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Was wir als Deutsche in der Schweiz vermissen (Teil 3) — Die Bierkultur

  • Es gibt kein Bier in Deutschland, sondern viele Biere
  • In Deutschland gibt es praktisch in jeder Stadt eine andere Biersorte zu geniessen. Die Kölner trinken „Kölsch“, die Düsseldorfer „Alt“. Wenn Sie mal richtig Spass haben wollen in einer Kneipe der Kölner Altstadt, dann bestellen Sie lautstark, so das alle anwesenden Jecken es hören können, „eine Runde Alt für alle“.

    Die Schwarzwälder trinken „Tannenzäpfchen“ oder unser Lieblingsbier, frisches „Alpirsbacher“ vom Fass. Die Bayern lieben Paulaner oder Weizenbier, bei dem es eine Kunst und Wissenschaft für sich ist, die Flasche schnell und mit Schwung so kopfüber ins hohe Weizenbierglas zu stellen, dass sie sich entleert ohne dabei allzuviel Schaum zu bilden.

  • Flens muss ploppen
  • Ganz oben an der Grenze zu Dänemark in Flensburg werden sie nicht umhin kommen, ein „Flens“ zu trinken, das aus der Bügelflasche, die so schön „plopp“ macht.
    Flens in der Bügelflasche
    Diese Bierflasche wurde übrigens zum Verkaufsschlager auf Grund des „Werner“ Comix, weil dort permanent nur Bier aus Bügelflaschen gekippt wird. Nur handelte es sich hierbei nicht um die Sorte Flens (danke für die Hinweise in den Kommentaren!).
    Berühmtes Zitat aus der Werner-Welt:

    „Werner, Bölkstoff is‘ alle, sach mal Bescheid..“ Werner geht zur Theke und sagt: „Bescheid“. Werner kommt zurück und die Kumpels fragen ihn: „Na, hasse Bescheid gesagt?“. Antwort: „Na klar, man“

  • Pils dauert sechs Minuten
  • Ja, das vermissen wir manchmal in der Schweiz: Die Deutsche Biervielfalt. Obwohl man sie selten richtig geniessen kann, denn dort wo sie sich gerade befinden in Deutschland, von dort weden sie auch das Bier kredenzt bekommen. Die Deutschen nehmen sich Zeit zum Biertrinken. Und sie sind sehr skeptisch, wenn nach einer Bestellung in zu kurzer Zeit das Bier bereits serviert wird. Denn das lernen die Deutschen, sobald sie eine „Tulpe“ (so heisst das Bierglas wegen seiner Form) halten können: „Ein Pils dauert 6 Minuten“.
    Eine Tulpe ist ein Glas und keine Blume

    Schneller geht das nicht mit dem Zapfen, denn das Bier muss sich ja mit dem Schaum erst setzen können und die Deutschen schätzen eine schön geformte „Krone“ auf dem Glas. Anders als die Engländer, die ihr Glas immer bis zum Überlaufen gefüllt haben möchten und sich sonst vom Wirt betrogen fühlen. Wenn das Bier doch schneller serviert wird als in sechs Minuten, ist es entweder abgestanden oder der Wirt hat verschwenderisch die Hälfe daneben gehen lassen, statt die nötige Geduld aufzubringen.

  • Der magische Swimmingpool
  • Dazu gibt es einen alten Witz aus Helmut Kohls Regierungszeit:

    Die Staatsoberhäupter Europas sind bei einem Scheich im Orient zu Gast. Der Scheich macht eine Führung durch seine Besitztümer und sie kommen schliesslich zu einem wunderschönen, vergoldeten Swimming-Pool ohne Wasser, aber mit Sprungturm. Der Scheich erklärt den erstaunten Gästen, das es sich hier um einen magischen Pool handelt. Man können vom Sprungturm aus hineinspringen, nachdem man einen Getränkewunsch geäussert habe, und schon füllt sich das Becken mit der gewünschten Flüssigkeit.
    Mitterand macht den Anfang, klettert auf den Turm und sagt: „Champagner“ und springt. Das Becken ist sofort mit prickelndem Schampus gefüllt. Als nächstes klettert Craxi (Italien) auf den Turm und sagt: „Vino Rosso“, und sofort füllt alter italienischer Edelwein das Becken. Es folgen einige weitere Staatsoberhäupter, und schliesslich ist Kohl an der Reihe. Er klettert auf den Turm, sagt „Pils“ und springt. Prompt knallt er unten auf den harten Beckenboden, worauf eine Stimme aus dem Off ertönt: „Pils dauert 6 Minuten“…

    Es gibt dann noch einen zweiten Teil, bei dem Kohl vor lauter Überlegen schliesslich das Gleichgewicht verliert, fällt, und im Fallen „Scheisse“ ruft, aber den lassen wir jetzt weg. Keine Witze über den Vater der Deutschen Einheit bitte.

