Wenn Du nie was ausgibst, kannst Du nie was sparen — Schnäppchenjagd à la Suisse

October 17th, 2011

(reload vom 27.6.07)

  • Wo wir richtig sparen lernten
  • Den Deutschen in der Schweiz eilt der Ruf voraus, ständig übers Geld zu reden, sich darüber zu beschweren, wie teuer hierzulande alles ist und wie viel günstiger doch ein Einkauf bei Aldi im benachbarten Deutschland käme. „Schnäppchenjagen“ sei eine besonders deutsche Leidenschaft, von der die Schweizer noch weit entfernt sind, und „Geiz ist geil“ sei als Werbespruch für diese Mentalität eine typisch Manifestation. Nun, die wahren Schnäppchenjäger, die dazu auch noch rechnen können, leben aber in der Schweiz. Neulich waren wir bei Coop in Bachenbülach einkaufen und erhielten an der Kasse einen Gutschein, für den auch im Internet geworben wird:

    3 Rappen pro Liter sparen
    (Quelle: Coop)

  • 3 Rappen Rabatt pro Liter Benzin & Diesel
  • Da kann man echt nicht meckern. Flugs warten wir bis unser Auto dringend vollgetankt werden muss und fahren los zu Coop, diesen Gutschein einzulösen. Einmal volltanken bedeutet bei unserem Auto die stattliche Zahl von 35 Litern Benzin. 35 x 3 Rappen = 105 Rappen gespart! Das sind ein Schweizer Franken und 5 Rappen Reingewinn! Nur leider mussten wir, um bei Coop einkaufen zu können und diesen Gutschein zu erhalten, erst mal auf den gebührenpflichtigen Parkplatz fahren. Dort kostet 1 Franken pro Stunde, echt billig. So blieben uns immer noch 5 Rappen, die wir gespart haben.

    Bei einem richtig grossen Auto, wie wir es nicht haben aber viele Schweizer es fahren, wäre diese Rechnung natürlich gaaanz anders ausgefallen. Gehen wir mal von einem 70 Liter Tank aus, dann würde einmal Volltanken mit einem satten Rabatt von 2.10 Franken zu Buche schlagen! Abzüglich der 100 Rappen für den Parkplatz bleiben dann 1.10 Franken Reingewinn. Nicht schlecht.

    Was kann man eigentlich bei Coop für 1.10 Franken kaufen? Auf der Schnäppchenliste vom Juni 2007.

    Schnaeppchenliste Coop
    (Quelle: Coop)

    sind als günstigste Produkte Eisbergsalat für 1.30 Fr. und „Pariserbrot“ für 1.30 statt 1.60 Franken zu haben. Müssen wir eben schnell die gekauften 35 Liter Benzin mit dem Auto verfahren und erneut tanken, dann würde uns mit dem nächsten nächsten Rabatt das Geld gutgeschrieben. Denn wenn wir nie was ausgeben, können wir auch nie was sparen, so einfach ist das.

    Was ist ein Hiat? — Linguistik und Volksmusik ergänzen sich nicht

    October 14th, 2011

    (reload vom 26.6.07)

  • Als die Mädchen aus der Schlucht ins Unterland kamen
  • Neulich entdeckten ich auf einem Plakat im Unterland die Ankündigung, dass demnächst die “bayrischen Hiatamadln“ in der Nähe auftreten werden.

    Hiatamadln
    (Quelle Foto: rema-cocerts.de)

    Der Name dieser Gruppe liess mir keine Ruhe. Wie kommt denn die Linguistik nach Bayern? Denn was ein „Hiat“ oder „Hiatus“ ist, dass hatte ich im Studium gelernt. Das “t” im Wort “Hiata” ist z. B. einer.

