Wenn eine Deutsche Geigerin auf Alemannisch spricht, ist das unerwünscht — Anne-Sophie Mutter auf DRS3
Die bekannte Geigerin Anne-Sophie Mutter wurde in Rheinfelden geboren und wuchs unweit der Schweizer Grenze in Wehr auf. Wehr gehört zu Baden, und dort spricht man Alemannisch, nicht sehr viel anders als auf der Schweizer Seite am Rheinknie bei Basel. Und doch scheint etwas mit diesem Alemannisch nicht zu stimmen, denn als Anne-Sophie Mutter am 21.05.07 bei DRS3 interviewt wurde, sprach sie ihr heimatliches Idiom.

(Quelle: drs3.ch)
Das Interview ist hier zu hören auf diesem Real-Audio-Stream.
Dies stiess auf Kritik. So lasen wir im Blog „A propos Basel“:
Nämliche Anne-Sophie Mutter nun war als Studiogast zu DRS3 ins Fokus geladen. Und sie entschied sich im Interview für - Schweizerdeutsch. Halt! Eben nicht - es war kein Schweizerdeutsch. Sie sprach einen gnadenlosen, hammerharten badischen Dialekt, als ob es Schweizerdeutsch wäre, bis es mir die Zehennägel aufgedreht hat. Und ich wusste, ich werde wie bis anhin allen Deutschen über 20, die in die Schweiz ziehen, empfehlen:
Sprecht Hochdeutsch!!! Bitte!!! Das bring Eurer Integration sonst gar nichts!
(Quelle: Apropos Basel)
Warum ein Mensch, der in einer alemannisch sprechenden Gegend aufwuchs, nicht einfach genauso seinen Dialekt sprechen darf, wie es die Schweizer für sich beanspruchen, erklären uns die Macher des Blogs leider nicht. Ist denn im Schweizer Radio DRS3 nur Schweizerdeutsch erlaubt? Sind alle anderen alemannischen Varianten tunlichst zu vermeiden? Müssen deren Sprecher bei einem Besuch in der Schweiz auf ihre Standardsprache wechseln? Offensichtlich, denn alemannisch sprechende Deutsche, das passt nicht ins Konzept. Das ist dann ein „gnadenloser, hammerharter badischer Dialekt“. Denn butterweichen, liebevollen Basler Dialekt hatte Frau Mutter leider noch nicht drauf.
Wir freuen uns über soviel Zuspruch, Toleranz und Aufgeschlossenheit gegenüber anderssprachlichen Gruppen und würden gern dabei helfen, die Zehennägel wieder herabzudrehen.
Zur Erinnerung hier noch die Karte des alemannischen Sprachraumes:

(Quelle: Wikipedia)
P.S.: Ach wie arrogant sind doch die Deutschen…
June 1st, 2007 at 1:14 am
Hallo Jens,
obwohl du prinzipiell wohl Recht hast, würde ich diese einzelne Stimme in einem Blog nun echt nicht so überbewerten. Fällt doch unter die normale Idiotenquote.
Bei uns in der Firma haben wir eine ganze Reihe von Südbadenern (WT und KN), die ganz prima mit ihrem Dialekt durchkommen. Ich mit meiner glockenklaren “Katastrophensprache” allerdings auch. Am Ende kommt es wie immer auf die Toleranz des Gegenüber an. Und da gibt es auch in diesem Blog hin und wieder Zehennagelaufrollerbeiträge. Das ist halt so.
June 1st, 2007 at 1:24 am
Entschuldigung und grützi Herr Wiese, aber
Deutsche können (doch ganz allgemein) nicht sprechen
Was ist so furchtbar schwer an einem chuchechäschtli, wesentlich komplexer ist doch das lautmalende Trallala oder die Diphtongierung des i zu ei, könnte man sich fragen. Woher diese kolossale oder golossale, will sagen glossale Ungeschicklichkeit für selbst so einfach Worte wie Gurli, während die Galanderierscheibe …aber lassen wir das. Sie verstehen uns Schweizer Nachbarn nicht, wenn wir an unserer Nordgrenze stehen und leise gus gus grunzen um das Menschgewordne Güschiguet zur Ausführung einfacher Tätigkeiten im Top-Management oder an Universitäten anzulocken.
Und dann kommt der Chnubel mit dem Glychschwärchüeli unterm Arm und ist auch noch alles andere als ein top Tipp. Tipptopp ist im Fall englische Umgangssprache für hochfein, also feiner als fein, tadeliger als los und tadelloser als schweizerisch, also secondorisch. Ausserdem ist es voll krasses Niederdeutsch: es gibt tipptoppe Schuohn und mit denen ist man Tipptopp agedonn.
Da denkt man, dä macht’s vorab mit em Muul und dann kriegt er kein Wort raus und glotzt, weil die Kinder hier ganze Beizeinrichtungen in die Schule schleppen. Die Thieke, Theke (teca lat gr. Behälter, Hülle, gr théke = Behältnis) ist der Behälter, gut auch der Verkaufstisch und Schanktisch. Der Tornester, Tornister, Ranzen ist aus dem Slawischen entlehnt, tanistra = Ranzen und den Ranzen, den tragen wir vorne und unsere – im Vergleich zu Euren Emanzen – noch normalen Weibsbilder lassen sich den Ranzen auch mal stanzen. Bauchnabelpiercing, wie arrogant das schon tönt.
Da, das muss an dieser Stelle mal gesagt werden, da hilft auch Ihre Sprachwiese nicht. Wir ertragen es nämlich nicht, wenn Ihr mit uns am frühen Morgen schon Hochdeutsch redet und raten Euch ganz entschieden davon ab, Dialekt zu sprechen. Welche von den beiden Varianten dann im äussersten Notfall eines einseitigen Verständigungswunsches noch überhaupt in Betracht kommt, erlauben wir uns mitzuteilen, sobald wir uns selbst darüber klar geworden sind – also nie.
Sehen Sie Herr Wiese, mal ganz erstaunt formuliert, das hat doch wohl mit Intoleranz nichts zu tun, wir haben da nur kein Verständnis dafür, dass Ihr keinen Schweizer Dialekt sprechen könnt, viele von uns können das auch nicht mehr, also nicht mehr richtig. Die sprechen dann
verbaselt** dütsch. Die meisten Einwanderer, die ja ab heute so richtig ohne Beschränkung reinströmen können, finden uns von aussen betrachtet klein, kariert, in und tolerant. Und kaum sind sie da, lassen sie die Kommata und Bindewörter einfach weg. Könnte es nicht sein, dass Sie da auch ein wenig undankbar sind? Ihre Stargeigerin konnte schliesslich unversehrt das Land verlassen, warum erwähnen Sie das nicht auch einmal lobend, da wir schliesslich die ersten und dann auch die letzten waren, die Hexen verbrannt haben. Wir schweifen da ab. Englisch, englisch wäre noch eine Möglichkeit. Sorrrie, das einzige kleine Problem, was wir da noch haben ist, dass die Engländer offensichtlich selbst nicht das richtige Englisch also das Schwinglish beherrschen.
