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Es gibt (fast) keine kostenlosen Parkplätze in der Schweiz

Die Schweiz ist ein kleines Land, ein Land mit extrem wenig Platz. Das gilt ganz extrem für Autos, die geparkt werden müssen. Der Schweizer parkt sie nicht, er parkiert sie. Denn in einem Park gibt es Bäume und grünen Rasen, und das hat nun wirklich nix mit Autos zu tun.

Die grössten freien Flächen der Schweiz finden sich in den Bergen, genauer gesagt an den Berghängen, doch leider sind sie ab 45% Steigung kaum nutzbar. So kommt es, das man fast in der ganzen Schweiz keinen Ort mehr finden, an dem man sein Auto am Abend kostenlos draussen parkieren kann.

Während es in jeder Deutschen Stadt üblich ist, einfach am Strassenrand in einem Wohnviertel einen Laternenparkplatz zu benutzen,

Wohnstrasse mit ungenutzten Laternenparklätzen:
freier Laternenparkplatz in einer Wohnstrasse

und dies fast überall, ausser vielleicht in den Innenstädten, gestattet ist, sind alle Strassen der Schweizer Städte am Strassenrand absolut autofrei. Geparkt werden darf nur auf privater Fläche, in Tiefgaragen und in sogenannten blauen Zonen für eine begrenzte Zeit.

Ein Autoparkplatz ist kostbar und teuer. Er wird in der Regel mit der Wohnung angemietet und kosten im Schnitt locker um die 100 Euro im Monat. Für Besucher von Liegenschaften stehen zeitlich begrenzte Besucherparkplätze zur Verfügung. Aber wehe es kommt jemand auf die Idee, einen solchen Platz für Dauer zu nutzen! Die Rache und der Unwille der Nachbarn wird ihm sicher sein.

Freier Besucherparkplatz, nur für Besucher!
Besucherparkplatz

Eine Ausnahme gibt es: Die grossen Einkaufzentren der Schweiz, so z. B. das Glattzentrum in Wallisellen bei Zürich, werben explizit mit kostenlosem Parken in der Weihnachtszeit: Es wird das Bild einer mit Geschenkpapier eingewickelten Parkuhr als Werbebotschaft verklebt. „Kommt zu uns, wir haben 4.800 kostenlose Parkplätze“… das ist ein Angebot, das zieht. Immer mehr Warenhäuser (z. B. Coop in Bülach, Ikea in Dietlikon) verlangen für ihre Parkhäuser Geld. Erst ab 50 CHF Umsatz wird manchmal die Parkgebühr erstattet.

Auch Industriegebiete und ländliche Regionen sind vollkommen in kostenpflichtige Parkzonen aufgeteilt. Kostenloses Parken gibt es hier nur noch auf Wanderparkplätzen, und dort auf keinen Fall über Nacht.

Reglementiertes und kostenpflichtiges Parken überall, hier in „weissen Zonen“:
Weisse Zonen



37 Responses to “Es gibt (fast) keine kostenlosen Parkplätze in der Schweiz”

  1. Gaby Libanon Says:

    Ja, darum ist es so einfach, ein Parksünder zu werden. Ich habe ab und zu meinen Wagen aus Bequemlichkeit auf der Straße neben meinem mir gehörenden Gartenzaun in unserem EFH-Quartier stehen lassen, statt ihn vor die Garage auf meinen Privatgrund zu stellen, damit mein Mann am Morgen mein Gefährt nicht umparken muß, um seines aus der Garage zu nehmen. Irgend jemandem hat das nicht gepaßt und er hat der Polizei Meldung gemacht, so daß diese einfach mal ein halbes Jahr kontrolliert hat. Und dann kam die saftige Rechnung für 6 Monate Nachtparkieren in der „Laternengarage“: Fr. 240.–, also 40.–/Mt. Jaja, man kann die Schweiz auch kleiner machen, als daß sie ist…