  • Was ist ein Hiat?
  • Hiat bzw. Hiatus (lat.: Vokalzusammenstoß) meint in der Linguistik den Fall, dass in zwei aufeinanderfolgenden Silben der letzte Laut der ersten Silbe und der erste Laut der zweiten ein Vokal oder Diphthong sind. Solche Vokalfolgen sind oft unerwünscht und werden deshalb durch Einschieben von Konsonanten oder Lautgruppen verhindert (Hiatvermeidung). Mit diesem Prinzip lassen sich Fälle wie -n- in “amerika-n-isch”, “-es-” in “chin-es-isch”, “-les-” in “kongo-les-isch”, “-t-” in “Tokio-t-er” etc. erklären.
    (Quelle: Wikipedia)

    Da ich nicht davon ausging, dass sich die bayrischen Mädel dieser Gruppe in einem Linguistischen Proseminar zum Thema „Vokalzusammenstoss“ kennenlernte, musste es mit dem Name eine andere Bewandtnis haben.

  • Ein Hiat ist eine Kluft
  • Unser Duden half weiter, denn es gibt noch andere Bedeutungen von „Hiat“:

    Hiat, der; -s, -e, Hiatus, der; -, - […tu:s; lat. hiatus, eigtl. = Kluft]:
    1. (Med.) Öffnung, Spalt im Muskel od. im Knochen.

    Kluften, Spalten und Öffnungen, die gibt es im Gebirge in grosser Anzahl. Sind es also die „Schluchtenmädchen“, die sich da als Hiatamadln anbieten? Laut Duden hinterlässt ein Hiat keine Ablagerungen und keine Funde:

    3. (Geol.) Zeitraum, in dem in einem bestimmten Gebiet im Unterschied zu einem benachbarten keine Ablagerung stattfindet.
    4. (Prähist.) Zeitraum ohne Funde (der auf eine Unterbrechung der Besiedlung eines bestimmten Gebietes schließen lässt).
    (Quelle: duden.de)

  • Die Mädels mit den dicken Waden
  • Doch wir waren weit entfernt von der Lösung des Rätsels. Schluchten und Klüften entfernt von der einfachen wie schlüssigen Erklärung, die uns Wikipedia liefern konnte:

    Hiatamadl = Ein Volkstanz
    Der Name leitet sich von dem bekannten Tanzlied ab: “Koa Hiatamadl mog i net, hot koane dickn Wadln net, …” (Ich mag kein Hirtenmädchen, denn es hat keine dicken Waden, …)
    (Quelle: Wikipedia)

    Jetzt schweigen wir betroffen und sinnieren angestrengt darüber nach, warum der Dichter dieser bedeutenden Liedzeilen Mädel mit dicken Waden bevorzugt. Weil die nicht so rasch weglaufen können, wenn man sich ihnen nähert?

  • Blind für den Hiaten
  • Was lernen wir aus der Geschichte? Obwohl wir aus einer Gegend stammen, in der die “Wuast” auf der “Buaach” gegessen wird und die “Kiaache” im “Doaf” steht, erkannten wir nicht den Hirten im “Hiata“. So blind macht nur Sprachwissenschaft.

    Machen Sie Dampf oder setzen Sie Druck auf? — Neue alte Schweizer Redewendungen

    October 12th, 2011

    (reload vom 22.06.07)

  • Drucken mit dem Druckknopf
  • Die Norddeutsche Langnase Mike Krüger, von Haus aus gelernter und praktizierender Betonbauer, beteiligt am Bau des Elbtunnels, schrieb in jungen Jahren nicht nur Erfolge wie „Mein Gott Walter“, sondern auch Kalauer und Schüttelreime wie „Er würgte eine Klapperschlang bis ihre Klapper schlapper klang“ oder „Siehst Du dort den schlappen Lappen in seinen schlappen Lappenschlappen“.
    In einem seiner Nonsens-Lieder von 1975 ging es um einen „Drucker“. Das war damals ein Beruf, und nicht so ein Billigteil das Tinte verbraucht und auf dem Schreibtisch neben dem PC steht:

    Er kaufte sich einen Druckknopf
    und begann zu drucken,
    denn er war viel zu dumm
    um aus nem Bus zu gucken

    Mike Krüger schuf auch recht spassige Nachdichtungen von amerikanischen Songs, so wurde aus “Mama Leone” bei ihm “Seit ich hier wohne”, und “A boy named Sue” von Jonny Cash dichtete er nach als “Junge namens Susi”. Ausserdem verballhornte er Jürgen Drews “Ein Bett im Kornfeld” zu “Wenn die nach vorn fällt”, usw.

