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Schwarzgeld verstecken in der Schweiz — Tipps aus dem Tages-Anzeiger

(reload vom 24.04.06, als die Schweiz noch ein Bankgeheimnis hatte)

  • Wie versteckt ein Deutscher Schwarzgeld in der Schweiz?
  • Rechtzeitig vor Ostern 2006 brachte der Tages-Anzeiger ein Zusammenstellung zum Thema „Was man so alles verstecken kann“. Es wurden in dem Artikel eine Reihe Spezialisten zitiert, die Antwort auf so brennende Frage lieferten wie:

    Wie versteckt man sich vor der Polizei?
    Wie versteckt man eine Glatze?
    Wie versteckt man Gewinne in der Firmenbilanz?
    (Quelle: Tages-Anzeiger vom 15.04.06. Seite 3)

    Und natürlich, besonders brisant und aktuell kurz vor Ostern:

    „Wie versteckt man Ostereier und Schoggihasen?“

    Ganz nebenbei wurde auch eins der bestgehütesten Geheimnisse der Schweizer Bankenwelt ausgeplaudert. Die Informationen stehen schon seit mehr als drei Jahren im Internet, zu finden in einem Artikel der Welt am Sonntag.

  • Wie versteckt ein Deutscher Schwarzgeld in der Schweiz?
  • Ulrich Reitz schrieb dazu in der Welt am Sonntag am 9.2.03 seine Erfahrungen mit einer Crédit-Suisse-Beraterin:

    „Sie sollten jede Spur vermeiden“, rät die junge Frau. Überweisungen? Von wegen! „Bringen Sie Ihr Bargeld am besten persönlich bei uns vorbei.“ „Und nehmen Sie das Flugzeug.“ Autos und Züge würden derzeit „scharf kontrolliert“. Die Mobilen Kontrollgruppen (MGK) des Zolls seien zurzeit besonders aktiv. Suchten nach Bargeldbeständen von mehr als 15 000 Euro – so viel Geld kann steuerfrei eingeführt werden – sowie nach Einzahlungsbelegen und Depotauszügen. Vor allem die Intercitys von München nach Zürich hätten die Fahnder im Visier.
    (Quelle: Welt am Sonntag)

    Von einem Berater des Bankhaus Julius Bär erfährt er weiterhin:

    „Bloß keine E-Mails“. Besser sei da schon der persönliche Kontakt. „Weil das Telefon abgehört werden kann, rufen Sie uns bitte nur von Telefonzellen größerer Städte an.“ Das Gespräch sei dann besonders schwer nachzuvollziehen.
    (…)
    Und was ist mit Geld, für das kein Herkunftsnachweis erbracht werden kann? „Das ist in der Tat ein Problem“, heißt es. Gleichzeitig wischt man die Bedenken vom Tisch. „Haben Sie das Vermögen vielleicht mit dem Betrieb einer Gaststätte verdient? Dann reichen Sie uns einfach eine Kopie einer Speisekarte ein“, rät der Berater des Bankhauses Julius Bär. Für den Nachweis „reicht das dann schon aus“. Selbst sechsstellige DM-Beträge seien nur ein kleines Problem: (…)
    (Quelle: Welt am Sonntag)

    Uns erinnert dieser Artikel an eine Recherche der besonderen Art, welche das deutsche Satire-Magazin TITANIC einst durchführte um zu testen, wie die damals dick in die Kohl-Spendengeldaffäre verstrickte CDU auf die Information reagieren würde, dass ein weiteres geheimes Millionenkonto in Luzern bei der Crédit Suisse entdeckt worden sei:

    Man ist sich nicht ganz sicher und beschließt, die Probe aufs Exempel zu machen. Ein Kontoauszug der „Credit Suisse“ wird organisiert und für Rückrufe eine Rufumleitung über ein Telefon in Luzern, dann setzt sich ein Freund der Redaktion mit Schweizer Dialekt ans Telefon, wo er sich binnen Sekunden in den behäbigen Bankangestellten Widmer (schweizerisch für Meier) verwandelt. Im Layout wird der Kontoauszug durch brutalstmögliche Fälschung von einer 1999er Überweisung (215 Schweizer Franken) zu einer Bareinzahlung (1 300 000 SFR) vom Oktober 1990 befördert, auch der glückliche Empfänger wird ausgetauscht; schlußendlich hat die CDU Bonn das Geld auf dem Konto.
    (Quelle: titanic-magazin.de)

