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Versteht jemand im Saal kein Schweizerdeutsch? — Wer outet sich schon gern als Deutscher

(reload vom 1.12.06)

  • Motortown im Schiffsbau
  • Im November 2006 sahen wir im Zürich im Schiffsbau das neue Stück des erfolgreichen englischen Autoren Simon Stephens. Es hiess „Motortown“ und erzählt die Geschichte eines britischen Soldaten, der aus dem Irak-Krieg nach England zurück gekehrt ist und dort mit niemanden über seine schrecklichen Erlebnisse zu reden kann.
    Motortown im Schiffsbau
    (Quelle Foto:Schauspielhaus Motortown)

    Vor dem Stück gab es eine Einführung durch eine sehr freundliche junge Schweizerin, die sich als „Studentin der Theaterpädagogik im letzten Jahr“ vorstellte und bei der Inszenierung ihr Praktikum absolviert hat. Bevor sie anfing mit ihrer Einführung mussten wir kurz warten, bis alle interessierten Theaterbesucher einen guten Platz gefunden hatten und etwas Ruhe eingekehrt war. Dann kam die unweigerliche Frage:

    „Gibt es irgendjemanden im Raum, der kein Schweizerdeutsch versteht? Denn sonst würde ich die Einführung auf Schweizerdeutsch machen. Seien Sie bitte ehrlich, sagen Sie es ruhig.“

    Schweigen war die Antwort. Das Theater ist in Zürich, das Publikum besteht zu 80 % aus Schweizern, und welcher Deutsche würde es wagen, jetzt den Finger zu heben und zu sagen: „Ich fände es besser, wenn Sie Hochdeutsch sprechen würden“. Doch, eine leise, vorsichtige Frauenstimme aus der ersten Reihe meldete sich und sagte deutlich vernehmbar ein Schüchternes „Jeeiin, ich verstehe dann nicht alles“. Das genügte, und schon sprach die junge Dame auf Hochdeutsch weiter, wie sie begonnen hat. Sie sprach ausgezeichnetes Hochdeutsch, erzählte 20 Minuten über das Stück und den Autor, über die Arbeit der Inszenierung und was die Zuschauer erwartete. Dann beantwortete sie Fragen aus dem Publikum. Nein, die NZZ-Kritik hatte sie noch nicht gelesen. Auch das ein oder andere englische Wort floss in ihre Rede ein. Sie war sehr sprachgewandt und geschickt im Umgang mit einer Zuschauergruppe.

  • Warum fragt die dann?
  • Ich fragte mich nach der Einführung: Warum hat sie sich dann zuvor erkundigt, ob auch alle Schweizerdeutsch verstehen? Wäre es ihr komisch vorgekommen, vor einem rein schweizerischen Publikum Hochdeutsch zu sprechen? Wie gesagt, ihr Hochdeutsch war ausgezeichnet, und dies war eine Spielstätte, auf der permanent Schweizer und Deutsche Ensemblemitglieder ausgezeichnetes Theater in der Bühnenhochsprache abliefern.

    Eine endgültige Erklärung für diese Frage fand ich nicht. War es einfach nur sprachliche Faulheit, weil ein Vortrag auf Schweizerdeutsch für sie leichter gewesen wäre? Bleibt der Wechsel in die Standardsprache eine Anstrengung, auch wenn man gerade ein Studium der Theaterwissenschaften absolviert hat?

  • Der Wunsch nach der doppelten Muttersprache
  • Mir macht diese Beobachtung Sorgen, denn sie zeigt auf, dass der Wunsch nach der „doppelten Muttersprache“, vom „sich heimisch fühlen“ in der Mundart sowie in der Standardsprache, der perfekten Zweisprachigkeit, eben nur ein Wunsch oder ein Ziel ist, aber keine Realität. Jedenfalls keine „gefühlte Realität“. Denn wie diese Theatereinführung zeigte: Hochdeutsch war kein tatsächliches Problem für diese Studentin, doch sie wollte es dennoch vermeiden. Merkwürdig.

