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Gehen Sie doch mal im Deutschland-Trikot durch Zürich spazieren — Es lebe der Spass am Risiko!

  • Dieses Jahr alles anders?
  • Auf dem Online-Portal der Zeitschrift 20Minuten erschien heute ein Beitrag, in dem davon erzählt wird, dass man sich als Deutscher in diesem Jahr, anders als noch bei früheren Weltmeister- oder Europameisterschaften, einfach in der Schweiz als Fan outen kann:

    Anfeindungen von Schweizern, abgebrochene Deutschland-Flaggen an Autos und die Erkenntnis, dass es den Schweizern fast wichtiger ist, die Deutsche Nationalmannschaft rausfliegen zu sehen, als die Schweizer Nati anzufeuern, führten dazu, dass die Deutschen bei uns Siege ihrer Mannschaft kaum bejubelten oder nur unter sich.

    «So noch nie gesehen»

    Dieses Jahr ist dies anders. Nach dem gestrigen Sieg der Deutschen über England waren nicht nur an der Langstrasse Hup-Konzerte zu beobachten. «In der Schweiz hab ich das so noch nie gesehen», so ein Deutscher gegenüber 20 Minuten Online. Vanessa Matthiebe, Präsidentin Deutscher-Club Zürich sagt: «Ich kann heute in deutscher Vollmontur ins Tram in Zürich und im Gegensatz zu früheren Zeiten ernte ich keine bösen Blicke mehr.»
    (Quelle: 20min.ch)

    Ich weiss nicht, wo diese Deutschland-Fans unterwegs waren. Es müssen nette Gegenden gewesen sein. Wer erleben will, wie man sich als Deutscher Fan in der Schweiz fühlen kann, braucht sich nur ein Fähnchen ans Auto zu hängen oder ein T-Shirt vom deutschen Kollegen ausleihen, und kann so einfach den Selbstversuch starten. Selbsterfahrung pur. Dschungelcamp, Wandern in den Bergen Pakistans oder Camping auf den Golan-Höhen war gestern, Zürich mit Deutschland-Trikot kennenlernen ist der wahre „Thrill“.

    Unser Nachbar hatte auch die doppelte Beflaggung „Deutschland“ und „Schweiz“ am Auto, doch seit gestern ist da nur noch eine Schweizer Flagge. „Was ist passiert?„, fragte ich ihn. „Weiss nicht, wohl abgerissen worden„. Er hatte sich schon gewundert, warum in letzter Zeit alle immer so dicht und agressiv auffuhren.

    Alles ganz entspannt? Ja, so lange Deutschland verliert.
    Heut schon mal einen Pluswärmer getragen?

    Zum Glück sind die Schweizer noch nicht so drauf wie die Englischen Fans. Spiegel-Online berichtet, dass sich das dort 1996 noch eine Spur gefährlicher anfühlte, siehe hier „Allein unter Feinden„.

  • Der schwarz-rot-goldende Pulswärmer am Schweizer Open-Air war keine gute Idee
  • Warum kann man sich in der Schweiz nicht einfach mal entspannt über guten Fussball freuen und für die Mannschaft sein, die diesen spielt? Ganz egal was da für eine Nationalität drauf steht? Ein Redakteur von 20Minuten erzählte mir heute, dass er aus mal aus Deutschland mit einem Schwarz-Rot-Gold Pulswärmer zurückkam, während der letzten WM, und den dann auf einem Open-Air Festival trug. „Den habe ich dann aber ganz schnell wieder abgelegt„, sagte er schliesslich. Einen Deutschland-Pluswärmer sollte ein Schweizer in seinem Heimatland nicht tragen. Dabei wollte er einfach nur zum Ausdruck bringen, dass er die Deutsche Mannschaft gut fand damals. Egal, lieber kein Stress riskieren.

    Gehen Sie auf’s Ganze, tragen sie einfach mal einen Tag Schwarz-Rot-Gold! Wird sicher spannend.

    

    111 Responses to “Gehen Sie doch mal im Deutschland-Trikot durch Zürich spazieren — Es lebe der Spass am Risiko!”

    1. Milena Says:

      @ Ralf

      In einem meiner ersten Schuljahre, ich war etwa 8 oder 9 Jahre alt, trug sich folgendes zu: Mit einem anderen Mädchen war ich an einem nasskalten Herbsttag auf dem Nachhauseweg von der Schule. Plötzlich blieb sie stehen und zertrat und verwischte einige auf der Straße liegende Zweige. Als ich sie nach dem Grund fragte, sagte sie, die Zweige hätten so dagelegen, dass sie wie ein Hakenkreuz aussahen und deshalb hätte sie es zerstört. Ich war erschrocken. Ein Hakenkreuz? Hier? Gibt es hier etwa Nazis? Uns war in diesem zarten Alter schon von den Nazis erzählt worden, also was damals geschehen war. Natürlich etwas harmloser als wir es in späteren Jahren gelernt haben, aber schlimm genug, um an diesem Tag im Herbst wegen einiger zufällig angeordneter Zweige in Panik zu geraten. Wochenlang hatte ich ANGST, diesen Weg nach Hause zu nehmen, weil ich mich vor Nazis fürchtete. Vielleicht gibt es tatsächlich Schweizer, die nicht wissen, wie intensiv wir Deutschen uns mit der Nazizeit beschäftigen, deshalb hier noch mal deutlich: SCHON NEUNJÄHRIGEN KINDERN WURDE DAVON ERZÄHLT. Und NEIN, die Deutschen wurden nicht als bedauernswerte Kriegsverlierer dargestellt sondern als Täter. Uns wurde gelehrt, dass UNSERE Vorfahren an den Verbrechen der Nazizeit die Schuld tragen, wir dies nie vergessen dürfen und dass wir die Verpflichtung hätten, so etwas niemals mehr zuzulassen.

