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Die Helden sind Polen und der Torschütze ein Tessiner — Das Deutschland-Polen Spiel in der Schweizer Berichterstattung

  • Nur ein Arbeitssieg
  • Nach dem atemberaubenden Spiel Deutschland-Polen am 14.06.06 war es für uns besonders interessant, die Nachbesprechung des Spiels im Schweizer Fernsehen zu verfolgen: „Ein verdienter Arbeitssieg“ hiess es dort, denn wenn Deutsche spielen, dann kann das nicht gut und elegant sein, dann ist das immer Arbeit. Kann ja nicht angehen, dass da wirklich mal gut gespielt wurde und die Mannschaft auch nach dem verhauenen Lattenschuss kurz vor Schluss noch den Mut und die Energie bewies, einen weiteren Angriff zu wagen.

  • Weltmeisterschaft ist, wenn am Ende immer die Deutschen siegen
  • Es sei ein „langweiliger Spielstil“, nicht zu vergleichen mit der „tänzerischen Leichtigkeit“ der Brasilianer. Nun war das beim letzten Mal eher der Rumbatanz einer „old fat lady“.

    Bemerkenswert fanden wir auch die Berichterstattung von 20minuten, der führenden Schweizer Pendlerzeitung mit 1.2 Mill. Lesern. Frontzeile auf der Titelseite? Nein, nur die Meldung „Joker Neuville erlöste Deutschland“. Also alles nur ein Joker, eine Glückskarte, die den Sieg garantierte, wenn er durch Fleiss, Anstrengung oder gutes Spiel nicht erreicht werden konnte?

    Auf dem Titelblatt des Fussballteils von 20minuten ging es erst mal um „Spaniens Show — Busaccas rote Karte“. Für wen spielte denn Busaccas? Ach was, das ist doch der Schiedsrichter (20minuten schreibt echt nicht „Referee“), der das Spiel gepfiffen hatte! So etwas nennt man „Lokalbezug“, hat immer erste Priorität in der Sportberichterstattung. Wäre der Linienrichter aus dem Wallis gewesen, es hätte sicher morgen eine Homestory über ihn gegeben. Dann auf Seite 23 geht es los zum Polen-Deutschland Spiel:

    Im Vergleich zum Ecuador-Spiel (0:2) waren die Polen nicht wieder zu erkennen. Pawels Janas’ Team suchte von Beginn an kompromisslos die Zweikämpfe, spielte nach der Balleroberung schnell in die Spitzen und kam zu einigen Chancen
    (20minuten vom 15.06.06 S. 23)

    Es geht hier um die Polen, die polnische Mannschaft, die gegen Ecuador zwei Tore geschossen hat. Sie wird analysiert, sie wird gelobt, sie hatte Chancen. Gab es da eigentlich noch einen Gegner?

    Dass es zur Pause immer noch 0:0 stand, war hauptsächlich das „Verdienst“ der beiden deutschpolnischen Stürmer Miroslav Klose und Lukas Podolski, die beste Chancen ausliessen (…)

    Wir stellen fest: Die einzigen guten Spieler auf dem Platz sind also Polen, die zufällig heute nicht für Polen spielen. Egal wie das Spiel ausgeht, Polen hat die meiste Arbeit geleistet.

  • Ein Tessiner trifft für Klinsi
  • Noch besser fanden wir dann am Nachmittag die Darstellung der Kollegen von HEUTE:
    Tessiner trifft für Klinsi

    Tessiner trifft für Klinsi
    Neuville spielte 17 Jahre lang in der Schweiz — gestern rettete er Deutschland
    Neuville wurde am 1. Mai 1973 als Sohn eines Deutschen und einer Italienerin in Locarno geboren. Im Tessin, beim FC Gambarogno, begann er auch mit dem Fussballspielen. Als 17-Jähriger zog er das Interesse des FC Locarno auf sich und wechselte im Januar 1991 in die damalige Nationalliga B. (…)
    (Quelle: heute vom 15.06.06, S. 14)

  • Wem die Deutschen ihre Erfolge verdanken
  • Wir halten daher fürs Protokoll fest, wem die deutsche Nationalelf ihre Erfolge verdankt:
    1.) Dem Glück (siehe Jokerkarte) und dem eisernen Schicksalsgesetz, wenn am Ende immer die Deutschen gewinnen.
    2.) Den polnischen Spielern, ob halb (Klose, Podolski) oder ganz, weil die extra für die Deutschen nur noch mit 10 Spielen auf dem Feld standen.
    3.) Der Schweiz und ihrer beispielhaften Immigrationspolitik, die solche Tessiner Wunder wie Oliver Neuville hervorbrachte und trainierte.

  • Autokorso muss sein
  • Bei soviel Unterstützung durch die befreundeten Nachbarländer in diesem Turnier kann ja für die Deutsche Elf gar nichts mehr schief gehen. Hat eigentlich nach dem Deutschland-Polen Spiel irgendjemand in einem Schweizer Ort soetwas wie einen klitzkleinen Autokorso mit Schwarz-Rot-Goldenen Flaggen gesehen? Wir sahen und hörten jedenfalls am Dienstag, nach dem 0:0 der Schweiz gegen Frankreich, Schweizer Autos hupend durch Zürich brausen. Mein Gott, wenn es schon bei 0:0 einen Autokorso gibt, wie soll das dann noch gesteigert werden, wenn die Schweizer demnächst vielleicht wirklich mal ein Tor schiessen? Bis dahin darf ruhig der Tessiner Neuville weiter Tore schiessen, ist ja quasi auch ein Schweizer.

