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Wird die Schweiz zur (deutschen) Provinz? — Dritter Beitrag auf NZZVotum.ch

Damit nicht zwei Diskussionen parallel geführt werden, auch heute wieder der Hinweis auf NZZVotum.ch, zum Them:

Wird die Schweiz zur (deutschen) Provinz?
Wir erhielten per Mail einen spannenden Beitrag von einer Schweizerin, die leider lieber anonym bleiben möchte. Sie hatte ihn auch als Leserbrief an die NZZ geschickt. Ob er dort abgedruckt wurde ist uns nicht bekannt:

Wird die Schweiz zur (deutschen) Provinz?
Bereits eine TV-Sendung hat es verpasst, auszudeutschen, was das in der (Deutsch)Schweiz verbreitete Urteil, die Deutschen seien arrogant, konkret meint.
(WEITERLESEN)



32 Responses to “Wird die Schweiz zur (deutschen) Provinz? — Dritter Beitrag auf NZZVotum.ch”

  1. Thomas Says:

    Der Leserbrief war gestern drin.
    Eine Frage zu deiner Replik bezüglich Föderalismus in Deutschland. DU schreibst dass dieser stark ausgeprägt sei. Aber wie gross sind denn die Befugnisse der Länder? Und geht das auch noch eine Ebene weiter runter in Gemeinden und/oder Bezirke? Sind Steuern z.B. unterschiedlich?

  2. Bruno Says:

    Sehr geehrter Herr Wiese
    Gratulation zu Ihrem Blog. Eine kleine Anmerkung zu Geltungsanspruch hätte ich noch. Wie sie richtig festgestellt haben, ist Deutschland Exportweltmeister. In Anbetracht der Tatsache, dass Deutschland über 10 Mal mehr Einwohner hat, ist es absolut verständlich, dass sie auch mehr exportieren. Bei den Exporten pro Kopf, liegt die Schweiz (22,012.90$) aber immer noch sehr weit vor den Deutschen (13,749.83$)(www.nationmaster.com/graph/eco_exp_percap-economy-exports-per-capita). Als Schweizer wünsche ich Ihnen nun einen schönen Tag und bis bald.
    Gruess Bruno

  3. marco Says:

    Sehr geehrter Bruno,

    pubertäres gehabe – muss das sein? Schön, haben wir Deutsche den Längsten, und Ihr Schweizer den Dicksten! Aber auf die Technik kommt es an…

  4. Tellerrand Says:

    @ Thomas

    In Deutschland sind praktisch alle Steuern überall gleich, eine Ausnahme bildet die Gewerbesteuer, die jedoch nur Firmen betrifft. Auch andere Abgaben, wie etwa die Krankenkassenbeiträge, hängen nicht von regionalen Faktoren ab.

    @ Bruno

    China und Indien haben jeweils rund 15mal mehr Einwohner als Deutschland, Japan 1.5 mal mehr und die USA 4.5 mal mehr – alle liegen in der Exportrangliste hinter Deutschland.

    In der entsprechende Pro-Kopf-Rangliste liegen auf den ersten 5 Plätzen Stadt- und Kleinstaaten, dann folgen auf den nächsten Plätzen arabisch Ölförderländer und Steueroasen. Belgien, Irland und die Niederlande (EU) liegen vor der Schweiz. Deutschland dahinter. So what?

    Pro Kopf wäre die Schweiz vermutlich Fussballweltmeister und auch im Eishockey unschlagbar 😉

  5. neuromat Says:

    @ marco

    hast Du das pro Kopf berechnet? 🙂

  6. Branitar Says:

    Kleiner (aber verzeihlicher) Fehler, Herr Wiese:
    „Genügend Erfahrung an der Weisheit „Am Deutschen Wesen soll die Welt genesen“ konnten wir in diesem Jahrhundert bereits sammeln, darum ist bei den Deutschen in Sachen „geht hinaus in die Welt“ eher Zurückhaltung angesagt.“