    Die CDU beisst an, und es kommt zu diesem Telefongespräch:

    WIDMER (behäbig) Credit Suisse Luzern, Widmer.
    CDU (nervös) Ja, Ahrens noch mal, Herr Widmer. Herr Widmer, haben Sie schon etwas herausgefunden?
    WIDMER (langsam) Ja, ich bin da dran. Es gibt da so… also es gibt sicher zwei Subkonten mit Zahlungseingängen.
    CDU (bedrückt) Zwei weitere?
    WIDMER (verschlafen) Ja, die eigentlich dieselbe Nummer haben, aber hinten ein A und ein B.
    CDU Das sind aber zwei weitere Konten?
    WIDMER (sehr bedächtig) Ja, aber die sind wie… die haben die gleiche Kontonummer.
    CDU Ach, die gleiche Kontonummer. Im Grunde genommen sind das dann aber weitere Beträge?
    WIDMER (nicht direkt hektisch) Das sind weitere Beträge, die aber nicht sichtbar werden.
    CDU (holt tief Luft) Also kann man sagen, da ist das eine Konto mit 1,3 Millionen Franken…
    WIDMER (gedehnt) Das ist nur 91er Eingang, das dürfte jetzt schon einiges mehr sein.
    CDU (resigniert) Jaja, der 91er. Und zuzüglich der zwei Subkonten.
    WIDMER (Wort für Wort) Ja, also wir sind noch dran, vielleicht gibt es nochmals eines.
    CDU Ach so. Dann ruf ich morgen vormittag noch mal an. Okay, bis dann.
    WIDMER (gähnend) Schönen Abend noch, auf Wiederhören.

    Zwei Herren der CDU reisen später nach Luzern, um die vermeintlichen Millionen in Empfang zu nehmen und stossen dort nur auf die Redakteure der Titanic. Die ganze wunderbare Realsatire ist hier nachzulesen.

    

    17 Responses to “Schwarzgeld verstecken in der Schweiz — Tipps aus dem Tages-Anzeiger”

    1. Helza Says:

      Haha, immer wieder die alte Leier. Werden Sie nicht bald müde? Nur weil ihr gebetsmühlenartig immer die selben Halbwahrheiten wiederholt, werden sie nicht wahrer. Die wahren Steuerparadiese liegen auf englischem und amerikanischem Hoheitsgebiet. Und in Süddeutschland kann jeder Schweizer so viele Schwarzgeldkonten eröffnen, wie er will. Das ist die unbequeme Wahrheit. Die Gnomen von Zürich sind eine Mär aus längst vergangenen Zeiten.

    2. Holger Says:

      @Helza
      Natürlich kannst Du in Deutschland Konten eröffnen. Zu „Schwarzgeld“-Konten werden sie erst dadurch, daß Du dort Schwarzgeld einzahlst. Der große Unterschied ist aber, daß die deutschen Banken sich mit den Auskünften nicht so sehr anstellen wie die schweizer. In Deutschland gibt es nämlich keine Unterscheidung zwischen Hinterziehung und Betrug. Außerdem frönt Deutschland ja dem – oh Gott, das Wort kommt mir kaum über die Lippen – automatischen Informationsaustausch. Und darum ist es ziemlich unsinnig bzw. riskant, Schwarzgeld auf deutschen Konten zu deponieren.

      Der Artikel ist übrigens ein Reload, falls Dir das entgangen sein sollte.

    3. Gery us Büüli Says:

      Ich kanns nicht mehr hören…. Der ganze steuerstreit geht mir so auf den sack.. Warum greifen die alemannen die eidgenossen an?? die haben doch selbst riesengrosse probleme.. Sollen sie doch erst mal die in den Griff bekommen, bevor sie andere verunglimpfen. Aber es ist wohl einfacher die „Fehler“ anderer anzuprangern als sich selbst an der nase zu nehmen….. Mich würde es jedenfalls gewaltig stören und gegen meine Prinzipien verstossen wenn mir das Finanzamt einfach so mein Konto plündern könnte und für jede noch so kleine überweisung eine Meldung an das Schufa erfolgt…
      das ist der totalitäre überwachungsstaat wie vor 70 jahren.
      Immer noch nichts dazugelernt?????