    

    44 Responses to “Die Helden sind Polen und der Torschütze ein Tessiner — Das Deutschland-Polen Spiel in der Schweizer Berichterstattung”

    1. CH Says:

      Du hast ja recht, die deutsche Mannschaft war besser und wir mögen es euch wieder einmal nicht gönnen, aber in diesem Spiel hat sich leider wieder einmal bestätigt:
      22 Leute, 1 Ball, 90 Minuten und am Schluss gewinnt Deutschland.
      Übrigens finde ich es toll, wenn du so kontreverse Themen wie die Deutschlandabneigung im Fussball zur Sprache bringst, aber diesen weinerlichen Unterton kannst du dir sparen. Im Fussball heisst es einfach alle gegen Deutschland.

      PS: Polen verlor 2:0 gegen Ecuador

    2. ichbins Says:

      Und du fragst dich woher teilweise die Bezeichnung „arrogante Deutsche“ stammt?

    3. Urs Müller Says:

      Über 20Minuten darf man streiten, über Heute, das meist in einer Version von Gestern noch irgendwo herumliegt, aber nicht. Das wäre doch der Ehre zuviel.

      Wir Schweizer lieben es die Schweizer Wurzeln irgendwelcher „bekannter/berühmter“ Leute zu entdecken und uns so ein wenig mehr Wichtigkeit und Ruhm zuzuschanzen… Siehe die Story um Ben Roethlisberger…

      Hauptsache, die Deutschen sind weiter… und wers aufs Glück schiebt… Das Glück winkt doch den Tüchtigen!

    4. Administrator Says:

      @ichbins
      Was tut man nicht alles, um seinen guten Ruf zu pflegen.
      Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich weiter ungeniert….

      Du hast ja Recht, der Artikel war ein wenig gemein, will sagen „gehässig“. Was ich nicht mit „Arroganz“ verwechseln würde. Ist schon nicht sehr nett, macht aber Spass 😉

    5. Petra Says:

      @Ichbins
      Nach dem Spiel Schweiz gegen Frankreich war ich abends noch unterwegs. Eine Schweizer Nachbarin (aus der Romandie) kam auf mich zu und sagte:“ Das Spiel war typisch für unser Land, wir Schweizer sind die unauffälligen Arbeiter und kommen so doch zum Ziel, die Franzosen sind ja doch oft sehr arrogant“.
      Für einmal waren nicht die Deutschen die Arroganten, sondern zur Abwechslung mal die Franzosen. Aber wir sind es gleich wieder bei passender Gelegenheit, da bin ich mir mittlerweile sicher.

    6. blah Says:

      Naja ist schon auffällig wie häufig die Deutschen noch in den letzten 5 minuten das siegestor schiessen oder sonst noch irgendwie Glück obwohl das bei dieser WM noch auf einige andere Manschaften zutrifft (siehe England)

    7. viking Says:

      Ups, etwas empfindlich heute? War ja abzusehen. Die Schweizer Volksseele ändert sich nicht von heute auf morgen und die Berichterstattung über die deutsche Nationalelf wohl auch kaum . Den Artikel konntest du also quasi bereits im Voraus entwerfen 😉
      Aber wie steht es denn im Gegenzug mit der deutschen Sportberichterstattung? Bei irgendwelchen anderen Sportarten. Da heisst es in den deutschen Medien dann üblicherweise:
      1. xy aus vwz
      15. dingenskirchen aus gelsenkirchen
      27. hans hempel von unterm sofa
      87. müller-lüdenscheid aus castrop-rauxel

      Ach, es gibt noch zig Millionen Ausländer in Deutschland, die vielleicht auch gerne etwas über die Plätze 2-10 gewusst hätten (den Rest vergessen wir mal, wollen ja nicht masslos wirken)? Interessiert doch keinen.
      Wie war das mit dem Besen und der Haustür?

    8. su Says:

      Ich gönns den Deutschen von Herzen!

      Die haben sich das auch hart erkämpft, und im Gegensatz zu der Schweizer Mannschaft wurde immer und überall und zu jedem Zeitpunkt an der National-11 und an Klinsi rumgemeckert und gestänkert.

      Jetzt zeigen sie dass sie trotz der Stänkereien der Medien was drauf haben!

      Ich glaub ich kauf mir heute eine Deutschlandflagge!!

    9. PAX Says:

      jö, herzig wie da jemand ‚täubelet‘. aber deutsche, die so weinerlich tun, weil sie von den bösen schweizern nicht estimiert werden finde ich noch schlimmer als die arroganten deutschen…

    10. ichbins Says:

      Nun ich habe Mühe mit dem ganzen Artikel, vorallem wegen den Zeilen am Ende:

      Wir sahen und hörten jedenfalls am Dienstag, nach dem 0:0 der Schweiz gegen Frankreich, Schweizer Autos hupend durch Zürich brausen. Mein Gott, wenn es schon bei 0:0 einen Autokorso gibt, wie soll das dann noch gesteigert werden, wenn die Schweizer demnächst vielleicht wirklich mal ein Tor schiessen?