  • Im Land der Biervielfalt
  • Denn Bierbrauen ist eines der ganz seltenen noch existierenden „Polypole“, was bedeutet: Viele kleine Anbieter teilen sich den Markt, die umsatzstärksten Brauerein haben zusammen nur einen geringen Marktanteil. Anders als in Skandinavien, wo Carlsberg 1970 den letzten Konkurrenten Tuborg schluckte und seitdem praktisch den Markt allein dominiert. Zu Carlsberg gehören heute die folgenden Marken in Deutschland und der Schweiz:

    * Holsten Pils
    * Astra, Hamburg
    * Feldschlösschen in Braunschweig, Dresden und Rheinfelden AG (Marktführer in der Schweiz)
    * Hannen Alt, Mönchengladbach
    * Landskron, Görlitz
    * Lübzer, Lübz
    * Cardinal Lager, Freiburg im Üechtland (Schweiz)
    (Quelle: Wiki)

    Der Trend geht also auch in Deutschland dahin, dass immer mehr kleine Brauereien von grossen Anbietern wie z. B. Carlsberg geschluckt werden. Sie behalten pro forma ihren Namen, gehören aber zu grossen Bier-Konzernen.

  • Der Deutsche trinkt mehr Kaffee als Bier
  • Es ist übrigens auch ein Gerücht, dass die Deutschen viel Bier trinken. An erster Stelle kommt in Deutschland der Kaffee, der dünner und häufiger pro Tag getrunken wird, als Bier, rein vom Volumen her:

    Was trinken die Deutschen am liebsten? Kaffee ist mit insgesamt 151 Litern pro Jahr Dauerspitzenreiter beim Verzehr. Mineralwässer – vor allem kohlensäurearme Sorten – wurden im letzten Jahr deutlich mehr konsumiert (135 Liter) und verbannen das Bier (118 Liter) auf Platz drei der Rangliste.
    (Quelle: fitforum.msn.de)

    Zusätzlich zu den grossen Brauereien, wie z. B. die Ganter-Brauerei in Freiburg im Breisgau, gibt es zahlreiche kleine Lokalbrauereien, die das Bier in geringer Menge nur für die eigenen Gäste brauen. Wir beobachten in Deutschland, dass die hohe Anzahl solcher lokaler Brauereien oft den Rückschluss zulässt, dass die eigentliche Marke im Ort nicht so beliebt ist. Eigentlich sollte ja nix drin sein im Bier, ausser Hopfen, Malz und Wasser, gemäss dem Reinheitsgebot:

    Das bayerische Reinheitsgebot wurde am 23. April 1516 von dem bayerischen Herzog Wilhelm IV. (Bayern) in Ingolstadt erlassen. Dieser Erlass regulierte einerseits die Preise, andererseits die Inhaltsstoffe des Bieres. Es galt bis 1998 als das älteste Lebensmittelgesetz.
    (…)
    Das bayerische Reinheitsgebot war nicht das erste Gesetz seiner Art: Von folgenden Städten ist ein Erlass überliefert, der die Qualität des Bieres betraf: Augsburg (1156), Nürnberg (1293), Erfurt (1351), München (1363), Landshut (1409), Weißensee in Thüringen (1434), Regensburg (1447), Eichstätt (1507). Einige dieser Verordnungen wurden erst in den letzten Jahrzehnten wieder entdeckt. Es ist wahrscheinlich, dass in vielen Fällen keine Zeugnisse mehr erhalten sind und diese Liste deshalb nur exemplarischen Charakter hat.
    (Quelle: Wiki)

    Dennoch gab es in den letzten 500 Jahren auch beim Bier den ein oder anderen Skandal wegen unerlaubter Zusatzstoffe im Gerstensaft, was aber die Freude der Deutschen an diesem Getränk nicht wesentlich trüben konnte. Bekanntlich trinken die Deutschen ihre Bier nicht stangenweise, wie die Schweizer, sondern lieber in Massen, aus einer „Mass“ genauer gesagt.
    Eine Maß mit Scharfem-ß