Das ist aber nur wie vieles im Leben, in welchem es auf ständige Perfektion und vollkommenste Fehlerfreiheit ankommt. Auch Sie müssten für Safe Sex lange üben, bevor sie in diesen kleinen Geldschränken eine vernünftige Übung abliefern würden. Worum ging es denn überhaupt – Ihr Deutschen macht uns völlig verrückt, wo wir ohnehin schon so unter Stress stehen, eine besorgte Miene zu machen, angesichts derart geballter sprachlicher Inkompetenz unserer nördlichen Nachbarn und einiger offensichtlich indoktrinierter Einheimischer, die behaupten wir radebrechten Schriftdeutsch so abstossend, das alle lieber Primitivenglisch quasseln als vernünftiges Hochdeutsch. Das ist der Zahn der Zeit, am Wochenende habe ich in SF2 noch eine Segnung, äh, Sendung über den Gotthardtunnel gesehen, der unseren südlichen Nachbarn Hohn und Tod, will sagen Lohn und Brot brachte. In den alten Schweizer Wochenschauen tönt der Kommentator fasst nach einer kölschen Dialektfärbung, während man heute bei Radio Pilatus Nachrichten erschrickt, dass die Sprecherin plötzlich an einer heimtückischen Erkrankung ihres Sprachzentrums leiden könnte.
Schuld daran sind Sie. Also Sie alle, die nun als „quadratschädelige Roboter angesehen werden, deren Autos allen anderen davon fahren, deren Fussballnationalmannschaft nicht nur gegen uns selten verliert und deren Sprache nun einmal wie das Gurgeln eines Abflussrohrs klingt und die tief in ihren Herzen glauben, dass kein Ausländer jemals ihre Sprache perfekt lernen kann.“ Manchmal frage ich mich: Hu is hu. Seid Ihr jetzt wir oder sind wir Euch?
June 1st, 2007 at 7:46 am
Ich weiss gar nicht warum alle meckern. Frau Mutter versinnbildlicht einfach nur ihre Verbundenheit zum Land Baden-Württemberg, aus dem sie schliesslich stammt.
Den wie lautet der Claim der Werbekampa für Baden-Würtemberg:
“Wir können alles ausser Hochdeutsch”
June 1st, 2007 at 8:48 am
Wer auch immer diesen Rheinknieblog betreibt, er oder sie (ich habe leider den Link zu seinen/ihren persönlichen Angaben auf der entsprechenden Blogseite nicht gefunden) ist nicht das Mass aller Dinge. Hier haben wir eben die Auswirkungen des Internet. Eine einzige Meinung tönt nach Sprachrohr für eine ganze Bevölkerung, nur weil es zufällig in einem Blog steht und weltweit zugänglich ist. Wer keinen Blog hat, kann immer noch kommentieren, um zu versuchen, eine Gegensteuer zu geben, wenn auch mit geringerer Wirkung. Und deshalb hier mein Beitrag in diese Richtung:
Ignorieren und weiter so sprechen, wie es einem passt – solange es verstanden wird. Wer derart empfindliche Ohren hat, soll sich … nein nicht Ohrenstöpsel, sondern krümmungsresistente falsche Zehennägel kaufen.
June 1st, 2007 at 8:49 am
Ach, schliess’ doch aus einem einzelnen (Blog-) Kommentar nicht gleich auf das ganze Volk. Das sollten wir (Schweizer) doch auch nicht oder?
June 1st, 2007 at 9:14 am
@neuromat: Wo bekommt man die Drogen, die Du offenbar konsumierst? Muss ich auch haben!
June 1st, 2007 at 9:49 am
Was mich irritierte, als ich A.-S. Mutter jetzt in diesem Interview in ihrem grenznahen Idiom sprechen hörte, waren die vielen a statt e (Laben statt Leben). Diese Vokalvariierung hätte ich irgendwo viel weiter östlich platziert. Aber die Stargeigerin wird - wenn sie nicht ohnehin durch viele Aufenthalte in der Schweiz schon als Kind entsprechende Dialektfärbungen angenommen hat - wohl schon so sprechen, wie das in ihrem Dorf Wehra üblich war …
June 1st, 2007 at 9:51 am
Wenn ich wirklich überzeugt wäre, dass dieser Basler Blogger ein Einzeltäter ist, würde ich sagen: ignorieren. Habe aber den Anfangsverdacht, dass es da eine kriminelle Vereinigung gibt.
June 1st, 2007 at 10:08 am
@neuromat:
Muss man eigentlich lange üben, bis man sich traut, so einen Text im Internet zu veröffentlichen, ohne befürchten zu müssen, sich schon wieder in der psychiatrischen Notaufnahme wiederzufinden? Na gut:
“Den Ranzen stanzen”, wenn’s nicht geklaut ist, ist das genial!
June 1st, 2007 at 10:36 am
WICHTIGE ERGÄNZUNG - Nur damit hier nicht keine neuen Missverständnisse und Gräben entstehen:
Der Autor des kritisierten Beitrags - also meine Wenigkeit - ist selbst Deutscher und KEIN Schweizer!!! Ich habe also meinen ganz persönlichen Eindruck als seit 20 Jahren in der Schweiz lebender deutscher Staatsbürger wiedergegeben.
Meine persönliche Erfahrung ist, dass man in der Schweiz besser fährt, wenn man als Deutsche/r ein natürliches Hochdeutsch spricht - ausser man hat Schweizerdeutsch bis ins Teenager-Alter gelernt. Ausnahmen, die als Erwachsene noch richtig Schweizerdeutsch lernen können bestätigen die… usw.
Ich denke, man tut sich echt keinen gefallen. Und das ist in Bayern z. B. ganz genau so: Wenn ein frisch zugezogener Hannoveraner meint, er könne einen Bayern mit ‘Dialekt’ beglücken, klappt das auch nur bedingt…
Warum ich den konsequent durchgezogenen Dialekt von Frau Mutter am Radio deplaziert fand? Das ist womöglich gerade darauf zurückzuführen, dass es für eine/n Deutsche/n ungewohnt und meiner Meinung nach auch der Situation nicht angepasst ist, am Rundfunk gnadenlos seinen Dialekt durchzuziehen. Das macht in Deutschland niemand. Jede/r versucht seinen Dialekt so abzuschwächen, dass er von allen verstanden wird.
Dass mich Frau Mutters Baaadisch also so deplaziert vorkam, hängt stark mit meinen deutschen Wurzeln zusammen. Allen, die ich mit meinen - zugegeben überspitzten Formulierungen - beleidigt haben sollte: Meine Nägel hab ich selbst wieder runter gedreht…
June 1st, 2007 at 10:46 am
@Luxinger
Womit der letzte Satz in meinem Posting plötzlich bei aller Ironie zur Wahrheit geworden ist.
Vielen Dank für Deine Einmischung und Klarstellung!
Gruss, Jens
June 1st, 2007 at 11:40 am
@Luxinger
Allen ‘Wichtigen Ergänzungen’ zum trotz, es ist und bleibt eine Unverschämtheit.
Du schreibst:
‘Meine persönliche Erfahrung ist, dass man in der Schweiz besser fährt, wenn man als Deutsche/r ein natürliches Hochdeutsch spricht - ausser man hat Schweizerdeutsch bis ins Teenager-Alter gelernt. Ausnahmen, die als Erwachsene noch richtig Schweizerdeutsch lernen können bestätigen die… usw. ‘
Ach wie intolerant die Deutsch-sprachigen sein können. Wie viele Englisch-sprechenden Menschen, muss ich täglich hören und lesen wie meine Muttersprache Gewalt angetan wird. Und die Deutschen und die Schweizer sind sehr davon überzeugt wir gut sie die Sprache beherschen. Es würde mir nie im Leben einfallen dies öffentlich zu kritisieren oder gar es jedem zu verbieten der über das Teenager Alter heraus ist. Im Gegenteil ich bin froh das mein Gegenüber sich die Mühe macht (ich muss das schliesslich auch, in Wort und Schrift, wie man es zweifelsohne auch sieht…
) Sollte sich im laufe der Zeit in meinem ‘Schulhochdeutsch’ eine Schweizerdeutsche Färbung einschleichen, werde ich mich nicht dagegen wehren. Und mit denen den es nicht gefällt werde ich ‘knallhart’ Englisch sprechen!!
