Die Schweizer sind nicht freundlich sondern höflich — Die ganze Wahrheit von Andreas Thiel
Uns wurde ein Geheimdokument zugespielt, welches endlich die wahren Gründe für alle Deutsch-Schweizerischen Missverständnisse und Krisen erklärt und analysiert. Es stammt von dem begnadeten Schweizerkabarettist und Schweizersatiriker Andreas Thiel. Der schreibt:
Die Deutschen mögen uns. Sie finden uns freundlich, was wir aber faktisch weder sind noch sein wollen. Wir bemühen uns bloss, höflich zu sein. Das ist ein himmelweiter Unterschied. Wir Schweizer sind nicht freundlich, wir sind höflich. Die Höflichkeit ist eine grundlegend helvetische Tugend. Die Deutschen, bei deren Umgangsformen die Höflichkeit nicht zuvorderst steht, unterliegen dem Fehler, die schweizerische Höflichkeit als Freundlichkeit zu interpretieren. Daher kommt die Begeisterung der Deutschen für die Schweiz. Dass die Deutschen uns mögen, ist die Folge eines Missverständnisses.
(Quelle aller Zitate: Schweizermonatshefte.ch)

(Foto: Stefan Kubli, Zürich)
Könnte man es besser auf den Punkt bringen? Ein Deutscher erlebt zum ersten Mal einen absolut perfekt höflichen Schweizer im Gespräch und schlussfolgert sofort: „Mein Gott, was sind das für freundliche Menschen hier!“.
Thiel führt weiter aus:
Unsere ausgeprägten Höflichkeitsformen erlauben es uns, in der Schweiz trotz kultureller und sprachlicher Unterschiede friedlich zusammenzuleben. Die schweizerische Höflichkeit dient dem Frieden, der Stabilität und somit dem Wohlstand. Der Deutsche, der unsere Höflichkeit mangels besseren Wissens persönlich nimmt, ist sofort begeistert von der Schweiz. Bleibt er hier, wird er aber bald mit der Distanz konfrontiert, die die Höflichkeit von der Freundlichkeit unterscheidet. Er trifft auf eine Reserviertheit, die er nicht erwartet hat. Auch merkt er, dass er bei den Schweizern nicht ankommt. Trotz freundlicher Gesinnung mangelt es ihm an Höflichkeit. Es fehlt ihm sowohl der freundliche Umgangston wie auch die nötige Distanz.
Wir haben es doch immer gewusst: Ohne die permanente Höflichkeit würden sich die Schweizer sofort gegenseitig kurz und klein schlagen. Es ist genetisch bedingt und auf Grund natürlicher Evolutionsprozesse übriggeblieben: Survival of the fittest à la Suisse. Nur die höflichen Schweizer überlebten und konnten ihre Gene vererben. Die Streithähne und Schlägerjungs haben sich gegenseitig massakriert. Das ist unter Hunden nicht anders. Das häufigste Verhalten, das ein Hund an den Tag legt, ist „Beschwichtigung“. Sich hinlegen, sich wegdrehen, gähnen, sich verlegen kratzen, all das sind Gesten, die seinem Herrchen oder einem unbekannten Hund zeigen: Schau her, wie harmlos ich bin! Ich will keinen Streit. Auch Höflichkeit ist eine Art der Beschwichtigung. Wer die Hand zum Gruss reicht zeigt damit: „Schau her, ich habe keine Waffe dabei“, usw. Da sind wir Deutschen, im Vergleich zu den Schweizern, auch nach zwei Weltkriegen noch Lichtjahre von entfernt. Denn soweit haben es, laut Andreas Thiel, die Deutschen in der Evolution noch nicht gebracht:
Die Deutschen haben ein konfrontatives Gesprächsverhalten. Was ein Deutscher sagt, klingt in Schweizer Ohren oft wie ein Befehl. In der Schweiz hingegen pflegt man die permanente Deeskalation. Das Gesprächsverhalten des Schweizers ist nicht gezielt vorpreschend, sondern präventiv abschwächend. Unsere höchsten Güter sind der Konjunktiv und der Diminutiv. Flankiert werden diese Schätze der Konsenskultur noch von der beschwichtigenden Verharmlosung, der anekdotischen Übertreibung und der auflockernden Ironie.
Es ist also doch Ironie im Spiel bei den Schweizern! Auch wenn diese uns oft und glaubwürdig versuchten weisszumachen, dass Ironie an und für sich sehr unschweizerisch sei und hierzulande praktisch nicht vorkommt. Sie verraten sie uns nicht, damit der Überraschungseffekt um so grösser ist.
Ein deutscher Freund fragt mich in der Beiz: «Noch ein Bier?», um dann nach einem kurzen «Ja» meinerseits folgende Bestellung aufzugeben: «Noch zwei Bier!» Schweizer hingegen deeskalieren Frage, Antwort und Bestellung präventiv: «Was meinsch, sölle mer ächt no eis näh?» – «I gloube, s chönnt nüt schade…» – «Mir numte de äuä no eis.»
Ich kriege einen trockenen Mund und Durst allein schon vom Zuhören! Kein Wunder dass viele grosse Schweizerbrauereien dichtmachen mussten. Wenn alle so lange reden, wann kommt man dann zum Biertrinken?
Je ernster das Gespräch ist, desto vielfältiger sind die Deeskalationsfloskeln, die wir – obwohl in ihrer Form unsachlich – zur Versachlichung des Themas anwenden. Ein Schweizer vermeidet absolute Sätze wie: «Das stimmt nicht!» Er würde eher sagen: «Vielleicht liege ich komplett falsch, aber könnte es nicht auch sein, dass…?». Statt «Das geht nicht» sagt er vielleicht: «Vielleicht sollte ich das jetzt nicht sagen, aber wäre es nicht noch eine Überlegung wert…?» usw.
Und immer schön dem anderen die Gelegenheit geben, sein Gesicht und Ansehen zu wahren. Ich sag ja: Beschwichtigungsverhalten ist lebensnotwendig, nicht nur bei Hunden.
Im absoluten Ernstfall greift der Schweizer zur Verharmlosung. Entsteht bei einem Unfall erheblicher Blechschaden, sagt der Geschädigte zum Schuldigen: «Das isch nid eso schlimm.» Es handelt sich dabei aber um deeskalierende Höflichkeit und nicht um eine Freundlichkeit. Die Übertreibung wiederum dient der Auflockerung verfahrener Situationen. Ein Satz wie «Das unterschreibe ich nicht», geht dem Schweizer schwer über die Lippen. Er lacht eher kollegial und fragt: «Wollen Sie mich in Ketten legen?» oder erkundigt sich nach der Reiseroute der Galeere, auf die man ihn zu verbannen gedenke. Auch die helvetische Ironie dient der Entspannung hitziger Debatten: «Wissen Sie was? Sie haben recht! Aber nur bis nach der Kaffeepause.»
Das mit der „helvetischen Ironie“ müssen wir uns wirklich hinter die Ohren schreiben. Die obigen Sätze sind also tatsächlich nicht ernst gemeint? Hätten wir jetzt komplett falsch verstanden, so ganz ohne Erklärung.
