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Der Schweizer als Reisemangel — Trachtenkapelle statt Karibiksound

  • Drei Menschen sind Vieh
  • Eine Bauernweisheit, die wir im Schwabenland lernten besagt. „Ein Mensch ist ein Mensch, zwei Mensch sind ein Paar, drei Menschen sind Vieh“. Will meinen, dass jeder Artgenosse, sobald er in Massen auftritt, nicht mehr leicht zu nehmen ist.

  • Deutsche Handtücher am Hotel-Swimmingpool
  • Die Deutschen in der Überzahl am Strand von Mallorca stören, historisch gesehen, vor allen die Engländer, deren Anti-Deutsches Lieblingsklischee besagt, dass gerade diese Deutschen immer morgen extra früh an den Strand oder an den Hotelpool kommen, dort mit ihrem Handtuch einen Liegeplatz reservieren, und dann wieder boshaft eine weitere Mütze Schlaf holen gehen, nur um die Engländer zu ärgern. Das scheint für viele Briten eine echt leidvolle Erfahrung gewesen zu sein, diese vielen reservierten Liegen mit deutschen Handtüchern. Wie man ein deutsches Handtuch von einem britischen „towel“ unterscheiden kann war mir bei dieser Geschichte noch nie ganz klar. Vielleicht liegen die einen ehr rechts und die anderen mehr links auf der Liege? Keine Ahnung.

  • Auch Schweizer können zum Reisemangel werden
  • Der Schweizer als Reisemangel
    Wir lasen in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung , kurz WAZ, aus dem Ruhrgebiet in einem Bericht von Stefan Wette:

    Auf einer Karibik-Kreuzfahrt hatten die Deutschen sich gefreut. Als sie ihre Zimmer bezogen, stellten sie fest, dass von den 560 Gästen 500 aus der Schweiz kamen. Das allein ist sicher kein Reisemangel. Auch nicht der Umstand, dass die Reise der 500 von einem schweizerischen Folkloreverein veranstaltet wurde. Doch damit begann das Unglück, erkannt das Gericht mit einem Blick auf das Bordprogramm, das eigentlich karibische Klänge versprochen hatte: 9:30 Uhr Trachtentanz in der Galaxis Disco, 10 Uhr Kapelle „Echo vom Toedi“ beim Schwimmbad, 10:30 Uhr „Folklorechoerli“ in der Galaxis Disco. Überall, drinnen wie draussen, waren die Schrammelgruppen und Blaskapellen im Einsatz. Nicht einmal in ihren Kabinen waren die Deutschen sicher. Alle Borddurchsagen erklangen im unverfälschten „Schwyzer Dütsch“.

    Trachtenkapelle im Dauereinsatz

  • Trachtenkapelle statt Karibiksound
  • Den Schweizern selbst war kein Vorwurf zu machen. Die hatten ihren Landsleuten die Kreuzfahrt nämlich mit dem Versprechen einer „meisterhaft und sauber gespielten Volks-Blasmusik“ schmackhaft gemacht. „Das garantiert jenes einzigartige Gefühl, in einer grossen Familie geborgen zu sein“. Auch die Schiffsleitung tat ihr Bestes und bot beim mexikanischen Mitternachtsbuffet karibische Musik auf. Aber auch dieses Vergnügen hielt nicht lange an. Nach wenigen Minuten ersetzte eine schweizerische Trachtenkapelle die karibischen Klänge.
    (Quelle: WAZ 12.01.07 )

  • Als echter Reisemängel eingestuft
  • So wurde sogar

    „ein umgängliches Volk wie das der Schweizer als echter Reisemangel eingestuft (…) Zu diesem Urteil rang sich zumindest das Landgericht Frankfurt (Az: 2/24 S 341/92) durch und verurteilte einen Reiseveranstalter, seinen deutschen Urlaubern 30 Prozent des Reisepreises zu erstatten.“
    (Quelle: WAZ 12.01.07)

    Besonders krass muss diese Situation auf dem Kreuzfahrtschiff den Deutschen vorgekommen sein, weil es ja dort kaum Fluchtmöglichkeiten gibt.

