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Stoppt die Flut der Deutschen!

Aus aktuellem Anlass sehen wir uns genötigt, ein Reload eines Postings vom 09.11.2009 einzufügen. Damals forderte Blocher in einem Interview mit dem SONNTAG, die Flut der Deutschen zu stoppen. Wir meinen: Der Mann hat recht! Wer braucht schon die Freizügigkeit?
(reload vom 9.11.09)
Ein Interview im SONNTAG
Die Pendlerzeitung 20Min.ch www.20min.ch, die am Wochenende (November 2009) eigentlich Pause hat, liest fleissig bei der Konkurrenz und berichtet:

Blocher will Personenfreizügigkeit kündigen
Alt Bundesrat Christoph Blocher fordert die Kündigung des Abkommens über die Personenfreizügigkeit mit der Europäischen Union. Er hat vor allem die Flut an Deutschen im Visier.
«Es kann doch nicht sein, dass jetzt – mitten in der Rezession – immer noch jeden Monat 1000 Deutsche in die Schweiz kommen», sagte der SVP-Vizepräsident in einem Interview der Zeitung «Sonntag». Die Personenfreizügigkeit sollte neu ausgehandelt werden, zu anderen Bedingungen. Absolut nötig wäre eine Minimal-Wohnsitzdauer für Einwanderer.
(Quelle: 20min.ch)

Blocher zur Personenfreizügigkeit
(Quelle: 20min.ch)

Was bitte schön ist eine Minimal-Wohnsitzdauer für Einwanderer? Erst eine Weile hier wohnen und dann arbeiten dürfen? Wer soll sich das denn leisen können, bei den in der Schweiz üblichen Mieten?

  • Steigende Mitgliederzahlen bei den Kirchen
  • Die katholische und die reformierte Kirche in der Schweiz litt viele viele Jahre unter permanentem Mitgliederschwund, doch seit die Deutschen kommen, steigt die Zahl der Kirchenmitglieder wieder, damit auch die Einnahmen der Kirchensteuer.

  • Wir warten gern länger auf den Bus
  • Damit muss jetzt Schluss sein. Wer braucht Deutsche Busfahrer in Zürich? Echte Schweizer gehen lieber zu Fuss oder warten eine Stunde länger auf den nächsten Bus mit einem Landsmann am Steuer, der die Haltstationen richtig ansagen kann.

  • Ein paar Monate Wartezeit bis zur OP?
  • Und im Spital? Schicken wir die 2’600 Ärzte aus Deutschland wieder heim und geben den Schweizer Heilern endlich ihre wohlverdiente Chance. Ein bisschen Warten auf eine OP oder Behandlung hat noch niemanden geschadet. Tausende von Krankenpflegerinnen und –pfleger aus dem Ausland halten in der Schweiz das Gesundheitssystem am Laufen. Jetzt in der Rezession werden wahrscheinlich einfach weniger Menschen krank, dann braucht es keine Personenfreizügigkeit mehr. Etwas erhöhter bürokratischer Aufwand für jede Neuanstellung einer Pflegekraft gibt auch den Ämtern wieder etwas zu tun.

  • Weniger Deutsche am Flughafen
  • Am Flughafen in Zürich sorgen 2‘000 Deutsche für Gastronomie, Einkaufserlebnis am Abend und Wochenende und zügige Gepäckkontrollen. Nun, dann sollen sie einfach die Geschäfte früher schliessen und ein paar Kontrollpunkte dicht machen. Für das echte Schweizgefühl warten wir gern etwas länger auf unsere Koffer.

  • Endlich wieder griechische Kellner
  • Die Heimwerker-Fachberatung beim OBI ist, würde man die Deutschen nicht mehr ins Land lassen, dann leider ebenfalls betroffen. Muss der praktische Heimwerker sein Holz am Samstagnachmittag eben selbst zuschneiden und sich die Beschläge selbst zusammensuchen. Im Gaststättengewerbe können wir endlich wieder unsere Serbo-Kroatisch, Griechisch oder Italienisch-Kenntnisse im Gespräch mit dem Fachpersonal trainieren und hätten keine Hochdeutsches „Sie wünschen?“ mehr zu befürchten. Deutschen Köchen ist sowieso zu misstrauen, wenn die noch nicht einmal Peperoni und Paprika zu unterscheiden wissen. Denn im deutschen Kulturkreis, da essen sie noch Hunde, zur winterlichen Stunde.

