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Mehr als eine Gebirgsmarine — Im Krisenfall hilft die Schweizer Hochseeflotte!

  • Schwimmwesten im Gebirge
  • Die vielzitierte „Schweizer Gebirgsmarine“ ist ein Witz, ganz klar. Schwimmwesten helfen nicht wirklich, wenn man in eine Gletscherspalte fällt. Aber eine Schweizer Handelsflotte, die gibt es tatsächlich. So lasen wir im Tages-Anzeiger vom 06.12.07:

    Die Schweizer Hochseeflotte soll erneuert und ergänzt werden. Der Ständerat hat die dafür bewilligte Bürgschaft um 500 Millionen Franken aufgestockt und um fünf Jahre verlängert. Unter Schweizer Flagge fahren zurzeit 32 Handelsschiffe von sechs Reedereien. Die 27 Trockengutfrachter und 5 Produktetanker mit einer Tragfähigkeit von 900 000 Tonnen könnten im Krisenfall die Landesversorgung sicherstellen. (…)
    (Quelle: Tages-Anzeiger vom 6.12.07, S. 2)

  • Schiffe für den Krisenfall
  • Besonders gut gefällt uns hierbei die Idee, mit diesen Schiffen unter Schweizer Flagge im „Krisenfall die Landesversorgung“ sicherzustellen. Wo soll das denn funktionieren, bitte schön? Fahren die Pötte dann den Rhein rauf, quer durch befreundetes Feindesland, um schliesslich in Basel entladen zu werden? Oder werden flugs ein paar Schwertransport-Zeppeline dran geschnallt, und die Schiffe werden zu Luftschiffen? In der Schweiz ist alles möglich.
    Was kann man im „Krisenfall“ im Trockengutfrachter eigentlich trocken transportieren? Milchpulver, Getreide, Zement für den Reduiten-Bau, aber doch sicher kein Erdöl oder Benzin, dafür müssen die 5 Produktetanker herhalten. Wenn es ganz eng wird, sind die sicherlich gut eine Woche von Rotterdam nach Basel auf dem Rhein mit Höchstgeschwindigkeit unterwegs.

    Die Schweizer Hochseeflotte scheint uns ein ähnlich sinnvolles und billiges Unternehmen zu sein, wie der Steinkohleabbau im Ruhrgebiet, denn schon vor 6 Jahren hiess es:

    PRESSEMITTEILUNG / Bern, 7.11.2001
    Förderung der Schweizer Hochseeflotte
    Mit einer Erneuerung des Bürgschaftsrahmenkredits von maximal 600 Mio Franken will der Bundesrat in den nächsten zehn Jahren die Schweizer Handelsflotte im Interesse einer gesicherten Versorgung fördern. Dies beantragt er den eidgenössischen Räten mit einer Botschaft zu einem entsprechenden Bundesbeschluss.
    (Quelle: admin.ch)

    Drum hört auf den Ruf der weiten Welt, liebe Schweizer, nehmt die Gelegenheit war und fahrt zur See! Solange es noch geht und gut budgetiert wird.

    

    22 Responses to “Mehr als eine Gebirgsmarine — Im Krisenfall hilft die Schweizer Hochseeflotte!”

    1. Tellerrand Says:

      Na wenn sich da nicht wieder mal einer gefählich in die gefühlten schweizer Bedrohungnesselns gesetzt hat 😉

      Ein politisches neutrales Land ohne eigenen Seehafen, in dem jeder Mann im wehrfähigen Alter ein Sturmgewehr im Schrank und einen Schutzraum unter dem Schlafzimmen hat, muss selbstverständlich im Kriegsfall eine Handelsflotte unter eigener Flagge haben, um die Landesversorgung sicherzustellen!

    2. neuromat Says:

      Ahoi,

      alle Mann an Gaden…

      so, so Frachter … das dürfte anfra interessieren. In diesem Zusammenhang kann endlich mal erwähnt werden, das fra die Bedeutung „hinüber“ besass.

      Wo liegen die denn auf Reede. Haben die einen Gien an Bord. Wahrscheinlich aber alle eine Dolle, wegen der Krisenzeiten – dann kann man immer noch pullen, volle Pulle zurück rudern, man kann natürlich auch zurückrudern.