  • Die Holländer-Kolonie in Österreich
  • Auf einem Tiroler Campingplatz sahen wir uns einmal von hunderten freundlichen Holländern umringt, was zunächst sehr nett schien, uns dann aber in den Morgenstunden gegen 3:30 Uhr beim nicht enden wollenden „Lustigen Heimatabend“ mit zahlreichen lautstark gegrölten Saufliedern die Erkenntnis einbrachte, dass keine Nation dagegen gefeit ist, sich im Ausland daneben zu benehmen und für über die Stränge zu schlagen.

    

    32 Responses to “Der Schweizer als Reisemangel — Trachtenkapelle statt Karibiksound”

    1. myl Says:

      Ui, die hätten das Kreuzfahrtschiff aber auch wirklich als geschlossene Gesellschaft buchen müssen, meine Güte. Auch ich als Schweizer kann mit dieser Musik nichts anfangen und habe VOLLSTES Verständnis für die deutsche Reisegruppe, hätte mit ihnen zusammen die Flucht ergriffen, so ich denn gekonnt hätte 🙂
      Logischerweise hätte ich genau dasselbe Problem gehabt, wenn es keine Schweizer, sondern sonst irgendeine Volksgruppe mit ihrer traditionellen Musik gewesen wäre (Fans deutscher Schlager/Volksmusik, z.B. 😉 ) …

    2. Chlöpf'n'Tätsch Says:

      Ich muss myl beipflichten, mit Ländlermusik kann man mich fortjagen.
      Und das in der Karibik… fast wie Raclette im Sommer… spinnet diä?
      Wer weiss, vielleicht war’ns ja Auslandschweizer die mal wieder die volle Dröhnung wollten 😉

      Da hätten die Schweizer aber ruhig den ganzen Kahn mieten sollen, das grenzt ja an Folter! 😀

      Alles in die Boote! Frauen und Kinder zuerst! Die Schweizer kommen! *gröööhl!!* 😀

    3. Brun(o)egg Says:

      Selten so gelacht. Und zum z’Nacht gabs vermutlich Röschti mit Bratwurst.
      Das sind die Leute, Nationalitäten und Altersunabhängig, die ja nichts Neues wollen. Muss alles wie zuhause sein.
      Schliesslich bekommt man an der Adria auch deutschen Bohnenkaffee und Eisbein, bei 35 Grad im Schatten.

    4. Videoman Says:

      Auch ich als Schweizer hätt eine Kreuzfahrt mit Volkore nicht lange überstanden.

      So wie ich gehört haben, benehmen sich alle Volksgruppen in den Ferien komplett daneben. Da Schweizer meistens in nicht so grosse Horden an zutreffen sind, faäält das den anderen nicht auf. Auch interessant ist, dass man überall auf der Welt gehen kann, und Schweizer antrifft, wie auch im Indischen Dschungel, was ich einer Bekannten gehört habe.
      Die Deutschen gehen halt alle am gleichen Ort gleichzeitig in den ferien, früher war es das Tessin, dann Mallorca und jetzt die Türkei.

      Für andere Feriengäste sind die Deustchen nicht mehr die schlimmsten Touristen, die Russen sind, was ich gehört habe, die schlimmsten Touristen für die anderen Gäste (nicht für Hotelerie und co., die freuen sich, weill wie viel geld ausgeben).

    5. Ronny Says:

      Schon lange nicht mehr soo gelacht – ich bewundere die Tapferkeit der Deutschen… Ich (als Schweizer) wär wohl nach zwei Tagen mit einem Nervenzusammenbruch über Bord gehüpft… Da sage noch jemand, Kreuzfahrten dienen zur Erholung… grins…

    6. Fiona Says:

      Auch innerhalb der Schweiz – die wie Caesars Gaul „est omnis divisa in partes tres“ (in 3 Teilen aufgeteilt – in Graubünden wird fast überall Schwyzerdeutsch gesprochen) – ist die Integration noch nicht vollgezogen 🙂 Gleich und Gleich gesellt sich gern.

      P.S. Haben die Deutschen schon einen German Club in Zürich gegründet? Es gibt auch einen International Club in Zürich, wo nicht nur Deutschschweizer anzutreffen sind.

      [Anmerkung Admin: Siehe hier Wir gründen (k)einen Verein — Deutsche im Ausland]

    7. Selma Says:

      Ach Jens, wo bleiben Deine schönen (sprachlichen) Beobachtungen als Deutscher in der Schweiz, bei denen man schmunzeln und vielleicht auch etwas lernen kann? Im Moment habe ich das Gefühl, Du versuchst zu beweisen, dass die Schweizer kein perfektes Volk sind und auch nicht auf der ganzen Welt beliebt. Hast Du das wirklich nötig?