  • Keine Verträge mehr für Deutsche
  • Immer noch kommen 1‘000 Deutsche im Monat in die Schweiz und mieten leerstehende Wohnungen. Es sind die Schweizer Vermieter und Liegenschaftsverwaltungen, die mit diesen Deutschen gern Verträge abschliessen und sich Kautionen im Voraus bezahlen lassen. Nach einer Betreibungsauskunft wird nicht gefragt, denn sowas haben Deutsche nicht, aber nach dem Arbeitsvertrag in der Tasche.

    Kein Deutscher zieht in die Schweiz, wenn er nicht zuvor von einem Schweizer einen Arbeitsvertrag unterschrieben hätte. Die Schweiz ist viel zu teuer, was die Mieten und Lebenshaltungskosten angeht, um hier einfach so sein Glück ohne feste Arbeitsstelle zu versuchen. Das riskiert niemand. Ausserdem kostet auch ein Umzug eine Stange Geld, die nicht vom Himmel fällt.

  • Gebt euer Geld doch in Deutschland aus
  • Danach zahlen die Deutschen in die AHV ein; mehr als sie in ihrem Arbeitsleben je wieder ausgezahlt bekommen. Auch Steuern zahlen sie, und zwar jeden Monat in Form von Quellsteuer. Sie tanken an Schweizer Tankstellen und gehen im Glattzentrum und bei Ikea-Schweiz einkaufen, sorgen damit stetig für eine gesteigerte Binnennachfrage in der Schweiz. Braucht das die Schweizer Volkswirtschaft oder der gemeine Schweizer?

  • Der mit dem Hund wackelt
  • Die Deutschen gehen gern ins Kino oder und manchmal auch ins Theater. Mehr noch: Sie spielen sogar Theater, in Zürich und anderswo. Möchten wir alles nicht drauf verzichten. Wenn Blocher nun überlegt, die bilateralen Verträge einseitig zu kündigen, so hofft er darauf, dass die Gegenseite keineswegs das Gleiche tun wird. Denn für die, so Blocher, seien z. B. die Verkehrsabkommen viel zu wichtig, um sie ebenfalls zu kündigen. Diese einseitigen Überlegungen, Verträge der Schweiz mit der EU zu kündigen, erinnern uns irgendwie an die Geschichte von dem Schwanz, der versucht mit dem Hund zu wackeln. Ob das klappt?

    

    26 Responses to “Stoppt die Flut der Deutschen!”

    1. Brenno Says:

      Die Einschränkung des freien Personenverkehrs zwischen der Schweiz und den EU-Staaten kommt ohnehin viel zu spät, insbesondere was die Zuwanderung aus Deutschland betrifft: http://www.lorenz-blocher.de/html/de/namen.shtml

    2. Marroni Says:

      Da hat die schöne Natalie aber ganz schön Sch…erzählt. PS: Ihr Boss ist Deutscher. Und Christof Blocher ist ein Kind Deutscher Einwanderer.

    3. Brun(o)eg Says:

      Lieber Jens Wiese Du hast Mut.
      Eine einzige Gegenfrage: Ich frage mich warum alle zu uns wollen?

    4. Yogi-TheBear Says:

      Ausgerechnet „der Blocher“!!
      Hoffentlich haben ihm die überraschenden Hausdurchsuchungen auf seinem Latifundien & dem protzigen Schloss in Graubünda zugesetzt!

      Blocher is doch auch nix anderes als ein „Kind“ von einem SCHWOB! Sein verarmter Vater – ein pietistischer Priester- ist doch mit Familie aus Schwaben eingewandert…ergo: Blocher ist auch „nur“ ein SCHWOB!

      Vielleicht hetzt er deswegen so gegen alles aus Dütschland? Um zu verstecken, was er für eigene Wurzeln hat!!!???

      Ich frage mich schon lange, wie ein BLOCHER zu solch unermesslichen Reichtum kommen kann? Wen muss er wohl im Laufe seines Lebens „ganz tüchtig beschissen haben“ – denn von NIX kommt NIX!?

