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Baut Zugbrücken und sperrt die Rheinbrücken — Neue Ideen im Flughafenstreit

  • Alte Ideen werden endlich aufgeriffen
  • Am 2. August 2006 forderten wir auf der Blogwiese: Stoppt die Deutschen aus dem Norden! Baut wieder Zugbrücken!

    Nun hat uns die Realität eingeholt. Unsere damaligen Forderungen sind hoffähig geworden. Der Zürcher Stadtpräsident Elmar Ledergerber wandte sich in ganzseitigen Inseraten in grossen süddeutschen Zeitungen an die Deutschen und brachte eine ganze Reihe von Argumenten zum Fluglärmstreit auf den Tisch. Ausserdem einige kreative Vorschläge zur Frage, welche „Gegenmassnahmen“ möglich seien:

    „Ich höre wöchentlich Leute“, schreibt er, „die immer drängender fordern, man müsse doch endlich Gegenmassnahmen ergreifen.“ Und erwähnt als Beispiel, man könnte doch die Rheinbrücken aus Lärmschutzgründen in denselben Stunden sperren, in denen die Nordanflüge untersagt sind. (…) man müsse Angestellten aus dem Schwarzwald am Flughafen kündigen. Oder man solle die Gäste aus dem Schwarzwald, die vom Flughafen Zürich abfliegen oder dort ankommen, „diskriminieren oder gar aussperren“.
    (Quelle: Tages-Anzeiger vom 05.02.07)

  • Neue Ideen braucht das Land!
  • Endlich kommt Bewegung in die Sache! Endlich passiert wirklich etwas. Aber leider noch nicht genug! Gehen wir mal die sonstigen Hauptargumente Ledergerbers im Brief durch und schauen wir, was da noch hinsichtlich optimaler Wirkung rauszuholen ist:

    Auf dem Flughafen arbeiten 1‘000 Deutsche, 600 aus dem Südschwarzwald.

    Hier empfehlen wir den sofortigen Entzug der Arbeitsbewilligung. Es muss nicht jeder McDonalds von 8:00 bis 22:00 Uhr bedient sein, auch die Parfümerien und anderen Geschäfte in der Shopping Zone des Airports könnten eine frühere Schliessung gut vertragen. Und womöglich nehmen diese Deutschen beim Sicherheitsdienst oder beim Check-In eine wichtige Funktion ein? Endlich lohnt sich wieder das Warten am Flughafenschalter, denn nun werden wir ausschliesslich von Nicht-Deutschen bedient, am besten aus der Innerschweiz, und alles wird gut. Auch beim Einbehalten der 1‘000 Mal Quellsteuer durch das Klotener Finanzamt wäre dann weniger Aufwand von Nöten.

    8 Prozent aller Passagiere in Kloten (1.5 Millionen Personen) sind Deutsche, knapp ein Viertel aller Flüge verbinden Zürich mit deutschen Flughäfen.

    Ja braucht es denn überhaupt irgendwelche Verbindungen nach Deutschland? Wenn diese 1.5 Millionen Passagiere ausgesperrt würden, dann hätten wir doch automatisch eine Verminderung von Fluglärm um 8 Prozent! 1.5 Millionen weniger Personen machen auch weniger Schmutz, bezahlen weniger Flughafengebühr, machen weniger Arbeit etc. etc. Warum sind wir darauf nicht schon früher gekommen?

    Täglich fahren weit über 30 000 Menschen aus dem Südschwarzwald zur Arbeit in die Schweiz.

    Wenn wir das endlich abstellen könnten, dann ginge es doch allen viel besser. Die Innerschweizer-Migration bekäme neue Impulse, der Konkurrenzdruck unter Job-Anbietern würde die Gehälter für die Arbeitnehmer nach oben treiben, die Gewerkschaften hätten auch etwas davon und und.

    Jeden Werktag überqueren mehr als 3‘000 deutsche Lastwagen die Grenze zur Schweiz. Die Lärmbelästigung eines solchen Lastwagens ist deutlich höher als diejenige eines Landeanflugs über Hohentengen.

    Die Frage ist nur, was wollen die Lastwagen hier eigentlich. Spazierenfahren? Einen Ausflug zum Vierwaldstätter See mit dem 7.5 Tonner unternehmen? Nein, sie bringen und holen Ware, Import- und Exportgüter der Schweizer und Deutschen.

  • Warum nicht wieder per Floss oder Kahn?
  • Wenn das auf der Strasse nicht geht oder zu viel Krach macht, empfehlen wir die Wiederbelebung der Flösserei auf dem Rhein. Vielleicht wird dann endlich auch eine Schleuse am Rheinfall gebaut, um von Holland bis zum Altrhein wieder Lasten auf Stocherkähnen flussaufwärts und über den Bodensee transportieren zu können.
    Pontonniere lösen das Transportprobleme
    (Quelle Foto: aarburg.ch)

    Garantiert ohne Lärm und Abgase! Damit haben die gut ausgebildeten Schweizer Pontonniere wieder eine sinnvolle Aufgabe in Friedenszeiten und das Transportgewerbe auf allen Seen und Flüssen würde florieren.
    Flösse sind leise
    (Quelle Foto: naturparkschwarzwald.de)

    100‘000 Übernachtungen von Schweizer Touristen pro Jahr verzeichnen allein die Landkreise von Waldshut und Konstanz. Viele Schweizer kaufen zudem im Südschwarzwald ein.

  • Steigert die Binnennachfrage
  • Es wird Zeit, dass das verboten wird. Auch im Mittelland und im Zürcher Unterland gibt es hübsche Ziele für Schweizer Touristen, was wollen die denn in Deutschland? Und dass der Einkaufstourismus zur Belebung der Binnennachfrage radikal unterbunden werden sollte, darüber sind wir uns schon lange einig. Kauft vermehrt die hohe Schweizer Qualität, übernachtet im Inland!

