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Kopfwackeln im Open Space

  • Open Space klingt nach Weltall
  • Ich arbeite in einem Grossraumbüro mit ca. 20 Schreibtischen. Früher gab es in solchen Büros Lärmschutzwände und jeder sass in so einem kleinen Kabuff für sich, doch der neuste Trend heute sind „open space“ Arbeitsplätze. Das klingt jetzt ein bisschen nach Space Shuttle, dem Weltall und seinen unendlichen Weiten, bedeutet aber lediglich, dass niemand mehr einen festen Schreibtisch für sich hat, mit den Fotos der Liebsten und einem privaten Bürokaktus draufstehend, sondern dass man jeden Morgen neu entscheiden kann, wo man sitzen möchte. Es empfiehlt sich also, früh zu erscheinen, denn die Fensterplätze sind rasch belegt.

  • Auch im Stehen kann man arbeiten
  • An den Tischen sind mehrere Steckdosen und ein Netzwerkanschluss. Sie lassen sich per Knopfdruck und Hydraulik in Stehtische umwandeln. Das schont den Rücken und mindert die Krankheitsrate der typischen Hexenschuss-Geplagten. Das einzige persönliche Arbeitsmittel ist ein Notebook, welches man leicht überall hin mitnehmen kann, und dessen Netzteil sich an jedem Tisch eingestöpselt lässt.

    Diese Arbeitsweise im „offenen Raum“ soll die Kommunikation und Teamarbeit fördern. Fest installierte Telefone gibt es keine am Tisch, und zum Telefonieren geht man in kleine, abgetrennte Räume mit Glaswänden, die gut schallisoliert sind. Dort verwendet man sein Handy oder ein Telefon mit Freisprecheinrichtung, um weiterhin mit beiden Händen das Notebook bedienen zu können. Für Kaffee, Tee oder Wasser zum Trinken sowie täglich frisches Obst ist ebenfalls kostenlos gesorgt. Wer sein Notebook abends nicht mit heim schleppen will, kann es in ein Schrankfach einschliessen.

    Gegen was hilft Kopfwackeln
    Einen Nachteil hat diese „open space“ Arbeitsweise jedoch. Man sieht genau, was die anderen tun und wird selbst bei allem gesehen. Sei es nun beim Naselpopeln, beim am Kopf kratzen oder beim neusten Trend, der fortgeschrittenen Halsgymnastik. Vor mir sitzt ein Kollege, der mindesten einmal alle 15 Minuten seinen Kopf langsam nach links auf die Schulter legt, dann nach rechts, dann vielleicht noch ein zweites Mal auf beiden Seiten. Es sieht merkwürdig aus, dieses Kopfgewackel. Ich weiss nicht, ob das seine Vorbeugemassnahme gegen Nackenstarre ist, oder ein altes Warmhaltetraining aus seiner Zeit als Kopfballspieler, ich staune einfach nur.

    Oft muss ich dann an den alten Witz von dem asiatischen Henker denken, der die zum Tode Verurteilten mit einem extrem gut geschliffenen Schwert ins Jenseits beförderte. Eines Tages sagte dann bei der Hinrichtung ein Verurteilter zu ihm: „Herr Scharfrichter, Sie haben mich vergessen!“ Worauf dieser antwortet: „Na, dann nicken Sie doch mal“. Also lieber nicht zu viel Nicken und mit dem Kopf wackeln, sonst fällt er ab.

    

    10 Responses to “Kopfwackeln im Open Space”

    1. Kathrin Says:

      Richitg so, Jens. Wurde auch Zeit.

    2. Lupino Says:

      Endlich! 🙂 Ich habe mich häufig tierisch geärgert und habe fast aufgehört die Blogwiese zu lesen. Ich beziehe genug Prügel im Tagi, brauche nicht auch noch den Zürcher dazu. Vielen Dank 🙂

      Lupino

    3. Brun(o)egg Says:

      Bingo!
      E Zircher halt. Me mues nochsichtig si mit däne. Si wisses und kennes nit besser. Har-Har.