    5. Yogi-TheBear Says:

      Brun(o)eg Says:

      „Lieber Jens Wiese Du hast Mut.
      Eine einzige Gegenfrage: Ich frage mich warum alle zu uns wollen?“

      Frag Dich doch lieber mal, warum denn die meisten PROFs an der ach so „heiligen ETH“ ausgerechnet Deutsche sind?
      Genauso wie die besten&erfolgreichsten CH-Ärzte?
      Die erfolgreichsten Wirtschafts-Kader?

      Könnte es nicht so sein:
      Vielleicht weil sie schneller, effizienter, präzieser sind???
      Bis der Schweizer einen Sachverhalt in seinem umständlichen schwiizer- oder buuredütsch erklärt hat – dadadata…und dadädätä…ist der Deutsche halt schon fertig!

      Meine Definition – nach 17 Jahren Zusammenlebens – ist deshalb auch viel simpler:

      => Bis der Schweizer „Chäse“ gesagt hat, da hat der Deutsche ihn doch schon gegessen!

      SCHWUPPS!
      PS: Musst Dich jetzt NICHT vor Wut vor den Eiffelturm werfen!

    6. pfuus Says:

      @brun(o)egg:
      Jetzt schwächelst Du aber etwas! Deine Frage ist „Rickli Steil“ ! Später mehr.

    7. Bueli_Man Says:

      Eigentlich völlig unnötig, so etwas noch zu thematisieren…als Deutscher in der Schweiz halte ich mich angesichts dieser periodisch wiederkehrenden Ausbrüche von Karnevalismus an Reinhard Mey: „…also tu ich, was ein Baum tun würde, wenn ein Schwein sich an ihm kratzt…“

    8. AnFra Says:

      Lieber Bruno, hast Du etwa ein Delirium ?

      Hier eine Antwort: 81.800.000 Deutsche wollen nicht zu euch kommen!
      Brauchst keine Furcht zu haben, denn ich komme auch nicht.

      PS: Ist bei dir das Grundstück zur rechten Hand noch immer unbebaut? 😉

    9. Traveller Says:

      @Brun(o)eg:

      Nun, immerhin 1% der Schweizer leben in Deutschland, aber nur 0,3% der Deutschen leben in der Schweiz.

      Was macht Deutschland für Schweizer so viel attraktiver als die Schweiz für Deutsche?

    10. Yogi-TheBear Says:

      „Was macht Deutschland für Schweizer so viel attraktiver?“
      Ganz einfach: Hier gibt’s so wenig SCHWEIZER!

    11. pfuus Says:

      @Yogi-The Bear:

      „…ist der Deutsche halt schon fertig!“ Das heisst aber nicht grundsätzlich, dass er dann auch viel gesagt hat.

    12. Yogi-TheBear Says:

      @pfuus:
      “…ist der Deutsche halt schon fertig!” Das heisst aber nicht grundsätzlich, dass er dann auch viel gesagt hat.

      Schade! Hast es einfach nicht geschnallt! Genau das sag ich doch ….weil er einfach schneller, effizienter, präziser ist! Da muss er nicht viel sagen!
      PUNKT!

    13. Brun(o)egg Says:

      @all

      Funktioniert ja wunderbar. Die Reflexe sind noch da. Nachdem ich kein Deutsch kann @ Yogi Bär: präzise schreibt man ohne ie.
      Und sonst: nehmt mich nicht zu ernst und euch auch nicht. U wen ihr schon stimmen und wählen könnt: Schmeist die 200% Rickli raus.

    14. Smilla Says:

      Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Blochers ohnehin schon etwas langweilige Schallplatte einen Sprung hat.

    15. Brun(o)egg Says:

      @ Traveller
      Wer hat die Statisken erfunden? Und den Ansatz dazu um alles belegen zu können. Smile.
      Da gabs doch den Riesigen Adam.

    16. Traveller Says:

      @Brun(o)egg:
      Die Schweizer ham’s erfunden. Zumindest diese Statistik:
      http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/02/blank/key/schweizer_im_ausland.html

      Laut Statistik Schweiz der Eidgenossenschaft lebten 2010 77.800 Schweizer in Deutschland. D.h. rund 1% der Schweizer leben in Deutschland.

