-->

Sind die Deutschen ein Gewinn für die Schweiz? — 50.8 % sagen Nein

  • Was bringen die Deutschen der Schweiz?
  • Die Schweizer Zeitung Sonntags hat am Sonntag, den 16.03.08 eine „Sonntagsfrage“ bei ihren Lesern durchgeführt. Sie lautete:
    Sind die Deutschen ein Gewinn für die Schweiz?. Natürlich nicht repräsentativ. Es werden auch keine absoluten Zahlen genannt, wieviel Leser überhaupt abgestimmt haben. Das Ergebnis fiel knapp aus. 50.8 % der Leser, die online geantwortet haben, meinten nein (Stand vom 17.03.08):

    Sonntagsfrage vom 16.03.08
    (Quelle: Sonntagsfrage)

  • Der Schweiz gehts gut – dank den Deutschen
  • Dabei hatte die Zeitung zuvor in einem Artikel ein paar nüchterne Fakten zum Thema gebracht, doch die scheinen alles nichts genutzt zu haben. Von einem „Gewinn für die Schweiz“ mag die Hälfte der Abstimmenden nicht reden.

    Nur dank den Deutschen kann die Wirtschaft überhaupt so stark wachsen, wie sie es derzeit tut. 29 309 Deutsche verlegten ihren Wohnsitz im letzten Jahr in die Schweiz, damit sind sie 2007 mit grossem Abstand die grösste Zuwanderernation. (…) Der Fiskus freut sich über die gutverdienenden Einwanderer aus dem Norden, die ihm Milliarden in die Kasse spülen. In den Kantonen explodieren die Einnahmen bei der Quellensteuer. In Zürich, wo sich besonders viele Deutsche niederlassen, stiegen die Bruttosteuereinnahmen durch ausländische Arbeitnehmer zwischen 2005 und 2007 von 480 Millionen auf 730 Millionen Franken – eine Steigerung um 65 Prozent! Auch der Kanton St. Gallen hat 2007 rund 150 Millionen eingenommen. Das sind rund 50 Prozent mehr als 2005. Im Kanton Zug stiegen die Einnahmen bei der Quellensteuer im selben Zeitraum um 88 Prozent. Für die Steuerämter ist klar: Vor allem die Deutschen füllen den Kantonen die Kasse.
    (Quelle für dieses und alle weiteren Zitate: Sonntagssz.ch)

    Auf auf dem Wohnungsmarkt mischen die Deutschen Zuzügler kräftig mit und beleben die Nachfrage:

    Der Immobilienmarkt profitiert ebenfalls von der Deutschenschwemme. Jährlich werden rund 40 000 Wohnungen aus dem Boden gestampft. Ohne Deutsche blieben viele Wohnungen leer. Martin Neff, Leiter Schweizer Wirtschaft bei der Credit Suisse, sagt: «Die Zuwanderung, vor allem die der Deutschen, ist der wichtigste Grund, warum der Schweizer Immobilienmarkt stabil ist.»

    Die Zahlen aus den Gesundheitswesen sind grösstenteils bekannt, aber hier nochmals aktuell zusammengestellt:

    Im Kantonsspital Aarau sind 30 Prozent der Assistenzärzte Deutsche, 20 Prozent sind es bei den Oberärzten und Pflegenden. 8,8 Prozent aller Ärzte in der Schweiz kommen aus dem grossen Kanton. Die Fachorganisation FMH sagt: «Ohne ausländische Ärzte würde es in den Spitälern gar nicht funktionieren.»

    Fazit: Einfach kein Gewinn für die Schweiz, es fehlt die liebenswerte südländische Lebensart, da kann man machen was man will, jedenfalls bei der Hälfte der Sonntagleser die abgestimmt haben.