    

    55 Responses to “Baut Zugbrücken und sperrt die Rheinbrücken — Neue Ideen im Flughafenstreit”

    1. Chimaera Says:

      Das wär ja mal noch schöner……
      Da will man jemnad mit DIskriminierungen und Bestechungsversuchen weichkochen, nur um seinen eigenen Bürgern Unannehmlichkeiten zu ersparen.

      Mein Gott, dann sind die Goldküstenimmobilien halt in Zukunft weniger wert. Aber es kanns ja auch nicht sein dass man seinen exzessiven Fluglärm exportiert….

      Im Übrigen hast eine Alternative vergessen…

      Zürich könnte die Eidgenossen verlassen und 17. Bundesland werden. Dann gäbs auch garantiert keine Probleme mit Überflugsgenehmigungen mehr *duckundweg*

      Der arrogante Schwabe, der soeben sämtliche Vorurteile bei Schweizern bezüglich den egoistischen, kalten Deutschen mit ihren Großmachtsgelüsten bestätigt :P

    2. Beat Says:

      ich habs auf meinem blog “prophezeit”….blogwiese wird darüber berichten!……ob die besagten lastwagen “nur” in die schweiz fahren sei dahingestellt…. “nur” ein paar wenige fahrn direkt durch nach italien.

    3. geronimo Says:

      Achtung! Achtung! Liebe Neuzugegzogene aus dem nördlichen Kanton:
      Nicht erschrecken. Am Mittwoch ist ein landesweiter Sirenentest.

    4. Nightflyer Says:

      Wer Ironie findet darf sie behalten…^^

      [Anmerkung Admin: Mein erster Artikel zu dem Thema war ironisch gemeint. Da Herr Ledergerber bei seinem Artikel auf die Ironie verzichtete und die Sache sehr ernst meint, habe ich für mich beschlossen, diese Sache jetzt auch sehr ernst zu meinen. Ich werde demnächst meinen Lastkahn-Führerschein der Klasse A machen.]

    5. mare Says:

      Und die süddeutschen Zeitungen machen die ganzseitigen Inserate auch nicht gratis - und wir sehen bei dem Ganzen die schöne gegenseitige Abhängigkeit und die Verflochtenheiten. Und dann sehen wir auch noch, wie praktisch doch Grenzen sind (gibt’s ein Ironiezeichen?).

      [Anmerkung Admin: Nein, aber es gibt auch insivible smilies. Die sieht man aber nicht, weil die sind invisible]

    6. Maximus Says:

      Passt ziemlich gut in die Einstellung vieler Politiker dieses Staates und vielen seiner Bürger.
      Nach einer Langen Schlafphase hat man es von seiten des o.g. Personenkreises verpasst, dass sich die Welt rings um die Schweiz immer schneller verändert. Einzig die Wirtschaft hält diesem Wandel im grossen und ganzen stand.
      Politik und Bürgertum hinken da bisweilen stark hinterher.
      Kleines Beispiel: unsere Nachbarin,
      eine wirklich nette Frau von etwa 75 -80 Jahren rüstig, aufgestellt. Wir wollten sie auf einen kleinen Ausflug nach Deutschland einladen, worauf sie erwiderte ” Ach ich weiss nicht, nach Deutschland….? da ist doch alles so kaputt von Krieg”. Die liebenswürdige alte Dame ist sicher kein Paradebeispiel, sie zeigt mir aber, dass zumindest in alten Bevölkerung gewisse Dinge nicht angekommen sind.
      Gruss Maximus

    7. Viking Says:

      In Schwamendingen wohnen mehrere tausend potentielle Wähler, welche die Stadtzürcher SP in den letzten Jahren an die SVP verloren hat. Diese über billige “SVP-like” Stammtischparolen zurückzuholen bietet sich da anscheinend an. Ich frage mich eh schon längere Zeit, welche Farbe Züri-Elmis Parteibuch in der Zwischenzeit angenommen hat?
      Das die ganzen Drohungen, mit denen er da vom Leder(gerber) zieht völlig irrelevant sind, da er als “König von Zürich” keinen direkten Einfluss aufs Zürcher Unterland hat, ist da leider nur ein kleiner Trost. Das Geschirr das er mit solchen schwachsinnigen Profilierungsaktionen zerbricht braucht leider wieder viel zu viel (Goodwill-)Kitt.

      Aber eben, was interessieren einen Ledergerber kantonale oder eidgenössische Interessen, wenn es um die eigene Popularität geht.

    8. Ädu Says:

      @chimaera
      Wir würden Zürich eintauschen, aber ihr habt nichts was wir brauchen könnten. Wir wären mehr am Veltlin oder Elsass interessiert…

    9. roach Says:

      danke für die info wegen dem sirenentest… sonst hätt ich mir am mittwoch noch die “”Jesus Loves Osama”-Fahne rausgeholt ;)
      Die spinnen die Australier :D

    10. Chlöpf'n'Tätsch Says:

      In Sachen Flughafenstreit kann ich nur sagen: hört auf aus Zürich ein Mega-Hub zu machen. Bringt ausser Lärm und Flughafengebühren nichts.
      Wieso:
      1) die Leute die um 6 Uhr früh landen und umsteigen stehen eh vor geschlossenen Kioske und Läden.
      2) Bei Anschlussflügen hab ich eh keine Zeit und Bock zum Lädele.
      3) Seit der neuen Flüssigkeitenverordnungen darf ich den Chivas Regal eh nicht mit in den Flieger nehmen.

    11. FreierFrank Says:

      Habt Ihr den offenen Brief von Ledergerber überhaupt gelesen? Was er an Retourkutschen aufzählt sind ja nicht seine Ideen, sondern solche aus Briefen die er bekommen. Und er distanziert sich klar und deutlich mit den Worten “gefährliche Überreaktionen und untaugliche Mittel” von ihnen.