      Offensichtlich gibt es Schweizer, denen dies nicht bewusst ist oder die es absichtlich ignorieren.

      Zu der schon genannten Zeit, als wir in der Schule über die Nazizeit unterrichtet wurden, sah ich in einem Lehrbuch das Foto von einem Mann mittleren Alters, der den gelben Stern trug und auch das werde ich nie vergessen. Sein Blick war eine Mischung aus Angst, Irritation und dem Versuch, die Würde zu bewahren. Allein in diesem Bild, in diesem Blick, lag bereits der ganze Schrecken der Nazizeit. Die Erinnerung an die Dinge, die ich hier erzähle, ist sehr stark. Wenige Jahre später, ich war etwa 15, war in der Schule wieder mal das Thema Nazizeit dran. Diesmal unter anderem mit einer Art Tatsachenbericht aus einem KZ, mit Verbrennungsöfen und Gaskammern. Nein, zu diesem Zeitpunkt hatte ich keine Angst mehr, aber ziemlich großen Abscheu. Nun war es aber so, dass diese Abscheu nicht nur die Nazis betraf sondern alsbald auch meine deutsche Herkunft. Auch dies wird vielen Schweizern nicht bewusst sein. Vielen Deutschen haben die Berichte aus der Vergangenheit so sehr zugesetzt, dass sie sich selbst zu hassen begonnen haben. Auch unsere ganz normalen Eigenschaften, die wir als Deutsche haben, wie effizientes Verhalten, wurden teils offen, zum großen Teil unterschwellig, als Mit-Ursache für den damaligen Massenmord bezeichnet. Es gibt heutzutage in Deutschland viele junge Menschen, die ALLES Deutsche ablehnen. Die krampfhaft versuchen, bloß nichts Deutsches an sich zu haben. Ich war damals auch darauf reingefallen und es dauerte noch sehr lange, bis ich den Satz: „Ich bin Deutsche“ denken konnte, ohne zugleich an Gaskammern zu denken. Auf dieses Phänomen, sich selber abzulehnen, weil man „deutsch“ ist, stößt man im gesamten öffentlichen Leben. Im Jahr, als ich meinen späteren Ehemann kennenlernte, lief gerade eine sehr erfolgreiche deutsche Komödie im Kino und wir gingen hinein. Mein Mann wusste nicht, was laufen sollte und war zutiefst empört, weil ich ihn in einen deutschen Film mitgenommen hatte, denn auch er war „drauf reingefallen“. Auch bei ihm hatte es noch viele Jahre lang gedauert, bis er unverkrampfter reagieren konnte, wenn etwas „deutsch“ war. DAS IST DIE REALITÄT. Den weitaus meisten Deutschen ist sehr bewusst, welche Verbrechen ihre Vorfahren begangen haben. Die heutigen Deutschen als Nazis zu beschimpfen, ist daher, harmlos ausgedrückt: FALSCH. Natürlich haben wir Deutsche unangenehme Eigenschaften, wozu ich es auch zählen würde, dass wir immer gewinnen wollen und so einiges mehr. Doch hat dies mit Nazis nun mal überhaupt nichts zu tun. Uns Deutschen fällt es unglaublich schwer, unserer WAHRE und EIGENE Identität zu finden. In Bezug darauf sagte mir mal jemand, wie froh er doch sei, Schweizer zu sein. Wie wahr.

      In Bezug auf die zugewanderten Deutschen, möchte ich mal fragen, wie es denn wäre, wenn man die Schweizer als Heuchler bezeichnen würde? Zum Beispiel deshalb, weil sie zwar jahrelang die gut ausgebildeten Deutschen ins Land gelockt haben, sie aber, wie es mir nach etwa anderthalb Jahren Schweizer Onlinezeitungen und Blogwiese lesend erscheint, nicht ausstehen können? Wenn uns so viele Schweizer hassen, dann hätten sie das nicht tun dürfen. Da sie es aber getan haben, müssen sie auch akzeptieren, dass die Deutschen ein Stück weit ihre eigene Kultur mitbringen – und diese weist keine wirklich bedeutenden Unterschiede zur Schweizer Kultur auf. Unterschiede ja, wirklich bedeutende Unterschiede nein. Wenn Deutsche sich in der Schweiz danebenbenehmen, sprich „in-Gruppen-herumschreien“ oder „immer-alles-besser-wissen-müssen“, dann ist das für mich natürlich nicht akzeptabel. Während einer WM mit dem Shirt der Nationalmannschaft herumzulaufen, zählt aber noch längst nicht zu inakzeptablem Benehmen – solange dies ruhig und friedlich geschieht.