Ich kann auch nicht bestätigen dass ein ‘natürliches Hochdeutsch’ in der Schweiz wilkommener ist - mein Deutscher Ehemann spricht grundsäzlich Schwäbisch in der öffentlichkeit (er kann alles UND Hochdeutsch) und seine Kollegen gehen umso entspannter mit ihn um.
Was Frau Mutter betrifft, gerade berühmte Musiker, Schauspieler, Fussball VIPs usw. sprechen ‘knallhart’ ihre Dialekte und niemand in Deutschland nimmts ihnen übel. Ich fürchte du bist auf peinliche weise Opfer deiner eigenen Vorurteile geworden
June 1st, 2007 at 11:42 am
Ich habe mal gehört, dass man in der Schweiz durchaus gut fährt, wenn man seinen deutschen Heimatdialekt spricht, also z.B. als Niedersachse seine Platt-Färbung auslebt. Damit begebe man sich mit den Schweizern auf Augenhöhe und das fänden sie gut. Aber wahrscheinlich gibts da bei 2 Leuten 3 Meinungen…
June 1st, 2007 at 11:43 am
Gern geschehen. Lebt sich auch besser, so mit Nägeln unten und so…
Noch mal kurz zurück: Ich dachte, der Passus in meinem Text “als direkt Betroffener, der beide Seiten kennt” würde mich im Kontext Hochdeutsch - Schweizerdeutsch ausreichend als in der Schweiz lebender Teutone outen. Damit wären gewisse Missverständnisse gar nicht erst entstanden. Falsch gedacht.
Als weitere Ergänzung und Völkerverständigung: Mein Blog-Partner ‘Razinger’ hat mich als SCHWEIZER auf mein - ok, ich gebe es jetzt noch mal zu und werfe kräftig Asche auf mein Haupt - übertriebenes Badisch-am-Radio-Bashing hingewiesen und entschieden widersprochen. So war das…
June 1st, 2007 at 12:10 pm
@ bigblue
.
wo kann ich die Pillen hinschicken? als “bigblue” fragt man natürlich nach Drogen
Ich glaube, die Droge heisst “Schweiz”. In diesem Fall war es wohl eine Wahrheitsdroge. Denn siehe da: mein “Hu is Hu. Seid Ihr jetzt wir oder sind wir Euch?” wurde von Luxinger bestätigt. Beachte auch die Verwendung von “mich” in seinem letzten Absatz im Comment auf der Wiese, wobei nach einem Interview mit Frau Mutter … da geht einem nachher schon mal längere Zeit die Denkmurmel durcheinander…
@ Lieschen Müller
üben sollte man schon. Ranzestanze halte ich für normalen Dialekt. Nur dass die Sprecher etwas jünger sind. Ansonsten müsste ich das geträumt haben. In dem Fall nehme ich es sofort wieder zurück, bevor irgendwelche Aufreger entstehen. Mit den psychiatrischen Kliniken braucht niemand Angst zu haben. Die sonst ständig “uusbuchet”.
@ Luxinger
das ist doch sehr schön formuliert: “damit hier nicht keine neuen Missverständnisse und Gräben entstehen” Eben wir wollen nämlich möglichst viele von denen Graben, Hag, Zaun und Mauer…
nochmal @Lieschen wenn jetzt zum Beispiel die Aeusserung von einem Pfarrer stammen würde, schreibst du statt “formuliert”: frommuliert und so weiter
June 1st, 2007 at 12:10 pm
>Warum ich den konsequent durchgezogenen Dialekt von Frau Mutter
>am Radio deplaziert fand? Das ist womöglich gerade darauf
>zurückzuführen, dass es für eine/n Deutsche/n ungewohnt und
>meiner Meinung nach auch der Situation nicht angepasst ist, am
>Rundfunk gnadenlos seinen Dialekt durchzuziehen. Das macht in
>Deutschland niemand. Jede/r versucht seinen Dialekt so
>abzuschwächen, dass er von allen verstanden wird.
@Luxinger
Soll damit zum Ausdruck kommen, dass Frau Mutters Dialekt in der Deutschschweiz schlechter verstanden wird als Hochdeutsch? (Ich meine, das was der Moderator gesprochen hat war ja schliesslich auch nicht lupenreines Hochdeutsch…)
Wäre dem so verwunderte es mich doch sehr, nicht zuletzt deshalb, weil sich hier auf der Blogwiese doch wiederholt Schweizer Stimmen gemeldet haben, die meinten die Deutschen aus dem alemannischen Sprachraum sollten in der Schweiz anstatt Hochdeutsch zu bemühen doch ruhig in ihrem alemannischen Dialekt sprechen.
June 1st, 2007 at 1:06 pm
Bin ich froh, konnte ich mich zurückhalten! Ich wollte subito über die Basler herziehen, wollte etwa monieren, dass die Stadtkantönler und Fasnächtler sich von den Schwoben, den Waggis und den Zürchern eingekreist fühlen und darauf, wie immer, psychopathologisch reagieren.
Gott sei Dank, habe ich dies nicht getan.
Es war nur ein Lux, ein geschützter.
Ein Luchsinger, Chefredaktor und weniger geschützt, hat vor Jahren den Niedergang des BLICK eingeleitet.
Nun, dieser Luxinger ist ein ehrlicher und, wahrscheinlich auch ein kluger Mann. Seine Identität und Nationalität hätte sich bestimmt ohnehin offenbart. So war seine Vorwärtsverteidigung, das Beste was er tun konnte.
Zurück bleibt der arme Jens, der mir fast ein bisschen leid tut, mit abgesägten Hosen. Nach dem Bein nun die Hosen.
p.s. Es ist das gute Recht von Frau Mutter, dass sie ein Interview mit Radio DRS 3 in ihrem Dialekt führt. Dies wurde auch sicherlich vorher besprochen.
Mir scheint aber, dass der Muttersche Wehrerdialekt irgenwie seltsam infiziert ist. Vielleicht kommt ein Elternteil vom Main oder so.
Es gibt aber auch in der Schweiz kaum mehr Leute, die reinen Dialekt sprechen.
June 1st, 2007 at 2:18 pm
Ich habe auch mal in das Interview reingehört (wollte doch mal wissen, wie die Anne-Sophie Badisch spricht!). Interessant fand ich vor allem, dass sie nur manche Wörter im Dialekt gesprochen hat (loo statt lassen) und andere vollkommen Hochdeutsch (Konzerttätigkeit). Das war für mich nicht sehr überzeugend. Ohne ein großer Kenner oder gar Sprecher des Badischen zu sein bzw. ohne den genauen Heimatdialekt von Frau Mutter von anderen schon gehört zu haben, würde ich nach einem Jahr Wohnen in Karlsruhe sagen: Sie spricht ein wenig ungelenk. Der Dialekt klingt ein bisschen eingerostet, was man ihr natürlich bei ihrem Lebenswandel absolut nicht übelnehmen kann. Aber es bleibt der deutlich hörbare Unterschied zwischen der Eloquenz des Moderators in seinem Dialekt und dem von Anne-Sophie Mutter im ihren.