    Soweit ich weiss, war die deutsche Expansionsdrang im letzten Jahrhundert (dem 20sten, dem mit den zwei Weltkriegen) ausgeprägter als in diesem (dem 21sten, das je nach Betrachtungsweise erst 7 Jahre alt ist) 😉

  7. Bruno Says:

    @Marco pubertär? Liess doch nochmal deinen Beitrag. Ich wollte eigentlich nur belegen, dass ein gewisser Geltungsanspruch vorhanden ist. Tuts weh? Und was bringt es, wenn man Exportweltmeister ist mit 8% Arbeitslosen? HartzIV? 19%Mwst?
    Schlussendlich nervt das Ganze und führt auch zu nichts. Die gleichen Überlegungen kannst du auch bei der Integration der Ausländer anstellen.

    @Tellerrand es ist mir schon klar, dass wir nicht Exportweltmeister pro Kopf sind. Auch wenn es so wäre, müssten wir es vermutlich nicht so laut in die Welt hinaus posaunen.

  8. Tellerrand Says:

    Die Zeile „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“ stammt aus dem Gedicht „Deutschlands Beruf“ von Franz Emanuel August Geibel. Es ist von 1861. Zum Schlagwort wurde es vor allem in wilhelminischer Zeit. Wilhelm II. hat von 1888 bis 1918 regiert, in diese Zeit fallen auch die wenigen Deutschen Kolonien, der ebenfalls sprichwörtliche „Platz an der Sonne“. Die Nazis haben den Spruch, ekklektizistisch wie der Nationalsozialismus nun einmal ist, dankbar weiter verwendet.

  9. neuromat Says:

    warum gibt es eigentlich bei der KAYWA ID Registration eine eindeutige Warnung von McAffee:

    „Als wir uns hier angemeldet haben, veröffentlichte diese Site unsere E-Mail-Adresse im Web, so dass sie für Spammer verfügbar war.“

    Warum muss die Handy Nummer noch eingegeben werden?

    Vielleicht fragen wir mal bei der NZZ-Direktion nach, ob dies den Gepflogenheiten des renommierten Blattes entspricht. Wir können ja auch mal im Hinblick auf die positiven Schweizer Eigenschaften:

    höfliches Verhalten, Reserve, Kompromiss, Demokratie, Konsensus, Konformität

    hier in Echtzeit einen Test machen; denn dies ist nicht höflich, nicht gesetzeskonform, es gibt keinen Konsens dazu. Mal sehen ob sich jetzt jemand aus der demokratischen Reserve locken lässt und einen Kompromiss anbietet. Mal sehen, wie lange es dauert, bis wir eine Stellungnahme erhalten

  10. Tellerrand Says:

    @ marco

    Kann mich an eine Statistik in einer Schweizer Zeitung erinnern, der gemäss die Schweizer auch als Liebhaber in der absoluten Weltspitze rangieren.

  11. Simone Says:

    @Tellerrand:
    Könntest Du das bitte ausführen? Meinen die da „Liebhaber“ oder „Partner“? Es ist bald wieder Valentinstag!

  12. neuromat Says:

    @ bruno

    zum Geltungsanspruch:

    Es wird eben in bestimmten Zeitabständen die Exportleistung von einzelnen Nationen festgestellt. Hierbei handelt es sich nicht um ein Stück deutsche Gebrauchsgeschichte. Die Zahlen werden von Menschen, die dies für wichtig halten, erhoben und international verglichen. Gleiches gilt für die Arbeitslosenquote und andere Parameter, von mir aus auch Geschäftsklimaindex usf. – sie sind neutral und nicht nationalistisch gefärbt. Vermutlich haben sie Bedeutung für die Manager, die Deine Pensionskasse managen und versuchen durch internationale Diversifikation Dein Altersguthaben zu mehren.

    Der Beitrag von marco war ironisierend, den typischen „pubertären Männervergleich“ bemühend. Penisneid ist etwas, an dem nicht nur Frauen leiden … 😉 daher nicht in sich pubertär.

