Was wir als Deutsche in der Schweiz vermissen (Teil 1) — Pommesbuden
Wir vermissen die Pommesbuden. Sie sind ein wichtiger Teil nordwestdeutscher Lebenskultur. Falls Sie mal mit der Strassenbahn oder dem Auto von Bochum nach Gelsenkirchen durch das Ruhrgebiet fahren sollten, werden sie auf 12 Km nur durch Stadtlandschaft fahren. Der Ruhrpott ist ein einziger „Städtebrei“, eine Grossstadt geht nahtlos in die andere über, und irgendwann ist plötzlich Schluss und es beginnt das Münsterland. Unterwegs können Sie sich die Zeit mit „Pommesbuden-Zählen“ vertreiben. Wir kamen beim Zählen auf 20, was einen mittleren Abstand von 600 Metern zwischen zwei Pommesbuden bedeutet.
Dazwischen findet sich jeweils eine “Trinkhalle“, so heissen hier die Kioske oder „Büdchen“ für den Flaschenbier Verkauf. Früher wurden die Schnellimbiss-Lokalitäten, in denen man sich sogar hinsetzen kann und gepflegt mit Messer und Gabel von Tellern speist, von Deutschen betrieben, später übernahmen die Griechen das Geschäft, führten Gyros und Pitta in die Ruhrgebietsküche ein, und heute sind diese Lokalitäten meist fest in türkischer Hand.
Die traditionelle „Currywurst“ mit heisser roter Sosse ist geblieben, egal wer da gerade die Friteuse bedient.

“Pommes Rot-Weiss” ist eine Portion Pommes Frites mit Ketschup und Mayonnaise, gerne auch “Pommes-Schranke” (denn die Bahnschranke ist auch rot-weiss gestreift) genannt. „Rot-Weiss“ heisst auch ein Fussballverein: Rot-Weiss Essen. Dazu eine echte Currywurst, das sind hier die Klassiker (und ich kriege schon Hunger, wenn ich nur darüber schreibe).

Der Hamburger Uwe Timm hat darüber ein tolles Buch geschrieben: “Die Entdeckung der Currywurst“. Kein Sachbuch, sondern eine ganz fabelhaft erzählte Novelle, die sogar auf Englisch übersetzt wurde. Etwas, dass sehr selten geschieht in der Deutschen Literatur. Einige tausende Titel werden jährlich aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt, aber nur wenig hundert Sachbuchtitel und noch weniger Literarisches findet den Weg zurück in den Englisch-Amerikanischen Markt.

Nebenbei bemerkt: Wie das Rezept für die Currywurst entdeckt wurde, das erfahren Sie auch in dem Buch, aber es ist nur eine ganz kleine Geschichte am Rand. Eigentlich ist es eine ganz ausserordentliche und ungewöhnliche Liebesgeschichte in den letzten Tagen des 2. Weltkriegs in Hamburg.
In der Schweiz haben wir da nur MacDo und ab und zu einen Döner-Kebab, der sich auch in Sachen “Currywurst” versucht. Etwas Bratwurst mit Ketschup und Currypulver soll dann unseren Ansprüchen genügen. Keine Chance!
Currywurst vom Wurststand am Zürcher Hauptbahnhof isst man als Deutscher auch nur genau ein Mal: Viel zu fett, die Wurst wurde nicht auf dem Rost gebraten sondern in der Pfanne in Fett, und dazu wird eine bananen-gelbe Sosse als “Curry” gereicht, die vielleicht besser zu Reis und Huhn passen würde. Noch dazu das Ganze doppelt so teuer wie in Deutschland.
Die “Pommes-Kultur” ist übrigens absolut kein gesamtdeutsches Phänomen. Im Schwabenland um Stuttgart werden Imbiss-Stuben schon um 18.30 Uhr geschlossen, also ziemlich genau dann, wenn der normale Norddeutsche gerade mal anfängt, Lust auf eine “Portion Pommes Schranke” zu bekommen. Es gibt da mächtige Unterschiede zwischen dem Norden und Süden in Deutschland. Der Schwabe geht abends lieber heim und “schlotzt” sein Viertele Wein allein vor dem Fernseher, während weiter nördlich an Rhein und Ruhr die Eckkneipe bei vielen zum zweiten Wohnzimmer wird und die Imbiss-Stuben bis um Mitternacht geöffnet sind. Aber jetzt krieg ich Heimweh und höre besser auf zu schreiben. Reich mir doch mal die Kleenex-Schachtel…
November 13th, 2005 at 1:15 am
das mit der currywurst scheint mir aber schon ein ganz typisches bochumer phänomen sein. ich war mal in bochum mit einem heimweh-bochumer (er lebte in süddeutschland) unterwegs zum essengehen. wir mussten dann VOR dem essen noch an eine pommesbude weil es dort anscheinend die besten currywürste der welt gab, die man unbedingt probiert haben muss wenn man sich in bochum aufhält.
November 13th, 2005 at 10:58 am
Gleiches erlebte ich in Bielefeld (Ost-Westfalen). Dort wurde ich nach langer Parkplatzsuche in die Pmmesbude mit der “weltbesten” Currywurst geschleppt. Das, was mir da als Currywurst serviert wurde, sah aus wie Wurstklümpchen in brauner, dicker Sosse und schmeckte auch so. Als Süddeutscher kann Ich diese Begeisterung für westfälischen Fast Food nur schwer nachempfinden. Es muss wohl eine ganz perfide Form der Konditionierung sein: Wer seit seiner Kindheit all sonntäglich zum Familienessen in die Pommesbude geschleppt wurde, der kann gar nicht wissen was gutes Essen ist.
November 13th, 2005 at 12:45 pm
in bochum waren die currywürste aber wirklich sehr gut. befremdend fand ich nur, dass wir diese vor dem eigentlichen essen im restaurant gegessen haben.
November 13th, 2005 at 8:35 pm
An dieser Pommesbude in Bochum war ich auch mal. Ich muss aber zugeben, dass mir zwischen den verschiedenen Currywurstsorten nur minimale Unterschiede auffallen. Meine Freunde aus dem Rheinland hingegen können mir dann ausführlich erklären, warum hier jetzt mal wieder die falsche Wurst verwendet wurde.
November 13th, 2005 at 9:07 pm
ich wollte heute abend nichts essen (linienbedingt wennd weisch was ich meine) und muss nun ausgerechnet über diesen artikel “stolpern”…lecker, lecker!
November 14th, 2005 at 7:35 am
Früher haben mich Currywürste eher abgeschreckt, doch seitdem ich von Uwe Timm “Die Entdeckung der Currywurst” las, schmeckt mir die Currywurst viel besser. Der Duft von Curry ist bei mir nun mit dieser wunderschönen Geschichte eng verknüpft.
Meine Emfehlung: Lest erst das Buch, dann esst die Wurst!
November 14th, 2005 at 9:14 am
Tststs - echte Currywurst isst man doch in Berlin.