    

    29 Responses to “Versteht jemand im Saal kein Schweizerdeutsch? — Wer outet sich schon gern als Deutscher”

    1. matty Says:

      Schweizerdeutsch oder besser Mundart ist nun mal die sprache in welcher ein Schweizer denkt. Sie wird aber nicht geschrieben es sei den zu literarischen zwecken.
      Es gibt auch keine offizelle grammatik dazu. (An der Uni Bern ist seit jahrzehnten eine dissertation für eine berndeutsche grammatik offen. Geschafft hat es bisher noch niemand.) Mundart ist eben an jeder ecke anders, das kann selbst quer durch eine familie gehen.
      Wenn nun jemand zu beginn eines vortrages den er in mundart halten möchte, weil es für ihn einfacher währe (Der Syntax von mundart und standartsprache (Unwort) ist verschieden. Der sprecher muss jeden satz neu ordnen) fragt, ob alle mundart verstehen würden so tut er dies weil er möchte dass ihn wirklich alle vestehen.
      Um mehr geht es hier nicht. Und schon gar nicht um sprachliche faulheit.

      Zweisprachigkeit ist: mitten im satz von deutsch in französisch oder vice versa wechseln.

    2. javejavor Says:

      Das Ganze ist ganz einfach:
      Wäre es ihr komisch vorgekommen, vor einem rein schweizerischen Publikum Hochdeutsch zu sprechen? Ja
      Bleibt der Wechsel in die Standardsprache eine Anstrengung, auch wenn man gerade ein Studium der Theaterwissenschaften absolviert hat? Ja

    3. R.Schaedeli Says:

      Im Gegensatz zum Autor verstehe ich die Haltung der Studentin sehr gut.Es ist doch klar ,dass eine Schweizerin(er) in Ihrer Muttersprache denkt und fomuliert und also selbst, wenn sie Sprachstudentin der hochdeutschenSprache ist ,selbst bei guter Uebung „uebersetzen“ muss.
      Das gleiche passiert auch einem guten Kenner der englischen Sprache ,dass er nie so wortgewaltig und nuanciert auftreten kann wie ein geborener Engländer. Also wählt er(sie) das Idiom das seinem Sprachgefühl näher liegt. Bruno Ganz, ein grosser der Schauspielkunst, spricht ueber privates am liebsten im Dialekt. Warum haben Deutsche so viel Mühe sich da einzufühlen ??

    4. YOGI-TheBear Says:

      Juchhuuuuuu…..ja wo bleibt er denn…unser heissgeliebter “EIN ZÜRCHER”???????

    5. YOGI-TheBear Says:

      Truly SORRY….aber die DRS-Sitkom von Charles hiess „Fascht e Familie!

      http://de.wikipedia.org/wiki/Fascht_e_Familie

      Ich bin halt schon so lange weg uuus dr Schwiiz!!!

    6. Ric Says:

      Ja, merkwürdig. Pikanterweise ist das was umgangssprachlich „Hochdeutsch“ genannt wird ja Bühnendeutsch. An Theaterbühnen im deutschsprachigen Raum benutzt breitete es sich von dort zuerst unter dem interessierten Bildungsbürgertum aus, von dort immer weiter (da die „Elitensprache“, also Lehrer etc., prägend ist). Also eigentlich ist das Theater der Gralshüter des „Hochdeutsch“ (und an die Norddeutschen: zu gepflegtem Hochdeutsch gehört zwingend ein gerolltes hörbares „R“, in jeder guten Sprecherausbildung – auch in Norddeutschland – ist dies zwingend).

    7. Yolke Says:

      Ich finde nur eines merkwürdig: Wieso jemand ein Problem damit hat, dass in der Schweiz nun einmal Schweizerdeutsch gesprochen wird. Und wird dann höflich nachgefragt, ob man deutsch sprechen soll, ist es gemäss diesem Blog meistens auch nicht recht, denn da wird allerlei Negatives rein interpretiert. Wird hingegen nicht nachgefragt ist das schon wieder ein böses Missgeschick. Ja wie jetzt? Wie man’s auch immer macht, es ist ganz offensichtlich einfach nicht recht. Und das ist tatsächlich sehr merkwürdig. Zumal Schweizerdeutsch nun mal schlicht und einfach die gesprochene Sprache der Deutschschweiz ist.