  • Es baut sich ein Tiefdruckgebiet auf
  • In Deutschland wird mitunter unter „Hochdruck“ gearbeitet, oder es „baut sich ein Tiefdruckgebiet auf“. Druck kann man grundsätzlich „machen“, so wie man mit einem Druckkopf drucken kann, und Kaffee kann man „aufsetzen“. Die Schweizer haben diese beiden Tätigkeiten geschickt kombiniert, und setzen einfach „Druck auf“. So lasen wir im Tages-Anzeiger vom 20.06.07.:

    Dann setzte er Druck auf

    Das es sich um keine journalistische Ente oder einen Druckfehler handelt, beweist uns der Google-Test. Es fanden sich 3190 Stellen in Google-CH. Beispiele:

    Für Straffreiheit des Drogenkonsums. Nationalratskommission setzt Druck auf.
    (Quelle: www.parlament.ch)

    Womit die Kommission hoffentlich am Drücker bleibt. Oder auch die SP:

    Road Pricing: SP setzt Druck auf
    (Quelle: 20min.ch)

    Auch in einem Reisebericht findet sich dieser Ausdruck:

    Keiner stresst uns (ausser wir uns selbst), niemand setzt Druck auf
    (Quelle: moniundrolli.ch)

  • Scotty, we need more power
  • Das war der klassische Befehl von Captain Kirk auf der Enterprise an seinen Schottischen Maschinisten Montgomery “Scotty” Scott, so bekannt wie das tatsächlich nie gesagte „Beam me up, Scotty“. Ob das “Druckaufsetzen” ein Vorläufer für “Power machen” ist, ein Überbleibsel aus der Zeit der Dampflokomotiven, als durch Anfeuern des Kessels der Wasserdruck erhöht wurde, also tatsächlich „mehr Druck aufgesetzt“ wurde? In Deutschland würde man in einer vergleichbaren Situation eher „Dampf machen“. Also wird hier vergleichsweise nur „heisse Luft“ erzeugt, viel Wind um nichts, ohne damit den Druck wirksam zu erhöhen.
    Unser Variantenwörterbuch meint:

    Druck: “Druck hinter etw. machen” A D; “Druck aufsetzen” CH D-mittelost: Dampf: “Dampf aufsetzen” CH; “Dampf hinter etw. machen” D

    Demzufolge ist “Druck aufsetzen” in D-mittelost auch gebräuchlich, “Dampf aufsetzen” rein schweizerisch und “Dampf machen” nur in Deutschland gebräuchlich. Gar nicht so einfach. Das braucht uns jetzt nicht bedrücken, ganz ohne Druck geht es auch.

    Wenn der Stiefel sinnig wird — Neue Schweizer Lieblingswörter

    October 10th, 2011

    (reload vom 20.6.07)

  • Der Sinn im Stiefel
  • Sagt doch neulich ein Schweizer Freund zu mir: „Du, das macht mich stiefelsinnig“. Nun weiss ich, dass viele Sachen nicht immer sinnig sondern eher unsinnig sind, dass man einen „Stiefel trinken“ kann, und davon ganz schön besoffen wird, aber diesen Sinn sinniger Weise im Stiefel zu suchen fiel mir bisher nicht ein. „Stiefelsinnig“ ist definitiv unser neues Schweizer Lieblingswort. Ziemlich alt, wie alles in der Schweiz, und schon in Grimms Wörterbuch erwähnt:

    STIEFELSINNIG, adj., ‘verdrieszlich, trübsinnig’, vgl. stiefel B 1 (sp. 2781); nur in der Schweiz, s. STALDER Schweiz 2, 398; FRIEDLI Bärndütsch 1, 112; ‘verrückt’ HUNZIKER Aargau 254; da seufzte ein alt kudermannli und sagte … er wett, er chönnt die ganze nacht da hocke und machte ein gesicht dazu trüb- und stiefelsinnig GOTTHELF w. 1, 365 Bartels.
    (Quelle: Grimms Wörterbuch)