Eine Pommesbude in Buelach habe ich uebrigens schon gefunden - nur nicht darauf geachtet, ob es da auch Currywurst gibt. Ist um die Ecke von Post und UBS…
November 14th, 2005 at 12:58 pm
Ich war einmal mit einer Gruppe Schweizer zu einer Ausstellung in Bonn.
Einer der Programmpunkte war dann in der Tat der Besuch einer Currywurstbude am Bahnhof: Einige wollten echte Currywurst (so wie bei Schimanski in Tatort) probieren.
Bezüglich der Pommeskultur gibt es eindeutig ein Nord-Süd-Gefälle: Die Niederlande und Belgien sind Pommes Hochburgen, von dort ist das angrenzende NRW ziemlich beeinflusst. Dort kommt allerdings noch die Currywurst diesmal wohl aus der Richtung Hamburg (in Nederland ist sie nicht so üblich) hinzu.
Nach Süddeutschland schwächt sich die Pommeskultur dann allmählich ab..
November 14th, 2005 at 4:18 pm
Und wie ich Pommesbuden vermisse! Wenigstens gibt es Dönerbuden. Der einzige Platz in Zürich wo echtes Pommesbudenfeeling aufkommt ist die Wurstbude am Bellevue, ruppige Bedienung und schnelle Abfertigung, nur müsste ich für den kurzen Schnack über Gott und die Welt noch mein albanisch ein bisschen aufpolieren.
November 15th, 2005 at 8:18 am
Wenn du es rustikal magst, empfehle ich die Imbissbude am Ende der Nord-Sued-Landebahn Kloten. Lecker ist es, aber den Appetit ueber den Bestellvorgang hinaus zu retten sollte auch fuer Ruhrpoettler eine Herausforderung sein.
November 15th, 2005 at 11:01 am
Zur Currywurst darf jedoch der wichtige Wikipedia Eintrag nicht fehlen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Currywurst.
Hier auch der Verweis auf einen weiteren kulturellen Höhenflug der Currywurst (darf man das so schreiben?): Herbert Grönemeyer, Currywurst den Text gibt es dann hier:
http://portal.herbert-groenemeyer.de/discographie/cds/totalegal/03.html
Aber ich bin nicht wirklich norddeutsch genug, um das wirklich zu würdigen.
November 15th, 2005 at 4:59 pm
aber jetzt muss ich mal ne lanze für den süden brechen.
klar dass ich in der südkleinstadt oder aufm südland abends eher selten noch ne wurst oder pommes bekomme … aber das wird in nem norddeutschland-dorf/städtchen auch der fall sein. in stuttgart zb (und um stuttgart herum), gibt es nämlich einige imbissbuden, die bis spät in die nacht geöffnet haben (zb der “brunnenwirt” bis 5 - oder die “extrawurst” bis 3). bestimmt ist die wurstbudendichte nicht vergleichbar mit berlin/ruhrpott (wobei ich in dorsten und kirchhellen auch keine bude fand), ist auch ok. aber es ist auch keine ab-18.30-sind-alle-zuhause-und-deshalb-gibts-auch-keine-wurstbude-wüste!
und übrigens entspricht der normaloschwabe ebensowenig dem stereotyp/klichee des daheimsitzenden, weintrinkenden eigenbrötlers entspricht, wie der normaloruhrpottler dem des arbeiterschichtjeansjackentragenden mit schnauz, der allein vorm bier in ner schlecht beleuchteten spelunke sitzt.
November 18th, 2005 at 10:09 pm
In Grenznähe zu den Niederlanden lieben wir übrigens die “Currywurst spezial” (angelehnt an die niederländische Frikandel - nicht zu verwechseln mit Frikadelle!): Außer Currypulver und Currysauce (nein, das ist kein Ketchup!!!) kommen auch noch Maionnaise und frische, gehobelte oder gewürfelte Zwiebeln hinzu. *wasser im mund zusammenläuft*
Ich muss gestehen, ohne die Pommeskultur würde mir was fehlen!
Es wird wirklich höchste Zeit für den “Pommesbudentest reloaded”
Frittierte Grüße,
Stef
November 20th, 2005 at 10:52 am
Zitat aus einer privaten Mail zum Thema “Wurst in der Schweiz”
“Aber egal wie gruselig so eine “zerhackte Wurst mit der unglaublich dicken Sauce” auch aussieht, an den Geschmack kommt keine einzige noch so tolle schweizer Wurst heran. Das fade Zeug was sie hier haben, schmeckt nach nichts (warum hauen sie da nicht mehr von ihrem supertollen Glutamat ran?;-) und sieht auch nicht besser aus als in Deutschland. Ich denke nur an den Wurststand im Hauptbahnhof in Zürich. Wenn der Wind ungünstig reinweht, sollte man nicht am Meetingpoint auf jemanden warten müssen. Man stinkt hinterher, als ob man beim löschen eines Hausbrandes geholfen hätte, nur nach Essen riecht man nicht. Und die Art, wie einem die Wurst in die Hand gedrückt wird, ist auch mindestens speziell zu nennen. Das Brötchen ist gross wie ein Pflasterstein und zumindest aussen auch so hart. Innen dafür wattig und genau wie Styropor absolut geschmacksneutral. Anstatt man nun das Brötchen dafür nutzen würde, die heiße Wurst drin einzuklemmen, bekommt man selbige in ein transparent-rosa Papier gewickelt. Das ist dann nicht nur schön heiß, sondern erinnert auch an Du-weißt-schon-was mit Kondom drüber. Da ich dafür allein schonmal beide Hände benötige, wirds zum akrobatischen Verenkungsmanöver auch noch die Pappe nebst Serviette und dem, was man hier für Senf hält, zu halten. Da lobe ich mir dann doch wieder die deutsche Imbissbudenkultur, egal wie das Essen aussieht, es ist eßbar und erfüllt somit die Anforderungen. ”
Ende Zitat
December 1st, 2005 at 2:23 pm
Über die Qualität von Wurst in CH und D werde ich mich hier nicht auslassen.
Es gibt excellente Schweizer Schweinsbratwürste (es gibt auch Ostschweizer, die lieben Kalbsbratwürste) und fantastische Nürnberger und himmlische Frankfurter und ….
Aber ich würde nie ein richtig gutes Bürli gegen einen schwabbelige Toastbrotschnitte tauschen, die ich oftmals in D zur Wurst dazu kriege.
Ausserdem müsste hier glaube ich mal die Bezeichnung Norddeutschland definiert werden. Wurde hier schon des öftern genannt. Für einen Hamburger beginnt Süddeutschland südlich der Elbe und die Schweiz ist der Anfang von Sizilien.
(und ich dachte wirklich damals in Hannover, ich wohne bereits in Norddeutschland).
December 1st, 2005 at 2:33 pm
Was ich als Schweizer aus Deutschland vermsse…
und Grünkohl mit Bregenwurst …
sind Currywurst
December 9th, 2005 at 10:21 pm
Ich vermisse die guten Dönerbuden in Duisburg und dem Rest des Ruhrgebietes.
January 2nd, 2006 at 12:01 am
Lieber Jens,
Ich kann verstehen wenn Dir die echte Dönnighaus vom Bermudadreieck am Uniontheater fehlt. Ist ja auch die einzig Wahre, wie schon Herby sang.