      Noch mal: Die Schweizer hätten die Deutschen nicht ins Land holen müssen. Sie hätten auch kleinere Brötchen backen können, wenn die gut ausgebildeten Deutschen gefehlt hätten. Ich meine das nicht ironisch. Wenn eigene Leute mit der entsprechenden Ausbildung fehlen, dann hätte man das auch akzeptieren können. Aber das war der Wirtschaft wohl nicht recht. Die Schweizer sind nicht gezwungen, auf eine bestimmte Art und Weise zu wirtschaften oder auf die gleiche hektische Weise wie die Deutschen zu leben. Die Schweizer können ihr System gestalten, wie sie wollen. Ich finde es nicht richtig, wenn Schweizer, die FÜR die Zuwanderung von Deutschen sind, dies damit begründen, dass die nördlichen Nachbarn mithelfen, den Wohlstand in der Schweiz zu sichern. Was bitte ist denn Wohlstand? Und wieso bitteschön besteht denn angeblich Bedarf an deutschen Arbeitskräften? Wie möchten die Schweizer denn leben? Was ist ihnen wichtig? Es ist nicht alles Gold was glänzt.

      Erschreckend fand ich, dass in der Schweiz gegen Deutsche Stimmung gemacht wurde, weil sie angeblich Schweizern die Arbeitsplätze wegnehmen. Da möchte ich mal fragen, ob sich die Deutschen denn selbst einstellen, oder ob dies nicht die Schweizer Unternehmer tun. Ebenso die Behauptung mit den niedrigeren Löhnen für Deutsche, wegen denen sie von eben jeden Unternehmern gerne eingestellt werden. Angenommen, das stimmt, dann ist dies trotzdem wohl eher eine Frage der Schweizer Unternehmer-Moral.

      Zu den blöden Bemerkungen der Herren Steinbrück und Müntefering fällt mir auch keine Entschuldigung ein. Das sind nun mal dumme Politiker-Arschlöcher, dumme deutsche Politiker-Arschlöcher, und dumme deutsche rücksichtslose Politik-Daherquassler. Herrn Steinbrück hatte ich mal live erlebt, bei einem Tag der offenen Ministerien. Er ist ein rhetorisch gewandter Verführer und steht bei mir noch eine Stufe niedriger als die Bundeskanzlerin, die ich nur allzu gern mit „Schlampe“ titulieren würde. Aber ich will mal höflich bleiben.

      Als ich den an Sie, Ralf, gerichteten Leserbrief las, hatte ich erst wieder mit ihnen Mitleid und später dann mit dem Verfasser. Ich dachte mir, okay, 84 Jahre alt, das ist nicht die Schweizer Mehrheit. Es tut weh, so etwas zu lesen. Interessant fand ich die Aussagen über die Hilfe für die Flüchtlinge. Es ist nicht das erste Mal, dass ich so etwas von einem Schweizer höre. Als Beweis dafür, wie hilfsbereit sie doch seien und gerne als Verteidigung vorgetragen. Was habe ich schon als Kind gelernt? Wenn jemand Hilfe braucht und du kannst ihm helfen, dann hast du die Verpflichtung zu helfen! Ich möchte damit diese Hilfe nicht gering schätzen und auch nicht die Hilfe, die Schweizer seit sehr vielen Jahren sehr vielen Menschen in der Welt, auch vielen Deutschen, haben zukommen lassen. Auf gar keinen Fall. Mich stört daran, dass etwas, was normal sein sollte, als zu wichtig genommen wird. Die meisten Menschen helfen anderen Menschen, viele Staaten tun das auch und sie tun es auch noch gerne. Zum Glück ist dies noch die Normalität auf dieser Welt.

      Was das Minarettverbot betrifft, so fühle ich mich als Bewohner „eines christlichen Landes“ NICHT von der Schweiz gegen die Muslime verteidigt. Ich bin entsetzt über diesen Unfug. Da die Schweizer, ebenso wie andere europäische Nationen, mit den bei ihnen lebenden Muslimen Probleme haben, sollten sie diese realen Probleme mit realen Mitteln angehen, offen und ehrlich und vor allem konsequent und nicht stattdessen den Muslimen hinterrücks einen Arschtritt verpassen, eine Hasskampagne schüren und damit ausgerechnet jene Menschen treffen, die NICHT irgendwelche mittelalterlichen Sitten ins Land bringen. Minarette? Ich weiß nicht, was das Problem mit diesen Türmchen sein soll. Die Probleme mit geprügelten und zwangsverheirateten Töchtern und auch Söhnen sind dagegen real. Türkische oder arabische Einwanderer, die verschiedene Straftaten begehen, sind auch real und für die anständigen Zuwanderer ebenso ein Problem. Ich denke, man sollte zuerst mal konsequent das Strafgesetzbuch anwenden. Ich bin mir sicher, da steht was von Freiheitsberaubung, sexueller Nötigung, Diebstahl… und in den Gesetzen steht auch ganz sicher was von Ausweisung. Aber offensichtlich ist man auf dem ganzen Kontinent nicht in der Lage, die Gesetze durchzusetzen. Zugegeben, das ist auch wirklich ein schwieriges Problem und weit mehr als eine einfache Strafgesetzbuchangelegenheit. Der Begriff Gerechtigkeit ist schwieriger als man glaubt, ebenso wie allgemein die Gestaltung einer offenen und toleranten Gesellschaft, die möglichst alle Menschen mit einbeziehen sollte und ihnen Chancen gibt und Verständnis schenkt.

