Die Schweizer und ihre Schusswaffen — Widerstand gegen die 3 Millionen Waffen in Schweizer Privathaushalten
Gegen die Aufbewahrung des Sturmgewehrs in privaten Haushalten hat sich in letzter Zeit vermehrt Widerstand in der Schweiz organisiert. Zu oft wurde bei Familiendramen diese Waffe dafür eingesetzt, um Probleme radikal zu lösen. Die Zeitschrift „annabelle.ch“ lancierte dazu eine Petition:
Die meisten Morde in der Schweiz geschehen innerhalb der Familie. Fast die Hälfte dieser Bluttaten werden mit Schusswaffen verübt. Bis zu drei Millionen Schusswaffen – Armeewaffen inklusive – lagern in privaten Haushalten. annabelle meint: Waffen gehören nicht in die Familie! In der Herbstsession steht das Waffengesetz im Nationalrat zur Debatte. Deshalb lanciert annabelle die Petition «Keine Schusswaffen zu Hause».
(Quelle: annabelle.ch)
Das Foto dazu finden wir extrem gelungen:

(Quelle Foto: annabelle.ch)
Welch friedliches Bild einer Schweizer Familie!
In dem Artikel aus annabelle heisst es:
Rekord bei Familienmorden
Angesichts dieser ersten Ergebnisse der Nationalfonds-Studie zeichnet sich ein trauriger Rekord ab: Zwar kennt die Schweiz wenig Strassen- oder Gangkriminalität, wie sie in vielen Ländern üblich ist.Doch werden bei uns im Verhältnis zur Gesamtzahl aller Tötungsfälle mehr Familiemorde begangen als etwa in den USA. Die Opfer sind vor allem Frauen sowie Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren, die Täter fast immer Männer.Über die Motive der Täter ist wenig bekannt. Das
liegt zum einen daran, dass sich viele Männer nach dem Mord an ihrer Familie selbst richten, zum anderen, dass die Akten in diesen Fällen oft zu schnell geschlossen werden.
(Quelle: annabelle.ch)

(Foto annabelle.ch)
Wir haben dieses Thema auf der Blogwiese bisher ausgespart, wenn in regelmässigen Abständen wieder in den Zeitungen von einem Familiendrama berichtet wurde, bei dem diese Waffen zum Einsatz kamen. Zwar wird dann jeweils betont, dass es sich bei den verwendeten Waffen nicht immer um Sturmgewehre oder Armeepistolen handelte, beruhigen kann diese Feststellung jedoch nicht.
Auch dies ist eine Zahl, die in der Schweiz gern unter den Teppich gekehrt wird. Es ist ein Tabuthema, vom Selbstmord mit einer Armeewaffe zu sprechen. Wir haben im persönlichen Berufsumfeld erlebt, dass der Sohn eines Kollegen Selbstmord mit seinem Sturmgewehr beging. In den Zeitungen wurde von der Waffe danach nichts geschrieben.
In annabelle heisst es dazu:
Auch die hohe Suizidrate in der Schweiz scheint direkt mit der Verfügbarkeit von Schusswaffen zusammenzuhängen.In einer Studie,die im Herbst erscheinen wird,weist Gerichtspsychiater Andreas Frei nach, dass jeder dritte männliche Selbstmörder in der Schweiz eine Schusswaffe benutzt hat, zwei Fünftel davon waren Armeewaffen. Damit hat die Schweiz, zusammen mit Finnland, nach den USAdie zweithöchste Rate an Schusswaffensuiziden in der Welt.
(Quelle: annabelle.ch)
August 30th, 2006 at 12:14 am
ich finde man kann die Waffen schon zu Hause lagern, einfach die Munition muss den Leuten weggenommen oder gar nicht gegeben werden…
Das so viele Waffen im Umlauf sind ist natürlich zum einen beängstigend, zum anderen wie rauchen auch völlig legal, sofern man richtig samit umgeht.
Ausserdem sollten alle Besitzer sich registieren müssen oder hohe Geldbussen erhalten. Wenn man nichts damit anstellen will, muss man sich nicht sorgen.
Zur Sicherheit im Kriegsfall (auch wenn es zur Zeit nicht realistisch ist, finde ich es gut, dass man sich verteidigen und wehren könnte.
August 30th, 2006 at 1:25 am
Tja, leider sind es immer nur die linken Wähler die sich das Leben nehmen - und dadurch haben wir leider weniger Wählerstimmen. Schade.
August 30th, 2006 at 1:34 am
Herrlich! Was die nicht alles lancieren! annabella soll doch lieber mal die ausgemusterte Wehrpflicht mit all ihren Untauglichen vorknöpfen! Aber das gehört ja schliesslich nicht in die Familie.
August 30th, 2006 at 2:09 am
Zitat: “Doch werden bei uns im Verhältnis zur Gesamtzahl aller Tötungsfälle mehr Familiemorde begangen als etwa in den USA.”
Natürlich, wenn die Strassenkriminalität niedrig ist, steigt automatisch der Anteil der Familienmorde..
Und: Ich glaube, dass, wenn sich jemand wirklich umbringen will, es von eher untergeordneter Bedeutung ist, ob ein Gewehr in der Nähe ist, oder nicht. Andere Möglichkeiten es zu tun gibts auch genug, das heisst, hier wäre besser etwas bei der Prävention getan, nicht bei der Symptombekämpfung.
August 30th, 2006 at 8:00 am
“ich finde man kann die Waffen schon zu Hause lagern, einfach die Munition muss den Leuten weggenommen oder gar nicht gegeben werden…” (Michael)
Ich habe gehoert, dass Armeemunition nie in Privathaushalten aufbewahrt wird. Dann muss es also immer um selbst angeschaffte Munition gehen. Meinst du, man soll versuchen, das Anschaffen von Munition zu verbieten?
“Ausserdem sollten alle Besitzer sich registieren müssen oder hohe Geldbussen erhalten. Wenn man nichts damit anstellen will, muss man sich nicht sorgen.” (Michael)
Bei Selbstmord oder Mord mit anschliessendem Selbstmord duerfte einem auch eine hohe Geldbusse ganz egal sein… und wenn jemand “nur” seine Familie erschiesst, duerfte das auch oft im Affekt passieren, ohne langes Abwaegen der Konsequenzen.
“Ich glaube, dass, wenn sich jemand wirklich umbringen will, es von eher untergeordneter Bedeutung ist, ob ein Gewehr in der Nähe ist, oder nicht. Andere Möglichkeiten es zu tun gibts auch genug (…).” (Domink)
Aber gerade die spontanen Selbstmorde (z.B. auch unter Alkoholeinfluss) wuerden oft bestimmt nicht passieren, wenn man nicht die Schusswaffe in Schrank haette und eine umstaendlichere, unsichere und/oder langwierigere Methode finden muesste.
August 30th, 2006 at 8:05 am
Wenn sie jemand wirklich umbringen will, dann wird er/sie immer einen Weg finden. Tja, und wenn man halt eine Waffe zuhause hat, dann benutzt man diese.
Es ist eigentlich immer noch besser für die anderen im Vergleich z.B, von sich vor dem Zug/Tram werden oder aus dem 10. Stock bringen. Es gibt ja jede Menge von traumatisierte Lokführer, weil sich jemand von ihrer Lok umgebracht hat.