      Nun man kann durchaus sagen, dass das Spiel ähnlich war wie das von Deutschland gegen Polen – nur ausgeglichener. Der Schweizer Nati hat einfach das Glück am Ende gefehlt, dass es ein Tor gibt (respektive hat das Stürmer-Arschloch Frei den Ball mit der Hand vom Kopf von Djourou weggeschlagen..). Und ja, dass es in der Nachspielzeit ein Tor gibt ist Glück, egal ob verdient oder nicht, egal welche Mannschaft.
      Deine hämischen Bemerkungen („demnächst vielleicht“) sind ja noch in Ordnung, aber im Kontext dazu, dass jemand einmal mehr schon fast „vorheult“ wie gemein man doch der Deutschen elf gegenüber in der Schweiz ist, passt das einfach nicht.
      Im übrigens (auch wenn du es vielleicht vergessen hast) sind wir hier in der Schweiz und ein Autokorso nach einem Schweizer Spiel gegen Frankreich (Deutschland mit seiner schwachen Verteidigung hätte sicher auch nicht mehr als ein Untentschieden geschafft, eher weniger) das unentschieden endet ist mindestens genauso „autokorsowürdig“ wie ein 1:0 in letzter Minute gegen Polen (und die Autokorsos in d gab es sicher)

      Aber interessant festzustellen.
      Würde man das Unentschieden kritisieren oder nicht feiern, dann käme bestimmt ein Deutscher und würde meinen „ist ja keine Stimmung hier“.
      Gibt es trotzdem Feiern, Autokorsos und gtue Stimmung, dann kommt ein Kommmentar nach dem Motto „und wegen sowas feiert ihr, habt ja noch nichtmal gewonnen“. Genau dies wird als die typische Deutsche Arroganz bezeichnet in der Schweiz. Aber entweder willst du dich garnicht so enrsthaft mit dem Thema auseinandersetzen hier im Blog oder du siehst es zu sehr aus diener Perspektive

    11. räulfi Says:

      @Jens
      Naja, wenn man den ARD-Reporter so anhörte…
      War ja ein seeehr spannendes Match und ein Unentschieden für Polen nicht mehr als ein Achtungserfolg???????????
      Zum Glück gabs dann im letzten Moment doch noch ein Tor, sogar gegen Polen und das noch in Überzahl! Alle Achtung;-)

    12. Cruschti Says:

      Rofl….

      Frankreich ist wohl anderes Kaliber als Polen. Zudem hätten wir noch fast gegen die Froschenkelesser gewonnen 😀 😀

      Es ist doch eine hübsche Ironie, dass zwei Polen bei den Deutschen die Besten waren :D.

      Ansonsten war Deutschland im Spiel schon besser, aber dass sie in der 91. Minute das Tor erziehlt haben, das spricht trotzdem Bände.

      Und noch was: wieso sollte uns Schweizer das Resultat von Deutschland – Polen mehr interessieren als Busaccas Elfmeterentscheid?

      Beim nächsten Spiel, Deutschland – Ecuador, tippe ich hiermit mal auf 0:0
      Wer bietet mehr? 😛

    13. Dan Says:

      > diesen weinerlichen Unterton kannst du dir sparen.
      > Im Fussball heisst es einfach alle gegen Deutschland.

      Wer weint denn hier? Also die beiden Deutschland-Spiele haben mir Spass gemacht, immer wenn das Tor für Deutschland fiel habe ich auf SF1 umgeschaltet um die Zerknirschung des Moderators und das Entsetzen des helvetischen Studiopublikums zu geniessen. Fussball hat mich zeitlebens nicht interessiert, aber als Deutscher in der Schweiz nach anfänglichem Schock eine echte Herausforderung, Spiessrutenlauf mit weissem Trikot (und schwarzem Kragen) am Tag des Spiels in der Firma, das Gezischel und die Verwünschungen im Tram und nachher die Lähmung der Bünzlis im Brasilien-Trikot.

      Es hat was masochistisches für einen Schweizer, dem Vizeweltmeister einen schnellen Untergang zu wünschen und sich in den Farben einer sehr unschweizerischen Nation zu kleiden, um am Ende der Meisterschaft hoffentlich auf der Seite der Sieger zu stehen. Mein Tip an alle neu in die Schweiz gezogenen Deutschen: Nutzt die vier Wochen und schaut in die Seelen eurer Gastnation, sie stehen zur Zeit offen, alle Fassaden sind weg, steht ihnen bei (ohne die Heimat zu verraten) und am Ende ist alles wieder gut, zumindest bis zur EM.

    14. Frank Says:

      Jaja, und die Schweiz ist eigentlich die Mannschaft des Kosovo, Albaniens und der Türkei….

      Tore in den letzten fünf Minuten sind übrigens selten Glück, sondern ein Zeichen von konditioneller Überlegenheit.

    15. Andreas Says:

      Zur Zeiten der WM ist jeder Fussballfan ein wenig Nationalisitsch. Die Schweiz hat Deutschland als ewige Hassmannschaft, die Deutschen die Holländer usw. Aber wirklich ernst nimmt das doch niemand, oder?
      Arroganz habe ich eigentlich weniger aus dem obigen Artikel rausgelesen, sondern tatsächlich eher die ebenfalls beklagte Weinerlichkeit. Wenn jede Meinungsäusserung (wie, z.B. „Mir schmeckt Brühkaffee.“) eines Deutschen als Arroganz gewertet wird, müssen wir wohl damit leben 😉

    16. fluchtwagenfahrer Says:

      Nun weint nicht, es geht hier nur um Fussball.
      Nach einer halben Stunde RTL2, wünsche ich es Deutschland aus ganzem Herzen, dass Sie Fussballweltmeister werden.

      Wenn ein viertes Sternchen auf dem Trikot ein ganzes Land aus der Miesere reissen kann, dann sollen unsere Freunde aus dem Norden den Stern haben.