      Wie wäre es, wenn man auch in Bezug auf Muslime die Schweizer als Heuchler bezeichnen würde? Weil sie gleichzeitig mit schwerreichen Arabern keine Probleme haben, sich sogar freuen, weil diese Geld ins Land bringen? Und dann natürlich auch nicht danach fragen, wie jene schwerreichen Muslime ihre Ehefrau(en) behandeln, ob sie ihre Töchter verschachern oder wie sie mit den Menschen in ihren Heimatländern umgehen. Aber das ist überall auf der Welt dieselbe Heuchelei und kein „Privileg“ der Schweiz. Geld darf alles.

      Noch ein Wort zu den Schweizer Jugendlichen in München: Wir im Norden haben das kaum mitbekommen und es hat definitiv keinen Einfluss auf unsere überwiegend positive Haltung zu den Schweizern.

      Und noch ein Wort zur SVP: Für mich ist diese Partei eine Verbrecherpartei. Manchmal ist sie auch einfach nur lustig (Ernst Schibli), mal erschreckend dämlich (René Kuhn) und zweifellos spricht sie in anderen Fällen auch das aus, was wirklich bedeutend und richtig ist. Dies jedoch ist solange ohne Relevanz, wie sie gleichzeitig Menschen gegeneinander aufstachelt und Lügen verbreitet. Genau das macht sie für mich zu einer Verbrecherpartei.

      Man sollte ein solches Verhalten nicht einfach ignorieren. Die nationalsozialistische Bewegung in Deutschland war in der Zeit vor 33 recht umfassend und hatte auch Inhalte gehabt, die im Gegensatz zu den späteren Verbrechen durchaus richtig waren. Aber es waren NICHT DIESE, die später noch eine Rolle spielten. Soll man vielleicht die Verbrechen der Nationalsozialisten entschuldigen, nur weil sie nebenher, neben Krieg, Herrenmenschendenken, Holocaust, auch eine gesunde Umwelt propagiert haben? Oder die Wertschätzung für Mütter??? Ach ja, die ach so schützenswerte Umwelt wurde im Krieg gnadenlos verheizt und die Söhne der wertgeschätzten Mütter wurden zu Kanonenfutter.

    2. Milena Says:

      @ Ralf

      Wie Ihnen sicher aufgefallen ist, ist mein etwas aggressiver Kommentar von Mittwoch 22.55h eigentlich nicht an Sie gerichtet. Der Text hatte sich irgendwie verselbstständigt und sich auf die grad stattfindende SVP Diskussion und auf das von Ihnen beschriebene Erlebnis in dem spanischen Club bezogen. Das hätte ich wohl besser als Überschrift hinschreiben sollen. Nachdem ich Ihren Kommentar von Mittwochnachmittag gelesen hatte, schrieb ich meinen Kommentar zu alldem, vergaß aber dann, das @ Ralf zu streichen. Sorry.

    3. pfuss Says:

      @Ralf

      Ich kann die Ressentiments eines 84 jährigen , der die Jahre 1933-1945 als unmittelbare Bedrohung erlebt hat, bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen.

      Nicht nachvollziehen kann ich seine Ignoranz, nationale Eigenverliebtheit „(Sie können auch von Deutschland oder Spanien aus die Schweiz bewundern.)“
      gepaart mit einem Schuss Rassismus „(Die Schweizer Kinder die in München zugeschlagen haben sind Kinder die leider einen falschen Pass erhalten haben.)“

      „Wenn seine Schulkollegen ihn mit Hitlergrüssen mopsen, ist doch bei Ihnen etwas falsch gelaufen.“

      Es erklärt sich von selbst, weshalb derartiges Kraut und Rüben Denken auch bei CH Jugendlichen und Kindern im 21.Jh. vorkommt.