August 30th, 2006 at 8:17 am
“Ich habe gehoert, dass Armeemunition nie in Privathaushalten aufbewahrt wird. Dann muss es also immer um selbst angeschaffte Munition gehen. Meinst du, man soll versuchen, das Anschaffen von Munition zu verbieten.”
Also “fast” jeder der ein Sturmgewehr zuhause hat und gleichzeitig noch Armeedienst leisten muss, hat 60 Schuss Kriegsmunition zu Hause. Diese ist speziell verschlossen und muss bei jedem Wiederholungskurs vorgewiesen werden. Jedoch ist es so, dass man nach dem Obligatorischen Schiessen z.T. gefragt wird, ob man die Munition (Probeschüsse, die man nicht gebraucht hat) mit nach Hause nehmen will. Ich denke aber, dass das eher die Ausnahme ist.
August 30th, 2006 at 8:22 am
Ich habe gehoert, dass Armeemunition nie in Privathaushalten aufbewahrt wird
Dem ist leider nicht so, jeder bekommt so eine corned-beef-artige büchse voller munition mit nach hause, um auch ja parat zu sein, sollten die kinder wieder partout nicht schweigen wollen…
August 30th, 2006 at 8:56 am
Das Problem ist nicht die Waffe, sondern, dass sich jemand überhaupt umbringen will. Und ehrlich gesagt ist es mir lieber wenn sich jemand mit einer Waffe erschiesst, anstatt, dass er vor eine S-Bahn springt da:
1. sauberer aufzuräumen
2. keine Leute die in Mitleidenscahft gezogen werden
3. keine Verspätungen durch “Gleisgumper”
August 30th, 2006 at 8:59 am
@ibico: 1. sind es 50 Schuss (bzw 48 für die Pistole) und 2. kann ich mir nicht vorstellen, dass man nach dem obli gefragt wird, ob man mun nach hause nehmen will, denn das wäre ein direkter verstoss gegen den Munitionsbefehl (” wer überzählige Munition nach der Übung nicht dem Übungsleiter abgibt macht sich strafbar”…oder so ähnlich).
Gruss
August 30th, 2006 at 9:01 am
man sollte endlich einmal aufhören den suizid als selbstMORD zu titulieren. mord ist eine straftat und selbstmord eine wertende formulierung, die impliziert, dass sich der suizident nicht im recht befindet, wenn er sich tötet.
August 30th, 2006 at 9:04 am
Wer nennt mir bitte einen realistischen Grund, warum man eine Schusswaffe zuhause braucht?
August 30th, 2006 at 9:18 am
Dass die Armeewaffe zuhause (meistens mit Munition) aufbewahrt wird, finde ich aus zwei Gründen einen Witz:
1) Ich muss das Stück Eisen jedesmal bei Beginn und Ende des WK’s im Zug mit mir rumschleppen; das tue ich nicht gerne, könnte ja gestohlen werden. Ausserdem habe ich schon genug zum tragen
2) Bei all dem Müll, den die Armee aufbewahrt (Zeughäuser gefüllt mit alten Bettpfannen, Wolldecken und sonstigen Utensilien, die man nicht mehr gebrauchen kann), dann könnte man genausogut etwas SINNVOLLES aufbewahren, nämlich die Dienstwaffe!
Genausogut könnten die Jungschützen ihre Flinte im Schiessstand lassen, verschlossen in einen Waffenschrank, wo das Gewehr schliesslich auch hingehört.
Warum wir Schweizer meinen, dass es Schnellfeuergewehr in den Keller, unter das Bett, oder an einen anderen unpassenden Ort gehört, bleibt mir schleierhaft.
August 30th, 2006 at 9:27 am
Tonja: “Ich habe gehoert, dass Armeemunition nie in Privathaushalten aufbewahrt wird.”
Doch, man hat zu Hause eine kleine Packung Munition, die in eine Art Konservenbüchse verpackt ist. Diese zu öffnen ist strikte verboten - was aber jemandem, der sich umbringen will, in so einem Moment natürlich egal ist.
Tonja: “Aber gerade die spontanen Selbstmorde (z.B. auch unter Alkoholeinfluss) wuerden oft bestimmt nicht passieren, wenn man nicht die Schusswaffe in Schrank haette und eine umstaendlichere, unsichere und/oder langwierigere Methode finden muesste.”
Ich bin absolut derselben Meinung. Das ist in meinem Augen das beste und stärkste Argument für mindestens eine Registrierung, besser noch eine Änderung der Tradition “CH-Wehrmann hat Waffe zu Hause”. Es würde auch den einen oder anderen (angehenden) Kleinkriminellen daran hindern, sich auf einfache Weise eine Waffe zu beschaffen.
Schützenvereine müssten deswegen nicht verschwinden. Sie würden eine Lösung finden, wenn sie müssten. Und auch Sammler würden sich umorientieren, wenn sie müssten.
August 30th, 2006 at 9:30 am
1. Das ganze Theater um die Armeewaffen kommt doch immer wieder aus der gleichen Ecke, nämlich von den Armee-Abschaffern. Wenn jemand mit einer Schusswaffe ein Verbrechen begehen will, ist es doch kinderleicht, sich irgendwo eine zu beschaffen. Entschlüsse, sich selbst oder andere umzubringen reifen innerhalb einer längeren Zeit, das sind keine Spontanreaktionen. Man ist nicht jahrelang total ruhig und ausgeglichen und dann greift man plötzlich zum Gewehr. Die Vorlaufzeit kann also relativ lange sein und das gibt auch Zeit, sich eine Waffe zu beschaffen.
2. Dass Männer vermehrt zur Waffe greifen kann m.E. nur daher kommen, dass die Rolle des Mannes, welche er jahrtausendelang innezunehmen hatte, infrage gestellt wird. Die natürlichen Eigenschaften des Mannes als solche werden quasi kriminalisiert und die armen Frauen zu Madonnen emporstilisiert. Dazu ist das Scheidungsrecht in der Schweiz so frauenlastig, das heisst, zuungunsten der Männer, dass gewisse keinen anderen Ausweg mehr als die Gewalt kennen. Kürzlich in einem Leserbrief einer Frau:”Wenn der Mann geheiratet hat und vielleicht sogar noch Kinder hat, ist er im Scheidungsfall für den Rest seines Lebens erledigt..” Das ist dann die eine Hälfte des Problems.
August 30th, 2006 at 9:50 am
Tatsächlich gibt es offenbar viele Spontan-Suizide - ausgeführt von Personen, bei denen sicher eine Tendenz schon vorliegt, die aber letzlich aus dem Affekt heraus begangen werden, weil sich gerade eine einfache Gelegenheit bietet. So findet man bei U-Bahn-Selbstmördern meist keinen Abschiedsbrief, der Selbstmörder springt dann aus einem momentanen Impuls vor die U-Bahn.
Es gab in der Vergangenheit nach fast jeder Zeitungsmeldung 1 bis 2 Nachahmungstaten, die sich von dem U-Bahn-Suizid stimuliert fühlten. Diese bleiben nun aus, nachdem auf solche Zeitungsmeldungen verzichtet wird.
