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Die Schweiz und ihre Promis (Teil 1) — Kennen Sie Renzo Blumenthal?

  • Die Schweiz hat wenig Prominente
  • Die Schweiz ist ein kleines Land und hat daher nur wenig Prominente. Das ist normal, bei nur 7,2 Millionen Einwohnern. Das sind immerhin mehr Einwohner als das Ruhrgebiet hat (5,5 Millionen), und dort gibt es ja auch nicht viele Prominente. Weil es nicht so viele Prominente in der Schweiz gibt, müssen die durch bestimmte Aktionen künstlich nachgezüchtet werden. „Music Star“ war so eine Aktion. Den Namen der Gewinnerin dieser Castingshow, Salome Clausen, kennt jedes Kind. Nur ihre Platten kauft niemand. So ist das mit den einheimischen Stars. Die müssen erst im Ausland grossen Erfolg haben, bevor sie im Inland etwas verkaufen können.

    Auch die jährlichen Mister und Miss Schweiz Wahlen finden starke Beachtung. Ich habe in langen Jahren in Deutschland nie mitbekommen, wer eigentlich gerade Mister Germany oder Miss Germany war. Doch, 1993 hatte Verona Feldbusch diesen Titel, meine ich mich zu erinnern. Eines der wenigen Dinge, die sie wirklich als eigene Leistung zu verbuchen hat in ihrem hübschen Leben.

  • Kennen Sie auch die Miss Schweiz Titelinhaber?
  • Doch seit wir in der Schweiz leben, kann ich locker mindestens die letzten drei Miss Schweiz Namen runterrattern, und erzählen, wann ich sie wo in welcher Sendung gesehen habe, was sie zu welcher Abstimmung gesagt haben, und auf welche Gala sie als nächstes gehen werden.

    Gleiches gilt für die Herren. Wie kommt das? Nun, es gibt sonst nicht viele Promis, über die man etwas berichten könnte. Also tauchen diese Namen und Gesichter so häufig im Schweizer Fernsehen auf, dass man sie sich einfach merken muss.

  • Robert Ismajlovic, Mister Schweiz 2003
  • Mister Schweiz 2003 war Robert Ismajlovic, wie der Name schon verrät, von altem Graubünder Adelsgeschlecht. In einer Show mit Thomas Gottschalk, in der aus Deutschland, Österreich und der Schweiz jeweils ein Ex-Mister losgeschickt wurde, um möglichst viele Frauen im Nachbarland anzusprechen und ihre Handynummern einzukassieren, scheiterte er völlig und konnte nur 3 Frauen für sein Anliegen gewinnen. Nun, die Deutsche Sprache und das verbale Anbaggern ist nicht so sein Ding, doch wie heisst es so schön: „Man muss ja nicht immer nur reden“.

    Mister Schweiz 2004 war Sven Melig, ein Sportartikel Verkäufer aus Spreitenbach. Auch Fiona Hefti, Miss Schweiz 2004, ist immer noch in den Medien präsent.

  • Was wir Renzo Blumenthal schon immer fragen wollten
  • Mister Schweiz 2005 ist Renzo Blumenthal, von Beruf Landwirt.
    Und dann passierte die Sensation, ich traute meinen Augen nicht und konnte es nicht wirklich fassen: Rezo Blumenthal kam nach Bülach! Am 8. November war er im Sechtbach-Huus in Bülach, der Metropole des Unterlands. Es wurde eingeladen zum „Gespräch mit Renzo Blumenthal“.
    Renzo Blumenthal in Bülach!

    Welch ausserordentliches Ereignis! Da mussten wir hin. Renzo Blumenthal sieht nicht nur echt gut aus, nun, er sieht ausserdem auch noch ausserordentlich gut aus. Man konnte also da hingehen und ihm mal eine Frage stellen, z. B. warum er eigentlich so gut aussieht, und was es bedeutet, Mister Schweiz 2005 zu sein. Bedeutet es vielleicht, einfach nur gut auszusehen? Er sieht übrigens echt gut aus, oder erwähnte ich das bereits?

    Jetzt warten wir gespannt, dass Miss Schweiz Lauriane Gilliéron eingeladen wird. Damit wir sie endlich fragen können…

    

    9 Responses to “Die Schweiz und ihre Promis (Teil 1) — Kennen Sie Renzo Blumenthal?”

    1. Berner Says:

      Renzo wer? Kenn ich nicht. Was macht der Typ? Ehrlich, noch nie gehört. Und auch was die Missen und Mister angeht bin ich nicht auf dem laufenden, was ich nicht unbedingt für eine Bildungslücke halte …
      Was die olle Salome angeht, natürlich verkauft die nichts. Aber ich denke, das liegt weniger am „Nicht-Erfolg-im-Ausland-haben“, sonder schlicht und ergreifend an der Tatsache, dass sie eine Castingeintagsfliege ist/war. Ist doch das selbe in Deutschland, England, Burundi, Französisch-Guyana usw.