    

    31 Responses to “Sind die Deutschen ein Gewinn für die Schweiz? — 50.8 % sagen Nein”

    1. Honigbaerli Says:

      wer hat wohl diese umfrage initiert und was wollte der initiator wohl für ein ergebnis..man weiss es nicht..aber da hat wohl eine laute minderheit gesprochen!!
      ich werde wenns um die ärzte geht lieber von einem deutschen arzt behandelt da weiss ich weill diese direkt sagen was sache ist besser bescheid als wenn ich einem schweizer arzt mit fragen löchern muss bis ich weis was sache ist!

      ich würde sagen alles was von aussen kommt kann uns nur guttun..und wenn es sich integriert wie die deutschen sowieso..
      und der deutsche arbeitet auch nicht mit dem satz ich bin ausländer wie das die balkanleute tun!

    2. Bense Says:

      Meine (deutsche) Mutter arbeitete 5 Jahre in der Schweiz. Im Augen-OP. Am Spital der ETH Zürich, mit 30 Jahren Berufserfahrung. Ihr Stelle wurde Anfang 2008 wegrationalisiert, dafür kommen Fachidioten zum Zuge, mit 2-Jahres-Ausbildung, niedrigem Salär und -ic-Nachnamen. Die Frage ist: Wollen sich die Schweizer noch Qualität leisten? Die Lohnstruktur fällt genau so rasch wie die Qualitätsansprüche der Schweizer nachlassen.

      Eingekauft wird am liebsten in Deutschland. Obwohl meine Mutter mit einem Schweizer zusammenlebte, und ihr möglichstes zur Integration gab… die doofen Deutschen darf man diffamieren. Das ist das Maß an „Fremdenfeindlichkeit“, was man den Deutschschweizern zugesteht.

    3. Töfflibueb Says:

      Und dann ist noch zu beachten, dass Online-Umfragen einen erheblichen Mangel aufweisen: Es äussern sich überwiegend Leute, welche sich für das Thema interessieren. Nur sie nehmen sich die Zeit die Fragen (oder in diesem Fall wohl nur eine Frage) zu beantworten.
      In der vorliegenden Umfrage finde ich persönlich es sogar erstaunlich, dass sich soviele gefunden haben, welche Deutsche in der Schweiz als Bereicherung sehen (ich seh‘ das im Übrigen auch so). Ich hätte vermutet, dass sich überwiegend Sonntagszeitungsonlineangebotsbesucher beteiligen, welche in der Sache Vorbehalte haben.

    4. Dominik Says:

      Zwei kleine Bemerkungen:
      – die Umfrage ist NICHT repräsentativ. Eine Umfrage auf der Website einer Zeitung hat herzlich wenig Aussagekraft! Bevor jetzt alle armen, in der Schweiz ach so leidenden, Deutschen aufjaulen 😉
      – die zitierte Zeitung heisst nicht „Sonntagszeitung“ sondern „Sonntag“. Die Sonntagszeitung ist eine andere Zeitung: http://sonntagszeitung.ch/ vs. http://www.sonntagsz.ch (oder http://www.sonntagonline.ch ). Kleiner aber wichtiger Unterschied…

      [Anmerkung Admin: Danke für den Hinweis, habe es schon korrigiert. ]

    5. ch.atzefrey Says:

      Warum, Jens, bohrst Du Dir und andern Deutschen stets von Neuem jeden rostigen Nagel, den Du findest, ins Fleisch? Warum finden hier solche Schwarzweiss-Sensationsprovokationen überhaupt Beachtung?

      „Sonntag“ hofft, mit unüberwachten „Umfragen“ ein bisschen Sensationsstimmung zu schaffen, also Schlagzeilen zu generieren. Daraus resultiert ein keineswegs representatives Stimmenverhältnis. Nirgends steht, wie viele Teilnehmende solche Pseudoumfragen haben (wie schon Dominik bemerkte).

      Je mehr Beachtung solche „Verkaufsschlager“ der Medien finden, je lohnender ist das „BlaBla“ tatsächlich für diese.

      Darum, hängt Euch das Teflonmäntelchen um und lasst die verspritzte Jauche ohne Wirkung runterlaufen. Eine Aufregung ist sie nicht wert.