Ähnlich, denke ich mal, wird es bei den Schusswaffen sein. Die Hemmschwelle, einfach abzudrücken, ist mit Sicherheit niedriger als beim Aufschneiden der Pulsadern oder dem Sprung vom Hochhaus. Gleiches gilt auch für Familiendispute, wo eine schussbereite Waffe im Zorn rasch verheerendes anrichtet, während sonst vielleicht die Teller geflogen wären. Auch die Hemmung, jemanden zu erstechen, ist sicher größer - zumal meist ein Stich nicht reicht.
Ich möchte keine Schusswaffe im Haus haben.
August 30th, 2006 at 9:57 am
Wie hoch ist die Suizid-Rate total im Vergleich mit anderen Ländern? Darauf kommt es schlussendlich doch an - alles andere ist ein Witz!
“Glaube keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast” - oder anders ausgedrückt: Mit entsprechenden Statistiken kann man alles beweisen und untermauern, kann man allen Argumenten Gewicht verleihen.
Widi
August 30th, 2006 at 10:40 am
Hallo ich finde es immer wieder schön die ganzen Diskussionen über die Waffen zu Hause wegen den Morden und Suiziden.
Ich finde so wie die Situation moment in der Schweiz ist sollte diese Regelung beibehalten werden aus mehreren Gründen.
1. Ich denke ein Land in dem fast jeder Bürger eine Waffe besitzen kann, hat vertrauen in seine Bürger und ist ein zeichen der Demokratie. Weil es gibt keine besseren Voraussetzungen für einen bewaffneten Volksaufstand als ein Land mit Bürgern welche von Staats seiten her mit Waffen ausgerüstet sind. Ich weiss ist jetzt ein bisschen weit hergezogen, aber es ist für mich ein Beweis des Vertrauens.
2. Aus welchem Grund muss der Staat den Bürger vor Suizid schützen? Aus keinem Grund finde ich, da jeder Bürger für sich selbst verantwortlich ist. Und mir ist es einiges lieber wenn sich einer erschiesst als vor den Zug zu springen. Vorallem die Deutschen sollten wissen wie es ist wenn viele Suizide begangen werden durch sich vor den Zug werfen. Weil Deutschland hat eine sehr hohe Suizid Rate auf diese Weise. Man sollte sich vieleicht viel eher mal Fragen aus welchem Grund diese Leute sich umbringen wollen. Und dort sollte man mal ansetzen. Und unseres wirtschaftliches Umfeld und der Leistungsdruck der heute auf den Angestellten lasstet ist nicht gering.
3. Es ist ein über sehr lang Tradition in der Schweiz die Armee Waffen zu Hause aufzubewahren. Und ich denke es sollte auch so bleiben. Wüsste nicht ob uns dann noch mit dem grössten Schützenfest der Welt rühmen könnten. Und dies ist ein Teil unserer Tradition und Kultur. Und in Richtung Tradition und Kultur verlieren wir je länger je mehr, und diese finde ich nicht optimal.
So dass sind meine Gründe. Jetzt noch ein paar Bemerklungen zu oben.
Jungschützenkurs: Ich bin selbst als Jungschützenleiter tätig. Oben wurde gennant man solle die Waffen der Jungschützen im Schützenhaus aufbewahren. Leider ist dies nicht so leicht möglich. D a Waffen und Munition getrennt aufbewahrt werden müssen. Als ich noch den Kurs macht konnte ich meine Waffe sofort nach Hause nehmen. Heute ist das Mindest Alter 18 Jahre. Und schon alleine dieser Umstand hat das Ganze schon um einiges erschwertz und den Aufwand erhöht.
Wegen der Munition bei der OP Übung, meines Wissen nach ist jeder mit 18 Jahren berechtigt Munition zu erwerben und aufzubewahren. Und die Munition wird rechtmässig beim durchführenden Schützenverein erworben.
Und zu guter letzt noch finde ich es eine absolute Frechheit das sich eine Chef Redaktorin welche sich nicht mit unseren Sitten und Gebräuchen auskennt, da sie nicht Schweizerin ist, sich in solche Angelegenheiten einmischt.
So hoffe habe meine Arrgumente eingermassen verständlich wiedergeben können.
Gruss fenris
ps: Schreibfehler dienen ausschliesslich der Beleutigung des Lesers
August 30th, 2006 at 10:54 am
Nun, dass die Armeewaffen zu Hause gelagert werden (müssen), finde ich persönlich auch keine Wahnsinnsidee.
Diese Tatsache nun für das Schweizer Suizidverhalten verantwortlich zu machen, ist jedoch billige Propaganda.
So zeigen Studien auf, dass Suizidenten meist die ihnen am leichtesten zur Verfügung stehenden Mittel zur Selbsttötung verwenden.
So ist evidenterweise in der Schweiz der Schusswaffengebrauch sehr üblich, dafür sind Todessprünge und Medikamente weniger stark vertreten.
Wie Widi korrekt bemerkt, ist eher die TOTALE Suizidrate entscheidend!
Die ist in der Schweiz zugegebenermassen sehr hoch. Interessanterweise hat der Kanton AI die höchste Rate (wo sicherlich nicht mehr oder weniger Waffen lagern als sonst) - zudem ist dort die meistverwendete Tötungsart Erhängen.
Was sagt uns das? Die Theorie mit dem Zusammenhang von Schusswaffen und Suizidrate ist nett, lässt sich durch die Statistik jedoch einfach nicht erhärten!
Ein Link dazu: http://sozialjournal.ch/2005/06/08/suizid-regionale-und-kulturelle-unterschiede/
August 30th, 2006 at 11:52 am
Mann kann sich auch mit Weizenbier umbringen, nur dauert das ein bisschen länger……….Aber was solls, wir sind nicht in Eile!
August 30th, 2006 at 12:04 pm
soweit ich weiss ist die Schweiz in der Europarangliste mit dem Freitod an zweiter Stelle, dierekt hinter Finnland. Ich finde das sehr bedauerlich. Liegt es am Druck, der zu hoch ist? In jedem Fall ein echtes gesellschafliches Problem.
Viele Grüsse
Sylvie
August 30th, 2006 at 12:28 pm
Hmm, wenn ich mir die Kommentare so durchlese, scheint ihr alle nur auf den Suizid mit der Schusswaffe abzuheben, das Problem der Tötung anderer Menschen mit eben jenen Waffen völlig zu verdrängen.
Wie schon gesagt wurde, ist es sicher “leichter”, jemanden zu erschiessen, als zu erwürgen, erstechen usw usw. Insofern würde die Aufbewahrung von Waffen im Haushalt durchaus einen Unterschied machen. Und die Statistiken zu den Familienmorden scheinen das ja eindeutig zu bestätigen.
Im übrigen steht die Schweiz in Europa etwa an fünfter Stelle, was die Suizidraten angeht, nach Ländern wie Finnland, Lettland und Litauen, als Ländern, die entweder wirtschaftlich und sozial weit unter dem Schweizer Standard liegen, oder in denen durch die natürlichen Gegebenheiten (im Winter nur wenige Stunden Licht am Tag) Depressionen in ganz besonders grossem Umfang verbreitet sind (Finnland z.B.).