    17. doofi Says:

      Also Jens,
      dein Beitrag überzeugt mich nicht. Lass doch die Schweizer „fanen“ für wen sie wollen. Und die deutschen Zeitungen schreiben doch auch nur über andere Teams wenn ein Deutscher mitspielt (oder hast du vor Novitzky schon von den Dallas Mavericks gehört?).
      Dass die Deutschen geil gespielt haben, haben wir doch alle selber gesehen! Und die Schweizer? Die wundern sich halt, dass man bis zum Schluss kämpfen will für einen Sieg und sich nicht schon vorn herein auf ein Unentschieden festlegt wie gegen Frankreich. Das kapier ich echt nicht: da haben sie mal eine super-geile Mannschaft mit klar überdurchschnittlichen Spielern und dann trauen sie sich nicht richtig und sind schon froh, nicht zu verlieren. Wenn sich die CH mehr trauen würden, dann wären sie ein ernsthafter Kandidat fürs Halbfinale. aber so?

    18. doofi Says:

      @ichbins
      du scheinst leider keine ahnung von fussball zu haben. das spiel ch-fr und d-pol als ähnlich zu bezeichnen ist ein hohn! ähnlich? weil auch nur mit einem ball gespielt wurde?
      und ein tor in der nachspielzeit durch frei wäre tatsächlich glück gewesen, weil es eine der wenigen guten angriffe in einem ausgeglichenen spiel war. beim d-spiel gab es aber zig sehr gute chancen, die grossteils aber kläglich vergeigt wurden. dann ist es halt KEIN glück, wenn dann kurz vor schluss doch einer reingeht, sondern es wäre pech (oder unvermögen), wenn es nicht mehr geklappt hätte.

    19. coolman Says:

      @cruschti
      das glaub ich aber sehr wohl, dass die schweizer sich mehr für das deutschlandspiel interessieren als für die herkunft eines schiedsrichters. weil sonst können sie sich ja nicht aufgeilen, falls die deutschen verlieren. oder zumindest rummotzen, wenn es mal wieder nur glück war. ich finds geil! der mythos vom glück lebt. und ich lach mich kaputt.

    20. ichbins Says:

      @doofi: Das ich keine Ahnung habe bezweifle ich stark, aber ich bin froh, dass du alles besser weisst.
      Wenn die Chancenverwertung so schlecht ist wie die der Deutschen beim Polenspiel und in letzter Minute eine Chance verwertet wird, dann ist das Glück. Glück des tüchtigen: Vielleicht, ja.
      Ich habe auch keinen direkten Vergleich anstellen wollen und ja auch gesagt, dass das CH-F Spiel viel ausgeglichener war.
      Jedoch sehe ich ein 0:0 gegen Frankreich als mindestens eben so stark wie ein 1:0 gegen Polen. Frankreich ist trotz hohen Durchschnittsalters und internen Problemen ein WM-Favorit und das nicht ganz zu unrecht.

      Und Frei hätte das Tor sowieso nicht gemacht. Djourou hingegen zu 99,9% Er stand hinter Frei und hätte den Ball genau erwischt. Aber unser lieber OSC-Lille Superstürmer wolllte ja unbedingt eine gelbe Karte für Hands sehen.

      @Andreas: Ob der Brühkaffe schmeckt oder nicht ist ein bisschen etwas anderes. Es gibt doch recht viele Deutsche die sehr arrogant auftreten. Das bestätigt dir auch fast jeder Spanier oder Türke der mit deutschen Touristen zu tun hat.
      Lange nicht alle sind arrogant, aber ein bisschen stimmt das Vorurteil eben schon. Gibt auch logische Gründe dafür. Aber wäre wohl zu ausführlich

    21. Gorgonzilla Says:

      Die Frage ist was können wir gegen die Profilneurose der Schweizer tun, die die Ursache für diese ewigen Neid & Missgunst Attacken ist ?
      Sollen wir den Schweizern erzählen, das sie die Fussball-Weltmacht sind und alle Welt vor Ihnen zittert ?
      sollen wir uns zu Boden werfen und Sie anhimmeln?
      Ihnen von der deutschen Botschaft ein Dankesschreiben für den olli schicken ?

      Was muss passieren damit Sie sich endlichin erster Linie mit sich selbst beschäftigen und nicht immerzu auf die D-elf schielen ?
      Sie müssen erwachsen werden !

      Vielleicht lässt sich das insgesamt so darstellen.
      Die schweizer halten sich für etwas besseres! Da Ihre Umwelt (Nachbarstaaten) und auch die Fussballergebnisse das leider nicht wiederspiegeln, werden diese als arrogant (Nachbarn) abgestempelt.
      Wenn es etwas weinerliches gibt dann dieses ewige
      „Die behandeln uns nicht so, wie wir es verdient haben“ – Geheule !

      iss doch wahr !

    22. Petra Says:

      @Dan
      Der Fussball bringt so einiges zu Tage, da hast du wohl recht. Ich habe mich sehr für die deutsche Mannschaft gefreut, vor allem weil sie im Vorfeld so nieder gemacht wurden. Das Spiel Deutschand Polen war spannend von Anfang an, beide Mannschaften haben mit einem ungeheueren Tempo gekämpft, doch Deutschland hatte doch mehr Torschancen und das am Schluss dann doch noch ein Tor gefallen ist war doch echt verdient.
      Hier in der Schweiz werde ich zum bekennenden Fan, habe mir heute im Glattzentrum eine Flagge gekauft und werde sie nach dem grossen Sturm heute Abend hissen.

