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Wie lange noch überlebt das Schweizer Bankgeheimnis? — Schweizer Geld auf Deutschen Banken

  • Der Ruf des Schweizer Finanzplatzes steht auf dem Spiel
  • In einem Interview des Tages-Anzeigers vom 23.02.08 äussert sich der Schweizer Alt-Botschafter Philippe Lévy zum aktuellen Steuerskandal in Deutschland und zur Zukunft des Schweizer Finanzplatzes:

    Die Schweizer Banken kennen die Erhebungen, wonach Deutsche, vom einfachen Selbstständigen bis zum reichen Manager, mit eindrücklichen Geldbeträgen am Zoll festgehalten werden. Bestimmungsort der Notenbündel sind Schweizer Bankkonten. Das Ziel: die Gelder am deutschen Fiskus vorbeizuschleusen. Steuerhinterzieher werden in der Schweiz – wie in Liechtenstein – vom Bankgeheimnis geschützt. Kein Wunder, reagiert die Bankiervereinigung nervös.

    Im Inter-City von München nach Zürich werden von Zollfahndern kleine Kärtchen verteilt mit der Aufforderung, grössere Geldbeträge unaufgefordert anzugeben. „Grössere“, das heisst mehr als 10´000 Euro. Wer also eine Millionen Euro legal ohne Probleme an der Grenze in die Schweiz transportieren möchte, sollte einfach 100 Mal fahren um die Höchstmenge nicht zu übertreffen.

  • Begehrte und kriminelle Menschen
  • Im Interview mit Lévy wird fein unterschieden zwischen den „begehrten Steuerhinterziehern“ und den „kriminellen Steuerbetrügern“. War das nicht andersrum gemeint, von wegen die „kriminellen Steuerhinterzieher“ und die „begehrten Steuerbetrüger“? So langsam wird das etwas unklar, wo da noch die Grenze zu ziehen ist:

    Wie lange können die Schweiz und Liechtenstein diesen weltweit einzigartigen Spagat zwischen begehrten Steuerhinterziehern und kriminellen Steuerbetrügern noch machen?

    Ein Abkommen mit den USA hebt das Bankgeheimnis bereits stellenweise auf. Natürlich will dies das Bundeshaus so nicht zugeben. Faktisch haben jedoch die Schweizer Banken – wie ihre liechtensteinischen Kollegen – dem Druck aus den USA nachgegeben und melden jeden US­Bürger, der bei ihnen amerikanische Wertschriften hält, den US-Steuerbehörden. Die Finanzinstitute gaben klein bei aus Angst, dass ihre Geschäfte mit und in den USA Schaden nehmen könnten. Und da behaupten Bundesräte noch, das «Bankgeheimnis ist nicht verhandelbar»? Das trifft nicht zu! Nur das die Anzahl von US-Bürgern mit Wertschriften in der Schweiz im Vergleich mit der Anzahl von vermögenden Deutschen mit Konten hier und in Liechtenstein sicherlich wesentlich geringer ist.
    Als Nächstes will Kanzlerin Angela Merkel über das Bankgeheimnis verhandeln: Was mit den USA vereinbart ist, soll auch für Deutschland gelten.

    Eine verständliche Haltung. Unterschiedliche Handhabungen für ebenbürtige Länder lassen sich nicht rechtfertigen.
    Also ist das Bankgeheimnis doch in Gefahr?

    Ohne Akzeptanz durch andere Staaten lässt sich das Schweizer Bankgeheimnis in seiner jetzigen Ausprägung nicht aufrechterhalten.
    (Quelle: Alle Zitate Tages-Anzeiger vom 23.02.08, S. 28)

  • Die ebenbürtigen Freunde wissen mehr
  • Warum Merkel nicht gleich bei den „ebenbürtigen“ Freunden aus den USA die Daten abfragt, ist uns ein Rätsel. Ob die wirklich nur über die Vermögen ihrer Landsleute Bescheid wissen?

  • Schweizer Geld bei Deutschen Banken
  • Was in der ganzen Diskussion irgendwie niemals erwähnt wird, sind die zahlreichen Schweizer, die brav nach Feierabend mit der Tasche voll Geld ins grenznahe Waldshut oder Konstanz oder Lörrach fahren, um dort ihre Ersparnisse bei einer Sparkasse einzuzahlen. Die Zinserlöse, die sie auf diese Art jährlich in Deutschland erwirtschaften, sind für die Schweizer Steuer meines Wissens „terra incognita“. Von den so gemachten Gewinnen erfahren die Schweizer Steuerbeamten nichts auf der jährlichen Steuererklärung. Ein lukratives Geschäft für Deutsche Geldinstitute, wie z. B. die Sparkasse in Jestetten, welche für die Kunden aus der Schweiz sogar am Samstag von 8:30 – 12:00 Uhr geöffnet hat. Hier eine kleine Übersicht der grenznahen Sparkassen:

    Deutsche Sparkassen für Schweizer Bürger
    (Quelle: sparkassen-hochrhein.de)

    

    60 Responses to “Wie lange noch überlebt das Schweizer Bankgeheimnis? — Schweizer Geld auf Deutschen Banken”

    1. balzercomp Says:

      Jetzt bin ich einmal auf die Reaktionen gespannt.

      Ungeachtet der grundsätzlichen Fragwürdigkeit der Informationsbeschaffung, finde ich es ausgesprochen interessant mit welcher Nonchalance in vielen Kommentaren von Schweizern darüber hinweg gegangen wird, dass Steuerhinterziehung, in der weit überwiegenden Mehrheit aller Staaten der Erde, eine Straftat ist. Mir sind in Europa nur Liechtenstein und die Schweiz als Staaten bekannt, in denen Steuerhinterziehung “lediglich” eine Ordnungswidrigkeit ist. Diese Konstruktion und die Tatsache, dass zur Unterstützung der Strafverfolgung die doppelte Strafbarkeit einer Tat erforderlich ist, hinterlassen bei mir den Beigeschmack der vorsätzlichen Beihilfe zu einer Straftat. Aus Ertragsgründen haben Anlagen im FL und der Schweiz keinen Sinn. Die Verzinsung ist niedriger als im Euro-Raum.

      Wenn ich davon ausgehe, dass Steuerhinterziehung eine Straftat ist, ist die Vorgehensweise der deutschen Behörden nicht grundsätzlich anders zu bewerten als die Tatsache, dass weltweit Strafverfolgungsbehörden Belohnungen für “sachdienliche Hinweise”, die zur Aufklärung von Straftaten führen, aussetzen.

      Davon abgesehen, scheinen die steuerrelevanten Daten ein “Abfallprodukt” der Kontrolle der internationalen Finanzflüsse der organisierten Kriminalität und des Terrorismus zu sein. Dies ist eindeutig eine Aufgabe eines Auslandsnachrichtendienstes wie des deutschen BND oder des schweizer SND. Da in Deutschland, wie auch in der Schweiz, Bundesbehörden verpflichtet sind, ihnen bekannt werdende Straftaten zur Anzeige zu bringen, scheint mir das Vorgehen rechtlich in Ordnung. Auch wenn es einen Beigeschmack hat.

    2. R.Schaedeli Says:

      Was mir in der Steuerhinterziehungsdiskussion immer zu kurz kommt, ist der Unterschied zwischen Bürger und Staat bei uns Schweizern und in der EU.Wir können mit dem Stimmzettel ueber Steuersätze abstimmen ( siehe letztes Wochenende) und in der grossen EU-Ländern kann der Bürger dies nur mit den Füssen tun! Es sollten zwischen den Staaten nicht nur das sog. Volkseinkommen pro Kopf (durch OECD etc )verglichen werden , sondern auch die totale Steuerlast pro Kopf.
      Dann wäre schnell ersichtlich , dass da die Schweiz wesentlich besser da steht als Deutschland dasteht. Infrastruktur, Bildungswesen etc sind bei uns sicher nicht schlechter als in Deutschland dh. im Klartext :dort werden Steuergelder verschleudert wegen der zentralen Verwaltung derselben.
      Ich möchte dass unsere Politiker bei den Treffen mit den Herren Eichel, Steinbrück und Comp., diesen Zusammenhang klar zur Geltung bringen würden. Vielleicht würde dann das Steuerfluchtproblem schneller zu lösen sein.(Guter Artikel dazu von Beat Kappeler in der NZZ am Sonntag vom 24.02)

    3. balzercomp Says:

      Noch zwei Punkte zum Blogeintrag:

      1. Die ebenbürtigen Freunde wissen mehr
      Inzwischen sollte es eigentlich bekannt sein, dass das Bankkundengeheimnis für US-Bürger nahezu inexistent ist. Die Banken der Schweiz und aus Liechtenstein sind verpflichtet die Anlagen der US-Bürger zu melden. Diese Änderung der Haltung wurde auf massiven Druck (Massive Verschlechterung der Geschäftsmöglichkeit in den USA) der US-Regierung durchgeführt. Warum die EU-Staaten bisher nicht genauso reagiert haben ist mir schleierhaft.

      2. Schweizer Geld bei Deutschen Banken
      Sicher werden in Deutschland Gelder schweizer Kunden angelegt. Warum auch nicht? Die Zinsen sind merklich höher. Das auf die Erträge der Konten schweizer Kunden in Deutschland keine Steuern gezahlt werden, halte ich für ein Gerücht. Die Zinsbesteuerung, die die Schweiz mit der EU eingeführt hat, ist sicher keine Einbahnstrasse. Die entsprechenden Quellensteuern werden wohl ebenso anonym an die Schweiz gezahlt, wie dies umgekehrt geschieht. Was nicht geschieht, ist die Meldung der Existenz von Konten und sonstigen Anlagen schweizer Bürger an die schweizer Finanzverwaltung. Warum auch, umgekehrt passiert es ja auch nicht.
      Die Dichte der Sparkassen im grenznahen Raum lässt sich durch die Organisation der Sparkassen in Deutschland erklären. Nahezu jedes “Kuhkaff” hat eine eigene Filiale. Ist sicher übertrieben, trifft aber die Richtung.