Ich denke auch nicht, dass es ein Zeichen einer besonders starken Demokratie ist, wenn die Leute ihre Waffen zuhause haben dürfen. Dann wären nämlich sämtliche arabische Staaten ja die Musterdemokratien schlechthin, während Länder wie Großbritannien, in denen der private Schusswaffenbesitz ganz verboten ist, die übelsten Diktaturen oder sonstwas sein müssten. Im Fall von Grossbritannien hat das Verbot im übrigen sowohl die Menge an Verbrechen mit Schußwaffen als auch die Gesamtkriminalitätsrate stark gesenkt.
August 30th, 2006 at 1:07 pm
ich habe nie gesagt dass es zwingend ist für eine Demokratie dass ein Bürger eine Waffe besitzen muss damit sie strak ist. Ich habe dies sehr bewusst in Zusammenhang mit Vertrauen genommen. Und somit denke ich ist dine Theorie von einer Diktatur weil es in einem Land keine Waffen gibt seh rübertrieben. Und weiter wegen den Verbrechen mit Schusswaffen, von diesen Verbrechen werden keine 5% mit Armeewaffen begannen so als kleiner Hinweis.
August 30th, 2006 at 1:50 pm
Eigentlich ist es schade, dass wiedereinmal mit unkompletten Informationen auf Grund einer einzelnen Studie diskutiert wird. In England und einigen anderen Ländern ist der Waffenmissbrauch nach dem Waffenverbot gestiegen, nicht gesunken. Dies muss mit der Selbstmordstudie nicht korrellieren, denn es ist nicht dasselbe betrachtet worden. Hier wird nun in den letzen Tagen eine Kampagne aufgebaut und mich nähme wunder, wie das so alles plötzlich zum selben Zeitpunkt kommt, das Bild von der Familie, die Studie etc.
Noch vor zehn Jahren haben teilweise dieselben Medien unsere Tradition hochgelobt und gerühmt, nun wechseln sie wiedereinmal die Seite, wie zu genüge bekannt.
Aus speziellen Gründen kenne oder kannte ich einige Selbstmörder, etwa 25 Täter kannte ich vorher. Die zwei, die es mit der Waffe taten, haben es so weit im Voraus geplant, dass sie bestimmt auch anderswie den Weg gefunden hätten. Es sind für mich keine Beispiele, wo ich sagen kann ein Verbot hätte es verhindert. Konsequenterweise müsste man dann auch Brücken, Schlaftabletten und Eisenbahnzüge verbieten.
August 30th, 2006 at 2:20 pm
Verbrechen geschehen äusserst selten mit Militärwaffen und wenn einige hier wüssten was Leute, die keine Militärwaffe zuhause haben sonst so im Schrank stehen haben (unkontrolliert!), dann würden sie gar nicht erst über solche nichtige Probleme wie Armeewaffen diskutieren…
August 30th, 2006 at 2:27 pm
So, jetzt muss ich nach dem Durchlesen der Kommentare auch noch meinen Senf dazu geben:
Dass Armeeangehörige die Waffe nach Hause nehme, ist für mich ein alter Zopf, der trotz diversen Armeereformen leider noch nicht abgeschnitten wurde. Dies mit Demokratie oder “war schon immer so” oder sogar als Tradition zu bezeichnen, finde ich seltsam. Wenn jeder so denken würde, hätte ich jetzt noch eine Helebarde im Schrank oder ein Amboss für meine eigene Waffenschmiede und würde noch mit Pfund und Fuss rechnen. Das Rad der Zeit dreht sich weiter, und so auch die Gesellschaft und deren Regeln fürs Zusammenleben!
Es gibt für mich keinen plausiblen Grund, warum diese Regel noch so bestehen soll. Der sofortige Einsatzbereitschaft gehört für mich ins Land der Märchen: Wenn es je einmal zu einer Mobilisierung kommen sollte, müssen sowieso Maschinen und Truppen organisiert werden und sind erst nach mehreren Tag einsatzfähig. Mit einer Horde wildgewordenen Soldaten mit scharfer Munition wird kein Krieg gewonnen.
“Gelegenheit macht Diebe” ist ein beliebtes Sprichwort, und darum glaube ich auch, das fehlende Waffen im Haus bestimmte Affekthandlungen mit Sicherheit verhindern werden können.
Ein weiteres Argument für die Abschaffung sehe ich in den möglichen Kosteneinsparungen: Ich mache momtan den letzten WK und habe mit meinem Sturmgewehr knappe 100 Schuss verbraucht in meiner 10jährigen aktiven Zeit! Und jetzt noch ein weiterer kleiner Wespenstich: Das “Obligatorische Schiessen” ist doch legentlich eine heimliche Subventionierung der Schützenvereine!
August 30th, 2006 at 2:29 pm
Ich denke aber, das es wahrscheinlich einfacher ist, sich zu Hause mit der dort vorhandenen Waffe quasi schnell und schmerzlos das Leben zu nehmen, als wenn man sich einen anderen Weg suchen müsste, der entweder längere Vorbereitung benötigt, schmerzhafter ist, oder für den man erstmal in die Öffentlichkeit gehen muss, besonders im Fall von Affekthandlungen.
Ganz ernsthaft, eure Argumente sind nicht sonderlich überzeugend, zumal ihr keinen zwingenden Grund nennen könnt, warum die Waffe unbedingt zu Hause lagern muss. Landesverteidigung lasse ich nicht gelten, da es einerseits derzeit extrem unwahrscheinlich ist, dass die Schweiz angegriffen wird, und andererseits ein Konflikt ja auch nie innerhalb von 24 Stunden (die ausreichen würden, um sich die Waffe aus dem Zeughaus/der Aufbewahrungsstelle/Waffenkammer in der nächsten Kaserne zu holen) völlig überraschend und ohne vorherige Spannungen ausbricht.
August 30th, 2006 at 2:57 pm
Wir haben doch andere, wirkliche, Probleme, als, ob die Waffe zu Hause ist oder nicht - oder ob wir das obligatorische schiessen müssen oder nicht.
Ich finde, das Ganze wird viel zu wichtig genommen! Die kommenden Abstimmungen z.B. werden vermutlich einen grösseren Einfluss auf Kriminalität und/oder Suizid haben, als die Frage, ob wir zu Hause eine Armeewaffe haben oder nicht :hmm:
August 30th, 2006 at 3:52 pm
@PAX
Selbstmord ist eine straftat (ja wircklich), das Problem ist das man die, die sich umgebracht haben nur noch schlecht bestrafen kann.
August 30th, 2006 at 4:05 pm
Hallo hydra 65! “Faire durer le plaisir!” sait de Wältsch. Du bist voll auf der Linie. Sind scheints aber auch schon Leute beim 69er gestorben (Herzinfarkt)!
Im Ernst: Ich denke auch, dass es bei der heutigen politischen Gesamtsituation nicht mehr nötig ist, ein Sturmgewehr zu Hause zu haben. Es gibt aber auch noch die emotionale Seite der Sachlage. Einerseits die Tradition, welche für eine Nation identitätsstiftend und deshalb sehr wichtig ist (wem das allerding gleichgültig ist, würde sicher gerne sofort in die EU eintreten und dort als Gau Schweiz figurieren, sprich: Die Kleinen Schnauze halten!), andrerseits ist es wirklich ein Vertrauensbeweis eine so feuerkräftige Waffe zu Hause aufbewahren zu dürfen. - Dass so viele Kommentare in so kurzer Zeit auf den Beitrag eingegangen sind ist ein weiterer Beweis, wie emotional das Thema ist. Vieles hat nur vordergründig mit handfesten Argumenten zu tun, dahinter steckt oftmals viel mehr. Hier stimme ich Widi voll zu: Es gibt WIRKLICH wichtige Probleme, die zu lösen sind.