Da kommt auch die Berliner bei Weitem nicht mit.
Ich würde Dir ja mal eine nach Bülach schicken wegen des Fernwehs, aber wie…
Bis denne, (fehlt noch in deiner Auszeichnung über Verabschiedungen im Ruhrpott..).
Kerstin und family
January 13th, 2006 at 4:26 pm
Keine Ahnung was die Bochumer immer mit Dönninghaus haben….die Wurst ist zwar ok, aber daß man nur ein HALBES Brötchen dazubekommt ist eine Frechheit.
January 15th, 2006 at 11:15 pm
So, dann gesell ich mich als Schweizer mal hinzu.
Weiss jemand hier, WO in der Umgebung von Zürich (30km) gibts wirklich GUTE Currywurst?
Oder kann ich das schlichtweg vergessen?
January 16th, 2006 at 8:07 am
@anton
Sei froh, wenn du in dem Umkreis um Zürich überhaupt Currywurst kriegst. Für gute Currywurst musst du deinen Radius wahrscheinlich etwa 400k Richtung Norden erweitern
January 16th, 2006 at 11:56 am
Oh
Sieht das wirklich so schlecht aus?
February 1st, 2006 at 12:41 pm
Wie ist es herrlich zu lesen, wieviele Menschen unter dem Currywurstpommesmajo-Entzug leiden! Habe jahrelang in Bochum/Dortmund gewohnt und es gibt nicht viel, was ich vermisse, aber: wohin zum Teufel geht der Schweizer, wenn er gegen 19 Uhr direkt - und zwar sehr direkt und ohne Warterei oder Kochen zu Hause - ohnmachtsähnlichen Hunger verspürt und glaubt, es ohne sofortiges Essen von obiger Kombination nicht länger aushalten zu können?? Gibt es gar einen bisher geheimgehaltenen Ersatz dafür?
February 1st, 2006 at 12:56 pm
@maria
Das berühmte Restaurant zu den “Zwei Goldenen Bögen”
wird dann aufgesucht.
Kennst Du nicht?
Gruss, Jens
February 1st, 2006 at 2:16 pm
Diese zwei Bögen kann man allenfalls auf dem Flughafen aufsuchen, um Zeit totzuschlagen, sie haben den Vorteil, dass man vorher schon exakt weiss, wie man sich hinterher fühlt. Aber sie bieten nicht den sozialen Austausch an der Pommesbudentheke über das Wetter, den BVB,
den (T)euro, und was man sonst so unbedingt wildfremden Menschen erzählen muss im Pott!
February 1st, 2006 at 4:58 pm
@maria
Früher gingen wir auch in Zürich dafür zur Pommes-Bude. Nur gab es dort keine Currywürste (waren damals in der Schweiz noch unbekannt) sondern (z.B. im Zürcher Niederdorf) absolut geniale Pouletschenkel oder halt das gewohnte Wurstsortiment (Bratwurst, Cervelat, HotDog) und Pommes.
Heute bevorzuge ich in solchen Notstandsituationen auch des öftern die internationale Sterneküche türkischen Einschlags (Döner im Fladenbrot mit allem und scharf) oder die diversen Brotvarianten der allgegenwärtigen Bretzel und Focaccia-Stände.
Was ich allerdings in Deutschland wirklich vermisst habe war ein schön währschafter Wurst-Käsesalat.
March 25th, 2006 at 5:53 pm
.. wenn`s nur die “wurscht” wär, ich vermisse auch die pizzaschnitte vom guten alten “pizzaschtändle” die`s im schwobaländle so zahlreich gibt.
April 7th, 2006 at 9:39 am
Also es gibt bei der Famila in Waldshut eine Frittenbude. Da gibt es auch Currywurst. Ob die natürlich den heiklen Geschmäcker hier die nötige Würze bringt, oder wie auch immer, dass weiss ich nicht. Ausprobieren und hier Rückantwort geben.
April 7th, 2006 at 1:49 pm
ä Schwyzer Chalbs- oder Buurebrotwurscht (nach Bauernart, nicht AUS Bauern zubereitet) esch doch au vel besser als so ne görri-Worscht!
Ond a gueti Röschti erscht, do chasch die ölige Pommes gärn b’halte!
Übrigens, DEnglisch gitt’s net nor i de Sproch, au d’Chochi macht do net immer Halt!
So, das esch’s mol gsi för hütt!
Bis bald
Joe
April 18th, 2006 at 12:01 pm
Also, die Deutschen habens auf Mallorca ja schon geschafft, daß man dort saisonunabhängig “Rheinischen Sauerbraten mit Rosinen”, “Eisbein mit Sauerkraut und Kartoffel-Pü” und “Schweishaxe mit Kartoffeln und Rotkohl” serviert bekommt. (…)
Ein währschafter Wurst Käse mit ordentlich Pomes schlägt doch auch ein…
Zürich ist halt nicht Pommes-City. Dafür gibt´s fast ganz NRW und Berlin.
In Berlin fragen se dich immer: “Mit oder ohne Darm?”
Der entgleisende Gesichtsausdruck (Richtung angeekelt) verrät dann immer den Kunden aussem Wessiland.
Bei Konnopke (wer kennt den ?) in Prenzelberg denkense dann:
“Watt is det für´n Kunde?”
April 19th, 2006 at 3:21 pm
Andre, nix gegen rheinischen Sauerbraten. Gut, auf Mallorca muss das nicht sein, und auch sonst, die Rosinen….naja wem’s schmeckt. Ansonsten stimmt’s wirklich, die fehlenden Pommesbuden sind der einzig wahre Grund, warum ich mich freue, mal wieder auf Heimaturlaub an den Niederrhein zu fahren. Oder so lecker Spiessbratenbrötchen…alles mit Zwiebeln vollgekleckert, aber satt. Schön..
May 11th, 2006 at 11:06 pm
Fast-Food am Hauptbahnhof:
Den sollte man der überrissenen Preise sowieso meiden. Ein Einzelner hat hier praktisch das Monopol für die Verpflegung und kann so ohne Konkurrenz verlangen, was er will.
Mit Darm:
Würste, z.B. Cervelat, werden bei uns “Filet im Darm” genannt, die werden leider immer mit der Haut angeboten. Zu Hause brate ich sie immer ohne.
Traurig, dass die Deutschen bei uns so sehr unter dem Fehlen ihrer diversen Arten von Junk-Food leiden. Zum Glück ist die Grenze nahe, dort gibt es bestimmt ein paar Frittenbuden.
In Bülach gibt es mindestens eine, nahe beim Bahnhof. Zwar nur mit Schweizer Wurst und Fritten, aber immerhin.
July 11th, 2006 at 1:19 pm
Nach 11 Jahren in Stuttgart/Wangen habe ich mir das Wurstessen abgewöhnt. Es scheint das Stuttgarter Metzger und Bäcker Ihr Handwerk verlernt haben.
Das Brot, wirft man es nach dem Kauf an die Wand, springt wie ein Tennisball zurück dafür kann man am Tag darauf ein Fenster damit einwerfen.