    3. AnFra Says:

      @Administrator Jens

      Habe selten so gelacht: „Schweizer Gebirgsmarine“!?!
      Ha, ha, jedoch nicht über diesen Uraltwitz, sondern: Es gibt die „Schweizer Gebirgsmarine“ wirklich!!! Die schweizer Armee hat an allen größeren Seen, wie Boden-, Zürich- und Genfersee sog. „Marineeinheiten“. Dat sind schnelle Boote, so irgend wie zwischen gepanzertem Landungsboot und einem kleinen Schnellboot (im Vergleich mit der dt. Marine).
      Ausgerüstet mit Maschinengewehren und Maschinenkanonen. Ob diese Boote Torpedos, Wasserbomben oder Mienen haben, ist mir nicht bekannt. Sicherlich haben sie sog. halbtauchende Unterwassermienen nach System „Blocher“. Dieser Mienentyp ist jedoch für jeden Freund und Feind sehr gefährlich.

      Zu der Sicherstellung im Krisenfalle: Im 2. WK musste und hatte die CH ihre Versorgung ab 1940 bis 1945 zu 100 % vom Deutsch. Reich sich bewilligen lassen müssen. Den ALLE Überseehäfen, die für die CH relevant waren, sind durch das DR bzw. die Achsenmächte voll kontrolliert worden. Der Versorgungsweg Rhein war in dt. Hand, die gesamte CH war zu 100 % von den Achsenmächte umzingelt. Da von gesicherten Versorgung zu sprechen ist etwas sehr hochtrabend. Dies war und ist auch in Zukunft ein extrem unsicherer Weg.
      Es gibt aber gottseidank ein Lösung: Die schw. Gebirgsmarinen kann den Versorgungsweg auf dem Rhein zu den Hochseehäfen mit ihren Marineeinheiten freikämpfen und sichern.

      Deutscher Marinegruß: Ahoi, ein Schiff.
      Schweizer Marinegruß: Hoi, ein Schiff.

    4. Ralf Says:

      Bolivien und Belgien unterhalten sogar jeweils eine Marine. Da hat die Schweiz also noch nachholbedarf.

    5. AnFra Says:

      @Ralf

      Bezüglich Belgien möchte ich hinweisen: Belgien IST eine Küstennation und hat ab ca. 1830 eine eigene Marine. Zuvor war es ein Teil der niederländischen Marine.

      Zu Bolivien: Bolivien WAR eine Küstennation bis zum Salpeterkrieg 1884. Dann wurde der bolivianische Meerzugang nach dem Kriegsverlust an Chile abgetreten. Nun ist Bolivien ein Binnenstaat wie die Schweiz. Weiteres siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Salpeterkrieg.

      Einen kleinen Trost hätte man für die Schweizer. Da die Eidgenossenschaft bis 1648 im rechtlichen Verbund ein Teil des Heiligen Römischen Reiches (Deutscher Nation) gewesen war, ist es also damals auch eine Küstennation gewesen und hatte indirekt über die anderen deutschen Teilstaaten auch eine Marine!

    6. Chlöpf'n'Tätsch Says:

      Belgien liegt aber an der Nordsee… und die Belgier haben übrigens die besten Minenräumer der Welt, da der Pas de Calais nur so voll mit dem Zeugs liegt.

      Was Bolivien angeht, die haben doch tatsächlich im 19. Jahrhundert versucht sich einen Seehafen zu sichern via Verhandlungen zum Grenzverlauf. Aber da der Schweiz jegliche Territorialgelüste fremd sind usw. usw.

      Die Schweizer Handelsmarine finde ich nicht so abwegig, was wenn es einen BRT-Engpass gibt? Sie fahren ja unter neutraler Flagge und kommen noch durch wenn der Rest der Welt sich mal wieder gegenseitig an die Gurgel geht.

    7. Elunzo Says:

      Belgien hat und Bolivien will einen Meereszugang…

    8. Brun(o)egg Says:

      Also wenn wir bei Margnano nicht auf die Schnauze bekommen hätten, hätten wir jetzt freie Sicht aufs Meer. Oder wenigstens fast.