      Vielleicht sollte sich Ledergerber mal an Benedikt XVI wenden und fragen wie man mit Zitaten, die einem als eigene Meinung ausgelegt wird, umgeht.

    12. roger Says:

      einfach langweilig, langweilig und bekloppt was die deppen von “schniiser” oder wie auch immer die sich nennen und hr. Ledergerber da so machen. die gehen mir echt auf’n sack! wenn ihr ein weiteres mal die brücke belagert, fahr ich euch um. jeder der in dem grossraum flughafen wohnt, hat fluglärm zu ertragen. ansonsten zieht um. und haltet endlich mal eure fresse! (entschuldigt, aber musste sein)

    13. DrKöbes Says:

      Woll,
      der Mann spricht mir aus dem Herzen. Endlich eine vernünftige Initative aus Züri.

      Nachdem die ganzen Schwarzwälder in Kloten gekündigt sind wird die Swiss endlich vernünftigerweise nach Genf-Cointrin verlegt. Ich ärger mich sowieso immer übers Umsteigen in Züri wenn ich Swiss fliege.

      Kloten kriegt denselben Status wie Bern-Belp, dann erledigt sich die Sache mit dem Nordanflug sowieso. Für die deutschen Passagiere bietet sich der Flughafen Basel-Mulhouse an, der ist eh näher.

      Vive le Genevois!

    14. neuromat Says:

      so so der Herr Ledergerber hört Stimmen, die zu ihm sprechen und das wöchentlich. Man sollte das ernst nehmen, sehr ernst. Ist der Zürcher Stadtarzt orientiert.

      Den letzten Test von Schweizer Sirenen nahm doch ein gewisser Robbie Williams vor. Das Ergebnis kenne ich persönlich nicht. Aber vielleicht hat Herr Ledergerber hierzu einige Stimmen gehört.

    15. Dirtbag Says:

      @ Ädu, gar nix machen wir mit Zürich, das bleibt schön in der Schweiz ;)
      Aber wir könnten ja den Süddeutschen Raum anektieren, dann kann uns auch niemand mehr die Überflugsrechte entziehen :D
      Und wie man (wenn ich mich recht erinnere) ja hier auch schon lesen konnte, hätten die Süddeutschen nichts dagegen, wenn sie zur Schweiz gehören würden ;)

      Angesichts des neusten IPCC- Berichts könnten wir aber ja auch einfach unsere Flugplätze dicht machen und den vorhanden Platz für irgendwelche Freizeitaktivitäten freigeben :D
      Dann gäbs evt. noch grössere Konzerte als das Rolling Stones ind Dübendorf ;)
      So könnte man ja evt. auch den Tourismus trotz fehlenden Landemöglichkeiten aufrecht erhalten! ;)
      Der nächste positive Nebeneffekt: die nervigen Flugschneise Süd Neinsager wären plötzlich arbeitslos!

    16. Reinhard Says:

      @Ädu
      Wir haben nichts was Ihr brauchen könntet?
      Wie wäre es denn mit Mallorca?

    17. widi Says:

      An und für sich zeigt doch so ein Beitrag von Herrn Ledergerber ja nur, wieweit diese Wirtschaftsräume Deutschland und Schweiz miteinander verflochten sind - von da her doch ein schönes Beispiel davon, wie man es auch machen könnte…

    18. wolfi Says:

      ich glaube generell, man darf zürcher nicht so ernst nehmen. dort wohnen die WAHREN arroganten der schweiz. das ist nicht nur meine meinung, sondern weitverbreitet im aargau und wohl auch in anderen kantonen. selbst zwei zürcher freunde von mir stimmen dem zu, und das ernsthaft.

      fängt schon damit an, dass ich öfters schon “scheiss-aargauer” gehört habe, wenn ich in zürich mit dem auto unterwegs bin, das hört damit auf, dass ich tele zürich und die beiträgte sowie deren moderatoren meist ziemlich daneben empfinde. was für ein gehabe……

      jetzt kommst du mit dem zürcher stadtpräsident deher. was der von sich gibt, ist nicht würdig, zu kommentieren. er disqualifiziert sich für seine aufgabe selbst, mal sehen, wer das zuerst erkennt.
      zürich ist nicht die schweiz und schon gar nicht die welt. für manche ein sehr schwieriger lernprozess.

      wolfi

    19. Nicole Says:

      danke jens *knicks*
      hab wieder köstlich gelacht…. :-)

    20. Ädu Says:

      Du Maximus, vielleicht sollten wir Deine Dame ja mit meinem Nachbarn, rüstig, Jahrgang 1909, Witwer, bekannt machen. Der sagt nämlich “I ha geng äs Laderli Schütz zwäg füre Karabiner. Mi weis nie gäb sech d Schwoobe wölle still ha!” Fragt sich vielleicht was man höher gewichten sollte, ein Jahrhundert Erfahrung oder doch eher den Einfluss des Alters auf seine Wahrnehmung der Umwelt. Das zu entscheiden dürfte Dir als einzig Wachem unter einem Volk von Schläfern leicht fallen.

    21. Michael-H. Says:

      Zürich als Bundesland Deutschlands? Super Idee, gleich und gleich gesellt sich gern. Arrogante Züricher zu den Deutschen (IS).

      Übrigens, die wenigsten LKWs fahren mit Endziel über die Grenze. Die meisten fahren durch nach Italien. Darum wäre eine Gotthardmaut gar nicht schlecht, inkl. Fahrverbot zwischen 22.00 und 09.00 Uhr. An Ostern und bei Ferienbeginn und -schluss kämen noch die Parkgebühren dazu wenn diese Ausländer unsere schöne A2 mit ihren Autos “vollparkieren/-parken”. :-)

    22. Jannis Says:

      Fluglärm ist weniger ein akustisches als eher ein emotionales Phänomen. Und: wie man in den Wald hineinruft, so tönt es zurück. (Dies trifft auf deutsche und schweizer Wälder zu.) Die ausgesuchte Unhöflichkeit, mit der gewisse Landräte in Waldhut und Stuttgart auftreten, zeigt halt Wirkung. Ich will damit sagen, dass man in der Sache hart auftreten kann und trotzdem einen konzilianten Stil pflegen könnte. Wird in dieser Frage nicht getan. Damit werden Chancen für einen guten nachbarschaftlichen Umgang vergeben und Vorurteile bestärkt. Schade.