    Ach, jetzt vermissen wir plötzlich das Deutsche Scharf-ß, denn ohne dies sieht es ja so aus, als ob die Deutschen nur in grossen Menschenmassen Bier trinken würden! Solches passiert vorwiegend in München, auf dem Oktoberfest. Aber das ist ja definitiv nicht in Deutschland, sondern im „Freistaat Bayern„.
    Bayern ist übrigens ein dreisprachiges Land:

    Gesprochen werden mehrere Dialekte aus drei großen Dialektfamilien:
    Bairisch im Großteil des Landes (Nord- und Mittelbairisch, am Rand zu Tirol auch Südbairisch)
    Fränkisch von etwa 3 Millionen im nördlichen und westlichen Landesteil
    Alemannisch von 2 Millionen Schwaben im Westen
    (Quelle Wiki)

    Aber jetzt kommen wir wirklich zu weit vom Thema ab, Bayern ist nicht unser Bier. Und ein solches werden wir jetzt trinken. Prost!

    

    37 Responses to “Was wir als Deutsche in der Schweiz vermissen (Teil 3) — Die Bierkultur”

    1. Peter Says:

      Jens,
      es gibt Weizenbier und Weißbier, dazu eine Zitronenscheibe, und in Berlin Weiße mit Schuß.
      Prost, Peter

    2. Administrator Says:

      @Peter
      Jetzt habe ich vor all den „ss“ und „ß“ vergessen, ein einfaches „z“ ins Weizenbier zu tun. Zitronenscheibe kommt erst danach, auch mit „z“.

      Danke für den Hinweis.

      Gruss, Jens

    3. Joe B. Says:

      Na Rainer
      nimmst es ja bierisch ernst mit eurem Bier 😉

      Aber sag mal: Was meinste mit Kaffee? Ist das das bräunliche Regenwasser, das man in Deutschland zu sich nimmt?

      Schönen Tag wünscht
      Joe

    4. Kay Says:

      Jens,

      hier noch eine kleine Bemerkung von einem Nordlicht am Rande:
      Flens und Bölkstoff sind zwei verschiedene Biere und Flens kommt in dem Film nie vor … sie haben lediglich den Bügelverschluss gemeinsam. Flens ist nicht durch den Film bekannt geworden sondern eher durch die coole Werbung („… das flenst…“)
      Im übirgen vielen Dank für die coole Web-Site. Sie hat mir als „Neu-Schweizer“ schon das eine oder andere Mal bei der Bewältigung des Alltags mächtige weitergeholfen.
      In dem Sinne … Prost
      Kay

    5. viking Says:

      @Jens
      Du bist der erste, der mir das Pils bereits nach 6 Minuten auf den Tresen stellen will. Bis jetzt habe ich es immer erst nach 7 Minuten erhalten 😉
      Zur Zapfdauer gibt es anscheinend neue „Brauerei-Wissenschaftliche Erkenntnisse“:
      http://www.moritz-fiege.de/Was_man_darf__was_man_muss__Ti.42.0.html
      http://www.zeit.de/archiv/1999/26/199926.stimmts_pils_.xml
      http://www.gildebrau.de/wissen/sieben_minuten/right.htm
      (Ein Mythos wankt 😉 )

      Gruss
      Bruno

    6. Administrator Says:

      @Kay
      Danke für den guten Hinweis und sorry für den Fehler, aber dieses Flensburg liegt ja sowas von weit wech…. wenn du in der Schweiz lebst,
      da kann das mal passieren.

    7. R.B. Says:

      Ja die Schweizer und das Bier…
      Ich habe mal in der Nähe von Bern ein dunkles Hefeweizen zum Essen bestellt – hatten sie sogar. Die Serviertochter hat überlegt – Weizen und Schütteln, da war doch was! Genau – Ein Weizen muss vor dem Einschenken geschüttelt werden. Ich habe fasziniert und förmlich paralysiert zugeschaut, unfähig ein Wort zu sagen.
      Glücklicherweise ging das Meiste auf die Tischdecke, nicht auf die Hose.

