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Schweizer Lieblingsredewendungen: „Sich etwas ans Bein streichen“

(reload vom 24.2.06)

  • Wenn Markennamen ein Eigenleben entwickeln
  • Die Schweizer haben keine Tempos, also keine „Papiertaschentücher“. Erstens ist die Marke „Tempo“ in der Migros nicht zu haben, und zweitens benutzen die Schweizer keine Tücher für ihre Taschen, sondern für ihre Nasen, drum sprechen sie lieber von ihren „Nastüechli“, den Nasen-Tüchern, denn dafür sind sie da, diese Papierdinger: Für die Nase und nicht für die Tasche.

    Dennoch versteht Sie ein Deutschschweizer, wenn Sie ihn höflich um ein „Tempo“ bitten. Denn er guckt ja Deutsches Fernsehen und Deutsche Filme, auch wenn er das ungern zugeben würde, denn die amerikanischen Originalfassungen ohne Synchronisation sind ihm 1.000 Mal lieber im Kino. Durchs Fernsehen hat der Schweizer einen enorm grossen Passiv-Wortschatz. Auch das Wörtchen UHU als Synonym für Papierkleber ist ihm ein Begriff, oder Tesa für ein Klebeband.

    Ganz nebenbei: Auch in der Schweiz können wir beobachten, wie eigenständige Markennamen zum Synonym für eine Sache werden. So beim „Bostitch“, einem sehr bekannten Tischhefter aus den USA.
    Hier eine sehr alte Version:
    Alter Bostitch
    Das Wort „Bostitch“ ist einfach nur ein Eigenname und hat keine weitere Bedeutung. Ausser dass die Schweizer eben „Bostitch“ sagen, wenn wir Deutsche „Hefter“ meinen und das sie das Teil dabei mit stimmlosen Plosiv-Laut wie „Postisch“ aussprechen. Kleine Stilübung für zwischendurch:

    Fragen Sie mal die Schweizer in ihrer Umgebung, wie man diesen Tischhefter ausspricht und vor allem schreibt: Postich, Bostisch, Postisch, um nur ein paar Varianten zu nennen. Wenn es um Verschriftung geht, dann sind sie kreativ, die Schweizer.

    In Amerika heisst das Ding „stapler“ und wird von der Firma Stanley Bostitch produziert:
    Der langweilige Bostitch
    Bostitch mit Beschriftung:
    Stanley Bostitch Staple Remover

  • Wie dekoriere ich meine schwarze Hose?
  • Wie kamen wir noch mal darauf? Ach ja, es ging um Taschentücher. Ein solches Papiertaschentuch kann einem ganz schön fehlen, und darum sucht der findige Schweizer nach alternativen Entsorgungsmöglichkeiten für den Schnodder in der Nase. Lösungsvorschlag Nummer Eins:
    Die Hand!

    Denn kräftiges Abschneuben in die leicht geöffnete Hand befreit die verstopfte Nase ungemein. Doch wohin jetzt mit dem Inhalt der Hand? Wir dekorieren einfach unsere schwarze Hose damit! Falls wir auf einem Fussballfeld stehen, im Winter, ist das übrigens in der Schweiz „der Trainer“. Nein, wir meinen jetzt nicht diesen Mann, der alle ständig durch die Gegend scheucht und dafür auch mal von den Schweizern nach Köln ausgeliehen wird, sondern das was die Jungs auf dem Feld so am Leibe tragen: Einen Trainingsanzug.
    Den dekorieren wir mit dem Inhalt der Hand (das hatten Sie doch wohl nicht vergessen, dass da noch was klebt?) und lernen gleich eine neue Schweizer Redensart kennen:

  • „Sich etwas ans Bein streichen“
  • Diese Art der Problementsorgung ist in der Schweiz beliebt. Wir finden 714 Belege bei Google-Schweiz.