    8. YOGI-TheBear Says:

      VORRRRRRSICHT lieber Leser!!! Hier wird ZENSIERT! Wo ist mein ARTIKEL denn hin, der um 5:30m noch ONLINE war?

      Deshalb geben die beiden da oben auch k e i n e n SINN:

      # YOGI-TheBear Says:
      February 12th, 2010 at 10:53 am

      Juchhuuuuuu…..ja wo bleibt er denn…unser heissgeliebter “EIN ZÜRCHER”???????
      # YOGI-TheBear Says:
      February 12th, 2010 at 11:02 am

      Truly SORRY….aber die DRS-Sitkom von Charles hiess “Fascht e Familie!

      http://de.wikipedia.org/wiki/Fascht_e_Familie

      Ich bin halt schon so lange weg uuus dr Schwiiz!!!

    9. R.Schaedeli Says:

      Bravo, besser als Yolke hätte ich es nicht schreiben können!
      Hier spricht man nun einmal „schweizerdeutsch“, warum können es unsere “ sprachgewaltigen“ nördlichen Nachbarn nicht akzeptieren. Sollen sie es doch in einem der anderen schönen europäischen Ländern mit ihrer Sprache ausprobieren.

    10. fernando Says:

      Wieso sollen Deutschschweizer, wenn sie unter sich sind, Bühnendeutsch reden? Das Theater geht doch erst los, wenn der Vorhang aufgeht.

      Bühnendeutsch ist ok für’s Theaterstück.

      Holpriges Hochdeutsch lasse ich durchgehen für:

      Schule, bis zum Pausengong
      Pfarrer, in der Predigt oder am offenen Grab
      Kantonsparlament, weil ein armes Schwein mitschreiben muss
      Offiziere, für Befehle, die nicht länger als zwei Wörter sind

      Sonst ist es wirklich sensationell komisch, nein: grotestk, wenn Deutschschweizer unter sich Hochdeutsch reden!

    11. Guggeere Says:

      1. finde ich, die Vortragende habe einigermassen richtig gehandelt. Schliesslich fand das Ganze nicht in der Mehrzweckhalle Hintertupfigen vor dem alljährlichen Dialekt-Bauernlümmelschwank des Trachtenvereins statt, sondern in einem deutschsprachigen Theater vor einem deutschsprachigen Theaterstück. Da erwarte ich so etwas von einer Theaterstudentin.
      2. gehts beim vorliegenden Blogthema nicht darum, ob ein Nachbar – aus welcher Himmelsrichtung auch immer – DeutschSchweizer Mundart akzeptiert oder nicht, sondern darum, ob jemand im Publikum diese Mundart nicht versteht (wie es die Vortragende übrigens ja auch höflich gefragt hatte). Soll ja vorkommen, dass in einem deutschsprachigen Theater in Zürich auch mal ein gut Deutsch sprechender russischer, italienischer oder niederländischer Tourist mit Freude an deutschsprachiger Theaterkunst im Publikum sitzt.
      3. erlebe ich es oft genug, wie bei einem Vortrag, in einer grösseren Gesprächsrunde, bei einer Führung etc. gefragt wird, ob jemand Schweizerdeutsch nicht verstehe, und betroffene Personen leider die Klappe halten, aus welchen Gründen auch immer.
      4. erlebe ich es leider ebenso oft, dass an Veranstaltungen wie den oben erwähnten niemand fragt, sondern sofort Hochalemannisch parliert wird
      5. @ Ric: Nein, Hochdeutsch (sprechen wir doch bitte, bitte lieber von Standarddeutsch) ist nicht Bühnendeutsch. Deine Abhandlung ist, entschuldige bitte den Ausdruck, ganz einfach Stuss.

      Wer jetzt findet, die Punkte eins bis fünf seien völlig daneben, möge sich vielleicht doch lieber fürs «Puuretschumpel»-Stück in Hintertupfigen als für den Zürcher Schiffbau entscheiden, aber ansonsten aufs Hyperventilieren verzichten, falls sein Gehör in der Schweiz trotzdem mal von standarddeutschen Sätzen heimgesucht wird.