Wir wurden zum Wurst- und Brottourist und haben uns daher in der alten Heimat am Rande des Schwarzwalds mit Unmengen von köstlichen Wurst und Brotwaren eingedeckt um wenigstens ein paar Tage etwas gescheites zum Vesper auf dem Tisch zu haben.
Die einzige gute Currywurst gab es Gott Lob in der Nähe meiner Firma.
Es war sozusagen das kulinarische Highlight und eine Möglichkeit der Kantine zu entfliehen.
Nachdem Umzug nach Bülach fühlte ich mich wie im siebten Himmel.
Ein Hoch auf die Schweizer Würste und das Brot. Sogar das Fabrikbrot bei der Migros schmeckt besser als das fiese Zeug vom Stgt. Bäcker.
Verwundert über die geringe Auswahl an Frischwurst beim ansässigen Metzger habe ich eine erstaunliche Antwort erhalten……. Zitat: Wir würden gerne mehr Wursten aber Wurst ist was für arme und wird nicht viel verlangt. Mein Gesichtsausdruck auf diese Antwort kann man sich wohl vorstellen. Bin immer noch auf der Suche nach Fleischwust oder Fleischsalat (den mit Majo)
Nach vier Wochen in der Schweiz habe ich Currywurstentzug bekommen.
Das Schicksal führte mich zu einem Baumarkt mit ansässigem Imbiss der sogar die Currywurst auf der Preisliste hat. Schon bei der Bestellung, eine Currywurst mit Pommes bitte, wurde ich viel sagend angeschaut. Ein kleiner Wehrmutstropfen war dann doch..
die Pommes kamen Ewigkeiten nach der ganz guten Currywurst. Nun woher soll man auch wissen das Wurst und Pommes zusammen serviert werden. Das nächste mal (ich suche noch nach einer höflichen Formulierung) klappt’s bestimmt.
Wir wäre es mit einer IG-Currywusrt
Grüße
Pit
August 19th, 2006 at 3:19 pm
hallo Ihr de-ausländer ohne currywurst, zwar bin ich schon einige Jahre in der schweiz jedoch zum ersten mal auf dieser Seite. glückwunsch, vorallem den schweizern die sich hier mal ein anderes bild von gummihälsen machen können. ich selber currywurstfan bestelle mir halt eine servelat mit pommes und habe als fan meinen eigenen curry dabei….übrigens finde ich die bei konoppke prenzelberg auch nicht als die wahre, es muss schon eine Fleischwurst sein und keine fritierte roster. was ich allerdings mehr als die geliebte curry vermisse ist ein wirklich gepflegter DÖNER mit joghurtsauce und feta geröstetem Brot, Ihr wisst was ich meine
September 7th, 2006 at 6:15 pm
Grossartige Kommentare von allen!
ich amüsiere mich sehr!
. . . aber die köstlichsten Currywürstchen mit Pommes rot-weiss gibt/hat es immer noch auf der Reeperbahn morgens um vier! So!
@Michael
das mit dem Döner würde ich zur Zeit lassen, womöglich kommt das Fleisch aus München oder birgt erlegte Hunde aus Bülach!
September 25th, 2006 at 10:38 pm
also ne, da muss ich schmunzeln. ich bin keine schweizerin,aber zürcherin.
kleiner tipp: curry wurst könnt ihr hier vergessen. aaaaaber, die langstrasse bietet sonst jegliches essen an. in der ganzen schweiz findet man nur an der quellenstrasse CHURROS:) (PROBIEREN!) aber verirrt euch nicht im thai thai club! und der beste dönerladen ist der alibaba.
meidet den hauptbahnhof, dort kriegt man das kleingeld von der alten dame hinterhergeworfen.
musste auch meinen “seich” dazugeben.
October 4th, 2006 at 9:10 pm
ich habe oft sauerteig-brot und dunkles roggenbrot vermisst-es aber überlebt.mir viel das nur auf.
die schweizerischen brotsorten sind sehr locker gebacken.
überigens jens,
wenn du morgens dein frühstück mal in einem hotel zu dir nimmst,kannst du einen unterschied feststellen,welcher gast ein deutscher ist und wer ein hiesiger.
die deutschen schneiden ihre brötchen hälftig durch,selbst manchmal auch das gipfli.die schweizer brechen sie ab und geben etwas marmelade drauf.
ob die welschen wohl ihr gipfli ii de kafi tünkle?
November 1st, 2006 at 7:34 pm
Im Niederdorf verkauft eine Wurstbude Currywürste. Sie befindet sich vis-à-vis vom “Jamarico” (eine Boutique). Ich weiss nicht, ob diese Currywurst dem deutschen Standard entspricht. Hab sie mal probiert, es ist eine kleingehackte (St. Galler) Bratwurst mit einer pikanten Currysauce. Dazu werden nicht Pommes Frites serviert (kostet extra), sondern ganz schweizerisch ein Bürli.
November 9th, 2006 at 10:51 am
oooooooooooh ja…das gute deutsche brot vermisse ich. hab noch keinen guten ersatz hier gefunden. aber ich habe gehört, das ein deutscher bäcker in bern auf dem markt sein brot verkauft. aber ich hab ihn noch nicht gefunden. weiss jemand bescheid???
und klösse!!!! die schweizer kennen keine klösse. mein absolutes lieblingsessen zu weihnachten. mit rotkraut und braten. *seufz*
aber dafür hab ich vorher in deutschland nie so guten und vielfältigen käse gegessen.
January 22nd, 2007 at 5:08 pm
ich weiss ja nicht was ihr alle habt, aber seit ich hier seit ein paar monaten in america sitze fehlen mir nich nur die 5 pommesbuden bei mir um die ecke sondern auch die doenerbuden neben der schule. und da man hier weder gutes brot (nur toastbrot) noch gutes essen was nicht irgendwie komisch zusammengematscht ist kennt, fuehl ich mich ein klein wenig verarscht. Nicht mals ne vernuenftige bratwurst kennen die hier, geschweige denn von currywurst mit pommes!
January 26th, 2007 at 10:15 am
Ich baue grad eine Community-Webseite für “Deutsche in der Schweiz” auf und würde mich über engagierte Mithelfer freuen!
Ideen sind bereits zahlreiche vorhanden: Regionale Treffen (Veranstaltungskalender), Forum, Newsletter, Wohungsbörse, Stellenangebote, Produkte&Händler (Currywurst-Index),Singlebörse, Geschäftskontakte u.v.m.
Selbstverständlich sind auch Schweizer willkommen und sogar dringend notwendig um das gegenseitige Verständnis zu fördern
[Anmerkung Admin:
Hallo Frank! Tolle Idee. leider ist sowohl der Link nicht erreichbar und die Mail an info@ kam unzustellbar zurück. Bitte erst Werbung machen wenn die Site wirklich existiert, sonst wird das nix. Es gibt keine zweites erstes mal bei einem Internetauftritt.]