  2. Karsten Says:

    Satz …. „parkt sie nicht, er parkiert sie“ hier ist der Schweizer in seiner Ökonomie des weglassen doch wieder verschwenderisch, statt fünf Buchstaben werden acht benützt 😉

  3. viking Says:

    Das Geld, dass Firmen wie Coop in Bülach für ihre Parkplätze verlangen ist eine Zwangsabgabe um den öffentlichen Nahverkehr in diese Gebiete zu finanzieren und absolut keine freiwillige Abzockerei der jeweiligen Verkaufstempel. Diese würden viel lieber noch mehr Parkplätze für lau anbieten um die immer finanzschwächere Kundschaft in einer Umgebung mit immer mehr Verkaufsfläche (vor allem Baumärkte vermehren sich z.Zt. in Bülach wie die Karnickel) an sich zu binden.

  4. Sandra-Lia Says:

    Viking rechtgeb.. zudem empfehle ich da mal so Städte wie Solothurn oder ähnliche.. da gibts tausende Kostenfreie Parkfelder.. (oder auch Gratis, wie man bei uns ja so schön sagt)

  5. Cirus(micha uhs büli) Says:

    ja nervt schon in coop bülach immer ein stutz uuszugäh pro stunde,es geht doch auch ohne parkgebühren => siehe Sonnenhof.

  6. Mich Says:

    Weil wir Schweizer nicht parken, sondern parkieren (und dafür tatsächlich drei Buchstaben mehr benötigen), kompensieren wir das anderswo: Wir mieten die Parkfelder nur und müssen sie nicht anmieten…

    Schön, diese sprachlichen Finessen 🙂

  7. Gery us büüli. Says:

    Genau. das waren noch Zeiten als der COOP noch „WARO“ hiess und die Parkplätze gratis waren…. Aber unser lieber ACS hat die gekonnt verhindert.. herzlichen Dank.
    Ach übrigens. die Parkallee ist immer noch gratis. und Jumbo auch. nur COOP und OBI verlangen Parkgebühren. Zwangsläufig.
    Wo ist da bitteschön die Logik?

  8. Marco Says:

    Ja es ist in der Tat so, überall wird der Autofahrer abgezockt! Es ist wirklich nicht schwer, eine Busse „einzufahren“. Man muss nur am Samstag einen Kollegen besuchen gehen, der in einer rot-grünen Gemeinde wohnt. Dann das Auto etwas länger als eine Stunde „parkieren“ und schon hat man, wenn man Glück hat, so einen schönen Zettel mit einem Einzahlungsschein über CHF 40.- unter dem Scheibenwischer.

    Man vergleiche:
    In Deutschland kostet das Überschreiten der Parkdauer oder das Nichtanbringen der Parkscheibe 5 € (also ca. CHF 7.50)

    In der Schweiz werden für dasselbe satte CHF 40.- fällig!

    Immer mehr Gemeinden sehen das grosse Geld und Schikanierung der Autofahrer. Vor allem rot-grüne Politiker wollen alles, das bisweilen problemlos funktionierte, reglementieren.

  9. Peterbrech Says:

    In der Stadt Zürich besitzten ca. die Hälfte der Haushalte kein Auto, nicht nur weil sie sich keins leisten können, sondern weil sie schlichtweg keins brauchen. Die kleinräumige Schweiz mit ihrem viel dichteren Oev-Netz erlaubt halt mehr Menschen OHNE Auto auszukommen als in Deutschland oder den USA. Das heisst die Nichtautofahrer haben ein grösseres politsches Gewicht und deshalb auch gibts auch weniger Gratisparkplätze als in Deutschland.