    Was wird da nicht alles ans Bein gestrichen!
    Zum Beispiel eine Idee:

    Die Idee, in Cambridge über dort absolvierte Vorlesungen Prüfungen zu machen und diese an der ETH anerkannt zu kriegen kann man sich ans Bein streichen.
    (Quelle: www.mobilitaet.ethz.ch)

    Oder die CO2-Abgabe:

    (…),können wir uns die Einführung der CO2-Abgabe definitiv ans Bein streichen.
    (Quelle: www.energiestiftung.ch)

    Auch jede Menge Geld:

    Die Aktionäre müssen sich 2,745 Mio. ans Bein streichen und die Politik verabschiedet sich aus dem Unternehmen.
    (Quelle: www.rz-online.ch)

    Aber um jetzt hier keine Vorurteile über Schweizer und ihre sauberen Hände aufkommen zu lassen: Google-Deutschland kennt auch diese Redewendung, aber nur im geringen Umfang.

    Wir haben den Verdacht, dass es sich hier um ausgewanderte Schweizer handelt, die diese Art der Problementsorgung einfach mitgenommen haben ins Exil. Wir fragten jedenfalls diverse Kenner der Deutschen Sprache, aber niemand kannte diese Redewendung. Falls es jetzt hier doch einen Deutschen Leser gibt, der von sich behaupten kann: „Ooch, das sage ich auch ständig“, dann möge er jetzt vortreten und uns seine Handflächen vorweisen: Sind sie sauber? Dann hat er die Wahrheit gesprochen.

    Wie würden wir in Deutschland sagen für „das kannst Du Dir ans Bein streichen„?
    Vielleicht: Das kannst Du Dir von der Backe schminken / abschminken.
    Oder: Das kannst Du den Hasen geben.
    Oder: Das kannst Du in die Tonne treten.
    Oder : Das kannst Du inne Pfeife rauchen.

    So schöne saubere Hände wie die Schweizer kriegen wir davon natürlich nicht. Seufz.

    

    32 Responses to “Schweizer Lieblingsredewendungen: „Sich etwas ans Bein streichen“”

    1. Thomas Says:

      Es gibt ja ein Klebeband der Marke ‚Scotch‘. Ich verwende das Wort ‚Scotchbän‘ (oder so ähnlich) als Bezeichnung für Klebeband. Hab ich vom Vater.
      Und über den Bostich gibt’s nen politisch unkorrekten Witz. Ausserdem ist zu beachten, dass noch lange nicht jeder Bostich ein Bostich ist. Echt Bostich sind dich Heftklammern, die nicht 2, sondern 3 Ecken haben

    2. Michi Says:

      Das mit dem Bein streichen ist doch keine schweizer Spezialität. Ich weiss nicht aus welcher Region Sie stammen Herr Wiese.

      Und für mich ist das kein Hefter sondern ein Tacker.

    3. Simone Says:

      Statt „ans Bein streichen“ kenne ich eher „abschminken“ oder „vergessen“. Und das ist mir dann auch lieber, denn die Assoziation, den Inhalt einer Hand, der eigentlich in ein Taschentuch gehört, an einer Hose wieder zu finden, ist doch echt gruusig…

    4. Gery us Büüli Says:

      ÄÄähm. also ein echter Schweizer hat ein STOFF „Taschentuch“ dabei. Papiernastüechli sind nur für einen akuten Notfall. Man stelle sich vor ein Tempo Taschentuch wird beim Hose waschen völlig zerfetzt und man hat auf der ganzen Wäsche so kleine weisse Fusseli drauf. Darum schwört der echte Eidgenosse alter Schule auf Stoff Nastüechli die auch einen Waschgang in der Waschmaschine überleben. Darum sind sie auch aus Stoff und mehrmals verwendbar. => ergo Umweltbewusst.

      Zum Tesa muss ich sagen das dies bei uns als Kläuberli bezeichnet wird. Da es ja Unmengen von verschiedenen Klebebändern gibt, ist dies eine veritable Möglichkeit das gewünschte zu erhalten.

    5. Brun(o)egg Says:

      @ Michi

      Der kleine im Büro ist der Bostitch. Tacker ist der grosse, für Dekorateure, z.B.