      Meine Kritik im Umgang mit der Gegenseite in diesem Zusammenhang zielt aber nicht nur auf die deutsche Seite, ich meine auch meine lieben Miteidgenossen im Süden (besonders Herrn Morf wäre etwas Zurückhaltung zu empfehlen), im Osten und Westen des Flughafens.

      Für die Inserate von Herrn Ledergeber habe ich Verständnis, obwohl er sie besser unterlassen hätte. Die Anspielungen auf Brückenschliessungen sind nicht ernst zu nehmen, doch die Sache mit den LKW stimmt. Der Flughafen ist nur einmal das Huhn, das die goldenen Eier legt (die Kacke = Umweltbelästigung will natürlich niemand), und man sollte ihm das Futter nicht wegnehmen. Dass auch die angrenzenden deutschen Gebiete davon profitieren, ist wohl klar. Geht mal ins Parkhaus uns schau die Nummernschilder an: massenhaft WT und KN. Oder geh morgens in den Hardwald uns sieht Dir an, wer von Norden kommend in Richtung Flughafen fährt.

      Freilich kommt es immer auf den eigenen Standpunkt in dieser Sache an: Ich wohne 12km vom Flughafen und freue mich über jedes Flugzeug das vorbeifliegt, denn “da kommt meine Rente”.

      Lieber Jens, da Du in Büli wohnst, weisst Du wovon Du sprichtst. Trotzdem bin ich etwas enttäuscht, dass Du die Inseratengeschichte so einseitig siehst.

      [Anmerkung Admin: Es stimmt, mir gefiel an der Inseratengeschichte dass damit eine Idee aufgegriffen wird, die ich als Glosse mal beschrieben hatte. Natürlich hat sich Ledergerber von den radikalen Forderungen distanziert, sie aber zunächst mal genüsslich zitiert. So ganz ohne Hintergedanke ist das nicht. Das ist politisch sehr geschickt eingefädelt, und darum wollte ich das gleich mal deutlich auseinanderdröseln
      Stichwort Fluglärm Bülach: Hier hört man von den Landungen so gut wie nichts, nur abends von 21-23.00 Uhr beim Starten gegen Norden ist was zu hören, wenn man neu hier ist, sonst hörst Du das auch nicht mehr]

    23. Chimaera Says:

      @ Ädu

      Nciht an Berlin interessiert? Wie war das doch gleich “Pleite, aber sexy”
      Nun, am Elsass haben wir uns auch die Zähne ausgebissen *G*

      Eventuell an Rottweil interessiert (”ehemaliger” - rhein theoretisch immer noch der Eidgenossenschaft zugewandter Ort)?
      Ist mein Nachbarlandkreis und ich kann denen irgendwie nix abgwinnen.

      Andere OT-Frage. Wird im Veltlin eigentlich neben Italienisch noch ein deutscher DIalekt gesprochen?

    24. Klaus Says:

      >Die ausgesuchte Unhöflichkeit, mit der gewisse Landräte in Waldhut und >Stuttgart auftreten, zeigt halt Wirkung.

      Der Unterschied ist nur: Die deutschen Landräte wollen nichts von den Schweizern, sondern die Schweiz will was von den Deutschen - nämlich Überflugrechte. Und in so einer Position sollte man sich solche Unverschämtheiten besser sparen.

    25. roach Says:

      zitat wolfi: fängt schon damit an, dass ich öfters schon “scheiss-aargauer” gehört habe, wenn ich in zürich mit dem auto unterwegs bin, das hört damit auf, dass ich tele zürich und die beiträgte sowie deren moderatoren meist ziemlich daneben empfinde. was für ein gehabe……
      ………

      ach das ist doch überall das gleiche… bei uns im thurgau seit ihr beide nicht soooooo beliebt… also die zürcher und die aargauer, vorallem auf der strasse :D
      aber an sich hast du recht, diese meinung gilt nicht nur im aargau sondern z.b. auch im thurgau! Mit dem unterschied, dass wir behaupten, dass die aargauer die kriminellsten autofahrer der schweiz sind und die zürcher einfach sonst schnorris :D
      AG = Achtung Gefahr
      ZH = Zwenig Hirn
      Aber da wüssed ihr sicher alli!
      und zum vorbüüge
      TG = Total Geil ;)

    26. Hainzman Says:

      Was mich an der leidigen Flughafengeschichte irritiert: Wenn man die Berichte liest, könnte man fast meinen die Deutschen würden sich dagegen wehren, dass überhaupt ein Flieger über ihrem Kopf kreist. Aber wenn ich das Recht sehe, gilt das Anflugverbot von Norden doch nur an den Randstunden - somit gehen geschätzte 80% aller Landungen noch immer über den Südschwarzwald. Oder irre ich da?

      Wenn man so hört, welche Töne zB aus dem Süden von Züri gespuckt werden, da bekommt man den Eindruck als ob der Süden alles, und Süddeutschland gar nichts ertragen müsse. In Wirklichkeit ists dann doch wohl eher so, dass der Süden gar nichts ertragen will, während alle anderen die Lärmbelastung auf ein vernünftiges Mass einschränken wollen…

      Scheints wird mit harten Bandagen um die Rolle der Arroganten gestritten…

    27. Ralf Says:

      /ironie

      Liebe Züricher

      Von Berlin (arm, aber sexy) lernen, heist Siegen lernen.
      Man schliesst die vorhandenen Flughäfen, natürlich nicht wegen Fluglärm, die Anflugschneisen führen ja über Neukölln (Tempelhof) und Wedding (Tegel), also über Bezirke, wo die Habenichtse wohnen. Schönefeld wird nach Süden verschoben und schon ist das Problem gelöst. Den Fluglärm haben jetzt ja die Brandenburger und die sind über den Flughafen dankbar (die haben noch weniger Geld).
      Naja, die Brandenburger, die jetzt umgesiedelt werden müssen, sind ein wenig sauer, aber für den Aufschwung ist das ein geringes Opfer.