    4. Guggeere Says:

      @ Ralf
      Ich habe solche Typen 1989 erlebt, als an meinem Wohnort eine von der Schweizer Armee finanzierte Wanderausstellung zum Gedenken an den Kriegsbeginn stattfand. (Kein Witz: Die Schweiz feierte 1989 offiziell 50 Jahre Kriegsbeginn – äh, Mobilmachung.)
      Ich war zufällig dabei, als am Rande dieser Veranstaltung ein paar Pazifisten und Armeegegner einen Infostand mit Transparenten und Flugblättern aufstellten, um für ihre Sicht der Dinge zu werben. Dass eine Gruppe Offiziere mit Hohn und Spott reagierte («Ihr könnt ja nicht mal einen rechten Stand konstruieren, hahaha!») und die Kantonspolizei recht unverschämt Fotos machte (wohl was Halb- bis Illegales für den Staatsschutz…) fand ich damals noch seltsam. Schockiert war ich von den Sprüchen der haufenweise vorbeigehenden sogenannten «Aktivdienstler», wie die Kriegsveteranen hierzulande genannt werden, und ihrer Brüder im Geiste. Es hagelte interessante Vorschläge wie «an die Wand stellen», «Landesverweisung», «als Zielscheibe fürs Obligatorische verwenden», «vergasen» (!) oder einfach «warum räumt hier keiner auf». – Lupenreine Nazisprüche also von jenen, die Nachgeborenen wie mir jahrzehntelang weismachten, sie hätten uns damals vor den Nazis bewahrt.
      Dass heute einer dieser Dinosaurier dich mit seinem gedanklichen Sondermüll belästigt hat, ist eine Schande. Immerhin bestätigt so was wieder mal meine Fascho-Diagnose von 1989.

    5. MacZuerich Says:

      @Guggeere
      Leider haben Teile der Schweiz seit 1989 nichts dazu gelernt. Auch im vergangenen Jahr wurde wieder dem Jahrestag der Mobilmachung „gedacht“. Auch mit Beteiligung der „offiziellen“ Schweiz (vergl. http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Stahlhelm-lebt-immer-noch/story/10414189 / http://www.vbs.admin.ch/internet/vbs/de/home/aktuell/reden/detailspeech.28899.nsb.html ). Würde in der Schweiz dem Kriegsende gedacht, hätten wohl alle Verständnis, aber so?

      Manchmal stellt sich mir die ketzerische Frage, ob das Verhältnis CH – DE nicht besser wäre, wenn deutsche Truppen im 2. WK in die Schweiz einmarschiert wären und die Schweiz sich eindeutig als Opfer des „3. Reichs“ sehen dürfte. So bleibt immer der „Beigeschmack“, dass bedeutende Teile der schweizer Wirtschaft am 2. WK profitiert haben. Wenn ich mir das Verhältnis zur überwiegenden Mehrheit der Franzosen, Belgier, selbst Polen, usw. ansehe, drängt sich mir diese Frage auf. Selbst die überwiegende Mehrheit der Menschen jüdischen Glaubens, hat keine Probleme mit der deutschen Nachkriegsgeneration. Dass Menschen, die persönlich unter der Verfolgung durch Nazi-Deutschland gelitten haben, dennoch Vorbehalte haben, ist nachvollziehbar. Aber, was immer wieder verdrängt wird, die ersten, die dem Rassenwahn der Nazis zum Opfer gefallen sind, waren zunächst Deutsche (Sozialisten, Behinderte, Juden, usw.).

    6. neuromat Says:

      Hier kann ich die Meinungen

      von anfra
      „In Würdigung des hohen Altern scheint hier eine analytische Zerlegung dieser denkwürdigen und in meinen Augen sehr unqualifizierten sowie unhistorischen Aussagen wohl wenig angebracht.“

      von Milena
      „Zu den blöden Bemerkungen der Herren Steinbrück und Müntefering fällt mir auch keine Entschuldigung ein. Das sind nun mal dumme Politiker-Arschlöcher,“

      und pfuus
      „Ich kann die Ressentiments eines 84 jährigen , der die Jahre 1933-1945 als unmittelbare Bedrohung erlebt hat, bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen.“

      nicht teilen. Ob 84 oder 86 von mir aus auch 88 – das ist egal, da es sich um eine kollektive stilisierte Erinnerung handelt, um einen Aktivdienstlermythos, mit dessen Konstruktion man ab 1940 begann zu arbeiten und dies fortzusetzen: „Die Bedrohung durch das Dritte Reich hat unser Schweizer Volk zusammengeschweisst. Regierung, Armee und Bevölkerung bildeten eine Schicksalsgemeinschaft“. Das ist aus heutiger Sicht fast lächerlich. Aber das Unwissen der breiten Bevölkerung und auch das Desinteresse an den Tatsachen bleiben weiter erschreckend und sind keine Marotte von erinnerungsschwachen Senioren.

      Was Steinbrück heute ungeschickt fordert, das wollte schon die politische Führung der Weimarer Republik. Das wollte auch Frankreich. Die Geschichte ist bekannt. Das flüchtige Kapital blieb in der Schweiz. Aber mit Hilfe eines Herrn Oehler erhielt ein gewisser Adolf Hitler österreichischer Abstammung für seine politischen Ideen einen nicht unbeträchtlichen Geldbetrag – es war 1923 nicht der letzte Batzen.

      Als Bedrohung mag es das Volk schon empfunden haben, als die Schweizer Armee grösstenteils abmarschierte ins réduit, um die Brücken hochzuziehen.