  10. smartpepe Says:

    Soweit ich weiss ist der VCS (Verkerhsclub-Schweiz, http://www.verkehrsclub.ch/) dafür verantwortlich, dass auf allen Parkplätzen rund um Einkaufszentren in der Schweiz Gebühren erhoben werden. Sie haben die Politiker so lange in der Öffentlichkeit bearbeitet, dass die dann nachgeben mussten. Die viel gepriesene Demokratie in der Schweiz gibt es nämlich nicht. Hier regiert auch „Ober“ über „Unter“ oder „Reich“ über „Arm“ oder „Grüner“ über „Nicht-Grüner“.
    Der „Gäu-Park“ in Egerkingen muss sicher auch bald dran glauben. Der OBI und MediaMarkt in Oftringen haben es auch verschrieben bekommen.

    Alle Menschen, die schwer zu tragen haben, nicht mehr gehen können oder sonst irgendwie krank sind sollen gefälligst den ÖV verwenden. Die Anderen sollen bezahlen, sie habens ja. Besonders spassig ist das wenn man bei IKEA ein Sofa gekauft hat und es mitnehmen möchte. Den Bussfahrer möchte ich sehen. Man sollte es mal zum Spass machen. 😉 Und vorher die Presse einladen.

  11. Marcel Says:

    Dein Artikel sagt mir wirklich zu! Doch ich musste gerade in Bern feststellen, dass man nun noch zusätzlich, wenn es denn Parkplätze gibt auf der Strasse, noch in versetzter Verison parkiert darf/muss. Dass heisst, die blauen Linien sind so auf die Strasse gestrichen, dass du als Lenker den Parkplätzen immer schön, einmal nach rechts und einmal nach links ausweichen musst. Tja mag ja Lustig sein, doch auch da, wird der Platz zum fahren immer enger! Stop an go Methode! Hmm, dass Ziel soll sein, dass ja nicht zwei Autos nebeneinander vorbeifahren bzw. kreuzen können, da es ja nur fast für einen Wagen platz hat! So nach dem Motto, ich komme zuerst!!!
    Und .. in Bern sucht man vergeblich nach freien gratis Parkplätzen! Nur blau, blau wie der Enzian! Aber … dort wo es viele Einfamilienhäuser hat und meist nur verwöhnte Wohnen könnnen und so oder so jeder einen Abstellplatz hat – da gibts viele, ja ganz viele freie Plätze, nicht einmal in Blau! Tja, dass ist das Gute alte Spiegelquartier, zwischen Wabern und Köniz am Gurtenhang! Ich begreiffe einfach vieles nicht !!! Eben typisch schweizerisch und typisch Bundeshauptstadt! 🙂

  12. BigHamster Says:

    Na ja – statt dass die ASTAG und der VCS einmal zusammen an den Tisch sitzen würden bekriegen sie sich seit Jahren aufs Aergste. Finde ich doof: Mein eigener heutiger Blogeintrag (E-mail an den VCS) erklärt meine Meinung genauer.

  13. Wilu Says:

    Jojo, die arme Outofahrer… (bi ou eine!)
    abzocken an allen Enden? Chabis! Das ist Verkehrsverflüssigung.
    Beispiel: Singapore
    Jeder Autobesitzer zahlt eine, in Schweizer Begriffen, enorme Lizenzgebühr von 20-80’000 SFr für 10 Jahre. Danach noch einmal. Resultat: relative wenige, vor allem neue Autos verstopfen die Strassen kaum. Willst Du zur Stosszeit in die City fahren, kommst Du unter den ERP-Barrieren (Electronic Road Pricing) durch: automatisch wird Dir die Road-Tax von der Cashcard abgezogen. Resultat: die Leute meiden die bekannten Tore wie die Pest und die andern haben eine zügige, freie Fahrt in die City. Das wäre DIE Lösung für den Baregg- und Gubrist-Tunnel. Parkplatz: kein Problem: jedes Shopping Center hat unterirdisch oder auf dem Dach genügend Parkplätze für den Ausverkaufs-Samstag, natürlich nonstop gegen vollautomatische Bezahlung über die Cashcard. Aber eigentlich brauchst Du hier gar kein teures Auto: Bahn, Bus und (sehr billige) Taxis gibt’s überall.
    Willst Du’s gratis, geh nach Bangkok: Verkehrskollaps überall, den ganzen Tag mit stinkenden alten Autos und entnervten Fahrern, die nur noch mit Dauer-Hupen vorwärts kommen. Da lob ich mir die gemütliche, saubere, billige Verkehrsschweiz mit den fantastischen Zug- und Busverbindungen. Trotz den enorm schmalen Autobahnen mit den unendlichen Baustellen, auf denen nichts passiert. Das muss so sein, denn in der Schweiz wird alles ganz richtig gemacht (Qualitätsarbeit!) und nicht schnell härepfudered (hingepfuscht).
    In Singapore fährst Du eines Morgens über ein frisch renoviertes Autobahnstück. Es wurde zwischen Mitternacht und 05.00 vollständig renoviert mit neuem Belag. Du siehst keine Strassenbaumaschinen.