    28. Dirtbag Says:

      @ wolfi, sry aber das ist absoluter Blödsinn den du da rauslässt.
      Es kann vielleicht sein, dass man mal paar dumme Sprüche hört (besonders wenn man mit einer AG-Nummer mit dem auto unterwegs ist), aber die gibt es zwischen vielen Kantonen. Ich würde aber nie behaupten, ihr Argauer seid arroganter als irgendwelche anderen Schweizer. Meiner Meinung nach, sind mindestens die Stadtzürcher sehr viel offenere und toleranter als viele andere Schweizer. Aber naja, jedem seine Meinung.

    29. Dirtbag Says:

      btw, heute ist ja dein grosser Auftritt Jens. hrhr, freue mich schon. Endlich mal wieder ne wirklich schlaue Diskussion im Club! ;) Lass dich (wie schon erwähnt) von dem “Mötzli Mörgeli” nicht ins Bockshorn jagen. Der hat eh keine Ahnung! Ansonsten VIEL SPASS!! :D

    30. Maximus Says:

      @Ädu
      gut gebrüllt Löwe, aber bitte richtig lesen. Ich sprach von VIELEN, nicht von allen, und da im besonderen von den älteren Mitbürgern dieses Landes, den ewig Gestrigen die nicht vergessen wollen, können oder dürfen
      Gruss
      Maximus

    31. Ädu Says:

      @Reinhard
      Mallorca? Mal ehrlich, das wollen doch nicht mal mehr die Spanier haben!

      @Chimaera
      “Nun, am Elsass haben wir uns auch die Zähne ausgebissen *G*”
      –Eben!

      “Andere OT-Frage. Wird im Veltlin eigentlich neben Italienisch noch ein deutscher DIalekt gesprochen?”
      –Eben nicht!

      @DrKöbes

      Die Swiss würde in dem Fall nach Stuttgart verlegt und dicht gemacht, die gehört den Deutschen. Das macht aber nichts, weil der Markt schon die Swissair für überflüssig hielt. Obwohl auf dem Cardex stand “Reanimation: Nein” wurde sie mit Steuergeldern defibriliert und hängt seither an den Maschinen. Hirntod. Ihr ableben währe eine Erlösung.

      Zürich braucht gar kein Belpmoos in Kloten, weil da keiner hin muss der nicht auch den Zug von Stuttgart oder Basel nehmen kann. Man ist von Mulhouse schneller am Paradeplatz als von Kennedy an der Wallstreet.

      Das Problem des Flughafenstreites ist ja gerade, dass es weder den Flughafen noch die Swiss braucht. Das haben die Deutschen auch gemerkt und die Sache belastet nun unnötigerweise das colaterale Klima.

    32. Michael-H. Says:

      @Ralf: heisst das auf Zürich übersetzt, wir sollten den Flughafen in den Aargau oder gar in den grossen Kanton versetzen? In der Analogie habe ich die Brandenburger hier noch nicht ausmachen können :-)

      Scherz beiseite: Dass der Flughafen historisch gewachsen und heute die Pisten falsch ausgerichtet sind, das sollte allen klar sein. Was ich aber nicht verstehe, warum Leute in die Nähe des Flughafens ziehen und sich dann über die Emissionen beklagen.

    33. wolfi Says:

      @roach
      tja, so ist das eben. jeder hat so seine Klischees, die man ausleben muss, mit Achtung Gefahr hast du Recht, ich erlebe das jeden Tag hier ;-) .
      Uebrigens gehöre ich zu denen, die den Thurgauer Akzent schön finden, hoffe, Du weisst das zu schätzen ;) .

      Dirtbag, du darfst das nicht persönlich nehmen, Ausnahmen bestätigen die Regel.

      Gehe nach wie vor gerne in den Ausgang nach Zürich und in der Tat gibts einige nette Züritütschi. Aber auch viele, die tatsächlich den Standpunkt vertreten, Züri ist der nabel der Welt und was aussenrum passiert interessiert mich nicht. Siehe Fluglärmstreit.

      Mein “Original” Zürcher Kollege - wohnhaft wie viele “Zürcher” im Aargau - hat schon einmal einen verzeigt, weil dieser Ihn dieser an der Ampel aufgrund seines Aargauer Schildes wüst beschimpfte. Sowas kann dir eben nur in Zürich passieren, garantiert!

    34. .d. Says:

      Was du, Maximus, hier schreibst, passt sehr gut ins Bild dass viele Schweizer von Deutschen haben: Sie glauebn nämlich, dass die Deutschen uns für ein rückständiges, verschlafenes Bauernvolk halten.
      (Dies bestätigen auch Erfahrungen, die ich bereits früher geposted habe: Ich treffe nicht selten bei Deutschen grosse, ernsthafte Verwunderung an, dass es in der Schweiz überhaupt Internet gibt!)