      Der Schreibende war übrigens bei der Tauchermusik. Der dritte Einsatz allerdings, – Rhein aufwärts ab Basel, Tuba blasend, Ziel die Rheinfälle-, hat mich bewogen bei einer anderen Truppengattung Unterschlupf zu suchen.

      Muss man Meereszugang haben um eine Hochseeflotte zu unterhalten? Eben nicht. Da seht ihr mal wie flexibel wir sind.

    9. AnFra Says:

      @ Brun(o)egg

      1.) Beschreibe mir bitte, wie Du von Basel FLUSSAB an den Rheinfall kommst. Scheint schon wieder so eine eigene schweizer Qualität zu sein.

      2.) Man kann die schweizer Hochseeflotte noch steigern. Die Tschechen haben als ein vergleichbares Binnenland wie die Schweiz sogar einen eigenen Hochseehafen in Deutschland! Weiteres: http://de.wikipedia.org/wiki/Moldauhafen.

      3.) Wenn die (schweizer) Habsburger nicht am Morgarten auf die Schnauze gefallen wären, so wäre Österreich doppelt groß und es gebe ein Bundesland Schweiz.

    10. g.feikt Says:

      Die See (Ozeane etc.) liegt ja gewöhnlich auf null Meter über Meer, während die schiffbaren Schweizer Seen alle mindestens 198 bis ca. 600 m ü.M. liegen. Darum hat die Schweiz im Gegensatz zu den Meeranrainerstaaten eine Hochseeflotte 😉

    11. schampar Says:

      Es ist absolut nicht lieb von Ihnen, Herr Wiese, sich auch noch lustig zu machen über eine alte, verbriefte Institution.

      Aus fast sicherer Quelle weiss ich, dass von über 80% der erwachsenen CH-Bevölkerung der Nutzen eben dieser Institution niemals als effizient erkannt werden wird.

      Also, eigentlich sind wir gegen diese unnötige Subvention. Aber was sollten wir denn tun – seit Gessler weg ist, haben wir uns ans „Schlucken“ gewöhnt, oder so.

      [Anmerkung Admin: Als „Feldschlösschen Schlucken“ habe ich mich auch schon gewohnt, kann ich also nachvollziehen. Nein, lustig machen wollte ich mich nicht über diese „alte, verbriefte Institution“. Nur hinterfragen, wie die im echten „Krisenfall“ denn funktionieren soll, bei der unglaublichen Ladekapazität und der Strecke den Rhein rauf bis Basel. Es ist mehr ein sich wundern. Das „Lustigmachen“ habe ich bei der Einreise an der Grenze abgeben müssen. Liess sich nicht verzollen. Ich brauche mich nicht lustig zu machen, denn nichts ist so tragisch-komisch wie das wahre Leben in der Schweiz, das reicht mir. ]

    12. CB Says:

      Es gibt sogar ein U-Boot im Murtensee …

    13. Friederike Says:

      Die Schweizer Marine – eine immer wiederkehrende Lachnummer bei meinen norddeutschen Verwandten. Nachdem ich mich nebenbei beruflich einmal mit diesem Thema befassen musste, weiss ich, dass die Schweizer Handelsmarine schon im ersten, aber vor allem im zweiten Weltkrieg einen wichtigen Beitrag zur Landesversorgung leistete. Sie wurde in den späten Dreissigerjahren vor Kriesgasbruch nochmals vergrössert, ein weiser Entschluss, da ab Kriegsbeginn praktisch keine Schiffe/Tonagen mehr zur Verfügung standen. Dabei funktionierte Genua als „Schweizer Hafen“. Als neutrale, mit riesigen aufgemalten Schweizerkreuzen versehene Schiffe, konnten sie sich relativ unbehelligt zwischen den Fronten bewegen, ab und zu kontrolliert, vor allem von den Allierten. Trotzdem ging ein Schiff verloren (irrtümlicher Torpedo-Treffer). Als rührendes „Neben-Tranport-Produkt“ dieser Flotte wurden z.B. während des ganzen Kriege unter anderem Bananen tranportiert vor allem für Kleinkinder mit Laktose-Unverträglichkeit, für die Bananen in den Apotheken abgegeben wurden. Die hier belächelte Flottenpolitik ist ein gar nicht so dummes Nebenprodukt, eines wohlhabenden Landes, das mit dem „Vorausschauen“ in seiner Geschichte nicht schlecht gefahren ist.