    Zum Thema Höflichkeit:
    In einer Untersuchung zur Höflichkeit ist Singapore fast am Schluss gelandet: sie haben im Tür-Öffnungs-Test jämmerlich versagt wo die Schweizer sooo brilliert haben! Aber wir vermissen die sprichwörtliche Schweizer Höflichkeit sehr: Du musst gut auf Deine Nase aufpassen, wenn Du durch einen Eingang gehst, besonders wenn Du weniger als 1m hinter jemandem folgst: er/sie ist in der Lage, die Tür vor Dir zuzuschletzen (hauchdeutsch: zuschlagen lassen). Frauen werden nicht gegrüsst und kaum beachtet, VerkäuferInnen beenden ihr Gespräch, bevor sie sich den Kunden zuwenden.
    Bei unserem letzten Besuch in der Schweiz haben wir die Freundlichkeit wieder aufgetankt.

    Ach ja, sorry, das ist ja ein Blog zum Verständnis der Schweizersprache für Ausländer und nicht der Anglizismen.

  14. Michael2 Says:

    Bin grad zufälligerweise auf die Seite gestossen. Find ich köstlich (als in der Schweiz lebender, vom Blut her halb Deutscher).

    Aber zum Thema Gebührenpflichtige Parkplätze:
    Es liegt nicht am VCS, der möchte ggf. Parkplätze verhindern, aber die Kosten werden per Gesetz verordnet. Diese Regelung ist auch kantonal unterschiedlich (die Gemeinden haben aber nichts zu sagen).
    Im Aargau ist es so, dass sämtliche Parkfelder, die mehr als 300 ‚Stellplätze‘ aufweisen, ‚bewirtschaftet‘ werden müssen. Diese Regelung trat allerdings erst vor einigen Jahren in Kraft, was vorher gebaut wurde, darf noch ‚gratis‘ sein, will jedoch der betreffende Konsumtempel zusätzliche Parkplätze bauen, gilt für das gesamte Parkfeld die neue Regelung, welche aber auch seine Vorteile hat:

    Zum einen möchte man verhindern, dass du wegen einer Tube Senf mit dem Auto zum Laden fährst.

    Anderseits gilt wie auch schon beschrieben, das Verursacherprinzip: Denn der Bau der Parkplätze hat etwas gekostet, der Unterhalt (Reinigung usw.)auch. Und dieses Geld muss der Laden auch irgendwie wieder reinkriegen, ohne Parkplatzgebühren würde einfach etwas von den Margen abgezweigt.
    Und dies wiederum hätte negative Folgen für Leute, welche zu Fuss oder mit dem ÖPNV einkaufen gingen, müssten sie doch die Parkplätze quersubventionieren…