      Dieser Teil der Geschichte wird weiter verschwiegen, es gilt immer noch die Geschichtsschreibung einer offiziellen Schweiz, was so ein wenig an die DDR erinnert.

    7. AnFra Says:

      @neuromat

      Grundsätzlich hast Du recht! Aber es ist bei solch langjährigen Vorurteilen recht mühselig, hier möglicherweise noch eine Neupositionierung in solch einem höheren Lebensalter durchzuführen, wenn sogar heurig Schweizerenkel ihre Vorurteile nicht in Griff bekommen, blind, wirr und von unbegrenzter arroganter Selbstüberschätzung durch die Historie stolpern.

      Habe mit alten, über 80 bis 90 Jahre alten deutschen Soldaten des Afrika-Korps vom E. Rommel geplaudert. Wie bei dem hier beschriebenem schweizerischen Herrn war eine undiskutable und einseitig verhärte Meinung zum Erwin Rommel erkennbar, als ich meine Meinung darstellte, dieser habe durch seine extrem konservative, regierungstreue, nazismusduldende, völkerrechtunbeachtende und unkritische Einstellung zur Kriegsverantwortung und mindestens indirekt zu Kriegsgräuel mit beigetragen zu haben.

      Oh Mann, die ollen Helden, die musste man von ihren sprichwörtlichen Palmen runterholen. Die haben ihre Rollstühle in Null Komma Nix in Kampfpanzer und Sturmgeschütze umfunktioniert. Habe schnellstens die italienische Kampstrategie eingeschlagen: Vorwärts, wir müssen zurück.

      Soll heißen:
      Hier kann, bracht und soll man keinen Ansatz zur Selbstbesinnung und Selbstkritik erwarten, die ich als ein Nachkomme von Deutschen aus der damaligen Zeit an mich selbst, meine Vorfahren, aber- und dass verwirrt sicherlich unsere Nachbarn im Süden, also unsere Schweizernachbarn-, auch diesen wegen der historischen Hygiene an deren Verhalten stelle.
      Die erscheint einigen Menschen verwirrend, aber diese müssen sich damit abfinden, dass man auch sie fragt: Wie hast Du es mit Deiner eigenen Vergangenheit? Wie z. B. bei der Schweiz mit dem Raubgold und besitzlosem Vermögen sowie anderen vergessenen Abenteuern und Mauscheleien.

      Wie lauter doch ein extrem beliebter Schweizerspruch, besonders für die ganz Unbelehrbaren wie den Züricher, der eventuell immer noch in der Weltwoche als Alfred, das Ekel rumsudelt: :
      Ihr müsst mal vor der eigenen Hütte kehren, wischen, waschen, fegen, reinigen, scheuern, säubern, putzen, saubermachen uam.! Hopp de Bäse!

    8. Ralf Says:

      Hier die Antwort auf den Brief des Veteranen:

      Sehr geehrter Herr (Name),

      vielen Dank für Ihren ausführlichen Brief. Über die Sommerferien habe ich mir überlegt, ob ich Ihnen überhaupt antworten soll. Lese ich zwischen den Zeilen komme ich zu dem Schluss, dass Ihre Vorurteile zu gross sind, um alles was mir und meiner Familie in den vergangenen 84 Jahre passiert ist, objektiv zu beurteilen. Ich habe Ihren Brief, unter Wahrung Ihrer Privatspäre (Postfach), in Blogwiese, einem Internetforum, veröffentlicht. Die Reaktionen Ihrer Landsleute möchte ich Ihnen trotzdem nicht vorenthalten und lege sie diesem Brief bei. Ich hoffe, Sie haben Spass beim Lesen!

      Trotzdem muss ich Ihnen noch ein paar Fragen stellen:

      ¿ Was hat ein Schweizer 4 Jahre lang im spanischen Bürgerkrieg zu suchen?
      Ein paar Zeilen zuvor schreiben Sie: „…Ihr habt wieder aufgerüstet und sind neu in einen Krieg gezogen, den Ihre Nation überhaupt nichts angeht.“
      Ich lade Sie ein nach Langenthal, um mit meiner Schwiegermutter über Ihren Onkel zu diskutieren. Sie verlor im Alter von 5 Jahren ihren Vater durch den Schuss eines ausländischen Kriegshelden, der auch meinte, er müsse sich einmischen.

      ¿ Was machen schweizer Soldaten auf einer deutschen Fregatte im Golf von Aden?
      Ich gebe Ihnen eine Antwort, falls Sie überraschenderweise heute dagegen sind, dass sich Schweizer in „anderer Leute Kriege“ einmischen: Sie sorgen unter anderem dafür, dass Sie mit Ihrem Auto an der Tankstelle nicht Schlange stehen müssen. Von den tausend anderen Importartikeln, die Sie Tag täglich in Gebrauch haben, möchte ich erst gar nicht erzählen.
      Ich wünschte die USA hätte sich schon am 11. Juli 1995 in Srebrenica eingemischt. Eine Handvoll dänischer Soldaten solten gegen mehrere serbische Kompanien antreten, um mindestens 8’372 bosnische Männer und Jugendliche zu schützen, die danach einfach ermordet wurden.
      Zum Glück waren die Amerikaner bei uns, und nicht die Russen. Uns Westdeutschen war auch schon lange vor dem Mauerfall klar, dass die Ostdeutschen die einzigen wahren Verlierer des 2. Weltkrieges sind.

