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Fernsehtipp „Deutsche in der Schweiz“

Die unten besprochene Sendung ist jetzt als Real-Stream online abrufbar

Die Deutschen kommen. Die Sendung als Real-Stream

Kleiner Fernsehtipp:
Im Herbst hat Pino Aschwanden ein Interview mit mir aufgezeichnet, aus dem vielleicht ein paar Statements übernommen worden sind. Wir sind gespannt!

Donnerstag, 25.01.2007, 20:00 Uhr auf SF1
DIE DEUTSCHEN KOMMEN – Und wie lieb wir sie haben

Die Deutschen kommen Deutschland abhanden wie nie zuvor. Sie wandern aus, mit Vorliebe in die (Deutsch-)Schweiz. Hier spricht man ja die gleiche Sprache, lebt die gleiche Kultur. Und Jobs gibt’s auch. Doch herrje, die Schweiz entpuppt sich als ziemlich anders, und die Liebe bleibt oft unerwidert.

Wiederholungen:
26. Januar 2007 um ca. 03.15 Uhr auf SF1
26. Januar 2007 um ca. 11.00 Uhr auf SF1
uns für alle „Nicht-Schweizer“ am 24. Mai 2007 um 21.00 Uhr auf 3SAT



56 Responses to “Fernsehtipp „Deutsche in der Schweiz“”

  1. Brigitte Says:

    Purer Zufall, dass ich vor 14 Tagen mit einer Kollegin, die die Sendung neulich gesehen hat, genau über dieses Thema diskutierte. Ich habe die Sendung leider verpasst, machte aber diese Erfahrungen schon vor Jahren und sie meinte, es wäre ja schlimm, dass sie meine Aussage bestätigt sah. Als ich mich vor Jahren für eine Weiterbildung in Deutschland entschloss, beäugten mich meine Schweizer Arbeitskollegen misstrauisch und konnten es kaum glauben, dass ich tatsächlich aus freien Stücken „zu den Schwaben“ ging. Dabei muss erwähnt werden, dass ignorante und arrogante Schweizer grundsätzlich ALLE Deutschen als „Schwaben“ bezeichnen, wenn sie solche Äusserungen von sich geben. Selber bin ich in Deutschland immer sehr höflich empfangen worden. Ich habe keine Sekunde lang so etwas wie Arroganz oder gar Fremdenfeindlichkeit gespürt. Und ich teile ausnahmslos die Meinung von Adolf Muschg, der sagt: „Man geniesst als Schweizer in Deutschland immer noch einen oft beängstigenden Kredit? Dass die Schweizer Gegenrecht halten, kann man ja nicht behaupten.“

    Ehrlich gesagt, begreife ich nicht, wie wir Schweizer den deutschen Arroganz vorwerfen können. Selbstverständlich gibt es arrogante Menschen in Deutschland, aber die gibt es überall. Und in der Schweiz gibt nicht wenige davon. Ich meine, dass es wohl diese selbstsichere und direkte Art der Deutschen ist, die uns einschüchtert. Da kommt einer auf dich zu, redet ohne Punkt und Komma in perfektem, fliessendem Deutsch und du sollst dabei Haltung bewahren? Wie denn, wo du doch seit Jahren nie mehr Hochdeutsch gesprochen hast und es doch eigentlich fast eine Fremdsprache für dich ist?

    Ist es denn nicht schizophren, dass wir hier Mundart sprechen, und dabei das Hochdeutsche unsere Schrift- und Amtssprache ist? Wir hören zwar deutsches Radio, sehen deutsches Fernsehen, lesen deutsche Zeitschriften, aber sprechen….! Stecken wir in einer Identitätskrise? Haben wir Angst vor dem grossen Bruder? Tragen wir deshalb T-Shirt, Socken, Unterhosen, Handtaschen usw. mit Schweizerkreuzen drauf? Schlafen wir deshalb in rot-weisser Bettwäsche und trinken unseren Frühstückskaffe aus der Schweizerkreuz-Tasse. Kleistern wir aus diesem Grund am 1. August ganze Landstriche mit Schweizerfahnen zu? Dieser „Markier-Tick“ wird doch nur noch von den Amerikanern übertroffen. Ich habe schon Schweizer erlebt, die ihre Knaller und Raketen im Auto mit an die Adria geschleppt haben! Pünktlich am 1. August gab es dann am Strand ein privates Feuerwerk. Wer hat uns denn überhaupt den Wilhelm Tell aufs Auge gedrückt? Unseren Wilhelm Tell? Der Stolz eines jeden „richtigen“ Schweizers? Liebe Deutsche, den haben leider nicht wir erfunden (obwohl viele das gar nicht wissen). Und wie bitte soll man dabei keine Komplexe kriegen, wenn ein Deutscher einem die Geschichte vorschreibt. Häh?

    Diskriminierung von Deutschen in der Schweiz habe ich schon selber miterlebt. Zu meinem deutschen Ehemann meinte eine Beamtin, als er sie höflich auf ihre unmögliche Art aufmerksam machte, wenn es ihm nicht passe, könne er gerne wieder nach Deutschland zurück gehen.

    Warum erwähnt eigentlich das Schweizer Fernsehen nicht, dass über 71’000 Schweizer (also rund 1% der Gesamtbevölkerung) in Deutschland leben? Wer etwas Kopfrechnen kann, merkt schnell, dass der prozentuale Anteil der Deutschen hier bei lediglich etwas über 0.25 % liegt!
    Warum weigert sich das Schweizer Fernsehen stoisch, die Wettersendung Meteo wieder auf Hochdeutsch zu moderieren? Das Wetter interessiert doch ALLE. Die Tessiner und die Welschen moderieren ja auch in Schriftsprache. Und an Worten wie „Gwuöuch“ und
    „ Wouchä“ musste sogar ich mich erst gewöhnen.

