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Neulich bei Postmail (Teil 1) — Die genialen Ideen der Schweizer Post

  • Der geniale Online-Service von Postmail
  • Durch eine Anzeige im Tages-Anzeiger wurde ich darauf aufmerksam, sonst hätte ich es wohl nie entdeckt: Die Schweizer Post bietet mit POSTMAIL einen sensationellen Service an.

    Wer sich über http://www.postmail.ch einloggt, muss sich zunächst einmal registrieren. Vorzugsweise mit echten Daten: Name, Anschrift und Handy-Natel-Mobile-Cellphone Nummer (bitte je nach Geschmack und Sprachvermögen das Passende auswählen). Die Daten müssen stimmen, dafür können Sie sich ja zum Ausgleich ein lustiges Login aussuchen, das wird dann aber auch Ihre neue E-Mail-Adresse: frittenbude@postmail.ch klingt doch lecker, und ist sogar noch frei (nicht vergessen: In Deutschland „klingt“ alles, und es „tönen“ nur die Lieder).

    Dann passiert 2 Tage nix, denn jetzt ist wieder die „Snail-Mail“ dran, die blitzschnelle B-Post der Schweiz.

  • B-Post und A-Post
  • In der Schweiz gibt es die B-Post, das steht für „Blitzschnell-Post„, und „A-Post“, dass steht für „Arsch-Langsam-Post„.
    Die B-Post ist billiger, denn die wird via Pferdekutsche ausgefahren, sofern die Pferde nicht gerade ihren Jahresurlaub genommen haben, dann wird der Transport zu Fuss abgewickelt.
    Eine Woche Postweg von Zürich nach Basel? Aber hallo, eine rekordverdächtige Meisterleistung! Hier der Bericht von einem Schweizer, bei dem die A-Post 7 Tage unterwegs war: Quelle

  • Features von Postmail
  • Wenn dann die Post da ist, geht man zurück auf die Website www.postmail.ch und loggt sich mit dem vereinbarten Login ein. Nun gibt man den per Brief erhaltenen Code ein, und schon ist man stolzer Besitzer einer weiteren Online-E-Mail-Adresse!!!

  • Der Organizer
  • Mittels einer herunterladbaren Software kann man seine private Outlook-Termine und Kontakt-Adressen mit dem online Postmail Organizer abgleichen. Da freut sich der Schweizer Inlandsgeheimdienst, dass er endlich das Geburtsdatum von Tante Hilda aus Braunschweig erfährt, und dazu noch ihre Privatanschrift! Doch wir gehen davon aus, dass von der Post hier niemand unsere privaten Daten mitliest.

  • Die 50 SMS pro Monat

  • Ein Postmail-Account Besitzer kann pro Monat 50 SMS verschicken, und zwar weltweit, bequem über das Web-Interface geschrieben, und ohne lästige Werbung in der SMS. Die sieht dann voll aus, als käme sie von einem Handy-Natel-Mobile-Cellphone. Ach ja, dieser Service kostet (im Moment) noch nix, vergass ich zu erwähnen.

  • Der E-Mail-Letter
  • Mein absolutes Lieblingsfeature bei Postmail ist die Möglichkeit, eine mehrseitige E-Mail online zu schreiben, und die dann für momentan nur 1,– CHF „Aktionspreis“ innerhalb der ganzen Schweiz zu verschicken, schön ausgedruckt und eingetütet, mit einer Briefmarke versehen.

    Bis zu 15 weitere Seiten können per Datei-Anhang ausgedruckt mitverschickt werden. Auch als PDF-Datei. Wenn ich zum Beispiel eine gute Webseite finde, und ich will sie an jemanden schicken, der kein Internet hat, dann kann ich nun die Seite rasch als PDF abspeichern, einen neuen E-Mail-Letter erstellen, und das PDF einfügen. Die 15 Seiten werden auch ins Ausland verschickt, für nur 2.40 CHF zum Beispiel nach Deutschland. Bezahlt wird durch den Kauf von Credits per Kreditkarte.

    Nur falls Sie jetzt gerade verwundert und ungläubig drein geschaut haben: JA, es gibt noch Menschen ohne Internet. Ich kenne zum Beispiel so einen Menschen. Sie auch?
    NEIN, normale Briefe von Hand oder mit Computer schreibe ich nicht mehr, die müsste ich dann ja zu allem Überfluss auch noch ausdrucken, eintüten, eine Briefmarke draufkleben, zur Post laufen, dort einwerfen und und und. Waren das nicht übliche Verhaltsmuster des homo sapiens im ausgehenden 20. Jahrhundert?