February 6th, 2007 at 3:42 pm
Kartoffelsalat.. Fehlanzeige…
Fischstäbchen mit Kartoffelsalat, als schnelle variante… leider nicht in der Schweiz…
was dem Dunkeldeutschen (Ruhrpöttler) und berliner seine Currywurst ist dem Bayern und schwaben doch sein LKW oder? (LKW = Leberkäsweckle) LKW Buden gibt es dort nämlich zuhauf, allerdings wurde ich in Bayern immer doof angeguckt wenn ich nen LKW bestellt hab, denn dort ist das Weckle ja die Semmel aber LKS klingt halt nicht mehr…
Currywurst ist jedenfalls nur nördlich des Weisswurstäquators (Weisswurstäquator = gedachte linie oberhalb von Bayern in west-ost Richtung verlaufend) wirklich bekannt und berüchtigt.
jaja frikandel und patat spezial… das wär doch mal was… In bonn gibt es am hauptbahnhof jedenfalls eine holländische pommes bude, falls da mal jemand vorbeikommt, ist aber nicht so gut wie in holland selber…
so wie ich die lage einschätze wäre bei der menge deutscher die inzwischen in der schweiz ist eine “echte” pommes und currywurstbude eine rentable sache… mal sehen vielleicht denk ich ja mal drüber nach… aber natürlich mit schweizer preisen, nicht das sich da jemand schwachheiten einbildet, hehe….
currywurst 8 CHF
currysauce logischerweise extra 2 CHF
Pommes 6 CHF
ketschup 2 CHF
Mayo 2 CHF
das wärs doch…
February 8th, 2007 at 10:55 pm
Currywurst mit Pommes und doppelt Mayo. Soll man ja nicht so oft essen
Von daher ist es beim Besuch in Duisburg Pflicht. Ebenso wie ein echter Ruhrpott-Döner. Bin eben Gewohnheitstier, auch wenn ich StGaller samt Bürli (gutes Training für meine Beißer), Rivella blau und der Vielfalt an Käse einiges abgewinnen kann. Außerdem - die Schweiz ist das erste Land, in dem ich nicht ständig Heimweh nach meinem örtlichen Bäcker habe. Laugencroissant - mjam!
February 21st, 2007 at 11:24 am
Wenn Ihr Deutsche für einige Zeit kommt und dann wieder zurückgeht, ist das ok. Es ist ein kleines Land, wir sind schon jetzt dicht besiedelt. Ich fühle mich bedrängt, wenn ich mich im eigenen Land in einer ungeliebten Schriftsprache mündlich ausdrücken soll. Wir neigen dazu, uns anzupassen. Viele Erfahrungen, die ich mit Deutschen hier und auch in einem Jahresaufenthalt in Berlin machte - erschrecken mich. Was sagt man dazu: Mein Cousin leitet ein Hotel. Eine deutsche Reisegruppe verwüstete das Hotel und Restaurant so sehr, dass es zur Renovierung geschlossen werden musste - es waren keine pöbelnden Fussball-Fans. Es waren Akademiker: Professoren und Aerzte, die nach ihrer Erklärung in die Schweiz fahren, um hier “die Sau rauszulassen, was wir in Deutschland nicht können”. Ich finde dieses Verhalten so unverschämt wie auch die Familie, deren Kind ich 6 Wochen lang aufnahm, mit in die Ferien nahm, alle Kosten übernahm und dann hörte, dass sie mehr herumgereist war mit ihren Eltern als ich und ihre Eltern sie zu uns schickten, damit sie ungestört Ferien in Frankreich machen konnten. Diese Familie besuchte uns und benahm sich so schlecht, dass mein Ehemann verschwand und erst wiederkam als dieses “Pack” abgereist war. Auch andere Deutsche in meinem Umfeld nehmen sich Freiheiten heraus, die wir nur mit Entsetzen entgegennehmen können. Vor allem sind es Ueberheblichkeiten, Kälte, Uebergriffe in die Privatsphäre, Besser-Wisserei, selbstverständliches In-Besitz-Nehmen unserer Werte und Sachen. Wir sind uns einer gewissen anständigen Distanz gewohnt - die hatten alle meine deutschen Bekannten einfach nicht. Eine konnte z.B. nicht verstehen, dass man höflich fragt, bevor man sich zu jemandem setzt im Restaurant oder Zug. Es ist ein Eindringen in die Umfeld-Privatspähre - das verstehen keine Deutschen, die ich kenne. Italiener kommen auch nahe - aber es geschieht mit Charme, mit einem Augenzwinkern und stets mit einem Lob, dass ich sehr gut Italienisch spreche - Deutsche fordern es einfach, ungefragt tun sie es. Das kommt als Arroganz an. Dann diese Besserwisserei: Ich habe viele Praktikanten betreut - auch Ausländer - alle versuchten meine Anweisungen kommentarlos und richtig auszuführen - nur die Deutschen nicht - erstmal kommt ein Schwall von Einwänden. Dann wissen sie alles besser, stören die Arbeit mit ungefragten Kommentaren und nerven unendlich mit einschnappen, wenn man es wagt, sie zum schweigen zu bringen. Ich will keine deutschen Praktikanten mehr. Alle andern sind mir willkommen. Selbst in Deutschland erlebte ich diese Uebergriffe in meine Privatsphäre - man könnte dem auch Aura sagen - immer wieder. Es erzeugt immer wieder ein sehr unangenehmes Gefühl.
February 21st, 2007 at 3:45 pm
“Zuerst kommt das Fressen, dann die Moral” - man könnte meinen, es gäbe keine anderen Probleme wenn man dieses Blog liest. Was würdet Ihr Deutschen sagen, wenn ihr in kürzester Zeit anteilmässig berechnet von 2 Millionen Polen überrannt würdet - die Hälfte davon als Chefs?
February 23rd, 2007 at 4:55 pm
Ich bin Schweizer und finde es super dass so viele Deutsche kommen und unserer Wirtschaft helfen. Auch gut unser Deutsch zu verbessern.
Herzlich Willkommen und Alles Gute.
March 7th, 2007 at 1:09 pm
Baeck. Currywurst mit Fritten. Da kommts einem kulinarisch italo -franzoesisch beeinflussten Helveten doch kraeftig hoch. Waehrend naemlich Schweizer ueber Mittag gerne mal in die Beiz ein Menu geniessen, scheint man solcherding in der «BRD» nicht zu kennen: Schnell nen Muellhappen runterwuergen und weiterschaffen. Soviel steht fest: Das Geniessen wurde mit Sicherheit nicht in Deutschland erfunden.
Ach ja, zum Thema «Esskultur in Teutonien» hier noch ein interessanter Beitrag:
http://www.taz.de/pt/2003/11/03/a0111.1/textdruck
Tschoe mit oe
March 7th, 2007 at 2:08 pm
@Zuercher
Ja, sind ja alles nur “Teutonen” bzw. andere Ausländer, nur keine Helveten (?), die jeden Mittag die Bratwurst/Kebab/HotDog/Pizza-Stände belagern!
Wenn dem wirklich so wäre, gäbe es in unserer “Lieblingskantine” nicht diese Platzprobleme, die wir jeden Mittag haben. Da sitzt jeweils ein sehr internationales Klientel (inkl. jeder Menge “Gastarbeiter” aus D) und geniesst mal schnell ein Menu.