    14. Brun(o)egg Says:

      @AnFra
      1. Ich glaub da steht, Rhein aufwärts ab Basel – Ziel Rheinfälle.
      Bei dem Bächlein, welches Du meinst muss es sich um ein Nebenärmchen handeln.

      Zu Morgarten: Also das war ein übles Hauen und stechen. Irgendwie wirkts bei den Rangierungen beim Skifahren immer noch nach. Schlecht wärs aber nicht, wenn wir ein österreichisches Bundesland wären: hätten dann auch mehr Einheimische auf dem Podestchen.
      Macht ja aber eigentlich nichts. „Wir“ segeln dafür jetzt und Tennis spielen tun „wir“auch an der Weltspitze.

    15. Bense Says:

      Ich kann dem Ganzen auch nicht viel Sinn abringen, bis auf den Faktor „Prestige“. Zumindest derzeit nicht. Andererseits gilt, wie z.B. erwähnt bei den Kohlesubventionen im Ruhrgebiet: Sowas auf Minimalmaß weiterköcheln zu lassen kostet im Endeffekt weniger, als sowas im Bedarfsfall wieder aufbauen zu müssen. Vor allem die Ressource wissen. Wenn sowas 20 Jahre brach liegt, find mal nen Schweizer mit Marineerfahrung und -tradition.

      Die Sinnhaftigkeit beim heutigen Handel besteht kaum mehr. Ich sehe auch nicht vor meinem geistigen Auge, wie ein Korps Schweizer, Fahrrad bei Fuß auf einem Flugzeugträger böse Seepiraten nahe Malaysia in Schach hält, die grade einen schweizer Gewürztlader kapern wollen.

      Im Krisenfall denke ich doch, dass heutzutage gerade auf See „bedauerliche Irrläufer“ passieren könnten. Und darauf können die Schweizer wetten: Schön fett Zoll abdrücken, sei es in Italien oder Belgien, Frankreich und Deutschland.

    16. Neuromat Says:

      Neuromats Wochenrückblick

      Insgesamt dürfen wir auf eine sportliche Woche zurückblicken. Leider blieb eine ganz entscheidende Frage ungeklärt: Werden sie es wieder Thun? Überhaupt war zu diesem Ereignis plötzlich nichts mehr zu vernehmen. Aber schliesslich war es die Chlauswoche und der hatte seinen Mantel ausgebreitet, den des Schweigens. Obwohl der heisst doch auch Sami und hat so seinen Schmutzli dabei. Egal. Dem hatten sie sein M geklaut und so war er zum Schutzli geworden.

      So standen dann die Meisterschaften im Londoner Nägelziehen und Nachfragen nach einer Auslosung im Vordergrund. Jetzt müssen wir alle auch noch einen LondonBlog besuchen. Bastian Pastewka als Kirchen Angestellter in London. Ja, ja das kann schon sein, aber nach seiner Hitlerrolle ist Helge Schneider endlich wieder in seinem Paradeeinsatz als M. Gaddafi unterwegs:

      Helge Schneider ist Gaddafi

      es soll Menschen geben, die denken, dass es Gaddafi gar nicht gibt sondern nur Helge Schneider und Atze Schröder …

      http://209.157.64.200/focus/f-news/1914286/posts

      Aber eigentlich stand die Woche ja im Zeichen des Klimas. Nein, in seiner Katastrophe. Überall machen die Menschen jetzt fünf Minuten das Licht aus und murmeln „Alles wird gut“; denn es ist die besinnliche Zeit, der zweite Advent, und seit Wochen haben die Kaufhäuser und grossen Städte aufgerüstet und leuchten, was das Zeug hält. Und so wurde es auch die Woche persönlicher Katastrophen: Wieder war ich viel zu spät dran mit der Beleuchtung. Und dann langte es nur für ein langweiliges Kettchen um das Balkongeländer, während in der Nachbarschaft ganze Weihnachtsgeschichten, Rentiere, Schlitten und Sterne strahlen. Und wer dies nicht hat, der sagt zumindest farblich und mit zuschaltbarer Blinkfrequenz für Aufmerksamkeit.