August 30th, 2006 at 4:22 pm
Kommt man dann für versuchten (und misslungenen)Selbstmord vor Gericht?
August 30th, 2006 at 4:35 pm
Um den Bogen zum gestriegen Blogeintrag zu schlagen:
Ich warte mittlerweile auf folgende, derzeit noch fiktive Blick-Schlagzeile:
“Arbeitsloser Schweizer erschiesst Deutschen mit Armeewaffe: Der neue Tell? Jetzt schlagen wir zurück!
(Ein Nachbarn des Deutschen: “Er sagte immer “Grützi!” und auch sonst hat er sich keine echte Mühe mit unserer Sprache gegeben. Kein Wunder, wenn er da zum idealen Opfer wird, er hat’s ja selbst provoziert.)”
Apropos Treffsicherheit: Als es neulich ein Bayernspieler nicht schaffte, das leere Tor zu treffen (Pfosten), gab es hier wirklich mehr Hohn und Spott als die paar in Deutschland bei den Menschen kaum wahrgenommenen Presse-Kommentare zum Schweizer Elfmeter-Elend bei der WM.
August 30th, 2006 at 4:50 pm
Viele Waffen, viele Selbstmorde mit Waffen… benötigt man für diese triviale Erkenntnis Wissenschaftler???
Weniger Waffen, weniger Selbstmorde mit Waffen, dafür mehr vor dem Zug und von der Brücke… ah, Brücken und Züge kann man nicht verbieten? Upps!
Ach ja, Suizid ist in der Schweiz selbstverständlich keine Straftat (mehr). Und wieso sollte man sich nicht selbst töten dürfen, wenn man das denn möchte? Mit dem Menschenrecht auf Leben geht ja wohl auch das Menschenrecht auf Tod einher.
August 30th, 2006 at 4:51 pm
Nebenbei: Woher weiss man eigentlich, wie viele Menschen Suizid begehen, gerade auch im internationalen Vergleich?
Entsprechende Statistiken zu führen ist ohne Zweifel sehr schwierig und die Zahlen dürften in jedem Fall wenig zuverlässig sein…
August 30th, 2006 at 5:06 pm
Ein grund die Waffe bei sich zuhause aufzubewahren ist das Milizsystem, welches ja bekanntlich in der Bundesverfassung verankert ist: Jeder Armeeangehörige hat gewisses Material (PA=Persönliche Austüstung), für welches er selbst verantwortlich ist, d.h er muss selber schauen, dass die PA stets in korrektem zustand ist. (und der Staat gibt sein entsprechendes Vertrauen, dass der Armeeangehörige dazu fähig ist…) Dazu gehört auch die Waffe. Würde man dem Armeeangehörigen, die Waffe entziehen so könnte er nicht mehr sicherstellen, dass die Waffe korrekt gelagert wird. Als logische Folge müste man die gesammte PA abschaffen, was aber keinen Sinn macht, weil zur PA auch T-Shirts, schuhe, hemden, etc. gehören, welche aus Hygiene-Gründen nicht zum Allgemeinen Material gehören können. Zudem würde durch Abschaffung der PA ein wichtiges Standbein des Milizgedanken gekürzt. Desweiteren wird bei einem Erstschlag im modernen Krieg nicht die Truppe, sondern die Logistik (sprich die Zeughäuser) angegriffen. Durch die Tatsache, dass das material dezentralisiert gelagert ist, kann die Kraft der Armee aufrechterhalten bleiben.
August 30th, 2006 at 5:47 pm
@Stefan:
Die letzten zwei Sätze habe ich mir noch gar nie überlegt - das stimmt natürlich…
August 30th, 2006 at 6:35 pm
Fenris Punkt #1 - da schliesse ich mich voll an, die Dienstwaffe ist ein Vertrauensbeweis des Staates in mich.
August 30th, 2006 at 6:41 pm
Ich hab ein Sturmgewehr 90, und 50 Schuss Munition dazu bei mir im Haus! Und für mich ist das Stgw. ein Sportgerät, (Schützenverein) das einzig und allein im “Schützähüsli” oder im WK gebraucht wird!
Nie und nimmer wäre mir bei einem Streit, egal mit wem, das Stgw. als Lösung eingefallen!
Abgesehen davon ist es ist relativ einfach an eine Waffe zu kommen, dafür braucht`s wen`s den sein muss nicht mal nen Waffenschein!
Wer das nicht glaubt ist sowieso naiv!
Hey, wer seinen Selbstmord plant, braucht für die Ausführung auch nicht unbedingt ne Waffe!
Schönä hinich, usäm Ämmital
August 30th, 2006 at 7:02 pm
Zum Glück hab ich den Föhn (CH-Militärausdruck für Sturmgewehr) letztes Jahr im Zeughaus abgegeben. Wie sonst auch alles meiner Pers. Ausrüstung. Bin heilfroh das ich diesen Plunder nicht mehr im Keller horten muss..
Ach übrigens finde ich die Hemmschwelle sich zu erschiessen viel grösser als z. B. kurz in eine Elektroverteilung zu greifen und sich durch einen Stromschlag zu töten. Das geht mindestens genau so schnell und effektiv.
August 30th, 2006 at 7:56 pm
@spaced:
zu deinem Argument wegen einer Meuterei in der Bevölkerung etc. … Genau das ist nötig und muss getan werden, wenn sie ein fremder Staat versucht in unsere Geschäfte einzumischen oder unser System zu bedrohen. Und ausserdem: Wieso wurde Kroatien von Tito befreit? Weil sich eine Miliz mit massiver Waffengewalt gegen den Nazionalsozialismus gestellt hat und somit konnte dieses Land befreit werden. Die Schweizer Strategen hatten ja eine ähnliche Vision (die sich Glück nie auf die Probe gestellt wurde). Alle Schweizer sollten sich gegen die Deutschen mit aller Kraft zur Wehr setzen und neben den 450′000 Mann regulären Truppen eine Armee innerhalb der Bevölkerung sein. Es sollte doch auch weiterhin das Ziel sein, die Schweiz vor irgendwelchen Angriffen militärisch gefeit zu sein.
August 30th, 2006 at 9:52 pm
Das Obligatorische als Grund dafür zu nennen, dass man das Gewehr zuhause lagern soll, finde ich kurzsichtig. Im WK weiss man normalerweise fast nicht, wie man die Zeit totschlagen soll. Dort wäre mehr als genug Zeit vorhanden um das Obligatorische zu schiessen. Dass die Schützenvereine an einer solchen Lösung keine Freude haben ist mir schon klar. Die Frage ist einfach: Was ist hier wichtiger, dass die Schützenvereine von dieser Art Subvention profitieren können, oder dass man die Waffen im Zeughaus lagert?