  15. Peter Thiel Says:

    Für mich sind fehlende Parkplätze nie so richtig ein Problem, weil, im Gegensatz zu D ich hier in CH gar kein eigenes Auto benötige.
    Einerseits sind die öffentlichen Verkehrsmittel viel besser und dann gibt es noch Mobility.
    Mobility kann eigentlich nur in der CH funktionieren, in allen anderen Ländern gehört ein eigenes Auto zwischen 30% und 50% zum Ego.
    Wenn ich dann daran denke, dass meine monatlichen Mobility Aufwendungen niedriger sind, als die Garagenkosten meines Kollegen, dass ich dazu nie Parkplatzprobleme habe (zumindest nicht am Rückgabeort), und dass allenfalls anfallende Parkgebühren über den eingesparten Kaufpreis/Wartungspreis eines PW’s locker kompensiert werden, können, dann kann die Problemursache nicht der „gebührenpflichtige“ Parkplatz sein.
    Vermutlich ist es so, da D als Autoproduzent eine viel grössere „Autofreundliche“ Lobby hat und CH eben hier, wie in vielen anderen Dingen, pragmatischer, effizienter ist und somit dem Auto einen angemesseneren Stellenwert einräumen kann.

  16. Paul Märki Says:

    Grundsätzlich finde ich es gut, wenn das Parkieren erschwert wird. Der modal split (Verhältnis zwischen Fahrten mit PW und mit öffentlichem Verkehr) kann nur dann im ökologischen Sinne verbessert werden, wenn man:
    1. Den öffentlichen Verkehr fördert
    2. Den Privatverkehr behindert

  17. smartpepe Says:

    Für alle die mehr Regulierung wollen, also Behinderung: Es ist müssig darüber zu diskutieren ob der Wohlstand einer Gesellschaft mehr oder weniger wert ist als deren Ökosystem? Und zum Wohlstand gehört auch frei parken zu dürfen. Da stehen meiner Meinung nach zwei Meinungen 50/50 gegeneinander. Ständig wird daraus aber ein Gewicht in die eine oder andere Richtung abgeleitet. Nach eigener, also anarchischer Meinung. Die Moralapostel meinen, jeder muss doch für Umweltschutz sein, auch wenn es nicht erwiesen ist, dass in der Ökobilanz der ÖV besser abschneidet als der Individualverkehr. Sicher ist beides nicht umweltschonend. Dann müssten wir uns aber wieder zu Fuss oder dem Pferd bewegen. Wie im Mittelalter eben. Selbst zu diesen Zeiten hat man sich aber über die Misthaufen auf der Strasse beschwert. Summasumarum – es ist willkürlich von emotionalen Wünschen und Machtverhältnissen abhängig wie man dazu steht oder dazu stehen darf. Wie eben früher auch, wo der Fürst meinte durch das Tal nur die zu lassen, die ihm Zoll bezahlten. Wir haben halt alle nicht viel dazu gelernt, seit dieser Zeit. Heute heisst es Parkgebühren wegen „Umweltschutz“ und früher eben „Wegezoll“ weil Du mein Land durchquerst. Es geht ausschliesslich um eine Frage „Wie kann ich die anderen ausnutzen und an ihre Kohle kommen!!“.

    PS: Die Schweiz oder auch nur einen Teil mit Singapur oder Bangkok zu Vergleichen und daraus etwas abzuleiten, strotzt sicherlich ein bisschen vor Grössenwahn, gell 😉

  18. Nicole Says:

    und ich kenne keine so engen parkplätze wie in der schweiz….!!!!
    kein wunder das so viele autos diese beulen an den seiten haben. wie soll man auch sonst ins auto rein- oder rauskommen? :-)))

  19. Rondi Says:

    Ich lasse mir diese Parkgebühren nicht gefallen. Wenn der letzte Laden in der Schweiz Parkgebühren eingeführt hat, dann gehe ich halt auch für eine Tube Senf nach Deutschland einkaufen oder an eine Tankstelle. Ohne Schikane einkaufen zu können ist auch ein Stück Lebensgefühl. (Die Ökobilanz ist dann sicher schlechter)

    Die kleinen Parkplätze in der Schweiz führen nur zu riesigen Staus, da niemand Lust hat, den ganzen Einkauf in den Bus und von da aus nach Hause zu schleppen. Wenn ich nach Deutschland einkaufen fahre (was an gewissen Samstagen sogar schneller sein kann als bei Carrefour in Dietlikon einen Parkplatz zu suchen), hat es dort immer freie Parkplätze. Stau gibt es höchstens an den Kassen.