    8. viking Says:

      @kay, @jens
      AFAIK, kam in den ersten Werner Comics (Totholz und nicht Film) noch Flens vor. Die Flensburger Bierbrauer fanden das allerdings nicht sehr lustig und darum wurde eine Brauerei gesucht, die Bölkstoff in Bügelflaschen herstellt. Die Gilde Brauerei in Hannover stellte sich dankenswerter Weise dafür zur Verfügung. Seitdem trinkt der Schletz-das-Holzbeiner Werner seinen Bölkstoff aus der nordsizilianischen Tiefebene Hannover. 😉 (ich schätze, den Flensburger ist erst im Nachhinein aufgegangen, wieviel Umsatz sie da freiwillig nach Hannover abgegeben haben).

      Gruss
      Bruno

    9. Dan Says:

      Bier in der Beugelbuddel (Bügelflasche) gibt’s in Schleswig-Holstein häufiger, eben meist kleine Brauereien. Ein beliebter Trick ist das Öffnen mit scheinbar nur einem Finger. Beim Versuch es nachzumachen hatte ich schon mal verletzte zu verarzten.

      Zitronenscheiben im Bier sind eine preussische Erfindung, ebenso die Bezeichnung Hefe- und Kristallweizen, ein Bayer würde nie und nimmer irgendwas in sein Weissbier tun, ausser mit Hellem mischen (Russenweisse).

      Was mir in der Schweiz schleierhaft bleibt ist die miese Qualität der bekannten Marken wie Feldschlösschen, schon beim Anschauen der Flasche bekomme ich drückende Kopfschmerzen. Und warum ist richtiges Bier so teuer hier? Als ich bei mir in der Nähe in Zürich Bier-Spezialgeschäft fand habe ich spontan eine Kiste Flens gekauft, das war irgendwas um die 60 Franken!

      Seit es im Coop Becks, Erdinger und nun sogar Tannenzäpfle gibt bin ich vertröstet und ab und an mal ein Appenzeller tut auch gut (die müssen die Rezepte aus dem Allgäu gekauft haben).

    10. Mikki Studer Says:

      @Dan: „Richtiges“ Bier, wie du es nennst, sind halt Spezialitäten, die ihren Preis haben (geringe Menge, teuer importiert). Feldschlösschen hat halt genau den Allerweltsgeschmack wie Heineken oder Budweiser. Das trinken die Leute immer, weil’s schön weichgespült ist.
      Dasselbe ist ja auch beim Wein: Wieso ist Cabernet aus Kalifornien so beliebt? Weil der Wein so weich „designt“ ist, dass es jedem schmeckt. Daneben ist ein Brunello eine herbe Angelegenheit, die erst noch viel kostet.
      Deshalb bringe ich immer Cabernet oder Feldschlösschen mit (ausser es handelt sich wirklich um Wein-/Bierkenner). Da kann niemand wirklich was sagen.

    11. Ludwig Says:

      Hallo Jens,
      bin erst vor wenigen Tagen über Dein Blog gestolpert und verfolge es mit wachsendem Vergnügen. Du schreibst mit grosser Zuneigung zum Gastland und seiner Sprache, die erfreulicherweise wohl auch von den meisten Deiner Leser erwidert wird.
      Nun ist die Schweiz zwar nicht unbedingt als Bierparadies bekannt, dennoch
      gibt es durchaus preiswürdige Biere, wie z.B. von der Brauerei ‚Schützengarten‘ in St.Gallen oder die Biere von ‚Locher‘ in Appenzell. Glücklicherweise nimmt auch in der Schweiz die Zahl der Gasthausbrauereien zu.
      http://www.newbreweries.fsnet.co.uk/index.html
      Warum in die Ferne schweifen, liegt das Gute doch so nah!
      Der Brauch des 7 Minuten-Zapfens ist in D allerdings nahezu ausgestorben.
      Man freut sich schon, wenn das Glas erst nach 3-4 Minuten vor einem steht.
      Grüsse vom Weisswurstäquator (Main) im ‚grossen Kanton‘, und weiterhin viel Erfolg.

    12. räulfi Says:

      @Ludwig
      Schützenpfütze preiswürdig??*würg*
      Naja, Geschmäcker sind gottseidank verschieden:-))

    13. RonaldCH Says:

      Jens, gutes Thema! Mit dem Alpirsbacher hast du Recht, ein feines Bier! Ich erinnere mich an die Zeit meiner Ausbildung in den 60-er Jahren in Böblingen. Ein fröhlicher Abend mit Kollegen endete obligatorisch in einer Beiz zum Hähnchen mit einem oder mehreren Alpirsbachern. Schöne Erinnerungen an eine Zeit, ohne Arbeitslosigkeit, ohne Jugendgewalt, ohne böse Karikaturen und ohne Amihass etc. etc.
      R.