      Besonders gut gefielen mir – gesehen auf dem Weg zur Arbeit – mehrere rote Herzen, die wie eine Warnblinkanlage geschaltet waren. Ich habe dort nachgefragt. Die hatten auch noch so geheizt, dass sie kaum etwas anziehen mussten, es mussten Schweizerinnen gewesen sein; denn sie hatten von einem Weihnachtsmann noch nichts gehört.

      Na egal, von Psycholinguistik hatten die auch keine Ahnung, kannten kein Totemügerli und auch keinen Linsmayer. Nach dieser zweiten Enttäuschung, dann noch die dritte: Schon wieder wurde eine Bewerbung abgelehnt. Nachdem mich hier in Helvetien hartnäckig niemand in seine Talkshow einlädt, hatte ich mich beim WDR beworben. Der früher dort tätige Inlandskorrespondent hat in das ERSTE gewechselt und dort ging es diese Woche um das Klima. Da habe dem WDR vorgeschlagen, die Nachfolgesendung mit dem Titel „Hartz aber vier“ zu moderieren.

      Die Schweizer wissen was gemeint ist. Die kennen die Deutschen. Die Schweizer schauen ja deutsches Fernsehen. Wie habe ich mir das so rein psycholinguistisch vorzustellen: Ich schaue Deutsches Fernsehen und kann den Klang der schriftdeutschen Standardsprache nicht ertragen. Also jeden Abend heisst es dann auf ein Neues: „geisselt mich“. Da werden die Lautsprecher hochgedreht, mit Handschellen werden die Kinder an die Stühle gefesselt, das Grossi wird in die Stube getragen. Szenen wie in Clockwork Orange. Dazu der Bundesumweltminister, der so ganz tolle Sachen von sich gibt wie: Wenn wir das zukünftig besser machen wollen, dann gibt es nur das, dass wir das besser machen. Der ist schon für deutsche Ohren als Auswanderungsgrund Nummer eins nominiert.

      Es ist schon erstaunlich wie die ganze Welt in eine Woche passt. Daher gibt es in der Schweiz auch eine Zeitung die Weltwoche heisst. Die nehmen hier Psycholinguistik sehr genau und haben auch erkannt, dass Sprache eine Waffe sein kann. Leider setzen sie auch noch andere Granaten ein, wie Zensur und Ignoranz. Es wird mir vermutlich nie gelingen, hier einen Leserbrief zu veröffentlichen. Ich kann dann nächste Woche auf den Versuch zurückblicken. Vielleicht muss ich aber auch auf Englisch schreiben.

      http://light-contact.ch/LC_boxing.htm
      Light-Contact Boxing wurde aus dem französischen „boxe éducative“ entwickelt und orientiert sich nach wie vor stark an dieser Sportart. Zur besseren Identifizierung dieser Sportart in unserem 4sprachigen Land wurde der Name auf das englische „Light-Contact Boxing“ oder einfach „Light-Contact“ geändert. Boxe éducative (bé) ist eine in Frankreich an den Schulen und in Vereinen praktizierte Variante des Boxsportes. Sie wird vor allem im Jugendbereich eingesetzt und hat, wie der Name erahnen lässt, primär pädagogische Ziele.

      Nur ich glaube, die drei anderen Sprachteile müssten das noch nicht einmal erahnen, die würden das sofort verstehen.

      Dann war die Woche auch schon fast wieder rum. Zum Abschluss ging es um Ernährung. Mein Lieblingsthema, gleich nach der Klimakatastrophe. Die Schweiz hat ihre eigene Gebirgsmargarine. Das konnte man bis jetzt nicht ergoogeln. Die Österreicher haben auch eine. Überall werden die Gebirge weich und rutschen wie geölt ins Tal. Das hat aber nichts mit der Klimakatastrophe zu tun. Das war nämlich schon immer so. Und früher war da gar kein Berg und Tal, sondern Wasser, Meerwasser und die Schweiz und Österreich lagen direkt an diesem und hätte damals die Euro 2008 dort stattgefunden, dann wären wir mit dem Schiff angereist. Noch heute finden wir Haifischzähne, versteinerte Muscheln und andere Fossilien mitten in den Alpen.

