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Unisex-Toiletten und bitte keine Frauenform — Alltag in Dänemark

  • Nicht mehr nach Männlein und Weiblein getrennt
  • Was man in Kopenhagen häufig vorfindet in Restaurants oder öffentlichen Gebäuden sind „Unisex-Toiletten“, die sowohl von Männlein als auch von Weiblein benutz werden dürfen. Ob es dadurch weniger Schlangen und Wartezeiten im Sanitärbereich gibt, konnte ich jedoch nicht feststellen.

  • Männliche Berufsbezeichnung auch für Frauen
  • Eine Dänin erzählte mir, dass hier keine Frau besonders Wert darauf legt, mit einer auf spezifisch „weibliche“ Berufsbezeichnung benannt zu werden. Die Lehrerinnen sind von Beruf einfach „Lehrer“, und die Managerinnen nennen sich „Manager“. Benennt man sie mit der explizit weiblichen Form, fühlen sie sich hingegen diskriminiert. Verkehrte Welt, wenn wir an die vielen Regelungen in der Schweiz denken, stets beide Formen zu verwenden, falls vorhanden. Aber hier sind ja auch 70% der Frauen berufstätig.

    Sieben von zehn Däninnen haben Vollzeitstellen. Die Frauen stellen 48 Prozent der gesamten Arbeitskraft im Land. Es gibt kaum noch Hausfrauen in Dänemark. 52 Wochen lang bezahlt der Staat Elternurlaub, 18 für die Mutter, zwei für den Vater, 32 weitere zur freien Verfügung. 96 Prozent aller dänischen Kinder im Vorschulalter besuchen eine der dicht gestreuten Tagesstätten. Ein Betreuungsplatz für ein Kind — frei nutzbar an fünf Tagen pro Woche von 7 bis 17 Uhr — kostet den symbolischen Betrag von 350 Franken. Pro Monat.
    (Quelle: Das Magazin.ch)

    Für irgendwas müssen die 52% Steuern ja ausgegeben werden.

    

    5 Responses to “Unisex-Toiletten und bitte keine Frauenform — Alltag in Dänemark”

    1. neuromat Says:

      Bekommt man den bezahlten Elternurlaub auch ohne dänische Staatsbürgerschaft? Wie lange muss man berufstätig gewesen sein? Müssen die Kinder in Dänemark auf die welt gekommen sein, ähm könnten die schon volljährig sein, macht das Vorliegen mehrfacher Eheschliessungen Schwierigkeiten und besitzt Du Antragsformulare? Und heissen dann in Analogie zu den Berufsbezeichnungen die Hausmänner in Dänemark auch Hausfrau?

    2. Smilla Says:

      Naja, in Kindertagesstätten sind die Steuern doch gut investiert.
      Wer in der Schweiz ein Kind unter 5 Jahren betreuen lassen will, fährt, wenn man von einem durchschnittlichen Gehalt ausgeht, im Netto (nach Abzug der Krippengebühren) garantiert schlecher. Wir sollten alle nach Dänemark ziehen, da kann man sich ein Kind auch wieder leisten.

    3. Archer Says:

      Gibt bei allem zwei AnsätzeInnen. Entweder komplette Durchmaskulinisierung oder komplette GeschlechtergerchtigkeitIn. Der MDR schickt bald wohl auch die Sandfrau los und die Frau im Mond.

    4. Karen Says:

      Also ich bin dafür. Unisex ist doch toll!

    5. Kara Says:

      Unisex Toiletten sind ok.

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