    14. Frank Says:

      Auch in Zürich gibt es gutes Bier: Turbinenbräu. Allerdings nur in der Gastronomie oder im Direktverkauf ab Brauerei. http://www.turbinenbraeu.ch/

    15. S.I. Says:

      Auch nicht zu vergessen: Ueli-Bier aus Basel:
      http://www.uelibier.ch/default.aspx

    16. Ludwig Says:

      @räulfi
      Wenn man in der Stadt wohnt, in der BINDING zu Hause ist, dann ist „Schützenpfütze“ ein gar nicht hoch genug einzuschätzender Edelstoff.
      Ausschliesslich Binding trinken zu müssen, wünsche ich jedenfalls nicht einmal meinem ärgsten Feind!

    17. irgend so en CH Says:

      Eichhof Klosterbräu, eines der besten Biere der Innerschweiz, schon trüb und herb. Zu empfehlen sind auch die die Erzeugnisse der BaarerBrauerei, die machen definitiv das beste Bier der Schweiz, nicht so „Pisse“ wie Feldschlösschen oder diese schrecklichen Importbiere im Denner.

    18. Franziska Says:

      … den Witz mit Kohl erzählen wir Schweizer uns auch – allerdings nicht mit Staatschefs sondern mit Bürgern verschiedener Kantone. Der Freiburger ist der, welcher am Ende flucht und in den Exkrementen landet. Das kommt daher, weil den armen Freiburgern (völlig zu Unrecht) nachgesagt wird, dass sie stinken. jaja, wir SChweizer pflegen unsere Animositäten!

    19. Nordlicht Says:

      Da Flens und Astra hier in der Schweiz relativ schwer zu bekommen sind – gibt es eigentlich die „Birreria“ in St. Gallen noch??? – freue ich mich immer, wenn irgendwo ein „Ittinger Klosterbräu“ im Offenausschank zu haben ist. Lecker! Aber auch das Zürcher Hürlimann finde ich noch ziemlich geniessbar. Turbinenbräu rulez natürlich. 🙂

    20. Peter Says:

      Jetzt ganz aktuell: Falls überhaupt Bier – was trinkt Kahn, was Lehmann?
      was trinken die Mannen der Nati?
      Ernsthaft fragt Peter.

    21. Sam Says:

      Die besten Biere gibts halt nicht in Coop, Migros oder Denner; für sie muss man mit der eigenen Flasche zum Fass gehen. In Bern zu Eggers (Worb) oder ins Tramdepot.

      Auch nicht zu verachten ist das Bärner Müntschi aus der Felsenau.

    22. LeHonk Says:

      Ja da spricht ein Bierkenner aus der Region Bern 🙂
      Es lebe die Zwickel-Rampe in Worb =)

    23. Markus M. Says:

      Diese Spanier wissen wirklich wie man junge Schweizer behandelt, oder!?!?

      [Anmerkung vom Admin: Bezieht sich wohl auf die Story vom Schweizer, der Schweizer Jugendliche in Spanien betreut. http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/zuerich/611467.html , and please don’t feed the fish ]

    24. Phipu Says:

      ergänzend zu Sam’s Kommentar

      Wer dennoch in ganz gewöhnlicher Konsummanier Egger-, Felsenau-, und Rugenprodukte degustieren will, bekommt viele Biere dieser Marken bei Loeb-Lebensmittel in der Stadt Bern.

    25. Bier Says:

      Jens, um die Schweizer Biervielfalt ist es gar nicht so schlecht bestellt. Ich würde sogar sagen, man ist in der Schweiz experimentierfreudiger bezüglich Bier als in Deutschland. Es gibt aber weniger Biere (logo) und die Unterschiede findet man von Brauerei zu Brauerei, nicht von Ort zu Ort. Man muss die guten Biere entdecken und es gibt sie oft nur in kleineren In-Beizen. Was du mal probieren solltest:

      Ittinger Klosterbräu
      Back und Brau
      Turbinenbräu
      Unser Bier
      Wädi-Bräu Hanfbier
      Amboss
      Maisgold und Dinkelbier

      Siehe http://beer.trash.net und
      http://beer.trash.net/searchbeer.php

      Dort sind 113 verschiedene Schweizer Biere aufgeführt. Sollte eigentlich reichen, oder? 😉 Die regionalen Unterschiede findet man in der Schweiz bei Weinen und Spirituosen.