    4. Thomas Says:

      die Schweiz kennt halt Steuerhinterziehung und Steuerbetrug.
      Was ich so extrem bedenklich finde: Steuergerechtigkeit sollte sein, da besteht kein Zweifel. Und genau mit dieser Argumentation kann Deutschland nun einen Überwachungsstaat kreieren, gegen den die Stasi ein Kindergeburtstag dagegen war. Schäuble, Vorratsdatenspeicherung und Konsorten lassen grüssen.
      Und was im kollektiven Geschrei auch untergeht: die Steuermoral ist nicht einfach bei den reichen schlecht, schaut mal den Beschiss an, der unten herrscht. (Es ist so diese scheinheilige Argumentation, ‘die’ dürfen das nicht, die machen das mit so viel Geld, ich machs ja mit weniger, das ist nicht so schlimm)

    5. Steuerflucht Says:

      Die Diskussion über “Bankgeheimnis” im Zusammenhang mit Fiskalabgaben zielt am Problem vorbei. Die Frage ist vielmehr, ob die Schweiz (und Liechtenstein) ihre Steuergesetzgebung ändern sollen, also die Steuerhinterziehung als Straftatbestand (analog dem Steuerbetrug)definieren sollen. Dazu bräuchte es eine einfache Gesetzesänderung, die allerdings vom Volk abzusegnen ist. Ob das Schweizer Stimmvolk einer solchen Aenderung zustimmen würde, wage ich zu bezweifeln, schon gar nicht auf Druck von aussen. Sicher kontraproduktiv wirken sich Aeusserungen von deutschen Politikern auf das Stimmverhalten der Schweizer aus. In diesem Zusammenhang sind die Aussagen des früheren deutschen Finanzministers Eichel im Interview in der gestrigen Sonntagszeitung eher kontraproduktiv. Unter anderem sprach er über die grossen Lasten der Wiedervereinigung, die Deutschland zu tragen habe, als ob die Deutschen die Trennung vor 60 Jahren nicht selbst zu verantworten haben.

    6. Holger Says:

      Man muß diese Steuerhinterziehungsdiskussion vor dem Hintergrund der Neid- bzw. Gerechtigskeitsdebatte in Deutschland sehen: viele Deutsche haben das Gefühl, daß es den mittleren und unteren Schichten immer schlechter geht (Kaufkraftverlust), während die oberen 10.000 immer mehr haben. Und diese oberen 10.000 sind es dann, die “auch noch” ihr Geld in die Steueroasen tragen. Das ist sozusagen doppelt ungerecht, moralisch betrachtet. Und es ist ein gutes Ventil zum Dampf ablassen, sicherlich auch gerne von der deutschen Politik bedient: so regt sich der Pöbel zur Abwechslung mal über die Reichen auf und nicht, wie sonst immer, über die “unfähigen Politiker”, die “uns die Rente kürzen”.
      Auch ich verspüre eine gewisse Schadenfreude angesichts der Tatsache, daß es jetzt wohl einige der Oberschicht erwischt. Aber die Art und Weise, wie man an die Daten kam, stinkt. Andererseits: gäbe es in Liechtenstein ähnliche Maßstäbe wie bei uns, hätte es gar nicht eines Geheimdienstes bedurft.

      An R.Schaedeli möchte ich noch Folgendes richten:
      Potentiell zahlen wir immer zuviel Steuern, und der Staat verpraßt sie. Aber das weiß doch jeder; das muß mir kein Schweizer erzählen. Und da Sie hier mal wieder mit der alten Leier von der überlegenen direkten Demokratie kommen. Wäre ich Schweizer, würde ich das “arrogant” nennen. Es gab im Nachkriegsdeutschland gute Gründe dafür, daß das deutsche Grundgesetz so gut wie keine plebiszitären Elemente enthält (”Wollt Ihr den totalen Krieg?!”).

    7. Simone Says:

      Was nicht genannt wurde, ist der Finanztourismus nach Österreich. Auch dort ist es nicht üblich, Kundendaten ans Ausland zu melden.

    8. Brun(o)egg Says:

      Ein Wochenende das unsere nördlchen Nachbarn zum nachdenken anregen sollte. Wir senken Steuern und im Norden herrscht Frust wegen Steuerflüchtlingen. (s.auch Kommentar TA von heute.Seite 1)
      Was sich in Deutschland von ganz Links bis Rechts noch nicht durchgesetzt hat, ist die Erkenntnis, dass höhere Steuern Mittel- und Langfristig weniger Ertrag bringen. Und zwar auf allen Ebenen, nicht nur bei den stinkreichen.

      Das schliessen von Schlupflöchern führt zum suchen von neuen schon vorhandenen. (Guernsy, Österreich, Caymans, Luxemburg, usw.) Da die aber nur mit mehr Aufwand benutzt werden können, werden es sich nur noch die ganz Stinkreichen leisten können. Der kleine Gewerbetreibende - der “hinterzieht” nämlich auch - bleibt auf der Strecke. Und schliesst seinen Laden oder drückt die Gehälter noch mehr. Gezwungenermassen.
      Denn der ist auf den stillen Batzen angewiesen. Ganz einfach um zu überleben.

    9. Brun(o)egg Says:

      Ich hab die obenstehneden Beiträge erst jetzt gelesen und möchte bemerken: Ob Steuerflucht ein “Kapitalverbrechen” oder nur ein Vergehen ist, ob der Einsatz des BND Rechtens war oder nicht und alle anderen moralischen und justitiablen Gegebenheiten, sind absolut unwichtig.

      Entscheidend ist doch: lässt ein ein Staat seinen Bürgern und Unternehmen fiskalisch soviel Luft und Lust, dass die Arbeit Spass macht und sich das “Betrügen” nicht mehr lohnt. Vor allem auch für die Klein- und Mittelbetriebe. Denn die halten die Wirtschaft am laufen. Und das ist in Deutschland nicht der Fall. Darum seid ihr ja auch hier, nicht wahr?

      Es würde mich unheimlich interessieren wieviel Steuergeld der deutsche Staat nach Abschluss aller Verfahren zusätzlich eingenommen haben wird.
      Vermutlich ein winziger Bruchteil dessen, was er mit einer vernünftigen, entflochtenen. liberalen Steuergestzgebung erreicht hätte.

    10. Holger Says:

      @Brun(o)egg:
      Internationaler Steuerwettbewerb? Dagegen will ich ja noch nicht mal grundsätzlich was sagen. Wenn aber jemand in Deutschland lebt und die hier vorgefundenen staatlichen _steuerfinanzierten_ Leistungen in Anspruch nimmt, ja dann soll er verdammt nochmal auch hier Steuern zahlen oder “nach drüben” gehen (wo auch immer das ist). Alles andere ist Schmarotzertum.
      Soweit die Moralkeule. Allerdings sind sich die meisten Deutschen darin einig, daß das deutsche Steuersystem viel zu kompliziert ist und allein durch die Komplexität schon die Reichen bevorzugt. Nur die können sich nämlich die entsprechenden Steuerexperten leisten, die ihnen bei der “Gestaltung” helfen.
      Es wäre sicher interessant gewesen, mal was Genaueres von Merz oder Kirchhoff zu erfahren.

      Und übrigens fahren die Skandinavier mit ihren hohen Steuern ganz gut, scheint’s.

    11. balzercomp Says:

      Alles interessante Aussagen. Insbesondere die Mär von den so wahnsinnig hohen Steuern scheint sich zu halten. Die Steuerlast in Deutschland liegt im Mittelfeld der Europäischen Union, nicht an deren Spitze.

      @ Brun(o)egg:
      Der von Dir beschriebene Gewerbetreibende ist vor allem eines: Ein Gesetzesbrecher. Was Du mit Deiner Aussage tust ist ganz einfach, Du entschuldigst das Nichtbeachten geltender Gesetze. Wie würde die Schweiz schreien, würde eine grössere Gruppe der Deutschen, die Schweizer aufrufen, für sie geltende Gesetze nicht zu beachten. Die Tatsache, dass Deutschland, aus guten Gründen, eine repräsentative Demokratie ist, legitimiert die Gesetzgebung nicht weniger als in der Schweiz. Gesetzte sind zu beachten! Wenn sie einem nicht gefallen, gibt es Möglichkeiten sie zu ändern. Das gilt für die Schweiz, aber auch für Deutschland.

      @ Simone:
      Luxemburg, Österreich und die Kanalinseln machen eines, sie verstecken sich hinter der Schweiz. In dem Moment, in dem es zu einer Einigung mit der Schweiz kommt, fällt die derzeit geltende Regelung mit den genannten EU-Mitgliedern.

      @ Steuerflucht
      Die Sache ist ganz einfach, es zwingt Niemand, ganz bestimmt keine EU und auch nicht Deutschland, die Schweiz oder das Fürstentum Liechtenstein, für IHRE BÜRGER ein absolutes Bankgeheimnis zu haben. Für ihre Bürger und die im jeweiligen Land lebenden Personen können Sie auch gerne den, mir nicht zu erklärenden, Unterschied zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug machen. Warum aber soll diese Regelung auch für Personen und Firmen, die keinen Wohnsitz in CH oder FL haben, gelten? Es gibt dafür nur einen Grund, die Banken haben ein Interesse daran, dass die genannten Gruppen Geld anlegen, dass am Fiskus vorbei gehen soll. Dafür gibt es nur einen Namen: Beihilfe zu einer Straftat.