(…)
Deutschland hat eine Overstatement-Kultur. Die Schweiz pflegt das Understatement. Schweizer sind tendenziell unsicher und underdressed, dafür gut rasiert, und zwar mit der teuersten Klinge, die gerade zu haben war. Der Schweizer liebt Qualität, aber er trägt sie nicht zur Schau. Je mehr Vermögen ein Schweizer hat, desto kleiner ist das Auto, das er fährt. Dass es vollbepackt ist mit sämtlichen Extras, die ab Werk nicht dabei waren, braucht ja keiner zu wissen. Beim deutschen Autofahrer hingegen sieht man auf den ersten Blick das Maximum, das er sich leisten kann.
Na ja, so ganz kann ich dieser Argumentation nicht folgen. Kenne genügen Schweizern, die ziemlich dicken Autos fahren und sichtbar teure Anzüge tragen. Wer mit offenen Augen durch Zürich fährt, sieht genügend dicke Villen am Zürichseeufer und grosse Boote im Hafen. Alles in der Hand von Ausländern? Ein Besuch in der Oper zeigt dann das typische „underdressed Understatement“. Wo denn das, vielleicht beim Pförtner? Aber das ist Zürich, etwas speziell in der Schweiz sowieso. Die wahre „understatement“ Kultur erlebt man sicher im Winter in Davos oder St. Moritz. Im Trainingsanzug Trainer vom C&A in der Cüplibar am Pistenrand, garantiert.
Schweizer pflegen das Understatement auch sprachlich, und das bei weitem generöser als nur mittels des Diminutivs. Der Schweizer spricht grundsätzlich mit chaotischer Satzstellung, wobei er grammatikalische Mischtechniken zu verwenden scheint. Sätze wie «Chum, mir göh go nes Kafi go näh» erscheinen uns fraglos geglückt, obwohl sie eigentlich eine grammatikalische Katastrophe darstellen: «Komm, wir gehen gehen einen Kaffee gehen nehmen.»
Hier irrt der werte Kollege Thiel: Das ist kein sprachliches Chaos, das sind einfach ca. 1000 Jahre alte, unveränderte Syntax-Regeln und Gramatiküberbleibsel unserer gemeinsamen Deutschen Sprache! Aber wir wollen nicht kleinlich sein und empfehlen von ganzen Herzen die Lektüre des vollständigen Artikels auf der Webseite der Schweizermonatshefte. Ach, seine neue CD „Politsatire2“ haben wir auch schon bestellt. Und um, ganz schweizerisch, die Ironie zum Abschluss klar zu kennzeichnen: Richtig freundliche Schweizer haben wir auch schon kennengelernt in der Schweiz!
August 29th, 2008 at 6:28 am
Es fehlen noch einige Details: auf dieser Seite der Rheins werden nicht alle Dinge gnadenlos ausgesprochen. Das deutsche Mundwerk wird, der Wahrheit verpflichtet, alles gnadenlos aussprechen, wo hiesige Eingeborene vielleicht mehr Diskretion walten lassen?
August 29th, 2008 at 6:47 am
Wer Freude hat an Vorurteil und Klischee, sollte vielleicht auch Peter Bichsel “Des Schweizers Schweiz” zur Hand nehmen. Bei den ersten Kapitel werden die deutschen Leser doch sehr schlucken, da zunächst definiert wird, womit der Schweizer nicht verwechselt werden möchte. Umgekehrt hat der Autor sehr genaue Vorstellungen vom Dütschen. falls jemand alle Vorurteile versammelt sehen möchte, ist das ein wahre Fundgrube.
Der Höhepunkt des Abends in der Beiz ist dann das Kompliment: “Du bist aber kein typischer Dütscher”. Gelegentlich kommt ein Satz unter Einheimischen, der sinngemäss bedeutet, das der Zechkollege doch eigentlich nicht so schlimm ist….
August 29th, 2008 at 7:20 am
Sehr gut. Thiel hat auch mit dem Understatemant recht. Die wirklich reichen, alteingesessenen BUrger von Bern, Dr Daig in Basel und alteingessessene Zürcher Familien zeigen ihren Reichtum nicht. Man hats und schweigt. Die andern sind die neureichen Kotz-Protze
August 29th, 2008 at 8:14 am
“Die Deutschen mögen uns” … ja,ja man darf träumen. Immer noch spiele ich mit dem Gedanken, irgendwann einmal das alles mitzuteilen, was mir bereits vor Jahren mit auf meinen Weg in die Schweiz gegeben wurde … Warnungen wie: “… ich weiss nicht, die sind doch irgendwie komisch” oder Verwunderung: “Was willst Du bei dem hässlichen Zwergenvolk” sind da noch die harmlosen - wie lässt sich mögen, was einem doch im Grunde völlig egal ist.
In Deutschland waren die Zeitungen und andere Medien betreffend die Schweiz leer. Erst als in den letzten Jahren die “Offensive” gestartet wurde: Die Deutschen kommen und wie sehr wir sie mögen, weckte dis etwas Aufmerksamkeit, aber nicht unbedingt Beachtung.
Da verwechseln auch Schweizer vieles, weil sie die Deutschen für direkt halten … nur weil einer sagt “noch ein Bier” heisst das nicht, das er nicht denkt, komm wir genehmigen uns jetzt noch ein paar und dann reden wir mal ueber ein paar Gefallen, die Du noch für mich tun könntest …
sehr aufschlussreich ein erst letztlich in Bayer 3 ausgestrahlter Film “Die Schweiz schwingt”
was möglicherweise verwunderlich klingt: Von nahezu allen Kollegen hörte ich stets kurze Zeit nach ihrer Invasion: “die sind hier so ungeduldig” … das stimmt. Wahrscheinlich glaubt man, dass Ungeduld, eingewickelt in Höflichkeit zur Geduld wird … trifft aber nicht zu …
ich muss jetzt abtauchen. Es ist eigentlich untersagt, diese Geheimnisse unserer germanischen Sekte zu offenbaren
August 29th, 2008 at 8:50 am
Was Herr Thiel da so beschreibt, ist aus meiner Sicht zwar sehr hübsch, bezieht sich jedoch eher auf einen sehr persönlichen Wunsch als auf Wirklichkeit. Was er schildert, findet entweder in einer Schweiz statt, die ich nicht kenne, oder eben in anderen Kreisen.
Das mit “Noch zwei Bier, bitte”, kommt hin. Aber den Konjunktiv beherrschen nicht viele, weder in Deutschland, noch in der Schweiz. Vor einiger Zeit bat mich eine Bekannte aus der Schweiz, einen deutschsprachigen Text zu korrigieren. Ich kam dieser Bitte gerne nach und gab ihr den Tipp: “Verwende den Konjunktiv.” Sie verstand das Wort nicht, fühlte sich brüskiert und rief aus: “Sprich nicht solche Wörter mit mir, wir hatten in der Schule nur Vergangenheit und Zukunft!”