      Die Schweizer dürften also zu den ältesten Seefahrergenerationen gehören, die es gibt, wenn es sie damals schon gegeben hätte.

    17. Brun(o)egg Says:

      Für alle die das mit der Hochseeflotte nicht so ganz geregelt bekommen: Die Versorgung im „Krisenfall“ bezw. Kriegsfall war nie das Motiv eine Hochseeflotte auf die Beine, bezw. aufs Wasser zu stellen.
      Dies hat sich erst Anfang des letzten Jhrh. ergeben.

      Es waren die UTC von Merians und andere die vor ewigen Zeiten Güter aus dem schwarzen Kontinent und von weiter weg für die Schweiz einkaufte. Daraus entstand die schweiz. Rheinschiffahrt und daraus wiederum der Gedanke, das Zeugs in Holland nicht von fremden Schiffen zu übernehmen, sondern von eigenen. Synergie oder so sagt man dem wohl.

    18. Schnägge Says:

      Quote neuromat: „Die Schweizer dürften also zu den ältesten Seefahrergenerationen gehören, die es gibt, wenn es sie damals schon gegeben hätte. “

      Mal wieder der klügste Kommentar zum Thema. 🙂 Hat eigentlich mal einer ausgerechnet, wieviel Klimaerwärmung wir brauchen, damit die Schweiz wieder am Meer liegt?

    19. AnFra Says:

      Es gibt sie wirklich: Die „Schweizer Gebirgsmarine“!

      Kleine Beweisführung:

      http://www.auraonline.ch/forth_stage_album.php?prev_path=albums%2FPOLITIK+STAAT%2FCH-Armee%2FMix&name=Mix&first_name=POLITIK+STAAT&sec_name=CH-Armee&PHPSESSID=ce417744032440764cd04101ca206b90
      Hier: Bilder: 30103-22-5 und 30103-22-8

      http://www.pborer.ch/dampf/dampf16.jpg

      http://www.azonline.ch/pages/index.cfm?dom=113&rub=100211571&arub=100211571&orub=100211554&osrub=100211571&Artikel_ID=100166312
      Hier: …..und 10 unbewaffnete Armeeboote im Einsatz…..

      Hiermit gelobe ich, niemals mehr über die schweizer Gebirgsmarine zu lachen.

      Wir am deutsche Bodenseeufer habe nun fürchterliche Angst und sind in Panik verfallen, vom schweizer Marinekorps am Bodenseeufer geentert und abgestraft zu werden.

    20. Toni Says:

      Na so abwegig ist das gar nicht an die Gebirgsmarine zu denken. Immerhin machen sich die Schweizer damit Gedanken was im Zuge der Klimaerwärmung passiert wenn der ganze Schnee und die Gletscher schmelzen – dann braucht es schon eine Marine in der Schweiz 😀

    21. pit vo lissabon Says:

      auch ungarn hatte bis zum 1. weltkrieg eine hochseeflotte. stützpunkt war fiume (heute rijeka in kroatien).

    22. outrerhin Says:

      Der Rhein ist eine internationalisierte Wasserstrasse. Schweizer Neutralität unterstellt, geniesst die Schweiz das Recht der friedlichen Passage (right of innocent passage). Siehe http://www.ccr-zkr.org/ . Ein Problem ist nur, dass die Franzosen so viel Wasser in den Rhein-Rhone-Kanal führen, dass die Schiffbarkeit auf dem Oberrhein teils eingeschränkt ist. Siehe http://www.dk-rhein.de/servlet/is/4100/ . Jedenfalls erfüllte die Schweizer Kauffahrteiflotte im 2. Weltkrieg bereits Aufgaben auf dem Gebiet der Landesversorgung.

      Bolivien unterhält seine militärische Flotte nicht nur mit Blick auf Gebietsansprüche, sondern auch weil seine Grenze zu Peru durch den Titicacasee verläuft.

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