      @ R.Schaedeli
      Genau, das ist der Unterschied zwischen einer repräsentativen und einer direkten Demokratie. Manchmal hat die eine Vorteile, manchmal die andere.
      Die Steuerlast ist die falsche Vergleichsgrösse, wenn man etwas vergleicht, dann muss es die gesamte Abgabenlast sein. Dazu gehören dann auch Dinge wie Krankenversicherung, AHV, BVG, IV, etc. Dann sieht es bestimmt nicht mehr so gut für die Schweiz aus, wie Du anklingen lässt.

    12. Simone Says:

      @Holger:
      Ich stimme Dir voll und ganz zu.
      Das deutsche Steuersystem gehört vereinfacht. Habe Kirchhoff kürzlich in einem Interview in Frank Elstners SWR-Talkshow samstags abends gesehen. Klingt gut, aber man wil’s eben nicht kapieren. Ginge es nach Merz, hätte die Steuererklärung auf einem Bierdeckel Platz. Mit anderen Worten, man soll nichts mehr absetzen können.

      Insgesamt hat es m. E. keinen Sinn, Staaten wie Liechtenstein oder die Schweiz mit Deutschland oder gar Skandinavien zu vergleichen. In Deutschland gibt es ganz andere Probleme zu lösen, die durch Steuern (gegen-)finanziert werden müssen.
      Zudem gelten die skandinavischen Länder als Sozialstaaten, wo es beispeilsweise eine grossangelegte Kinderbetreuung von klein auf gibt. Würde man so etwas in der Schweiz einführen, müssten die Steuern ebenfalls höher sein.

    13. Brun(o)egg Says:

      @ Holger

      Ob sie gut fahren mit ihren Steuersystemen, die Skandinavier weiss ich ich nicht. Es sieht mindestens so aus. Von aussen. Ich persönlich ziehe es vor weniger Steuern zu bezahlen, immer unter Berücksichtigung des Anteils fürs Gemeinwohl, aber dafür aussuchen zu können, welche Leistungen ich möchte und tatsächlich auch brauche im Bereich des sozialen und der Gesundheit.

      Dort wo der Lebensmittelpunkt ist und man die Leistungen und Strukturen in Anspruch nimmt, soll man auch bezahlen. Da geb ich Dir Recht. Clay Regazzoni und Bobele Becker mit Wohnsitz Monaco mussten das erfahren. Ist auch richtig so. Vermutlich darf sich auch Herr Schuhmacher nicht mehr als eine gewisse Zeit pro Jahr in Deutschland aufhalten ohne Probleme zu bekommen.
      Aber um diese Fälle gehts doch gar nicht. Was kratzt es mich, dass jetzt ein paar supperreiche Dividendenbezüger in der Schweiz nach diesem Abstimmungs Sonntag noch ein wenig mehr abziehen können, bezw, nicht versteuern müssen? Es sind Pea Nuts. Viel entscheidender ist doch, dass kleine Betriebe entlastet werden. Denn die bringen die Arbeit und das Einkommen für viele.
      Da ist doch jedes Land gefordert Steuervorteile anzubieten. Und es soll jedem Land freigestellt sein. Es wäre, - ist-, ein Unding nur wegen ein paar Grosskotzeten Superverdienern, die sowieso immer ein Schlupfloch finden, eine Wirtschaft zu knebeln und auszusaugen bis gar nichts mehr geht?!
      Ich finde die Bezüge Vasella und der Nulpe Ospel auch zum kotzen unanständig. Aber das ist Moral und hat nichts mit Wirtschaft zu tun.

    14. neuromat Says:

      Wir haben es hier mit völlig gegensätzlichen Positionen zu tun. Während die einen die Steuer hinterziehen, wollen die anderen das Ruder herumreissen.

      Nur, die Frage wurde ja hier nach dem „nicht verhandelbaren“ Schweizer Bankgeheimnis“ gestellt. Wenn ich das richtig verstehe, dann soll es für US-Bürger ja schon jetzt kein Bankgeheimnis mehr geben – in der Schweiz und in Liechtenstein. Wenn ich Frau Merkel richtig verstanden habe, dann will sie die gleiche Regelung für deutsch oder EU-Bürger.

      Das wäre doch kein Problem; denn das Bankgeheimnis ist in der Schweiz weiter existent. Es lässt sich ja nicht nur für US-Bürger aussetzen. Die Regelung ist einfach eine andere. Sollte ich das richtig kapiert haben: Gemeldet werden die US-Bürger, die in US Wertschriften investieren. Die anderen werden nicht gemeldet. In chinesische Telefongesellschaften darf so viel investiert werden, wie will. Das wird nicht gemeldet.

      Kann man doch alle Deutschen melden, die in deutsche, von mir aus auch in EU Wertschriften investieren. (Macht so etwas eigentlich Kosten? Wer zahlt den ganzen Aufwand?)

      Dass Frau Merkel jetzt so gewaltig Feuer spuckt ist psychologisch bedingt. Vor wenigen Wochen war der türkische Staatschef zu Besuch. Es hatte sehr unangenehme Begleitumstände. Frau Merkel durfte wie ein begossener Pudel neben Herrn Staatsmann herdackeln, der mal eben erzählte, wie das seiner Meinung nach mit der Integration türkischstämmiger Mitbürger funktionieren müsse. Die sollten nämlich mal wieder mehr türkisch lernen. Er hielt Hof in Köln, seine Ansprachen auf türkisch und Frau Kanzlerin die Schnüss. Da wird dann die nächste Gelegenheit genutzt, den Frust abzubauen – alles wie im Kindergarten.

      Wie auch immer, die Schweizer haben sich für Fluglärm ausgesprochen, dann dürfte wenigstens das Thema mit den Anflügen auf Zürich vom Tisch sein…

    15. Anton Says:

      Die deutsche Politikerclique dreht durch und produziert eine Massenhysterie wie im dritten Reich, denn sie hat sich total verfahren: Milliarden an Steuergeldern für marode Banken, auswuchernde Bürokratie mit dem weltweit kompliziertesten Steuergesetz. Sinkende Kaufkraft der Massen, Verarmung breiter Schichten, wobei die Reichen immer reicher werden, ein unlösbares Rentenproblem, ein mit Migranten überfülltes Sozialsystem, exorbitante Staatsschulden, die sich auch beim besten Willen nie mehr zurückzahlen lassen, Massenflucht von gut ausgebildeten Akademikern und Handwerkern ins Ausland, eine gescheiterte Wiedervereinigung, politischer Einheitsbrei, bzw. Scheindemokratie, Überwachungsstaat eines verrückten Rollstuhlfahrers und wiederum ein Krieg im Ausland. Dieser Staat, bereits ausgeblutet durch die EU, hat gewissermaßen einen neuen Versailler-Vertrag mit sich selbst abgeschlossen. Da verwundert es nicht, dass man zur Ablenkung die Probleme im Ausland sucht. „Wir haben die Bank geknackt“, „Berlin knöpft sich Liechtenstein vor“, „der Fürst wird zur Brust genommen“, klingt es aus der gleichgeschalteten Presse. Das Wort „Schurkenstaat“ fällt. Deutsches Gesetz soll auch im Ausland gelten, nach dem Fall des Bankgeheimnisses wird man wohl von uns verlangen, die direkte Demokratie abzuschaffen und unsere Steuern auf D-Niveau anzuheben – Tribut zahlen wir ja bereits. Deutschland quo vadis? Ich fürchte, wir bekommen zum dritten Mal ein Problem hier in Europa. Fehlt nur noch ein passender Österreicher.

    16. Brun(o)egg Says:

      @ balzercomp

      Dein legalistischer Standpunkt ist ärgerlich. ” Die Gesetze sind so, also befolge ich sie, auch wenn ich dabei verhungere”. Bisschen krass, aber darauf läufts hinaus. Die Abstimmung mit den Füssen findet doch schon statt.
      Übrigens. Herzlich willkommen. Wir brauchen gut ausgebildete Leute.

    17. Brun(o)egg Says:

      @ Anton

      Ach Anton. So doch nicht!

    18. viking Says:

      Ok, es ist ja nicht so, dass EU-Bürger in der Schweiz unbehelligt Geld anlegen können. Die Zinsabschlagsteuer gilt für jedermann mit Steuerdomizil EU. Dass diese Steuer nicht für juristische Personen gilt und Stiftungen als juristische Personen gelten, kann die Schweiz nun wirklich nix. Für uns Bankeninformatiker wäre es übrigens einiges einfacher, alle juristischen Gebilde einfach einzubeziehen ;) . Es ist übrigens auch so, dass ein EU-Anleger selber entscheiden kann, ob seine EU-Zinssteuer anonym an die EU-Finanzämter übermittelt wird, oder ob seine Daten gemeldet werden und er diese Steuer in seiner Steuerrechnung verwenden kann. Und es sind nicht wenige, die die Daten melden. ;)

    19. Münsterländer Says:

      Wozu eigentlich ein Bankgeheimnis? Hat da jemand etwas zu verheimlichen? Man macht heute schon viele Dinge über das Internet u d das ist für gut geschulte Leute auch herauszufiltern, so dass man von einem Datengeheimnis (und vor allem Datenschutz) nicht mehr reden darf.

      Ok, ich möchte auch nicht, dass jeder sieht wieviel ich auf dem Konto habe, aber einmal im Jahr kann ich das gegenüber dem Finanzamt schon angeben.

      Geheimnisse braucht nur der, der etwas verstecken will.

