würde, käme ich auch auf solche Gedanken. Bei den Steuergesetzen hat Deutschland den Bogen offensichtlich wirklich überspannt. Ich bin überzeugt, bei einer vernünftigen Gesetzgebung würden viele Steuermilliarden im Land bleiben und es gäbe deutlich weniger Schwarzarbeit, womit der Staat unter dem Strich nur gewinnen könnte. Aber habt Ihr schon einmal Politiker erlebt, die zugeben, dass sie Fehler gemacht haben und diese sogar korrigieren? Eben.

    38. Philosolver Says:

      Sorry liebe Schweizer. Hier wird leider wieder viel Wind um einen Polemiker, äh Politiker, gemacht, der weder Sachkenntnis besitzt, noch seine eigenen Kompetenzen zu kennen scheint. Nächstes Jahr sind im grossen Kanton Wahlen und der Mann gehört einer Partei an, die in ihrer Existenz bedroht ist, da sie es nicht mal schafft gegen angegraute Ex-Stasi Leute ( http://www.presseportal.de/pdf.htx?nr=718735 )
      zu profilieren. Jetzt denkt sich der Peer halt: “Packe ich mal die Sozialneidkeule aus, das hat in D ja schon immer funktioniert”. Ok, das mit dem Denken ist hier natürlich Glückssache, aber zumindest hat es doch eine gewisse Komik, ausgerechnet die Partei, deren ehemaliger Kanzler sich für ein fettes Gehalt als Schmuckstück von Gazprom prostituiert, die Souveränität Deutschlands durch die Schweiz gefährdet sieht.
      Bitte nehmt den Peer nicht zu ernst. Der wird aufgrund seiner überagenden Fähigkeiten von der SPD bestimmt auch bald an Putin and Friends verkauft.

    39. neuromat Says:

      Endlich eingebürgert.

    40. Schoggistaengel Says:

      Herzlichen Glückwunsch, neuro. Na, wie fühlt man sich so ? ^^

    41. AnFra Says:

      @Helza

      Kleine Anmerkung zum „Datenklau“ im „Raubritterland“ FL. Es scheint nach dem liechtenst. Gesetzen tatsächlich eine „Straftat“ zu sein, in FL die „Daten der ausländischen Geldanleger“ zu entwenden und zu veräußern.

      Du und etliche andere Menschen in FL und CH verlangen die Respektierung diese Gesetzes durch die Deutschen. Meinen Wissen gibt es solch ein „privates fürstliches“ auf die Vertuschung der erschlichenen fremdländischen Geldes orientiertes „Sondergesetz“ a la FL in D und anderen Ländern im Ansatz nicht.
      Man sollte recht kritisch beachten: Die liechtenst. Gesetzgebung orientiert sich immer mehr an den persönlichen Interessen der „fürstlichen Besitzen“ von FL.
      Jedoch im Gegensatz hierzu wird die zum Teil von liechenst. und teilweise auch von schw. Banken, Beratern uam. in Deutschland, also im ausländischen und hiermit also im Geltungsbereich der dt. Gesetze gezeigt, arrangiert und auch dinglich geholfen, nicht steuerlich angemeldete Gelder in FL und die CH zu entfernen. Dies ist wohl im allgemeinen Rechtesempfinden doch auch eine starke Provokation? Könnte ein vorsätzlicher Rechtsbruch sein!
      Oder liege ich da falsch, denn man kann doch nicht nach seinem eigenen Gusto zwischen einer „Rechtsbeugung“, welche durch Deutsche und einer eventuell vergleichbaren, wenn nicht sogar größeren Rechtsbeugung, durch Menschen in, aus und von FL oder der CH unterscheiden.
      Denn die Größe oder die Kleinheit eines Landes sagt doch nichts über die tatsächliche Charaktersituation bezüglich der liebgewonnenen Vorurteile aus.

      Zum heiteren Abschluss: Es hat auch ca. 150 Jahre gedauert, bis die Piratennester auf den 7 Meeren beseitigt wurden. War auch eine internatinale Jagd der fr., engl., span., port., niederl. und (sehr gerinden) dt. Beteiligung!
      Von dieser erlangten großen Freiheit profitieren heutzutage sogar auch die Binnenländer FL und die CH. ;-)

      Bemerkung zu den 50 %:
      Was meinst du damit. Wer oder was soll diese 50 % abgeknöpft bekommen. Sind das die Steuern oder Abführung des Einkommens mit Nebenwerten oder was denn? Sind das die Werte für Besserverdienende oder die Allgemeinheit oder gar der durchschnittliche Verdiener? Fragen über Fragen, aber Hauptsache das geistige Erbrechen ist raus.