      ¿ Was sollen die Fotos beweisen, die Sie Ihrem Brief beigelegt haben?
      Ich sehe nur fröhliche, glückliche Menschen. Hatten Sie gedacht, ich glaube Ihnen nicht, dass Sie einen Onkel hatten? Oder dass Sie es schwerer hatten, nach dem Krieg, als wir Jungen, die wir sowieso keine Ahnung haben? Oder, dass Ihre Eltern Flüchtlinge aufgenommen haben?

      Weitere Fakten aus Ihrem Brief:
       Sie erwähnen Heldentaten Ihrer Verwandschaft und sprechen von sich selbst im Konjunktiv: „Wo wir gerne auf die schwarzen SS geschossen hätten.“
       Sie vermischen in Ihrem Brief geschickt Dinge, die ihre Familie geleistet hat, mit Dingen die Sie selbst gerne geleistet hätten. Sie selbst sprechen ja nicht spanisch, aber zumindest haben Sie nicht verhindert, dass Ihre Kinder spanisch lernen. Rechnen Sie sich das selbst hoch an? Soll das Ihre Aufgeschlossenheit gegenüber Ausländern unter Beweis stellen? Sorry, ich vergass: Sie „…müssen nichts Beweisen.“
       Sie vermischen Dinge die nichts miteinander zu tun haben. Wer Politik und Sport nicht trennen kann, ist unsportlich. Viva España, willkommen im Klub! Wussten Sie eigentlich, dass der Ihr Nati-Trainer deutscher ist? Sprechen Sie das auch „Nazi“ aus? In Deutschland wäre das undenkbar.
       Sie vergessen die vielen zurückgeschickten „Emigranten“. Es gibt auch heute noch Schweizer Ihres Jahrgangs, die darauf stolz sind, Flüchtlinge zurückgeschickt zu haben.
       Das mit dem „Kuhmistschweizer“ ist natürlich eine gemeine Beleidigung. (Für mich als Bauer wäre das eh keine Beleidigung.) Den Ausdruck kannte ich nicht und habe ihne in Deutschland auch nie gehört. Überhaupt ist die Schweiz eine Nation, über die in Deutschland extrem wenige Witze kursieren, wenn man bedenkt, wie häufig es Berührungspunkte gibt („…Abschätzigen schnoddrigen Bemerkungen von Berlin“). Viel eher wird über die Schweiz in Deutschland einfach einfach nicht diskutiert.
       In unserem spanischen Club werden Trikots fast aller Nationalitäten getragen und toleriert. Ich kann Sie beruhigen. Mein Sohn hatte nicht wegen der Niederlage gegen die Schweiz kein spanisches Trikot an. Das ist in der Tat keine Schande, wohl eher ein Ausrutscher, der dem amtierenden Weltmeister vielleicht sogar gut tat, zu dem Zeitpunkt. Wir tragen auch in Spanien deutsche Trikots und werden nicht mit „Nazi“ beschimpft. Ich trage auch das Spanische ohne Probleme, allerdings mögen es die Spanier auch nicht, wenn jemand seine Fahne in den Wind hängt. Sie akzepieren mich besser im weissen Dress.
       Was „ unauffälliges Benehmen im Ausland“ angeht: Schweizer und Österreicher haben am Ballermann einen entscheidenden Vorteil. Sie können auffallen und werden von den Mallorquinern als Deutsche eingestuft, weil Sie die Unterschiede nicht heraushören. Das geht uns bei Dänen, Norwegern und Schweden auch so. Das ist eben der Unterschied zwischen uns. Sie sagen: „ meine Mutter Österreicherin..“. Ich würde sagen: „ich bin zur Hälfte Österreicher“ und wäre stolz darauf. Obwohl die meisten Menschen denken, Hitler war Deutscher (und Mozart Österreicher).
       Niemand hat den Nationalsozialismus ausführlicher aufgearbeitet als Deutschland.
       Auch meine Oma hat mir von klein auf von den Nazis erzählt. Sie sehen, auch in Deutschland gab es immer Leute, die von der Nazizeit erzählen.
       Meine Generation wurde von Lehrern der 68er-Generation während jeder Deutsch- und Geschichtsstunde daran erinnert, welche Erbschuld (falls es sowas gibt) wir geladen haben. Wir brauchen deshalb keine Aufklärung darüber, noch dazu von Jungen Leuten, die nicht unter dem Nationalsozialismus gelitten haben und ganz offensichtlich zu wenig wissen.
       Meine Bemerkung über den Heimweg des Fussballfans war übrigens keine Anspielung auf den Vorfall in München. Ihre Ausrede „…Kinder die leider einen falschen Pass erhalten haben“ ist wirklich tragisch. Warum schreiben Sie nicht gleich „das waren alles Yugos, die in der Schweiz geboren wurden“. Haben Sie die letzte U17-WM im Fussball gesehen? Wirklich zu tragisch, Ihre Ansichten.
       Sie haben Recht, ein schweizer Pass macht noch keinen Schweizer. Aber ich kann Ihnen versichern, dass im ICE niemand aufgefordert wird, seine Mütze mit Schweizer Kreuz abzunehmen, weil in München Fussgänger zusammengeschlagen wurden.
       Ich werde also Ihre Hoffnung erfüllen und auf einen schweizer Pass verzichten, obwohl man nur auf etwas verzichten kann, das man zuvor geschenkt oder zumindest angeboten bekommen hat (aber ich verstehe, was Sie damit meinen!). Übrigens, den Pass kann man kaufen. Er kostet ca. 8’000.- CHF, je nach Gemeinde oder Kanton ist er unterschiedlich viel wert, versteht sich. Für eine administrative Gebühr relativ hoch, oder? Bringen würde er mir relativ wenig. Aber vielleicht wissen Sie ja einen Nutzen, ausser dass ich dafür meinen Deutschen (endlich) wegwerfen könnte. Wahrscheinlich hätte man ihn (den Pass) mir angeboten, hätte ich noch mehr Geld mitgebracht oder wäre jünger und könnte im Sport nützlich sein. Entweder man hat Anspruch auf eine Nationalität oder nicht. Die Gebühr fürs Ausstellen des Passes sollte Nebensache sein und für alle gleich.
       Es ist normal, dass man mit seinen Nachbarn mehr Probleme hat, als mit Leuten, weiter weg wohnen. Jedenfall überwiegt in Südamerika die Bewunderung über Deutschland und der Hass auf Spanien. Die haben ja schliesslich das ganze Gold geklaut, vor 400 Jahren. Heute übernehmen das die Kanadier, die ich persönlich ebenfalls sehr schätze aufgrund ihrer Toleranz!
       Mein Sohn wurde durch diese Erfahrung nur gestärkt und er schämt sich immer noch nicht ein Deutscher zu sein, obwohl er auch Spanier ist (und durch Geburt sogar Peruaner!).
       Ich werde nicht ruhen und, als Botschafter meiner Heimat, versuchen auch den letzten Schweizer davon zu überzeugen, dass die Bundeswehr in den nächsten 1’000 Jahren nicht einmarschieren wird.
       Trotz Ihrer freundlichen Einladung werden wir die Schweiz nicht verlassen. Ich wurde von einem schweizer Unternehmen angestellt und zahle meine Steuern hier, in der Schweiz. Ich werde noch dieses Jahr beginnen die Swissness, d.h. das Schweizer Kreuz im Ausland, vor allem in Deutschland, zu verkaufen und bin gespannt, ob Ihr Deutschenhass mich negativ beeinflusst hat.