      @ Thomas

      Bostitch mit drei Ecken? Wie kann ein Drähtchen drei Ecken haben?

    6. AnFra Says:

      Der Michi hat recht, denn die Beinstreicherei ist keine Schweizerspezialität.

      Bei den Brüdern Grimm im GWB werden diese Sinnsprüche aufgeführt: „ans bein streichen“ und „ans bein wischen“ sowie „ans bein binden“ aufgeführt.
      Dem Sinninhalt nach kann man hier einen Gegenteil vom „zu dem herze legen“ oder „auf der brust tragen“ sehen.
      Im Sprachumgang in D habe ich auch gehört: „In die Haare schmieren“ und einiges weniger oft „In die Haare streichen“.

      Wohin man sich was streicht oder schmiert ist eigentlich egal, denn der Sinninhalt meint: Es ist was beendet, es ist was abgeschlossen und es hat keinen Sinn und keinen Willen eines Weitermachens oder Neubeginns!

      Wenn man bei vielen älteren Berufstätigkeiten vor 1800 / 1900 den finalen Arbeitsvorgang genauer betrachtet, wird man eine typische Handbewegung (a la Robert Lemke) finden, bei welcher die an den Händen noch anhaftenden Produkte, wie beim Koch das Fett, beim Metzger / Fleischer / Wurster das Fett und / oder Blut, beim Köhler und Schmid der Kohlestaub reflexartig an der Beinkleidung oder den Beinkleid abgewischt wird.
      Die Herkunft von „streichen“ aus ahd. strihhan, führt zu der Bedeutung von „(Strich)-Spuren hinterlassen“. Der Sinninhalt ist strichig, gestrichen, streifig.

      Und hier liegt nun die Lösung, denn die schmutzigen und schmuddeligen Finger und Pfoten der Handwerker hinterlassen am Stoff der Beinkleidung Strichspuren.
      Der Sinninhalt soll bedeuten: Die Arbeit ist beendet, es wird nichts mehr gemacht, da ist jetzt die Arbeit beendet, Schluss, Aus, Amen!

      Da die Brüder Grimm hierbei keine Spezifizierung der Sinnsprüche auf Oberdeutschland und / oder den alemannischen Sprachraum tätigten, ist die m. E. dann ein gemeindeutscher Gebrauch gewesen.

      Ob der besagte Rotz hier eine Rolle spielt, könnte noch untersucht werden, aber ich glaube es nicht.

      Knigges Lehrjahre

      Der junge Stift in die hohle Hand rotzt,
      die Meisterin deswegen sehr heftig kotzt,
      der Meister ihm eins kräftig schmiert,
      der Stift dann sagt: Habs nun kapiert,
      er seine Rotze streicht an die Beines Kleider,
      der Meister sagt: Nun bist du aber ein Feiner.

    7. marco Says:

      Und in die Haare schmieren kann man sich das auch

    8. Thomas Says:

      @Brunoegg: nimm nen Bostitch in die Hand, öffne ihn und nimm die Klammern raus. Guck sie an. 2 Enden, 3 Ecken. Hier ein Bild:
      http://content.etilize.com/500/11961302.jpg Offensichtlich heisst diese dritte Ecke ‚PowerCrown‘

    9. Bülacheraner Says:

      @AnFra: „Sich etwas ans Bein binden“ hat aber zumindest in Deutschland eine andere Bedeutung. Siehe: http://www.redensarten-index.de/suche.php?suchbegriff=~~sich%20%2F%20jemandem%20etwas%20ans%20Bein%20binden&bool=relevanz&suchspalte%5B%5D=rart_ou

    10. Georges Says:

      In Norddeutschland ist auch der normale kleine Tisch-Bostitch ein Tacker.

      In Winterthur und östlich davon kenne ich nur den Begriff „Chläberli“. Ich finde das ein hervorragendes Wort, auf Deutsch (Tesa) und Französisch (Scotch) gibt es meines Wissens kein vergleichbares, eindeutiges Wort, welches sich nicht an einen Markennamen anlehnt.