August 30th, 2006 at 10:08 pm
@ Michael Mäder,
wenn ich mich Recht erinnere, war Tito bereits tot, als sich Kroatien, ebenso wie andere Teilstaaten des damaligen Jugoslawien abspaltete. Dass die Folge ein furchtbarer Bürgerkrieg war, welcher in den heute autonomen Staaten begann, sollte bedacht sein.
Der Vertrauensbeweis des Staates funktioniert nur, so lange der Staat stark ist, man betrachte mal die schwachen Demokratien der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts mit der herausbildung bewaffneter Milizen und Freicorps.
August 30th, 2006 at 10:44 pm
Die Schweizer und ihre Waffen daheim- sie halten sich immer noch bereit für eine mögliche deutsche Invasion!
August 30th, 2006 at 11:22 pm
bzgl. Selbstmord durch Erschießen:
Ist es wirklich angenehmer für denjenigen, der die Leiche bergen muss und das Blut wegwischen muss, wenn sich jemand mit dem Gewehr erschießt? Es glauben ja nicht mal mehr Kinder, dass dadurch nur ein einfaches Loch entsteht und das so viel sauberer ist als wenn man vor einen Zug springt.
Kann man wirklich glauben, dass der Fund eines Erschossenen so viel weniger traumatisierend wirkt und “sauberer” ist, als vom Hochhaus zu springen?
August 31st, 2006 at 9:04 am
@stefan
Auf eine Art muss ich dir Recht geben wegen den Angriffen auf die Zeughäuser. Aber wenn man heutzu Tag von einer Vorwarnzeit von 8-10Jahren ausgeht für einen Krieg, daher wurde ja auch die generale Mobilmachung abgeschafft und das System mit dem Aufwuchs geschaffen. Ist die Frage ob dies wirklich so wird sein was unsere Militär Strategen erzählen oder nicht.
August 31st, 2006 at 9:49 am
@stefan: ich rede nicht von den 90er - Jahren wo mir die problematik durchaus bewusst ist, ich rede vom 2. Wk, als sich Tito mit einigen PArtisanen gegen den Nazionalsozialismus in Kroatien gestellt haben
August 31st, 2006 at 12:08 pm
Hmm, solch ein Thema gewürzt mit alten Traditionen.
Die Waffe und der Mann, vieles, was ich hier so gelesen habe, könnte direkt von der NRA (National Rifle Association) abgeschrieben sein. Ich denke, es sollte eigentlich selbstverständlich für eine Zivilgesellschaft sein, daß sie NICHT bewaffnet ist.
Ich hatte eigentlich die Hoffnung, wir würden in Europa über die Phase hinaus sein, in der wir Bürger plötzlich und jederzeit zu den Waffen greifen müssen.
Einige Argumente möchte ich aber doch noch loswerden:
1.
Militärisch ist der bewaffnete - möglicherweise überraschte - Reservist völlig bedeutungslos. Heute würde die Schweiz - wenn sie ein potenter Gegner angriffe (also nicht das Fürstentum Liechtenstein), zunächst einmal massiv bombardiert. Gut, dann würden die Schweizer aus ihren Kellern kriechen und nach guter alter Patrisanen- und Miliztaktik einem Eroberer das Leben zur Hölle machen. Aber wenn der Eroberer nicht einmarschieren will, dann können sie noch Salut schießen und man kann dann - nach einer gewissen Zeit der Besinnung auf die Andersgläubigen, Andersprachlichen, Anderen eben losgehen (siehe Irak) - waren vielleicht die Welschen an allem schuld?
Ich glaube nicht, daß eine noch so grosse Truppe mit Sturmgewehren in der Zeit der Splitter-, Streu- und der was-weis-ich-Bomben noch irgendwen beeindruckt. Und den Panzer oder den Minenwerfer haben die Leute dann doch nicht zu Hause (oder doch?).
Waffen im Familienhaushalt haben dort meiner Meinung nach nichts verloren. Und ich hielte es für einen Missbrauch meines Kleiderschranks, wenn mein Staat ihn als Lagerstätte für militärisches Gerät nutzen wollte. (”Nehmen sie doch noch eine Sammlung Minen mit, sie wohnen doch am Grenzübergang!”).
2.
Vertrauen in den Bürger - das NRA Argument schlechthin. Der Bewaffnete Bürger als der freie Bürger. Dann bitte schön Freigabe der normalen käuflich zu erwerbenden Schusswaffen. Dann sollten auch Schrotrepetiergewehre und vor allem auch Flammenwerfer käuflich zu erwerben sein. Denn nur so kann ich wirklich verlässlich meinem Unmut über die Regierung Ausdruck verleihen, wenn es mal nötig wird.
Ausserdem könnten dann auch Leute, die nicht in der Armee waren, von ihrem - oben erwähnten - Recht, sich als Miliz gegen die Regierung zu wehren, Gebrauch machen. (Nur weil es im Internet steht, dieser Abatz war ironisch gemeint).
3.
Verfügbarkeit von Waffen - Militärwaffen sinde weder etwas Rituelles noch irgendetwas besonders sportliches. Waffen sind Geräte, die zur effektiven Tötung von Menschen gebaut werden. Jeder andere Gebrauch ist ein Gebrauch abseits der eigentlichen Bestimmung. Also, wer Waffen im Haus haben will, der soll ehrlich zugeben, er hat ein Tötungsgerät im Haus. Damit sollte sich jeder aufrecht auseinandersetzen, wenn er seinen Kindern erklärt, was er im Schrank hat. “Das hat Papi, damit er viele Menschen tot machen kann!”
4.
Ich spreche übrigens keinem Land das Recht auf Landesverteidigung ab, aber ich werde nervös, wenn zu viele Waffen einfach verfügbar sind. Daher bin ich gegen eine jede Form von Volksbewaffnung.
PS. noch eine nicht ganz ernst gemeinte Frage: Kann ein Schweizer seine Armeewaffe und Munition in ein Swiss Linienflugzeug mitnehmen?
Nicht?
Warum nur?
August 31st, 2006 at 12:47 pm
@Michael Mäder:
Jugoslawien hat sich nicht aus eigener Kraft befreit. Die Partisanen haben den Besatzungstruppen (Deutsche und insbesondere auch Italiener, die eine treibende Kraft bei der Besetzung waren) allerdings einiges an Kopfzerbrechen bereitet. Mehr nicht und weniger auch nicht. Ähnlich wäre es auch in der Schweiz gekommen. Jedoch wollte man die Schweiz offenbar nicht angreifen - sonst hätte Hitler, der sogar den USA den Krieg erklärte, dies mit Sicherheit gemacht. Und die Schweiz auch besetzt.
August 31st, 2006 at 2:00 pm
1. Das Problem sind nicht die Suizide, sondern die sog. Familiendramen (ein unglaublicher Euphemismus). Jedes solche Familiendrama (sollte eher als Serienmord bezeichnet werden), ausgeübt mit der Ameewaffe, ist eines zuviel.
2. Es geht nicht darum, einen Suizid zu verhindern. Wie mehrmals erwähnt, wenn einer will, macht es auch. Es geht um die Anhebung der Hemmschwelle und um die Verkomplizierung des Vorhabens. Mit einer herumstehenden Armeewaffe ist es viel zu einfach. Dem suizid Gefärdeten muss möglichst viele Steine in den Weg gelegt werden.