    Man beachte die wichtige Feststellung, das wir es hier offensichtlich mit geschriebenem Bärndütsch zu tun haben, aber auch für das Aargau gibt es Belege. In Schweizer Diskussionsforen geht es zum Grundwortwortschatz:

    „mich macht das stiefelsinnig, wenn ich merke dass irgendetwas nicht stimmt und ich nicht an ihn herankomme“
    (Quelle: www.gordontraining.ch)

    Auch in aktuellen Blogs ist das hübsche Wort zu finden:

    Die Navigation macht einem fast stiefelsinnig, und barrierefrei ist die Site auch nicht.
    (Quelle: Reklame.moblog.ch)

    Die Online-Ausgabe der Berner Woche, der “ebund” verwendet es auch. Claro, ist ja auch Berndeutsch:

    Die nicht mehr ganz so frischen Söhne Mannheims machen mit ihrer Musik gewordenen Nächstenliebe die minderjährigen Töchter Berns stiefelsinnig
    (Quelle: ebund.ch)

    Ob in diesen Textstellen irgendwo „stiefelsinnig“ mit „verdriesslich, trübsinnig“ übersetzt werden kann? Wir lesen da eher Synonyme für „verrückt“ heraus.

  • Von stiefelsinnig zum Stiefelkönig
  • Ein ganz besonders stiefelsinniger Mensch muss übrigens 1919 von der Schweiz aus nach Österreich ausgewandert werden, um dort ein grosses Schuhhandelshaus zu gründen. Der Sinn ging ihm dabei verloren, aber zum König langte es allemal, flugs war die Idee zum „Stiefelkönig“ geboren. Eine erfolgreiche Idee, denn die Monarchie war in der frisch gegründeten „Republik Österreich“ nach dem 1. Weltkrieg gerade radikal abgeschafft worden. Kein „von“ oder sonstiger Adelstitel war mehr erlaubt, warum also nicht analog zum Walzerkönig einen „Stiefelkönig“ erschaffen? Macht Sinn, auch bei Stiefeln.
    P. S.: Wie wir durch einen Kommentar erfuhren, ist die Schreibweise “stigelisinnig” bei Google sogar häufiger anzutreffen als das Original, nämlich an 564 Stellen.

    Im Sperrfeuer, im Stausee und in der Verbannung: Die merkwürdigen Spielorte der Schweizer Fussballer

    October 7th, 2011

    (reload vom 18.10.2005)
    Aus aktuellem Anlass nehmen wir dieses Posting über die “Barrage” auf. Denn heute schreibt der Tagesanzeiger

    Wenn die Schweiz am Freitag ihre Auswärtspartie gegen Wales gewinnt und sich am Dienstag gegen Montenegro mit zwei Toren Differenz durchsetzt, hat sie den zweiten Platz in der Gruppe G auf sicher. Die Mannschaft von Ottmar Hitzfeld würde dann in der Barrage auf einen anderen Gruppenzweiten treffen
    (Quelle: Tagesanzeiger.ch 7.10.2011)

    Wer will hier in der Barrage (Stausee) spielen?

  • In der Barrage spielen:
  • Die Schweizer wollte an der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland teilnehmen. Leider konnten sie sich damals nicht rechtzeitig qualifizieren und müsste nun “in der Barrage spielen” (Titel Blick-Online vom 14.10.05).

    Natürlich verstand ich als Deutscher kein Wort und fragte alle Schweizer in meiner Umgebung, was das denn heisst, “in der Barrage“. Niemand wusste was Genaues. Also frage ich das wunderbare Online-Wörterbuch LEO und erfahre

    Der Damm, die Sperre, das Sperrfeuer, das Sperrwerk, die Stauanlage, der Staudamm, die Staustufe, das Stauwerk, die Stützschwelle, das Trommelfeuer und das Wehr.
    (Quelle)

    Also entweder findet das nächste Spiel in einem Stausee statt, oder irgendwo in einem Krisengebiet (Trommelfeuer, Sperrfeuer)?