    Als Schweizerin werde ich mit meinem Mann in Kürze nach Deutschland ziehen. Bei den Vorbereitungen stellte ich fest, dass ich in Deutschland die Schweizer Radio- u. TV-Sender nur gegen monatliche Gebühren an die SRG erhalten kann. Natürlich muss ich bei der SRG auch noch Decoder oder Modem mit Karte für CHF 50.- bestellen, wenn ich in Deutschland Schweizer-Sender empfangen will. He, gaht’s eigentli no? Hm, bin mal gespannt, was noch alles kommt. Aber egal, ich kämpfe mich durch die Bürokratie, trotze den ungläubigen Blicken meiner Schweizer Landsleute, wenn sie von meinen Absichten hören und freue mich auf das Leben „bei den Schwaben“, auch wenn’s vorerst nur Bayern ist. Der Osten kommt später dran. Tschüss geliebte Schweiz. Hallo Deutschland!

  2. Ute Says:

    @Jens
    Einen Stempel aufgedrückt zu bekommen ist schlicht weg niveaulos.
    Leider macht man meist die Erfahrung, dass die Leute, die mit Klischees ihre Meinung bilden, diese nur aus einschlägigen Zeitungen oder vom Hörensagen haben. Fragt man nach, hatten sie noch nie direkt mit einer Person des verunglimpften Kreises zu tun….
    Leider gehört diese „Kulturgut“ den Schweizern wie den Deutschen…
    Ich komme aus Ostdeutschland und dazu noch aus Sachsen…

  3. neuromat Says:

    Vanessa schrieb: „Ich bin froh, dass eine Diskussion in Gang kommt, vor allem auch unserer Kinder wegen, die immer noch unter Abgrenzung in den Schulen leiden.“
    Und Ute: „Leider macht man meist die Erfahrung, dass die Leute, die mit Klischees ihre Meinung bilden, diese nur aus einschlägigen Zeitungen oder vom Hörensagen haben. Fragt man nach, hatten sie noch nie direkt mit einer Person des verunglimpften Kreises zu tun….“
    Noch wissen die meisten, von was sie da eigentlich reden. Zum Beispiel von Arroganz. Es gibt eine sehr interessante Szene im Film Lorenzos Oil. Lorenzos Eltern bitten den Stiftungspräsidenten und seine Frau darum, dass Briefe an die Eltern ebenfalls erkrankter Kinder verschickt werden. Sie erhalten zur Antwort:„Ich wollte Ihnen noch etwas beibringen, bei uns zuhause nennt man dieses Verhalten Arroganz.“ Nick Nolte, der Lorenzos Vater spielt antwortet: „Ja, in gewisser Weise haben Sie Recht. Arroganz, das äh, der Ausdruck stammt von dem lateinischen Wort >arrogare

  4. Marie Says:

    sooo schade dass ich mich als deutsche in der schweiz nie hab freuen können wenn Deutschland bei der WM ein spiel gewonnen hat. 🙁
    (Hatte richtig heimweh in dieser Zeit)
    nicht für viel Geld hätte ich mir ein Spiel in der Stadt angeschaut, die schweizer Reaktionen in bezug auf die Deutschen waren einfach zu heftig.
    Ist doch traurig…
    bin gespannt wie EM 08 wird.

  5. unbekannt Says:

    Wir Deutsche sind einfach besser, gescheiter, weltoffener und besser ausgebildet als alle Kuhschweizer zusammen. Die Schweizer sind noch hinter dem Mond und haben keine Ahnung, was in der Welt so abgeht. Deshalb müssen wir die Schweizer zu richtigen Menschen bekehren helfen und ihnen eine anständige Ausdrucksweise der Deutschen Sprach beibringen.

    [Anmerkung Admin: Kauf Dich Deutschbuch, hat mich auch Deutsche Sprach beigebracht. Findste aber Wort Kuhschweizer nicht drin, so ein Mist]
    [Anmerkung Admin2: Der Schreiber dieses Kommentars hat sich einfach einer anderen Identität bedient. Die wurde nun auf Wunsch des Besitzers gelöscht. ]

  6. nadjagn Says:

    Wenn doch nur endlich all diese blöden, ignoranten Vorurteile aus den Köpfen der Schweizer und der Deutschen herausgespült würden… dann könnte man doch ganz friedlich, Seite an Seite als gute Nachbarn leben. Nicht?

    Soviel zum Thema Vorurteile: Sich gegenseitig Beleidigungen und Vorurteile wie „Minderwertigkeitskomplex“, „Sauschwoob“, „Arroganz“ und „Schwiizerdütsch ist keine eigene Sprache“ etc. an den Kopf zu werfen hilft ja nun nicht wirklich weiter um gut miteinander klarzukommen. Komischerweise tauchen diese Begriffe auch in Postings vorgeblich „toleranter“ Kommentatoren auf! – Ist das nicht widersprüchlich?? „Leben und leben lassen“ sollte die Devise sein und dabei die Marotten des anderen akzeptieren und sich im Ausland den dortigen Gepflogenheiten soweit es geht anzupassen ist ja wohl nicht soo schwierig.

    Ich persönlich habe weder mit Schweizern noch mit Deutschen ein Problem, jedoch nerven mich unhöfliche, arrogante und ignorante Menschen jeglicher Herkunft.

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