Auch die Höflichkeit der Schweizer würde ich grundsätzlich nicht unterschreiben. Sass ich doch vor einiger Zeit bei einem Geschäftsapéro im besten Hotel in der Umgebung, das, wie so viele Hotels ausserhalb der Metropolen, nebenher als “Beiz” dienen. Ich sass da im Businesslook, entsprechend gestyled und geschminkt, plauderte ein wenig mit einem Bekannten, bis mich ein mir unbekannter Schweizer im verschwitzten und ungebügelten, kurzärmeligen lila Hemd, das zur Hälfte aufgeknöpft war, wodurch der Blick auf eine übermässig behaarte Brust (gibt es in der Schweiz noch Bären???), die obendrein noch mit Goldkettchen geschmückt wurde, ansprach mit den Worten: “Du hast aber eine hässliche Frisur!” Ich (auf solche Kommunikationsansätze nicht vorbereitet und, meine Firma vertretend, mich verwirrt umsehend, ob nicht doch ein Kunde in der Nähe ist und das gehört haben könnte) konterte und griff dabei auf den Konjunktiv zurück: “Ich kenne Sie zwar nicht, möchte Sie aber darauf hinweisen, dass wir nicht per Du sind, und dass ich derartige Komplimente nicht gewöhnt bin. Sollten Sie eine negative Meinung über mein Äusseres haben, die Ihnen selbstverständlich zusteht, immerhin leben Sie in einem freien Land, würde ich Sie bitten, derartige Äusserungen in Zukunft zu unterlassen. Auch ich habe einen ersten Eindruck von Ihrem Outfit, möchte aber speziell hier davon Abstand nehmen, diesen kundzutun. Lassen Sie mich in Zukunft bitte in Ruhe!” Er verstand mein Anliegen nicht und beteuerte, doch nur seine Meinung gesagt zu haben. Er sei eben direkt. “Ihr Verhalten entspricht nicht meinen Kreisen”, bekam er dann von mir zu hören, was mir von der Bedienung, die er grundsätzlich zu belästigen pflegt, einen gratis Apéro einbrachte.
Wenn ich dann, nach soviel Aufregung um Höflichkeit und Direktheit erst einmal einen Kaffee brauche, sollte ich diese Pause in der Schweizer Firma besser nicht zu deutlich machen. Sieht mich mein Chef in der Kaffeeküche sitzen, fragt er, ob ich nichts zu tun habe. Also, nehmen wir alle die Kaffeetassen mit ins Büro, damit es so aussieht, als würden wir arbeiten. Dass wir nebenbei Blogwiese lesen und unsere Traumata aufarbeiten, weiss ja zum Glück niemand ausser den Bloggern. Und die sind diskret und vermutlich alle aus der Schweiz!
August 29th, 2008 at 9:36 am
Schön haben Sie den Artikel entdeckt. Nach Jahren von Beschäftigung mit “swissness” muss ich sagen: Thiel bringt es am kompaktesten auf den Punkt, schlicht brillant. Andreas Thiel ist übrigens seit 2005 fleissiger und regelmässiger Beiträger der “ältesten Satirezeitschrift der Welt”, des “Nebelspalter”: ein sicherer Wert wie der schweizer Franken.
siehe
www.nebelspalter.ch
August 29th, 2008 at 9:47 am
@Simone
Genial!
Das mit dem Konjunktiv erlebe ich so: Im Dialekt wird der Konjunktiv vermutlich so häufig wie in keiner andern europäischen Sprache verwendet. Den beherrscht schon jedes Vierjährige: “Ich wär jetz d Mueter, d Laura wär s Chind und d Lia wär de Tokter”, beginnt das Rollenspiel.
Erstaunlich häufig verschwindet der Konjunktiv aber bei der indirekten Rede in der Standardsprache. Und wird auch von Zeitungskorrektoraten offenbar nicht als nötig erachtet.
August 29th, 2008 at 10:47 am
@ Simone: Das war Realsatire!
Offensichtlich hast du den da getroffen:
http://is.blick.ch/img/gen/9/W/HB9W52Lf_Pxgen_r_464×700.jpg
Sein Name ist Harry Hasler:
http://de.wikipedia.org/wiki/Harry_Hasler
Ja, in der Schweiz gibts Bären; zwar nicht «noch», sondern «wieder». Aber es gibt auch Grasaffen, Hornochsen und Neandertaler, und zwar eine ganze Menge. Kein Wunder, dass dir einer über den Weg gelaufen ist.
Nicht einverstanden bin ich, wenn du schreibst: «Auch die Höflichkeit der Schweizer würde ich grundsätzlich nicht unterschreiben.» Wenn ich dazu in der Lage wäre (Vorsicht, Konjunktiv!), unterschriebe ich grundsätzlich die Höflichkeit von Menschen aus allen Ländern.
Und jetzt knöpfe ich ganz schnell den oberen Teil meines Hemdes zu…
August 29th, 2008 at 10:54 am
Dass der Austausch über das Verhältnis Deutsche-Schweizer noch nicht amüsiersteuerpflichtig ist, wundert mich. Das könnte glatt eine Menge Geld einbringen - wo die Schweizer doch so gerne Geld sammeln..
Mit dem Schwarzkonto könnte man ja die Pflege der hochdeutschen Sprache unterstützen … oder so…
August 29th, 2008 at 10:57 am
nicht nur @ Girgio
Es ist erstaunlich, wie in den in den letzten Jahren das Bedürfnis nach Schubladendenken gewachsen ist ud offenbar mittlerweile auch mehr oder weniger “pseudo” intellektuelle Kreise erfasst hat. Die Sehnsucht nach einer Swissness, nach diesen eben so seienden Verhältnissen steigt - wie soll man sagen - des ische so.
Nur mit der Realität hat dies nichts zu tun. Nicht ueberall wo Suisse, Swiss, Svizzera oder CH draufsteht ist auch welche drin. Ein nicht selten gebräuchliches Klischee ist ja auch das, dass der Deutsche sich gerne mit seinen Leistungen in den Vordergrund redet. Wenn ich mir die Beiträe so ansehe, kann ich mich nicht ganz dem Eindruck erwehren, dass dies doch wieder einmal andersherum ist. Wir haben im Fall in Deutschland noch ein Sprichwort: Eigenlob stinkt. Leider sind die guten Tage des Nebelspalter vorbei. Die, in denen man die abstrusen Leserbriefe der urwüchsigen Nationalgesinnungsvertreter noch abdrucken konnte, als die Realität noch die beste Satire war …
August 29th, 2008 at 12:06 pm
@ Gugeere
was Neandataler und Hornochsen sind weiss ich, aber was um alles in der Welt sind Grasaffen??
August 29th, 2008 at 12:41 pm
Der Thiel: wo’ner rächt hät, hät er rächt!
August 29th, 2008 at 1:26 pm
@Nessi
Lackaffen kennt man doch.
Hier der Rettungsring:http://www.dwds.de/?kompakt=1&qu=Grasaffe
@Guggeere
Das mit den Neandertalern würde ich so nicht sagen. Warum müssen die sich immer von uns dauernd beleidigen lassen?
August 29th, 2008 at 2:07 pm
@Solanna und Guggeere:
Wenn es denn eine Satire gewesen wäre…Leute à la Hasler sind ok, solange sie auf der Bühne bleiben. Im Real Life finde ich es schwierig. Leider handelt es sich um eine wahre Geschichte und es ist sicher nicht die einzige…Bin hier leider schon einer Vielzahl an Grasaffen begegnet und weiss sehr genau, wie sie aussehen. Klar, die gibt es in Deutschland auch und sicher gibt es dort auch viel mehr von ihnen, es ist aber so, dass die Mileus nicht ganz so durchlässig sind, und sich bestimmte Leute eben von alleine ausgrenzen und ihr Verhalten nicht automatisch aus Gründen der Höflichkeit gebilligt wird.