      Reload hin oder her, spielt keine Rolle……

    4. Guggeere Says:

      @ Gery us Büüli

      «Warum greifen die alemannen die eidgenossen an??»
      Ich lege Wert auf die Feststellung, dass etwa 70% der Eidgenossen Alemannen sind…

      Ich bin Eidgenosse und Alemanne. Im so genannten gegenwärtigen Steuerstreit fühle ich mich weder angegriffen noch sind meine Prinzipien in Gefahr.
      Mir wäre es zum Beispiel scheissegal, wenn «das Finanzamt» die Steuern, auf die es schliesslich Anspruch hat, direkt beim Arbeitgeber von meinem Lohn abzöge. Wenn ich nur diese verfluchte Steuererklärung nie mehr ausfüllen müsste…
      Denn ich habe nichts zu verstecken und brauche deshalb kein Bankgeheimnis. Letzteres nützt vor allem Superreichen und Kriminellen.
      Und wenn, wie in unserem Land, ein nicht unbeträchtlicher Teil einer ganzen Dienstleistungsbranche vom Lügen und Betrügen im In- und Ausland lebt, wäre es mir egal, wenn dieser Teil (nur dieser!) hops ginge.
      Wichtiger als das dämliche, reflexartige Gleichsetzen von «Bankgeheimnis» mit «Heimat» nach jeder Kritik aus dem bösen Ausland und der anschliessende Rückzug in eine geistige Igelstellung schiene es mir, dafür zu sorgen, dass auch in der Schweiz die Schere zwischen Armut und Reichtum endlich aufhört, sich immer weiter zu öffnen. Ich fordere, dass der Bundesrat auch dafür mal per Notrecht über Nacht 68 Milliarden Franken locker macht.
      Aber vermutlich verstiesse das gegen deine Prinzipien…

    5. marco Says:

      Und wie die lieben Schweizer immer gleich wieder die Nazivergleiche an den Haaren herbei ziehen

    6. Guggeere Says:

      @ Troll

      Plonk!

    7. AnFra Says:

      @Guggeere

      Besser: @Proll

    8. wolfi Says:

      http://www.youtube.com/watch?v=mWwwOVCtxtM

    9. Hessi James Says:

      Ach die Fischköpp von Extra3 nehmens persönlich und lassen sich immer öfter vom Nazigewäsch provozieren! Mann, bald segelt die Kieler Woche zum Gegenangriff den Rhein hoch! 8 )

      Der Hesse weiß, dass man im Süddeutschen lieber bellt denn beißt. Gings nach der Rethorik hätten sich Badenser und Schwaben schon längst ,it ABC bebombt …statt dessen regen sie die aufgestaute Energie bei der Kehrwoche ab.

      So sin se halt die Allemannen! Übersieht man nur oft, weil die Bayern sie übertönen.

      Also: Babbeln lasse un trotzdem lache! 8 )

      http://www.youtube.com/watch?v=vuxghiwjgQc

    10. Hessi James Says:

      PS: Football play we better than you! ; )

    11. AnFra Says:

      Die Geschichte vom bösen Züricher

      Der Züricher, der Züricher,
      das war ein arger Wüterer!
      Er fing die Fliegen in dem Haus
      und riss ihnen die Flügel aus.
      Er schlug die Katzen und Mäuse blau,
      sogar Blogger litten unter seinem Radau.
      Und höret nur, wie bös er war:
      er peitschte seine Blogger gar!

      Bloggers Wiese stand auf einem höheren Plateau.
      Züricher war immer da, auf niedrigstem Niveau.
      Da mit der Peitsch’ er herzu sich schlich,
      Züricher, der arg bitterbraune Wüterich,
      und schlug die Blogger, man leidet sehr,
      darbt und duckt, erträgt ihn nicht mehr.
      Da hauten ihm Blogger kräftig an den Arsch,
      sehr wohlbedächtig, jedoch recht barsch.
      Der geschockte Züricher, der weinte bitterlich,
      stammelte und gebärdete sich sehr jämmerlich.
      Jedoch nach Hause trollte er sich noch nicht,
      denn er wollte nichts einsehen, der arge Wicht.

      Voll Zorn zerrt er am Blog und sich herum,
      es blättert von ihm so manches herab, seis drum,
      wer genauer hinschaut ist leicht geschockt,
      man sieht’s durchschimmern, der Atem stockt,
      unter seiner Kleidung gibt’s ne rötliche Armbinde,
      man hofft, der führet doch nichts im argen Schilde,
      es ist jedoch auf dieser Binde ein weißer Fleck,
      ein Schock, ein Schreck, ein broken cross in black.
      Geblendet von seiner Einmaligkeit und großer Manier,
      trampelt er wie ein Elefant in des Blogges Revier.
      Voller Inbrunst trompetet er es heraus: Heureka,
      ich Züricher, ja ich, ich habe die schönste Swastika.
      Trägt in der Hand ein braunschwarz gefärbtes Panier,
      fällt aufs Maul, als eintritt in sein eigen Hauptquartier.