      Ach ja, ich kann aus eigener Erfahrung den Unterschied einer deutschen und einer liechtensteinischen/schweizerischen Steuererklärung darstellen: in Deutschland sucht man sich erst einmal möglichst viele Schlupflöcher und in FL/CH verbringt man 20-40 min. mit der Wegleitung und dem Ausfüllen. Ein deutsche Steuererklärung benötigt so 2-3 Tage und ist dann wahrscheinlich auch noch falsch. Sollte das mit dem Bierdeckel mal in Erfüllung gehen, dann wird das ein Bierfilz worauf auch ein Lkw (Camion)passt.

      Das Geld der Reichen ist und bleibt mobiler, weil diese Damen und Herren wissen, dass man z.B. in Tasmanien bei der Anlage in eine Känguruh-Zucht eine gewisse Sonderabschreibung bekommt. Der ‘normale’ Bürger (was oder wer ist das eigentlich?) kennt nur seine lokale Sparkasse oder Volksbank und hat auch gar nicht die Beträge, um sie bei so hohen Bankgebühren ausser halb Deutschlands anzulegen. Ausserdem weiss er auch nicht wo Tasmanien liegt …

    20. Marroni Says:

      Das Abkommen zwischen Deutschland und der Schweiz liegt schon eine Ewigkeit auf irgend eimen Pult in Deutschland, wurde nie unterzeichnet und zurückgeschikt. Ich vermute schwer, in irgend einem Schukarton in BONN verschollen, oder immer noch auf dem Weg nach Berlin. Das passt mir an Merkel! grosse Schnauze, Eichel AD ( SOZI!!) vorschieben, aber nix machen!

    21. AnFra Says:

      Welche ein Vorwurf u. a. von @Anton. Deutschland im selbstverschuldeten Versailler Vertrag! Da lachen ja die Hühner, denn die haben wohl mehr Verstand als manch „wissende“ alpiner Spießer.

      Hier kleine lustige Fakten:
      Als Deutscher möchte ich die EU absolut NICHT missen, denn als Lektion aus unserer Geschichte gilt: 1 Jahr in der EU ist besser, billiger und schöner als 1 Stunde im Krieg. Die Sehnsucht einiger Blog-Schreiber nach dem letzten (bzw. einem neuen) Krieg ist doch eine Paranoia. Die vorgeschobene (im Stillen wohl ersehnte) kriegerische Auseinandersetzung würde den unverarbeiteten Zustand in mancher Seele nachhinein rechtfertigen. So eine friedliche Wiedervereinigung in D hat kein Vorbild. Frieden kostet halt. Möchte auf den schweizer Sonderbundkrieg hinweisen. Wenn man genau hinschaut, wirkt er noch heute in der CH nach.

      Mit der geforderten Beachtung der liechtensteiner Gesetze durch Deutschland ist hier der größte Witz aller Zeiten: Ca. 45 Jahre wurde durch D an FL die Bitte geäußert, das zum Teil unrechtmäßig angelegte dt. Kapital entsprechend der dt. Gesetze zu handhaben. Hier sind in Kurzform die Antworten dargestellt: Von der Regierungsseite des FL unter Franz Josef, Adam und dem kleinen Aloisl: In etwa folgend: „…..Die liechtensteinische Regierung fühlt sich dem deutschen Gesetz nicht untergeordnet, da hier in FL deren eigenen Gesetze gelten…..“. Jedoch sollen jetzt die Gesetze von FL auch für D gelten. Ein Treppenwitz der Weltgeschichte.

      Nachdem man die Geldkünstler in FL „in FLagranti“ mit der einen Hand im Geldbeutel des dt. Steuerzahlers und in der anderen den rauchenden Revolver erwischt hat, habe ich mir eine Flasche der „Hofkellerei des Fürsten von Liechtenstein 1999 Vaduzer Herawingert Pinot Noir“ geöffnet und voller Genuss auf die Eröffnung der Treibjagd auf das (hoffentlich) letzte Kapitell der europäischen Finanz-Piraterie angestoßen.

      Das Fürstentum hat das sogenannte „Bankgeheimnis“ gegenüber den USA sang- und klang(ton)los untergehen lassen. Es war wie bei der Titanic. Beim vollem Tanz in ein Eisberg. Dies ist nicht durch Einsicht, sondern laut Augenschein, weil man die Leute aus FL auch hier mit der einen Hand mit „blutigen“ Dollars aus Süd-Mittel-Amerika und mit der anderen Hand mit „blutigen“ Werten (Diamanten, Rohstoffen und Schnee) erwischt hat.

      Das Märchen der überhöhten Steuern in D muss und kann auch etwas berichtigt werden. Man kann nicht Urteile abgeben, weil der nachbarschaftliche „David“ im Kadavergehorsam blind verteidigt werden soll, muss und kann.
      Der entspr. Steuersatz war bei der „konservativen“ CDU-Regierung bei 51 %, ist durch die „sozialistische“ (einige meinen „kommunistischen“) SPD-Regierung auf 43 % gesenkt worden. Der reale Durchschnittswert, der WIRKLICH gezahlt wird (wg. Abschreibungen u.a.m.), liegt tatsächlich bei ca. 24 %. Was hierzu die Unternehmer aus den Hochsteuerländern S, N, F und GB sagen, möchte ich wegen der fäkalischen Eigenschaften der Sprüche lieber verschweigen.

      Zur „Flucht“ von gut ausgebildeten Leuten aus D. Möchte erinnern: D war immer ein Auswanderungsland. Die CH war immer ein Einwanderungsland. Wenn z. B. in D genügend Tierärzte ausgebildet werden und in der CH nur ca. 30 % des inländischen Bedarfs, so wird die hochgelobte Schweiz sich immer beim Dafi (d. H. D: Deutschland, A: Österreich, F: Frankreich und I: Italien) die Leute einkaufen müssen. Hat den „guten Nebeneffekt“, die Steuern in CH brauchen nicht hoch sein, denn die anderen Dummen machen es ja. Wer „stirbt“ so langsam, unmerklich und wohlbehaglich vor sich hin? Kleiner historischer Hinweis: Auf diese Weise ist das mächtigere Rom auch sanft entschlafen.

      Auch zu der Aussage, D bedränge das kleine, unschuldige, reine und ach so zarte FL, möchte ich ein lustiges historisches Szenario darstellen:
      Der Reichstag in Frankfurt zu Main hat beschlossen: Am 31. Februar im Jahre des Herrn 1508 wird das Reichsheer die Raubritterfeste zu Liechtenstein angreifen und vernichten. Die Aufgebote sammeln sich in Ravensburg, Konstanz, Kempten, St. Gallen, Winterthur und Zürich. Besonders sollen die hochalemannischen Söldner aus dem Zürich-Gau und den Gauen zwischen Rhein und Bodensee mit größeren Gewinnanteilen angespornt werden, da man deren Vorliebe für Reichsgold gut kenne.
      Meine Untersuchung ergab: Da man sich im Datum geirrt hatte, wurde diese Operation abgeblasen. Man vertage sie um 500 Jahre.

    22. trevi Says:

      Welch krudes Gefasel.

    23. Mare Says:

      Gestern erst habe ich gelesen, dass das schweizerische Bankgeheimnis erst 1935 eingeführt wurde, um deutscher Polizei das Schnüffeln von Flüchtlingsgeldern zu erschweren. Jetzt wäre wohl Zeit, das wieder aufzuheben.

    24. balzercomp Says:

      @ Brun(o)egg
      Was soll daran ärgerlich sein, das bestehende Gesetze eingehalten werden? Mehr als ärgerlich ist wirklich, dass Schweizer, wie offensichtlich Du auch, den Bruch bestehende deutscher Gesetze durch deutsche Staatsbürger, die keinen Wohnsitz in der Schweiz haben entschuldigen und / oder herausfordern. Ich bleibe dabei, Gesetze sind einzuhalten. Wenn sie einem nicht passen, kann man die nötigen Schritte einleiten um sie zu ändern.

      Ich habe keine Aussage darüber gemacht,was ich von den deutschen Steuergesetzen halte. Ich finde sie alles andere als gut. Sie sind viel zu kompliziert und müssen dringend vereinfacht werden. Das ändert aber überhaupt nichts daran, dass sie zurzeit gelten und demzufolge zu beachten sind.

      Ach ja, ich lebe seit 12 Jahren in Zürich. Seit ich in der Schweiz lebe, zahle ich hier meine Steuern, würde ich in Deutschland leben, dann dort. Das hat nichts mit einer Abstimmung mit den Füssen zu tun. Wenn die Schweiz Arbeitskräfte aus Deutschland braucht und diese dann noch kommen, hat das ebenso nichts mit der von Dir angesprochenen Abstimmung mit den Füssen zu tun, sondern lediglich mit der gesteigerten Mobilität der Arbeitnehmer.

    25. AnFra Says:

      @trevi

      Tja, die andere Wahrheit ist krude, die eigenen Vorurteile rutschen so glatt durch den Schlund.

      Zur Info: Ab 1948 hat D ca. 1,0 Billionen (d.H: 1.000.000.000.000) Euro an direkten und indirekten Kriegsfolgekosten gezahlt. Ich bin NACH dem Krieg geboren, trage aber diese finanziellen Lasten ohne Jammern mit ab. Deshalb betrachte ich den Griff in die Steuergeldbeutel solcher Piraten als dreisten Raub auch an meiner Person.

      Da möchte ich an andere Diskussionen und das peinliche Gejammere um einige fremde Millionen Schilling und Franken nicht erinnern müssen.