@Guggeere:
Das mit der Höflichkeit trifft durchaus zu. Leider wird sie einem in dem Moment zum Verhängnis, wenn sich Szenen wie oben von mir beschrieben, tatsächlich ereignen, und sämtliche umsitzenden Schweizer vornehm schweigen. Es gab durchaus auch schon Handgreiflichkeiten, die die Umsitzenden höflich hinnahmen…
August 29th, 2008 at 2:31 pm
@ Nessi: Grasaffen gibts im Duden und gehören zur Weltliteratur!
Duden: (salopp abwertend, veraltend): unreifer, eitler Mensch.
Goethe, «Faust», Mephistopheles: «Der Grasaff! Ist er weg?»
Ich stehe dazu: Ich liebe schöne Schimpfwörter, auch wenn sie veraltet sind. Die Tierwelt ist ein unerschöpfliches Reservoir, wenn es darum geht, Eigenschaften unserer lieben Mitmenschen zu beschreiben.
August 29th, 2008 at 3:43 pm
ja ja die Höflichkeit. Mir ist etwas schleierhaft, wieso das so als Neuigkeit verkauft wird: je enger und gedrängter man lebt, desto höflicher und zürckhaltender ist das Zusammenleben. Ansonsten eskalierts einfach. Mit der Höflichkeit schaft man persönlichen Freiraum, so dass sich jeder entfalten kann.
Ist in einem liberalen Land durchaus wichtig. Andere haben lieber starke Führungen und geben die Eigenverantwortung ab. Da braucht’s dann auch weniger Höflichkeit.
Ach ja, Jens, was die Autos und Villen angeht: Reich ist nicht gleich Neureich. Wer Geld hat, dem sieht man’s nicht an.
August 29th, 2008 at 3:44 pm
@neuromat: wohnst du im Raum Zürich? Ich frage nur, wegen der Ungeduld….
August 29th, 2008 at 5:16 pm
irgendwie bezeichnend, dass der beste artikel den ich seid langem über die schweiz-deutsche beziehung gelesen habe, von einem satiriker kommt. aber langsam überspannen die medien den bogen. alles schon mal gelesen und gehört… da ein beleidigter deutscher, dort ein klischee-schweizer…blaa blaa blaa.
August 29th, 2008 at 5:26 pm
@ Simone
“Klar, die gibt es in Deutschland auch und sicher gibt es dort auch viel mehr von ihnen, es ist aber so, dass die Mileus nicht ganz so durchlässig sind, und sich bestimmte Leute eben von alleine ausgrenzen”
Ich bin untröstlich. Da wird die erfolgreiche Geschäftsfrau von jemanden angemacht und sie ist angepisst. Er hatte ein Bärenfell (ough!).
Wo blieb eigentlich der Kommentar: Ich habe ja EIGENTLICH nichts gegen ………. (was auch immer einfügen) aber …..
“Ihr Verhalten entspricht nicht meinen Kreisen” - Grossartig. DAS zeugt von Klasse! Von dieser Antwort träumt er noch in Jahren!
Mein Tipp: Bleiben Sie zuhause! Treffen Sie sich in der kleinen Welt von Cüpli Trinkern und Kaviar Essern. Orte wie Ruhrgebiet, Liverpool, Marseille, Schweiz, usw meiden! Dumemrweise gibt es Orte wo man die “anderen” nicht aussperrt.
Oder war das alles wieder Satire? Muss wohl sein. Wiedermal habe ich wohl die Satire nicht gesehen.
August 29th, 2008 at 5:52 pm
@AnFra
Na ja: Wenn ein Neandertaler jemanden beleidigen wollte, nannte er ihn Homo heidelbergensis… Jedem das Seine. Aber du hast Recht; schweizerisch-höflich ist das nicht.
August 29th, 2008 at 6:44 pm
@Guggeere
Meinte mehr den Homo sapiens sapiens oder die unterart Homo helveticus humorensis!
August 29th, 2008 at 7:45 pm
@Simone
Ich bin beeindruckt.
Du sprichst, wie Thomas Mann schreibt.
Du bist eine Sprechstellerin (vorausgesetzt, der Ausdruck ist nicht für Anton Kuh reserviert).
August 29th, 2008 at 8:24 pm
Ewiger Schnickschnack mit Vorurteilen.
Die Schweiz sollte endlich zur Kenntnis nehmen, dass sie unser aller Untergang sein wird: “Forscher warnen: Schweiz provoziert Weltuntergang” http://issuu.com/punkt.ch/docs/punkt.ch_zh_20080829?mode=embed&documentId=080829054953-27431e520f9c467884c7767d9ac777c6&layout=grey
Ausnahmsweise konnte ich im Bus nicht an mich halten vor lachen.
August 29th, 2008 at 9:50 pm
@ändu:
Aber Du hast schon verstanden worum es den Forschern geht? Wenn ja, sollte Dir das Lachen eigentlich in der Kehle stecken bleiben.
August 29th, 2008 at 10:52 pm
@neuromat
Vorab: da Sie mir als Satire-Hoffnung geschildert wurden (von dritter Seite) will ich über die Missschreibung meines Vornamens hinwegsehen (es ist einfach italienisch und nicht ein Bündner Eingeborenendialekt). Was das Selbstlob anbelangt:
War es nicht ein Teutone, der die Worte “Am Deutschen Wesen, soll die Welt genesen” aneinanderfügte? Wie viel selbstironischer ist da unser lieber Dürrenmatt, wenn er schreibt:
“Die Welt wird untergehen oder verschweizern, gemütlich wird es auf alle Fälle nicht.”
Was die Einschätzung des Nebelspalters betrifft haben Sie bestimmt recht, auch wenn Sie kaum die Kompetenz haben, dies zu beurteilen, sondern einfach nachplappern, was heute so in Blogs und Blätter gang und gäbe ist. Die Generation nämlich welche die grossen Zeiten des “Nebelspalter” noch erlebte, stirbt langsam weg. Aber damals war auch die Deutsche Reichswehr in besserer Form: die beiden Sachen bedingen sich. Zum allgemeinen Nebelspalter-Bashing demnächst ein Beitrag in meinem Blog.
August 30th, 2008 at 12:05 am
Also wenn ich das richtig verstanden habe, braucht es etwa drei Sonnenmassen, um genug Gravitation für ein stabiles schwarzes Loch zu liefern, welches sich nicht nach einigen Mikrosekunden auflöst? Also mehr Masse, als wir alle in Form von Altpapier bündeln könnten - vor allem viel kompakter, oder? Also wenn der Rest der Menschheit auch sein Papier so fest bündeln würde, könnte sich ein schwarzes Loch bilden? Damit hätte die Schweiz schon wieder den Weltuntergang provoziert? Wollte Herr Thiel mit dem Artikel von diesen Provokationen ablenken und uns trotzdem verdeckte Warnungen (nicht freundlich: höflich) geben? Ich stelle mir gerade vor, wie peinlich es den Schweizern wäre, aus Versehen den Weltuntergang provoziert zu haben. Was soll nun der Rest der Welt von uns denken? Ah, es gibt keine Reste mehr? Das ist kein Argument.