      In die Anstalt muss Züricher nun hinein,
      litt etliche Schmerzen und hat viel Pein,
      und der Herr Doktor sitzt immer dabei,
      und gibt ihm mit Wonne bitt’re Arznei.
      Der Blogger an Zürichers Bettchen nun sitzt,
      er diesen Anblick jedoch leicht verschmerzt,
      hat was mitgebracht, was Züricher heimlich verehrt,
      denn dieses Ding dieser stets immer heimlich begehrt.
      Die Peitsche vom Peer hat der Blogger mitgebracht,
      drum nimmt sich Züricher ab sofort sehr in acht.

      Schrottlyrik nach der „Geschichte vom bösen Friederich“
      von Heinrich Hoffmann

    12. Egon Says:

      @ Ein Zuercher

      Sie sind nicht nur ahnungslos, sondern auch noch hoffnungslos verblindet. Haben Sie auch nur den Anflug einer Ahnung, welche tausende von Regelungen helvetische Bürokraten vor allem aus dem Finanzbereich parat halten

      oder sagen Sie hier absichtlich die Unwahrheit oder soll das lustig sein, weil wir es genau andersherum verstehen müssen…

      wo wohnen Sie eigentlich?

    13. AnFra Says:

      @Egen

      Der Züricher ist z.Z in der Anstalt.

      Ob er Freigänger ist???

    14. Puqqi Says:

      Hallo Zürcher:

      Die meisten Deutschen, die sich überhaupt für das Thema interessieren (es gibt momentan echt wichtigeres), finden dass Steinbrück in der Sache recht hat, aber irgendwelche Indianervergleiche zumindest undiplomatisch sind…

      Aber die heftigen Reaktionen inklusive Nazivergleiche verwundern hier noch mehr.

      Tatsächlich scheint es aber laut wikipedia so zu sein, dass das Interview stark verkürzt wurde…

      http://cr.blog.sf.tv/medienwelt/the-fleet-in-being-und-die-kavallerie-von-fort-yuma-2.html

      Seufz, kein Wunder das Politiker heutzutage nur noch inhaltlose Phrasen dreschen, die auch der böswilligste Journalist nicht verdrehen kann!

      Man möge auch bedenken dass Steinbrück auch schon ziemlich unverblümtes über die Politik der Briten und Amis, und deren Rolle in der Krise gesagt hat. Herr Sarkozy hat sich auch schon mal heftig über ihn beschwert. („So spricht man nicht mit dem Präsidenten der Republik“)

      Der Vorwurf er läge sich nur mit „Kleinen“ an, ist also auch falsch.

      Herrlich, den Mann hätte ihn gerne als Kanzler! =)

    15. Puqqi Says:

      PS: das sollte keine Kriegsdrohung sein …

      http://www.youtube.com/watch?v=hSe6GO9MfEY

      (Gott, hab ich jetzt die Schweizer mit Talibans verglichen?)

    16. Helza Says:

      Jetzt hat Peitschen-Peer wirklich den Vogel abgeschossen. Will in Deutschland die Steuer für die Reichen, die bereits unanständig hoch ist, nochmals erhöhen. Und reibt sich dann verwundert die Augen, wenn die wenigen Reichen, die noch dort wohnen, Reissaus nehmen. Klar, dass dann wieder die bösen Schweizer Gnomen schuld sein werden. Lernt der Mann eigentlich nie dazu? Wer stoppt diesen Steuereintreiber, der sich rasant zum Steuerzahler-Vertreiber entwickelt?

    17. Peter Says:

      Guten Tag

      Mein Name ist Peter aus der Schweiz.
      Im Moment ist Schwarzgeld in der Schweiz ja noch nichts illegales.
      Wer also Angst um sein Schwarzgeld hat und es in Sicherheit bringen möchte, kann sich bei mir melden. Durch meine Berufe welche ich ausgeführt habe, kenne ich das System in und auswendig und somit alle Hintertürchen.
      Es kostet etwas, dafür können Sie wieder zu 100% ruhig schlafen.
      Bei Interesse schreiben Sie mir eine E-Mail (masterforone@hotmail.com), damit wir ein Treffen vereinbaren können.

      Freundliche Grüsse

      Peter

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