      Ach ja, hättest lieber London oder Istanbul mit der Schweiz verglichen, die haben nämlich mehr Einwohner als dieses Land …

    2. Fabian Says:

      Köstlich 😀
      Ja ja, die Schweiz und ihre Cervelatprominenten… im Erschaffen von Personenkulten sind wir spitze 😉

      Übrigens hast du wieder fleissig „Deppenleerzeichen“ verwendet (entschuldige den Ausdruck, du weisst hoffentlich, wie ich es meine).

      Beispiel:
      – „Miss Schweiz Wahlen“
      – „Miss Schweiz Namen“

      Mich persönlich stört das sehr, das tut richtig weh beim lesen. Was hast du bloss gegen den Bindestrich? Aber vielleicht liege ich ja auch falsch, denn „Miss Schweiz Wahlen“ ergibt bei Google 81’000 Treffer, „Miss-Schweiz-Wahlen“ nur 987 und „Miss Schweiz-Wahlen“ wenigstens 1’260 Treffer. Was ist nun richtig? Fragen wir die „Büro Blogger“ oder konsultieren wir lieber Fachliteratur zur deutschen Sprache?

    3. Administrator Says:

      Hi Fabian,
      wenndichdieLeerschlägewirklichstörenkönnenwirsieaucheinfachweglassen,dassvereinfachtdieLesbarkeitumeinVielfaches.
      grauss, Jens

    4. Mikki Studer Says:

      Hehe, das mit den Prominenten heranzüchten ist wirklich typisch schweizerisch.
      Was du jedoch unterschätzt ist die psychologische Wirkung solcher Veranstaltungen – sie sind wichtiger Bestandteil des „swiss dream of life“!
      Indem Titel kreiert werden wie Miss Schweiz, Musicstar, Jassmeister, Schwingerkönig, (Schweizer Skiabfahrtsmeister;-)), welche im Prinzip jedermann/frau ohne besondere Qualifikation erreichen kann, wird an der Legende gearbeitet, dass jeder/jede in der Schweiz berühmt und reich werden kann.
      Und so ist es auch: Während in Deutschland oder in Österreich viele Prominente aus dem Establishment kommen (da war schon der Ur-Grossvater kaiserlicher Hofnarr), so ist dies in der Schweiz weniger der Fall.
      Gute Beispiele sind Nicolas Hayek (Libanese) und Christoph Blocher (Grossvater Deutscher).

    5. Sabine Says:

      Hier noch was zum Thema Bindestriche: Lest mal das Buch „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“ oder die Zwiebelfisch-Kolumnen auf Spiegel Online. Nicht nur für Schweizer eine spannende und unterhaltsame Lektüre!

    6. blablublö Says:

      bla bla bla ein richtiges gestuss………….

    7. Nicole Says:

      ich hab am anfang auch nicht verstanden wieso es so ein getue um die miss- und misterwahlen gibt. in deutschland ist es eher peinlich, wenn man bei so was mitmacht. da denkt man automatisch, das sind deppen. warum sollten sie so einen blödsinn sonst mitmachen.
      aber in der schweiz wird das richtig gepusht.
      aber jens hat recht, mittlerweile kenne ich die die gewinner auch schon. ist wohl so ein „mitläufer-phänomen“ 🙂

    8. Gizmo Says:

      Nun da man auch zu keiner Sekunde darüber im Unklaren ist wieviel Geld die jeweiligen MR oder MRS Schweiz zum aktuellen Zeitpunkt verdient haben (und das wird fast täglich aktualisiert) könnt ich mir schon vorstellen das da eine gewisse Motivation herrscht mitzumachen. Die publizierten Summen liegen jeweils im Lottohauotgewinnbereich nach etwa 2 Jahren und während beim Lotto ein Gewinnen (ausser man ist Lottoveranstalter) ausgeschlossen ist, liegen hier die chancen relativ hoch zu gewinnen…

      ist das nicht motivation genug?

    9. Liebe die Schweiz Says:

      Mir ist in Berlin als erstes aufgefallen, dass jedes Schulhäuschen nach einer Berühmtheit benannt wird, dass überall Denkmäler von Personen stehen – das war vor vielen Jahren – heute fällt mir auf, dass Prominente in der Schweiz nicht aufs Podest gestellt werden- anders in D – was interessieren mich die vielen Frauen von Boris Becker? Er ist schon lange kein Tennisstar mehr – Roger Federer kann von Glück sagen, dass er noch in der Schweiz geboren ist – er kann sich noch frei bewegen. Wir sind Demokraten – alle Menschen sind gleich — zumindest alle Schweizer 😉
      da kann auch ein Milliardär Tram fahren oder ein Bundesrat im Café sitzen- ohne Bodygards – das finde ich einfach gut. Es gibt höchstens ein Pestallozzi-Schulhaus – der hatte zumindest etwas mit der Schule zu tun – aber es gibt keine Ogi-Schule und zum Glück auch kein Calmy-Rey-Gymnasium. Renzo Blumenthal war ein schnuckeliger Mister Schweiz. Und ein Bündner Bauer. Es stimmt nicht, dass die Mister- und Misswahlen gepuscht werden – was ist denn mit diesen Germany TopModels Castings – eine Fleischbeschau schönster Güte!

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