June 1st, 2007 at 3:34 pm
@ luxinger
ich finde das ziemlich traurig und auch kleinlich, dass du, selber deutscher, dich über ihren dialekt mokiertst. das gibt zu denken!
das ist ja wie wenn ich mich als zürcherin über die anderen dialekte die in unserem fernsehen gesprochen werden mokieren würde!
dein argument, dass in deutschland (im radio und tv) alle versuchen einheitlich zu sprechen…na ja die D können machen was sie wollen. Ann-Sofie war aber bein schweizer radio, falls dir das entgangen ist, und wir ch haben absolut kein problem ihren dialekt zu verstehen. ich finde ihn sehr sympahtisch, und glaube nicht dass ich da die einzige bin.
somit würde ich auch deinen behauptung wiederlegen dass die deutschen, wenn sie so sprechen in der schweiz, probleme haben.
June 1st, 2007 at 4:29 pm
@ lupino
das wäre ja auch noch schöner, dass in der Schweiz ein natürlicher und ungezwungener Umgang miteinander willkommen wäre
aber muss es ausgerechnet schwäbisch sein
June 1st, 2007 at 5:43 pm
@neuromat: Bist du sicher das bei euch die psychatrischen Kliniken ausgebucht sind? Bevor du den armen bigblue mit deinem harten Stoff vergiftest, frag´ besser nocht einmal nach. Die Kliniken werden es dir danken.
June 1st, 2007 at 5:55 pm
Ich weiss nicht…spricht Ann-Sophie Mutter im Deutschlandfunk auch ihren schönen Badischen Dialekt, zu dem sie in der Schweiz steht?
Muss ehrlich sagen, dass mir dieses Zwittern zwischen Hochdeutsch und Alemannisch auch oft die Zehennägel hochdreht.
June 1st, 2007 at 6:35 pm
Hm, interessant wie die Meinungen auseinander gehen…werde ich als Deutsche doch fast tagtäglich ermahnt endlich mal richtiges Berndütsch zu lernen. “Trau dich doch.” Ja, ein wenig trau ich mich schon und den schweizer singsang hab ich auch schon drauf. Geh ich dann mal wieder auf Deutschland und nehme das bisschen adaptierte mit, heißt es: “Mann, rede mal wieder ordentliches Hochdeutsch!”
Tja, man kann’s wohl niemand recht machen…
June 1st, 2007 at 7:39 pm
@lupino:
- Es ist sicher so, dass die ganze Diskussion für Dich als Englischsprachige seltsam ist. Das Verhältnis zwischen Deutsch - Hochdeutsch in der Schweiz ist, denke ich aber, einfach viel komplizierter und stärker von Sensibilitäten geprägt als das bei ‘richtigen Fremdsprachen’ wie Englisch etc. der Fall ist. Die Gründe dafür wurden an dieser Stelle sicher schon verschiedentlich diskutiert.
- Ich kann mir vorstellen, dass Dein Ehemann sehr gut mit Schwäbisch klar kommt. Sind wir ehrlich: Wenn ein Mensch eine gute Nummer d.h. sympathisch ist, kommt er eh prima klar, egal was für einen Dialekt er spricht. Es ging ja mehr um die Tendenz. Und da glaube ich, dass Hochdeutsch - aber das sagte ich ja bereits mehrfach…
- Bei den Interviews in D liegst Du falsch: Das was Du da von Podolski, Kurt Beck oder Gerhard Poldt hörst, das soll schon hochdeutsch sein. Wenn die Dialekt reden, tönt das ganz anders…
@ nessi: Ehrlich gesagt geht das jetzt noch mit dem schlechten Gewissen wegen des Mokierens über einen Dialekt. Ob Deutscher oder Schweizer: Das kommt, glaub ich in den besten Familien vor… Weiss nicht, wie es Dir geht, aber in meinem voll gemischten Freundeskreis ahmt man schon ganz gerne mal einen Dialekt nach und so…
- Dass mit dem SCHWEIZER Rundfunk hab ich schon mitgeschnitten. Da entsprach meine persönliche Erwartung an Anne-Sophie im Interview, nicht dem, was ich dann auf die Ohren bekam. Mein Problem.
- Zur “Behauptung pro Hochdeutsch”: Ich hab meine Erfahrung gemacht. Sicher: “Probleme” im eigentlichen Sinn hat man keine, wenn man seinen Dialekt durchzieht oder holprig Schwizzzertütsch spreche tuat. Eh nicht! Ich denke aber weiterhin, man tut sich auch keinen Gefallen damit.
June 1st, 2007 at 8:27 pm
Ich glaube, mit dem PS hat Jens den unfreiwilligen Beweis angetreten, dass Deutsche einfach arrogant sind. Ein Naturgesetz quasi. Wird die Welt nun untergehen?
@mel: ist wirklich schwer, ob Deutsche Mundart reden sollen oder nicht. Ich glaube, eine etwas weniger schnelle, harte Aussprache mit dem Einflechten der Helvetismen (perron statt Bahnsteig, Kondukteur statt Schaffner, vis-a-vis statt gegenüber etc.) kommt am Besten an. Aber auch dies ist natürlich subjektiv..
June 1st, 2007 at 8:30 pm
@Nessi
du schreibst: “das ist ja wie wenn ich mich als zürcherin über die anderen dialekte die in unserem fernsehen gesprochen werden mokieren würde!”
Ich möchte Dir als Mitarbeiter dieses Vereins mitteilen, dass die Beschwerden über Dialekte meistens aus der Region Zürich kommen und vor allem auf die Berner und Walliser zielen.
June 1st, 2007 at 10:27 pm
@Luxinger
Anbei eine Fundstelle aus unserem Lieblings-Wörterbuch der Brüder Grimm.
SPRACHENKUNST, f., vgl. sprachkunst:
so nutzt die sprachen-kunst sehr viel,
wan man sie recht gebrauchen wil …
ein sprachen-kündiger ist werth,
dasz man ihn halte hochgeehrt.
Simpl. 1, 1056 Keller (t. Michel 1).
June 1st, 2007 at 10:43 pm
An Solar
Ich habe die Radiosendung nun auch angehört. Bei dir weiss ich, dass dich sprachliche Themen interessieren. Sollen die anderen halt vor dem Computer gähnen.
An diesem Dialekt fallen mir – wie du auch sagst – die vielen unerwarteten a-Laute auf. Und zwar – mit Ausnahmen – besonders bei (in Mundart) ä-Lauten. So ist es für ungeübte Ohren schwierig, „waxlender Liideschaft“ (wechselnder Leidenschaft) von „wachsender“ zu unterscheiden (höre auch im Stream bei ca. 29 Minuten, wo der Moderator nachfragen muss). Dabei fällt mir Jens‘ Erfahrung mit „Waldstadt“ ein http://www.blogwiese.ch/archives/15 .
Als typisches Merkmal für einen nicht schweizerischen Dialekt ist auch die Verwendung von Imperfekt. Viele Male ist mir ein „war“ aufgefallen, das in keinem Schweizer Dialekt vorkommen würde.