    26. Flaneur Says:

      @Balzercomp:

      Natürlich zwingt niemand die Schweiz oder das Fürstentum Liechtenstein, für ihre Bürger ein absolutes Bankgeheimnis zu haben. Aber warum soll diese Regelung verdammt noch mal NICHT auch für Personen und/oder Firmen gelten, die keinen Wohnsitz in CH / FL haben?

      Wo ist das denn sonst so im Leben?
      Wenn du mit deinem Autochen in die Schweiz fährst, dann hast du dich an die hier geltenden Regeln zu halten. Das heisst: Auch auf Autobahnen darfst du nur 120 Km/h fahren. Auch, wenn die Autobahn für dich gross genug ist, du mit höheren Geschwindigkeiten umgehen kannst, und vor allem: Wenn du keinen Wohnsitz in der Schweiz hast?!
      Wenn du eine Waffe dabei hast, so hast du dich auch in der Schweiz an Schweizer Gesetze zu halten. Wenn du ein Grundstück in der Schweiz hast, so hast du dich auch an Schweizer Baugesetzgebung zu halten. Wenn du an Schweizer Unternehmen beteiligt bist, so gelten für dich auch die Schweizer Gesetze. Wenn du etwas in die Schweiz einführst, so wird das von der Schweiz besteuert/verzollt. Wenn du in der Schweiz etwas kaufst, so richten sich deine Rechte nach Schweizer Kaufrecht.

      Die Sachen, die du in der Schweiz hast, und das, was du in der Schweiz machst, unterliegt Schweizer Recht. Und über Schweizer Recht entscheiden die Schweizer.

      Eigentlich ganz simpel, oder?

    27. Holger Says:

      @Brun(o)egg

      Du schreibst: “… Bobele Becker mit Wohnsitz Monaco … auch Herr Schuhmacher … Aber um diese Fälle gehts doch gar nicht.”
      Doch! Genau darum geht es im gegenwärtigen Steuerskandal in Deutschland: daß jemand in Deutschland lebt, sich aber gleichzeitig zu fein ist, dort auch Steuern zu zahlen. *Deshalb* muß Zumwinkel jetzt Angst haben, Schumacher und Becker dagegen nicht; jedenfalls solange sie nicht schummeln (haha, das kann der Schumi ja!) und sich mehr als 180 Tage im Jahr in Deutschland aufhalten.

      Und ich finde _Deinen_ Standpunkt im Gegensatz zu dem von balzercomp ärgerlich: hältst Du Dich also nur an die Gesetze, die Dir passen? Es gibt in Deutschland übrigens haufenweise Betriebe, die trotz der “hohen” Steuern nicht nur überleben, sondern blühen und gedeihen (gerade kam auf Phoenix was über Haniel). Kann es nicht einfach sein, daß die Geschäftsidee Deines beispielhaften kleinen Gewerbetreibenden nicht taugt? Und übrigens muß in Deutschland niemand verhungern.

      In einem gebe ich Dir aber recht: es kommt mit den … ähm … “beschafften” Daten nicht sonderlich viel rein. Im besten Fall rechnen die Behörden mit einem einstelligen Milliardenbetrag. Das kommt schon alles arg populistisch rüber. Ich frage mich z.B. auch, wieso Fernsehteams schon 2 Std. vor der Hausdurchsuchung bei Zumwinkel anwesend waren. Widerlich, sowas. Was aber das Handeln Zumwinkels (sofern die Anschuldigungen stimmen) nicht besser macht.

      @Steuerflucht:
      So einen Blödsinn bzgl. Verantwortung für die Deutsche Teilung liest man hier zum Glück selten. *Ich* habe die Deutsche Teilung 1945/49 mit Sicherheit nicht zu verantworten. Ich habe Hitler nämlich nie gewählt. Keiner der heute aktiven deutschen Politiker hat Hitler gewählt. Wer 1933 NSDAP gewählt hatte, ist heute mindestens 95 Jahre alt (Wahlalter war damals 20 Jahre).

      Ich habe übrigens beim “Stern” einen “Kirchhoff-Steuerrechner” gefunden:
      http://www.stern.de/wirtschaft/steuern/514921.html. Und zum Vergleich die tatsächliche Belastung: https://www.abgabenrechner.de/

    28. Der stahlzarte Teutone Says:

      Das eigentliche Resultat der Sache ist doch, dass es die Liechtensteiner einfach vermasselt haben. Total verhoben und selbst schuld. Und das Gejaule im Nachhinein macht die Sache nur noch amateurhafter…

    29. Max Says:

      @balzercomp:

      >Die Banken der Schweiz und aus Liechtenstein sind verpflichtet die
      >Anlagen der US-Bürger zu melden. Diese Änderung der Haltung
      >wurde auf massiven Druck (Massive Verschlechterung der
      >Geschäftsmöglichkeit in den USA) der US-Regierung
      >durchgeführt.

      Naja, bitte genau bleiben. Die Banken müssen die
      - US-Anlagen (Aktien, etc)
      - aller Kunden (nicht bloss der Amis) der IRS melden
      - und die zugehörige Quellensteuer abliefern
      - allerdings auf anonymisierter Basis

      >Warum die EU-Staaten bisher nicht genauso
      >reagiert haben ist mir schleierhaft.

      Etwas ähnliches existiert auch bezüglich EU. Dort heisst das Ding, Zinsabschlagsteuer, die in der Schweiz von EU-Bürgern auf EU-Anlagen zugunsten der EU-Staaten erhoben wird. EU-Kunden, die Steuerbetrug begehen, melden also dem Finanzamt ihre Anlagen in der Schweiz nicht. Sie können daher auch keine Zinsabschlagssteuer rückfordern (ähnlich wie sie die Schweizer Verrechnungssteuer nicht rückfordern können).

    30. Kreis7 Says:

      @AnFra
      Die Schweiz war sehr wohl ein Auswanderungsland! Im 18. und 19. Jahrhundert, als die Schweiz das Armenhaus Europas war, verliessen 200′000 Schweizer das Land und selbst heute noch leben 650′000 (8,5 %) irgendwo auf dem Globus, denn der Globus hat bekanntlich viel mehr Platz als wir hier. Die Leerstandsquote für Wohnraum in der Stadt Zürich von 0.09 % lässt grüssen.
      Auch Deutschland ist ein Einwanderungsland, warum sonst leben Millionen Türken dort?!?
      Im Übrigen bildet die Schweiz genügend Veterinäre aus. Frag mal im Tierspital Zürich nach.
      Ein blanker Hohn ist wohl die Aussage, dass sich die Schweiz “seine” Spezialisten von Drittländern ausbilden lässt. Wenn es die besagten Länder nicht schaffen einigermassen attraktive Lebens- und Einkommensbedingungen für einen schön grossen Teil ihrer Leistungsträger zu schaffen, verziehen die sich halt in andere Länder. Ökonomie pur! Die Behörden “mussten” sogar ein Praxiszulassungsstopp einführen, damit nicht an jeder Ecke ein Deutscher Arzt anfängt.

      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die deutsche Regierung mit ihrer Hetze gegenüber FL und CH den hier lebenden Deutschen einen Bärendienst erweist. Beliebter werden sie so sicher nicht. Finde ich persönlich sehr schade.

      Mein persönlicher Held in ökonomischen Belangen:

      http://www.nzz.ch/nachrichten/startseite/in_steuersachen_koennte_europa_viel_von_der_schweiz_lernen_1.677074.html

      Gute Nacht!

    31. Brun(o)egg Says:

      @ Holger

      Jeder Bürger kann seinen Wohnsitz wie und wo er will wählen. Und dort bezahlt er auch seine Steuern. Punkt. Und wenn sie dort tiefer sind ists halt so. In der Schweiz leben und in Monaco steuern? Hat ein Ex-Boss von mir versucht. Es wurde sauteuer. Es geht jedem Bürger im eigenen Land gleich: Volle Steuer, nix Pauschale.
      Aber das hat nichts mit Herrn Zumwinkel zu tun und dem Steuerskandal und auch nichts mit der Besteuerung von Gesellschaften und Holdings.
      Nur mit dem Neidfkator.

    32. balzercomp Says:

      @ Flaneur
      Alles was Du genannt hast, hat Auswirkungen, die sich ausschliesslich auf schweizer Staatsgebiet beschränken. Und natürlich gilt in der Schweiz schweizer Recht. Und in Deutschland gilt deutsches Recht. Wenn das schweizer Volk entscheidet, dass es Rechtsbrecher aus anderen Staaten schützen will, kann es das gerne tun.
      Es darf sich dann aber nicht beschweren, wenn einen solche Entscheidung auch Konsequenzen nach sich zieht.

      @ Brun(o)egg
      Du hast vollkommen recht was den Wohnsitz betrifft. Deshalb ist auch grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden, wenn Personen wie Michael Schumacher oder Boris Becker ihren Wohnsitz in der Schweiz haben und auch dort ihre Steuern zahlen. Aber offensichtlich geht es eben nicht jedem Bürger gleich. In der Schweiz besteht die Möglichkeit der Pauschalbesteuerung, die eben nicht allen offen steht, nur den Reichen. Aus meiner Sicht ist das ein klarer Verstoss gegen den Gleichheitsgrundsatz. Aber das ist hier nicht das Problem. Das Problem bei Zumwinkel und Co. ist, dass sie ihren Wohnsitz in Deutschland haben und demzufolge auch in Deutschland ihre Steuern zahlen müssen. Du entschuldigst in Deinen Äusserungen, dass Liechtenstein und die Schweiz ihnen die Möglichkeit bietet, rechtswidrig der Besteuerung ihren Einkünfte zu entgehen. Findest Du nicht, dass Du Dir widersprichst?