      [Antwort Admin: Meine Absicht war gar nicht zu „bohren“. Ich fand den Artikel sehr informativ und überzeugend, dennoch hat mich die damit verbundene Umfrage mit 50.8% „Nein, die sind kein Gewinn“ sehr erstaunt. Haben die den Artikel zuvor nicht gelesen? Ich hätte 70 zu 30 erwartet, aber nicht so krass die Hälfte. Aber ist ja nicht repräsentativ, wie schon mehrfach erwähnt. Den Artikel an sich fand ich sehr postiv für die ganze Diskussion]

    6. Thomas Says:

      man muss ja bei solchen Umfragen vorsichtig sein. Repräsentativ sind sie sicher nicht.
      Noch ein kleiner Nachtrag zum Zitat „Vor allem die Deutschen füllen den Kantonen die Kasse.“. Das hat natürlich nur sehr indirekt mit der Nationalität zu tun. Die Deutschen sind einfach eine Einwanderungsgruppe mit guter, resp. weit überdruchschnittlicher Bildung und arbeiten deshalb nicht als Kloputzer bei McDonalds sondern wie erwähnt z.B. als Oberarzt. Das freut dann natürlich die Steuerämter. Es gibt andere Gruppen, die (zumindest zunächst) allein nur durch sprachliche Barrieren nicht in der Lage sind, entsprechende Jobs zu kriegen.

    7. Brun(o)egg Says:

      @ ch.atzefrey

      Genauso ist es.

    8. Ostwestfale Says:

      50,8% – das entspricht so ziemlich der Menge an Deutschschweizern, die Hochdeutsch als ihre erste Fremdsprache empfinden.
      -> http://www.isw.unibe.ch/lenya/isw/live/forschung/projekt/sprachkompetenzen/Haeufigste_Fremdsprachen.pdf

    9. Doro Says:

      Wenn im Umkehrschluss 49,2 Prozent der Schweizer die Deutschen in ihrem Land als Bereicherung empfinden, ist das doch für eine so wenig repräsentative Umfrage (ich gehe wie Töfflibueb davon aus, dass sich eher nur diejenigen beteiligen, die ein Resonanzthema mit der Frage haben) ein sensationelles Ergebnis!!!!
      Ansonsten kann ich ch.atzefrey nur zustimmen: Teflonmantel anziehen und Ruhe bewahren! 🙂

    10. Mike Says:

      @ ch.atzefrey
      Volle Zustimmung!
      Man hat den Eindruck-ein Deutscher Redakteur hat von Minderwertigkeitskomplexen geplagt wieder so eine Pseudo-Umfrage lanciert,da er zwar weiss,dass er volkswirtschaftlich einen Gewinn darstellt aber das Gefühl,immer noch keine Bereicherung für das tägliche Leben zu sein,überwiegt!
      „Wieviel Deutsche verträgt die Schweiz“,“Sind die Deutschen ein Gewinn für die Schweiz?“…
      Diese primitive Propaganda oder auch Abstimmungen erinnern an diese kostenpflichtigen „Bauernfänger“-Telefonumfragen wie z.B. sind Sie dafür, dass Deutschland Europameister wird oder auch „Wo liegt Österreich in Europa oder Amerika?“
      Die Schweizer die finden,dass die Deutschen auch kulturell eine Bereicherung & für das tägliche Leben ein Gewinn sind,würden sich nicht an so einer Umfrage beteiligen,da sich es gar nicht mitbekommen würden,weil sie gerade im Park zusammen Fussball spielen.
      Die Negativ Sensibilisierten sitzen „cyberchondrisch“ vorm Bildschirm & suchen das Netz nach negativen Erfahrungen von Deutschen in der Schweiz ab & freuen sich,wenn sie einen rostigen Nagel finden,den sie sich wieder ins Fleisch bohren können um kurz darauf alle möglichen Krankheiten zu recherchieren die daraus resultieren könnten!
      Danke ch.atzefrey für die Form.
      viele Grüsse
      Mike(Basel)

    11. cocomere Says:

      Ob ohne die Deutschen in der Schweiz viele Wohnungen leer bleiben würden? Ich weiss nicht. Aber wer in Zürich eine Wohnung sucht, trifft bei jeder Wohnungsbesichtigung auf mindestens einige deutsche Mitbewerber. Der Wohnungsmarkt ist vielleicht stabil, aber mit dieser enormen Nachfrage sind die Mieten auch ins Unermessliche gestiegen, und die Hauseigentümer und Verwalter können sich seither alles leisten. Das kümmert aber den Leiter der Schweizer Wirtschaft bei der Crédit Suisse wohl kaum. Was für ihn also ein Gewinn darstellt, ist für uns Mieter die Hölle.

    12. Neuromat Says:

      Guten Tach,

      wie war das noch (?): ich heisse … Erwin. Erwin Lottemann aus Deutschland und bin ein Hauptgewinn und heute nachmittag kaufe ich mit meiner Frau und dem Papst in Zürich eine Herrenbutikke, in der man auch Teflone äh Teflonmäntel kaufen kann. Die ganzen Zahlen sind natürlich falsch und ganz klar alles nur Zerfall, äh Zufall, denn wären die eingebürgert, dann wären das gar keine Deutsche und das hat auch nichts mit deutsch zu tun, sondern liegt eben an dem, was die verdienen also am Job, früher sagte man Beruf (ung). Zum Beispiel ist sicher, dass der Anteil einäugiger Kardinäle am Steuervolumen gleich hoch sein dürfte wie der links popelnder Fussballnationaltrainer aus Deutschland, das dürfte sich aber wahrscheinlich schon bald ändern. Ja, Fussball, spielt der Papst auch nicht im Park, da findet die Völlerverständigung, Ruuiidi, ja der Völker, statt, wir müssten also nur mehr Parkanlagen bauen, geht mit Steuergeldern, nähmen wir wieder mehr Deutsche. Ist doch ganz einfach.

    13. Georges Says:

      Sind die Schweizer ein Gewinn für die Welt?

      Pro: Erfindung des Sparschälers, Emil, Bankkonti für unversteuertes Vermögen…

      Contra: Söldnerdienste in vielen Kriegen, Bankkonti für Diktatoren …

      Zusammengefasst:
      Wenn es die Schweizer nie gegeben hätte, dann hätte sie wohl auch niemand vermisst (genauso wenig wie heute jemand die ausgestorbenen Helvetier vermisst).

      Immerhin wird mit diesem Blogwiese-Beitrag ein altes Rätsel eindeutig geklärt:
      Gibt es dumme Fragen? Ja.

    14. oranje Says:

      Ich denke der Kern des Problems liegt darin, dass beide Seiten von einander profitieren, aber beide Seiten der Ansicht sind, dass der jeweils andere seinen Beitrag zu stark hervorhebt und den des einen entweder völlig ausser acht lässt oder ihm nicht genügend Beachtung schenkt.
      Wenn jetzt beide Seiten einen Schritt auf einander zu gehen könnten; die Deutschen einsehen, dass sie der Schweiz ihren Arbeitsplatz verdanken, und die Schweizer es über sich bringen einzugestehen, dass die Deutschen ein Gewinn für die Schweiz sind, dann wärs doch ein grosses Friede, Freude, Eierkuchen…
      Aber sehr wahrscheinlich bleibt das Wunschdenken, denn beide Seiten wollen dieses Eingeständnis von Abhängigkeit erst vom anderen hören, bevor sie selbst den Mut dazu aufbringen.
      Ich muss ehrlich sagen, dass meine Gedanken nicht 100%-ig wohldurchdacht sind. Es würd mich daher interessieren, was andere von dieser Theorie halten.