      Für solche Fälle gibt es ein Trostspruch: „Unwissenheit kann man überwinden, die Dummheit niemals!“

      Kleine Bettlecktüre:

      http://www.ub.uni-konstanz.de/kops/volltexte/2000/516/pdf/dp00_17.pdf

      http://www.jjahnke.net/steuervergleich.html

      ftp://ftp.zew.de/pub/zew-docs/zn/zn0904.pdf

      usw., usw.

    42. Mario Says:

      Welches Thema auch immer : in Zürich arbeite ich gut mit Deutschen zusammen, im tram und so kann man die Luft geradezu schneiden wenn deutsche die Klappe aufmachen - würde gerne helfen. Aber das Thema ist aufm tiefstpunkt festgefahren ! Gääahn. … Ich möchte echt in deutscher in der ch sein momentan ….

    43. Brun(o)egg Says:

      @ neuromat

      Ich kondoliere herzlich und hoffe, dass das “Lichemähli” oppulent war.
      (Sollte ich missverstanden werden: Herzlich willkommen!)

    44. neuromat Says:

      um Gottes Willen … das bezog sich nur auf den Comments von Torsten, der mich zum Schweizer machte …

      aber das ist alles nur eine Frage der Zeit ;-)

      @ mario

      das sehe ich nicht so schlimm. Ich glaube, dass sowohl Schweizer als auch Deutsche ihre Meinung von Politikern haben

      und was die “Gesetzgebung” anbelangt:
      Da gab es Wupperaler Bürgermeister, die haben nachweislich 500.000 DM “Wahlhilfe” kassiert, von einem Bauunternehmer und sind frei gesprochen worden, weil die Richter keine “Zweckbindung” erkennen konnten.

      In Norddeutschland “versiekert” gerade das Geld (darf man ergooglen) …

      und zu Steinbrück gibt es eine schöne Karrikatur: “Die Reichensteuer - das ist gelöst. Die bezahlt der Mittelstand.”

    45. Helza Says:

      @AnFra: Datenklau ist in den meisten zivilisierten Ländern ein Verbrechen und wird entsprechend geahndet. Auch in Deutschland. Oder glaubst du, die Deutsche Bank würde stillschweigend hinnehmen, wenn jemand ihre Kundendaten kopiert und verdealt? Dann träum hübsch weiter. Der Typ, der die Daten seines Arbeitgebers widerrechtlich kopiert und dann dem deutschen Fiskus verkauft hat, sollte bestraft werden wie jeder, der Betriebsgeheimnisse weitergibt oder gar veräussert. Was an der Angelegenheit so stossend ist, ist die Tatsache, dass der deutsche Staat diese Daten gekauft hat. In meinem Post ging es aber überhaupt nicht darum, sondern um die Tatsache, dass nach diesem Warnschuss so lange ‘Pause’ war. Ich liebe Verschwörungstheorien über alles und habe mir natürlich den Grund dafür ausgedacht: Da mussten wohl einige hohe Herren und Damen Zeit erhalten, um ihre Konten aufzulösen und den Zaster verschwinden zu lassen. Vielleicht auf den Kanalinseln (England, EU-Mitglied oder wenigstens ein halbes), Luxemburg (EU-Mitglied) oder auf den Caymans. Und das mit den 50% habe ich von einer Freundin, einer Deutschen, die die Hälfte ihres Bruttoeinkommens dem Fiskus spenden muss. Ich kenne Eure Steuergesetze nicht en détail, denke aber, sie ist nicht die Einzige. Und irgendwo ist dann halt mal die Schmerzgrenze erreicht. Geht mir hier übrigens auch so, wenn ich an die hohen Erbschaftssteuern denke, die es in einigen Kantonen immer noch gibt. Geld, das man bereits als Einkommen und Vermögen versteuert hat, wird vom Staat nochmals belastet, wenn man die Frechheit besitzt, das Zeitliche zu segnen und sein ehrlich erworbenes Hab und Gut den Nachkommen zu überlassen. Da kommt auch mir die Galle hoch und wenn ich denn so viel hätte, würde ich mir überlegen, den Kanton zu wechseln oder den Zaster ins Ausland zu trasferieren. Du siehst, auch hier gibt es manchmal ‘trouble in paradise’.