Selten einen so sinnfreien Beitrag gelesen (wobei, in letzter Zeit häuft es sich…)
March 12th, 2007 at 12:17 pm
Was ich hier lese ist wirklich der Hammer. Es ist interessant mal zu verstehen wie das abläuft und wie es dazu kommt, dass plötzlich nur noch Essen aus dem Ausland gegessen wird oder auch Traditionen oder so. Denn türkisch vertehe ich ja nicht!
April 2nd, 2007 at 6:42 am
Hallo deutsche Flüchtlinge, einmal mehr eine Seite, wo wir maulen was uns alles fehlt in der Schweiz und warwscheinlich in allen anderne Ländern der Welt auch. Bleib wir doch einfach dort wo es Currywurst und Eisdielen gibt….oder ? Gruss Motzkopp
May 29th, 2007 at 6:42 pm
Wen interessiert es?? Geht doch einfach nach hause Ihr Deutschen. Wir wollen euch hier nicht. Kapiert es endlich!!!
June 1st, 2007 at 8:01 am
Ihr deutschen lobt euch selber irgendwann noch ins verderben, das ist doch eifach unglaublich
July 3rd, 2007 at 3:50 pm
CURRYWURST ODER CERVELAT? Mich wundert es einfach immer wieder, wenn viele meiner schweizer Kollegen (auch so’n typisches Schweizer Wort …..) regelmässsig bei mir zu Hause einfallen um Tonnen von Orginal Currywurst, die sie über alle Maase loben und die ich dann machen muss, zu vernichten und die dann mit Orginal Tannezäpfle Pils aus dem Schwarzwald runterspülen, weil Sie sagen, dass es in der Schweiz kein so gutes Bier gäbe. Na ja das Durschnitts Ost-West-Nord-Süd Lagerbier in der Schweiz schmeckt wirklich nur mit Heimweh und direkt vom Fass.
ABER! Es gibt nichts über einen genialen Klöpfer (Cervelat) vom Grill mit einem Orginal Bürli dazu wenn man aus den Ausalndsferien zurückkommt! ) ok, auch ich ziehe dann das Tannenzäpfli dem Hürlimann eindeutig vor
UND Leute, zieht nicht übereinander her, nur weil der hässliche, laute Deutsche in Zermatt im Nebel stehend zeternd verlangt, das Matterhorn zu sehen, weil er ja dafür bezahlt habe und der kleinlaute höfliche Schweizer nicht weiss, ob er ihm jetzt auf hochdeutsch, schriftdeutsch oder schwiizerdütsch antworten soll …. . Akzeptiert Euch doch so wie ihr seid und nehmt von beiden Seiten das beste einfach an.
October 14th, 2007 at 5:43 pm
Ich weiss gar nicht was ihr wollt?
Kapierts mal. Ihr habt hier gar nichts zu vermissen, seit froh dass ihr uns belästigen dürft. Wenn Ihr was vermisst geht nach hause,
November 11th, 2007 at 12:19 am
Curry-Wurst, na ja nicht so mein Ding: Was ich vermisse ist mein “Frikadelle-Bretsche”, Pfälzer Ausdruck für ein Frikadellen-Brötchen. Wie das auf Schweizerdeutsch heisst? Hmm… Hackbraten mit Brötchen vielleicht? Und das Brötchen natürlich nicht zu hart gebacken und mit gaaanz viel Ketchup..!!
PS: Dafür hab ich hier die Alpenmöckli und den phantastischen (hauchdünnen) rohen Schinken lieben gelernt. Und erst die leckeren Parmesanstückchen zum “Apero”…mjammi!
November 11th, 2007 at 8:30 pm
hey, hey, jetzt mal langsam!
ich bin ein richtiger Fan von den Deutschen geworden! Ob Curry-wurst, oder Cervelat, ist doch Wurst! Die Schweizer haben einfach ein Problem mit der Direktheit und der Offenheit der Deutschen! Ist doch so! Wir Schweizer könnten uns alle eine richtig dicke Scheibe von unseren Nachbarn abschneiden.
dazu kommt noch: norddeutsche Frauen sind die besten Frauen auf der ganzen Welt!!!
April 17th, 2008 at 10:08 pm
Als Nordschweizer habe ich täglich mit Deutschen zu tun und empfinde sie als Bereicherung sowol privat als auch im Geschäftsleben.
Zur Currywurst; ich freue mich jedesmal, wenn ich in NW-Deutschland an einem Büdchen unkompliziert mit “Eingeborenen” in Kontakt komme. Das kannst Du im Schickimicki-Restaurant, der Disco und der sogenannten Erlebnisgastronomie glatt vergessen.
Für Süchtige: in grenznahen Supermärkten gibts überall “Meica Curry-King”, die Currywurst für die Mikrowelle. Besser als nichts!!
September 17th, 2008 at 12:06 pm
Das kann ja wohl nicht dein Ernst sein. Eine Meica-Currywurst isst man im Leben ganz genau zweimal; zum ersten und zum letzten Mal.
Die beste Currywurst gibts übrigens in Hamburg, Stellingen, S-Bahn-Station, bevor man nach hinten zum Volkspark spaziert.
Kürzlich ist mir ein unglaublich angenehmer Currwurst-Duft (also nicht Ketchup mit Curry-Pulver) aus dem Bell-Imbiss im Shopville des HB Zürich entgegengeschwirrt. Habs aber noch nicht ausprobiert. Das werde ich demnächst nachholen. Bericht folgt.
November 25th, 2008 at 11:08 pm
So, ich habe mich durch mehrere Dutzend Seiten dieses Bloggs durchgeklickt und will jetzt auch noch meinen Senf loswerden. Das Thema Essen gefällt mir so gut.
1. Eins vorweg: Ich hab mich bisher köstlich amüsiert. Es macht Spass und ist überdies lehrreich, die Schweizerischen Eigenheiten auch mal aus der Aussensicht zu sehen.