      Für Deutschland sind übrigens 299 Biere aufgeführt, wobei etwa 40% davon Pilsner sind.

    26. doofi Says:

      @bier
      also 299 biere gibt es wahrscheinlich allein in bayern. fest steht: in deutschland gibt es sehr viele verschiedene bierSORTEN und regionale besonderheiten. in der schweiz gibts vielleicht viele kleine biermarken, aber eben keine schöne bierkultur.

      @jens
      als gebürtiger bayer muss ich mal wieder einschreiten. wenn du schon zu recht darauf hinweist, dass es biertechnisch zwischen düsseldorf und köln grosse unterschiede gibt, dann solltest du nicht ganz bayern in einen topf werfen. was stimmt: in bayern trinkt man recht gern helles (anderswo auch export genannt) oder weissbier/weizenbier (wo da genau die isoglosse läuft, weiss ich nicht. in oberbayern heisst es zumindest weissbier). und paulaner macht zwar viel werbung, aber ob es deshalb beliebt ist? in münchen ist das „augustiner“ das beliebteste bier und die machen nullkommanull werbung und sind deshalb wohl nicht ganz so bekannt.

    27. Johnny Says:

      stimmt ! Augustiner und Augustiner Edelstoff ist das beste Bier auf dem deutschen Markt.

      Was in der Schweiz gar nicht geht, ist die Steinbockpisse (Calandabräu)

    28. Bruno Says:

      Bier in Deutschland? Ist fast immer Pilsner oder? Liegt glaub inTschechien oder so, der Ursprung. Bügelflaschen? Gibts auch noch in der Schweiz: Müllerbrau Baden. Der „Wenna“ würde allerdings speien wenn ers trinken müsste. Und dann, oben schon mal erwähnt., Ueli Bier, in Basel. Gibts nur dort in der Beiz. Und zum Schluss: „Wührer“ in Italien. Bayrischer Know.how Export vor vielen Jahren.

    29. Administrator Says:

      @Bruno
      Hast den Artikel überhaupt gelesen? Da werden lauter Sorten aufgezählt, die nix mit Pilsner zu tun haben. Der Reihe nach
      Kölsch
      Alt
      Weizenbier
      Weissbier
      etc. etc. das ist ja gerade der Clou in Deutschland: Überall ein anderes Bier, auch wenn es immer nur aus Hopfen, Malz und Wasser besteht.
      Gruss, Jens

    30. Andre Says:

      Hi @ all,

      ich lebe jetzt seit September 2005 im Kanton Bern – das Bier kann man gut trinken (Feldschlösschen, Hasli Bier) Hürlimann ist mir noch nicht begegnet. Als D´dorfer vermisse ich sicher die geschmacklich stärkeren Sorten, besonders die der Hausbrauereien. @ Admin – super, bin gerade auf deine seite geflattert und freue mich sehr…… 😉

      Füchskes Alt
      Uerige Alt
      Schumacher Alt
      Frankenheim Alt
      Schlüssel Alt

      schlecht sind Düssel Alt (mit dem Wasser der Düssel gebraut)
      und Schlösser Alt ( Mainstream Altbier)

      Pils 6 oder 7 min ist ….. zu lange 3 sind Maximum.

    31. Andre Says:

      Alle Biersorten auf einen Blick
      Weltweit einzigartig ist die deutsche Biersorten- und Biermarkenvielfalt. Rund 1.250 Brauereien präsentieren dem Konsumenten über 5.000 verschiedene Marken, die alle ihren eigenen Charakter haben und oft regionalen Geschmacksrichtungen Rechnung tragen.

      quelle: welt-des-bieres.de (deutsche Bierlobby)

      hicks hicks hicks

      bitte nicht alle trinken! Oder mitsingen : wir haben ein Idol …… 🙂

    32. spitzwegerich Says:

      > Bier in Deutschland? Ist fast immer Pilsner oder? Liegt glaub inTschechien oder so, der Ursprung.

      Ja, das Pils ist nach der Stadt Pilsen in Böhmen benannt, wo es zuerst gebraut wurde. Und gebraut hat das erste Pils der extra aus dem niederbayerischen Vilshofen angeworbe Braumeister Josef Groll. Die heute vorherrschende obergärige Braumethode war damals hauptsächlich in Bayern verbreitet, weshalb das Pils auch noch einige Jahrzehnte lang den Beinamen „Bier nach bayerischer Brauart“ hatte.