    46. AnFra Says:

      @Helza

      Vom dt. Datenklau kann man hierbei nicht sprechen. Denn diese Daten wurden außerhalb des Geltungsbereiches von FL angeboten! Diese geklauten Daten dienen nun mal zur finanzrechtlichen Gefahrenabwehr. Solch ein Verhalten ist in allen europ. Staaten üblich.
      Bitte aber jetzt nicht aufschreien: Die Deutschen halten sich nicht an Gesetze! Was immer wieder auffällt und dass auch verstärkt im übrigen europ. Ausland so: Wenn es über illegale Aktivitäten durch schwz. Auftraggeber AUF und VOM deutschem Boden zur Sprache kommt, wie z. B. wenn eine Unartige Bösartige Schweizerische Bank das nicht steuerlich veranlagte Geld deutscher Bürger durch beauftragte oder vermittelte Agenten in Deutschland abholen oder sich von dort bringen lässt. In den schw. Medien und auch bei uns auf dieser Blogwiese kommt kein Wort aus der Schweiz zum Bruch der dt. Gesetze durch Bürger, Bewohner und Institutionen von FL und der CH. Absolutes und kollektives Schweigen, ansonsten nur der dt. „Datenklau“.
      Dies hat schon einen einseitigen Ansatz von einer Art von Paranoia.

      Habe vor 2 Jahren eine Infoveranstaltung in CH besucht, deren Zweck die Abwerbung von dt. Firmen für die CH war. Der kantonl. Finanzdirektor hatte fast ausschließlich auf der „extrem“ niedrigen Steuerquote rumgehakt. Mit sichtbarem Stolz hat er auf den niedrigen Finanzhaushalt verwiesen. Auf meine Frage, warum der Bildungsaufwand so gering in dem kantonal. Finanzhaushalt sei, blieb er mir schuldig. Über die roten Köpfe und die bösen Blicke der schw. Veranstalter brauche ich wohl nicht zu schreiben.
      Solche Veranstaltungen haben den Charakter vom anscheidenden „Geierfressen“ am vermeintlichen „Kadaver“.

      Solch seltsamen dunklen Aktivitäten sind im Hintergrund dauernd schwebend. Wenn es mit solchen üblen Spielchen durch Banken aus FL und der CH und natürlich den anderen Gebilden auf den Inseln so munter weitergeht, wird sicherlich die EU und die OECD einmal ein sog. „Schwarzbuch“ mit Dokumenten und Nachweisen herausbringen. Dies wird dann sehr peinlich.
      Wenn zur Abwehr einer Gefahr irgend welche Mittel notwendig sind und diese rechtlich sanktioniert sind, dann werden diese angewendet. Auch in der CH.

      Letzte Sache zu den 50%. Du solltest diese „Fiskusspende“ eines dt. Steuerbürgers genauer analysieren. Sind das hier ausschließlich die „Einkommenssteuern uäm.“ Oder meinst Du hier die gesamten „Abführungen“, welche sich aus den Steuern, Sozialabgaben für Rente, Krankenkasse und Arbeitslosenversicherung zusammensetzen. Bitte vergleiche nicht dt. Obst mit schw. Birnen. Nur der gleichwertige und gleichartige Vergleich gilt. Must halt die Informationen lesen. Natürlich darf man auch den dt. besondere „Solidaritätszuschlag“ für die Ostlandhilfe nicht vergessen.

      Anmerkung: Möglicherweise wird dieser „Soli“-Zuschlag sicherlich nie zurückgenommen. Ist mit der kaiserlichen „Schaumweinsteuer“ vergleichbar, die auch nur für die geplanten 10 Jahre zum Aufbau der dt. Hochseeflotte gelten sollte und inzwischen den 90. Geburtstag feiert.

      Ansonsten gilt: Informieren!

      Zum Trost: Nach langer Beschäftigung mit der CH und ihren netten Gesichtern habe ich dabei auch hässliche Ansichten entdeckt. Du kannst aber hinter den hässlichen Gesichtern in Deutschland sicherlich auch nette Ansichten entdecken, trotz des „Finanzeinpeitschers Steinbrück“, der m. E. momentan(!) zum dt. „Dukatenesel“ recht gut passt. Jeder zur seiner Zeit.

    47. Torsten Says:

      Zitat Helza: “Und das mit den 50% habe ich von einer Freundin, einer Deutschen, die die Hälfte ihres Bruttoeinkommens dem Fiskus spenden muss.”