      Gestern habe ich überlegt, ob ich etwas wie ein Blogwiese-Syndrom entwickelt habe- mir ist folgendes passiert: Für eine Präsentation an der Uni habe ich ein paar Stunden vorher ausprobiert, ob mit Laptop und Beamer alles klappt. Leider hatte ich genau die 10 Minuten vor Beginn einer Lehrveranstaltung ausgewählt. Als ich also gerade meine Präsentation startete, kam eine Frau (vermutlich Dozentin, aber noch jung und definitiv keine Professorin) mit Laptop unter dem Arm, die offensichtlich gleich selbst den Beamer brauchte. Ich sagte sofort entschuldigend, dass ich nur schnell ausprobieren wolle, ob alles klappt, weil ich nachmittags eine Präsentation hätte. Sie erwiderte darauf „und ich habe in 2 Minuten eine Präsentation, darum muss hier jetzt gleich ran“. Ich fand das ziemlich pampig, ein „Ich habe aber jetzt gleich eine Präsentation…“ hätte völlig gereicht, dann hätte ich ohnehin zwischen den Zeilen verstanden „darum solltest Du jetzt bitte gehen“. Ich hatte gar keine Chance mehr, zuvorkommend zu reagieren. Nun war die betreffende Person eine Deutsche, und ich dachte mir im Nachhinein, na das bestätigt doch wiedermal das Vorurteil. Und im nächsten Moment fragte ich mich, ob ich das früher auch gedacht hätte? Oder hat nicht zuviel Beschäftigung mit diesem Deutsche-Schweizer-Thema zu einer verzerrten Wahrnehmung geführt…?

      [Anmerkung Admin: Sprachliches wieder am Montag. Ich erzähle die Postings und Themen so wie sie kommen, da steckt kein „geheimer Plan“ dahinter. Und den von heute fand ich nicht böse oder abwertend über die Schweizer, im Gegenteil. Jeder kann dieses „Grauen“ gut nachvollziehen, denk ich 🙂
      Zu deiner Geschichte mit der Deutschen…. Verschärfte Warnehmung finde ich grundsätzlich gut. Du hättest ihr ein „Na, dann hast Du jetzt aber mächtig Stress.. freut mich, dass Du dennoch so fröhlich bist!“ zuwerfen können. Unfreundliche Menschen gibt es überall, und wer unter Stress steht, neigt überall verstärkt zur Unfreundlichkeit.]

    8. Micha Says:

      Um noch restliche 60 Personen aufs Schiff zu bringen und damit nicht zu sagen, dass es sich eigentlich um eine geschlossene Gesellschaft handelt, würde ich sogar als bewusste Täuschung des Reiseveranstalters einstufen!

    9. Pio Says:

      @ Chlöpf’n’Tätsch
      >Wer weiss, vielleicht war’ns ja Auslandschweizer die mal wieder die volle Dröhnung wollten 😉

      Nein danke! Ich komme sehr gut zurecht ohne diese Art „Musik“ (und bin auch ganz froh, dass es hier keine Fasnacht gibt). Die einzige CH-Musik, von der ich zwei CDs auf meinem sonst (mehrheitlich) mit Klassik gefüllten MP3-Player habe ist von Yello.

      Gruss aus Hiroshima,

      Pio

      P.S. Ich habe 9 Jahre Akkordeon gespielt… Man darf nur kritisieren, was man auch kennt 😉 😉 😉

    10. Jannis Says:

      Diese Geschichte von den Kreuzfahrern ist recht alt, sie hat einen mindestens 2-jährigen Bart. Mir wäre es unter den Jödelern auch nicht wohl gewesen.

      Vor Jahren unternahm ich eine Kreuzfahrt (die erste, einzige und letzte). Das Schiff war ganz in den Händen von pensionierten belgischen Lehrern, zudem fiel unterwegs die Klimaanlage aus. 2 Reisemängel ? Ich fühlte mich wirklich auf dem falschen Dampfer. Doch gleich zum Kadi rennen ?