    33. AnFra Says:

      @Kreis7

      Tschuldigung. Habe im Eifer des Gefechtes bei dem verbalen Kollateralschaden die notwendige Spezifizierung der Aus- und Ein-Wanderung vergessen: …..“in intellektueller Hinsicht“….

      Allgemeiner Nachtrag: Es geht aus dt. Sicht nicht um Kapitaltransfer, sondern um „Beihilfe“ der Steuerverkürzung bzw. Steuerbetruges. Viele Reaktionen in Leserbriefen, Blogs uam. können hier zwischen Realinformation und (teils offenen bzw. unterdrückten) Vorurteilen, Hasstiraden uäm. nicht unterscheiden. Habe in den letzten Tagen ca. 500 Briefe dieser Art gelesen. Da wünscht man sich fast doch das Jahr 1508 zurück.
      Kurze Zusammenfassen: Es ist nicht alles so wie es scheint, es scheint nicht so wie es ist.

      Hier ein vorauseilender Gedanke: Am 01.April 2008 wird der BND-Informant im Steuerparadies Andorra entdeckt. Nix mit Australien (selten so gelacht!!!). Da dieses Land ein regides Steuergeheimnis (andorranisches Geheimhaltungsfähigkeit!!!) besitzt und solche Geldlieferanten nicht ausliefert, bittet die liechtensteiner Regierung den dt. Geheimdienst BND um Amtshilfe.

    34. Holger Says:

      @Brun(o)egg
      Wir sind uns einig: Jeder soll dort steuern zahlen, wo er lebt. Oder er soll dort leben, wo er Steuern zahlt. Egal, wie herum.
      Aber Zumwinkel lebt in Deutschland und schleppt sein Geld nach Liechtenstein. Das ist nicht “Neidfaktor” sondern Steuerhinterziehung, und die ist in Deutschland strafbar. Du nimmst ihn in Schutz. Das verstehe ich nicht.

    35. Simone Says:

      @Holger:
      Danke für die Steuerrechner! Da bin ich doch dankbar für den Schweizer Standort. Hab mein Gehalt eben mal in Euro umgerechnet und da eingegeben, da ist mir Hören und Sehen vergangen. Bei Kirchhoffs Rechnung fahre ich deutlich besser.

    36. Flaneur Says:

      @Kreis:
      Die Behörden “mussten” wirklich einen Praxiszulassungsstop einführen?
      Nun verstehe ich auch, warum ich vor zwei mit (vermeintlich) gebrochener Hand keinen verdammten Arzt fand, der mich noch am selben Tag untersuchen wollte…

      @Holger:
      Nun mal langsam mit dem Zumwinkel. Der Mensch steht bestenfalls unter Verdacht, aber er ist kein verureilter Steuerhinterzieher. Und wenn das eine Straftat ist, dann könntest du dich mit der in deinem Beitrag aufgestellten Behauptung (”Zumwinkel… das ist Steuerhinterziehung”) auch selbst strafbar machen.

      Zumwinkels Finanzen hin oder her… man kann sich seinen Teil denken, man kann vermuten, aber es geht mir irgendwie auf den Keks, wenn Verdächtige hier ohne Verurteilung gleich als Straftäter bezeichnet werden. Wenn ich (oder auch der Zumwinkel) mein Geld nach Liechtenstein schleppe, dann ist das per se weder illegal noch Steuerhinterziehung.

    37. trevi Says:

      Zur viel gescholtenen Pauschalbesteuerung sei angemerkt, dass sie zu keiner Ungleichbehandlung innerhalb der Schweiz führt, wie auch das Bundesgericht schon festgehalten hat. Die Pauschalbesteuerung betrifft Ausländer, die ihren Lebensmittelpunkt in der Schweiz haben, aber ihre gesamten Einkünfte oft im Ausland erwirtschaften oder gar nicht mehr erwerbstätig sind.
      Die Pauschalbesteuerung ist auch insofern nicht wirklich “ungerecht”, als der Schweiz auf der Basis der Doppelbesteuerungsabkommen mit vielen Ländern ein Besteuerungsrecht von im Ausland erwirtschafteten Einkünften auch gar nicht zustände. Sie ist also eher als administrative Vereinfachung zu betrachten.
      Und dann kommt noch dazu, dass es sich Deutschland aufgrund seiner Macht leisten kann, eine überdachende grenzüberschreitende unbeschränkte Besteuerung für in der Schweiz wohnhafte Personen im Rahmen des Doppelbesteuerungsabkommens durchzusetzen. Eine Person, die in der Schweiz wohnhaft ist und der Pauschalbesteuerung unterliegt, gilt gemäss Art. 4, Abs. 6 DBA als nicht in der Schweiz ansässig und kann demzufolge weiterhin unbeschränkt in Deutschland besteuert werden.

    38. Holger Says:

      @Flaneur:
      Selbstverständlich ist Zumwinkel nicht verurteilt und bis dahin unschuldig. Das habe ich weiter oben so auch geschrieben (”sofern die Anschuldigungen stimmen”). Beim nächsten mal habe ich das vergessen. Ehrlich. Soll nicht wieder vorkommen.

    39. Brun(o)egg Says:

      @ Holger

      Ich nehm Zumwinkel sicher nicht in Schutz. Ich heule aber auch nicht laut auf. Denn woe Brecht bemerkte, vor der Moral kommt das Fressen. Und ob alle die sich jetzt da moralinsauer auf die Brust klopfen, widerstehen könnten?!

      Zudem: Zumwinkel hat ja in D Steuern bezahlt für Einkommen und Vermögen. Das Vermögen, dass in Liechtenstein lagert ist also auch versteuert, ist anzunehmen. Ausser es wäre schwarz erworbe.
      Aber die Zinserträge daraus nicht. Und nur im diese gehts.

    40. Tobi Says:

      Bis auf die letzten Sätze in seiner Schlussfolgerung kann ich Anton nur zustimmen.

    41. hans Says:

      ich wäre sowiso dafür, dass das bankgeheimnis für ausländische kunden, welche ihr geld auf schweizer banken gebunkert haben, aufgehoben wird. früher oder später wird so eine volksinitiative kommen, welche mit ziemlicher sicherheit angenommen wird.

    42. neuromat Says:

      Da es hier ja schon längst nicht mehr um das Bankgeheimnis geht, einige längere Überlegungen. Wieder bewusst spätabends eingestellt für die Nachtleser und um die anderen in ihrer Diskussion nicht zu stören.

      200 Millionen Euro so wird gemunkelt. 200 Millionen Euro an Steuergeldern werden nun in die Kassen fliessen. Und: 28 Millionen wurden schon bezahlt. 4,2 Millionen hat der BND gezahlt. Das sind Steuergelder. Die gingen nach Angaben des BND an einen Informanten.

      Die Einzelheiten zu dieser Transaktion bedürfen nun dringend der Aufklärung:

      Es wird zu klären sein, wo sie stattgefunden hat. Gehen wir davon aus, der Informant verkauft die Ware in Deutschland. Dies geschieht in selbständiger Tätigkeit. Es ist eine einmalige Transaktion, ein Auftritt, vergleichbar mit dem Bühnenauftritt eines Stars. Der Betrag muss also auch in Deutschland als Einkommen versteuert werden. Hat der Deal im Ausland stattgefunden, wären die Einzelheiten diesbezüglich zu klären; auch betreffend der verdeckten Tätigkeit des BND in zum Beispiel einem Nachbarland mit Anstiftung zu einer Straftat, die wobei der BND nicht mehr sein definiertes Aufgabengebiet erfüllte.

      Wurden auch Fälle von Steuerhinterziehung durch diese Tätigkeit möglicherweise aufgedeckt, so rechtfertigt dies in Friedenszeiten nicht einen eigenständigen Straftatbestand. Würde die Transaktion in Deutschland steuerpflichtig sein, so müsste der Informant entsprechend verfolgt und gestellt werden.

      Es wird zu klären sein, in welcher Funktion der BND tätig wurde. „Aufgabe des BND ist es, Informationen über das Ausland zu beschaffen und auszuwerten, die von außen- und sicherheitspolitischer Bedeutung für die Republik sind. Die Verfolgung von Steuersündern zählt nicht dazu, und Amtshilfe für die Finanzbehörden ist nur in engen Grenzen erlaubt.“

      Der Einkauf der Daten soll in Absprache mit dem Bundeskanzleramt im Sommer 2007 erfolgt sein.

      1999 war der BND schon einmal davon überzeugt, dass in Liechtenstein die Organisierte Kriminalität (OK) floriere. Zu den Kunden der Treuhänder sollen „lateinamerikanische Drogenclans, italienische Mafiagruppierungen und russische OK-Gruppen“ gehört haben, hiess es in einem vom BND verfassten, 30 Seiten umfassenden Geheimdossier, Der damalige BND-Präsident August Hanning, heute Staatssekretär im Innenministerium, lieferte das Papier höchstpersönlich im Kanzleramt ab. Damals war der Hauptinformant ein wegen Anlagebetrugs und versuchter Erpressung zu fünf Jahren Gefängnis verurteilter Krimineller, dessen Aussagen sich als unwahr herausstellten.

      Wenn der BND nun wiederum keinen Erfolg in der Bekämpfung der organisierten Kriminalität vorweisen kann, so muss sich angesichts der Serie, neben den bereits gemachten Vorwürfen der Hehlerei, vor allem aber der der absoluten Unfähigkeit im eigenen Berufe ergeben. Es kann davon ausgegangen werden, dass ausser Steuerhinterziehern nicht ein Krimineller gefasst werden wird. Das ist eine Schande und ein Armutszeugnis, das seinesgleichen sucht.