      Allerdings muss ich zugeben, dass Tesa genauso tauglich ist, obwohl es ein Markenname ist. Schliesslich habe ich mich an Fön, Bostitch und Merfen genauso gewöhnt.

      Gibt es irgendwo eine Liste mit Markennamen, die in der Schweiz zum Allgemeinbegriff wurden?

    11. Helza Says:

      Bostitch und Scotch sind inzwischen absolut geläufige Begriffe in der Umgangssprache. Früher nannte man einen Kühlschrank auch einfach Frigo (ein Markenname) und ein Töffli war ein Solex. Ich glaube nicht, dass dies ein typisch schweizerisches Phänomen ist, was als Begriff wechselte, war nur die Marke (Tesafilm und Uhu in Deutschland, Scotch und Cementit in der Schweiz). Und noch ein kleiner Einwand an den Zürcher: Es gibt keine einzige „helvetische Rasse“, auf dem Gebiet der heutigen Schweiz, also Helvetiens leben verschiedene Rassen zusammen. Germanen, Kelten (die Helvetier waren ein autonomer keltischer Stamm), Alemannen, Römer, das heisst deren Nachfahren.

    12. Chrigel Says:

      Markennamen, die zum Allgemeinbegriff wurden?

      Rollerblades für Inline-Skates
      Barryvox für das Lawinensuchgerät
      Stewi für die Wäschetrocknungsvorrichtung
      Jeep für Geländewagen
      Kevlar für Aramidfasern
      Nylon für Polyamidfasern

      Mehr fällt mir grad nicht ein.

    13. Oranje Says:

      An Georges
      Fön ist doch kein Markenname??? Laut Wikipedia leitet sich das Wort von der Windart Föhn ab.
      siehe:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Haartrockner

    14. Uwe Says:

      Ach!? Woher denn. Der Schweizer hat doch gar keine Taschen. Hier gibts nur SÄCKE. Hast ne Schraube im Sack? Au Backe, grosse Augen – tut aber doch nich weh!
      😉

    15. Helza Says:

      „Ans Bein streichen“ bedeutet soviel wie etwas abschreiben, das man defintiv verloren hat, nicht mehr zurückerhält oder nicht realisieren kann zum Beispiel Geld, das einem jemand schuldet und nicht zurückbezahlt oder eine Position, die man anstrebt und nicht erreicht, etwas das man kaufen möchte und nicht kann, etc. Ans Bein binden bedeutet meiner Meinung nach etwas anderes, nämlich etwas übernehmen oder „auf die Nase gedrückt“ bekommen, das einem lästig ist, eine Verpflichtung oder Bürde.

    16. AnFra Says:

      @ Bülacheraner

      Richtig, das Zitat „ans bein binden“ habe ich zum „Bein“ gehörend zitieren wollen, jedoch ist es nicht zum Sinninhalt der Arbeitsbeendigung passend! Das „ans bein binden“ ist eindeutig sich oder einen anderen Menschen mit Arbeit, Aufgaben oder Verantwortung beladen.
      Nun, wieder so ein weiterer verbaler Kollateralschaden.

    17. Georges Says:

      @ Oranje

      .. und bei Wikipedia steht eben:

      „Der Name Fön ist eine seit 1908 eingetragene Bild-/Wortmarke der AEG Hausgeräte GmbH“

      AEG waren eben die ersten, die auf die Idee Föhn/Fön kamen.