    Der Geltungsanspruch … tut’s weh ? … Hier liegt der Schmerz leider auf der Schweizer Seite. Aus meiner Sicht völlig unnötig. Es ist nicht wichtig immer mit irgendwelchen Glanzleistungen irgendwelche scheinheilige Anerkennung in der Welt zu finden. Das macht auf die Dauer nicht glücklich. Dann entfallen auch die kindischen Vergleiche.

    Bedauerlicherweise hat sich hier seit 1993 etwas verschoben. Die kosmopolitische Grundhaltung ist der Deutschschweiz in weiten Teilen verloren gegangen. Zum Glück gibt es aber immer noch eine genügende Schweizer Mehrheit, die tatsächlich kosmopolitisch denkt und lebt, manchmal nur eben etwas zu zurückhaltend wenn die Hurra Patrioten den Bogen mal wieder überspannen.

  13. Tellerrand Says:

    @ Bruno
    Seit ich in der Schweiz lebe hat genau eine Sache hat bei mir immer wieder befremdetes Kopfschütteln ausgelöst. Einerseits kommt bei so ziemlich jedem, den man nach (seinen) typischen Schweizer Eigenschaften fragt, Bescheidenheit an einer der ersten Stellen. Andererseits wird in den Schweizer Medien, immer wieder aber auch von einzelnen, beispielweise in den Kommentaren dieses Blogs, geradezu manisch darauf hingewiesen, wo überall die Schweiz weltweit an der Spitze steht. Vielleicht muss man Ausländer sein, um diesen Widerspruch überhaupt wahrzunehmen.

    Deutschland ist Exportweltmeister, jedenfalls in jener Rangliste, deren Massstab der absolute Wert der gesamten exportierten Güter ist. Ich denke es ging Herrn Wiese im konkreten Zusammenhang nicht darum mit dieser Tatsache anzugeben, sondern darum darauf hinzuweisen, das die Bewertungen der deutschen Wirtschaft durch die amerikanische Beraterbude nicht ganz mit der wirtschaftlichen Realität zusammenpassen.

    Ganz ehrlich: von solchen Schwanzvergleichen hat niemand etwas.

  14. Tellerrand Says:

    @ Simone
    Gemeint war der sexuell-funktionelle Liebhaber und die Statistik sah den Schweizer Mann in der internationalen Spitzengruppe auf Augenhöhe mit Italienern und Franzosen. Die deutsche Mannschaft war in dieser Rangliste natürlich weit abgeschlagen auf einem der letzen Plätze.

  15. Brun(o)egg Says:

    @ Tellerrand

    Schweizer Weltspitze als Liebhaber? Meinst Du pro Kopf oder pro Jahr oder wie?

  16. neuromat Says:

    Auf der Site NZZVotum.ch der meine Mail Adresse zum Versenden von Spam Mail im Auftrag der NZZ weitergibt läuft gerade eine „Kosmopolitik“ Diskussion:

    Was ist Kosmopolitik?

    Zum Kosmopoliten: was er selbst verkörpert, wofür er eintritt: die Vielfalt der Kulturen auch dann als einen gemeinsamen Gewinn zu begreifen, wenn wir nach ganz unterschiedlichen Werten und Wahrheiten leben. Das nebeneinander in gegenseitigem Respekt und Verständnis. Wie das nicht aussehen soll kann man auf der Site live erleben.

  17. Administrator Says:

    @neuromat
    Immerhin fangen dort endlich mal welche an zu diskutieren. Ob sie in aller Harmonie noch den Konsens finden wer werden, bleibt abzuwarten.