2. Jetzt kommt aber der heikle Punkt: Deutschland, Essen, Currywurst. Uiuiui. Das ist ja jetzt aber herzig, dass hier einige germanische Freunde glauben, die Curry-Wurst wäre ein wertvoller Beitrag zur eidgenössischen Kultur - jöööh. Als Einheimischer kann ich allerdings nur sagen: Nein Danke! Meine wenigen kulinarischen Erfahrungen, die ich in Deutschland gemacht habe, waren doch ziemlich ernüchternd. Als erstes sei hier das Positiv-Erlebnis angeführt: Freiburg im Breisgau war super. War mal vor etwa vier Jahren dort. Gute, preiswerte Hausmannskost – nichts Ausgefallenes, aber lecker. An dieser Stelle sei auch der Ausgang (das abendliche Unterhaltungsprogramm) positiv erwähnt. Obwohl Freiburg weniger als eine viertel Million Einwohner hat und somit wohl nach deutschen Massstäben ein Dorf ist, gibt es dort ein Nachtleben. Es hat also Beizen und Klubs, in denen wirklich was los ist. Meinem persönlichen Empfinden nach ist in Freiburg mehr Betrieb als in München. München ist das Stichwort und weil ja hier auch Gebäck das Thema war: Kennt jemand den Backshop Westend? Dort habe ich vor nicht allzu langer Zeit anlässlich eines alljährlich in dieser Stadt durchgeführten Massenbesäufnisses mit drei Schweizer Kollegen das Frühstück eingenommen. Bestellt haben wir die dort Kruassongs genannten Gipfeli. Die Dame hinter der Theke hat die gekrümmten Fladen aus der Auslage genommen und in den Backofen zum Aufbacken gesteckt. Zwei meiner Kollegen kannten das Prozedere und haben mit erwartungsfroh sadistischer Miene in meine und Kollege Nummer Dreis Richtung gegrinst. Ich dacht bei mir: Aber Hallo! Früschbachgipfeli kauf ich doch für mein Tiefkühlfach, damit ich, wenn ich am Sonntagnachmittag verkatert aufwache und nicht mehr aus dem Haus will, wenigstens so etwas Ähnliches wie Gipfeli essen kann. Aber wie um Himmelswillen kann man das einem zahlenden Kunden zumuten? Das Ergebnis war dann auch eher dürftig. Ich kriegte einen Teigklumpen, ein anderer Kollege nach eigener Aussage einen „Sandsturm“. Das hätte mein Bachofen besser gekonnt. Zu trinken gab es eine dunkelbraune Flüssigkeit mit schwer einschätzbarem Geschmack, die man mit dem geheimen Codewort „Kaffee“ bestellen konnte.
Ein zugegebenermassen nicht sehr deutschfreundlich eingestellter Kollege fand kürzlich: „Die Deutschen fressen ständig Scheisse, darum sind sie immer so schlecht drauf. Die regen sich immer über irgendwas auf. Über ihre Politiker, über Hartz IV, über ihre Löhne, über den Lohn von Josef Ackermann, über die Amerikaner, von denen sie fälschlicherweise annehmen, sie seien noch primitiver als sie selbst… Das unterscheidet sie von den Italienern. Die essen gut und darum ist es ihnen auch egal, die Mafia im Land zu haben und von Berlusconi regiert zu werden.“ Ich finde die These hat was.
3. Zuletzt noch das, was mich an diesem Blogg wirklich stört: Ihr seids, meine empfindlichen Jöömeri-Landsleute, die sich hier im Stile von „Geht nach Hause, ihr Gummihälse“ äussern. Anscheinend fehlt es euch an gesundem Eidgenossenselbstvertrauen, das schon die Habsburger in die Knie gezwungen hat. Erbärmlich, wenn man nicht mal ein paar kleine Sticheleien und lustige Feststellungen erträgt. Ich meinerseits, der ich aus dem Herzen des Kantons Zürich (Bassersdorf) komme, halte die Zürcher Unterländer für die höchstentwickelte Gesellschaft im bekannten Universum. Da stört es mich nicht, wenn ein Neuzuzüger mit Humor und manchmal spürbar irritiert seine Erlebnisse schildert. Da sage ich lieber – wenn auch mit ein paar Jahren Verspätung – herzlich willkommen!
August 10th, 2009 at 11:37 pm
Ja, hallo - was für ein supi Thema. Da werde ich mich doch gleich mal dran beteiligen: MACHT EUCH KEINE SORGEN (MEHR) - DIE EINZIG WAHRE CURRYWURST IN DER SCHWEIZ IST AUF DEM WEG.
Das CurrYperium hat seine Aktivitäten in der Schweiz bereits aufgenommen und ist auf Expansionskurs. Schaut doch einfach mal unter
www.curryperium.ch
vorbei.
Unter NEWS & CURRYVENTS und CURRYALE FOTOS könnt Ihr Euch selber ein erstes Bild von der einzig wahren CurrYwurst machen: über die CurrYstyles & Saucen, die Wurstdesigns und die Schärfegrade.
Und wer immer auf dem CurrYlaufenden sein möchte, registriert sich spontan unter
news (AT) curryperium.ch
Damit abonniert der interessierte CurrYwurst Fan mit den CurrYnews Scharfes und Pikantes aus der Welt des CurrYperiums. Und Ihr erfahrt es als einer der ersten, wann endlich die einzig wahre CurYwurst auch in Eurer Nähe i(s)st.
Ebenso möglich ist der direkte Kontakt mit uns unter KONTAKT / BUCHUNGEN.
Und noch etrwas zum Fett: die Berliner CurrYwurst ohne Pelle wird z.B. in Erdnussöl gebraten und nicht gegrillt bzw. grilliert. Wir bieten halt beides an: gebraten und gegrillt bzw. grilliert.
So, dies was it erstmal. Über einen Besuch auf einem unserer näxten CurrYvents oder auch Grossveranstaltungen würden wir uns sehr freuen. Am Samstag, 08.08.2009, waren wir sehr erfolgreich auf der Street Parade 2009 in Zürich.
CYA demnäxt und CurrY on!
Euer CurrYperium
gez. Da CurrYnator
September 7th, 2009 at 5:18 am
@Chrigel:
2. Jetzt kommt aber der heikle Punkt: Deutschland, Essen, Currywurst. Uiuiui. Das ist ja jetzt aber herzig, dass hier einige germanische Freunde glauben, die Curry-Wurst wäre ein wertvoller Beitrag zur eidgenössischen Kultur - jöööh.
Viel schlimmer, einige Eidgenossen glauben selber daran und das ganz ohne Chrigel, dem Minister für Wahrheit persönlich.
October 7th, 2009 at 10:58 pm
wen ihr soviel von Deutschland in der Schweiz vermisst, dann geht zurück nach Deutschland
October 22nd, 2009 at 12:24 pm
Hallo Leute!
Super, dieser Blog. Hätte gar nicht gedacht, dass sich jemand über dieses Thema so ergießt! Dann will ich also auch meinen Teil dazu beitragen und auf einige Beiträge hier eingehen.
CURRYWURST
Zunächst einmal habe ich an eine Verdummung gedacht, denn die Currywurst ist absolut keine Bochumer Spezilität, sondern sie kommt aus Berlin. Dort wurde sie “erfunden”!
www.currywurstmuseum.de
Außerdem ist NRW keineswegs Dunkeldeutschland und die Westfalen - woher auch immer - auch keine Dunkeldeutschen. Als Dunkeldeutsche wurden - absolut zu unrecht - Deutsche jenseits der Demarkationslinie, also in der DDR bezeichnet, und hier vorzugsweise aus den Gebieten südlich von Berlin. Das nur mal zur Aufklärung.