      Umgekehrt leben in der Schweiz mittlerweile rund 280.000 Deutsche.
      Deutschland hat 82 Mio. Einwohner, das heißt 0,34% der Deutschen leben in der Schweiz. Ein interessanter Artikel hierzu aus der Schweiz:
      http://www.avenir-suisse.ch/10119/vor-100-jahren-war-der-anteil-deutscher-einwohner-in-der-schweiz-noch-grosser/

    17. steffi Says:

      Bei uns in der Firma nennen die Deutschen die Schweizer nur noch „Grüzzis“ und die Schweizer haben entsprechende Bezeichnungen für uns Deutsche. Somit kann man sich gegenseitig aufziehen und das macht beiden Seiten Spass, wie ich festgestellt habe.

    18. Markus B. Says:

      So en seich Han ich scho lang nüme glese, Deutsche in der Schweiz sin wie schon ewig in Europa eine richtige Plage. Von Deutschen hört man immer nur die eine Aussage; ICH HAB EIN RECHT DARAUF!!!
      Ja, vielleicht habt ihr DE ein Recht auf irgend etwas, aber wieso habt ihr keine BITTE in eurem Wortschatz? Also, sie sind, waren und bleiben eine diktatorische Plage.

    19. pfuus Says:

      @Mägge(EZ) B.: BITTE verschonen Sie die Deutschen mit Ihrer CHer Ignoranz.Fragen Sie sich lieber, was rot-weiss-schwarze Plakate in den Bahnhöfen der sogenannten Deutsch-oder sagen wir besser Mundart-CH , mit den Anfängen jener Diktatur gemeinsam haben:SIE HABEN EIN RECHT DARAUF!!!

    20. steffi Says:

      Liebe Leute, bewahrt Euch bitte den Humor! Man kann sich doch gegenseitig necken, ohne sich gleich anzufeinden.

    21. Void Says:

      Ich wollte eigentlich nur mal nach dem Release-Datum von Beyond the black rainbow googeln und schon lese ich hier mit.
      Bin aber ehrlich gesagt etwas erstaunt darüber, wie Leute in diesem Blog miteinander kommunizieren..Vielleicht liegt es auch daran, das ich erst 24 Jahre alt bin, trotzdem kenne ich keinen halbwegs intelligenten Menschen, der so peinlich über Mitmenschen wettert. Ich meine hallo, in der CH leben sehr viele verschiedene Nationen miteinander, die Deutschen fühlen sich jedoch stets unverstanden was vielleicht auch an Missverständnissen liegen kann? Wer sich dermassen auf Unterschiede seiner Mitmenschen verbeisst, der lenkt doch nur von den eigenen Unsicherheiten ab. Ich bin auch keine gebürtige Schweizerin, trotzdem schubladisiere ich die Schweizer nicht generell. Menschen sind doch überall gleich, wer abgrenzt ist entweder alt, „Bünzli“ oder langweilig – bei den Ausländern beobachte ich seit meiner Schulzeit, dass diese sich selber abgrenzen durch Intoleranz und ständiges Meckern.
      @ Yogi-Bär: Krass. Ich könnte nicht in einem Land leben, in dem ich die Leute nicht ausstehen kann. Einige Dinge, die du hier als „Witz“ rechtfertigst, würdest du deinem Landsmann bestimmt nicht auftischen. Egal ob Schweizer, Deutscher, Serbe oder Grieche, mir wird echt übel wenn ich mir vorstelle, dass Kaderstellen von Unmenschen gefüllt werden. Das Deutsche super effizient sind macht auch Sinn, Faulpelze wandern auch kaum aus. Bin ich da die einzige die es oberflächlich findet, wenn sich Leute in erster Linie mit der Nationalität identifizieren können?
      Im übrigen arbeite ich mit einem durchmischten Team, mir ist da nie aufgefallen dass die Deutschen Kollegen wirklich mehr leisten. Oftmals kommen sie mir einfach zielstrebig rüber, manchmal gar verbissener da sie sich gerne über ihre Leistung austauschen. Qualität ist da etwas persönliches, nicht nationales..Ich kann es einfach nicht glauben das erwachsene Menschen solchen Tunnelblick haben aber ich kann es verstehen, soo viel Ablenkung und Konsum formen irgendwann mal auch den Charakter.

    22. Chrugel Says:

      Ja der Blocher…. der soll doch endlich mal abtreten und in Rente gehen. Hat schon genug Seich rausgelassen, kann man ihn denn noch ernst nehmen?

      … konnte man das je…?