      Ich bin zeitweise im Tourismus tätig. Es ist bekannt, dass einige schweizerische Touroperator nicht an Deutsche verkaufen aus Angst, dass diese wegen Kleinigkeiten zum Richter rennen, um Ermässigung herauszuschlagen. Aus dem deutschen Boulevard kann man entnehmen, dass es Leute gibt, die es darauf abgesehen haben. Und die deutsche Gerichtspraxis leistet dem Vorschub. Ein weiteres Vorurteil ?

    11. Videoman Says:

      @Micha:
      Vermutlich, meinten die oragnisatoren, dass es keinen Unterschied zwischen Deutsche und Schweizer hat. Das passiert z.B. bei Amis ab und zu.

    12. mirach Says:

      *lautlach*

      Hätte ich das als Schweizerin in der Schweiz wohl auch durchbekommen: Landsleute und eigene Folklore als Reisemangel?
      Auch wenn ich nicht gewusst hätte, worauf ich mich da einlasse, würde von mir als senkrechte Schweizerin wohl erwartet, so Züüg zu ertragen.
      *jammer*

    13. mare Says:

      Vor Jahren reisten wir in Deutschland mit unseren Kindernund haben untereinander Schweizerdeutsch gesprochen. Sobald die Leute merkten, dass wir Schweizer (und nicht Holländer) waren, kam immer die gleiche Bitte: „Jodeln Sie doch etwas!“. Es gab sogar Menschen, die steif und fest behaupteten, jodeln sei in der Schweiz Unterrichtsfach, also können auch wir jodeln. Das waren wohl nicht die gleichen Leute auf dem Schiff.

    14. Selma Says:

      Nachtrag: Ich meinte auch nicht, dass der Artikel abschätzig oder gegen die Schweizer gerichtet ist. Kann das Grauen vollkommen nachvollziehen (Ohrenzuhaltsmiliey). Es hat halt nur nich viel mit „Erlebnissen und sprachlichen Beobachtungen als Deutscher in der Schweiz“ (Zitat Untertitel) zu tun und knüpft irgendwie an die FACTS und CLUB-Debatten an- no offence taken 🙂
      Was den geheimen Plan anbelangt: Ist nicht der ganze Blog ein subversiver Versuch, die Schweizer Kultur (mit grossem „S“) zu untergraben und zu teutonisieren?

      [Anmerkung Admin: Nun, ich erlebte als Deutscher in der Schweiz diesen Fund in der WAZ. Reicht das als Bezug? Und „sprachliche Beobachtungen“ sind wohl im Artikel enthalten, denn die Kabinen-Beschallung ist Schwyzerdütsch. Alles nicht so eng sehen. Was die Musik auf dem Schiff angeht, wäre eine Trachten- und Folkloregruppe aus Deutschland unter all diesen Folklorefans aus der Schweiz sicher wunderbar aufgehoben gewesen. Nichts ist so „kulturverbindend“ wie der Grand Prix der Volksmusik oder Musikantenstadl in Eurovision mit der Schweiz, Österreich und Deutschland, sowie Südtirol]

    15. DaniDo Says:

      Super story!

      …vielleicht waren die 60 Deutschen sogar im Konzept, damit sich die Schweizer noch über etwas aufregen konnten und sich so nicht selbst in die Haare gerieten.

      🙂

      also ich als Jus-Student kann gut nachvollziehen, dass das als richtiger Mangel eingestuft wurde, ich würde mich auch wehren!

    16. neuromat Says:

      Isches jödele öppis uröppigs? Mingscht ungsinnet in derer Karibik.

      @ mare
      Nein, die auf dem Schiff waren ja die, die Jodeln als Unterrichtsfach hatten.

    17. Brun(o)egg Says:

      @ mare

      Und? Hast Du gejodelt? Ich hätts gemacht. Lach.

    18. KR Says:

      Einfach der Wahnsinn!
      Also ich höre ja hin und wieder für zwei Stunden gerne mal Handörgeli & Co. Aber das Schiff muß der Albtraum pur gewesen sein! Da hilft nur eins: Ein motorisiertes Rettungsboot kapern und weg!

    19. kreuzfahrt-expertin Says:

      Wir haben auf unseren vielen Kreuzfahrten festgestellt, dass der Schweizer an sich auch gerne reist, nicht mehr und nicht weniger, als der Deutsche oder Österreicher. Das nur am Rande.