  18. Neuromat Says:

    @ Simone, Tellerrand und Brun(o)egg

    nein, nein das war keine Liebhaberumfrage. Es ging um, also es ging ganz einfach um das, ähm die Frage war, wie oft in der Woche, puh, also ob pro Kopf oder Doppelkopf weiss ich nicht mehr, ich meine, ihr kennt doch Oswald, will sagen den Kolle, das war so eine Umfrage wie McHinseh, also

    na ja, eben und das haben die Schweizer, es ging darum …. wie oft mache ich das, ja das in der Woche und da haben die Schweizer ganz hohe Zahlen angekreuzt, so hoch, dass die Chefs die Umfrage entanonymisiert haben, weil die konnten ja vor lauter Rammeln nicht mehr schaffen und jetzt wären die entlassen worden, aber die haben dann gesagt, das wäre ein Missverständnis gewesen, weil sie hätten schmutzige Träume, Selbstbefriedigung auf dem Dienstklo und bereits das blosse dran Denken mitgezählt …

    im übrigen Herr Administrator würden wahrscheinlich viel mehr mitdiskutieren, müsste man nicht mit SPAM rechnen und seine Natel-Nr. angeben. Nun gut, so wissen wir jetzt wenigstens wer Kuhn ist. Was wir noch nicht wissen, warum die renommierte NZZ solch eine Site anbietet.

  19. Holger Says:

    @neuromat:
    Extra wegen solcher Spamseiten gibt’s Websites wie http://www.emaildienst.de/. Ist jetzt natürlich zu spät für Dich, aber beim nächsten mal dann … 🙂

  20. Tellerrand Says:

    @ Brun(o)egg

    Ich weiss nicht mehr genau, was in dieser Rangliste gezählt wurde. Es ging darum, ein Beispiel zu geben, dass in Schweizer Medien vermutlich nie freiwillig Ranglisten veröffentlicht werden, die Deutschland vor der Schweiz plaziert zeigen. Im Zweifel wird die Pro-Kopf-Umrechnung aus dem Hut gezaubert. Und genau deswegen bin ich absolut sicher, dass die Schweiz die EM’08 gewinnen wird und wenn’s nur pro Kopf ist.

  21. lupino Says:

    Lieber Herr Wiese,

    Nachdem ich Ihre Aktivitäten als NZZ Gast-Blogger ein paar Tage vervolgt habe, glaube ich Sie sollten Ihre Perlen lieber weiterhin auf die Blogwiese streuen. 🙂 Irgendwie ist die Leserschaft sympathischer…

  22. Simone Says:

    @Tellerrand:
    Danke für die Infos¨

    @Neuromat:
    Ich gehe davon aus, dass diese Statistik mehr Wunsch als Wirklichkeit beinhaltet, m. E. sind die Schweizer Männer Weltmeister in dämlichen Anmachen und zwar auf eine Art und Weise, dass ihnen anschliessend nichts anders übrig bleibt, als zu träumen.

    @lupino:
    Wohl wahr, die sind ein paar Trolle unterwegs…

  23. Tellerrand Says:

    Es soll blos keiner Herrn W. Kuhn den Weg auf die Blogwiese weisen. Falls er ihn selbst findet – kann er weggewiesen werden?

  24. Ostwestfale Says:

    >wie gross sind denn die Befugnisse der Länder?

    meines Wissens gilt (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

    ausschließliche Ländersache:

    -Bildung
    -Kultur
    -Polizei
    -Gemeindeordnung

    sowie:
    – Strafvollzug
    – Versammlungsrecht
    – Heimrecht
    – Ladenschlussrecht
    – Messen, Ausstellungen, Märkte
    – Landwirtschaftlicher Grundstücksverkehr und landwirtschaftliches Pachtwesen
    – Gaststättenrecht
    – Dienstrecht, Besoldung und Versorgung der Landesbeamten und Landesrichter

    Ausserdem können in einer Reihe von Bereichen sowohl die Länder als auch der Bund Gesetze erlassen, dies wird „konkurrierende Gestzgebung“ genannt und findet in folgenden Bereichen statt. Es betrifft:

    – das bürgerliche Recht, das Strafrecht …, die Gerichtsverfassung, das gerichtliche Verfahren (ohne Untersuchungshaftvollzug), die Rechtsanwaltschaft, …und die Rechtsberatung