Je nach Zielpublikum gibt es auch andere, fundiertere Meinungen als .ch
http://www.nzz.ch/nachrichten/forschung_und_technik/der_wirbel_um_die_schwarzen_loecher_am_cern_1.750065.html
August 30th, 2008 at 1:02 pm
wo ist der Geburtstags-Beitrag abgeblieben??
[Anmerkung Admin: War aus Versehen zu früh, kommt am Sonntag wieder drauf. Sorry für die Umtriebe]
August 30th, 2008 at 2:09 pm
@Neuromat:
Ich glaube, so etwas wie “Swissness” gibt es auch in Deutschland, es sieht nur ein wenig anders aus und tritt eher dort zu Tage, wo bestimmte Gruppierungen in Rudeln auftreten. So ein Kegelclub o.ä. fühlt sich am Ballermann im Pulk ziemlich wohl. Kommt man alleine oder als Familie nach Österreich (vielleicht auch in die Schweiz, daber die ist dann dafür eher zu teuer) in ein Hotel, ist es klar, dass die Gruppe den Ton angibt und die Werte festlegt. Was Deutsch ist, ist dann gut. Man schunkelt dann zu den Zillertaler Schürzenjägern und ist sicher, speziell als Deutscher zur rechten Zeit am rechten Ort das richtigen zu tun.
Kommt man aus dem Unterhaltungsmilieu dann in Richtung Selbstverwirklichungs- oder sogar Hochkulturmilieu (tritt dann sicher nicht mehr in Gruppen auf), neigt man zwar dazu, sich gerne mit kleineren Nationen wie Dänemark oder der Schweiz zu identifizieren, ohne zwei Sätze später über Geschäftsreisen nach USA oder China unerwähnt zu lassen, ist aber im Grunde ganz froh, die eigenen Wurzeln zu kennen und, jetzt wird’s wichtig, zurück in der Heimat auf den typisch deutschen Qualitätsstandard “Made in Germany” zurückgreifen zu können. Ich denke, es ist ähnlich wie die so genannte “SWISSNESS”.
August 30th, 2008 at 5:07 pm
@Giorgio Girardet
In allergrößter gebotenen Höflichkeit und Freundlichkeit möchte ich angesichts dieses freundlichen und höflichen Blog-Themas auf den wohl nicht absichtlich und nicht vorsätzlich unterlaufenen möglichen kleinen, eigentlich sogar nichtigen Fehler, wohl aber eher schon fast eine unbedeutende Sinnverfehlung, wenn nicht sogar eigentlich eine minimalistische Winzigkeit, in historischer Hinsicht hinweisen:
Der „Nebelspalter“ hatte nicht wegen der „ Dt. Reichswehr“, sondern wegen der „Dt. Wehrmacht“ seine damals doch großteils guten Nebel-, Haar-, Hirn-, Sinn-, Wort- und Kernspaltungen durchgeführt.
Die bewaffneten dt. Streitkräfte hießen von 1921 bis 1935 „Reichswehr“ und von 1935 bis zum 08.05.1945 „Wehrmacht“.
PS: Würde gerne eine Antwort zur dieser Frage erhalten:
An wessen Wesen werden wir morgen genesen?
August 30th, 2008 at 9:20 pm
@ alle
Ich hasse das Wort Swissness.
Wenn es einen Gott gäbe, wäre der Erfinder dieses Unwortes auf der Stelle vom Blitz erschlagen worden.
@ Giorgio Girardet
Genau! Das ists, was uns Schweizer zu so überragenden, faszinierenden Lichtgestalten dieses Planeten macht: dass wir trotz unserer gigantischen Errungenschaften so bescheiden geblieben sind.
Mit Ihrem Beitrag lassen wir das Thema schweizerische Höflichkeit weit hinter uns. Zum hunderttausendsten Mal den Deutschen von 2008 die Nazis von anno Tobak um die Ohren zu schlagen, ist schwach, langweilig, unanständig. Dürrenmatt, den Sie als Zeugen an seinen wenigen Haaren herbeizerren, hätte Sie vielleicht gefragt, ob Sie im Landidörfli von 1939* zu Hause seien.
*Das Landidörfli war ein Kulissendorf an der Landesausstellung 1939 in Zürich und Symbol der sogenannten «geistigen Landesverteidigung» während des 2. Weltkriegs. Leider demobilisierte dieser Geist im Mai 1945 nicht und verteidigt noch heute.
http://www.geschichte-schweiz.ch/geistige-landesverteidigung.html
August 31st, 2008 at 12:38 pm
An Guggere und Simone:
Leider öffnet sich (bei mir) der Link des Blickberichts nicht. Es wäre schade, sich von dieser hier glücklicherweise karikierten Figur namens Harry Hasler kein Bild machen zu können: http://www.viktorgiacobbo.ch/_bild/spaetprogramm_17.html
(Bild von http://www.viktorgiacobbo.ch/viktor.html)
Harry Hasler kann auch als Fredy Hinz auftreten. Den hätten sie aber ins zitierte Restaurant gar nicht eingelassen. Um nun die Blogwiese wieder ins Spiel zu bringen, hier ein Link dazu:
http://www.blogwiese.ch/archives/381
August 31st, 2008 at 3:29 pm
Um noch einmal auf den Text von Andreas Thiel zurückzukommen: Ja einige Missverständnisauslöser sind da sehr treffend beschrieben. Die Sache mit der als Freundlchkeit missverstandenen Höflichkeit etwa. Wenn man norddeutsche Reserviertheit gewohnt ist, kommen einem die Schweizer tatsächlich anfangs furchtbar nett und erschreckend offen vor. So furchtbar nett, dass man glatt denkt, sie würden sich wirklich für einen interessieren und dann läuft man gegen diese gläserne Wand mit dem Kopf und es macht “dong” und der Deutsche wundert sich.
Was dagegen nicht stimmt, ist, dass die Deutschen per se unhöflich sind. Sie haben nur andere Höflichkeitsregeln als die Schweizer. Nicht bessere, nicht schlechtere, nicht richtigere, nicht falschere, einfach schlicht und einfach: andere.
Mir ist bei einem Besuch in Zürich grad wieder ein seltsames Phänomen aufgefallen: Eine Dame mit deutschem Akzent spricht mich an der Bahnhofbrücke in rüdem Ton an und will wissen, “wo denn hier die Läden sind”. Ja, rechts, links, eigentlich überall. Darauf die Dame:”Dann ist das hier die Stadt oder was?!”
Wäre die Geschichte in Deutschland passiert, hätte ich sicher gedacht: “Was für eine grobianische arrogante Pute!”
In Zürich war ich nahe daran zu denken: “Was für eine unhöfliche Deutsche!”
(Sie war übrigens keine Deutsche, wie sich dann herausstellte.)
August 31st, 2008 at 8:49 pm
… was man ohne weiteres noch zu Andreas Thiel anmerken darf, ist das umwerfende, klare, akzentfreie “Hochdeutsch”, in dem er seine Sottisen zum Besten gibt … da kann manch originär deutsch Eingeborener einpacken ob solcher Sprachfertigkeit!
Cheers, Uli
[Anmerkung Admin: Nur merkwürdig finden wir, dass er im SF dann seine Nummer doch stark “verschweizert”, als ob ihm dort das Hochdeutsche irgendwie peinlich ist. Wenn Du mal die 7 Filmchen anschaust, die es von ihm bei YouTube gibt (ist fast immer der gleiche Vortrag), so sind darunter auch Aufnahmen aus der Giacobbo / Müller Show, in der er kein Hochdeutsch spricht, sondern das übliche Mischmasch. ]
September 1st, 2008 at 1:19 pm
Gratulation: Unser dreifach Gewinn.