      Die Lösung, Zürich an die Deutschen abzutreten, halte ich nicht für ideal.
      Stattdessen sollte man sich überlegen, den Süden von baden-Württemberg an die Schweiz anzuschliessen.
      Ich denke nämlich es wäre ungleich schwieriger, die Zürcher von einem Übertritt nach Deutschland zu überzeugen, als die BWler von einem solchen zur Schweiz.
      (Städte wie Freiburg i.B. sind ja meiner Meinung nach eh schon ‘Schweiztypischer’ als ‘Deutschtypisch’) ;)

      In die Diskussion rund um den Fluglärm möchte ich mich nicht einmischen, dafür kenne ich mich zu wenig mit der Materie aus (evt. könnte der wehemente Widerstand der Zürcher aber daher kommen, dass die Nordanflüge über Süddeutschem Gebiet für die dortige Bevölkerung nicht so gravierend sind, wie die Südanflüge für die anderen, weil - vielleicht - die Flugzeuge über den Süddeutschen Dörfern noch deutlich höher sind als über Zürich - aber wie gesagt, ich weiss nicht ob dem so ist.)
      Wegen mir könnten sie das Ganze rumgefliege eh sein lassen…

      Ach übrigens: Aargauer sind bei uns (Luzern) vorallem für ihren schlechten Fahrstil berüchtigt. In diesem Vorurteil scheinen sich also viele Kantone einig zu sein ;)

    35. Jannis Says:

      @ Klaus:
      Du hast vermutlich den Sinn meiner Aussage nicht verstanden. Man kann auch in einer harten Auseinandersetzung höflich bleiben. Wer aber so überheblich wie besagte Landräte auftritt und jeden Dialog von vorherein verweigert, muss sich nicht wundern wenn die Gegenseite auf der selben Geige zu spielen versucht. Wer von wem was will, hat nichts mit Höflichkeitsformen und Stil zu tun.

    36. DaniDo Says:

      Take it easy! Flughafen bringt halt etwas Lärm…und wehren dagegen darf man sich auch!
      Ich finde es originell, dass auch mal was über den Lastwagenlärm gesagt wird. Ziel ist oft Italien, Produkte, die in mehreren Ländern verarbeitet werden, sind von der EU subventioniert. Ein ökologischer Schwachsinn, den wir Schweizer eigentlich viel deutlicher bekämpfen sollten…

    37. Ginger Says:

      Ich weiss, warum der Vorschlag kam, Süddeutschland der Schweiz einzuverleiben. Dann hätte dieses Land auch endlich ein paar namhafte Automarken ;-)

      Und ein Kompliment muss ich ja auch noch machen: ihr Schweizer habt wirklich viel Energie! So wie auf aufeinander rumhackt, wundert’s mich wirklich dass ihr noch die Power und Kreativität habt, die Deutschen fertig zu machen. Respekt!!! ;-) :-)

      (nehmt mich heute nicht so ernst, hatte einen harten Tag)

    38. Tischplatte Says:

      “So wie auf aufeinander rumhackt, wundert’s mich wirklich dass ihr noch die Power und Kreativität habt, die Deutschen fertig zu machen. Respekt!!!”

      Das sind wohl nur kleine Geplänkel um warm zu werden, damit man bereit ist, falls plötzlich Deutsche in die Nähe kommen ;)

    39. Sägsrächt Says:

      Arrogant. Auch am TV.

    40. Chimaera Says:

      @ ginger

      Genau…. Ich finds jedesmal toll in Österreich und der Schweiz, keine eigene Automarken. Wobei die Schweiz mit Stadlerrail ja zumindest gute Züge baut *G*

      @ Ädu
      Tjo, äh… Und was bringt den Deutschschweizern das italienischsprachige Veltlin dann? Urlaubsgebiet isses net. Kultur wird auch eine “ganz andere *G*” sein. Absatzgebiet für Käse auch nicht. ?? Jetzt hab ichs. Agragflächen für EU-Subventionen *GGG*

    41. Chimaera Says:

      Hab noch was vergessen:

      BaWü aufteilen und an die Schweiz verschachern. NIEMALS. Auch wenn wir die Badenzer so lieb dann doch nicht haben. Und irgendwann holen wir uns auch noch Bayrisch-Schwaben wieder… Nix da mit Aufteilung.

      Und dann legen wir uns nen neuen namen zu: ALEMANNIA.
      *pfeif* Und dann ganz schnell von Berlin verabschieden…

    42. Ädu Says:

      Maximus, Du bist gut! Es hat zu lange gedauert, bis ichs gemerkt hab. Keiner ist vor Klischees gefeit.

    43. Ginger Says:

      @ Tischplatte

      Guter Reply, sehr schlagfertig! Hast du eine deutsche Abstammung;-) Scherz.

      Noch was zur ‘Süddeutschland in die Schweiz’-Idee: rein sprachlich sollte das kein Problem sein, die BaWüs erklären ja in ihrer eigenen Werbung stolz, dass sie alles können ausser Hochdeutsch!;-)
      Aber immer ein Auge auf die Schwaben werfen, die integrieren sich nur schwer, sind viel zu beschäftigt: müssen halt immer ihr ‘Häusle’ bauen.

      Mein erster und letzter ernster Gedanke für heute: wenn ich dieses Gezanke sehe und lese, muss ich an einen Satz meiner Kindheit denken: Nur was sich liebt, neckt sich auch!!!

      In diesem Sinne, Gute Nacht!

    44. Ädu Says:

      @ Chimaera
      Ich sehe, du kennst das Veltlin nicht! (Die EU-Subventionen würden wir natürlich auch in Kauf nehmen)

    45. Felix Says:

      Auf ein neues… der Mathebug hat wieder zugeschlagen :(

      Als Kind der Grenze, habe ich schon auf beiden Seiten gelebt und bin auch CH+D Doppelbürger.

      Ich kenne sehr genau beide Meinungen und kann auch beiden Argumenten etwas abgewinnen. Das stimmt schon!

      Es gab viele Kantonsvertreter von Zürichs Nachbarkantonen, welche froh über die deutsche Intervention waren, bzw. sind, denn Zürichs Regierung hat nicht nur Deutschland links liegen gelassen, sondern auch die Nachbarkantone.

      Auf der anderen Seite trat insbesondere Landrat Wütz als bissiger Terrier auf, den selbst viele Deutsche unsympathisch empfanden und froh sind, dass er endlich in den Ruhestand ging.