In meiner kurzen Zeit, als ich eben in Rheinfelden (AG, CH) arbeitete, hörte ich oft diesen Dialekt. Ich mag mich noch an meine Umschreibung von damals erinnern: „Das tönt, wie wenn ein Deutscher, der es schon ziemlich gut kann, Schweizerdeutsch spricht“. Dass es nicht „ganz gut“ tönt, hängt eben wohl mit diesen ä zusammen, die auf Hochdeutsch oder in z.B. Ostschweizer Dialekten (z.B. nahes Schaffhausen) als e ausgesprochen würden, im Rahmen dieses Dialekts aber nach zuwenig geübtem „Gghuchigghäschtli-ä“ (wie z.B. im nahen Baseldeutsch) tönt (oder sagen wir „für einmal“ ‚klingt‘).
Nur gerade im Bereich dieser von Schweizerdeutsch abweichenden Lauten verstehe ich Luxingers Aussage, dass das (für gewisse Ohren) künstlich töne. Was immer noch nicht heissen soll, dass so etwas sogar in der Öffentlichkeit nicht gesprochen werden soll, da es meiner Meinung nach der authentische und daher natürliche grenznahe Dialekt ist. Ausserdem wäre es gerade nach DRS3-Konzept unnatürlich, anders als in Dialekt zu diskutieren. (Das ist natürlich ein markanter Unterschied zwischen deutschem Runfunk und Schweizer Radio). Dass Jens auf DRS1 hochdeutsch sprach, hat wohl einen anderen Grund. Stimmt’s oder han i rächt? http://www.blogwiese.ch/archives/595
June 1st, 2007 at 11:21 pm
@ Thomas
echt, hab ich nicht gewusst. entschuldige mich an dieser stelle stellvertretend für diese zürcher
June 1st, 2007 at 11:25 pm
ich kann flippah nur zustimmen denn als Schweizer und insbesondere als Walliser, auch wenn man wenn man Dialekt gefärbtes Hochdeutsch spricht fühlt man sich ein bisschen unwohl, wenn das Gegenüber ein nahe zu perfektes hochdeutsch spricht.
Wenn doch, das gegenüber aber auch “angeblich” Mühe bekundet saubres Hochdeutsch zu Sprachen fühlt man sich vielleicht nicht mehr so unsicher bzw. unwohl.
Also findet man dies dann nicht mehr als “arrogante” Art und befindet sich auf gleicher Augenhöhe
Und Apropos wie wirbt BW als Industrie Standort : Wer können alles außer Hochdeutsch
Vielleicht kann Frau Mutter ja in dem fall gar kein Hochdeutsch ?
June 2nd, 2007 at 10:51 am
Diese Geigerin ist eine Genie - égal ob ihre Muttersprache deutsch oder mongolisch ist.
P.S. Der neue Prime-Minister Grossbritanniens ist Gordon Brown (Schotte aus Fife) - es wird gemunkelt, er hat schon “elocution lessons” genommen - möchte er seinen schottischen Akzent loswerden? Und “Good Mawning”
statt “Guid Morrrning” sagen?
June 2nd, 2007 at 12:28 pm
Vielleicht gehört es zur Integration von Jens Wiese zu begreifen, dass es Idioten überall gibt. Auch in der Schweiz
Zum Thema: Dass man ein Dialekt als Anbiederung empfindet ist völlig idiotisch, vorallem da im Interview ja ausdrücklich von “badischem Dialekt” die Rede ist.
Apropos Inegration: je mehr Deutsche in der Schweiz sind, desto mehr “integrieren” sich die Schweizer an die Deutschen.
Es ist eine Gewöhnung beiderseits. Irgendwann ist es so stinknormal, dass sich niemand mehr darüber aufregt, wenn nun ein Deutscher in seiner Aussprache schweizerisch klingt.
June 2nd, 2007 at 1:02 pm
Bin zwar mal wieder ein bisschen spät in der Diskussion, will aber trotzdem noch meinen Senf dazugeben (sagt man das in der Schweiz eigentlich auch?). Mal abgesehen davon, dass ich auch den Blogeintrag von Luxinger für ziemlich daneben halte (was maßt der sich an, Frau Mutter ihre Aussprache vorzuwerfen…), finde ich doch die interessanteste Aussage die von lapsus4711: “Es gibt aber auch in der Schweiz kaum mehr Leute, die reinen Dialekt sprechen.”
An der Stelle möchte ich mal die Frage in den Raum werfen: Was zum Teufel ist eigentlicher “reiner Dialekt”? “Reines Hochdeutsch”, OK, das ist nunmal standardisiert. Aber Dialekt heißt nunmal, so zu sprechen, wie einem der Schnabel gewachsen ist. Man kann viel darüber diskutieren, ob es “besser” ist, als Deutscher in der Schweiz Schweizerdeutsch zu lernen, aber ein verallgemeinerndes “der Dialekt ist nicht rein” ist doch Unsinn. Vor allem bei jemandem aus dem benachbarten Sprachraum. Es gibt keine allgemeine Qualität des Dialekts. “Kein reines Züridütsch” (sorry, falls falsch geschrieben) geht vielleicht gerade noch, auch wenn ich vermute, dass die Variationen in einem Sprachraum von >1Mio. Menschen enorm sind. Aber einfach zu sagen, “der Dialekt ist nicht rein”, ist doch ziemlich anmaßend.
June 2nd, 2007 at 1:28 pm
@ Romeo:
hehe, wenn ich es nicht schon ganz am Anfang gepostet hätte was du am schluss schriebst, so hätte ich Dir jetzt geabtwortet: “Zwei Dumme ein Gedanke”
June 3rd, 2007 at 10:32 am
Re Einwanderung: An zweiter Stelle (nach den Deutschen) sind die Portugiesen - erstaunlich, oder? Auch sie sind nicht gerade gutgelaunte frohliche Menschen. Die Deutschschweiz könnte m.M.n. mehr ItalienerInnen - happy, gutaussehende, kinderliebende Menschen - gut gebrauchen
June 3rd, 2007 at 10:47 am
Das ist recht typisch für Dich @Ingo, erst kommst Du zu spät zum Unterricht. Und dann stellst Du auch noch kluge Fragen. Mit Deiner Frage nach der Reinheit des Dialekts legst Du natürlich den Salzstreuer direkt in die Wunde der Dialektik der Reinheit, findest Du doch
„die interessanteste Aussage die von lapsus4711“: “Es gibt aber auch in der Schweiz kaum mehr Leute, die reinen Dialekt sprechen.” Neuromat hatte schon, wobei ihm die Einnahme von Drogen unterstellt wurde, mitgeteilt, dass dem so ist und daher „verbaselt“ dütsch gesprochen wurde. Die Bedeutung von „verbaselt“ hatte aber wahrscheinlich niemand verstanden.
Nun Ingo, dass ausgerechnet Du nach der Reinheit der Sprache fragst, stammt doch das wohl beaknnteste Reinheitsgebot im deutschsprachigen Raum aus Ingo l stadt und wurde „gegeben von Wilhelm IV.Herzog in Bayern am Georgitag zu Ingolstadt Anno 1516“.