    – das Personenstandswesen

    – das Vereins- und Versammlungsrecht

    – das Aufenthalts- und Niederlassungsrecht der Ausländer

    – das Waffen- und das Sprengstoffrecht

    – die Angelegenheiten der Flüchtlinge und Vertriebenen

    – die öffentliche Fürsorge (ohne das Heimrecht)

    – die Versorgung der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen und die Fürsorge für die ehemaligen Kriegsgefangenen

    – die Kriegsgräber und Gräber anderer Opfer des Krieges und Opfer von Gewaltherrschaft

    – das Recht der Wirtschaft (Bergbau, Industrie,Energiewirtschaft, Handwerk, Gewerbe, Handel, Bank- und Börsenwesen, privatrechtliches Versicherungswesen) ohne das Recht des Ladenschlusses, der Gaststätten, der Spielhallen, der Schaustellung von Personen, der Messen, der Ausstellungen und der Märkte

    – das Arbeitsrecht einschließlich der Betriebsverfassung, des Arbeitsschutzes und der Arbeitsvermittlung sowie die Sozialversicherung einschließlich der Arbeitslosenversicherung

    – die Regelung der Ausbildungsbeihilfen und die Förderung der wissenschaftlichen Forschung

    – das Recht der Enteignung,

    – die Überführung von Grund und Boden, von Naturschätzen und Produktionsmitteln in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft

    – die Verhütung des Missbrauchs wirtschaftlicher Machtstellung

    – die Förderung der land- und forstwirtschaftlichen Erzeugung (ohne das Recht der Flurbereinigung), die Sicherung der Ernährung, die Ein- und Ausfuhr land- und forstwirtschaftlicher Erzeugnisse, die Hochsee- und Küstenfischerei und den Küstenschutz

    – den städtebaulichen Grundstücksverkehr, das Bodenrecht (ohne das Recht der Erschließungsbeiträge) und … das Wohngeldrecht, das Altschuldenhilferecht, das Wohnungsbauprämienrecht, das Bergarbeiterwohnungsbaurecht und das Bergmannssiedlungsrecht

    – …Maßnahmen gegen gemeingefährliche oder übertragbare Krankheiten bei Menschen und Ti eren, … Zulassung zu ärztlichen und anderen Heilberufen und zum Heilgewerbe, sowie das Recht des Apothekenwesens, der Arzneien, der Medizinprodukte, der Heilmittel, der Betäubungsmittel und der Gifte

    – die Hochsee- und Küstenschifffahrt sowie die Seezeichen, die Binnenschifffahrt, den Wetterdienst, die Seewasserstraßen und die dem allgemeinen Verkehr dienenden Binnenwasserstraßen

    – den Straßenverkehr, das Kraftfahrwesen, den Bau und die Unterhaltung von Landstraßen für den Fernverkehr sowie die Erhebung und Verteilung von Gebühren oder Entgelten3 für die Benutzung öffentlicher Straßen mit Fahrzeugen

    – die Schienenbahnen, die nicht Bundeseisenbahn sind, mit Ausnahme der Bergbahnen

    – die Abfallwirtschaft, die Luftreinhaltung und die Lärmbekämpfung (ohne Schutz vor verhaltensbezogenem Lärm )

    – die Staatshaftung

    – die medizinisch unterstützte Erzeugung menschlichen Lebens, die Untersuchung und die künstliche Veränderung von Erbinformationen
    sowie Regelungen zur Transplantation von Organen, Geweben und Zellen

    – die Statusrechte und -pflichten der Beamten der Länder, Gemeinden und anderen Körperschaften des öffentlichen Rechts sowie der Richter in den Ländern mit Ausnahme der Laufbahnen, Besoldung und Versorgung

    – das Jagdwesen

    – den Naturschutz und die Landschaftspflege

    – die Bodenverteilung

    – die Raumordnung

    Erlässt der Bund irgendwann in einem der gennanten Bereiche ein Gesetz (was die Regel ist), geht dieses Gesetz vor.
    In manchen Bereichen sind Länder und Bund bezüglich der Gesetze aber auch gleich gestellt und zwar im Bereich:

    – Jagdrecht
    – Naturschutz und Landschaftspflege
    – Bodenverteilung
    – Raumordnung
    – Wasserhaushalt
    – Hochschulzulassung und Hochschulabschlüsse

    Es gilt dann immer das jeweils neuste Gesetz, egal ob von Land oder Bund erlassen.