      Schliesslich müssen wir Nicht-Zürcher auch zugestehen, dass Zürich eine Zentrumsfunktion inne hat, zumindest innerhalb der Achse Stuttgart-Mailand. Darauf dürfen die Zürcher stolz sein…

      Aber worauf ZH nicht stolz sein darf, ist deren Bier. Soviel ich weiss, gibts kein gescheites Bier in ZH (und Heinecken-Winterthur). Das machen die Anderen deutlich besser: St. Gallen (Schützengarten), Thurgau (Ittinger), Schaffhausen (Falkenbier) und Aargauer (Müllerbräu). Aber am besten machen es die Badner mit ihrem Rothaus. Und genau so ein ‘Tannenzäpfle’ hole ich mir jetzt noch!

      PS: Es heisst nicht Badenser, sondern Badner - es heisst ja auch nicht Badenserlied - sondern Badnerlied. ;)

      @Jens:
      Herzlichen Glückwunsch zum gelungenen Auftritt. Du hast die Meinung sehr pointiert rüberbringen können. Mir waren ohenhin alle sympatisch - ausser vielleicht dieser dauernd lächelnde Provinzpolitiker… ;)
      PS: Wieviele Schweizer sind in Deutschland? Habe ich die Zahl richtig verstanden (71.000)? Deutsche in der CH sollen es doch 170′000 sein - habe ich diese Zahlen richtig verstanden?

      Und nicht vergessen:
      Schliesslich und endlich wird alles nicht so heiss gegessen, wie es teilweise gekocht wird!

    46. Frank Says:

      Eigentlich kann ich Ledergerber nicht leiden. Aber hat jemand mal seinen Brief im Original gelesen? Hier ist er:

      http://www.suedkurier.de/storage/med/nachrichten/21732_Offener_Brief.pdf?fCMS=387639c2c52950a4e9c8b54f1a20128e

      Was ist daran schlecht?

    47. Viking Says:

      @Frank
      z.B. das die Schweiz den Staatsvertrag mit D jahrelang missachtet hat und Deutschland diesen Staatsvertrag (gerechtfertigterweise) einfach nicht mehr zu diesen Konditionen erneuern wollte. Und dass nun der Kanton Zürich bzw. die Schweiz dran ist mit entsprechendem Entgegenkommen. Ist halt so, wenn man was will und der andere den Preis bestimmen kann.
      Kommt in meinen Augen deshalb nicht so gut, wenn Herr Ledergerber mit Forderungen antritt. Vor allem da Zürich an den ganzen Beispielen mit Deutschen und deutscher Wirtschaft auch gut mitverdient und sich ins eigene Fleisch schneiden würde, wenn hier Sanktionen ergiffen werden (auf die Herr Ledergerber auch wenig Einfluss hätte, auch wenn ihm noch so viel zugetragen wird).

    48. Brun(o)egg Says:

      Herr Ledergerber hat recht. War anscheinend nötig.
      (tag von heute 7.2. / Leserbriefe und Seite 13 “Schweizer Selbstzerfeischung”

    49. mik Says:

      Wie ich auch schon geschrieben habe: Man sollte den grenzüberschreitenden Verkehr als Ganzes betrachten und zusammen verhandeln. So könnte sich ein faires Geben und Nehmen ergeben. Den manchmal vergisst die eine Partei, was die andere schon alles gegeben hat. Das benützen der schweizer Transitachsen ist halt schon selbstverständlich, aber das muss ja nicht für immer sein.
      Die Urner wären bestimmt froh, wenn sie etwas weniger Verkehr hätten.

    50. Frank Says:

      @viking: Ich bin für eine gerechte Verteilung über das gesamte Umland. Wenn Du seinen Brief liest, wirst Du erkennen, dass er nichts anderes fordert. Wie man erkennen kann, dürfte dass insbesondere im süddeutschen Interesse sein.

    51. awo Says:

      Ich bin auch der Meinung, dass mehr LKW Verkehr auf die Schiene sollte! Die Autobahnen in D sind wochentags eine Katastrophe. Das wäre eine Super Aufgabe für die EU! Besser als immer mehr unsinnige Regelungen und Normen zu schaffen! Für die Umwelt wäre dann auch etwas getan! Ich finde es absoluten Blödsinn, das Zeug um die halbe Welt zu schicken! Nichts anderes ist die Globalisierung. Wie viel Transit nun dabei ist kann ich leider nicht sagen. Ich weiss nur, dass in unserem mittelständischen Betrieb in der Ostschweiz täglich zwischen 5 und 10 Lastwagen vorfahren um entweder Rohwaren aus D anzuliefern oder Fertigprodukte nach D auszuliefern! Also Grenze dicht im Gegenzug zur deutschen Flugbeschränkung wäre nicht nur absolut unrealistisch sondern auch ein Eigentor! Andererseits habe ich gelesen, dass immer noch 80% des Fluglärms von Süddeutschland getragen wird, was ja eigentlich auch nicht in Ordnung ist! Man stelle sich mal vor, Deutschland hätte einen Flughafen in Grenznähe zur Schweiz und 80% der Flüge fänden über Schweizer Gebiet statt. Was würde man da wettern! Die versteckte Drohung von Herrn Ledergerber, halte ich für absolut kindisch und dient wahrscheinlich nur seinen eigenen politischen Interessen! Er will wohl seine Wählerschaft damit beeindrucken!

    52. Phipu Says:

      Warum gibt es eigentlich keinen solchen Streit um Fluglärm im Raum Genf oder um Basel-Mulouse. Da leiden die Franzosen sicher auch unter Fluglärm. Sind die Franzosen die friedlicheren Nachbarn als die Deutschen? Ertragen die mehr Leid, weil sie sich auch bewusst sind, dass sie mehr Arbeitsplätze in den jeweiligen Flughäfen belegen, als die Deutschen in Kloten?