3. Die Schweiz ist trotz Armee nicht kriegstauglich! Egal, ob die Armeewaffe zu Hause aufbewahrt wird oder nicht. Erst kürzlich hat das VBS errechnet, dass die Kriegstauglichkeit ca. 40 Mrd. CHF kosten würde.
5. “Vertrauen des Staates in den Bürger…” - alles blabla. Aber gleichzeitig nimmt mir derselbe Staat die Wahlfreiheit beim Fernsehen durch die einseitige Subventionierung und Verhinderung eines Wettbewerbs und schreibt mir vor, welche Versicherungen ich abschliessen muss (Krankenkasse). Wenn der Staat wirklich Vertrauen in mich hätte, würde er nicht sinnlose Regulierungen erlassen (Subventionen, Gesundheitswesen, staatliches Fernsehen etc.). Die Abgabe einer Waffe an Bürger ist bloss Resultat einer guten Lobby.
August 31st, 2006 at 2:33 pm
@MaxH:
Selbstverständlich können Schusswaffen auf Flugreisen mitgenommen werden - und zwar auch von Nicht-Schweizern und bei anderen Fluglinien. (siehe z.B. http://www.swiss.com/web/DE/NS6/trip-planner/id-tp-ba-dangerous-goods.htm).
Und die alte Tatsache, dass aus der Luft (oder von See) kein Land zu erobern ist (im doppelten Sinne), haben wir gerade wieder gesehen.
Aber diese Schusswaffendiskussion wurde schon oft geführt und ich hoffe, dass das Thema bald wieder zu den Akten gelegt wird (auch wenn die Schweiz manchmal auf dem besten Wege zu sein scheint, siehe z.B. KOSA- oder Einheitskrankenkassen-Inititative, den Weg des Landes zu gehen, das ich wegen immer stärkerer Unfreiheit verlassen habe).
August 31st, 2006 at 3:17 pm
@Daniel,
danke für den Hinweis, dort steht aber “Sport und Jagdwaffen”. Andererseits würde mich nicht überraschen, wenn man Nagelscheren abgeben muss aber Armeewaffen mitgenommen werden dürfen.
August 31st, 2006 at 6:08 pm
Irgendwie wird in den Kommentaren und Zeitungsberichten viel durcheinandergebracht.
Zudem sollte man bei den Militärwaffen zwischen Pistole und Stgw unterscheiden. Bei den Gewehren liegt der Missbrauch praktisch bei 0%, die meistens werden die Pistolen missbraucht.
Solange die die Schweiz auf das Milizsystem baut und eine alljährliche Schiesspflicht kennt, finde ich es richtig das Sturmgewehr zu Hause aufzubewahren. So kenne ich meine Waffe und halte sie in gutem Zustand. Über das Behalten der Waffe nach Ablauf der Dienstpflicht kann man streiten. Da aber nur jene die Waffe behalten dürfen, welche auch nach Dienstpfilcht weiterhin am Obligatorischen oder Feldschiessen teilgenommen haben, bin ich auch hier nicht so skeptisch. Die Leute haben gezeigt, dass sie das Schiessen auch ausserhalb des Militärs als Hobby ausüben möchten.
Aber vielleicht sollten die Pistolen der Offiziere abgegeben werden müssen, da diese das höhere Potential zum Missbrauch haben
Gruss
September 1st, 2006 at 1:03 am
@thomas:
das ist so nicht richtig! Unter dem folgenden Link ist ersichtlich wieso die Schweiz NICHT angegriffen wurde: da Hitler “Angst hatte ein bewaffnetes Volk anzugreifen.”
http://66.249.93.104/translate_c?hl=de&u=http://www.davekopel.org/2A/OthWr/Target_Switzerland.htm&prev=/search%3Fq%3DOperation%2BTannenbaum%26hl%3Dde%26lr%3D%26sa%3DG
(amerikanischer Autor)
Ausserdem ist es doch erstaunlich, dass für die ganze Westfront etwa 130 Divisionen einberechnet wurden, für die Schweiz waren bis zu 20 Divisionen einberechnet (macht nach Adam Riese zwischen 200′000 - 400′000 tausdend Mann
In Polen waren beim Einmarsch ca. 40 Divisionen eingeteilt. Das heisst, dass D mit einem massiven Widerstand der Schweizer gerechnet haben muss, wenn man bedenkt dass Polen ein x-faches grösser und demnach auch eine Armee von 1 Mio. Mann stellte…
September 1st, 2006 at 5:52 pm
hallo zusammen, ich möchte mich auch noch zu diesem thema melden. und zwar aus folgenden gründen…
1. ich bin selber offizier, habe sehr viele diensttage geleistet und selber ein Stgw 90 sowie eine of - pistole daheim. die pistole habe ich in der whg, das stgw liegt im keller, munition und verschluss hingegen wieder in der whg…also, alles fein säuberlich getrennt wie es das militärgesetz vorsieht, ausser die pistole natürlich. nichts desto trotz weiss ich, da ich einige diensttage geleistet habe, dass eine waffe, ob stgw oder pistole ein “mordinstrument” ist. also, dann behandle ich diese auch als “mordinstrument”. ich habe einen enormen respekt vor schusswaffen, keine angst, aber respekt. und diesen sollte jedermann der eine wf bei sich zuhause hat auch aufbringen. jeder, der ein stgw 90 oder mil - pist daheim aufbewahrt, hat zumindest die rekrutenschule besucht, weiss wie man(n) eine wf bedient und welch fürchterlichen sachen man mit dieser machen kann. es gilt, den respekt vor den wf aufrecht zu halten, dann ist das aufbewahren zuhause auch kein problem mehr.
2. die personen, die zuhauese eine militärische (!!!) wf aufbewahren, wissen, wie man diese bedient, inklusive sicherheitsvorschriften (zum beispiel nicht auf etwas zielen, das man nicht töten will, oder seines zieles sicher sein, oder finger lang und und und). also, warum funktioniert das im militär und zuhause nicht. es ist nicht eine frage ob ich eine wf zuhause habe oder nicht. es ist eine frage der disziplin und des respekts. wen ich zuhause eine wf in die finger nehme ist es haargenau dasselbe, wie wenn ich im militärdienst eine wf in die hände nehme.
3. wen sich jemand umbringen will, dann wählt er den einfachsten weg. hat er eine militärische waffe zuhause, nimmt er diese. hat er keine, besorgt er sich eine. wo macht er dies, im lebensmittelladen nebenan, wo sonst…er muss sich bemühen um eine zu bekommen. aber sind wir doch mal ehrlich, jeder schweizer weiss wo ich zu einer wf komme, mit wf-schein oder nicht. für was gibt es den schwatzhandel, und wen finanziere ich dann, natürlich die balkanstaaten…da ich selber polizist war, weiss ich wovon ich spreche. also, wen umbringen, dann wenigstens mit einem schweizerprodukt…ich weiss, es ist hart ausgedrückt, aber die wahrheit. ich halte eh nicht viel von selbstmordtätern, die kommen bei mir kurz nach den kindervergewaltiger…aber das ist ein anderes theman.