      Man soll halt nicht immer alles glauben was man so hört. Selbst bei einem ganz ordentlichen Einkommen von 100.000 EUR pro Jahr zahlt man in Deutschland 34% Einkommensteuer, bei 50.000 EUR sind es 26%. Das mit den 50% ist also Schwachsinn. Und noch was zur Erbschaftsteuer: Hier erhält jemand Vermögen, für das er null Leistung erbracht hat. Mit welchem Recht soll das geerbte Geld steuerfrei bleiben, wenn man davon ausgeht dass es gerecht ist, wenn sich jeder nach seiner Leistungsfähigkeit am Allgemeinwesen beteiligt? Ein gewisses Vermögen wie das typische Einfamilienhaus bleibt ja steuerfrei, dafür gibt es, jedenfalls in D, recht hohe Freibeträge.

    48. Philosolver Says:

      @ Torsten

      Keine Ahnung woher Du Deine Informationen hast, aber der Spitzensteuersatz für das Einkommen in Deutschland liegt immernoch bei 42% und greift ab etwa 52000 €.
      Freibeträge bei der Erbschaftsteuer ligen für Ehegatten bei 307000@ und bei Kindern bei 205000@.
      Manchmal soll’s ja helfen Google zu benutzten, bevor man unfundiertes Geschwafel postet…

    49. Holger Says:

      @Philosolver
      Bevor Du Torsten der Ahnungslosigkeit zeihst, überlege bitte, was “Spitzensteuersatz” bedeutet. Es handelt sich dabei um den Grenzsteuersatz. Der Durchschnittssteuersatz liegt natürlich weit darunter. Hier mal eine Gegenüberstellung (wenn auch leicht veraltet): http://de.wikipedia.org/wiki/Durchschnittssteuersatz
      Da halte ich Torstens mit 34 % bei 100.000 € Einkommen für realistisch.

      Ach, ich habe das übrigens mit Google gefunden, wie von Dir vorgeschlagen. :-)

    50. AnFra Says:

      Habe im Sommer gelesen: Der durchschnittliche tatsächliche Steuersatz würde knapp zwischen 31 und 32 % liegen. Habe mit Leuten aus F, NL und DK, die uns in D um die „gestaltungskreativen“ legalen Steuerreduktionsmaßnahmen beneiden. Diese Aussage kann ich aber real jedoch fachlich nicht überprüfen.

      Bei den Geldabwerbern aus FL und der CH habe ich mir sagen lassen, diese würden mit grauslichen Schauermärchen arbeiten.
      Habe selbst dies bei einer Werbung in der CH ansatzweise (siehe oben) miterleben können.

      Man muss nur den Vögeln die richtige Leimrute hinhalten!

    51. schoggistaengel Says:

      Holger, ein Grenzsteuersatz von über 50% bedeutet dann ja aber doch, dass wenn ich noch zusätzlich soundsoviel verdiene, ich dann über 50% davon abliefern muss.

      Ob das gerecht ist ?

      Was Ihr oft überseht ist das diese Steuerbelastung sehr oft gerade Unternehmer trifft. Das Geld, das Sie versteuern, brauchen Sie dringend zum Investieren, was Sie ja aber nicht können, weil Sie damit Steuern bezahlen müssen.

      Indirekt kann eine hohe Steuerbelastung also das Wirtschaftswachstum eines Landes lähmen - und in genau der Klemme befindet sich D im Moment.

      Anstatt Ihre Gesetze zu ändern, zeigen Sie aber auf die vermeintlichen bösen Buben, die ja so böse sind - weil Sie in dieser steuerlichen Sackgasse eben nicht stecken.

      Es ist also ein deutsches Problem.

      Ach ja, sagt Dir der Begriff “Laffer-Kurve” etwas ?