    Noch ein Wort zum Thema Quersubventionierung. Wird nicht auch der ÖV zu Lasten der Autofahrer quersubventioniert? Sollen doch die ganzen ÖV-Benutzer mal den vollen Preis für ihre Mobilität bezahlen, dann bezahle ich auch gerne die vernachläßigbare Summe 5 Quadratmeter Parkplatz mit meinem Auto ein paar Minuten zu besetzen.

  20. eddie hofmann Says:

    Ich wohne schon seit vielen Jahren in Schweden, ein riesiges Land mit sehr wenig Leuten. Nun habe ich eine Exportidé. Da es ja hier genügend freie Parkplätze gibt ist mein Vorschlag dass man diese Plätze komprimiert in die Schweiz schickt als aufblasbares Modell, das im Auto zusammengefaltet sehr wenig Platz beansprucht. Das würde die schwedische Handelsbilanz fördern. Als Gegenleistung könnte man in Schweden aufblasbare Jodelchöre importieren oder Lawinen im praktischen Kleinformat.
    Auch Landwirtschtsgeruch ist sehr gängig hierzulande.
    Eddie Hofmann

  21. Andreas Says:

    Ikea hat das in Dietikon schon probiert, durfte die Schwedischen Parkplätze dann aber wegen dem Verbandsbeschwerderecht nicht aufblasen und zahlt jetzt vernünftigerweise im Argau steuern.

    PS: Ja ich weis, der Beitrag ist uralt

  22. Urs Says:

    Die Vorschrift, Gebühren zu verlangen für Parkplätze entsteht bei allen neuen Bauten und bei alten Bauten, die aber umgebaut werden so viel ich weiss. Deshalb muss in Bülach, seitdem die den Laden von der Waro in die Coop umgebaut haben, Parkgebühr bezahlt werden.

  23. vierundachtzig Says:

    Eine fantastische Seite über die liebenswerten Eigenheiten der Bewohner unseres südlichen Nachbarlandes! Nett finde ich auch, dass sich beim Autor selbst inzwischen Helvetismen einschleichen: So nutzt man in Deutschland Parkplätze (egal welcher Art) nicht „für“ Dauer, sondern „auf“ Dauer.
    Übrigens, mein persönlicher Favorit: Dieses Jahr durften bei den Feiern zum 1. August in den meisten Kantonen keine Feuerwerke abgebrannt werden. Woraufhin in der Gemeinde, in der ich Ferien machte, entsprechende Schilder aufgehängt wurden. Und damit auch niemand das Verbot missachtet, stand am Schluss: „Fehlbare werden geahndet und verzeigt“. 🙂 Für uns Deutsche war das gleich dreifach lustig, denn sowohl „fehlbar“/“Fehlbare“ als auch etwas „ahnden“ klingt für unsere Ohren eher altertümlich, und „verzeigen“ kennt man schon gar nicht. Es ist so schade, dass man nicht quasi in die Ohren von anderen hineinschlüpfen kann, um zu hören, wie Hochdeutsch für sie klingt!! Wahrscheinlich manchmal genau so merkwürdig wie andersherum. Aber nett!

    [Anmerkung Admin: Das Thema „verzeigen“ ist hier besprochen: http://www.blogwiese.ch/archives/20 ]

  24. Rondi Says:

    Hochdeutsch und auch Deutsch, wie es in De ausgesprochen wird, klingt dank Schule, Arbeit und vor allem Fernsehen überhaupt nicht merkwürdig, sondern sehr vertraut.
    Damit wir den Deutschen nachfühlen können, müssen wir schon nach Österreich fahren. Dort steht z.B. auf der Autobahn nicht Stau sondern Stauung. Man trifft immer wieder auf etwas ungewohnte Ausdrücke. Vielleicht müsste ich vor dem nächsten Österreichausflug ein bisschen ORF schauen 😉

  25. Jumper Says:

    Apropos Schilder; es hat mich schon erschreckt was es für einen Schilderwald mit richterlichen Parkierverboten in machen Schweizer Städten gibt. z.B. Laufenburg. Da haben die Richter ja richtig Arbeit mit oder versteh ich das was falsch?