    18. JensK Says:

      @oranje, der Haarfön (Foen) ist ein Markenzeichen der Fa. AEG, ein Bildbeispiel

      http://cgi.ebay.de/Haarf%F6n-AEG-%1A-Designklassiker-aus-Edelstahl_W0QQitemZ170285310459QQcmdZViewItemQQimsxZ20081207?IMSfp=TL081207154003r3442

      Wikipedia sollte man nicht immer vetrauen..diese Quelle ist besser und man lernt auch etwas über Industriegeschichte

      http://www.brandeins-wissen.de/Downloads/McK/mck03_06.pdf

    19. Bülacheraner Says:

      @AnFra: Ich kenne „an’s Bein binden“ aber nicht nur im Zusammenhang mit Arbeit. Auch Sachen wie „er hat sich ein Kind an’s Bein binden lassen!“ habe ich schon gehört, oder „er hat sich eine Bürgschaft an’s Bein binden lassen!“ usw.

    20. Ein Basler Says:

      Sali zämme

      Also wir sagen hier noch „ins Kemi hängge“ = in den Kamin hängen, oder an den Nagel hängen; wenn man jedoch etwas komplett untauglich findet, dann rauchen wir es halt.

      Zu den Markennamen: Betonklebeband hört man viel auf der Baustelle, oder gelber Kleber (weils eben gelb ist), wo sich anderswo bei jüngeren DuctTape einbürgert. Hilti und Boschhammer bezeichnen jeweils zwei verschiedene Geräteklassen; obwohl beide alles produzieren.

      Meistens höre ich Tesa für den kleinen durchsichtigen, brauner Kleber/braunes Band für den braunen und „Muurerklääbi“ für das weisse Band, das (angeblich) weniger Spuren hinterlässt.

      Insgesamt finde ich es nicht schlecht, wenn man Markennamen als Eponym (stimmt doch so, oder?) verwendet. Beim iPod und bei iTunes finde ich es aber falsch. MP3-Spieler, -Player, „MP“ und „im netz gekauft“ tut es auch. Früher gabs schlicht nur eine Firma, die was gescheites produzierte – heute gibt es sehr schnell genügend Auswahl. Ergo sollten wir Eponyme vermeiden.

    21. Guggeere Says:

      @ Oranje/JensK/Georges
      Den Fön gibts nur noch als Markenname. Andere Heissluftgeräte heissen seit etwa zehn Jahren Föhn. Nachzulesen im Rechtschreibduden, den sicher jede(r) Blogwieseler(in) auf seinem Compi hat.
      Es gibt auch noch den Bleiföhn. Auch der gibt gewissermassen Energie von sich, allerdings in zeitlich, räumlich und materiell extrem konzentrierter Form, sodass dergestalt Geföhnte nachher fast immer unter schweren gesundheitlichen Problemen leiden.
      Meinen Bleiföhn, den ich aus tiefstem Herzen hasste, bekam ich vom Staat zwangsweise geliehen. Er stand mehr als 20 Jahre in meinem Kleiderschrank, bis ich ihn zurückgeben durfte. 😉

    22. kreis7 Says:

      In Zürich sagt man „Postitsch“ und nicht „Postisch“ oder ähnliches!

    23. AnFra Says:

      @ Bülacheraner

      Nicht vergessen:
      „Ans Bein pinkeln“ ist auch so ne gesellschaftspolitisch wichtige Sache, wie z. B. dem Ch. Blocher heute bei der BR-Wahl in Bern.

      Was man am Boden hätte sehen können war somit kein Angstschweiß!

    24. solanna Says:

      Mein Vater (geb. 1923) sagt wohl noch heute jedem Abwaschmittel Vel (war ein Pulver) bzw. jedem Scheuermittel Vim (in der runden, gelben Streudose. Und jeder Kugelschreiber ist ein Bic.

      Überhaupt ist doch auch Margarine einfach Planta. Sonnenschutz? Klar, Tao (war wässerig, bräunlich und schützte gut, vor allem roch es speziell. Später kam noch Sherpa dazu. Ähnlich ists mit den Insektensprays, die oft unter „Kick“ subsumiert werden.

    25. JensK Says:

      @Guggeere, na? guggst Du hier

      http://geizhals.at/a86440.html

      falls der Link nicht funktioniert, das Produkt heisst z.B. AEG Electrolux Foen 1600 pianissimo

      Wie es genau mit dem Markenrecht vom Haarfön aussieht, kann ich allerdings nicht sagen, hab auch noch ein Trisa Haarfön entdeckt.