    23. Der Dissident Says:

      @Void – Ihr Kommentar gefälltmir am meisten. A….löcher gibt es doch überall. Also ich habe schon Kontakt mit Schweizern in D gehabt und nie irgendwelche Resentiments gespürt, auch nicht als ich dieses Jahr zum ersten mal in der Schweiz war. Im Gegenteil, man war uns sogar sehr freundlich gegenüber, aber vielleicht liegt es auch daran, dass meine Frau und ich uns nicht wie die Axt im Walde benehmen.
      Auch wir überlegen in die Schweiz zu „zügeln“, ganz einfach weil es in D keine wirkliche Demokratie mehr gibt und der Staat, über die Köpfe der Bürger hinweg, die Steuern Richtung Südeuropa verschleudert. Dafür werden noch unsere Urenkel zahlen dürfen und erst mit 75 in Rente gehen.
      Für jene, die die D nicht mögen werde ich nun mal die Axt rausholen: Diese Leute haben einen ausgeprägten Minderwertigkeitskomplex und wollen sich durch eine willkürliche Aufteilung in DIE und WIR abgrenzen. Dabei ist die Deutschschweiz schon vor Jahrhunderten durchgermanisiert worden. Das sind schon längst alles Germanen und keine Helveter mehr. Aber so wie auch die Schwaben (Wir können alles außer Hochdeutsch) oder die Bayern (Mia san Mia), versuchen sie sich eine verzweifelte „eigene“ Identität zu erhalten. Putzig. Dem steht jedoch nicht D gegenüber sondern der alles verschlingende und gleichmachende Moloch EUdSSR.
      So wäre meine Hoffnung Schweiz, dass sich die CH nicht vom Moloch vereinnehmen lässt, der Grund zur Auswanderung. Insofern wären wir dann auch nicht wirtschafts, sondern politische Flüchtlinge.

    24. susanne Says:

      @Markus B – als Schweizerin in Spanien und Lörrach lebend kann ich dir nur beipflichten – die deutsche Beliebtheit, die allzu gerne propagiert wird, besteht nur in den deutschen Köpfen und deutschen Meiden. Leider sind dies keine Vorurteile, sondern auch hier in Spanien, denken die Deutschen, nur so wie sie die Dinge sehen, kann’s gut und rechtens sein – und genauso wie dieser Blog sich über schweizerische Gepflogenheiten und Dialektiken beschwert und lustig macht, lernen sie auch hier kein spanisch, sondern lassen sich lieber darüber aus, was alles nicht gut genug deutsch ist…….. Dies ist die traurige Wahrheit über die Deutschen. Dass wir Schweizer keine Deutschen sind macht mich stolz und im Ausland unter vorgehaltener Hand umso beliebter. Und es interessiert niemanden ob mein Deutsch nicht korrekt ist, ich kann englisch, französisch, italienisch und spanisch.
      Hochdeutsch ist keine Weltsprache!

    25. Hans-Pierre Says:

      Das ist mal ne lustige Runde. Ihr Deutschen fühlt euch etwa angegriffen wenn wir Schweizer finden dass es langsam zu viele Deutsche in der Schweiz gibt? Die Aussagen 1% D und 2% CH zeigen dies eindeutig, und der Blogpost so oder so!

      Kann ich gut nachvollziehen. Ich frag mich nur wie die Türken in Deutschland sich fühlen müssen… Anyway, zurück zum Thema. Es ist eine TATSACHE, dass die Schweiz und dessen Wirtschaft auf deutsche Arbeitskräfte angewiesen ist. Natürlich nicht wegen den Dumpinglöhne. Jedoch gibt es Segment wie die Gastronomie und das Gesundheitswesen, welche stark auf die ausländischen Arbeitskräfte angewiesen sind, weil es nun mal nicht genügend Schweizer gibt die diese Jobs ausüben. Bezüglich den Professoren. In der Tat gibt es viele Deutsche Professoren. Die Privatwirtschaft bringt aber mehr ein und ist spannender. Eventuell liegt es daran dass es weniger Schweizer Professoren gibt. Ausserdem bemühen sich Schweizer Unis möglichst international zu sein, was natürlich nicht immer einfach ist wegen der sprachliche Barriere. Deutschland ist da die erste Wahl, aber natürlich nicht nur wegen der Sprache, Deutschland hat sehr gute Leute und viel Wissen und Know How.