    12. YOGI-TheBear Says:

      HOI! Da ischer ja widdr!!!!

      ************************************************************
      Ich glaube dass es jetzt an der Zeit ist, einmal meine ganz spezielleen Erfahrungen mit dem „“Schwiizer- oder treffender gesagt mit dem „Buuredütsch“ – denn das ist es ja eigentlich – hier zum Besten gebe!!!

      ALSO: Ich arbeite im SHOWBIZ und so ab 1971 auch mit dem DRS – und das sehr gut&erfolgreich mit Mani Hildebrand! Und der fand es nie für nötig, mit mir Züri-Dütsch zu reden!

      Im Jahre des Herrn 1978 kam ich beruflich für 17 Jahre in’s Tessin! Da es damals dort noch k e i n deutsches Fernsehen – auch n i c h t über Satellit – gab, mussten wir notgedrungen schnellstens diesen Bauerndialekt erlernen, damit wir diesem Katastrophen-Program vom Leutschebach überhaupt folgen konnten!

      Wir hatten ja immer gedacht dass es das wäre, was der EMIL bei uns (gutbezahlt!!!)immer im Deutschen Fernsehen so erzählt!

      ALSO: Das ging bei mir ziemlich fix!

      Auch mein guter Freund – der bekannte Autor & Tv-Schreiber Charles Lewinsky (Ääs Chifflers!!!) – http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Lewinsky – mit dem mich eine lange Freundschaft verbindet – fand es toll, dass ich direkt vom PC seine schweizerdeutschen Texte ablesen konnte…ohne dass er sie mir erst noch lang&breit übersetzen musste…

      Irgendwann stiess ich dann auch auf PEACH WEBER..dessen Platten und Bühnenprogramm mir gefielen, weshalb ich ihn auch in den „Grossen Kanton“ zum WDR in eine Sendung von Jürgen von der Lippe vermittelte! Dort schlug er toll ein…allerdings nur in einer „angeschweizerten Version“…

      Irgendwann hatte ich dann auch einen Gesprächs-TERMIN bei den „siamesischen Zwillingen“ vom DRS! So sass ich dann Hannes Bichsel & Marco Stöcklin gegenüber – die gemeinsam den Hauptabteilungsleiter Fernsehn-Unterhaltung gaben…und die sprachen mit mir – obwohl sie ja genau wussten, dass ich Deutscher bin – die ganze Zeit ausschliesslich in breitesten ZÜRI-Dütsch!!!! Und ich habe dazu immer nur genickt oder meine Zustimmung gebrummt…solange…bis die ZWEI dann an ein Wort kamen von dem sie annahmen, dass dieser „cheibe Uusländr“das ja wohl nicht verstehen würde! Also beratschlagten sie munter – und ohne jegliche Hemmungen & irgendwelche Rücksicht auf ihren Gast – in ihrem Buuredütsch vor mir, wie sie mir das Wort denn wohl „verklickern“ könnten!!!

      Da riess mir endlich der Geduldsfaden! Ich schaute BEIDEN ganz tief in die Augen und sagte ganz ruhig nur diesen einen, wunderschönen Satz: „Spreched ihr doch schwiizerdütsch! I verschtaas scho…!“

      Die Beiden waren wir wie vom Donner gerührt…..und sprachen von diesem Moment an mit ihrem GAST „nur noch“ Schriftdeutsch!

      SUPER…meine ganz spezielle, sprachliche ERZIEHUNGSMASSNAHME hatte also auch am Leutschebach gewirkt!!!

      (ANMERKUNG vom AUTOR: Stellen sie sich mal vor, da käme ein Hamburger zum Bayrischen Fernsehen nach München und der Herr Redakteur ( Ja….Redakteur…und nein…nicht Redaktor!) redete mit ihm nur in seinem auch für uns ziemlich unverständlichen niederbayrischen Dialekt! Das wäre ja bei uns ein Affront! Sowas macht man aus Höflichkeit gegenüber dem Gast bei uns (sic!!!) aber NICHT!!!)

      PS: Meine ganz speziellen Erlebnisse mit ZÜRI-Dütsch und 4 Schweizer Bänkern im Frankfurter MÖVENPICK…das hebe ich mir für ein nächstes Mal auf!