    15. wolfi Says:

      ich bin positiv überrascht, dass 49% die deutschen als gewinn ansehen. wirklich.
      das ist beeindruckend, wenn man weiss, dass sie nicht gerade die beliebtesten sind in den augen von schweizern.
      vielleicht spielt auch das nicht-integrieren wollen eine rolle?
      der umgang miteinander ist meiner meinung nach trotzdem gut, war vor vor 5 jahren sicher viel schlechter.
      wiegesagt, knapp 50% sehens positv, glaubs fast nicht.

      es grüsst
      der wolfi

    16. Neuromat Says:

      und so eben holt uns die Wirklichkeit ein:

      http://www.sonntagonline.ch/pages/index.cfm?dom=151&rub=100212590&arub=100212590&orub=100212525&osrub=100212590&srv=ted&manid=100000009&grpid=0&pg=vote&Ted_ID=300001647

      Die JA-Front geht in Führung, obwohl ich selbst eben schnell noch von jedem zur Verfügung stehenden PC ein NEIN losgeklickt habe. Wolfi fällt gleich in Ohnmacht. Ich bins schon.

    17. Marroni Says:

      ui ui ui, schon 51 positiv! Haben alle Neinsager schon abgestimmt, jetzt kommen nur noch positive?

    18. wolfi Says:

      nein nein neuromat, ich falle doch nicht in ohnmacht. finds doch lustig solche abstimmungen. wieviel % deutsche haben da eigentlich mitgemacht? egal….

      habe mir eben nochmal

      http://www.blogwiese.ch/archives/214 durchgelesen, da sind doch 50% zustimmung nicht schlecht, oder? ;-).

    19. Simone Says:

      Die Umfrage kann zu keinem Ergebnis führen, da die Frage nicht präzise gestellt ist. Bezieht sich die Frage auf die Ergebnisse im Artikel, dürfte es eigentlich keine Nein-Stimmen geben, da sich die Personen sonst darin ertappen würden, nicht sinnerfassend lesen zu können. Bezieht sie sich hingegen auf allgemeine eidgenössische Befindlichkeiten, könnte man sich den Artikel vorab auch schenken. Oder habe ich etwas falsch verstanden?

    20. Kreis7 Says:

      Hmmm, augenscheinlich sind die Deutschen eine „Bereicherung“ für die Schweizer Wirtschaft. Der Konjunkturzyklus wird gedehnt und es geht uns länger gut. Zwar brummt es auf der ganzen Welt… So weit so gut. In meiner Situation ist es eher so, dass sich mein Salär, dank der netten nordischen Konkurrenz, nur unwesentlich erhöht, aber die Wohnungsmieten, dank der netten nordischen Mitmieter, munter steigen. Leere Wohnungen sind doch, wenigstens von der Mieterseite betrachtet, ein Segen!
      Fazit: Schleichend steigender Lohn + höhere Miete = Kaufkraftverlust. Besten Dank!

      Und wählerisch sind sie! Wohnen nicht irgendwo! Kaum einer in Seebach! Mein Kreis und das Tram 11 am morgen platzen aus allen Nähten und das soll positiv sein?!?

      So, dies war ein kurzer Abriss, warum 50,6 % der stimmenden nicht sehr euphorisch sind. 😉

    21. dampfnudle Says:

      Habt Ihr jetzt so viel manipuliert an der doofen Sonntag-Umfrage, dass es das System aus den Angeln gehoben hat?

      Wenn ich nämlich Neuromats Link anklicke, erscheint ein seriöser, blauer Rahmen. Und darin steht adrett angeordnet:

      ES IST EIN PROBLEM AUFGETRETEN.
      WIR BEMÜHEN UNS; DEN FEHLER ZU BEHEBEN:

      Wird jetzt die Umfrage wieder rückwärts laufen lassen?

    22. Daniel Says:

      Irgendwie will ich nicht so recht glauben, dass all die Deutschen in die Schweiz ziehen mit den Gedanken „Ui toll, endlich kann ich etwas an die Schweiz beitragen“. Denke eigentlich eher, dass man (Ausländer egal welcher Nationalität) in die Schweiz kommen, weil sie denken, dass sie VON DER SCHWEIZ profitieren können, nämlich ein Auskommen finden und am besten noch die Familie ernähren können.