    Per E-Mail-Letter kann ich jetzt alle die Menschen wieder mit Post beglücken, die das Internet-Zeitalter verschlafen haben und zu denen folglich auch der Kontakt eingeschlafen ist.

  • Service „Foto-Center“ — 1 GB Speicherplatz für Fotos umsonst
  • Postmail bietet ausserdem jedem Nutzer an, völlig kostenlos bis zu 1 GB an Fotodaten hochzuladen und sie geschützt oder ungeschützt per Web-Adresse anderen Freunden und Verwandten zugänglich zu machen.

    Hispeed-Cablecom-Swissonline bietet das auch an, die wollen aber 5 CHF dafür im Monat haben. Die Fotos kann man auch via Postmail entwickeln lassen, oder einen hübschen Fotokalender daraus erstellen. Auch hier wieder zu absolut konkurrenzlosen Preisen. Während www.photocolor.ch so einen Fotokalender mit 13 grossen Abzügen für 29.95 CHF anbietet, kann man zur Zeit die gleiche Leistung bei Postmail für 20 CHF bekommen. Praktischer sind „persönliche Weihnachtsgeschenke“ per Internet nicht bestellbar.

    Ich habe übrigens keinen Werbevertrag mit Postmail, bin einfach nur begeisterter Nutzer.

    

    7 Responses to “Neulich bei Postmail (Teil 1) — Die genialen Ideen der Schweizer Post”

    1. Karsten Says:

      Bei den vielen Angeboten, die täglich aufgenommen und auf welcher Art auch immer konsumiert werden, reagiert man heute schon instinktiv auf „lass Dich nicht beeinflussen, egal wie verführerisch es ‚tönt'“.

      Dein Tipp ist „grosse Klasse“ …… zwar haben wir heutzutage schon viel zu viele Mailadressen (wegwerfadressen nicht mitgezählt) …. aber Dein beschriebener Service von der Post ist sehr viel wert.

      Vieln Dank Jens

    2. Till Says:

      http://www.flickr.com statt post photo 😉

    3. eggestei Says:

      Die Woche, die die Rechnung brauchte könnte sehr gut auch daran liegen, dass die Briefe für Geschäftssendungen vorgestempelt werden und dann später abgeschickt.
      Eine lustige Episode von unserer Gemeinde: Meine Mutter bekam einen Vertrag zugeschickt, Einspruchsfrist mit der Standardklausel „30 Tage ab Datum Poststempel“. Daran wär ja nichts auszusetzen, der Vertrag wurde im August vereinbart, im September von der Gemeinde zugestellt, aber der Poststempel auf dem vorgestempelten Couvert war vom Juni, Einspruchsfrist abgelaufen… Als wir uns erkundigten hiess es dann, dass sie eben noch alte Couverts brauchen mussten, es war wohl unabsichtlich. Trotzdem eine gute Methode Einsprecher zur Ruhe zu bringen 😉

    4. roger Says:

      hi jens, danke für die benachrichtigung 🙂

    5. mithfang Says:

      Tja, da haben wir in beiden Ländern wohl ein Postproblem…

      Habe ich doch im vergangenen Frühjahr per ebay zwei Tickets zum Abschiedskonzert der Böhsen Onkelz an einen Deutschen verkauft. Am Dienstag um acht Uhr, gingen sie an der Poststelle im HB Zürich als „Post-Express“ (Zustellzeit laut Post-Website 2 Tage) auf die Reise. Der glückliche Käufer erhielt sie am darauffolgenden Montag, nach dem Konzert, zugestellt…

    6. lema Says:

      das postmail-login hab‘ ich auch und finds echt lässig! und das neuste steht noch gar nicht hier: webstamp! da kann man und frau briefmarken mit dem eigenen foto machen! und es kostet nicht mehr als der normale briefpost-preis, übrigens auch nach deutschland gültig:-). hier ists beschrieben: http://frankieruebersicht.postmail.ch/ (auch sehr zu empfehlen für einsame leute die sich wünschen dass wieder mal jemand mit ihnen spricht). und noch ein tipp für online-offline-postkarten mit eigenen bildern: http://www.swisspostcard.com.

      viel spass…und somit werden auch die schlangen am postschalter am monatsende kleiner und der service public der schweizerischen post wird dennoch finanziert!

    7. motzibrüeder Says:

      bla bla bla. Wir haben ja Probleme…

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