    26. Bülacheraner Says:

      @AnFra: Ja, die Wahl habe ich auch sehr genau verfolgt. Dank des neuen SVP-Prinzen ist die Konkordanz endlich wieder hergestellt und der Rest der Welt kann erleichtert aufatmen! Es soll sogar Live-Sondersendungen im bulgarischen und rumänischen Fernsehen gegeben haben.

      Yes he can .. make the world’s bestestest army!

      Zum Angstschweiß:
      Ich dachte die Feuchtigkeit im Fussraum sei die Schleimspur, welche die „Herren“ in den letzten Tagen hinter sich hergezogen haben.

      Ist dir eigentlich schon einmal aufgefallen, dass die „stärkste Volkspartei“ der Schweiz nur 700’000 Wähler hatte, es aber gleichzeitig 1 Million EU-Bürger in der Schweiz gibt? Da frage ich mich wer die Minderheit ist und vor allem was die ganzen Nichtwähler wollten.

    27. Guggeere Says:

      @ JensK
      Wer noch immer Fön schreibt anstatt Föhn, weiss es entweder nicht besser oder ist zu faul, etwas Neues zu lernen, oder ist ein Snob oder – wie in deinem Beispiel – ein Werbetexter.
      Letzteren ist die deutsche Sprache eh wurscht, solange sie sie nicht daran hindert, Kohle zu machen. Also nötigen sie dir und mir mit Grossvaters Orthografie irgendeinen Fön auf oder beispielsweise Confitüre, Contactlinsen und Café.

    28. Brun(o)egg Says:

      @Thomas

      Aber sehr gesucht, smile. Sind keine Ecken, eher hübsche Rundungen. Und dann auch noch drei. Wirklcih erotisch.

      Aber OK mein Bauch ist ja auch eine Senkbrust und kein Bauch

    29. Franzl Lang Says:

      @ Zuercher

      Haha, in der Schweiz sagt man doch Teigwaren anstatt Nudeln, wie’s sich gehört — das ist ja wohl um einiges „bürokratischer“ als wie die dütschen Sieche!

    30. JensK Says:

      @Guggeere, nein so dogmatisch war das nicht zu verstehen. Ich interessiere mich nur für Industriegeschichte und hatte schon in der „weisse Ware“ oder neudeutsch „electrical appliances“ Branche zu tun. Ich persönlich brauche bald keinen „Haartrocknerföhn“, da ich meiner Coifeusse erlaubt habe auf 12 mm zu gehen…
      @Franzl Lang, die heissen doch urschweizerisch „Pasta“ in der Schweiz 😉

    31. Helza Says:

      @Zürcher. Pizzen ist gar nicht so falsch, wenn man eingedeutschte Begriffe akzeptiert. Die Mehrzahl von Pizza heisst in Italienisch ja Pizze. Und das mit den Teigwaren ist zwar nicht so schön, aber korrekt. Nudeln sind ja nur eine Sorte, alle anderen haben ihre eigenen Namen (ich zähle sie jetzt nicht auf, keine Angst!) und der Ueberbegriff für das Teigzeugs ist nun mal Teigwaren. Mir stellen sich jedenfalls stets die Nackenhaare auf, wenn Deutsche Nudeln bestellen und Spaghetti meinen.

    32. AnFra Says:

      @Kein Züricher

      Da Du so eine gigantische deutsche Kenntnishintergrundlage hast, bitte ich um Information hierzu: Meine Tante hatte sich 1940 eine neue deutsche Schreibmaschine gekauft. Trotz intensivster Untersuchung ist mir eine „SS-Runenzeichen“-Taste niemals aufgefallen.

      Da nach dem Krieg wahrscheinlich mehrere zig-tausend ehemals dienstliche Schreibmaschinen „organisiert“ wurden, ist natürlich dann die „SS-Runenzeichen“-Taste bei diesen Schreibmaschinen dabei gewesen.

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