    52. Helza Says:

      @AnFra: du bezeichnest mich in diesem Forum immer mal wieder als paranoid, weshalb? Hast du ein Problem, das du auf mich projizierst? Zum Datenklau: ich habe nie geschrieben, dass der Datenklau durch ‘hässliche’ Deutsche geschah, ich weiss ja nicht einmal, wer die Daten entwendet und verkauf hat, das kann ein Liechtensteiner, ein Schweizer oder irgend ein Landsmann gewesen sein. Was ich schrieb und zu dem stehe ich auch heute noch ist, dass das Entwenden von Daten beim Arbeitgeber eine strafbare Handlung ist und zwar hüben wie drüben, egal ob Bank, Chemiemulti oder kleiner Handwerker, dem jemand die Kundenliste entwendet, um selber anzufangen. Stossend war für mich und ist bis heute, dass sich der deutsche Staat dazu hergegeben hat, offensichtlich widerrechtlich beschaffte Daten zu kaufen. Auch wenn das eine Konkurrenzfirma tut (in der Chemie ein durchaus grenzübergreifendes Problem), ist es stossend, von einem Staat würde ich mir etwas mehr Zurückhaltung wünschen. Nun, Deutschland hat diese Daten gekauft und verwendet. So weit, so ungut. Dass sich ein Herr Minister aber wenige Wochen danach als Schützer hehrer rechtsstaatlicher Werte in die Brust wirft und anderen mit der Peitsche droht … ist wohl Ironie des Schicksals. Kehre zuerst vor der eigenen Tür, möchte ich da sagen.
      @Thorsten: Ob 34 oder 42 Prozent Einkommenssteuer: Dabei richten sich mir nicht nur die Nackenhaare auf. Das würde ja bedeuten, dass ich die ersten 10-13 Tage vom Monat nur für den Fiskus arbeite! Eine Horrorvorstellung. Wenn ich mir die staatlich bereitgestellte Infrastruktur in D und CH so ansehe, finde ich nicht, dass ich hier als Bürger in irgendeiner Form zu kurz komme. Also: wo zum Teufel verstecken oder versenken die in D all die schönen Pekunien????

      [Anmerkung Admin: na zum Beispiel wird damit Erziehungsgeld bezahlt, das heute “Elterngeld” heisst. ]

    53. Holger Says:

      @schoggistaengel
      Der Spitzensteuersatz liegt in Deutschland bei 42 %. Nicht bei “über 50 %”. Allerdings kommt noch der Soli oben drauf.
      Steuern werden des weiteren natürlich nur auf Unternehmensgewinne gezahlt. Investitionen können abgeschrieben werden. Abschreibungen mindern die Gewinne.

      Und zum Thema “hohe Steuern bremsen die Wirtschaft”: da müßtest Du mir bitte erklären, wieso die Wirtschaft in den skandinavischen Ländern nicht längst untergegangen ist.
      Hier hatte ja jemand letztens auch mal einen Link auf ein paar Statistiken gepostet, die zeigten, daß die hohe Steuerbelastung in Deutschland eine Mär ist - übrigens ganz besonders bei der von Dir angesprochenen Unternehmensbesteuerung!

      Der Begriff “Lafferkurve” sagte mir bis gerade eben nichts, aber die zugrundeliegende Aussage sollte auch so jedem gewöhnlich intelligentem Menschen bekannt sein. Nur doof, daß niemand weiß, wo im richtigen Leben der Scheitelpunkt liegt. ;-)
      BTW ist es doch verblüffend, daß eine Erlöskurve ziemlich ähnlich aussieht…

    54. AnFra Says:

      @Helza

      Lieber Helza, habe Dich persönlich nicht als paranoid tituliert.

      Lese meine Schreibe durch: Da wird ein gewisses Verhalten von einer gewissen Menschenmenge in einem gewissen Land der Paranoia von mir verdächtigt, da diese gewissen Menschen für unrechtmäßige Handlungen gewisser Firmen, hier z. B. Geldhändler aus der CH und auch aus FL, welche auf dt. Boden und gegen gültiges dt. Recht gegen eindeutige rechtlich klare Gegebenheit durch Vermittlung und teilweise dinglicher Unterstützung vorsätzlichen Rechtsbruch begehen, da diese dt. Bürger beim strafrechtlichen Steuerbetrug tatkräftig unterstützen, also zeitlich einiges VOR den von Dir und etlichen anderen Bürgern postulierten „Datenklau“.

      Möglicherweise sind BEIDE Vorgänge nicht rechtskonform, aber auch zu diesem wiederholt benannten Vorgang: Schweigen!

      Drum mein Vorschlag: Da wir momentan uns nicht zu einer einvernehmlichen Erkenntnis durchraufen können, möchte ich vorschlagen: Lass uns weiterhin die schönen alten Worte beugen und analysieren, anstatt die alten Vorurteile aufzuwärmen! Es war nur ein Versuch, mal die andere Seite etwas besser auszuleuchten.