      200 Millionen, so wird gemunkelt. Blenden wir zurück in das Jahr 1983. Damals war die DDR gerade etwas besonders klamm bei Kasse. Franz Josef Strauss, der seinerzeit den amerikanischen US Starfighter (auch bekannt als Witwenmacher) in einer Grössenordnung von 750 Stück bei einem Stückpreis von ca. 10 Millionen DM eingekauft hatte, von denen dann bis eben 1983 weiter über 200 abgestürzt waren, trat als Retter in der Not auf

      und fädelte einen Milliardenkredit über die Bayerische Landesbank ein. Verbürgt durch die Bundesregierung lieh damals ein Konsortium unter Führung der Bank dem DDR Staat eine Milliarde DM. Der BND sucht bis heute nach diesem Geld. Berechnet bei Anlage zu 3% läge der Zinsertrag dieser Summe bereits über dem der jetzt vermuteten 200 Millionen Euro.

      Die BayernLB ist jetzt in Liechtenstein aktiv und bereitet nun gerade ihren Ausstieg aus ihren dortigen Finanzaktivitäten vor. Es handelt sich hier nicht um eine Privatbank. Die Landesbank hat vor vier Monaten für 1,6 Milliarden Euro die österreichische Großbank Hypo Alpe Adria Bank International AG (HAAB) mehrheitlich übernommen und sich so indirekt auch bei deren Liechtensteiner Ableger eingekauft, der Hypo Alpe Adria Liechtenstein AG. Die Bank hat allerdings Abschreibungen in der Höhe von 1,9 Milliarden Euro zu verkraften.

      In die gleiche Zeit (1983) fällt die Geschichte mit der Neuen Heimat. Hier wurde ein Vermögen von 20,5 Milliarden DM durch Spekulation auf eine tatsächliche Summe von 3,1 Milliarden DM bei Verbindlichkeiten von 17,4 Milliarden gemindert. Dies wurde dann für 1 DM abgestossen. Die Beteiligten wohnen noch heute in ihren Villen.

      Der deutsche Staat, so will es einem scheinen ist hier in der Rolle eines Reinlichkeitswächters, der zum „sauberen im Sitzen Strullern“ ermahnt und selbst in seiner eigenen Geschichte kräftig neben den Sitz scheisst.

      Dennoch wird er nicht müde, immer wieder mit Betrugsbeschuldigungen gegen seine Bürger vorzugehen.

      Nein, ich rechtfertige das Hinterziehen von Steuern nicht. Ich bin auch bereit Steuern zu zahlen. Bereits jetzt darf von meinem Steueramt jede Kontobewegung überprüft werden.

      Dann erwarte ich jedoch bei einem Spitzensteuersatz auch eine Spitzenleistung und keine derartigen Stümpereien, bei deren obiger Nennung es sich ja zahlenmässig um Promilleanteile an Vorkommnissen handelt, wenn gleich von besonderer Kostenintensität. Dann erwarte ich auch nicht eine solche Posse um die Tätigkeit des BND, bei der offensichtlich ist, dass der Untersuchungsausschuss schon Wochen vor seiner Ankündigung feststand, einschliesslich seines Ergebnisses, vermutlich war das Protokoll auch schon geschrieben.

      Ich erwarte aber auch absolute Professionalität von den Akteuren und nicht immer wieder derart blamable Auftritte wie den von Kurt Beck beim Starkbieranstich. Ein älterer Mann „beschimpfte den Politiker im Anschluss an das traditionelle Politiker-Derblecken und sagte, so einen wie Beck wolle man nicht in Bayern. Außerdem solle sich jemand, der in der Öffentlichkeit stehe, wenigstens rasieren. Nach mehreren “Pfui”-Rufen des Mannes hatte Beck dann genug und giftete zurück: “Sie sind ein ungehöriger, dummer, frecher alter Mann”, sagte er und wandte sich ab.“

      Und da ich meine Steuern und Sozialabgaben in der Schweiz zahle, erwarte ich dies auch hier. Und wer einen unbequemen Journalisten als „… Siech“ bezeichnet und anschliessend zu einer Stellungnahme nicht bereit ist, hat dann auch kein besseres Auftreten und auch kein e chl finer Profil als die oben genannte Person.

    43. Ostwestfale Says:

      @neuromat

      Der BND hat Brutto 5 Millionen Euro bezahlt. 500000 Euro (10%) wurden, wie bei solchen “Spionage-Käufen” üblich, pauschal als Steuer einbehalten. Zusätzlich wurden 300000 Euro als Aufwendungen und für “Extras” vom BND abgezogen. Das ergibt dann einen Auszahlbetrag von 4,2 Mio.

    44. Simone Says:

      Zu den Ausführungen des Vorredners möchte ich noch ergänzen, dass man eine Summe von 200 Mio vermutlich recht schnell eintreiben könnte, wenn man in Deutschland die Steuergesetze ändern und somit die eine oder andere gutbetuchte Person wieder zur Rückkehr nach Deutschland bewegen würde. Die derzeitige Steuersituation vertreibt Wohlhabende, Unternehmer und Gutausgebildete aus Deutschland.
      Ich bin zwar nicht wohlhabend, gehöre aber zu einer gut ausgebildeten Berufsgruppe, denen es in Gloryland Deutschland versagt blieb, zwei aus Steuergeldern finanzierte Uniabschlüsse innerhalb der eigenen Landesgrenzen wieder abzuarbeiten. Deutschland hat eine sehr ausgeprägte Fähigkeit, finanzielle Leistungsträger und potentielle Leistungsträger aus dem Land zu verbannen.

    45. Holger Says:

      @Simone
      *Du* bist Deutschland. ;-)

    46. Lupino Says:

      @Simone

      Wie wahr! Nur das Problem ist: nicht die Politik sondern die Massen wollen es so! Jeder Versuch die Steuergesetze so zu ändern dass die Leistungsträger bleiben wollen, wird sofort durch Stimmenentzug bestraft - Frau Merkel hat gerade so die Kurve gekriegt in den letzten Wahlen und musste von ihrem ehrgeizigen Sanierungsplan abrücken, zugunsten mehr ‘Sozielegerechtigkeit’.

    47. AnFra Says:

      Da nach 3 Tagen meine Anmeldung zum Leserbriefschreiben bei der NZZ einfach nicht funktioniert hat, möchte ich einen kleinen Teil des Frustes hier in der Blogwiese entsorgen. Möchte den Informations-Level darstellen, auf dem wir uns Allenortens momentan bewegen.

      - Der Leserbrief von Hr. Moser in der NZZ:

      o Werner Moser (26. Februar 2008, 19:52)
      Das schafft keine Bürgernähe!
      Die besagten Euro-Millionenbeträge ändern nichts an der Tatsache, dass der deutsche Staat aggressiv und mit dubiosen Geheimdienstmethoden gegen die eigenen Bürger vorgeht und diese geradezu vor sich herjagt. Das ist und bleibt unakzeptabel! Wenn man bedenkt, dass in Deutschland 10% der Bestverdienenden 55% (!!!) des gesamten Steueraufkommens aufbringen, darf man getrost annehmen, dass mit dieser gross angelegten (und offenbar international koordinierten) Menschenjagd eine bereits jetzt schon tüchtig steuerzahlende Bürgerschaft zusätzlich äusserst fahrlässig stigmatisiert wird. Das schafft keine Bürgernähe, sondern erhöht die Fluchtgefahr. Jetzt aber von Mensch und Geld! Wer will denn noch in einem solchen Land wohnen wollen.

      - Meine geplante Antwort zum Leserbrief von Hr. Moser:

      Herr Werner Moser. Auf Ihre Frage, wer will in solch einem Land wohnen wolle, möchte ich Ihnen antworten: Ich!
      Ihre Aussage betreffend des „GESAMTEN Steueraufkommens der Bestverdienenden von 55% (!!!) in D. möchte ich Ihnen eine notwendige Richtigstellung zukommen lassen. Diesen Fehler kann man sich nur in Ihrem Ereifern vorstellen, da Sie hier was Elementares vergessen haben: Die richtige Information. Die von Ihnen und von einigen Schweizern und Liechtensteinern aufgestellte Behauptung über diese 55% ist absolut falsch und in einer anderen Skalierung einzuordnen.
      Was Sie da wohl meinen, ist die veranlagte Einkommensteuer, die als sogenannte „alleinige Steuerschöpfung“ in den schweizer Köpfen rumgeistert! Die beträgt im gesamten Steueraufkommen in Deutschland tatsächlich ca. 1 bis 1,2% (!!!). Davon sind richtigerweise die ca. 55% der Anteil der Bestverdiener, also dann ca. 0,55 bis 0,65% vom gesamten Steueraufkommen. Mehr nicht.

    48. Neuromat Says:

      @ ostwestfale

      zu diesen Bedingungen versteuern wir doch alle gern. Aber danke für den Hinweis.

    49. Ingo Says:

      Ich könnt k***en, wenn ich die Leute höre, die die Ausgaben gegen die wahrscheinlichen Einnahmen aufrechnen und dann sich beschweren, an welchen Stellen noch viel mehr Geld verplempert wird.
      Das ist die Art von Leuten, denen man’s nie recht machen kann. Die beschweren sich auch - zu recht - über jeden Euro, den der Staat verplempert. Hier sind mit gut 200 Mio. Euro Gewinn zu rechnen!! Natürlich wurde an anderer Stelle schon mehr verloren, aber 200Mio. mehr sind 200Mio Euro mehr. Punkt. Und das sind weniger Staatsverschuldung, weniger Schuldzinsen und damit weniger Belastung für uns alle!
      Und da schreien manche, dass 5 Mio. aus Steuergeldern an den Informanten bezahlt wurden! Als ob der Gewinn an Unicef gespendet würde oder wie oder was? Heuchlerei!