    23. vorgestern Says:

      „Les sentiments les plus forts sont les ressentiments“, hat ein Franzose gesagt. Es ist ja löblich, dass Du dieses Thema (es geht ja eigentlich gar nicht um Fussball) anschneidest und mit den Schweizern diskutieren möchtest. Ich glaube aber kaum, dass Du viel ändern kannst. Du hörst vielleicht vom einen oder anderen Schweizer, dass DU OK seist, aber DIE Deutschen seien halt schon schlimm. Glaub mir, die meisten Schweizer b r a u c h e n diese Vorurteile.
      Du musst aber auch sehen, dass die grösseren Zeitungen fair über das Spiel gegen Polen berichtet haben. Das war nicht immer so. Ich kam 1954 (ja, WM-Jahr) in die Schweiz – ich schreib jetzt nicht, wie das war.
      Nach all den Jahren besteht mein Freundeskreis fast nur noch aus Ausländern. Gib die Hoffnung nicht auf, vielleicht wird es mal besser.

    24. CH Says:

      @Dan

      Ist DE etwa „schweizerischer“ als Brasilien? Sollen wir unbedingt für DE fanen, nur weil wir die „gleiche“ Sprache sprechen und die gleichen TV-Sender empfangen?
      Mein Tipp an an dich:
      Du bist freiwillig hier und wenn du es halt nicht abkannst, dass DE alle 4 Jahre zum Lieblingsfeind Nr.1 mutiert, dann geh doch wieder. Schweizer sind halt nicht einfach nur lieb und nett. Gut gibts die WM, sonst würden dass einige nie kapieren.

      PS: Brasilien spielt meistens einfach schöneren Fussball und hat die hübscheren Fans, deshalb die vielen Bünzli mit BrazilShirt.

    25. herr.zig Says:

      Also ich bin Schweizer und interessiere mich nicht wirklich für Fussball. Mein Freund hingegen, seines Zeichens Deutscher, verpasst keinen Match von D und der CH! Die WM lässt uns betreffend Vorurteile D CH wieder mal aus dem vollen schhöpfen und es wird gezankt und viel gelacht. Ich bin sowieso immer vorne dabei, wenn es darum geht, den Deutschen eins „auf die Kappe“ zu geben… patriotisch aber immer, wirklich immer, mit einem Augenzwinkern. Was aber momentan wieder abgeht, auch in diesem Blog, ist doch etwas zwanghaft von uns Schweizern. Fehlt nur noch, dass wir den Deutschen noch den Durchfall missgönnen ;.-)

      Also ich fände es toll, wenn Deutschland gewinnt. Noch toller fände ich es aber wenn die Schweizer gewinnen. Sorry!

    26. Dänu Says:

      Lieber Jens, ich würde den Titel präzisieren: da sollte „DEUTSCHschweizer Berichterstattung“ stehen! Ich finde, die westschweizer Presse hat die Mühen und die positive Einstellung der deutschen Elf zu Recht gewürdigt. Auch kann sich hier anscheinend ein deutscher Fan noch als solcher zeigen. Ich verfolgte das Offensivspektakel von Dortmund in einem Pub in Lausanne, wo einige weiss gekleidete gut Stimmung machten.
      Was die sportliche Leistung angeht, so war die doch indiskutabel. Ich erwarte von unserer schweizer Truppe am Montag, dass sie sich gegen Togo auch so kämpferisch verhält bis zum Schluss.

      In diesem Sinne, liebe Deutschland-Fans, schaut nächsten Mittwoch Morgen doch mal zur Abwechslung in den „Matin“ (http://www.lematin.ch), die „24 Heures“ (http://www.24heures.ch), die „Tribune de Geneve“ (http://www.tdg.ch), etc. Vielleicht steht sogar ein positiver Kommentar in der „20 Minutes“ (http://www.20min.ch/ro/)

      Ach ja…: *Tüpflischiissermodus ein* Der Tor-Oli ist mit nicht zu verwechseln mit dem englischen Verteidiger Neville, sondern schreibt sich Neuville, mit „u“ *Tüpflischiissermodus aus*

      Salutations, Dänu

    27. Branitar Says:

      Was für ein Kindergarten….

    28. hansolo Says:

      Ach ja, sehr schön diese Diskussion 🙂

      Noch eine Anekdote, die mir zu dem Artikel und Thema einfällt:

      Als ich vor vier Jahren in die Schweiz gezogen bin, hatte ich mich sehr auf die Zeit, die Menschen und die Natur hier gefreut. Der Umzug von Deutschland in die Schweiz fand Samstags statt und ich war voller Euphorie und positven Erwartungen.