      Kleiner Nachtrag zur Frage wg. den versteckten Pekunien:
      In die öffentlich und nichtöffentlich sichtbaren Kriegsfolgekosten, z. B. nach Israel (was absolut richtig ist!), an die EU (was absolut richtig ist!), an die UN (Du weißt schon….) und NATÜRLICH für unsere Ostlandhilfe für die ehem. DDR. Usw, usw, usw.

      Die Wiedervereinigung von 18 Jahren hat z. B. m. E. an Geldzahlungen in die beteiligten Ostländer von mind. ca. 30 – 50 Milliarden DM verschlungen.

      Der 1. Irakkrieg als „Abschlagszahlung“ an die USA ca. 12,5 Mrd. DM. Usw, usw, usw.

      Als Beispiel hier ein klitzekleines Detail für Dich zum mitrechnen:
      Die israel. Marine hat in D 3 neuartige U-Boote bestellt, welche mit Hybridmotoren lautlos und ohne Betriebsstoffe, wie Diesel, also mit Wasserstoff aus dem umgebendem Meerwasser, fahren können.
      Nun die spannende Frage:
      Wenn 3 U-Booten mit je einem angebl. Stückpreis von ca. 750 Mio €, also ges. ca. 2,25 Mrd. € geliefert werden und in offiziellen Infos „ein“ Kaufpreis von ca. 450 Mio. € genannt wird, taucht nun eine gewisse Diskrepanz von ca. 1,8 Mrd. € auf.
      Hier also findest Du z. B. auch einen kleinen Betrag der „versteckten und verschwundenen“ Gelder!

      Mit solchen, für Schweizer seltsamen Rechenkunststücken, müssen wir halt in D leben. Ich habe jedoch damit persönlich kein Problem.

    55. Helza Says:

      Liebe AnFra: Die Schweiz leistet bei Steuerbetrug seit langem Rechtshilfe. Das fällt bei der gehässigen Diskussion leider immer unter den Tisch. Nicht aber bei vermuteter Steuerhinterziehung, denn dann könnte und würde der Staat ja verlangen, dass die Banken sämtliche Konten deutscher Staatsbürger dem deutschen Fiskus offenlegen. Wo gibt es den sowas? Nicht nur bei uns haben es die Bürger langsam satt, dass sie immer ‘gläserner’ werden. Das neueste Beispiel sind die netten Röntgenapparate, die auf Flughäfen getestet werden. Auf diesen Bildschirmen erscheinen dann harmlose Passagiere im Eva- resp. Adamskostüm. Auch dagegen wehre ich mich vehement, genauso wie gegen einen Schnüffelstaat, der ein Beamtenheer dafür einsetzt und bezahlt, mit unseren Steuergeldern notabene. Und was die Zahlungen angeht: auch die Schweiz schickt Milliarden in den Osten, als eine Art Goodwill-Beitrag, der von der EU ziemlich unmissverständlich eingefordert wurde. Hoffen wir, dass das Geld auch für etwas Sinnvolles eingesetzt wird und nicht nur in den Taschen von ein paar Reichen und Mächtigen landet oder noch schlimmer, in Waffen umgemünzt wird.

    56. Torsten Says:

      @Holger: Danke für die Klarstellung. Hatte am Wochenende keine Gelegenheit hier reinzuschauen.

      @Philosolver: Der gute Dieter Nuhr hat für Leute wie dich das passende Zitat parat.

      @schoggistaengel: Unternehmen in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft (GmbH, AG etc.) zahlen in Deutschland ab 2008 auf ihr zu versteuerndes Einkommen 15% Körperschaftsteuer plus Soli.

    57. Philosolver Says:

      @ Thorsten

      Sorry, aber die Gewerbesteuer hast Du leider vergessen.
      Vielleicht kannst Du mir als Steuerexperte erklären, was an der Aussage “der Spitzensteuersatz für das Einkommen in Deutschland liegt immernoch bei 42% und greift ab etwa 52000 €”
      falsch ist?

    58. Torsten Says:

      Die Aussage ist für die ESt richtig, sofern es sich um eine ledige Person handelt. Genauso richtig ist aber, dass ich bei 52.000 EUR Einkommen auf diesen Betrag nur knapp 27% Einkommensteuer zahle, bei Anwendung der Splittingtabelle (Verheiratete) sogar nur 18%. Deine Replik auf meinen Beitrag vom 31.10. zeigte aber, dass du den Unterschied zwischen Grenz- und Durchschnittssteuersatz nicht kennst.

    59. Philosolver Says:

      @Thorsten

      Na da bin ich ja froh, dass ich in D keine Steuern mehr bezahlen muss

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