SCHWEIZER
Liebe Schweizer, haltet Euch doch ein wenig zurück. Wir wohnen schon eine ganze Zeit im Appenzellerland (das war nicht geplant, sondern reiner Zufall) und haben sehr viele sehr nette Kontakte - fast durchweg zu Schweizern, kaum zu Deutschen. Das, was Ihr hier den Deutschen (also nicht mir, aber den Deutschen und damit auch meiner Frau als echte Berlinerin) vorwerft, kann man an Euch genauso zurückgeben. Arroganz, Hochnäsigkeit und Oberflächlichkeit sind vielerorts an der Tagesordnung, Unfreundlichkeit kommt dazu. Wie gesagt, das betrifft sicherlich nicht alle Schweizer und ist auch regional sehr unterschiedlich. Diese manchmal unerträgliche Impertinenz steht weder Schweizern noch Deutschen noch sonst jemandem gut zu Gesicht. Wir sind alle Menschen. Das hat man in den U.S.A. schon längst begriffen, und deswegen sind die Menschen dort auch wesentlich freundlicher als in den meisten europäischen Ländern. Wir waren gerade erst wieder einen Monat in Missouri, Oklahoma, Texas, Louisiana, Florida und waren - wie jedes Mal - überwältigt. Liebe Schweizer, Deutsche, Briten und was weiß ich noch: Wenn Ihr von Freundlichkeit und Nettigkeit schreibt, dann fliegt einmal rüber: Dort lernt Ihr kennen was Freundlichkeit ist.
Im Übrigen sollte man nicht von Touristen auf ein ganzes Volk schließen, denn dann sind Schweizer nichts besser als alle anderen.
Nicht, dass jemand hier jetzt was Falsches denkt: Wir wohnen sehr gerne hier in der Schweiz, und dass wir fast ausschließlich Eidgenossen als Freunde haben spricht wohl für sich - bzw. für die Schweizer - und vielleicht auch ein wenig für uns. Und wir freuen uns auch darüber, dass die Menschen hier größtenteils freundlicher als in Deutschland sind. Aber wenn man bedenkt, wie sehr der Deutsche Staat seine Bürger ausnimmt, dann kann man schon verstehen, warum die oftmals so mies drauf sind.
SCHWEIZ - DEUTSCHE - ARBEITEN
Liebe Schweizer, worüber regt Ihr Euch auf? Seid froh, dass die Ausländer kommen - solange sie nicht militant-religiös sind und alles kaputt machen wollen. Die Ausländer sollen froh sein, dass sie hier arbeiten dürfen? Da sitzt Ihr wieder auf einem hohen Ross, dass allerdings falsch herumgesattelt ist. Was immer wieder vergessen wird: Das Gesundheitswesen wäre ohne Fachpersonal aus Deutschland, Österreich und den slawischen Staaten desolat und nicht mehr existent.
Dazu kommt, dass die Schweizer Wirtschaft und Industrie sich seltsamerweise immer wieder Spitzenleute ins Land holt. Waum wohl? Vielleicht weil die viel gerühmte Bildung in der Schweiz nicht wirklich die ist, für die sie angesehen wird. Die Schweiz ist nun einmal ein sehr kleines Land mit bescheidenen personellen Möglichkeiten. Will man dann - wie in der Medizin oder der Industrie - ganz weit nach oben, dann geht das irgendwann nicht mehr mit eigenen Mitteln, dann müssen “Fremdarbeiter” her. Also bitte, haltet Euch bedeckt, denn ohne diese “Fremdarbeiter” ständet Ihr ganz schon arm da. Andererseits ist es natürlich für die Fremdarbeiter sehr reizvoll, in der Schweiz zu leben und zu arbeiten. Der Verdienst ist um einiges höher (im Gesundheitswesen sticht Grossbritannien da allerdings die Schweiz ganz weit aus!) und das Arbeitsklima oftmals, aber nicht immer, wesentlich besser. Grundsätzlich und abschließend sei gesagt: Beide Seiten sollten einfach mal ganz ruhig sein und sich über das freuen, was sie haben!
HOLLAND - FRIKANDEL - PATAT
Jaaaaaaaaa! Bitte, bitte, endlich auch in der Schweiz. Die Schweizer Gourmetkultur darf gerne aufgebessert werden. Nur Rösti und Raclette und Fondue befriiedigen auf die Dauer nicht, und wenn man sieht, wie vielerorts Messer und Gabel geschwungen werden, dann… Also: Patat (also Pommes, und zwar bitte als “special”) und Frikandel und Saté wären ein toller kulinarischer Zugewinn, wenn auch kein gourmet-technischer Hochgenuss für Nihilisten, die mit 10 Gramm Trüffel und 50 Gramm Fleisch auf dem Teller, liebevoll aber doch sparsam verziert, zufrieden sind.
MEICA
Igitt - wer isst denn sowas????
ENDE
So, das soll nun aber erst einmal genug gewesen sein.
Fazit: Geht aufeinander zu und freut Euch über das, was gemeinsam erreicht werden kann. Und, liebe Schweizer, freut Euch über jeden Menschen, der in Euer Land kommt und etwas Wertvolles (wie Currywurst oder Patat) mitbringt - ihr könnt es schon noch gebrauchen.
Beste Grüsse an alle, die sich verstehen
Don
February 12th, 2010 at 9:27 pm
na hallo an alle die Currywurst und Pommes rot-weiss vermissen.
schaut euch diese website mal an www.mrcurrywurst.ch
wir werden demnächst starten, freut euch, denn die sind echt gut
May 17th, 2010 at 1:21 pm
Neu! Es gibt einen Currywurst-Stand am Goldbrunnenplatz in Zürich! Schmeckt lecker und ist genau so, wie eine Currywurst sein muss.
May 26th, 2010 at 6:28 am
Hallo, alle die Lust auf super feine Currywürste mit hausgemachter Sauce haben, der absolute Geheimtip: Bruzzelhuette.ch, mit 15 verschiedenen Schärfegraden!! Ausprobieren
May 26th, 2010 at 2:13 pm
Die beste CurryWurst in der Stadt Zürich gibt es beim «Noldi» Calypso Grill im Niederdorf. Leider ist der ehemalige Besitzer Noldi, welcher selber noch gewurstet hat, seit einiger Zeit von uns gegangen.
Anbei ein Auszug aus einem Webblog http://zurichbinich.wordpress.com/tag/calypso-snack/
Bleiben wir bei der Wurst, benutzen aber wieder einmal über eine Brücke. Im Niederdorf, nahe dem Central gelegen, ist der Calypso Grill. Hier isst man aber keine Kalbsbratwurst sondern die stadtbekannte Currywurst (6.80 CHF). Die Bestellung Erfolg zum grossen Teil nonverbal und angehende Jazzmusiker erhalten hier Anschauungsunterricht in Sachen Coolness (hängt aber ein wenig davon ab, wer hinter dem Grill steht). Die Wurst kommt geschnitten, ertränkt in Currysauce im Pappteller daher (s muäs schwümmä), dazu gibt ein Bürli ähnliches Brötchen. Für ein richtiges Bürli müsste es ein wenig krosser sein. Die Stangä dazu ist Ehrensache. Faszinieren finde ich nach wie vor die Wurstschneidemaschine, das ideale Haushaltsgeschenk (nebst einer Flambierpfanne) für heiratswillige Paare. In letzter Zeit musste man vermehrt Scharen von Fernweh geplagten Deutschen verscheuchen um die Bestellung platzieren zu können. Wer sich also um die Integration unserer nördlichen Nachbarn bemühen möchte, der ist hier richtig.