    33. Peter Says:

      Zuerst einmal schönen Dank für deine Seite. Ich denke, es kann für uns Schweizer nur interessant und bereichernd sein, zu Erfahren, wie „Fremde“ unser Ländchen und unsere Sprache(n) wahrnehmen.

      Wegen der Bierkultur hast du recht. Die gibt es in einem mit Deutschland vergleichbaren Masse nicht, genauso wenig wie eine Weinkultur (verglichen mit Frankreich…). Dafür von beidem etwas, und das glaube ich, ist nicht einmal schlecht.

      „Schweizerische Bierkultur“ erschliesst sich meiner Ansicht nach erst, wenn man den omnipräsenten Platzhirsch Carlsberg (Feldschlösschen) einmal (beinahe) aussen vor lässt und die regionalen bzw. lokalen Brauereien und deren Bier betrachtet (und geniesst). Ein Beispiel aus Basel, der Stadt die manchmal anders tickt – oder ticken will- als der Rest der Schweiz:

      Unser Bier
      http://www.unser-bier.ch/

      Ueli Bier (U-eli Bier, nicht Üli-Bier 🙂 )
      http://www.uelibier.ch/

      Ziegelhof (aus Liestal BL, 15 km östlich von Basel)
      http://www.ziegelhof.ch/

      Warteck (gehört zwar leider seit längerem zu Feldschlösschen, also Carlsberg, ist meiner Meinung nach eine gute Alternative zum Mainstream)
      http://www.warteck.ch/

      alle diese Brauereien stellen verschiedene Sorten her. Empfohlen sei z.B. das „Zwickel“ von Ziegelhof bzw. das Starkbier „Rauracher“, ebenfalls von Ziegelhof.

      gruss,
      peter

    34. Urs von T. Says:

      wenn ich von zeit zu zeit in bad zurzach bin trink ich keine“ stange „sondern ein „herrgöttli“.dann komme ich mir vor wie ein insider und genieße aargauisch-schweizerische lebensart.

    35. Guizza Says:

      Nicht zu vergessen das „Einsiedler Bier“. Herb, lecker, ehrlich 🙂

    36. Pixel Says:

      Desweiteren möchte ich mal darauf hinweisen, dass es auß0erhalb Bayerns immernoch die falsche Ansicht gibt, dass es ein WEIZENBIER gibt… Dem ist nämlich nicht der Fall!

      Es gibt:

      ein WEIZEN,
      oder ein WEIßBIER

      aber KEIN WEIZENBIER!!!

      In Bayern wäre das der absolute „Preußenstempel“ wenn man das sagt!

    37. Minga Buar Says:

      Weizenbier omei..
      und außerdem trinkt kei alte S** Paulaner. Das sind reine Exportbiere, weil der Preuße so auf „Markenpisse“ aus der Großbrauerei mit großem Fernsehwerbeetat steht wurde Paulaner, Löwenbräu und einige andere aufgekauft von großen ausländischen Brauereikonzernen die das halt vermarkten. Übrigens die Werbung, es gibt im Biergarten keinen Brunnen. Ein Biergarten hat Bänk, Kastanien drüber und Kiesboden drunter. Ausschließlich Selbstbedienung (das eine kommt wie in der Werbung vom Paulaner gibts nur im Bierzelt). Und es gibt auch nur Bier und maximal paar Schmankerl, aber keine „Küche“ – man darf und soll sich seine Brotzeit („Essen“) selbst mitbringen. Das ist ein Biergarten, alles andere nicht. Und einen „deutschen“ Biergarten gibts schon dreimal nicht. Coca-Cola Sonnenschirme, weiße Plastikstühle auf einer Terasse die mit Waschbetonplatten gepflastert ist.. des is kein Biergarten auch wenn ihr des noch tausendmal an die Eingänge auf Schilder schreibts.
      Kein Mensch trinkt in Bayern Markenbiere, jedes Ort und jeder Stadtteil hat seine eigene Brauerei wo die Leut trinken, ebenso wie Gasthausbrauerein ganz alltäglich sind die ihr eigenes Bier für die Gäste brauen.
      Paulanzer.. Weizenbier.. also nah nah nah..

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