      Was den Deutschen von den anderen Immigrant unterscheidet ist sein Bildungsgrad und natürlich die Ähnlichkeit in der Kultur (arbeitsam, lernwillig, entgegenkommend, etc). Aber viel mehr seine Kompetenzen, ganz nach dem Motto, wieso soll ich mit meinem Bildungsgrad hier in Deutschland verhältnismässig wenig verdienen und noch die Hälfte davon abgeben? In der Schweiz verdient man mehr und zahlt weniger Steuern. Zumindest wäre dies meine Überlegung. Daher, so denke ich das, fühlen sich einige Schweizer in Ihrer Existenz bedroht. Die bisherigen Einwanderer aus anderen Ländern haben Jobs übernommen, wo Herr und Frau Schweizer sich zu schade dafür fühlen. Der Deutsche hingegen, der kann was (nicht das andere nichts können, doch die Gründe der Einwanderung sind nicht immer freiwilliger Natur gewesen im Vergleich zu den Deutschen), und Teilweise sogar mehr als die Schweizer, daher kommt Konkurrenz ins Land.

      Wo sich aber immer mehr Schweizer daran stören ist der Fakt dass an vielen Orten Hochdeutsch gesprochen wird und wegen Nichtverstehens des lokalen Dialektes Hochdeutsch gesprochen werden muss. An der Hotline der Schweizer Telefonanbieter, in Restaurants, am Bankschalter, Kontrollen in Bus, Tram und Bahn, etc. (nicht zu vergessen dass Hochdeutsch für einige Schweizer als Fremdsprache empfunden wird).
      In den Tourismus-Regionen empfinde ich es als am stärksten ausgeprägt. Saison Arbeiter aus Deutschland gibt es Massenweise, irgendwie Bildentfremdend für die Region. Mann stelle sich vor, als Deutscher in der Schweiz Urlaub zu machen, geht z.B. auf Gstaad, Adelboden, St. Moritz, Arosa oder Laax (Ich nehme mal deutschsprachige Ziele im Winter), zahlt bereits genug und stösst dort überall auf deutsches Personal. Ich persönlich würde dies Schade finden, ein Land und deren Bräuche, Sprache, Spezialitäten und Regionen kennen lernen zu wollen, jedoch von Landsleuten bedient zu werden. Mich würde das stören.

      Nichts desto trotz, ihr müsst das nicht so eng sehen. Es gab schon etliche Immigranten-Gruppen, jede musste zu Beginn unten durch. Das legt sich mit der Zeit, ich denke die Deutschen haben eine glänzende Zukunft in der Schweiz. Lasst Herr und Frau Schweizer ein wenig Zeit, sie sind ja langsam und müssen zuerst immer herum diskutieren.

      Übrigens ist es Schema mit den Franzosen in der Romandie genau gleich, ihr seit als nicht alleine 😉

    26. Hans-Pierre Says:

      Lieber Yogi-TheBear, es heisst „Chäs“ ohne „e“ am Schluss, und der Eiffelturm wurde von Schweizern entworfen. So jetzt hab ich auch noch einen sinnlos absurden Kommentar abgegeben. Nimm’s easy alte, isch nöd persönlich gmeint… ah momänt, doch 😉

      Liebe steffi: Hammer :D, „Grüezi’s“, mit „e“ 😉 Die Oberwalliser sagen das über die Deutschschweizer auch (das Grüeziland), den sie halten sich für keine Deutschschweizer, sie sind Walliser 😀 Wir haben im Büro auch ne gemischte Gruppe. Ein Thurgauer, ein Zürcher mit Unterwalliser Wurzeln, ein Bündner mit Deutschen Wurzeln, ein Österreicher mit Polnischen Wurzeln. Es ist immer wieder lustig sich gegenseitig zu necken. Ab meisten kommt aber der Thurgauer drunter 😀

      Soweit stimme ich der Aussage zu dass die Schweiz mit ganz Europa durchmischt ist. Ein Schweizer zeichnet sich für mich nicht durch sein Blut (das soll weiterhin eine Familienangelegenheit bleiben) aus, sondern durch sein Verhalten, seine Kultur und seine Sprache. Da gibt es genügend Beispiele wo kein Elternteil aus der Schweiz stammt, dies dem Kind aber nicht zu 0.1% anzusehen/-hören/-etc ist. Wäre super gemein wenn dieses Kind als Ausländer abgestempelt wird, nur weil es die Eltern sind oder waren.

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