      PPS: Jetzt bin ich aber gespannt wie der berühmte Flitzebogen, was dieser total verbiesterte, währschafte & einfach bescheuerte „EIN ZÜRCHER“ dazu wieder zu bloggen hat!

      Dieser ausgemachte…………………..!

      (Hier können Sie jetzt einsetzen, was ihnen dazu gerade so einfällt oder spontan in den Sinne kommt, denn gerade dieser ach so wunderschöne Dialekt hier kennt ja so tolle Worte wie „Löli“, „Huuresiach“ oder auch „Huuresäckl“ um hier nur einmal 3 ganz einfache, umgangssprachliche und ständig verwendete Beispiele zu nennen!)

      Man sollte ihn einfach IGNORIEREN!!! Dann platzt er vor Wut….un guat isches!!!

      PPPS: ÜBRIGENS Ihr Deutschschweizer…aufgemerkt!!! Dieser grosse See im TESSIN heisst „Lago Maggiore“ und NICHT „Langensee“!

      BITTE: Gut merken, denn dort ist nun mal ITALIENISCH die Amtssprache! ECCO!!! Si, si….undä ischä kann ihn

    13. YOGI-TheBear Says:

      ……ERNEUT Artikel hinterlassen: 13.02.2010 – 10:15 AM

      ……………….PPS: Jetzt bin ich aber gespannt wie der berühmte Flitzebogen….abr sichr!!!

      *************************************************************

    14. wolfi Says:

      ich rede als deutscher doch auch schweizerdeutsch mit deutschen kollegen, wo also ist das problem?
      bei einem vortrag in der deutschschweiz käme ich allerdings auch nicht auf die idee, einfach auf hochdeutsch zu starten, obwohl mir das sicher keiner verübeln würde ;-).

      gebe zu, je länger ich darüber nachdenke, je mehr komme ich zu der überzeugung, dass die dame richtig gehandelt hat.
      eine frage des selbstbewusstseins, zu sagen, sorry, ich verstehe nicht alles auf mundart, zur not kann man das ja auch mit einem….sagen wir „französischem akzent“ einfliessen lassen…und schon ist das problem geklärt.

      schönes wochenende und grüess
      vom wolfi

    15. Ricus Bavarius Says:

      @R.Schaedeli
      Sie werden es vielleicht nicht glauben, aber Ihren „nördlichen Nachbarn“ ist das sowas von egal, das hat hier eine ähnliche Dramatik wie der ungleich berühmtere Sack Reis in China. Die paar Teutonen mittleren Alters die sich in Zürich und der Restschweiz rumtreiben sind mitnichten „die Deutschen“. Das sollten Sie immer vor Augen behalten und das helvetozentrische Weltbild etwas zurücknehmen.

      Ebenso will hier keiner die Gesetze der Schweiz bezüglich Steuerrecht etc. ändern, auch das interessiert hier null und niemanden welche Gesetze whatsoever es in der Schweiz gibt. Das wird nur dann überhaupt ein Thema wenn diese Gesetze es deutschen Steuerzahlern ermöglichen diese Steuern zu hinterziehen und das Interesse hört augenblicklich auf wenn die Schweiz in Kooperation beginnt dies zu bekämpfen – ihr dürft auch gern euer Bankgeheimnis und was weiss ich nicht alles behalten, ist uns komplett wurscht.

      Ihr solltet endlich mal aufhören alles auf euch zu beziehen und immer anzunehmen dass euch „die Deutschen“ irgendwas böses wollen, diese latente Defensivhaltung ist für mich langsam wirklich ermüdend. Alles aber auch alles wird von euch als „Angriff“ und „Bösartigkeit“ verstanden. Meine Güte langsam reichts mir einfach. Ich werd den Blog nun nicht mehr lesen, es dreht sich ja eh immer im Kreis. Und wissen Sie was? Danach werde ich in meinem restlichen Leben vielleicht 2x wieder etwas von „der Schweiz“ hören, unter ferner Liefen in den Abendnachrichten. Neben dem wütenden Mob auf Irans Straßen und einer Klatschmeldung ob sich „Brangelina“ nun wieder versöhnt haben.