      Wie legal der BND gehandelt hat, wird sicher noch zu klären sein. Wer sich aber unabhängig davon über eine offensichtlich finanziell positive Rechnung für den Staat aufregt, regt sich nur auf, weil er sich immer über den Staat aufregt…

    50. Brun(o)egg Says:

      @ Anfra

      Die zahlen geistern nicht in Schweizer Köpfen rum. Es sind Zahlen die unter deutschen Politikern und Witschaftsführern herumgeboten werde. Letzlich bei Anne Will z.B.

    51. Brun(o)egg Says:

      @ Lupino + Simone

      So ist es. Und nachdem “Die Linke” in Deutschland auf dem Vormarsch ist kann ich nur sagen: Armes Deutschland. Das ist nicht ironisch gemeint,
      denn ganz Europa braucht D als starken Partner. Die Schweiz sowieso.Wählt doch endlich konservativ, ohne das Soziale aus den Augen zu verlieren! Wir sind gut gefahren damit.

    52. AnFra Says:

      @Brun(o)egg

      Bruno, die „rumgeisternden Zahlen“ dieser „10% der Bestverdienenden 55% (!!!) ((tatsächlich lediglich bei der EINKOMMEN-Steuer)) des GESAMTEN Steueraufkommens aufbringen“ werden im Unkenntnis bzw. in Absicht in die finanz- und moralpolitische Arena geworfen, um unwahre Aussagen zu beweisen. Solche Angaben muss man im jeweils richtigen Kontext bringen. Da hat sich im vorurteilsgeschwängertem Bild dieser Fehler eingebrannt. Du bringst die Äpfel und Birnen ansonsten ja auch nicht durcheinander.
      Die Zahlenverhältnisse stimmen für dieses Detail, das ist ja nicht falsch, aber die Rückschlüsse sind absolut falsch, weil die Bezugsbasis hierfür nicht richtig ist. Es entsteht dadurch der Eindruck, diese Bestverdiener würden ca. 55% des GESAMTEN Steueraufkommens erwirtschaften. Dem ist nicht so. Dieser Anteil beträgt tatsächlich dann lediglich ca. 0,55 bis 0,65% vom GESAMTEN Steueraufkommen.
      Deshalb habe ich mir erlaubt, einen Versuch zu wagen, solch einen Unsinn zu bereinigen.
      Um dich zu beruhigen: Auch ich bin ein Selbständiger und Freiberuflicher. Aber Wahrheit darf nicht verbogen werden. Legenden, Mythen und Märchen wollen scheints aber keine Aufklärung.

      PS: In D hat es schon einen „national-sozialistischen“ Versuch gegeben. Lassmersmal!

    53. Simone Says:

      @Lupino, Brun(o)egg, all:
      Prof. Kirchhoff hat einigen Schichtarbeitern vorgerechnet, dass sie im Nettogehalt besser fahren, wenn die Zuschläge abgeschafft und sein Steuersatz eingeführt wird. Sie haben ihm geglaubt und waren dankbar. Man hätte im Wahlkampf vielmehr missionieren müssen. Leider herrscht in Deutschland eine so genannte “Mitnahmementalität” vor, die dazu führt, dass jeder nur in den eigenen Sack rafft, ohne dabei zu denken. Jeder will alle Zuschläge, unabhängig davon, ob sie Sinn machen oder eben nicht. Plötzlich will jeder ein “armer kleiner Mann” sein und auf die bösen reichen und die Politiker schimpfen. Würde man Deutschland in sich ein wenig konsolidieren, könnte man auch die Steuersätze senken, und Schuhmacher, Becker, Jürgens, Kraus und wie sie alle heissen, würden nach Hause zurückkehren, statt ihre Schweizer Konten dieser permanenten Dauerüberlastung auszusetzen :-)

    54. Neuromat Says:

      so ist das im Leben. Es gibt unterschiedliche Meinungen.

      Eine gewisse Toleranzgrenze wird bei mir erreicht, wenn berechtigte Kritik an staatlichen Organen, vor allem auch an denen der Überwachung nicht mehr zulässig sein soll. Hingegen sind mir so Pauschalierungen wie: das sind die, die immer nur motzen, ziemlich egal.

      Es geht auch nicht um Aufrechnungen. Wir haben hier keine Einnahme-Ueberschuss Rechnung zu erstellen, sondern um Darlegung der Art und Weise wie mit Geld und wie mit Menschen umgegangen wird.

      Und da hast Du schon recht, bei derartigen Fähigkeiten, muss eben auch mit umstrittenen Mittel zusammengekratzt werden, was zusammengekratzt werden kann. Jedes kleine oder mittelständische Unternehmen wäre längst liquidiert oder mangels realistischem Finanzplan einer absehbaren Entschuldung überhaupt nie gegründet worden.

      Das was Anfra erläutert ist im Fall für mich genau der Punkt. Die Bestverdienenden spielen eine marginale Rolle. Aus meiner Sicht holt man sich einen Löwenanteil durch eine prozentual früh beginnende Steuerprogression, die dann zwischen einem mittleren deutschen Einkommen eines Diplom-Ingenieurs und dem vielfach darüber liegenden des Bestverdieners weniger Unterschied in der prozentualen Besteuerung macht, als zu denen, die weniger Geld verdienen können. (Weiss nicht, ob ich ausdrücken konnte, was ich sagen wollte). Nur: Das ist doch genau das Problem. Denn bei diesen Bestverdienern handelt es sich nicht um die entscheidenden Leistungsträger.

    55. AnFra Says:

      Kleiner Nachtrag zur etwas verwirrter Steuersituation in D, welche nicht bestritten wird.

      Zum großen dt. Steuerkuchen trägt natürlich auch etwas die Sektsteuer bei (amtl.: Schaumweinsteuer, http://de.wikipedia.org/wiki/Sektsteuer).
      D.h., damit werden durch die Bestverdiener immer wieder deren aufopfernde und tatkräftige Unterstützung zum dt. Steuerhaushalt begründet!

      Wenn am kommenden Wochenende einige schweizer Freunde in D Champagner, Sekt, Prosecco oder andere Schaumweine kaufen, sollten sie nicht vergessen: Hier erfolgt eine aktive Unterstützung der dt. Reichs- bzw. Bundesmarine. Ein tolles und beliebtes Schiffchenversenken-Spiel.

      PS: Dies Sektsteuer wird leider / gottseidank nicht wie die Mehrwertsteuer rückerstattet. Ahoi, Schiff voraus, tauchen und Torpedo frei.

    56. Tobi Says:

      @Neuromat … dazu ist in der heutigen Financial Times Deutschland auch ein entsprechender Kommentar zu lesen - leider nur in der Printversion. Kurzfassung: “die Superreichen bzw. Bestverdienenden schaffen ihr Geld aus dem Land und die jungen Qualifizierten sich selbst, indem sie auswandern”.

      Fakt ist doch, dass selbst ein Normalverdiener kaum noch in der Lage ist, etwas zur Seite zu legen, geschweige denn ein kleines Vermögen anzusparen. Und wenn sich harte Arbeit nicht lohnt, wird Steuer- und abgabenvermeidung eben zum Volkssport.

    57. Neuromat Says:

      Die FAZ schreibt:
      „Schwere Zeiten für deutsche Arbeitssuchende
      Für deutsche Arbeitssuchende am Finanzplatz Schweiz könnten sich wegen der Affäre die Chancen allerdings verschlechtern. Die Banken in der Deutschschweiz dürften bei der Einstellung von deutschen Staatsbürgern zurückhaltender werden, sagte der Geschäftsführer der Vereinigung Schweizerischer Privatbankiers, Michel Derobert, in einem Interview der Westschweizer Zeitung „Le Matin“.
      Er bezog sich auf den Umstand, dass deutsche Behörden gestohlene Kundendaten aus Liechtenstein gekauft hatten. Solche Methoden seien verwerflich. Jede gut geführte Bank tue deshalb gut daran, alle Mitarbeiter, die Zugang zu sensiblen Daten hätten, mit Sorgfalt auszuwählen, sagte Derobert. Auf die Frage, ob es deutsche Spione in Schweizer Banken gebe, sagte er, dies sei nicht auszuschließen. Es wäre aber höchst bedauerlich.“

      Wie ist das zu verstehen? Liechtensteiner sollen nach wie vor bevorzugt eingestellt werden?

      Interessant auch dieser Link:

      http://www.blick.ch/news/schweiz/zwei-drittel-der-schweizer-ueber-deutschland-empoert-84246

      gerade in Zusammenhang mit diesem

      http://www.blick.ch/news/schweiz/schlapphuete-auf-der-festplatte-84671

      Bei der Frage: Soll das Bankgeheimnis erhalten bleiben oder soll es abgeschafft werden? antworten die meisten mit „JA“. Ja was denn, doch immer das, was zuletzt gefragt wurde ;-) . also abschaffen?

    58. Lupino Says:

      @Neuromat

      Mein Mann arbeitet bei einer Schweizer Bank. Ich habe ihm von diesem Artikel berichtet und er lachte: ‘ohne Deutsche Arbeitnehmer? Dann mussten Sie alle zumachen, schon heute’.

      Diese Aussage von Derobert ist nur populistisch und ziemlich lächerlich

    59. volvo Says:

      tja tut mir leid aber mein banker dürfte kein deutscher sein!

    60. Rainer Says:

      Das Beste zu diesem Thema habe ich mich Tagi Magi gelesen:
      http://www.dasmagazin.ch/index.php/Binswanger:_Schein_%26_Scheine

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