    20. giacometti Says:

      @admin: „Grand Prix der Volksmusik“ und „Musikantenstadl“ auch wenn es sich fälschlicherweise so nennt, ist KEINE Volksmusik! Das ist Schlagermusik, und kommt aus Hamburg. Lassen Sie sich nicht durch die Bayrischen Trachten verwirren! 🙂 In der Volksmusik git es keine Solo-Sänger, keine Trompeten, keine Synthesizer und auch keinen James Last-Sound. Es ist höchstens in dem Sinne „Volksmusik“, indem es vielerorts, vor allem in Deutschland, leider Gottes „populär“ ist – im Sinne von „Pop“ – populäre Musik. Es ist aber auf keinen Fall Volksmusik im eigentlichen Sinne wie „Folk“ bzw. die lokale Form der World-Music, die traditionelle lokale Musik.

      @kreuzfahrt-expertin: Sie entzücken mich mit ihren verblüffenden Erkenntnissen! Dass der Schweizer an sich auch gerne reist – da wär ich nie im Leben drauf gekommen! 😉

    21. aquado Says:

      60 Deutsche bringen doch bestimmt mühelos 500 Schweizer unter ihre Kontrolle, oder? 😀

    22. swissami Says:

      WUAHAHAHAHAHAHA!

      Also so schön hab ich schon lange nicht mehr gelacht! Da hätte ich mein Geld aber subito zurück verlangt. Apropos jodeln: In Amerika passiert mir das auch immer wieder, dass sie mich für eine kurze Vorstellung bitten. Ich sag dann immer: Not without my alphorn player. Leider muss ich dann noch erklären, was ein Alphorn ist und so ist der Witz auch schon wieder in die Hose…

    23. ste Says:

      lieber jens, ich hoffe, dass dir deine deutsch-schweizerische beobachtung nicht schlecht bekommt! ich empfand die älteren einträge irgendwie frischer und lockerer und du hast mir einen fidelen blick auf mein deutschschweizerisches gehabe generieren können.
      seit kurzem frage ich mich, ob sich da eine gewisse resignation eingestellt hat, was sehr schade wäre… ich bin jedoch gespannt und freue mich auf weitere inputs.
      liebe grüsse
      ste

    24. lamiacucina Says:

      und es kommt noch besser: im kommenden Herbst kapern Schweizer Betty Bossy Abonnenten und das TV-al-dente Team ein deutsches Nationalheiligtum, das Traumschiff, wenn auch nur das ehemalige „Astoria“. Die Gelegenheit für deutsche Staatsbürger, sich eine Gratis Kreuzfahrt zu sichern. Jeder deutsche Richter wird einer Klage auf Schädigung des Gehirns (das TV-Quiz von Sven), des Gehörs (die Stimme der schrillen Sibylle), des Gaumens (6 Betty-Bossy Mahlzeiten pro Tag) sowie des Magens (die Drinks von Barkeeper Alberto) stattgeben und eine volle Rückzahlung des Kreuzfahrtpreises an den Kläger verfügen.

    25. vierundachtzig Says:

      Einige Mitschreiber scheinen hier eine gewisse Resignation bei Jens festzustellen. Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber ich könnte es ihm auch nicht verübeln. Ich stelle mir vor, dass es ganz schön frustrierend sein muss, ständig auf seine Nationalität (auf die die allermeisten Deutschen nicht mal besonders stolz sind) beschränkt zu werden. Das machen wir Deutsche mit den Schweizern anfangs vielleicht auch („Jööh, us dr Schwyz??“ „s’Fränkchli“ usw.), aber da sind es wenigstens positive Klischees. Und manchmal denke ich schon: Mein Gott, wenn wir uns in Deutschland so anstellen würden! Aber, wie schon mehrfach richtig gesagt wurde, Jens lebt nicht in Deutschland und man kann nicht davon ausgehen, dass alles gleich ist.

    26. jean Says:

      @ ste

      Der neueste Beitrag mit den jodelnden Kreuzfahrern ist doch frisch und locker und lustig. Ich spüre auf jeden Fall nichts von Resignation beim Blogmaster.