      In der Schule hätte man Ihren Aufsatz wohl so bewertet: Thema verfehlt, setzen, 1.
      Sie haben einfach nicht begriffen, worum es in meinem Leserbrief geht. Sie denken es geht um Rechtfertigungen für deutsche Kriegsverbrechen. Tatsächlich geht es um Intoleranz, Unwissen, Halbwahrheiten, Fussballfrust und vor allem Feigheit eines Erwachsenen gegenüber einem Jugendlichen.

      Leute mit Ihren Ansichten sorgen dafür, dass die folgenden Generationen Ausreden und Sündenböcke für ihr eigenes Unvermögen jederzeit und für alles aus der Schublade ziehen können. Wer keinen Hundsfurz riechen kann, braucht auch kein Wildbret essen, heisst ein Sprichwort aus der Jägerei. Bauen wir doch eine Mauer, werfen alle Deutschen raus, verbieten deutsche Autos, Elektronik, Nahrungsmittel, chemische Produkte, Maschinen, Druckerpressen, Computerprogramme, Bücher, Professoren, Ärtzte und Krankenschwestern, einfach alles was deutsch ist. Dann werden sich sicher alle Probleme der Schweiz von alleine lösen.

      Ich hoffe, ich habe bei Ihnen ein Nach- und Umdenken ausgelöst und verbleibe

      Mit freundlichem Gruss
      Ralf (Nachname)

      PS: Jetzt sind wir ja schon fast so was wie Brieffreunde! War das jetzt arogant?

    9. Christoph Says:

      Ich finde es eigentlich schade, das man eine EM nicht gemeinsam feiern kann. Bei der letzten WM habe ich sogar erlebt, das Deutsche und Türken zusammen gefeiert haben!

    10. Spiegel Says:

      Ich finde das mit EM Polen und Ukraine gibt sich eine gute Multikultimischung:-)

    11. David Says:

      Einige Radikale gibt es wohl überall. Verbaler Schlagabtausch oberhalb der Gürtellinie durch Fangesänge o.ä. finde ich durchaus ok und witzig. Gewalt und Zerstörungswahn sind in meinen Augen absolut unpassend und haben nichts mit Sport zu tun.

      http://www.deutschland-trikot.biz

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