      Interessanterweise wird daraus unfreiwillig doch ein Beitrag an die Schweiz, weil die Wirtschaft brummt und nur mit Schweizer Arbeitskräften das Arbeitsaufkommen nicht zu schaffen wäre. Kann es sein, dass dabei beide voneinander profitiert haben?

      Aber leider ist es nicht nur eitel Sonnenschein. Deutsche empfinden sich letztlich doch als unwillkommen, da die Schweizer sich ihnen nicht einfach so anpassen wollen. Und dann gibts noch so Phänomene wie das oben von cucumere beschriebene, dass die Mieten so in die Höhe schiessen, dass wir uns das Wohnen kaum noch leisten können.

    23. Neuromat Says:

      @ Daniel

      nur eine Frage: Glaubst Du selbst, was Du da schreibst?

      Kannst einfach ankreuzen:

      JA NEIN

    24. Was sagt uns das? Says:

      Heisst das jetzt unsere Wirtschaft ist wegen soviel brain drain aus dem Norden um 12% gewachsen?
      65% Wachstum bei ca. 20% Ausländeranteil wären doch etwa 12% Wachstum?
      Hat das jemand bemerkt ausser die Steuervögte?

      Woher kommt das Geld bloss her?

    25. Daniel Says:

      @Neuromat: Ich habe die meiner Meinung nach richtige Antwort jetzt angekreuzt. Nur leider kannst du nicht sehen, wo ich auf meinem Bildschirm das Kreuz hingemalt habe.

    26. Neuromat Says:

      @ Daniel

      also, dann ist ja alles wieder in Ordnung

    27. Simone Says:

      @Daniel:
      Ich benötige dringend Deine Hilfe!
      Bin nur in die Schweiz gekommen, um das hiesige Steuersystem zu unterstützen. Wollte eigentlich aus purem Dank den deutschen Spitzensteuersatz hier zahlen. Leider wollte der zuständige Steuerkommissar nur meine Quellensteuer, obwohl ich in einem offenen Brief ganz dringend darum bat, mehr zahlen zu dürfen. Er hat mir dann stattdessen geraten, ganz viel Schweizer Schokolade zu konsumieren, um die Wirtschaft auf diesem Wege anzukurbeln. Das hat einen Ketteneffekt. Ich fresse mich fett, unterstütze dann wieder die hiesigen Ärzte, Fitness-Studios und die Bekleidungsindustrie. Meine Arbeitskollegen loben mich für soviel Solidarität, meinen aber, es sei langsam etwas zu viel des guten. Ich sollte doch stattdessen lieber die deutsche Verwandtschaft ausreichend damit versorgen. Vielleicht kannst Du mir einen Tipp geben, wie ich mich weiter verhalten soll.

    28. Daniel Says:

      @Simone: Bisher hast du alles richtig gemacht. Weiter so! Es gibt allerdings noch andere Schweizer Produkte, die an unwissende Bekannte und Verwandte weiterzugeben sich lohnen würde. Ich denke da zum Beispiel an Armeetaschenmesser („Sackmesser“), natürlich die Würste namens Cervelat, die ja bekanntermassen wegen der bösen EU am Aussterben sind, aber auch etwa dieses famose Getränk Rivella, ganz abgesehen, selbstverständlich, von den diversen Käsesorten. Glaube mir: Dein Ansehen wird ungemein ansteigen. Kuckucksuhren, hingegen, würde ich nicht in der Schweiz kaufen, auch wenn viele Ausländer glauben, die seien hierzulande erfunden worden.

      Jedenfalls gratuliere ich dir, Simone, zur gelungenen Integration. Der Schweizer Pass wird bestimmt nicht lange auf sich warten lassen. Vergiss dabei aber nicht, darauf zu bestehen, mindestens die doppelte geforderte Einkaufsgebühr bezahlen zu wollen. 🙂

    29. Simone Says:

      @Daniel:
      Danke Dir! Die Kuckucksuhren gehören meines Wissens nach nach Deutschland bzw. gelten als Inbegriff deutscher Spiessigkeit. Von daher werde ich keine kaufen, auch nicht als Geschenk, weder in der Schweiz, noch in Deutschland.
      In die Situation, einen Schweizer Pass beantragen zu müssen, werde ich nach heutiger Einschätzung sicher nicht kommen. Bisher sehe ich keinen Anlass, meine Staatsbürgerschaft zu ändern. Ich habe einen EU-Pass, der reicht mir.