      Am Sonntag, also meinem zweiten Tag in der Schweiz, war das WM-Endspiel Deutschland-Brasilien. Ich dachte, ach ja, wäre doch nett, das Spiel in der Stadt anzuschauen, anstelle alleine zu Hause. Vielleicht kommt man ja ins Gespräch und lernt gleich ein paar nette Schweizer kennen. Guter Dinge bin ich dann also in die Stadt und auf dem Weg durch die Gassen, verliess mich dann nach und nach meine Euphorie und wich eher einem bedrückenden und unwohlen Gefühl. Wohin man auch sah, wehten Brasilianische Flaggen, die Stadt quoll von Jungs und Mädels in Brasilianischen Shirts nahezu über…

      Mit Erstaunen und auch einer gewissen Enttäuschung verliess mich der Mut, unter diesen Umständen irgendwo auch nur einen Mucks für Deutschland abzugeben. So entschloss ich mich, umzukehren, stieg ins Auto und fuhr über die Grenze nach Deutschland, wo ich das Spiel dann noch in einer angenehmeren Umgebung verfolgte…. (Ende der Geschichte)

      Ich möchte noch anfügen, dass ich trotz dieseranfänglichen „Schmerzen“ sehr die Schweizer Art schätze, mich hier im Kreise meiner Schweizer Freunde wohlfühle und sehr gerne hier lebe.
      So manche der Deutschen hier gehen mir auch gewaltig auf die Nerven, die meinen, sie sind im 17. Bundesland und müssten sich nicht um die Mentalität und lokalen Eigenheiten hier scheren. Ohne entsprechende Sensibilität, Zurückhaltung und das Bewusstsein, dass man sich hier im Ausland befindet und zu Gast ist, macht man sich hier (und vermutlich auch in jedem anderen Land) keine Freunde.

    29. Peter Says:

      Trotz der grossen Komentarlawine ich auch noch:

      Die Schweizer lieben es, wenn sie bei allem auch noch ihre Beteiligung nachweisen können – das ist die einzige Möglichkeit, wie sie sich über das Hauptsache-Deutschland-gewinnt-nicht-die-WM-Syndrom hinwegsetzen können.

      Längere Hupkonzerte habe ich die letzte Woche in Kassel gehört als Deutschland das 4:2 gegen Costa Rica gewonnen hatte. Das Hupkonzert der Italiener nach dem 2:0 gegen Ghana war nur kurz, denn das letzte was ich gehört hatte, war das Zweiklanhorn eines Polizeiautos.

    30. Cruschti Says:

      @Gorgonzilla

      Du tust mir leid. Irgendwie bist du ziemlich beschränkt.
      Der ewige Neid auf Deutschland? Höchstens im Fussball, aber da haben wir auch aufgeholt. … sonst glaub ich eher weniger 😉 Zudem ist es nur Fussball!! Es soll mir mal einer sagen, wieso man für Deutschland und nicht für Brasilien sein darf?? Ich persönlich bin für Argentinien. Bin ich nun auch ein Bünzli und neurotischer Schweizer??? Woher nehmt ihr euch nur das verdammte Recht zu sagen, dass man für Deutschland sein muss und nicht für Brasilien, etc. sein darf??????

      Zudem beschäftigen wir uns intensiv mit uns selbst. Im Vorfeld der WM wurde in den Medien die D-Elf nicht sonderlich hervorgehoben.

      Zudem hast DU ein krasses Problem, dass man dich angeblich nicht respektiert, wie du es verdient haben solltest. Machst hier ein Büro auf, weil ein paar Zeitungen und das SF2 die Deutsche Leistung nicht so gelobt haben, wie IHR das für angebracht haltet. Wenn ihr euch selbst als WM-Mitfavoriten betitelt, dann werdet ihr auch daran gemessen und dann war das 1:0 zu wenig.

    31. tyrannosaurus Says:

      Also, ich fand, dass sogar dem normalerweise gnadenlos objektiven Günter Netzer die rechte Perspektive abhanden gekommen war als er einerseits anlässlich des Polen-Spiels der Deutschen Nationalmannschaft von einer „grossartigen Leistung“ zu sprechen sich bemüssigt fühlte, um andererseits für das 6:0 Argentiniens über Serbien lediglich die Bemerkung „Das 2:0 gegen die Elfenbeinküste war der wertvollere Sieg“ übrig hatte; einem Match (das Serbien-Spiel), der seitens der Argentinier höchste Fussballkunst geboten hatte und klarmachte, dass mit ihnen einer der ernsthaftesten Aspiranten auf den WM-Titel zu sehen gewesen war.

    32. Patridiot.de Says:

      Wir wurden Papst.
      Wir werden Welmeister.
      GOTT MIT UNS
      http://www.patridiot.de

    33. Franzi Says:

      Hey! Cool down! Wenn die Schweizer unter euch mal über den Tellerrand geschaut hätten und ein wenig in der deutschen Presse gelesen hätten, dann wüssten sie, dass die größte Angst der Deutschen eine Blamage in der Vorrunde und ein allzu frühes Aus gewesen sind. Viele Deutsche hier brüllen zur Zeit Deutschland Weltmeister: Nichts anderes als Hopp Schwiz und eher ein Anfeuern als eine volle Überzeugung wirklich Weltmeister zu werden. Und selbst im größten Jubel fehlen die kritischen Fragen nicht.

      Und übrigens mit der deutschen Presse meine ich nicht unbedingt die Bildzeitung – sondern solche Presseerzeugnisse, bei denen man sich tatsächlich eine eigene Meinung bilden kann. Internet machts möglich.

      Und zu dem ewigen Urteil, die Deutschen seien arrogant: Ich lade euch alle herzlich ein doch mal einen Urlaub in Deutschland zu verbringen – man muss nicht immer in den Süden, auch im Norden gibt es schöne Ecken. Lernt uns und unser Land kennen und gebt uns eine Chance!

      Ich denke, dass der Vorwurf Arroganz immer dann angewandt wird, wenn man sich nicht traut oder keine Gelegenheit zum Kennenlernen hat. Es gibt den Schüleraustausch mit allen möglichen Ländern aber zwischen Deutschland und der Schweiz passiert da meines Erachtens zu wenig.