  26. Rabea Says:

    Naja bei uns in Basel finde ich geht es Parkplatztechnisch schon noch, hatte nie Probleme einen zu bekommen, zumindest um die Kernstadt drumherum. Und auf den blauen Parkplätzen kann man ab 19Uhr kostenlos parkieren bis am Morgen, auf den weissen solange kein Schild oder ne Parkuhr da ist, so lange man möchte. Ausser die brauchen den Platz mal wieder, weil jemand zügelt 😀

    Aber da man in den grösseren Städten(insofern man eine Stadt in der Schweiz gross nennen kann 😉 eh getrost auf sein Auto verzichten.

  27. Jean-Louis Says:

    # Nicole Says:
    November 7th, 2006 at 3:33 pm

    und ich kenne keine so engen parkplätze wie in der schweiz….!!!!
    kein wunder das so viele autos diese beulen an den seiten haben. wie soll man auch sonst ins auto rein- oder rauskommen? 🙂 ))

    Vielleicht bin ich schon zu spät mit meiner Antwort:

    Die Parkplätze sind nicht so eng oder zu klein bemessen! Die Fahrzeuge sind zu wuchtig oder auch zu gross. Wozu braucht „frau“ mit durchschnittlich 1,4 Kindern einen Bus oder einen „SUV“? Um die Tube Senf im Einkaufszentrum abzuholen? Ins Auto rein- oder rauskommen, ist wohl nicht das Problem…

    Betrachten wir das CH-Strassenbild, so wird im kleinen Land das Problem unlösbar: Immer grössere Fahrzeuge… Wir malen also die Parkplätze um: Grösser und schöner, dafür wegen Platzmangel noch weniger „bewirtschaftete Plätze“… Was kostet wohl diese „Beulen-Spar-Aktion“?

    Alternativ-kreativ könnten wir ja unsere Alpen „erschliessen“: Parkhaus-Einfahrt am Bergfuss, Liftsystem und Verteiltunnel – neutral, ausgewogen – nach links und rechts! Mit direktem öV-Anschluss an die S-Bahn, um das Büro, bzw. das Haus im Grünen zu erreichen.

    Porta Alpina? Das ist doch zu kurz gedacht: Aussteigen unterwegs, 800 m Lift fahren, Aussicht geniessen, 800 m Lift fahren, und zurück nach Rom oder Berlin? Das wäre fast schon japanisches Tempo!

    Gerne lade ich ein zur „Vernehmlassung zur Erweiterten Alpen-Parkraum-Erschliessung mit öV-Anschluss bis zur letzten Meile“…

    „Schick ein SMS mit EURO9 an….“. Die Vision auf Deinem „Handy“… EUROVISION…. oder EuroSport?…

  28. joris Says:

    Dein letztes Bild zeigt übrigens keine Gratisparkplätze. Die Gebühr muss man an einer zentralen Parkuhr entrichten. daher sind die einzelne Plätze auch numeriert.

    [Anmerkung Admin: Danke für den tollen Hinweis. Das letzte Bild ist genauso beschriftet: „Reglementiertes und kostenpflichtiges Parken überall, hier in “weissen Zonen”“.]

  29. pit vo lissabon Says:

    für basler lautet die lösung: einkaufen bei aldi süd in grenzach mit anschliessendem mittagessen in deutschland. freuet euch ihr basler detaillisten und gastronomen.

  30. pit vo lissabon Says:

    hallo pakery, in basel heissen die zürcher serwilaa weder klöpfer noch chlöpfer sondern glöpfer. das fänomen heisst lenisierung.

