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Kinderhüte kann man in der Schweiz keinem Kind aufsetzen

  • Ein Hutausstatter für Kinder?
  • Durch Zufall stiess ich auf diesen Hutausstatter für Kinder. Kinderhüte sind der letzte Schrei, wussten Sie es noch noch nicht?
    Kinderhüte ohne Hut
    (Quelle: physioteam-fischer.ch)

    Die Hüte ist auch keine Hütte mit einem „t“ zu wenig, da sollten Sie auf der Hut sein, denn hier wird gehütet, das ist ein ganz alter Hut.

  • Kinderhüte in der Schweiz
  • Für das Schweizerwort „Kinderhüte“ fanden wir bei Google-CH 4960 Belege. Keinen davon konnte man aufsetzen.
    Anders sieht es bei Google-DE aus. Dort geht es ausschliesslich um Kopfbedeckungen für Kinder. Ein wunderbares Teekesselchen, finden Sie nicht? Mein Teekesselchen ist aus Filz, und dein Teekesselchen ist umsonst für Physio-Kunden

    Hier ein Kinderhut in Deutschland:
    Kinderhut ohne Hüte
    (Quelle: hutsalon-erika.de)

    Also Kinder, tragt weiter Hüte, sonst kommt ihr in die Kinderhüte.

    

    7 Responses to “Kinderhüte kann man in der Schweiz keinem Kind aufsetzen”

    1. kinder games Says:

      Ich hüte meine Kinder mit Spielen. Effizient und sie lernen noch was.

    2. Phipu Says:

      Hallo Jens,

      Welkom bäck aus den Ferien und mit neuen Original-Loads.

      Hier noch ein paar weitere ergoogelte Statistiken: „Kinderhüeti“ gibt auch immer noch 4870 Einträge, und „Chinderhüeti“ gar 5810 Treffer. Und dann ist da noch der Einzelgänger „Kinderhieti“, der sehr auf den Basler Sprachraum hindeutet. (Nur so zur grammatikalischen Präzision, ich sschreibe hier über das Dialektwort, das verhochdeutscht mit „die Kinderhüte“ [Einzahl] geschrieben werden kann).

      Erstaunlicherweise findet sich unter „Chinderhüet“ (deutsch: Kinderhüte, Mehrzahl von „der Kinderhut“) nur das verstümmelte Wort „Chinderhüeti“. Es werden also auf Dialekt kaum Kinderkopfbedeckungen ins Netz gestellt.

      Wer diese Verwechslungen in deutschen Ohren meiden will, darf getrost auch heute noch mit dem internetsurfenden Strom schwimmen und auf „Kinderhort“ (57’600 Einträge) oder „Kinderhütedienst“ (21’100 Treffer, immer bei Google.ch, Seiten aus der Schweiz) zurückgreifen.

    3. Simone Says:

      Das zeigt wieder einmal die herausragende Fähigkeit, sich ein Wort zu konstruieren, wenn einem das passende gerade nicht einfällt.

    4. Lupoino Says:

      Hallo Jens, willkommen zurück. Schlimm, dieses Blogwiese-Sommerloch (Bindestrichalarm…).

      Die Hutindustrie kann sich freuen: der Blick hat uns gestern Abend informiert (unter dem Title ‚Hilfe, noch mehr Deutsche‘) dass die deutsche Frau um 0,2 Kinder zugelegt hat. Haben wir wahrscheinlich Frau von der Leyens Beispiel zu verdanken

    5. solanna Says:

      @Simone

      Wie kommst Du darauf, dass da Bezeichnungen geschaffen wurden, weil die „richtige“ Bezeichnung jemandem nicht einfiel?

      Bestimmt muss niemand nach dem Wort Kinderhort oder Kinderhütedienst suchen, aber diese Bezeichnungen kamen den Anbieterinnen einer Kinderhüte, korrekt Kinderkrippe oder Kinderhort etc. nicht freundlich und liebevoll genug vor für ihr mit Herzblut gestaltetes Refugium. Sie wollen ja nicht eine Kinderaufbewahrungsanstalt anpreisen, sondern einen Ort, an dem sich Kinder heimisch fühlen. Da ist halt bei uns Mundartfärbung höher im Kurs als Korrekt-Standarddeutsch.

      Dennoch gibt es auch bei uns Regeln, was man unter den verschiedenen Bezheichnungen zu verstehen hat: Krippe (regelmässig, wochentags, den ganzen Tag über, meist für Vorschulkinder), Kinderhort (desgl.: regelmässig, wochentags, aber für Schulkinder in der unterrichtsfreien Zeit), Kinderhütedienst (unregelmässig, situationsbedingt, z.B. an einzelnen Nachmittagen oder an Veranstaltungen, damit die Eltern unbelastet daran teilnehmen können, in Einkaufszentren etc., oft auch als Kinderparadies etc. bezeichnet.

      Um die Institution noch deutlicher als liebevollen, persönlich-originellen Ort anzupreisen, heissen zumindest die privaten Angebote oft entsprechend, etwa Vogelnäschtli, Villa Kunterbunt, Häxeburg …

    6. Barbarella Says:

      Wie genial!
      .. da wäre ich jetzt auch nicht drauf gekommen, dass diese Kinderhüte vom behütet werden statt dem gut behütet sein à la „Kappa-Karle“ kommt *lach*

    7. Gery us Büüli Says:

      Da läuft doch was schief. Da heisst doch nicht Kinderhüte. Auch wenn dort Kinder gehütet werden.
      Die richtige Bezeichnung wäre dann wohl eher Kinderhort. Auch wenn da die Kinder nicht gehortet, sondern gehütet werden. Alles klar? Ist doch logisch.., oder? hihihihi

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