      Pfi’Gott

    16. pfuus Says:

      „..deutschsprachigen Theater in Zürich auch mal ein gut Deutsch sprechender russischer, italienischer oder niederländischer Tourist mit Freude an deutschsprachiger Theaterkunst im Publikum sitzt.“

      Um mehr geht es ja auch nicht!

    17. R.Schaedeli Says:

      @Ricus Bavarius

      Anstatt immer ueber die Steuerflucht in die Schweiz zu stöhnen, macht doch lieber endlich etwas gescheites Ihr lieben Deutschen. Setzt die Steuerabgabe in Deutschland niedriger an als in der elenden Schweiz und schaut begeistert zu wie die reichen Schweizer ihr Geld in Deutschland deponieren !!

    18. Franzl Lang Says:

      Boah Yogibär, man kann dein Zeug echt nicht lesen, bitte formatier das irgendwie anders…. das tut mir in den Augen weh.

    19. Guggeere Says:

      @ pfuus
      Stimmt; nichtalemannische deutsche Muttersprachler habe ich nicht erwähnt. Wie konnte ich nur!
      Ich versichere dir, dass das kein Komplott war und ich nicht mit dem Troll unter einer Decke stecke .

    20. Guggeere Says:

      @ R.Schaedeli

      «…macht doch lieber endlich etwas gescheites Ihr lieben Deutschen. Setzt die Steuerabgabe in Deutschland niedriger an als in der elenden Schweiz…»

      Die deutsche Regierung dankt dir wärmstens für diesen verblüffend einfachen, konstruktiven Vorschlag. Sie kann sich nicht erklären, weshalb sie nicht schon längst selber auf die Idee gekommen ist, die Steuern zu senken, und wird deinen Rat natürlich sofort in die Tat umsetzen. Du bist sicher damit einverstanden, dass sie jene Rechnungen, die sie deswegen nicht mehr bezahlen kann, ab diesem Zeitpunkt zur Begleichung an deine Adresse schickt. Um diesen Vorgang zu vereinfachen, musst du ihr nun noch deine Bankverbindungen bekanntgeben.

    21. R.Schaedeli Says:

      @Guggeere
      Du hast die Zusammenhänge der Geldflüsse nicht begriffen:Wenn Steuern tief, dann kommen die Reichen (Siehe CH,GB) und helfen Steuern zahlen , dann hat Regierung wieder volle Kassen. Uebergangszeit kann schwierig sein. Die hochbezahlten deutschen Steuerexperten und Abgeordneten sollten zum Beispiel den Erfolg im kleinen KT. OW studieren. Aber natürlich was Schweizer Bauern schon lange können, das ist im Sozialstaat Deutschland zu primitiv um eingehend zu studieren und vielleicht Elemente davon zu uebertragen. Jammern ist immer einfacher!

    22. pfuus Says:

      @Guggeere

      Das habe ich gar nicht bemerkt, weil ich jene schon vorausgesetzt habe.
      Nein, ich vermute kein Komplott 🙂

    23. Ausländer Says:

      Und warum muss das überhaupt ein Deutcher-Schweizer-Thema sein???

      Ich bin kein Deutscher und auch kein Schweizer aber seit ca 20 Jahre in Zürich wohnhaft.

      Ich glaube nicht, dass die Theaterstudentin wirklich wiessen wollte ob irgendwelche „Deutsche im Haus“ waren, oder dass sie zu Faul war in eine Sprache zu „denken“, die sie jeden Tag liest! Oder sind Schweizer zu faul um die tägliche Nachrichten in eine „Fremdsprache“ zu verstehen?? Zeitung lesen, Fernsehen und dabei sich intellektuell anstrengen zu müssen?

      Als Ausländer, habe ich immer geschätzt, wenn ein Sprecher im Saal diese „unheimliche“ Frage stellte. Denn vor 20 Jahren waren weniger Deutsche in Zürich als Heute und so ist diese Frage allgemein an alle Ausländer und eventuell Schweizer aus anderen Regionen adressiert.

      Zürich ist eine kleine Metropole mit einem grossen Ausländer-Anteil. Und so lange es so bleibt, ist die „Problemfrage“ gerecht und nötig!!