  31. pit vo lissabon Says:

    sorry jens, dieser beitrag gehört zu den finken, die stinken.

  32. Ralf Says:

    Mein Kommentar:

    Öffentliches Parken: Parken in der Innenstadtzone in einer süddeutschen Stadt, wo es so gut wie keine kostenlosen Parkplätze gibt, kostet in der Stunde 2 EUR. Zwei Stunden kosten 4 EUR, das sind ca. 6 CHF. In Zürich zahle ich für 2 h 2 CHF, also ist öffentliches Parken in D dreimal so teuer als in CH.

    Anwohnersituation: In seiner Strasse zahlt man 50 EUR pro Jahr, so dass man => tagsüber theoretisch einen Anspruch hat, in seiner Strasse zu parken, sofern nicht Besucher diese zustellen; somit ist das eigentlich nur eine Protektion gegenüber Strafzettel, wenn man => tagsüber in seiner Strasse parken sollte. „Tagsüber“, denn tagsüber ist man auf Arbeit und hat das Auto mitgenommen. Abends bzw. am Wochenende, wenn man zuhause ist und den Parplatz braucht, ist Parken auch für Nicht-Anwohner erlaubt und alles zugestellt. Warum? Weil die städtischen Behörden sagen: Tagsüber verteilen wir Knöllchen, deswegen muss tagsüber Parken verboten sein für Nicht-Anwohner. Man passt die Parkverbote an die eigenen Arbeitszeiten an, nicht an die Bedürfnisse der anwohnenden Bürger. Behördenlogik krasser Natur.

    Ralf

  33. Peter Lazonby Says:

    Eigentlich kaum verständlich, dass in einem so hochentwickelten Land wie der Schweiz soviele Politiker nicht begreifen, dass man den Autoverkehr nicht eindämmt, in dem man ihn erschwert.

  34. JoJo vo Winti Says:

    Übrigens, in Winterthur „kultivieren“ Quartierpolizisten freundschaftliche Beziehungen zu Einwohnern die ich als pensioniert, gelangweilt, geltungssüchtig, stramme Patrioten, „Bünzlis“, Denunzianten etc. bezeichnen würde.
    Diese lieben Mitmenschen haben meist einen Hund den sie abends Gassi führen (fällt weniger auf). Nebenbei markieren diese Leute die Autoreifen mit Kreide damit sie sehen wie viele Male jemand auf öffentlichem Grund parkierte. Auswärtige die ihre Liebste öfters über Nacht besuchten erlebten ihr blaues Wunder 🙂
    Um die Stadtkassen zu füllen ist der Stadtverwaltung jedes Mittel recht. Dem „Mitarbeiter“ winkt dann auch eine Belohnung. Wie diese aussieht entzieht sich meiner Kenntnis. Nachtessen mit Polizisten? Medallie für gute Verdienste?

  35. Heidi Says:

    Wer Geld für ein Auto hat (die kosten ja heute oft eine Stange Geld), soll ruhig auch etwas für den Parkplatz bezahlen. Denn er besetzt mit seiner Kiste ja öffentlichen oder privaten Grund, macht Lärm, verschmutzt die Luft und verstopft die Strassen. Verursacherprinzip nennt man das. Dass die Parkplätze in der City mehr kosten, als jene auf dem Land, macht ebenfalls Sinn. Ueber den Preis wird der Verkehr, wenigstens minim, reguliert. Damit wir uns richtig verstehen: ich fahre auch Auto. Aber ich bezahle den Parplatz, den ich benutze, denn ich bin nicht der Meinung, für mich müsse alles gratis sein, wie käme ich auch dazu.

  36. Netti Says:

    Wer braucht den schon Parkplätze in St. Gallen. Da wirt es auch immer schwieriger.

    lg

  37. Fredy Says:

    Wer hat den da Probleme?

    Ich habe nicht einmal genug Geld für ein neues Taxi 😉

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