Durch Blogwiese haben wir 2, Heike und Jürg, die Scheidungsanwälte eingespart.
Durch Blogwiese haben wir am Treffen spannende Menschen kennen gelernt.
Durch Blogwiese habe ich einen Neukunden gewonnen.
September 1st, 2008 at 10:12 pm
Was mir nicht klar ist …
warum ich da so angegiftet werde, nur weil aus meiner Sicht diese Klischeenachbeterei nun wirklich weder die Realität widerspiegelt noch eine besonders intelligente Leistung ist. Und das, wo die Schweizer doch so eine, kaum erreichbare Fähigkeit der Selbstironie haben …
wobei ich gerade die wahre Bedeutung dieses Begriffs feststelle: Wenn sich hier jemand über uns lustig macht, dann wir selbst - und schon gar nicht Deutsche. Mag auch sein, dass Deutsche eben das nicht so richtig verstehen, wie man sich über Schweizer ironisch äussert, so richtig schweizerisch ironisch äussert, so belanglos, locker ohne Zwang. Also etwa so wie man schweizerisch einen Elfmeter schiesst.
Daher glaube ich auch nicht, dass es so etwas wie Swissness bei den Deutschen gibt, auch nicht bei der Rudelbildung. Da ist das mit dem „Made in Germany“ hingegen treffend, das hat schon einen legendären Ruf. Im Ausland. Denn schliesslich sind wir Deutsche ernsthaft, lachen nie, arbeiten nur, leben in einem preussischen Polizeistaat, den Argentiniern sind wir zu leise, die Amerikaner lieben unsere Lederhosen und unsere Heidi, die Italiener lieben unser locker sitzendes Portemonnaie und den Finnen sind wir zu knauserig. Aber „Made in Germany“ das kennen sie alle.
Den Spruch mit dem deutschen Wesen, den kennen sie auch. Nur Emanuel Geibel kennen sie nicht. Der schrieb auch, dass der Mai gekommen sei. Das Gedicht heisst Deutschlands Beruf.
Darin heisst es:
„Macht und Freiheit, Recht und Sitte, klarer Geist und scharfer Hieb zügeln dann aus starker Mitte, jeder Selbstsucht wilden Trieb“. Zügeln dann aus starker Mitte jeder Selbstsucht wilden Trieb. Mag sein eine derart starke Mitte würde heute mit dem Modeausdruck Ausgewogenheit bezeichnet. Jeder Selbstsucht wilden Trieb. Wie könnte das gemeint sein? Warum fällt mir nur der Artikel in 20 Minuten über Roland Nef ein, dem angeblich eine narzisstische Störung attestiert wurde.
Und der, der kommt nicht im aufgeknöpften Hemd mit Goldkettchen daher. Gar kein richtiger Bär. Ja, gibt es in der Schweiz Bären? War das jetzt unwissend oder ironisch. Der Bär. Gewissermassen ein fast nationales Symbol. Selbst die Kühe müssen das anerkennen und die sind ja schon namentlich irgendwie mit den Schweizern verbunden. Muh, da der Bär. Hieraus wurde dann später Bärmuhda, als die Schweiz ihre Liebe für ungezwungene Kleidung und lockeren Dialekt wieder entdeckte.
Sogar ein berühmtes Dreieck gibt es da, in welchem alles verschwindet. Ganze Ozeanriesen sollen da schon verschwunden sein – spurlos. Gerüchten zufolge soll sogar der ganze pazifische Ozean darin verschwunden sein. Aber im Ernst, es gibt diesen Typus tatsächlich, ja den gibt es nun mal: weisses Hemd, vier Knöpfe offen, in Pitralon eingelegtes Brusthaartoupet, geschmuggelte Gold- oder Elfenbeinkette vom letzten Afrikaurlaub, Hose schwarz, mindestens dunkel, dafür genauso billig wie die Schuhe und der Gürtel und die Sprüche.
So steigt er, nachdem er am Morgen aus der Bar ins seinen tiefer gelegten Alfa mit Zentralschweizer Kleinkantonkontrollschild mit ultrakurzer Nummer geklettert war, auf dem Furkapass wieder aus und bestellt sich dort bei der thailändischen Serviertochter irgendeinen Kaffee Luz.
Aber, da kann er sich noch so abmühen. Hier oben fällt er gar nicht auf. Zwei Totaltätowierte beschallen die Bergwelt in Richtung Wallis mit kubanischen Rhythmen. Das ist vielleicht die Botschaft aus Uri, bevor sie, nachdem auch der Hund endlich unter Drogen gesetzt ist in Richtung Rhonegletscher abziehen – zum Angriff?
Oder auf der Flucht. Vor dem bescheidenen Chrom an den noch viel bescheideneren Harleys mit Kontrollschildern aus Zürich. Die Schweizer wissen, warum sie einem das Wortspiel mit „Kennzeichen“ hier vermiesen. Aber sehr viel mehr Understatement zeigte da schon der Aargauer auf seiner Yahama mit unpassend St. Gallener Dialekt, sein Helm hatte einen wunderbaren Irokesenschnitt und sein Motorrad konnte man bis auf die Sidelenhütte hören. Sehr leise sind sie, die Schweizer.
Und sehr zurückhaltend. Ganz so wie die junge Dame, die am frühen Morgen um die Oberlippe noch etwas unrasiert mir auf die Schulter klopfte, als ich beim Berglauf für die Startnummer anstand. Sie deutete mit dem Daumen hinter sich und meinte, dass da irgendwo hinter ihr das Ende der Schlange sei. Ich musste ihr Recht geben, was ihre Reihe betraf. Nur gab es drei Reihen, da die Startnummern in feststehender Reihenfolge vergeben wurden und in meiner Reihe stand ich am Ende der Schlange. Ich habe mich aber gleich bei ihr für ihre geringe Körpergrösse und die hiermit verbundene fehlende Weitsicht entschuldigt. Das fand sie nicht lustig.
Sie fühlte sich nicht ernst genommen. Merkwürdig für ein Volk der gelumperten (dieses Wort kenne ich nicht, daher behaupte ich, dass ich es erfunden habe) Spassvögel, die tagelang nach Zürcher Einschätzung über vorpubertäre Nichtigkeiten kichern können, dass die sich ständig nicht ernst genommen fühlen. Aber das mit dem Humor stimmt schon. Da öffnet sich ein Vorhang, eine Komikerin oder ein Komiker, der als solcher sicher als ein Schweizer Komiker zu erkennen ist, guckt heraus, man sieht nur den Kopf, der verschwindet wieder und – alles lacht. Das kann man acht Mal wiederholen – jedes Mal der Brüller. Die einzigen, die da nicht lachen, sind die Deutschen, die haben keinen Humor.
Obwohl früher ist mir der gleiche Witz bei den deutschen Kindern aus der Nachbarwohnung auch mehrfach gelungen, bis sie dann ins Kindergartenalter kamen und die diese typische deutsche Ernsthaftigkeit zeigten. Nein, ich lebe nicht in der Umgegend von Zürich, um das hier einzuflechten, eher in einer Region, die verdächtigt wird noch zu den Ausläufern eines Landstrichs zu gehören, in denen ab November der Nebel gespalten werden muss.