      Also: Deutsche und Schweizer Amigos. Zürich ist eben kein kleines Dorf und das macht die Stadt so attraktiv.

      Sonst müsste man ja auch reklamieren warum jedes Produkt bei der Migros immer auf „Hochdeutsch“ und zwei weitere „Fremdsprachen“ belebelt sind!!!
      Ich habe noch nie gehört, dass jemand damit überforder wäre…

      Ich finde die Frage immer nett, auch wenn ich inzwischen Züridütsch verstöh (nur schreiben kann ich sie nicht).

    24. Yolke Says:

      @ ein Zuercher: nein, aber Schweizer, die sich so aufführen sehe ich durchaus öfters… *auch mal har har mache*. 😉

    25. pfuus Says:

      …sich derartig bescheuert auffuehren:

      http://www.blogwiese.ch/archives/522

    26. pfuus Says:

      @zürcher

      „..den Frankfurter Landrichter“

      Nein, den meine ich nicht. Eher den Zwangsneurotiker, der nicht akzeptieren will, dass 2+2 nicht 3 ergibt.

    27. pfuus Says:

      @Zürcher

      Mmmhsoommm

      Haben Sie übrigens diese Tagesanzeiger-Aktion im Kaufleuten verfolgt, ja, dann ist Ihnen sicher die selbstbewusste Körperhaltung des Stimmbürgers Roger Liebi aufgefallen.
      Auf Inhalte, wenn er überhaupt welche artikulieren kann, wird man wohl bis zum St.Nimmerlein- Tag warten müssen.

      Und schon sind wir am Ende: Sie verwechseln Selbstbewusstsein mit Selbstgefälligkeit!

      Aus den Tälern hört mans fauchen, eine EINS kann ich nicht brauchen.

      Für Sie noch Kasernenthoitsch: Setzen, Sechs, Aussage nicht begriffen! :-))))))))

      P.S: Vielleicht finden Sie Trost bei Ihm:

      http://www.grenchen.net/archive/archive_img/mike_shiva.jpg

    28. Victor Says:

      Wenn das Jens Wiese und anderen Sorgen macht, dann hat zumindest er wohl keine, sondern vielleicht ein eher zwanghaftes Problem (Anpassungsstörung), alles zerlegen und thematisieren zu müssen, was mit Hochdeutsch/Schweizerdeutsch zu tun hat. Macht doch nicht so einen Wind daraus. Auf den offensichtlichen Grund des Angebots Hochdeutsch oder CH-Deutsch zu sprechen, nämlich, dass das einfach nur aus Höflichkeit angeboten wird, da man nicht davon ausgehen kann, dass alle CH-Deutsch verstehen, scheint wohl nicht nachvollziehbar zu sein. Nein, da kann ein Jens Wiese nur auf den versteckten Wunsch bei CHern der „Doppelten Muttersprache“ kommen. Sein Wesen lässt offenbar nichts anderes zu, als auf so eine Schlussfolgerung zu kommen. Im Prinzip sind weitgehendst seine „Kommentare/Schlussfolgerungen“ zu Helvetismen, mehr seine persönliche Liebelei sich in eine Art „verbaler Onanie“ zu ergiessen, verpackt in geschliffenem Hochdeutsch, nach dem Motto, wer so referieren kann, der muss supertüten toll sein. Schlussendlich bleibt das ganze nur theoretisch, überrissen und oft anmassend.

    29. wolfi Says:

      zürcher – heimatort mecklenburg vorpommern – du hast keine ahnung.
      peinlichkeiten gibts hüben wie drüben. gerade deutsche und schweizer sind hier eine klasse für sich, vor allem nicht beim poschten.

      immer wieder interessant, könnte dutzende stories erzählen, es geht von lustig über mega peinlich bis hin zu grotesk widerlich, wie manche zeitgenossen sich öffentlich darstellen.
      wiegesagt, aus beiden lagern. richtig ist, von anderen nationalitiäten kenne ich das eher weniger.

      yo mei, so sans halt die schwyzer und di dütsche, oftmals kaum voneinander zu unterscheiden.

      grüess
      wolfi

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