      Erstaunlicherweise stehen alle grossen Flughäfen der Schweiz in Grenznähe. Das hätte nicht sein müssen. Ich habe mich zwar nicht entsprechend dokumentiert, aber mir wurde erzählt, es seien in der Planungsphase zum Flughafen Kloten zwei Orte zur Auswahl gestanden. Eben Kloten und Utzenstorf (nahe Burgdorf, Kt. BE). Läge nun dieser Flughafen an den Toren des Emmentals, gäbe es dieses Gezank mit Süddeutschland gar nicht. Niemand kann sich wohl vorstellen, welche anderen unerfreulichen Erscheinungen damit zusammenhängen würden.

    53. Curt Says:

      Eine sehr schöne Diskussion über einen Nachbarschaftsstreit.
      Viele haben einfach vergessen/ausgeblendet, warum diese Situation um den Flughafen Zürich solche Aussmasse angenommen hat. Zur Erinnerung: Süddeutschland hat es geschaft, Dank Wahlkampf in Deutschland, dass der Bundesverkehrsminister sich mit seinem Schweizer Kollegen Leuenberger an einen Tisch setzt, um den Flugverkehr Kloten gleichmässig auf alle Anrainer zu verteilen und zwar mit einem Zeithorizont 2015 mit bis dahin prognoszierten Steigerung der Fugbewegungen (An/Abflüge).

      Leider wurde Leuenberger von seinen Landsleuten als “Waschlappen” und der politische Druck wuchs, da man gerade dabei war die Swissair Pleite zu verarbeiten (auch finanziell) und man war gezwungen das neue Terminal am Flughafen Kloten auf Eis zu legen. Finanziell betraf dies vor allem den Kanton Zürich, die Investionen in den Flughafen drohten den Bach runterzugehen.

      Also was macht man: Man lehnt den Staatsvertrag einseitig von Schweizer Seiter her ab, mit dem kalkulierten Wissen, das es in naher Zukunft zu verschärften Regelungen kommt, d.h. die deutsche Seite kann über ihren Luftraum selber bestimmen, leider war dies dann auch nicht im Sinne der Schweizer. Dabei war das erklärte Ziel der Süddeutschen, den Fluglärm gleichmässig zu verteilen. Also eskalierte dieses kalkulierte Szenario bis heute und man hatte sehr einen Schuldigen gefunden, die arroganten Süddeutschen.

      Meine Frage ist nun, wie Sie sich gegenüber ihrem Nachbar verhalten würden, um zu einer für beide Seiten akzeptablen Lösung zu kommen? Umziehen können Sie nicht und profitieren wollen Sie ja auch, die Schweizer über die finanziellen Einnahmen (sie brauchen nämlich Fluggäste, auch die aus Süddeutschland), die Süddeutschen über die Anbindung an einen internationalen Flughafen und die Arbeitsplätze.

      Also, was würden Sie machen? Sich beschimpfen/anklagen oder aufeinander zugehen.

    54. Curt Says:

      Auszug aus einem offenen Brief vom Landrat Herrn Gwinner an Herrn Ledergerber vom 06. Feb. 07

      “Die Lektüre Ihres Schreibens veranlasst mich zunächst zu der Feststellung, dass die Flugverkehrsbelastungen durch den Flughafen Zürich ein sensibles Thema sind, dessen Behandlung viel Feingefühl erfordert, mehr jedenfalls als in Ihrem Offenen Brief zum Ausdruck kommt.

      Bereits in der Vergangenheit wurde daher diesseits und jenseits
      der deutsch-schweizerischen Grenze die Wichtigkeit eines guten nachbarschaftlichen Verhältnisses betont, an dem wir auch heute festhalten wollen.

      Nicht nur sensibel, sondern hochkomplex ist die Thematik um den Flughafen Zürich. Es erscheint aus unserer Sicht daher – gelinde gesagt – wenig sachgerecht, diese mit anderen Themen zu vermengen.

      Die Situation des Flughafens stellen Sie als einmalig dar. Die Einmaligkeit der Situation ergibt sich aber weniger aus der durchaus gängigen Tatsache, dass der Luftraum eines fremden Staates nicht ohne Beschränkungen für Landeanflüge zur Verfügung steht. Einmalig ist vielmehr, dass beim Flughafen Zürich die Schweiz ihren Flughafen mit einer Ausrichtung auf fremdes Staatsgebiet geplant hat, ohne über entsprechende Rechte zur Nutzung des fremden Luftraums zu verfügen und ohne dass dies mit
      Deutschland vereinbart worden wäre. Gutachten haben überdies gezeigt, dass eine weitaus stärkere Abwicklung der Flüge über Schweizer Staatsgebiet, als bisher praktiziert wird, möglich wäre. Nicht die deutsche DVO, sondern eine souveräne Schweizer Entscheidung ist Grund für die Flüge in der südlichen Anflugschneise. Die deutsche DVO schreibt nicht vor, wie über dem Schweizer Hoheitsgebiet die Flüge geführt werden. Dies sieht auch der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg so (Urteil vom Januar 2006 über die Klage u. a. von Kloten und Zürich).

      Sollte ein innerschweizerischer Beschluss über eine Begrenzung der Flugbewegungen („Plafonierung“) gefasst werden, so ist dies nicht Folge der deutschen Rechtsverordnung. Die deutsche DVO macht keine Vorgaben zur Zahl der Überflüge, sondern sieht im Wesentlichen Ruhezeiten und Mindestflughöhen vor.

      Es ist aus unserer Sicht kein Grund ersichtlich, weshalb gerade die Flugverkehrsbewegungen in einer sensiblen Tageszeit exportiert werden sollten. Wenn von einer fairen und gerechten Lastenverteilung gesprochen werden soll, so kann auch der wirtschaftliche Nutzen nicht außer Betracht bleiben. Aber gerade dieser Aspekt erfordert es nicht, noch mehr Flugbewegungen nach Deutschland zu exportieren.”

      Dem wäre erstmal nichts mehr hinzuzufügen.

    55. Andy Says:

      http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,465058,00.html

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