    27. Vertbeau Says:

      Ich verstehe nicht, wieso sich die schweizer Kreuzfahrer vie Vieh, oder eben wie die Holländer auf dem Camping, daneben benommen haben sollen. Die haben einfach erhalten, was sie gebucht haben (auch wenn es diese Musik ist, die ich auch nicht ertrage). Und die deutschen Touristen haben halt nicht erhalten, was sie gebucht haben. Dafür muss der (wahrscheinlich deutsche) Reiseveranstalter grad stehen, das ist ja wohl auch richtig so.

    28. Phipu Says:

      Diese musikalischen Kreuzfahrten erinnern mich an ein Westschweizer Pendant, welches in satirischen Radiosendungen auch immer wieder zu Spott anregt. Der Genfer Musiker Alain Morisod und seine Sweet People (hönigsüsse und überaus harmonische Klavier- und Easy-Listening-Klänge) bieten musikalisch begleitete Kreuzfahrten an, zu Destinationen, die mich teilweise auch interessieren würden. Aber die musikalische Begleitung würde ich als unerträglich einstufen.

      http://www.morisod.com/pages_06/voyages_06.htm

      Ich glaube, die meist älteren Leute, die auf diesen Musikstil stehen, würden jede andere akustische Berieselung auch als Wertminderung ansehen. Wider besseres Wissen gehe ich mindestens davon aus, dass das entsprechende Kundensegment keine Saufgelage mit Gegröle durch die ganze Nacht anstellt.

      Zum angehängten Bild: Jérémie Kissling und Alain Morisod sind übrigens weder Fussballspieler noch -Trainer, sondern Musiker. Und wer von denen Paninibilder hat, besitzt Fälschungen.

      Gefälschtes Panini Bild
      Quelle: Zeitung „la Liberté“ (irgendwann im WM-Sommer 2006)

    29. Romeo Says:

      @Chlöpf’n’Tätsch

      richtiges Raclette isch sicher es typisches Summer Gericht aber was wischend scho Userschwizer

      Aber wo kann man in der „Userschwiz“ sch richtiges Raclette erhalten. Ich meine ein Raclette welches am offene Feuer bzw. an der Glut eines Vertikalen Grilles Zubereitet wurde.

      Bei Funde sehe ich die ganz anders aber Raclette ist per se ein Sommergericht denn dies wurde früher auf der Alpe zu bereitet, und da ist man ja bekanntlich im Sommer.

      Aber eben die Userschwizer kennen ja Raclette nur auf Brotscheiben oder in diesen Pseudo-Pfächen

      Exil Waliser in Zürich

    30. Fiona Says:

      @ Phipu

      Da Johnny Halliday als Steuerfluchtling jetzt in Gstaad seinen Wohnsitz hat, hoffe ich auf viel mehr weltklasse Halliday …. und viel weniger Morisod.

    31. bobsmile Says:

      @Romeo
      Userschwizer – muhaha sowas wie ein schwitzender User.
      Du meintest wohl „Üsserschwiizer“.
      (Also alle Schweizer hinter den sieben Bergen(=Lötschberg), bei den sieben Zwergen (=Bundesräte))
      🙂

      „Exil Waliser …“
      Oha, aus GB?

      Aber trotzdem, Walliser Raclette am offenen Feuer im Sommer auf der Alp ist echt „lecker“ (hihi) und wärmstens zu empfehlen!

      Gruss von einem Üsserschwiizer, verheiratet mit einer Walliserin.

    32. nixis Says:

      Kinners,

      Was ist „karibisch“? Vielleicht nur ein Druckfehler zum Thema „akribisch“ 😉 ?

      Ihr habt ja so recht: dafür gibt’s die Rettungsboote – oder: Rechtsanwälte (oder habe ich da was falsch verstanden?). Jedenfalls freut’s meinen Schwiegersohn, der ist nämlich seit neuestem Anwalt, und lebt von solchem Quatsch (dies ist keine Drohung, sondern sowas wie ein Versuch eines Scherzes)…

      Beste Grüsse von einem „italienischen“ Kreuzfahrtschiff 😉 Da herrschen übrigens ähnliche Verhältnisse (trotz 370 Balinesen auf 1200 Personen Besatzung), nur halt mit der ach so viel gelobten „Italianità“, wer’s mag…

      [Antwort Admin: Karibisch?
      Zitat aus Duden:

      ka|ri|bisch : das Karibische Meer betreffend, zu ihm gehörend: ein -er Inselstaat; die -e Küste.

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