4. das familien mit einer militärischen wf augelöscht werden, finde ich tragisch, brutal, egoistisch und nicht wieder gut zumachen. das wäre das einzige argument, warum eine wf nicht zuhause aufbewahrt wird. aber da komme ich wieder zu meinem punkt 1 und 2, disziplin und respekt vor einer wf. aber auch hier finde ich, wen jemand seine familie auslöschen will, findet er immer einen weg (ich weiss nicht, will es auch nicht wissen, wo die grössere hemmschwelle ist, einer frau in die augen zu schauen und abzudrücken oder einer frau in die augen zu schauen und ihr die kehle durchzuschneiden).
zu guter schluss, wen ich zuhause bin und in meine wohnung eingebrochen wird, werde ich nicht zögern von meiner pistole gebrauch zu machen, ob als abschreckungsmittel oder schlussendlich als schusswaffe. jeder ist selber veranwortlich für seine waffe und kann er diese verantwortung nicht übernehmen, oder missbraucht er diese verantwortung, sollte die waffe wieder abgeben…
liebe grüsse aus dem sonnigen emmental…und schönes weekend.
September 25th, 2006 at 10:04 am
Manchmal habe ich lieber, die Armeewaffen befinden sich bei den AdA zuhause im Schrank. So weiss man, wo sie sind. Wenn sie nämlich den WK-Soldaten geklaut werden, ist nicht so sicher, in welchen Händen sie sich befinden. Die vielen Waffen (82 Gewehre, 3 Pistolen) und die Munition sind vermutlich unterdessen irgendwo in ein Konfliktgebiet geschafft worden. Da müssen wir uns hier wohl nicht mehr um unsere Leben Sorgen machen. Aber eben, nur vermutlich … Und diese Hauptsache-nicht-bei-uns-Meinung macht auch nicht wirklich glücklich.
http://www.news.ch/82+Sturmgewehre+gestohlen/252499/detail.htm
September 28th, 2006 at 9:05 pm
um sich selbst oder die nation zu schützen, ist es eine der wichtigsten (wenn nicht die wichtigste) voraussetzungen, dass man geladene schusswaffen bereit oder zumindest das recht dazu hat. auch die sicherung der menschenrechte und demokratie ist gewährleistet, wenn das volk das bewusstsein hat, dass die wehrkraft in händen des volkes liegt und nicht beim staat.
es darf nicht sein, dass katastrophen und unfälle missbraucht werden, um den leuten die freiheit wegzunehmen. jeder mensch muss das grundrecht auf selbstverteidigung haben und von diesem gebrauch machen können.
die kriminalität würde in unbekannte zahlen steigen, wenn in unseren haushalten weniger waffen vorhanden wären, da gerade die ehrlichen bürger am meisten unter dieser freiheitseinschränkung und anderen menschenverachtenden verordnungen leiden. solche mit kriminellen absichten kommen legal oder illegal zu ihrem “werkzeug”.
es muss die kriminalität bekämpft werden und nicht das werkzeug.
leute mit selbstmordabsichten können dies auch anders tun. solche zu schützen kann es nicht wert sein, unsere ganze freiheit preiszugeben!! ich jedenfalls würde sogar leiber das grösste risiko eingehen als auch nur der kleinste teil der freiheit auch nur für kürzeste zeit herzugeben. der kampf für die freiheit und gegen diese unterdrückung dieser roten pest ist ehrlich gesagt ziemlich der einzige sinn des lebens und ich hoffe, dass die mehrheit eines tages so denken wird.
und genau so wie ich für meine freiheit kämpfe kämpfe ich für meine rechte, rechte auf eigentum. somit: wer bei mir einbricht, der bricht halt ein, gegen meinen willen, aber er wills nicht anders…. er wird aussehen wie ein sieb! auch wenn es calmyray und leuenberger persönlich wären! wirklich: ich will niemanden töten und hoffe, nie in eine solche situation zu kommen. aber wenn jemand anderes es will, d.h. mich oder eine person, die ich liebe, angreift und ich eine ernste bedrohung in leben oder freiheit sehe, verspreche ich jedem, dass ich keine sekunde zögere, zu töten.
anstatt wieder aufs sozialamt zu gehen, um neue heilige sprüche und irgendwelche argumente gegen mienen text zu holen, bitte ich den leser mal kurz über den wert seines lebens und seiner freiheit nachzudenken.
October 4th, 2006 at 7:34 am
Ich bin dafür das man die Dienstwaffe nach seiner Dienstzeit mit Munition Zuhause aufbewahren darf!!! Den jeder der sich selber oder andere Umbringen will, bekommt eine Waffe!(egal wie und wo!!!)
April 3rd, 2007 at 12:24 am
Meine persönliche Meinung zu dieser ganzen Diskussion ist, dass aus einem Mücken ein Elefant gemacht wird und man ziemlich gut merkt, dass nächstens Wahlen anstehen … (der Borkenkäfer und das Waldsterben lassen grüssen). Dabei versuchen wieder einmal gewisse Gruppierungen Profit zu ziehen. Aber lassen wir einmal den politischen Aspekt beiseite.
Es wurde immer wieder die Frage gestellt, wie viele Menschen mit Schusswaffen (seien es Sturmgewehre der Armee oder sonstige Schusswaffen) getötet werden. Klar, jeder Mensch der getötet wird, ist einer zu viel. Aber wie viele Menschen werden jedes Jahr z. Bsp. im Strassenverkehr getötet, von Rasern oder von alkoholisierten Autofahrern? Müsste man nicht konsequenterweise auch die Null-Toleranz auf unseren Strassen verlangen, wenn man die Opferzahlen betrachtet? Doch dies wird nicht beachtet, da es letzendlich auch um eine Schwächung unserer Armee und um eine Schwächung des Schiesssportes geht.
Persönlich fände ich einen Kompromiss zwischen beiden Seiten nicht schlecht: diejenigen, welche ausserdienstlichen Schiessport mit ihrer Waffe betreiben, können diese mit nach Hause nehmen. Denn letzlich hat meines Wissens noch nie ein Schütze in der Schweiz eine Bluttat begangen.
Diejenigen, welche nicht aktiv schiessen, sollen ihre Waffe wieder im Zeughaus deponieren.
Voilà. Somit wären die herren und Damen vom linken Lager beruhigt und wir können weiterhin unseren Sport ausüben und alle sind glücklich und froh.
October 4th, 2007 at 12:06 pm
Sorry, bin ein bisschen spät dran.
Das mit “der Staat hat Vertrauen in die Bevölkerung” finde ich ein untolles Argument.Vom Vertrauen des Staates in mich kann ich mir nichts kaufen.
Besser wäre es, wenn sich der Staat so verhalten würde, dass ICH Vertrauen in ihn haben könnte.
April 12th, 2008 at 6:31 pm
Um der Politik und dem Militär ein wenig auf die Sprünge zu helfen, habe ich mein Sturmgewehr einfach mal im Zeughaus deponiert.
Natürlich hatte das Militär gar keine Freude und forderte mich auf, die Waffe innert 30 Tage wieder abzuholen. Ich werde aber die Möglichkeit des Rekurses wahrnehmen.
Alle Infos findet man auf meinem Blog http://waffendeponierung.wordpress.com