Also habe ich nichts grundsätzliches gegen Nebelspalter. Ich habe auch nichts gegen italienische Vornamen. Im Gegenteil, wenn schon die Pizzeria hier „Bären“ heisst und eine Gelateria für einhunderttausend Bewohner reichen muss, dann freut mich diese Präsenz. Auch wenn es vor gar nicht langer Zeit einmal so aus sah, als ob sich die Gewässer trüben würden, Flüsse verfinsterten und so mancher Bach schwarz wurde. Aber am Ende waren es dann nur dreihunderttausend, die das Land verlassen mussten. Man nannte sie damals Knoblauchfresser. Und heute essen die Kinder derer, die sie so nannten, selbst Knoblauch. Vielleicht nennen sie es auch Konoblauch und behaupten, es stamme aus Konolfingen. Was stammte gleich noch aus Konolfingen? Vergessen.
Peter Bichsel war es zumindest nicht. Nur warum sollen wir eigentlich schlucken, also wir Deutsche, wenn wir Bichsel lesen, wenn er von der Schweizer Selbstgerechtigkeit schreibt, die die Schweiz unveränderbar macht. „Es macht uns Spass“, schreibt er, „von Ausländern bewundert zu werden und wer von einem „Sonderfall Schweiz“ spricht, meint das „Museum Schweiz“, eine Demokratie zu Demonstrationszwecken.“
Aber das wussten wir doch längst – jeder Selbstsucht wilden Trieb. “Innenpolitik ist für unsere Presse ein Tabu“. Da schreckt doch kein Deutscher mehr zurück. Und das noch grössere Tabu ist das, ja wie sollen wir das nennen? Das Anti – Branding. Ja, an diesem Produkt „Sonderfall“ und seinen hier produzierten Herren und Frauen, da gibt es keine Zweifel. Zweifel, so heissen hier allenfalls die Chips. Und die einmal geschriebene Bedienungsanleitung hat Bestand für die Ewigkeit und wenn die anderen, nicht erkennen können, das wir genauso funktionieren, wie wir es von uns denken, dann müssen nicht wir uns ändern, sondern dann müssen wir das anders kommunizieren.
Und gerade darüber können wir so herzhaft lachen, dass wir – wie wir so schön sagen: diesbezüglich – gar keine Satire und Ironie mehr benötigen. Das Leben ist so einfach. Es funktioniert wie eine Beiz, in der ein Bier bestellt wird. Die einen machen das so und die anderen eben anders und daran kann man sie dann erkennen. Wir haben hier eine Konsenskultur. Bei uns betreiben sogar die Tennisspielerinnen Schneesport. Und wenn das nicht mehr geht, gehen sie reiten. Dann kommt die B-Probe vom Pferd.
Darüber können wir so richtig lachen und dann neigen wir zur Verharmlosung. Da sagen wir dann im absoluten Ernstfall schon mal so Sätze wie „notfalls Krieg“, wenn es um irgendwelche Himmelsrichtungen bei irgendwelchen Landeanflügen geht. Das sagen wir natürlich nicht zu uns, sondern zu den anderen. Die anderen, die sind laut, unhöflich, haben keinen Funken Einfühlungsvermögen und kommen jeden Monat in immer grösseren Zahlen in unser Land und wollen sogar in unserem Radio auftreten.
Dabei fehlt es denen an jeder kulturellen Reife und vor allem an der deeskalierenden Höflichkeit, mit der wir Drohbriefe abfassen, Autos zerkratzen und Reifen aufstechen. Gerne spielen wir in den Morgenstunden lustige Buchstabenspiele. Eines Morgens, am 10.12.2007, noch vor der EM, rief da ein Holländer an. Um das Buchstabenspiel mitzuspielen und der Moderator bemühte sich um aufmunternde Auflockerung, als er sagte, dass man „ch“ genommen habe und es um sehr viele Dialektbegriffe ginge, da hätte er „etwas Integrationshilfe“. Dieser Holländer hatte gerade erzählt, dass er seit 25 Jahren in der Schweiz lebt. Vielleicht gäbe es doch noch irgendwo etwas Benimmhilfe für Schweizer Moderatoren, wenn man sie nicht ständig für all die missionswütigen Deutschen bräuchte.
Bei den Deutschen gibt es welche, die sind Deutsche von Beruf. Wie hiess das Gedicht noch: Deutschlands Beruf. Das gäbe es bei uns nicht.
Warum funktioniert das alles so prächtig, fragen wir uns. Wir hüllen uns in den Nebel des ländlich dinstinguierten Understatements – wir verstehen uns so, wie wir uns sehen. Klar, alle machen das so – aber irgendwie machen wir das anders.
September 2nd, 2008 at 10:20 am
@Neuromat: Hut ab! Endlich kenne ich die Bedeutung von Bärmuhda, was sicherlich in die neue Auflage des Dudens integriert wird. Habe Buuuuuuuuuuchwääääääh vor Lachen!
September 2nd, 2008 at 3:38 pm
RE: Ich kriege einen trockenen Mund und Durst allein schon vom Zuhören! Kein Wunder dass viele grosse Schweizerbrauereien dichtmachen mussten. Wenn alle so lange reden, wann kommt man dann zum Biertrinken?
Aaalsoo, es ist gut, wenn Kleinbrauereien Aufwind bekommen. Und ich bin in Offenbach schon mal fast verdurstet, weil Pils in Deutschland 7 Minuten schal werden muss, anstatt frisch zügig gezapft getrunken werden zu können…
September 2nd, 2008 at 7:30 pm
@ neuromat: Sie verwechseln Heidi mit Heydrich oder Hitler. Wenn die Weltbevoelkerung ueber die Schweiz irgendetwas weiss, dann, dass diese minderjaehrige Goere helvetisches Nationalheiligtum ist. Denn «das Heidibuch ist nach dem Koran und der Bibel das meistübersetzte und -verkaufte Buch weltweit.» (Quelle: Heidihaus in Maienfeld, offizielle Hueterin von Spyris Erbe).
September 2nd, 2008 at 10:28 pm
@neuromat
Aus Konolfingen kommt die Stalden-Creme (die in der Dose: sehr lecker, gehört heute wohl der Nestle: schwäbischer Einwanderer). Sie wissen ja einiges über uns Schweizer: Chapeau. Die Klischees haben einen grossen Vorteil: man kann auf einem Staatsterritorium mit einer bestimmten “Dramaturgie” rechnen. Wie in dem schönen Witz über Himmel und Hölle: Im Himmel organisieren die Schweizer, die Franzosen kochen, die Italiener machen den Lover, die deutschen sind die Mechaniker. In der Hölle sind die Schweizer die Lover, die Franzosen die Mechaniker, die Italiener organisieren etc. da waren noch mehr Beispiele anyway. Ein jugoslavischer Philosoph sagte mal: solange die Serben, Kroaten, Bosnier, Montenegriner, Slowenen etc. Witze übereinander machten und zusammen lachten wurde nicht geschossen. Ich bin sehr für die humoristische Ordnungsfunktion von Klischees. Der Kluge weiss ja ohnehin, dass sie nur sehr beschränkt zutreffen.