Mit „rein“ meinen die beim Dialekt glaube ich unbefleckt, jungfräulich. Wie haben wir uns das vorzustellen? Da gibt es sagen wir mal einen Kanon von 500 Wörter und einen klar definierten Gebrauchskodex. Und das bleibt dann so. Kommt jetzt jemand neues in’s Dorf, achtet man erst einmal darauf, wie der spricht. Merke: Anderes Sprechen bedeutet Fremder, Fremder heisst Ausland, Ausland hat seine sprachlichen Wurzeln im Begriff „Elend“. Also hübsch unter sich geblieben. Da kannst Du auch mal Deine Schwester heiraten und ein oder zwei Kinder mit der Nachbarin haben, die ist ja auch mit Dir verwandt, wichtig ist: Alles bleibt in der Familie.
Sehr interessante Beispiel finden sich auch in den Hochburgen des Niederdeutschen. Wir hatten hier an andere Stelle schon gelesen, dass man sich dort gelegentlich mit „hhmmpf“ begrüsst, was aber je nach Betonung, „Hallo alter Knabe, lange nicht gesehen“, „verpiss Dich“ oder beim Jungvolk auch „zu mir oder zu Dir?“ bedeuten kann, und somit eine der glanzvollsten Reinhaltungen des Dialekts darstellt. Bei dieser Gelegenheit der kleine Seitenhieb: Klar, dass es wieder neidische Schweizer waren, die sich damals hierüber gewundert haben.
Es gibt noch einen Geheimtipp für die Reinerhaltung der „Hochsprache“:
http://www.ai.fh nuernberg.de/Professors/Kuegel/Blumenorden/Sprachpflege40.htm
Ich fürchte, die meinen das dort ernst. Ich hoffe der Link funktioniert. Du kommst sonst ohne Passwortabfrage nicht dorthin – was mir zu denken gibt.
Hier darf nicht unerwähnt bleiben, dass in einem derart reinlichen Land wie der Schweiz, natürlich die Reinerhaltung der Sprache, womit in diesem Falle das Hochschriftstandarddeutsch gemeint ist gleichfalls gepflegt wird. Schliesslich wird man sich doch den „inborn error Hang“ zum Perfektionismus, nicht nehmen lassen, da er ja auch einen so herrlich selbstlähmenden Effekt hat durch den so hervorgerufenen Bangigkeitskoeffizienten, der dann immer wieder das Gefühl gibt, man könne da etwas falsch machen.
Weißt Du @romeo, warum Du eigentlich diese Befürchtung hast: „denn als Schweizer und insbesondere als Walliser, auch wenn man wenn man Dialekt gefärbtes Hochdeutsch spricht fühlt man sich ein bisschen unwohl, wenn das Gegenüber ein nahe zu perfektes hochdeutsch spricht.“ Die haben Dir Deine Landsleute verpasst. Solche Anmerkungen wie von @phipu „Ich mag mich noch an meine Umschreibung von damals erinnern: „Das tönt, wie wenn ein Deutscher, der es schon ziemlich gut kann, Schweizerdeutsch spricht“. Dass es nicht „ganz gut“ tönt,“ oder von @daniDo (der leider in den letzten Tagen ohnehin ein wenig Acht geben muss, dass er nicht den ersten Preis für die „arrogantesten“ Comments erhält – was ist los?) „Muss ehrlich sagen, dass mir dieses Zwittern zwischen Hochdeutsch und Alemannisch auch oft die Zehennägel hochdreht.“, sind nämlich nicht wirklich hilfreich.
Wird es denn in diesem Leben noch mal gelingen, diese Angst zu vergessen. Diese sich selbst kasteiende Dauerbeklemmung, dass ewig alles immer rein, perfekt und edel und e chli finer sein muss. Also @romeo, Du darfst versichert fühlen, gleich wie Du sprichst und wenn es auch noch etwas walliser titsch drin hat – deswegen würde Du mir doch nie unterlegen erscheinen.
Und an die Adresse der oben genannten: Was ist das für eine im Grunde doch durch und durch „arrogante“ Weltsicht. Ich weiss, dass Ihr es noch nicht einmal absichtlich so meint. Es fällt Euch eben nicht auf.
June 3rd, 2007 at 1:15 pm
Also. Die Deutschen sollten in der Schweiz kein Hochdeutsch sprechen, weil das arrogant klingt.
Sie sollten natürlich auch nicht versuchen, Schweizerdeutsch zu reden, weil das grusig tönt.
Und auf gar keinen Fall sollten sie in ihrem eigenen Dialekt reden, weil das wäre anbiedernd.
Hab ich das jetzt richtig verstanden?
(Wie gut, dass die Sprache der Musik international ist.)
June 3rd, 2007 at 2:39 pm
a propos: Was heisst “reiner Dialekt”? Ein Stadtzürcher sagt für “nicht” “nöd”, der Winterthurer, 25 Kilometer entfernt, “nid”. Ein Stadtzürcher sagt für “Fenster” “Feischter”, ein Zürcher Unterländer, 10 Kilometer entfernt, “Fänschter”. Dasselbe gilt für Möischter (Münster) und Münschter. Und wer sich wirklich als hardcore-Stadtzürcher outen will sag “Fazenetli” für Nastuch (face-au-nez) oder “pötäterli” für Feuerzeug (von fz. peut-être: kann sein/vielleicht).
June 3rd, 2007 at 7:13 pm
Anbei die 2. Fundstelle aus unserem Lieblings-Wörterbuch der Brüder Grimm.
SPRACHENAFF, m.:
demnach ihr teutschen sprachen-affen! …
seyd eurer edlen sprach nicht so griszgrämisch feind,
verkehrt sie nicht, mit unbedacht.
Simpl. 1, 1076 Keller (t. Michel 4).
June 3rd, 2007 at 8:13 pm
Frau Dr. @Schnägge, bitte helfen Sie mir
Frau Doktor, ich brauche ihren Rat, auf einer Hundsverlochten lernte ich meinen Mann kennen. Nun will er sich von mir scheiden lassen. Ich spreche den falschen Dialekt. Die neue stammt aus dem Thurgau und stöhnt wie eine, die ausser dem Haus schafft, also aus Schaffhausen. Sie nimmt die Pille aus Deutschland und ihre beiden Kinder sprechen nur Englisch, meine nur Zürcher Dialekt. Ich bin ganz ausser mir, da auch mein Sohn dieser Frau verfallen ist, die nun von ihm ein Kind erwartet und niemand weiss, welchen Dialekt es annehmen wird. Manchmal weiss ich gar nicht mehr, was ich da noch sagen soll, selbst meine Kinder aus der ersten Ehe werfen mir mein Berndeutsch vor, sie selbst reden seit drei Jahren Bündner Dialekt, obwohl ihr Vater aus Düsseldorf kam, nachdem er mit dem Flugzeug aus Nigeria dort gelandet war. Diese erste Mann hält weiter treu zu mir. Er ist auch immer noch sehr attraktiv und besonders am Nachmittag verliebe ich mich in seine farbig Haut und fühle mich sehr erregt, wenn er tief atmet und mir zärtliche Dinge in mein Ohr flüstert, wie mein Freund aus Zimbabwe, der diesen schönen Basler Dialekt hatte, dem ich immer noch verfallen bin, obwohl beide ganz anders reden. Leider ist er Exhibitionist, obwohl seine Liebe sehr gross ist, wenn Sie wissen, was ich meine. Meine Freundin soll wohl sehr gut Französisch sprechen, dennoch hat es mich enttäuscht, dass sie es immer hinter meinem Rücken tut, auch sie stöhnt dabei im Aargauer Dialekt, was meinen Mann wohl stark erregt, also den von ganz oben. Ob man die Herkunft der Menschen beim Liebesakt erhören kann, wie auch immer jetzt bin ich zum fünften Mal verheiratet und am Hochzeitstag bekam ich nie ein Wort raus und den Pfarrer aus dem Wallis habe ich gar nicht verstanden, obwohl die Nacht mit ihm sehr schön war, da mein damaliger Ehemann zu viel getrunken hatte. Meine Empfindungen gegenüber ihm sind immer noch gleich, wenn er nur besser zu verstehen gewesen wäre. Mein vierter Mann war ein Deutscher, 98 Jahre alt, und er hatte nur ein Ei, wie der Blick es über ihn berichtet hatte. Unsere Liebe kannte kein Rücksicht, er war ungewöhnlich triebstark und benützte diese Pille aus Amerika, dafür konnte er auch gut hoch, wenn er sie genommen hatte und auch gut hochdeutsch. Meine Eltern wissen von ihm nichts, denn er ist ja Deutscher und soll angeblich keinen Dialekt sprechen, was ich nicht weiss, weil wir nicht miteinander geredet haben. Auch in seinen Bruder war ich verliebt, der war fünfzehn Jahre älter und sah aus wie Moritz Leuenberger. Ihn kann ich nicht vergessen, er hatte diese rollende r und kam aus Rumänien. Manchmal bin ich verwirrt und denke ich rede schon wie meine eigene Stieftochter Buuredütsch. Werde ich meine Liebe zurückgewinnen oder steht die Sprache zwischen uns. Bitte helfen Sie mir.!