    Desweiteren wirken die Länder im Staatsorgan „Bundesrat“ bei der Gesetzgebung, der Verwaltung des Bundes und in Angelegenheiten der Europäischen Union mit.

    Generell bedürfen drei Gruppen von Gesetzen der Zustimmung des Bundesrates:

    Gesetze, die
    – die Verfassung ändern,
    – bestimmte Auswirkungen auf die Finanzen der Länder haben (z. B. einige Steuergesetze)
    – in die Organisations- oder Verwaltungshoheit der Länder eingreifen

    Dazu hat der Bundesrat bei einer Reihe von Gesetzen eine Einspruchsmöglichkeit.

    >Und geht das auch noch eine Ebene weiter runter in Gemeinden und/oder Bezirke?

    die Gemeinden sind die unterste Verwaltungseinheit und setzen Weisungen und Gesetze des Landes und Bundes um. Sie können Geschäftsordnungen, Satzungen, Verordnungen und Haushaltspläne erlassen, Kommunale Unternehmen und Einrichtungen betreiben, Grundsteuer (auf das Eigentum an Grundstücken), Gewerbesteuer und örtliche Verbrauchs- und Aufwandsteuern erheben und freiwillige Leistungen (z.B. im Bereich der Kultur und des Sports) übernehmen.

    Traditionelle kommunale Aufgaben sind:
    * Allgemeine Verwaltung (Personal, Finanzen)
    * Recht
    * Ordnungsverwaltung, Feuerwehr
    * Schule, Bildung, Kultur
    * Freizeit und Sport
    * Soziales, Familie und Jugend
    * Gesundheit (Krankenhäuser), Altenheime
    * Planung, Bauen und Wohnen
    * Verkehr
    * Wirtschaft (Wirtschaftsförderung, kommunale Betriebe, Sparkassen).

  25. Simone Says:

    @Tellerrand:
    Ich hoffe, dass auch einige andere den Weg nicht finden. Ich finde es doch immer wieder peinlich, mit welchem Selbstverständnis Menschen, die die deutsche Orthographie noch nicht einmal in Ansätzen beherrschen, ihre Stammtischmeinung im Netz in verschriftlichter Form publizieren. Wäre es da nicht einfacher, komplett auf Kleinschreibung umzusatteln?

  26. Tellerrand Says:

    @ Simone

    Ich hatte mal einen Deutsch-, Geschichte- und Geographielehrer, der immer wieder den Spruch brachte, dass er Menschen nicht ernst nehmen könne, die für Freiheit in Mittelamerika protestieren, aber nicht einmal in der Lage wären Nicaragua auf der Landkarte zu zeigen. Ähnlich stand es mit seiner Haltung zu othografisch und grammatikalisch fehlerhaften schriftlichen Äusserungen.

    Ich sehe das ein wenig anders. Bildung allein schützt nicht vor dummen, asozialen, rassistischen oder anderen amoralischen Äusserungen. Es ist letztlich nicht von Bedeutung, wie man etwas sagt, sondern was. Gerade in einem Blog, sollte man nicht jedem erst mal seine Ortographie um die Ohren hauen, besonders wenn man damit nur den Wert eine Aussage herabsetzen will, ohne sich auf den Inhalt einzulassen.