    4. AnFra Says:

      Grundzüge und Mysterium der Spiegelung:

      Ein Spiegel ist eine reflektierende Fläche – glatt und sauber genug, dass reflektiertes Licht nach dem physikalischen, soziologischen und nachbarschaftlichen Reflexionsgesetz seine Parallelität üblicherweise behält und somit ein Abbild des Emittenten entstehen kann.
      Die Rauhigkeit der vom Emittenten ausgewählten Spiegelfläche muss dafür kleiner sein als etwa die halbe Gedankenlänge des Emittenten.
      Eine gröbere Spiegelfläche remittiert zwar ebenfalls alles Licht, jedoch wird dieses hierbei zwangsläufig ungeordneter und dadurch diffuser in alle Richtungen gestreut und der Emittent kann sich deshalb nur noch etwas unscharf oder sogar verzerrt erkennen.
      Der Emittent kann die Spiegelflächen, ob fein- oder grobflächig, für die empfundenen diffusen Ebenbilder nicht verantwortlich machen, da ja diese Spiegelflächen je nach vorgefundener Rauheit die empfangenen Abbilder nur reflektieren und nicht ein eigenes ursprüngliches und ausgesendetes Abbild erzeugen kann.

      Ergo: Mit einem Spiegel ist der Sender zugleich der Empfänger des eigenen Abbildes.

    5. Holger Says:

      Huch, was ist denn nun plötzlich los?
      Ich kenne ja nicht die zensierten Beiträge des Zürchers, aber der heutige erste war doch durchaus witzig. Und überhaupt gefallen mir seine Beiträge in letzter Zeit gar nicht mal schlecht. Meistens sinnfrei, aber unterhaltend.
      Ich fänd’s schade, wenn er zensiert würde.

      @Zürcher:
      Wenn schon Himmelsrichtungen, dann ist Jens West- und nicht Norddeutscher.

      [Anmerkung Admin: Du willst sie nicht kennen, glaub mir. Ich schicke dir gern seine Email, dann kannst du sie bei ihm persönlich erfragen.]

    6. Schnee Says:

      Und ich hatte angenommen, die Unsitte, Menschen in bahnhofshallenähnlichen Büroräumen arbeiten zu lassen, wäre nur in Deutschland noch nicht ausgestorben. Offensichtlich liest man auch in Norwegen nicht gern wired: http://www.wired.com/wired/archive/7.02/chiat.html?pg=1&topic=&topic_set=

      Grüße,
      S.

    7. Holger Says:

      @Zürcher
      Ich bin enttäuscht. Dieser Goebbels-Vergleich ist nicht witzig, sondern niveaulos, beleidigend, zusammenhangslos, einfallslos. Bei diesem schweizer Parlaments-Hinterbänkler abgekupfert. Ich bedaure es, Dich in schutz genommen zu haben.
      Abgesehen davon, provozierst Du damit wahrscheinlich keinen Deutschen mehr. Das ruft doch nur noch Gähnen hervor.

    8. roko Says:

      Schade was aus diesem Blog geworden ist.

      [Anmerkung Admin: Nicht traurig sein. Trolle kommen und gehen wieder, gute Ideen auch. Kann nicht immer alles spritzig witzig und neu sein in der Welt 😉 ]

    9. wolfi Says:

      ja jens, ehrlich gesagt verstehe ich dich nicht.
      warum ersparst du dir und allen lesern nicht diesen armen chaib?
      glaub nicht, dass da ein zürcher ist, auf gar keinen fall.
      kenne genügend zürcher, sind weit freundlicher als ihr ruf…..

      hab mal mitgelesen, als er waliserdeutsch für innerschwyzer dialekt hielt. was für ein fauxpas.
      er ist vermutlich eine einsame seele, die halt gern beleidigt, nur wiegesagt, finds einfach nur widerwärtig weiterhin darauf einzugehen.

      falls du vorhast, hier aktiv weiterzumachen, dann erspar dir und uns das qequasel. schönen dank.

      p.s
      glückwunsch, es auf diese seite geschafft zu haben 😉

      http://www.vbz.ch/vbz_opencms/opencms/vbz/deutsch/Stellen/Fahren_in_Zuerich/grueezi.html

      wolfi

    10. Sweasy Says:

      Ihren ausführlichen Beitrag zu Swissmint fand ich besonders gut.
      Ein guter Tipp: Damit Sie auch in Zukunft erfolgreich bloggen, ist es
      sehr empfehlenswert oft zu blinzeln. Regelmässiges Blinzeln verhindert
      Augenschmerzen vor allem bei der Arbeit am Bildschirm

      Schönes Wochenende