      Schöne Ostern an alle!

    30. Phrasen-Gott Says:

      Hier wird zwar kontrovers, aber dennoch sachlich ziemlich falsch diskutiert. Es stimmt zwar, dass die Deutschen volkswirtschaftlich gesehen in erster Linie einen Nutzen darstellen und vorwiegend nur als qualifizierte Arbeitslose einreisen. (Das Wort Arbeitslos darf hierbei jedoch nicht negativ verstanden werden) Allerdings steht auch fest, dass die Deutschen unsere volkswirtschaft nicht tragen und bei weitem nicht die best qualifizierten Arbeitskräfte abliefern. Wer heute Top-Personal will besorgt sich dieses aus dem hohen Norden oder aus dem asiatischen Raum. Sowohl Schweizer als auch Deutsch hinken hier deutlich hinterher.
      Volkswirtschaftlich gesehen gibt es allerdings zwei weitere Probleme. Ersten: Aus Deutschland kommen keine Ingenieure, wie sie die Schweiz bitter nötig hätte sondern haufenweise Ärtzte, von denen die Schweiz eigentlich en Masse hat. (Für das Medizinstudium werden sogar nur noch absolut Musterschüler zugelassen; Am Rande bemerkt) Dies sorgt für einen Preisdruck auf dem Arbeitsmarkt oder um die Volkswirtschaft wieder aufzugreifen: Es besteht eine Unternachfrage bzw. ein Überangebot.
      Zweiten: Der schon erwähnte Inflationsdruck wird grösser bzw. der Warenkorb wird immer teurer.
      Und schlussendlich muss man auch als Deutsch in der Schweiz akzeptieren, dass hier nunmal Schwiizerdütsch gesprochen wird. Deutschland wird zwar oft als Grosser Kanton bezeichnet. Souverän ist es deshalb noch lange nicht. (Im Bezug auf die Schweiz) Aber wie immer so gilt auch hier: Honni soit qui mal y pense!

    31. neuromat Says:

      Phrasen Gott – Nomen est omen

      „Bei sinkender Nachfrage und steigendem Angebot steigen auch die Preise“
      Nein, eigentlich gilt: Ein steigendes Angebot drückt den Preis und erhöht die umgesetzte Menge. (Deswegen werden gelegentlich Orangen vernichtet). Bei sinkendem Angebot steigt dann der Preis und die Menge sinkt. Wenn mehr Leute ein bestimmtes Gut haben wollen, wird sich die nachgefragte Menge zu allen Preisen erhöhen. Adam Smith war jedoch der Ansicht, dass der Preis die Nachfrage reguliert, was ebenso zutreffend ist. Die Nachfrage hat nach seiner Auffassung keine Auswirkung auf den Preis. Somit liesse sich über den Preis die Nachfrage regulieren.
      Inflation ist etwas ganz anderes. Der Warenkorb spielt hier kaum noch eine Rolle, da sich das Konsumentenverhalten ständig ändert…
      Die Beurteilungen des Arbeitsmarktes haben die gleiche Güteklasse:
      als „qualifizierte Arbeitslose einreisen“. Abgesehen vom Familiennachzug dürfte wohl kaum jemand aus dem grossen Kanton als qualifizierter Arbeitsloser einreisen.

      In der Schweiz wird Baseldüütsch, Bärndüütsch, Züritüütsch, Schwiizerdütsch, Deutsch, Französich, Italienisch und Rumantsch gesprochen. Eine weitere, aber seit kurzem nicht mehr so richtig existente Sprache, war Jenisch.

      Dann gibt es noch UBS, CS usf. die „Sprache der Ahnungslosen“ … 🙂

    Leave a Reply