      Und zu guter Letzt für alle die es wissen wollen: Ich bin Deutsche und ich bin gerne Deutsche. Ich lebe in Deutschland, mein Freund ist Schweizer und eigentlich würde ich gerne überlegen zu ihm zu ziehen, weil er zur Zeit einen guten Job hat und ich eh suchen muss. Aber so lange ich das Gefühl habe keine Chance zu bekommen euch kennenzulernen, weil ich die Fahne arrogant an den Hals gehängt bekomme in dem Moment, in dem ich einreise und auch immer wieder darstellen muss und rechtfertigen muss, ob nun nur ich nicht arrogant bin oder vielleicht auch mehr Deutsche als nicht arrogant Ausnahmen bilden, bleibe ich lieber bei einer Fernbeziehung.

    34. BLICK Says:

      @ Patridiot.de

      Schlagzeilen der Boulevard-Presse = Volkes Stimme bzw. Volkes Meinung ?

      Etwas einfältig diese Gleichung, findest nicht ?

      Blickschlagzeilen = Die Meinung der/aller Schweizer ?

    35. PAX Says:

      ich finds lustig. mich würde ja extrem wunder nehmen, wieso die deutschen soviel wert darauf legen, von uns geliebt und akzeptiert zu werden.
      zudem heisst es immer, dass sie gegen das vorurteil arrogant zu sein zu kämpfen haben. gewisse kommentare in diesem beitrag helfen allerdings nicht, dieses bild zu korrigieren…

    36. Katrin Says:

      Mich ueberraschte die Berichterstattung ueber D-PL positiv, vor allem im Tagesanzeiger. Auch in meinem Schweizer Umfeld wurde die Leistung der Deutschen durchgehend anerkannt. Dass die Deutschen trotzdem nicht Weltmeister werden sollen, ist ne andere Geschichte. Aber die Westschweizer wollen ja auch nicht, dass die Franzosen gewinnen, die Deutschen wollen die Hollaender nicht oben sehen. So hat jedes Land seine „Fussballfeinde“. FCB, GC und FCZ sind ja auch so ne Geschichte.

      Da ich zwar in der Schweiz aufgewachsen, aber Deutsche bin, fuehle ich mich doch auch immer wieder etwas betupft von der Anti-Deutsch-Stimmung, doch empfinde ich es besser als auch schon.

    37. Real-Schwob Says:

      Liebe Schweizer,
      es ist nachvollziehbar, dass wir Deutschen in der CH als arrogant und überheblich wahrgenommen werden. Sie reden einfach lauter und schneller und so sind sie einfach akustisch dominant (z.B. im Tram, am Skilift, beim Einkaufen,……)
      KEIN Deutscher erwartet aber unbegrenzte Sympathien für Deutsche / Deutschland, Aber das Totschweigen von Ergebnissen, Spielen, Toren, das Nicht-Anerkennen von sportlichen Leistungen ist nur lächerlich. Das ist ein zeichen von nicht erklärbaren und damit von irrationalen und hilflosen Ängsten, ein Symbol der Überforderung.
      Es ist einfach mehr Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit gefragt! Die Deutschen nehmen den Schweizern NIX weg, weder Arbeitsplätze noch Geld ( o.k. vielleicht den WM-Titel…).
      Immerhin hat der Tour-de-Suisse-Sieger Jan Ullrich die TdS als „schönste Rundfahrt“ bezeichnet! So eine Ehrlichkeit würde einem Schweizer nie über die Lippen kommen.
      Was meint Ihr denn, warum so viele Deutsche hier sind, nicht (nur) wegen dem höheren Verdienst. Es ist einfach schön hier!!!
      Ihr könntet doch stolz sein, dass die Deutschen die hohe Lebensqualität hier schätzen! Und nebenbei noch die Inlandnachfrage stützen.

    38. schorsch Says:

      @ Real-Schwob

      Bist du sicher, dass die Deutschen den Schweizern keine Arbeitsplätze wegnehmen ?

      Das bezweifele ich stark ! Es hat sich offensichtlich rumgesprochen, dass man in der Schweiz viel mehr verdient als in Deutschland und dass die Lebensqualität hier sehr hoch ist.

      Schau dir doch mal die Zahlen an, wieviel Deutsche sich in den letzten Jahren in Zürich niedergelassen haben.

      Das merkt man bei der Wohnungssuche, bei der Jobsuche etc.

    39. Bla Bla Bla Says:

      Ihr könnt schreiben, wir schiessen die Tore!!!

      Ha ha ha ihr armen Deutsche, keiner hat euch wirklich gern…

    40. Don Pedro Says:

      Hey Blogwiese Author….da scheint sich wirklich ein interessantes Thema aufgetan zu haben ;)) … eigentlich sollte ich ja Deinen Artikel auch ein bisschen kritisieren, weil Du die schweizer Presse ja genauso durch die deutsche Brille siehst, wie diese die Geschehnisse durch die schweizerische.