September 2nd, 2008 at 10:42 pm
@ Kalli: Pils? Das laeuft hierzulande unter «Buesiseichi» oder «WeiB -bier», resp:
«Dem Pilsner entspricht in der Schweiz das Spezialbier. Aufgrund eines Abkommens mit Tschechien darf die Bezeichnung Pilsner dort nicht verwendet werden. Im Gegenzug dazu verzichtet Tschechien auf die Bezeichnung Emmentaler für Käse.»
(wikipedia)
Darauf ein Appenzeller Doppelbock!
September 3rd, 2008 at 8:16 am
Liebes Neuromat
(Ist Neuromat eigentlich Männlein oder Weiblein?) Hast Du je darüber nachgedacht deine Blogwiese Kommentare als Büchlein herauszugeben? Wenn Kabarettisten sich das tägliche Brot mit wiederkäuen von Klischees verdienen können wären deine originelle Ansichten ein Renner. Wie wär’s?
September 3rd, 2008 at 4:21 pm
Bei den “humoristischen Ordnungsfunktionen” bin ich mir nicht sicher, ob diese ueberhaupt existieren. Bei der Einschätzung des jugoslawischen Philosophen liegt wohl die Betonung auf dem Umstand, dass sie gemeinsam lachten.
In diesem Zusammenhang erwähne ich mal eine bei Deutschen häufige Klischeevorstellung. Sie betrifft dieses schweizerische “wenn ich hochdeutsch höre dann verfalle ich automatisch auch dahinein”. Viele Deutsche belustigen sich etwas darüber und halten das für “gemacht”. Hier empfiehlt sich folgender Test: Zwei Deutsche verabreden, dass einer von ihnen ausschliesslich englisch spricht, die oder der andere darf nur auf deutsch antworten … auf einmal ist es ganz schön schwierig deutsch zu sprechen (Voraussetzung englisch wird nahezu fliessend beherrscht).
Die Auflösung der Ordnung führt dann in positivem Fall zu gemeinsamen Lachen.
Ja Lupino, ein Büchlein. Wer wollte das lesen? Vor ca. einem Jahr habe ich das mal scherzhaft hier auf der Blogwiese getestet - Ergebnis: kein Markt. Und dann müsste man sich damit ein wenig anpreisen - da bin ich ehrlich. Ich bin so der Typ, der mal länger darauf wartet, dass ihm die Aufgabe zugetragen wird.
und Heidi, die hat in Frankfurt gelebt, was die Amis sehr genau wissen…
September 3rd, 2008 at 10:33 pm
@ Ein Zuercher
nein, nein lesen Sie das noch mal nach. Heidi zieht tatsächlich nach Frankfurt … und sie wissen dieser US - Landstrich, für den gehören zu Deutschland: Lederhosen, Dirndl und die Alpen … in diesem Zusammenhang kichern die aber nicht. Ob jetzt allerdings dieser Rest der Welt so weit geht, dass er auch in bezug auf die Schweiz meint
“Switzerland - Made in Germany”
entzieht sich meiner Kenntnis. Aber vielleicht kennen Sie ja den Namen Zschokke und in diesem Zusammenhang wäre das ja eine Diskussion wert. Die hatten wir zwar schon mal - Hans Dampf in allen Gassen … und könnten auch auf das reload warten
September 4th, 2008 at 11:33 am
Heidi wurde nach Frankfurt geschickt, um dort im Hause Seesemann gemeinsam mit Klara aufzuwachsen. Damit sollten zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Die kranke Klara bekam Gesellschaft, Heidi Schulunterricht. Durch Fräulein Rottenmeier (Fräulein, nicht Frau, denn an diese Dame kommt bestimmt kein Mann!!!) wurde Frankfurt in den Dreck gezogen. Die positiven Figuren (Diener Sebastian, Herr Seesemann, die Grussmutter, der Doktor, der Heidi letztlich zurückschickt plus sämtliche Nebenfiguren) haben kaum eine Möglichkeit, den Eindruck, den Fräulein Rottenmeier vermittelt, zu korrigieren.
Dieses Phänomen halte ich für typisch für die Schweiz. Ein negativer Vertreter aus Deutschland und schon sind alle am Schreien. Mehrere andere können den Eindruck nicht mehr wegmachen. Die Dauerfreundschaft zu Klara und dass diese in die Schweiz reist und dort gehen lernt, von diesen Synergien bleibt wenig hängen.
September 4th, 2008 at 3:06 pm
@ Ein Zuercher
Sie haben wie immer mit allem Recht, vor allem mit Pavarotti, hat das auch etwas mit Pava - rotti - meier zu tun,
die Franzosen kann ich gut verstehen auch ich fühle mich von Hyänen wenig angezogen und Engländer,
das sind natürlich Werkzeuge
und der kleine Unterscheide von Sein und Haben,
die Deutschen haben Natis, ich glaube die Hockeymannschaft hat sogar die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen gewonnen
September 4th, 2008 at 8:47 pm
Also Herr Zuercher, ich bitte Sie, derart inflationäre Wortwahl in solch unschlüssiger Kombination. Und dann dieses apodiktische “ist” zu verstehen. Geradezu preussisch befehlend. Sie haben so ein ganz klein wenig die Neigung, sich alles etwas zurecht zu biegen.
Nein, so geht das wirklich nicht. Und dann so brachial plakativ “hier” und “da”.
Nur, Heidi ist wirklich ein interessantes Thema. Falls unser Blogwiesen-Plattform zur Verfügungsteller einverstanden ist, wuerde ich zu diesem Thema für das Wochenende einen Gastbeitrag erstellen, vielleicht mit dem Titel: unsere “deutsche” Heidi.
Sie können ja dann an einem Schlitten schnitzen.
September 5th, 2008 at 8:51 am
@ Ein Zuercher
ich gebe Ihnen einen Hinweis, wie das gemeint ist: Sie sind ja “unser deutscher Zürcher” … ja, ja Adam und Eva, sie erwähnten das berühmte Buch bereits
September 5th, 2008 at 10:44 am
@ Ein Zuercher
verstehe einfach nicht, was Sie meinen. Meinen Sie den neuen Adi Racer mit EVA Zwischeneinlegesohle zur Dämpfung. Diese Schuhe werden auch von Schweizern gerne getragen, obgleich die Region natürlich ASICS-lastig ist …
September 5th, 2008 at 5:38 pm
@ Ein Zuercher
jetzt weiss ich was sie verwechseln. Adi mit Alfi, Alfred Siegfried. Sprechen Sie da generell von Ihrem Alfred. Aber den HIntergrund bildeten nicht ein paar vereinzelte Schweizer …
September 8th, 2008 at 7:21 pm
@ Ein Zuercher
nein der hiess Alfred Siegfried und der - wie Sie und wahrscheinlich nur Sie auszudrücken pflegen - hatte tatsächlich diese unangenehme Eigenart. Was wissen Sie eigentlich von der Schweiz? Sie sind doch offensichtlich Deutscher…………
March 2nd, 2010 at 10:03 pm
Herrlich, alles. Damit Heidi nicht zu kurz kommt, Heidi ist ein deutscher F1 Rennfahrer, aktuell ausser Betrieb, 2009 noch nbei BMW-Sauber und wohnt am Zürisee, heisst Nick zum Vornamen.