    So nicht schlauer geworden, versuchte ich mein Glück bei der Süddeutschen Zeitung. Dort heisst es: Die Schweiz muss “Ab in die Relegation“. Barrage heisst Relegation. Ach so! Das hilft uns jetzt mächtig weiter, finden Sie nicht auch?

    Doch zum Glück haben wir ja Wiki:

    Relegation ist als Fremdwort nach einem lateinischen Wort (relegatio) gebildet. Ursprünglich bedeutet eine Relegation, dass man fortschickt, entfernt, ausschließt, verweist, verbannt, zurückweist. Bei den Römern bezeichnet sie speziell die mildeste Form der Verbannung, eine zeitlich oder räumlich begrenzte Verbannung (Quelle).

  • Gefährliche Zeiten für die Schweizer
  • Erst in den Stausee, dann ins Sperrfeuer, und jetzt in die Verbannung? Die Schweizer leben in gefährlichen und verwirrenden Zeiten.

    Aber es geht noch weiter, denn auch im Fussball kommt dieses Wort vor:

    Der Begriff „Relegation“ wurde seit 1982 umgangssprachlich auf verschiedene ähnliche Entscheidungsspiele und Entscheidungsrunden übertragen, bei denen es in der Regel um den Zugang zu einer Fußball-Liga oder einer Liga einer anderen Sportart geht. Oft handelte es sich dabei um reine Aufstiegsspiele oder Aufstiegsrunden, in denen alle beteiligten Mannschaften nur aufsteigen wollten, aber keine den Abstieg verhindern musste, z.B. in einem Entscheidungsspiel zwischen Tabellenführern zweier Ligen. Der im Fußball hierfür eigentlich geprägte und sprachlich korrekte Begriff lautet nicht „Relegationsspiel“, sondern „Qualifikationsspiel“. Ins Deutsche übertragen: nicht Abstiegsspiel, sondern Aufstiegsspiel. Ein Akt unfreiwilliger Komik ist es, wenn ein Trainer oder Spieler der Presse sagt „wir wollen die Relegation erreichen“. Dies heißt nämlich auf Deutsch „Wir wollen absteigen“.

  • Und was weiss Wiki zu „Barrage“?
  • Eine sogenannte Barrage gibt es in der Schweizer Fussballliga. Hier spielen der Tabellenneunte der sogenannten Super League gegen den Tabellenzweiten der Challenge League um einen Platz in der Super League. Der Sieger steigt in die Super League auf, der Verlierer bleibt in der Challenge League oder steigt von der Super League aus ab.

    Nur falls Sie nicht mehr ganz auf dem Laufenden sind: Es geht hier um Fussball in der Schweiz. Das ist dieses kleine viersprachige Land südlich von Deutschland. Hier heissen die Fussball-Ligen „Super League“ und „Challenge League“, weil dann am wenigsten Zoff zu erwarten ist zwischen Deutsch-Schweizern, Romands, Tessinern und Romantschen. Genial einfache Strategie, nicht wahr? Anstatt in vier Sprachen zu übersetzen nimmt man einfach die Lingua Franca des 21. Jahrhunderts, nämlich Englisch.

    Also wird dieser Begriff übertragen von den Mischmasch-Spielen intern zu den Mischmasch-Spielen zur WM Qualifikation. Nur was uns niemand erklären kann, warum für ein und dieselbe Sache nun zwei so ungenauer Ausdrücke verwendet werden, die gar nichts miteinander zu tun haben. Und warum die Schweizer „Barrage“ und nicht „Relegationsspiel“ dazu sagen.

    Zu mindesten Letzteres konnten wir klären. Es kommt aus der Französischen Sport-Fachsprache, denn dort wurde „Relegationsspiel“ mit „match de barrage“ übersetzt. Quelle

    Nun bleibt zu hoffen, dass die Schweiz auch gegen die Wales gewinnt und damit diese ganze Recherche nicht umsonst war!