June 3rd, 2007 at 10:45 pm
@ neuromat
‘aber muss es ausgerechnet schwäbisch sein’
… dachte ich auch! Wo die liebe hinfällt: gleich zwei Fremdsprachen lernen. Aber inzwischen (Ohren spitzen, liebe Schweizer…) finde ich Schwäbisch sogar süss * wicked grin*.
@ schnägge
völlig korrekt zusammengefasst. Mir sollet schaffe und itt rede! (Ist das richtig so?)
June 4th, 2007 at 11:04 am
@Alle:
Wer kennt eigentlich neuromat persönlich? Weiss man auch im normalen Gespräch mit ihm nie, was er eigentlich ernst meint und was nicht, oder ist auch seine Mimik völlig undeutbar?
@Jens:
Wie wär’s mal mit einem Blogwiese-Stammtisch?
June 4th, 2007 at 4:03 pm
@ Ingo,
der Aeschbacher will mich ja nicht einladen.
Den “Stammtisch” hatte ich mir auch schon mal überlegt. Jens R Wiese könnte ja auch mit uns auf die Rütliwiese statt auf die Blogwiese. Oder wir treffen uns auf de Wies’n an einem “neutralen” Ort im Festzelt. Lustig wird es allemal.
June 4th, 2007 at 4:26 pm
also wenn der Ottmar, den Hitzfeld mein ich natürlich, wenn der sein (BRD-gefärbtes) Allemanisch im Schweizer Fernsehen spricht, finden das alle toll. Zumindest hab ich da noch keine Lästereien gehört. Jetzt fehlt mir der Vergleich mit Frau Mutter: ob die das nicht richtig gekonnt hat? oder ob die Zuhörer von Geigerinnen-Interviews einfach was zum motzen brauchen, weil sonst wärs ja nicht intellektuell?!
June 4th, 2007 at 4:26 pm
…also ich schwätz, wie mir der Schnabel gewachsen ist, also (Oberrhein-) Alemannisch, dabei ist mir Schnuppe, ob dies einem Hamburger oder Schweitzer gefällt. Sollte mein Gegenüber eine negative Bemerkung machen, bekommt er einen Vortrag über die alemannischen Dialekte, zu hören.
June 4th, 2007 at 4:34 pm
@ schnägge
Also das ist so: Mündliche Kommunikation ist in der Schweiz allein in den 387.5 (wichtig hier den Dezimalpunkt zu schreiben, sonst outet man sich sofort als Deutscher) Mundarten zulässig. Da Deutsche in aller Regel Schriftdeutsch sprechen, gilt für sie eine Ausnahme, die sogenannte Arroganzregel. Diese wird jedoch ohne Ausnahme angewandt. Alles klar?
June 4th, 2007 at 4:48 pm
@ Ingo zum Zweiten,
natürlich hast Du recht, was das Satireproblem anbelangt. In der letzten Zeit habe ich mich bemüht zu schreiben, was ich ernst oder auch sehr ernst meine, wie zum Beispiel die Stellung an Nicole betreffend ihren Selbstversuch. Dann hatte ich mal vorgeschlagen die Icons zu erweitern und eine Icon Leiste zum Einfügen parat zu haben (war kein diekter Vorschlag, sondern der Hinweis auf eine andere Seite).
Eine gewisse Spannung ergibt sich aber ja auch aus diesem Manko der nicht sichtbaren Mimik und der nicht hörbaren Betonung. Zu meiner Mimik: das dürfte sicher auch schwierig werden. Ich überlege gerade, ob ich den kleinen biographischen Hinweis geben sollte, mit Frau Ferres mal gemeinsam auf der Bühne, na ja auch egal ist nicht wichtig.
Noch einmal zum “Stammtisch”. Das ist ja ein institutionalisiertes regelmässiges Treffen - wäre nicht mein Gedanke. ich dachte so an eine einmalige Veranstaltung. Die meisten fallen dann von allem, was sie bis dahin geglaubt haben ab … vorgeschlagenm hatte ich auch schon eine gemeinsame Marathonteilnahme. Wir könnten uns als eie person anmelden und das ganze im Sinne eines Staffellaufes erledigen.
June 4th, 2007 at 5:01 pm
Wieso spricht Sie denn überhaupt? Die soll spielen…
(uff badisch: Die sott schpiele und nit schwätze…)
Ausserdem kann man das Thema hier gleich mal erweitern:
Ist die unterschiedliche Interpretation eines Violinenkonzerts von z.B. Mozart nicht auch eine Form von Dialekt?
June 4th, 2007 at 5:30 pm
Sehr gute Idee, das mit dem Blogwieseltreffen! Ist bestimmt interessant zu erfahren, was für Menschen hinter den Pseudonymen hier stecken. Und sonst gibt es hier ja (wie ich auch schon beklagt habe) keine Möglichkeit, außerhalb des jeweils vorgegebenen gerade aktuellen Blogthemas mit einander ins Gespräch zu kommen…
June 4th, 2007 at 6:08 pm
@neuromat:
“Stammtisch” nur in Ermangelung eines besseren Wortes. Wobei man ja auch etwas wiederholen kann - sofern es erfolgreich war -, ohne es gleich zu institutionalisieren.
Von wegen Staffellauf: Die Jungfraustaffette ist leider grad vorbei - hätte sich ja auch angesichts der lokalen Verteilung der Leserschaft hier angeboten
Vielleicht könnte man ja das Thema “Wiese” noch mit Sommer verbinden, und schon hätten wir einen Grill(ier)-Event.