    Ich weiss, dass es Dir nicht darum ging und ich bin ebenfalls allergisch gegen Stammtischschreier, die keinen geraden Satz formulieren können ohne dabei in jeden zweiten Wort einen echten ortographischen Hammer zu produzieren. Kollege Kuhn jedoch hält sich sicher für einen moderaten Bildungsbürger, der wohltemperiert formuliert – und dabei trotzdem logikfreien Sprachmist der Güteklasse Ia produziert.

  27. Schnoederli Says:

    Schweizer haben manchmal wenig Selbtreflexions- und Selbstkritikkraft – das ist manchmal schon eher etwas d¨ümmlich

  28. Tellerrand Says:

    @ Schnoederli

    Deutsche sind für viele Nationen das Watschenmännchen, an dem man das eigene labile Selbstwertgefühl aufrichtet. Es ist so viel einfacher Stabilität zu gewinnen, als sich selbst ständig zu hinterfragen.

    Wenn man aus einem Land stammt, das einen Weltkrieg verschuldet und einen zweiten mindestens billigend in Kauf genommen hat und zudem die Verantwortung für die schlimmsten Verbrechen der Menschheitgeschichte trägt, ist man gezwungen in der nationalen Selbstbetrachtung auch Kritik zuzulassen.

    Die diesbezüglich zumindest vordergründig blütenreine Weste der Schweiz, in Verbindung mit dem kaum zu leugnenden Reichtum des Landes, verstellt so manchem Schweizer den kritschen Blick auf sich selbst.

  29. Simone Says:

    @Tellerrand:
    Schön klar, mit „Tüpflischeisserei“ sollte man nicht kommen, ist auch nicht meine Absicht. Allerdings gibt es Fälle wie besagte (Du weisst, wen ich meine), in dem sich eben das eine mit dem anderen deckt. Das ist nicht ganz so gefährlich, wie Menschen aus dem Bildungsbürgertum, die trotz intellektueller Fähigkeiten ein beängstidendes Gedanken gut kundtun (oder Kund tun???), aber eben trotzdem lästig. Ich habe ein Problem mit der Kombination „dumm und frech“ und das ganze auch noch öffentlich. Wenn jemand mit Lese- und Rechtschreibschwäche oder eben einfach mit einer nicht ganz so sicheren Rechtschreibung fundierte Inhalte liefert, bleibe ich brav…

  30. Tellerrand Says:

    @ Ostwestfale

    könnte sein, dass das „meines Wissens gilt (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)“ von hier stammt:

    http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_74.html

    Es wird dank google immer schwerer. sich im Netz mit fremden Federn zu schmücken 😉

  31. Ostwestfale Says:

    @Tellerrand

    Bin mir jetzt nicht ganz sicher worauf Du hinaus willst.
    Da mich das Thema auch interessiert hat, habe ich mich vor Schreiben des Beitrages zusätzlich im GG kundig gemacht und dann das dort Relevante der Genauigkeit wegen 1:1 übernommen. (Darüber hinaus nicht nur aus Art 74, sondern auch aus anderen Quellen, auch aus solchen, die das GG kommentieren, usw.)
    Was ist daran falsch? Wo soll man sich denn sonst erkundigen, wenn nicht an der Quelle? Hätte ich es besser sinngemäß zusammenfassen oder aus dem Kopf rezitieren (und damit verfälschen) sollen? Das wäre doch Quatsch. Es hat eh schon Zeit genug gekostet, sich durch die einzelnen Aspekte zu wursteln. Einverstanden?

  32. Tellerrand Says:

    @ Ostwestfale

    Wenn man einen Text 1:1 irgendwo übernimmt, gibt es die Möglichkeit das erstens eindeutig zu sagen und zweitens kann man dann auch einfach einen link auf die entsprechende Inhalte angeben. Die kann dann jeder, den’s interessiert, an der entsprechenden stelle nachlesen.

    Wenn jemand sagt: „meines Wissens gilt (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)“ und dann eine Litanei wie die oben einkopiert, tut so, als sei das Ganze auf dem eigenen Mist gewachsen. Was nicht der Fall ist.

    Ist jetzt klar, worauf ich hinaus wollte?

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