      1. Ein Joker im Fussball hat ähnlich wie im Kartenspiel nichts mit Glück zu tun, sonders ist ja eine Karte die fast immer passt (Die richtigen Karten kriegen ist vielleicht glücklich). Im Fussball (und nicht nur im schweizerischen) ist ein Joker ein Ersatzspieler, der dann eingesetzt wird, wenn es noch Tore braucht (Das ist ein Talent des Spielers und das Glück des Trainers, einen solchen auf der Bank zu haben)…die Steigerungsform von Joker ist: „Edel-Joker“…und genauso einer ist der Neuville

      2. Neuville als Schweizer. Natürlich kommt hier die „ach, was wäre wenn sich der Neuville für die schweizer Nati entschieden hätte“-Überlegung…schliesslich konnte der mit 15 Jahren noch kaum ein Wort deutsch (im Tessing aufgewachsen). Die schweizer Presse ist hier natürlich auch nicht allein. Wenn Du jeweils die spanische Presse hören könntest, wenn die Schweiz spielt und Senderos (aus Galizien mit spanischem Elternteil) eine gute Leistung zeigt. Vielleicht gibt es das in Deutschland nicht, obwohl mir gerade einfällt, dass ja mit Gabriel Heinze ein „Deutscher“ im argentinischen Trikot spielt.

      Anyway…Deine Blogwiese macht Spass zu lesen und provokative Artikel sind ab und zu nicht schlecht 🙂

      P.

    41. wolfi Says:

      da gibts ja mal wieder emotionen pur. trotzdem oder gerade deshalb lese ich immer gerne mit.
      nun bin ich grosser fan der schweizer mannschaft – ja, obwohl ich deutscher bin erlaube ich mir diese dreistheit – aber auch ich kann nicht verhehlen, dass die berichterstattung in der schweiz über die deutsche mannschaft schlicht kleinkariert ist.

      irritierend gut, auch und gerade für mich, ist die vorrunde für die deutschen gelaufen. egal, ob sie nun im achtelfinale oder viertelfinale ausscheiden würden, sie haben sich grossen respekt verdient.
      dies versichern mir übrigens auch schweizer freunde, die nicht minder überrascht sind, wie erfrischend deutscher fussball sein kann…ob man darüber je was in der schweiz zu hören bzw. lesen bekommt? wohl kaum ;-).

      aber nun noch ein wort zur berichterstattung der „gegenseite“, da ich die spiele auch im deutschen fernsehen anschaue (wechsle immer sehr gern die sender, egal bei welchem spiel).
      man erlebt auch hier inkompetenz pur….da wird gesagt, auf den rängen rufen sie „hobsi“….(hop schwiz) das war der bisher grösste knaller beim spiel geg$en togo in dortmund, ausserdem war, sind die deutschen sprecher nicht in der lage, die namen der schweizer spieler richtig auszusprechen, ein armutszeugnis!
      übrigens, egal wen ich ihn deutschland vor der wm darauf aufmerksam gemacht habe, die schweiz hat das potential, um den titel mitzuspielen, wie gross war wohl das gelächter?!

      ich wünsche mir ein halbfinale deutschland – schweiz. und egal wer gewinnt, ich werde es zu feiern wissen! klar, dass das nicht viele sagen können ;-).

      gruss
      wolfi

    42. Harry R Says:

      @Pa
      Deinen Vorwurf das Jens weinerlich schreibt finde ich seltsam, ich kann an diesem Artikel nichts Weinerliches feststellen, vielleicht hast du da eine gehörige Portion Ironie angereichert mit etwas Provokation am Ende des Postings glattweg übersehen?

      Ich freue mich für alle Fussballfans in Deutschland für die heitere oft ausgelassene und freundschaftliche Stimmung in den deutschen Städten.
      Es ist doch toll wie die Mannschaften ihr Bestes geben und wenn dann hinterher gemeinsam gefeiert wird. Diese sauertöpfische Missgunst die man hier aus manchen Komentaren rauslesen kann ist einfach nur doof.

      Kommt nach Deutschland, lernt nette Deutsche kennen und feiert mit allen Nationen. Hier in Berlin ist der Bär los! Hier feiern alle zusammen egal welche Mannschaft wieviele Tore geschossen hat, dass ist wirklich ganz grosse Klasse und ein Riesenfest.

      Schweizer Freunde lasst mal eure Vorurteile daheim und kommt zu uns mit eueren grossen Glocken und feiert mit uns!

    43. Funkmasterflex (CH) Says:

      Es ist immer wieder belustigend, wie viele schweizer, sich über die deutschen aufregen können. da wird doch tatsächlich behauptet dass die deutschen nur glück haben.. bla bla bla und und und. man wird ja natürlich nur mit glück 3 mal weltmeister und 3mal europameister, ist ja klar. aber wenn die schweizer mal weiterkommen dann war das immer nur pure professionalität. ( wie zb gegen frankreich oder togo je einmal ein klarer penaly nicht gepfiffen) da war doch das glück auf schweizer seite und nicht bei den nachbarn in schwarz weiss……!!!!!!

      Und da ist noch die diskussion von wegen tessiner schiesst deutschland ins achtelfinale . die schweizer fussballköpfe sind ja wohl bescheuert wenn sie ein stürmer wie neuville einfach abblitzen lassen. nur weil sie sein potenzial nicht erkannt haben, müssen wir uns jetzt mit einem taugenichts stürmer wie alex frei zufrieden geben. der chancen nicht verwertet die ich blind im handstand nocht reingeschoben hätte.

      gruss funkmasterflex

    44. prostmaster Says:

      Gestern ist die Schweiz im Penaltyschiessen ausgeschieden. Italien, auch nicht gerade top in der Gunst helvetischer Fussballbegeisterter, hat sich, aus welchen Gruenden auch immer, mit Unterstuetzung des Schiedsrichters in der letzten Minute ins Viertelfinale gestuerzt. Wenn Deutschland am Freitag gegen Argentinien verliert, werden die rot-weissen Fahnen wieder wehen.

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