***Admin, hörst Du uns?***
(aber ich an Jens’ Stelle würde das wohl auch nicht machen - man bloggt ja gerade, damit einem die Leute nur verbal an die Gurgel gehen können, und nicht in der rauen Wirklichkeit)
[Anmerkung Admin: Also ich dachte eigentlich mehr an eine Fan-Meile irgendwo, vielleicht in Bülach. Oder die Enthüllung eines Denkmals in Altdorf, gegenüber vom Tell, aber bitte nur in Granit gemeisselt, oder vielleicht ein Auto-Corso? — Blogwiese-Treffen ist ne tolle Idee, wir arbeiten dran. Noch in diesem Sommer! ]
June 4th, 2007 at 6:09 pm
@ralphisto:
Schöner Vergleich - und Du kannst davon ausgehen, dass über Intepretationen klassischer Musik mindestens soviel gestritten wird wie über (Schweizer-)Deutsche Dialekte
June 4th, 2007 at 11:32 pm
@ neuromat:
Da haben wir mit Mühe und Not verhindert, dass die Weiber das Rütli am erschten Auguscht kontaminieren (wo sie doch an den Herd gehören) - und du willst sogar einen Deutschen dorthin bringen? Was würde da General Guisan sagen?
June 5th, 2007 at 7:56 am
>@ neuromat:
>Weiber das Rütli […] kontaminieren und […] einen Deutschen dorthin
>bringen
>Was würde da General Guisan sagen?
@Christian
Hast Du das neuromat im Ernst oder im Spass gefragt?
June 5th, 2007 at 8:53 am
@ Christian @ Ostwestfale
geht es um die Veranstaltung mit Mireille Mathieu am 1. August? Ich habe gehört, dass Guisan dort zusammen mit Maurer, Blocher und Mörgeli die Background vocals machen. Noch ein kleiner Hinweis: Die Frauen gehören doch nicht an, sondern vor den Herd, oder
. Hoffentlich löst das jetzt keinen (H)erdschlipf aus bei unseren weiblichen Mitbloggerinnen.
June 5th, 2007 at 12:36 pm
Achso: @ Frau Neuromartina: Nein, ich habe Sie nicht vorsätzlich ignoriert. Wie war noch gleich die Frage?
Und passen Sie gut auf, was Sie hier sagen, jetzt wo der Admin das Blogwieseltreffen quasi offiziell genehmigt hat…
June 5th, 2007 at 1:51 pm
Sehr sympathisch, die schwätzt ja wie der Othmar Hitzfeld bei dem ich dachte, dass er trotz mehrjährigem Baselaufenthalt den Dialekt nicht richtig gelernt hat. Dank Blogwiese stellt sich heraus, dass das ein eigenes Idiom ist das zur gleichen Sprachfamilie wie das “verhasste” Züridütsch gehört. Die sind uns sogar näher als die vermaleideten Höchstalemannen, die “nomen est omen” von höchsten Bergen auf uns herabschauen.
June 5th, 2007 at 7:53 pm
@neuromat
>geht es um die Veranstaltung mit Mireille Mathieu am 1. August?
Meine Frage spielte auf dem etwas irrwitzigen Umstand ab, dass Du als ja selbst die zur Kritik stehenden Merkmale “weiblich” und “Deutsch” erfüllst.
>Ich habe gehört, dass Guisan dort zusammen mit Maurer, Blocher und
>Mörgeli die Background vocals machen.
Ach, und ich dachte der Herr Guisan sei schon längst gestorben.
>Noch ein kleiner Hinweis: Die Frauen gehören doch nicht an, sondern vor
>den Herd, oder .
Also, dass die Frauen an den Herd gehören das kenn ich eigentlich auch so und nicht anders.
In diesem Zusammenhang, kennt ihr Googlefight? Seehr praktisch.
http://www.googlefight.com/index.php?lang=en_GB&word1=%22Frauen+an+den+Herd%22&word2=%22Frauen+vor+den+Herd%22
June 5th, 2007 at 10:15 pm
@ ostwestfale, @ Ingo , @ schnägge, @ Christian, @ Guisan, @ Mireille ach was - egal wir sind hier sowieso ziemlich off topic gelandet.
Offensichtlich braucht es ein Festkommitee, wir müssten natürlich auch zu his earliest convenience (habe ich eben von Tellerrand gelernt) das Datum der Veransatltung wissen (wahrscheinlich genau in meinen einzigen zwei Wochen Ferien und ausser Landes dieses Jahr). Treffen wir uns also in lockeren Abständen hier auf archives/598#comments. Es sei denn Herr Wiese wirft uns raus…
June 6th, 2007 at 4:15 pm
An Neuromat
Ich glaube nicht, dass uns Herr Wiese aus diesen Zeilen rauswirft. Solange wir nur schreiben sind wir recht harmlos. Also, meistens. D.h. die meisten von uns. Naja, manchmal.
Wenn wir aber erst mal mit Quasseln an einem Blogwiesen-Treffen losgelassen haben, dann werden wir sicher verjagt. Dann kommt nämlich der Herr General Guisan höchstpersönlich auf seinem hohen Ross vorbei und kickt uns mit seinen Reiterstiefeln ab der Rütliwiese – falls diese Aufgabe nicht schon irgendwelche Springerstiefel zuvor übernommen haben.
Ausserdem quasselt es sich auf der Rütliwiese am 1. August nicht so toll. Wenn im es im Hintergrund nach „Une cloche chante, chante“ äh, pardon „…sonne, sonne“ dröhnt.
Bitte an das Festkomitee: auch mir die Datenauswahl ASAP (auch heute bei Tellerrand gelernt) bekannt geben. Sonst habe ich schon alles verbucht.
June 6th, 2007 at 5:00 pm
@ Jens, neuromat, Phipu
Gibt es eigentlich irgendwo eine Übersicht, wo man sehen kann, zu welchen Blogeinträgen es jeweils neue Kommentare gibt? Spätestens morgen, wenn dieses Thema von der ersten Seite rutscht, guckt hier ja kein Mensch mehr rein.
(Ceterum censeo: Wir brauchen ein Blogwiesenforum…
)
[Anmerkung Admin: Nein, DU brauchst eine RSS-Feed-Reader. Der zeigt dir genau an, wann es wozu einen neuen Kommentar gibt. Die Feed-Adresse für Comments lautet: http://www.blogwiese.ch/comments/feed/ ]
June 8th, 2007 at 12:36 pm
@Admin: Ah, danke! Trotzdem scheint es mir ein recht hoffnungsloses Unterfangen, eine Diskussion hier länger als 3 Tage lebendig zu halten, geschweige denn bis zum Sommer…
Glückwunsch zum 600sten übrigens!
June 15th, 2007 at 4:25 pm
Abschliessend sei zu sagen, dass ich Alemannisch nie als eine Sprache anerkennen werde. Genau so wie ein Smart nie ein Auto sein wird. Es ist und bleibt für mich ein niederer Dialekt, der aus lauter Mundfaulheit entstand. Wozu also nun über solch altbäuerliches gestammel so einAufhebens gemacht wird, kann und will ich nicht verstehen.
Wenn man nichts vorzuweisen hat, ist man auch auf sein niedrigstes Stolz. Das könnte einer der Gründe sein warum der Schweizer seine niedere Sprachbegabung so in den Himmel lobt und ihn derartig verteidigt.
June 24th, 2007 at 10:32 pm
holla Bärbel……..hochmut kommt vor dem fall….
August 11th, 2007 at 3:21 pm
Aus Bärbel spricht der blanke Neid, weil ihr die anatomischen Vorraussetzungen fehlen, dieses geniale Allemanisch jemals zu erlernen.